Yarn über seekranke, torkelnde Männerchöre

Leicht im Takt am Unterhaltungsabend zu den Liedern schwankend und schon werden über 40 Seeleute seekrank.

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Ruhe vor dem Sturm und auf den warten viele seit Monaten. Wissen sie noch, wozu ein Regenschirm und Schneeketten gebraucht werden? Nicht das erste Mal, dass der Männerchor Schmiedrued nebst dem Konzert und Theater auch den Wetterumbruch organisiert. Yarn? Seemannsgarn – keine Spur.

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Samstag, 27. Oktober 2012 kurz vor Mitternacht. So früh sind wir noch nie nach einem Unterhaltungsabend nach Hause gekommen. Welches Thema hatten wir damals? Seemannslieder! Gibt es noch Fragen? Sechs Jahre später – der langersehnte Regen und Schnee! Zugegeben, ich könnte problemlos noch einmal sechs warme, wasserarme Monate geniessen.

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Links, nicht politisch gesehen, unser Oberbootmannsmaat (nicht Matt) und Klabautermann. Sein „Pumuckl“ darf nun zuhause Matrosin spielen. Für die nächste Schlacht auf Hoher See gäbe es diese Seefrauentracht für Frau Konteradmiral, die korrekt den Rücken dem „Feind“ zeigt, adret auch in passenden Grössen – nur vermutlich nicht kostenlos. Die richtige Anrede für sie wäre in Zukunft Frau Admiral – wir vom Männerchor Schmiedrued sagen einfach „Anastasija“ (auf „i“ betont).

Vom Dienstgrad her gesehen, kam ich mir wie der Старший сержант (Fäudwilli) vor – FotografInnen organisieren, selbst Bilder schiessen und dazwischen wieder mal singen, Tombolalose verkaufen oder Gläser und vor allem Löffeli für die Schümli-Pflümli organisieren.

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Das erste vom Shanty-Sänger Hugo nach einem minütigen Fotocrashkurs geschossene Bild – Shanty-Interpreten sind Charakterköpfe. Richtige Seebären?

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Ein echter Engel  hat dieses Foto und viele andere geschossen. „Sag Dankeschön mit roten Rosen“ war halt letztes Jahr. Seerosen konnten wir leider keine auftreiben. Wenn sie dies liest, wird sie laut lachen – ihr „Markenzeichen“. Angela di Ruggiero, nicht zu verwechseln mit der nicht ganz so zierlichen, aber legendären Eishockey-Spielerin Angela Ruggiero.

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Sie meinte zu Martin. „Ich habe ein Foto geschossen, wo du die Augen auf der Bühne geschlossen hattest.“ Er schläft garantiert nicht. Er hatte einen Tag vor der ersten Aufführung eine Augenoperation. Gleissendes Licht ist für ihn garantiert anstrengender als singen. Gute Besserung

Wir sind im 3. Jahrtausend und so ist das älteste Lied garantiert nach 1492 entstanden – „D’Chinder vom Kolumbus“ von Peter Reber und für den Männerchor arrangiert von Anastasija Kadiša. Schnellstes Berndeutsch und dann „De trybs se quer überen Ozean„. Nicht nur für Aargauer Sänger ein extremer Zungenbrecher, für Stadtberner nicht nachvollziehbar. Tryb’se oder tryb äs se und übere! Im Übungssaal unter dem Dach im Schulhaus findet unsere Dirigentin den Text dieses Liedes in den roten Ordnern. Trybt se!

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Aber wir wollen doch Frieden. Und welcher Nachwuchs ist ob seines Geburtsdatums dazu verpflichtet? Die erste Seeluft haben wir auf der Männerchorreise geschnuppert. Aber schon am morgen früh vor dem Bus kommt die Frage. Wer ist der Vater von Matt-eo Ulf (Wolf) aus der Matt, wo seit heute der Holzstorch aufgestellt ist? Der Organisator der Reise ist „nur“ stolzer Grossvater, spendiert die Merinque im Chemeribodenbad. Danke Päulu.

Nach der Überquerung des Brünigpasses sagt Max im Car: Jetzt tauche das erste Mal ins Meer! In Brienz empfängt uns Goethe – fein säuberlich in Brienzerholz geschnitzt. Seine Farbenlehre trifft voll zu. Zuunterst ist Grau. Die Farbe, die wir am ersten Tag gepachtet haben.

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Er liest seinen „Gesang der Geister über dem Wasser“ vor.

Vom schwankenden Schiff leicht zu erkennen. Das Grau, der Nebel stammt aus der Lokomotive der Brienzer Rothorn-Bahn. Nebel, Rauch bis auf den Berg, der kinderleicht mit drei Strichen zu zeichnen ist. Hat der Niesen einen Kittel, wird das Wetter mittel. In diesem Beitrag sind die Bilder und der Text zur Reise.

Wir Capri Fischer wollten die Netze im Tropenhaus Frutigen auslegen. Zwecklos, die kann man von Hand greifen und das Restaurant war eh geschlossen. Zum Glück haben sie eine Kläranlage, denn die Aquakultur ist nicht unproblematisch. Das wissen auch unsere Nachbarn. Die EU büsste 74 italienische Gemeinden, weil sie Fäkalien direkt ins Gewässer leiten. Darunter Palermo und Triest. Capri, 10 km2 gross, hat mindestens eine Kläranlage. Wir singen den offiziellen Text. „Wenn bei Capri die rote Sonne im Meer versinkt und zum Himmel das ungeklärte Abwasser stinkt“ wird weggelassen. Weggelassen haben wir auch „Santa Lucia“ – speziell die Version vom King of Rock and Roll. Hier fand 1960 die Segel-Olympiade statt. Zumindest haben wir damit nicht zwei Ortsteile der Metropolitan-Stadt Neapel im Programm.

Seekrank von Schifferlied, Schneemann oder doch eher Seemann, sicher aber nicht Zeman, weiter Junge komm nie wieder (sorry, bald wieder) und Heimatlos … immer etwas für Seekranke. Die Shanty-Crew Tribschenhorn die zwei Einlagen bietet und wir den Refrain bei „What shall we do with the drunken sailor“ singen, sind seefester, vielleicht auch trinkfester. Der Dirigent und Arrangeur (Arr.) für das Schlusslied mit über 40 Seeleuten ist Peter Lindenmann, unser früherer Chorleiter. Entschuldigen sie, wenn die Links nicht mit unseren Gesängen unterlegt sind – freiwillige Filmer vor. Immerhin schon rund 13’000 haben uns auf Youtube angeklickt.

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Der Shantychor Tribschenhorn ist im „DichKanal“ auch vertreten. Hier ihre weiteren gesungenen Lieder:
  • „Uns fehlt der Wind“, Karl Peter Mösser, Arr: Hans Buchmeier
  • „Rum aus Jamaica“, Richerd Gerner, Arr: Hans Buchmeier
  • „Sailing“, Traditional, Arr: Hans Buchmeier – das andere „Sailing
  • „Amsterdam“, Traditional, Arr: Peter Lindenmann

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Das Schifferklavier haben sie gleich selbst mitgenommen …

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… und so wie die schwanken mindestens eins der zweihundert Fass Rhum von der Santa Fee.

Seemannslieder haben auf Schmiedrued eine anziehende Wirkung. Blenden wir sechs Jahre zurück …

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… warum wohl?

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Zwei Ruder auf der Vereinsfahne! Und ein Hammer. Für unsere Galeere suchen wir immer wieder Sänger und Sängerinnen – unser neuer Auftritt heisst auch „www.chor-rued.ch„. Statt Ruder ziehen wir heute Segel oder Aussenborder vor. Mit oder ohne Noten singen? Wer genau zuhörte, es spielt keine Rolle. Die Luzerner ohne Noten werden den Fehler am Samstag als Gag wiederholen und zwei Schmiedrueder werden vermutlich heute unterstützt. Die Kinder des Kolumbus wurden bei der Zugabe zweimal wiederholt, wie im Original – Verständigungsfehler, aber das macht jede Vorstellung interessant. Sind wir nächstes Jahr mehr als 17 Seeleute? Genau siebzehn haben damals die erste Weltumsegelung mit Ferdinand erlebt. Magellan und Ozean sollen die einzigen Worte gewesen sein, die unsere Gasthörerin bei der Hauptprobe verstand – es könnten also alle mitsingen, ohne Vorkenntnisse – Lust ist gefragt.

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Beim gemeinsam gesungenen drunken Sailor, haben ja bei der Zugabe auch restlos alle Gäste den Refrain mitgesungen. Am Donnerstagabend ab 19:45 Uhr sind wir neu im Schulhaus Walde am üben – zweite Türe links, Vereinszimmer. Also, herzlich willkommen.

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Nebeneinander singen und zusammen Tombolalose verkaufen – Christian Hunziker und der Schreibende – SMS (Stephan Marti Schmiedrued).

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Geisterstunde: „D Geischter vom Lindenhof“, damit ist nicht das Spital in Bern (Punkt 27) gemeint. Ein geistreiches Lustspiel von Lukas Bühler unter der Regie von Lotti Giger – der zweite Teil, das Theater.

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Das Bild rechts fällt eben herunter, weil jemand flucht und das dem Geist nicht gefällt. Dafür hat er nichts dagegen, wenn mann sich die Fingernägel putzt und sich dabei die Zahnbürste von Frau nimmt. Das wäre was für den erwähnten Rechts- oder Linksanwalt.

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Für Tanz und Unterhaltung sorgten am Freitag die Schwyzerörgeli-Formation Chrütz & Quer

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… und am Samstag Hansruedi Fluder, der Alleinunterhalter aus Finsterwald.

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Hansruedi hat es geschafft, vor der Geisterstunde Tanzpaare auf die Bühne zu holen. Übrigens, er hat Erfahrung mit Getränken, die ohne steife Brise zum Schwanken führen können – die Entlebucher Kaffeeschnapswanderung. Vor dem Saal hätten bei uns noch einige Stühle organisiert werden können. Auf die Entlebucher zählen wir nächstes Jahr.

In der Kaffeestube können sie auch dem drunken Sailor nacheifern – aber geniessen sie lieber und etwas aus der Küche zum unterlegen. Shanty-Kleider, höre ich dort, sind am besten aus Storenstoff. Heuer empfehlen wir wasserdichten Stoff. Die See ist rau und die Geister gut gestimmt. Es kommt das erste Mal seit Monaten richtiger Regen.

Wohin führt uns die Reise nächstes Jahr? Keine Ahnung, heuer waren wir bei den Chleechüe im Berner Oberland. Nächstes Jahr vermutlich etwas mehr Müeh mit de Hornchüe und garantiert noch einmal die Sommerzeit-Umstellung am letzten Wochenende im Oktober. Die Fahrpläne gehen demnächst in Druck. Sofortiges Umstellen gäbe 2019 ein europaweites Chaos. Übrigens, drei-, viermal schnell in die Hocke und sie überwinden die Seekrankheit. Auge und Ohr laufen wieder parallel. Wenn schon, dann immer Sommerzeit um am Abend länger das Tageslicht geniessen zu können. TV-Süchtige sind für die Winterzeit.

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Unser Klabautermann bringt am Sonntag zum Aufräumen die Tafel bei der Gemeindeeinfahrt zurück. Im Rehag hat es schon Schnee und dieser Fällt auch im tiefergelegenen Walde. Dieses Jahr war im Landanzeiger im „Ruedertal- Special“ (Seite 11) zu lesen, dass die Gemeinde Schmiedrued den tiefsten Punkt bei 550 m ü.M. hat, den höchsten bei 750 m ü.M. Die Matt liegt tiefer. Heute schneefrei. Wenn wir nicht einmal in der heutige Zeit die richtigen Zahlen haben, wie wollen wir dann wissen, was im wichtigsten Ortsteil 1430 geschah. Unsere Talgeschichte muss umgeschrieben werden.

Mehr Links und Fotos auf www.hammerschmitte.ch.

90. Geburtstag von Prof. Dr. Max Boemle – herzliche Gratulation

Lieber Saldo

90 ist in Altersjahren angeschaut, eine ganz beachtliche Grösse. Kennzahlenmässig liegt sie deutlich über eins. Im Grunde genommen habe ich von Dir gar nichts anderes erwartet. Von all den „Lehrern“ die ich erlebt habe, hast Du mir am meisten mit auf den Lebensweg gegeben. Sogar in Rechtschreibung habe ich profitiert. „Autoritär“ schreibt man ohne „th“ – bei beiden „T’s“. Peter und Silvio Borner, die meine Diplomarbeit als Ideengrundlage zur Fabrikreorganisation verwendeten, mussten lachen. Jede Menge Erlebnisse in 3 Jahren anstrengender Ausbildung – eine super „Lehre“, keine Leere. Manchmal ein Kampf – wie die Briefmarke mit den Schwingern – aber immer friedlich. Die Karte ist von Gerti Meister – heute wohnt sie in Brunnen. Ich habe mit ihr vor Jahrzehnten mal die erste Kunst- oder Hobbymaler-Ausstellung gemacht. Sie war es, die den damals einzig guten Geschäftsbericht – Mövenpick – machte. 90 – ich gratuliere. Mach es wie die Anhänger, demnächst bis 100. Alles Gute und beste Gesundheit

Beret

 

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Karte von Dr. Maria Gertrud Meister und FuW im 91-igsten Jahrgang.

Max Boemle ist nicht nur Elite, er ist historisch. Ob ihm der andere Jubilar auch gratulieren wird? Die FuW – die Finanz und Wirtschaft. Mit dieser „Fleisch und Wurst„, wie wir sie immer schmunzelnd nannten, hat dieser Links nichts zu tun … nur zum Schmunzeln.

Hier der Link zu seinem 80-igsten.

Warum „Lieber Saldo“ – so habe ich ihn damals begrüsst. Er sagte zuerst „Herr Marti“, dann das ist Beret, wie er mir beibringt, dass ich jetzt mit 100 ehemaligen Studenten per Du bin.

Und hier noch zwei Bilder, die mir Daniel Eicher (sel.) zur Verfügung gestellt hat.

 

So nebenbei …

… am Mittwoch soll es Regen geben. Ich weiss beim besten Willen nicht mehr, wann ich das letzte Mal einen Regenschirm brauchte.

Etwas neblig manchmal, wie die Politik, manchmal etwas mehr und nicht mehr ganz so heiss. Schade eigentlich. Ich habs genossen. Kam doch einer bei mir vorbei und meinte mit einem leicht bösen Ton: „Warum stellen sie ihren Brunnen nicht ab?“ Meine Antwort hat er nicht erwartet: „Stellen sie doch die Aare ab, das hilft mehr!“ Erstaunlich, wenn das Quellwasser immer schön lief. Das Wasser kann ich schon abstellen, aber dann läuft einfach meine Brunnstube über.

Unten im oben verlinkten Beitrag sehen sie die Abschrankung zur Rued oder der Rüederche. So viele Leute, wie heute am späteren Nachmittag, waren wohl noch nie dort versammelt. Rund 20 Frau/Mann – Feuerwehrleute, Sanitäter, Polizisten. Gehört habe ich die ersten schon, aber eigentlich wollte ich nur meinen Nachbarn fragen, wie ich am besten einen Bohrhammer flicke. Er ist nicht da und auch nicht in den Bach gefallen. „Hier dürfen sie nicht fotografieren und sie müssen hinter die Absperrung!“ Unfall in Schmiedrued Matt – ein PW steht kopfvoran im Bach.

Nicht fotografieren! Ach, da nähme mich wunder, in welchem Gesetz das steht. Da kommt mir doch Daniel Ganser und der Presserat in den Sinn. Wer etwas hinterfrägt und sich nicht an die landläufige mediengestreamte Meinung hält, gilt als Verschwörungstheoretiker. Demnach bin ich auch so einer. Galileo Galilei war auch einer – bis die Zukunft ihm Recht geben musste. Und die Absperrung war auf der Strasse und nicht auf dem Trottoir. Das wäre nun ein Fall für Frieda. Sie ist im Bündnerland, meint aber, dass ich hingehen soll und für sie im Auftrag des Wynetalers eine Foto schiessen soll.

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Auftrag erfüllt und Erlaubnis der Polizei eingeholt. Und der Einsatzleiter der Feuerwehr Rued erwähnt das Wort „Werbung“. Diese haben vermutlich ähnliche Probleme, wie der Natur- und Vogelschutz-Verein Rued – kennen ja, aber mitmachen? Der Wunsch wurde an die Zeitung weitergeleitet und was passt da besser, als …

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… zweimal die Hammerschmitte – einmal von Norden und rechts von Südsüdwest. Beide von Norden zu fotografieren steht nicht auf meiner Wunschliste … aber froh sein, wenn mal was passieren würde, dass sie gleich schnell zur Stelle wären. Wünschen wir lieber den Verunfallten alles Gute. Und mein Schlagbohrer war kurz darauf geflickt und gereinigt – ohne fremde Hilfe.

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Hier die AZ und der Wynetaler mit einem bekannten Bild und vermutlich kommt der ganze Artikel auch noch. A-Post-mässig wurden die ersten Bilder geschossen bevor die Rettungskräfte vor Ort waren … man beachte mit scharfen Blick die Schuhe auf Bild 2 und 3.

Na, die zuvor geschossenen Fotos wurden nicht beschlagnahmt – ein Ehepaar soll im Auto Krach gehabt haben und eine Person erzählt man sich, hätte der andern in Steuer gegriffen. Zirkusreif. Die sollten das stuntmässig machen, wenn wahr ist, was rundherum erzählt wird.

Was darf man als Zuschauer und was nicht – nicht ganz einfach und vor allem je nach Land unterschiedlich, bis zu einer Straftat.

Für Gaffer ein heilsames Video. Ich selbst lief in der Länggasse, Bern mal an einen Autounfall – schon rund 100 Gaffer. Ich ging zum 2-Chevaux-Fahrer der total eingeklemmt war. Er sagte, dass schon Hilfe gerufen wurde. Die Telefonistin meines Arbeitgebers war ja keine zehn Meter vom Unfallgeschehen tätig. Er bedankte sich, dass ich mit ihm einige Minuten sprach und ihn ablenkte, bis die Feuerwehr ihn befreite. Er schrie nicht. Er biss auf das Feuerwehrbeil.

So schnell ist etwas geschehen. Vor zwei Tagen halte ich noch auf dem Kreisel, weil der Wagen vor mir einige Personen Richtung UPD über den Fussgängerstreifen lässt. Tätsch … der Postlieferwagen hält etwas abrupt. Zum Glück hab ich eine Anhängervorrichtung, sonst wäre der Schaden vermutlich höher. Kann passieren. Was mich erstaunt, der Postangestellte entschuldigt sich fünf mal. Es ist ihm sichtlich peinlich. Beim Ausfüllen des posteigenen Formulars sprechen wir über DiePost. Meinen Ferienlohn während des Studiums verdiente ich noch bei der PTT. In acht Jahren habe sich hier viel verändert. Ich hatte dafür einen kleinen begleiteten Rundgang im Logistikzentrum … denn eine Adresse gibt es auf dem Formular nicht – die müssen doch irgendwo in der Milchstrasse zu finden sein.

Fehler macht jeder. Übersehe, dass bei PostFinance ein anderes Konto vorgeschlagen wird. Der Auftrag wird nicht ausgeführt. Es gibt eine URL-interne Benachrichtigung, dass die Vergütung mangels Deckung nicht ausgeführt wurde. Wenn ich in meinem Leben jede Zahlung durch die Post immer sofort hätte kontrollieren wollen, ob die auch ausgeführt wurde, wäre ich heuer das erste Mal fündig geworden. Keine Ahnung wieviele Bewegungen ich mit dem Postcheckamt, wie es früher hiess und seinem Nachfolger insgesamt hatte. Einige zehntausend dürften es schon sein. Und etliche hundert Millionen … leider nicht meine.

Meine Anfrage an DiePost. Könnte man „Verarbeitungsmeldung: Auftrag nicht ausgeführt“, nicht auf die normale E-Mail-Adresse senden und den Kunden warnen. Man wusste Rat. Aber nur für diejenigen, welche einmal dieses Erlebnis hatten. Kostenlos, man staune. Wie lange? Wer hat schon Zeit, alle Möglichkeiten auszuprobieren. Das war mal. Wieso macht man das nicht mal als Rundschreiben an alle PostFinance Kunden. Dafür steigen die Spesen massiv beim digitalen Powerhouse. Eine echte Spielbank? Die nicht ausgeführte Überweisung verursachte vierBriefe aus Frankreich, meinen nach Paris und 7.50 Euro pénalité de retard.

Ein Erlebnis an der Ampel, vor dem Fussgängerstreifen. Ich spreche mit einem Kollegen auf der anderen Strassenseite der Alkoholverwaltung. Darauf die Blinde mit Hund: „Guten Tag Herr Marti.“ Sie müssen Frl. Postcheckamt sein, entgegnete ich. Sie lachte herzhaft. Alle meldeten sich dort mit Postcheckamt. Wir mit Namen, denn derjenige der anruft, weiss meistens, wohin er anruft. Wir haben später nicht nur am Telefon dienstliches Besprochen, auch persönliches wechselte auf dem gleichen Arbeitsweg – nur, meistens waren wir in der Gegenrichtung unterwegs.

Damals war die Länggassstrasse noch breit genug. Heute möchte man 10-50 cm pro Fahrbahn mehr. Wer es noch nicht weiss, Zürich ist die höchstgelegene Stadt, eine echte Bergregion. Zählen sie einmal die Autos, die keine SUV (Sport Utility Vehicle) sind. Geländewagen heisst das auf deutsch. Die meisten sind eh nur geleast. Oder denkt man daran, einen neuen zu kaufen, denn man hat ja unrealisierte Gewinne auf ETF’s. 5.23 Billionen (nicht billions) – 5 230 000 000 000 USD weltweite ETF. „Der August stellt den 55. Monat in Folge mit Nettozuflüssen für die ETF-Industrie dar; dies verdeutlicht die grosse Dynamik passiver Fondsanlagen.“ Dynamik – Schwankung wäre vermutlich besser am Platz. Da fehlen noch jede Menge an anderen derivativen Produkten, die auf den Index, nur den Durchschnitt, spekulieren. Das weltweite Aktienvolumen, die Marktkapitalisierung, beträgt 85 Billionen USD.

Im gleichen Heft ist der Artikel „Kritiker der ETF-Religion“ (so suchen) – zu finden. Dieser Beitrag ist gut – lesen sie ihn. Ich denke, der kommt der Wahrheit näher. Und gestern habe ich noch etwas gefunden. Ein Buch erhalten – sechszig Jahre alt – von Néstle, über Vulkanausbrüche.

Stromboli Eruption

No comment – nur der Vollmondkalender von 1907. In vier Tagen ist Vollmond – vielleicht müsste man die Börse einmal nach diesem Muster anschauen. Seit einigen Tagen ist das geomagnetische Feld extrem tief … es sollte uns eigentlich gut gehen. Wenn sie zu Fuss gehen wollen, schlage ich den Stromboli (mit „r“) vor – 3000 Meter hoch – die ersten 2000 sind etwas mühsam.

Und noch was über die Politik – in genau einem Jahr sind Wahlen. Drücke mal Christa Markwalder für den Ständerat die Daumen. Christa ist eine echte Liberale und erst noch in der Mitte angesiedelt.

So nebenbei, Nachtrag am Sonntagmorgen – Trump will Abrüstungsvertrag mit Russland kündigen. Einige spüren den Vollmond schon früh, am Mittwoch um 18:45 ist es soweit.

Hier noch die Medienmitteilung der Kantonspolizei Aargau.

Bat um etwas Geduld … der Kuckuck und der Hampelstern

… herrlicher Sommer, heiss, schönes Wetter, wenig Regen. Bitte wiederholt den alle Jahre wieder.

Na ja, hab nicht mehr nachgefeuert, aber es ist ja 18,8 Grad warm. Für viele zuwenig – lieber 24. Das ist nichts anderes, als Energieverschwendung. Mangel an Kälte herrscht leider nicht mehr. Im Sommer mag man (ich) nicht so schreibennn .. Entschuldigung.

Durstig Wetter war es eigentlich schon. Habe mal was ausprobiert. „Günther Jauch – e Wy“. Über die Notwendigkeit des Bindestrichs kann jeder, der in getrunken hat, selbst entscheiden. „Super fein“ und irgendwo auf der Rückseite steht „Deutscher Wein, trocken“ … zum Glück für mich, denn blind hätte ich sicher nicht auf Wein getippt. Cuvée rot, passt zu Pizza – viel mehr steht nicht auf dem Etikett. Jauch ist nicht nur Fernsehprofi, sondern auch Marketing-Profi. Von Wein scheint er auch was zu verstehen. Nur, bei Aldi steht eher Marketing im Vordergrund.

„Marketing ist die Kunst, langfristig möglichst viel aus den Kunden herauszuholen.“

Das ist kein Zitat, das einen Verweis braucht – der Spruch ist von mir.

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Den Weissen haben wir nicht auch noch gekauft. Zum Vergleich aber eine „Wuchtbrumme„. Acalon und Cabernet Sauvignon – echt spannend, unbekannt, speziell und billiger. Der von Jauch ist auch nicht teuer, aber passt garantiert nicht zu den im Schwarzwald gefundenen Steinpilzen, Maronenröhlingen … Wow – Formen von Pilzen, wie ich sie noch nie gesehen habe. Der Sommer und Herbst spielen nicht verrückt – total nach meinem Gusto. Ein flacher Steinpilz und kein Fotoapparat dabei – gut sichtbar drei Meter von einer oft zu Fuss begangenen Waldstrasse. Vielleicht waren die andern auf der Suche nach dem „echter Schwiegermutter-Täuschling„.

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Falls sie die zwei essbaren suchen wollen, achten sie auf Wildsauspuren. Die sind im Schwarzwald eigentlich nicht zu übersehen … und an diesen Stellen wachsen vielfach solche köstliche Schwämerl. Wildschweine sind eben Geniesser. Ich habs wie sie, einen Riesling von Günther Jauch möchte ich schon einmal probieren. Na ja, mit den Kryptos werd ich mir doch noch einiges überlegen. Bitte ja nicht mitmachen, die Bitcoin Evolution ist garantiert ein Betrugsversuch, an dem Jauch sicher nicht beteiligt ist – dafür ist er viel zu intelligent.

Vielleicht wüsste er auch Rat, wie man Wildzwetschgenglace (nicht Wildsauglace) mit Zimt absetzt … ich hab diese mit caramelisierten Baumnüssen ohne Zimt genossen … wildsauzwetschgengut. Selbstgemacht. Genaugenommen nicht selbst, nur die  wilden Zwetschgen von meinem Grundstück geliefert. Erstere Glacesorte ist garantiert heute in … zweitere für Geniesser, die nicht jeden modernen Furz mitmachen müssen. Ich brauche Charakter – nicht fades, abgeflachtes Zeugs.

Schweizer Zwetschgen nach Deutschland exportiert und dafür getrocknete Pilzchen in die Schweiz importiert. Happy … genau genommen …

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hapimag 55 Jahre gefeiert mit fünf Alphörnern.

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Zumindest ein interessierter Zuhörer. Kommt ihnen dieser Hoteltrick nicht bekannt vor? Eine Anlageempfehlung? Diese gebe ich öffentlich nie ab. Aber sicher auch keine Verkaufsempfehlung, dafür hat es mir zu gut gefallen. Und falls der Kollege von der Steuerkommission diese Zeilen liest – was absolut denkbar ist – ich habe keine dieser Aktien, bin nur eingeladener Gast. Zumindest habe ich die angebotene Stelle bei der UBS damals abgelehnt. Bin absolut unschuldig. Nur, das liegt heute im Trend. Swisscom … und ein ganz schönes Gespräch über DiePost, zumindest über die grösste Stadt der Schweiz.

Frieden schliesst man mit Feinden, nicht mit Freunden“ … einige Gedanken, wie man sich trumpieren kann. Aber bleiben wir beim Trinken und verlassen den Wein. Wasser ist oft besser. Donauwasser zum Beispiel. Das sprudelte in etwa gleicher Menge aus der Donauquelle beim Kolmenhof, wie mein Brunner Quellwasser speiht.

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Die Donauquelle ist echt ein armesliges Rinnsal – aber köstlich, davon zu trinken.

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Die Tourismus-Verantwortliche hat sich noch über den Donaustreit geäussert. Wo ist die Quelle? Donaueschingen … vergiss es, da kommt das Wasser wieder zum Vorschein, denn die Donau versickert ab und zu. Breg statt Donau? Der Streit müsste ganz anders sein! Der Strom, der durch Wien fliesst, müsste Inn heissen … sicher nicht Donau, das kleine Gewässer. Auf dem Bild ist der Inn links zu sehen.

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Auf welcher Seite ist der Stausee zu suchen? Sie raten garantiert falsch. Hier ist das Hochwasser-Rückhaltebecken Wolterdingen.

Zumindest spricht hier oben keiner über den türkischen Besuch – eher über 30 cm hohe Schopftintlinge. Im Link berichtet die „alte Dame„, wobei sicher nicht Merkel gemeint ist. Dieses Plakat dürfte mittlerweilen Seltenheitswert haben – ich weiss, wo es zu finden wäre. Ja, die Medienbranche … az Medien, NZZ das ist Geschichte – heute heisst das chmedia. Bitte nicht CH-Medien schreiben. Der Infosperber berichtet über die fast unbeachtete Gross-Medienfusion in der Schweiz. Marketingmässig hätten die vermutlich mit Jauch sprechen sollen. Die AZ Betriebsbesichtung von letzter Woche war toll … und der Wein von Wanner auch. Aber eben, marketingmässig muss ich mal einen mir Unbekannten besuchen und dabei befindet sich der nicht am Bielersee, sondern im Nachbardorf, wo ich mal geheirat habe … tempi passati, schön, wenn man in guten Erinnerungen surfen kann.

Und gestern habe ich mit meinem ehemaligen Standesbeamten diskutiert. Insasse im Altersheim wie der Bruder aus dem Sportclub, den der Beamte mal mitgegründet hat und der uns heute besucht. Der Bruder – mein Vater nota bene – hat mal mit dem wohl bekanntesten Dorfgewohner Fussball bespielt, war viele Monate sogar sein militärischer Zimmergenosse – Willy Steffen – einer der sechs ganz Grossen von Young Boys. Und ich habe immer noch einen Beychevelle 61 von seinem Bruder Max im Keller. Jauchs Wein war nur der zweit schlechteste in diesem Jahr. Spitze ist ein 1961-iger, hohe Stufe, für 4 CHF aus der Brockenstube … 3/4 voll … nicht mal mehr als Essig zu geniessen … aber die Diskussion war es wert, der Vater des Verkäufers hat viel mit meinem Onkel zusammen gearbeitet.

Störzonen! Das sind Möglichkeiten mit Menschen in Kontakt zu kommen. Silberbergwerk und eine Führung mit einem pensionierten Textilfachmann – herrlich. Glauben sie es mir, diese Erlebnisse sind viel schöner, als schreiben. Die kann einem niemand nehmen und den Text hier, da braucht es nur eine IT-Panne und dann ist alles „Flöte“. Köstliche Diskussionen und er war begeistert vom Pendel. Welche Zeche? Mensch, da müsste ich auf der Karte nachschauen. Kumpel Wenzel, war es. Und dann wieder Pilze … und ab und zu Abwechslung. Ein Feuerzeug für meine Nachbarin. Also, wenn ihr ausgediente Feuerzeuge hat, sendet die zu mir und dann noch so ein Fang. A-6-Karte! Vermutlich mal , wegen abgerissener Ecke an einem Ballon. Bitte frankieren und zurücksenden. Für 45 Eurocents Porto ärgert sich nun ein Hochzeitsgast – vermutlich Raum Lörach –  dass er nun Rasenmähen und Blumengiessen muss. Die Karte war mit Schneckenspuren übersäht … aber so wie ich die Deutschen kenne, bin ja selbst genmässig 25-%iger, wird sich keiner melden. Würde dies blogkundtun. Ürigens an der Karte, den Pilzen und auch den Zwtschgen hatte es keine Würmer – das war denen vermutlich zu heiss. Und noch so ein Tipp. Wenn sie Äpfel zu Most verarbeiten wollen, oder Kuchen etc., dann nehmen sie wurmstichige Äpfel, rüsten die … Würmer gehen nur an total gutes und reifes Obst. Gespritzes hassen sie … wie ich. Fänomenales Jahr, was süsses Hängezeugs anbelangt und wenn sie mehr über den heutigen Trend geniessen wollen, nur zu. Na ja, seien sie sich sicher, welche Adresse sie eintippen.

Was gabs im schwarzen Wald noch zu sehen? Bei Hans Grohe ein Rennrad …

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… das hab ich diesen Sommer auch schon einmal gesehn.

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Peter Sagan – 111 beim Zwischensprint in Besseges – Film „la minute maillot vert“ – sek. 46/47, da hat doch einer rechts im Bild nur ein maillot blanc an. Die dämlichste Gerade, um ein Velorennen zu verfolgen … pffff … und schon waren sie vorbei. Tour de Frane pur und das auf einer Strecke, die ich selbst aus dem „ff“ kenne. Das Feld hatte 11 – elf – Minuten Vorsprung!! … der Besenwagen war fast schneller. Schauen sie auch die andern Filme an – sensationelle Landschaft, etliche Stürze, denn die 14. Etappe weist ganz spezielle Strassen auf.

Falls sie bis am 14. Januar 2019 mal in Bessèges sind, schauen sie sich doch die Ausstellung von Valérie Prats an. Kopieren sie das Bild und schauen sich die impressionistischen Details an. Es lohn sich.

besseges expo valerie

Vermutlich hatten die etwas Mühe mit der Zeitnehmung. Spass beiseite – es war echtes Berner Swiss Timing.

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Zum Kuckuck, die Deutschen hätten diese Uhr mitgenommen …

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… etwas unhandlich, die weltgrösste Kuckucksuhr. Der Vogel alleine soll 4,5 Meter lang sein. Ich bin rund 30 Sekunden bei dieser Uhr. Der zweite nebenan – ein Berner – wartet seit knapp 30 Minuten auf den Kuckuck. Ohne seine Bemerkung wäre ich zu früh weggelaufen. Bei diesen Dingen geht es ja nicht um die Zeit, den Vogel wollen alle sehen. Wieso der Kuckuck in der Uhr ist? Weil der selbst keine Nester baut.

Gegen Abend noch einen Besuch im deutschen Ballenberg – dem Vogtsbauernhof. Schaubrennen ist auf dem Programm …

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… genau genommen wird darauf nicht mehr gebrannt. Neuestes Produkt ist ein Gin – frau geht mit der Zeit – mann reizt ein Streuobst Birnenbrand.

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Fast schon zuhause in der Hammerschmitte, aber zuerst noch zu Faller. Es gibt tatsächlich Leute, die noch nie etwas von der Modelbaufirma Faller gehört haben …

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… kaufen sich aber eine Hammerschmiede.

Diesen Sommer gab es auch intensive Gespräche, ob die Hämmer der Hammerschmitte Schmiedrued vor Jahrzehnten in die Hammerschmiede Seengen kamen.

Im Film erfährt man nichts von dem, aber wer gut beobachtet sieht, dass ich zwei Sekunden, wie üblich, neben dem obersten Denkmalpfleger, Reto Nussbaumer, vom Aargau zu sehen bin.

Und was gab es diesen Sommer noch Sonderliches. Einer mit Fahrrad der in die Rued neben meinem Haus schaute. Strasse dazwischen und sieht er nun Fische im Bach? Spassiger Typ und ich selbst nicht Durchschnitts-Typ – sie kennen mich ja nun gut genug. Zwei drei Sekunden und dann einige Stunden Diskussion. Vermutlich sieht man Menschen an, die zu einander passen.

hoi bRUEDer

mer fische zäme
di erschte Fäng send scho guet
for elle, för d’Sach

es blöds Haiku, aber vo Härze

von Matthias Wilhelm

Selten habe ich mich mit einem Menschen so schnell, so gut verstanden. Er stammt aus der Umgebung, wo ich jetzt wohne und ist seit Jahrzehnten im grossen Kanton. Bluemoonquartett und vielleicht noch kultur-art in Detmold – eine echte Kuhzunkt. Das wär doch was, Fest-der-Filme und womöglich noch mit einigen perfomance Bekannten.

38036 und 38037 Hampelstern Terzett

Das Hampelstern Terzett – weisser Vinyl und Nr. 174/300 … merci … hören wir uns doch „Kati“ an …

… und bei mir im Garten gab Matthias ein Privatkonzert auf einer seiner Tubass.

Hat der Niesen einen Kittel, wird das Wetter mittel

Der Niesen war der höchste Punkt unserer Männerchorreise. Raten sie mal, wer nebst uns bei diesem Wetter auf dem Berg der Berge war?

Hier die Aussicht, die uns der Berg schenkte.

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Der beste Berg in der Schweiz. Jedes Kind kann den mit drei Strichen zeichnen. Bilder von diesem Musterberg sind anscheinend ganz billig zu ergattern.

Niesenso wird er in der Werbung geschrieben, der Berg für Verrückte. 11 674 Stufen – da wäre eine Rolltreppe angebracht – aber hier kommt mir Portugal in den Sinn oder doch eher Unsinn. Niesen, für jeden etwas anderes, aber versuchen sie doch mal mit so einer modernen multifunktionalen Miniaturtelefonkabine das „N“ rückwärts zu schreiben …

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… der typische Oberländer Tourist kann es garantiert nicht.

Aber gehen wir doch der Reihe nach. Schmiedrued-Walde bis Kaiserstuhl – ja, waren wir da nicht letztes Jahr? Zumindest dem neu-„geborenen“ Grossvater, dem Organisator heuer, hat es damals gefallen … mehr dazu ganz am Schluss. Danke auch an den Mitorganisator Hans. Aus terminlichen Gründen war er im Privatfahrzeug unterwegs … oder ist es unbegründete Angst, mit Urs im Car zu fahren?

Hurra, ich tauche das erste mal ins Meer …

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… und wer produziert dieses Nebelmeer?

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… die Brienzer Rothorn Bahn natürlich. Da war schon Goethe … „Schicksal des Menschen, wie gleichst du dem Wind„, vermutlich musste er seine Gipfeli nicht 15 Minuten aufbacken lassen und den Handstand machen. Geschnitzt vor dem Restaurant – heute würde er genötigt einen Hiestand zu machen. Die Bedienung stammt auch aus dem Land des Meisters der Farbenlehre von von Goethe – ganz klar, unten hat er Grau!

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Nebelproduktion – wzbw oder qed. Zwei Tage im Berner Oberland wie man sie selten erlebt. Für Nichtkenner etwas mühsam, für mich faszinierend zuzusehen, wie das Wetter unten geformt wird und 1600 Meter höher ganz schön und schnell „zuschlagen“ kann … aber heute ist nicht Bergwandern angesagt.

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Rechts, nördlich übers Augstmatthorn  und dann nach dem Abstieg über den Hogant, da wäre dann nach einem weiteren Abstieg das Ziel des nächsten Nachmittags – „Meer“-ängge. Auf dem Schiff eine Diskussion über das Fachhochschulwesen in der Schweiz und Österreich … der Professor aus Wien pilgert mit seinen Dornbirner Studenten durch die Schweiz. Pilgern, das kenn ich – 95 Punkte um Bern herum (und heute hatte ich – bei Punkt 54 am dritten Tag – keinen Fotoapparat dabei). Sackgasse, die Kirchenfeldbrücke ist zur Fussgängerbrücke herabgestuft worden. Und wer spricht jetzt am Radio – Ralph, der Pilger.

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Beim Pignigplatz oder wie man das schreiben müsste, herrscht Hochbetrieb. Auf der Brücke eine Seilwinde, die Surfer auf der Aare hochreissen bis zur „Hafeneinfahrt“ – ein Dunst von Gletscherwasser ist in unserem Hallauer und auf dem obligaten Schinken garantiert.

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Wo sind die andern? Vermutlich hat einer gedroht, ein Lied anzustimmen. Kein einziges haben wir in den zwei Tagen gesungen. Frauen vor!

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„Niessen“ vor Kälte! Nein, eher feucht warm, fast tropisch. Zumindest auf der andern Seite haben wir bis Bern die Fernsicht genossen, einige Schneehühner und ein Murmeli gesichtet. Von der Sicht her das Faszinierendste was ich bisher auf diesem Berg erlebt habe. November 2009 – rund 300 Meter auf eigenen Füssen, unterstützt von zwei Krücken. Meine erster Ausflug und erst noch auf Schnee. Für mich echt imposanter als knapp zwölftausend Stufen in 59 Minuten. Ein Berg, der Kraft ausübt.

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Ausblick vom Hotel Chemihütte. Grünes Gras noch und nöcher. Haben wir bei uns auch, aber aufgelockert mit geackertem Land. Die Natur zu beobachten ist nicht immer einfach und jeder möchte das Wetter so haben, wie er es sich wünscht oder vielleicht auch verdient. Für mich ist 2018 der schönste Sommer, den ich je erlebt habe. Zeit zum Trinken und Essen gab es genügend. Wir haben die zwei Tage genossen.

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Am Morgen erstaunt mich die Chefin. Sieht man mir den Pomelkophilen an? Zumindest habe ich noch nie so viele gleiche Kronkorkenheber auf einmal gesehen – verschiedene schon. Vermutlich hat sie mitbekommen, dass ich mich nach dem Hättenberger, Ostermundigen erkundigt habe. Einen Wein aus Ostermundigen – ja, gepflanzt vor 19 Jahren – feiner, leichter Pinot. Ohne Holzfass würde ich meinen.

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Nach dem mehr als ausgiebigen Frühstück gab es Früchte … zum Anschauen oder Kaufen im Tropenhaus Frutigen. Muss wohl so sein, dass der erste Link auf Englisch ist. Andere wollen auf Franz wissen, wie diese Frucht heisst – Carambole. Auf Montbautier soll es keine solche geben. Ob ich wisse, wo das ist? Klar, war auf dem oberer Stierenberg im Landdienst. Bei Samuel oder Walter? Die Welt ist klein. Aber eh noch im Kanton Bern. Einen Steinwurf vom Jura entfernt. Franz gelernt habe ich nicht. Damals sprachen alle dort Deutsch. Die Früchte sehen toll aus.  Die Karambole – lieber nur anschauen, denn essen. Diese Frucht kann tödlich sein. Den Tod, den kennt man hier aus Erfahrung. Im Männerchor samt Anhang hört man Unbequemes – teuer (muss wohl so sein), Restaurant für geschlossenen Anlass reserviert und die vermutlich beste aller Früchte, die Cherimoya gedeiht hier nicht richtig … so zumindest die Informationen unter vorgehaltener Hand. Aber über die Stör- und Pendlerzucht habe ich ja schon mal geschrieben.

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Swiss Mountain Single Malt Whisky – der eine im Tropenhaus gelagert, sein vermutlich teurerer Bruder im Gletscher – Rauchgeschmack, wie der zum probieren aufgestellte Stör am Zahnstocher – Holzgeschmack, aber sicher nicht vom Zahnstocher – eher schottische Gartenerde und Eichengeschmack.

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Stör mich nicht … von Hand greifen kann man diese Fische …

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… und der Buntreiher liesse sich gar in eine Blumenvase einsperren.

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Ueli knipst einen Murmel. Murmel? Das sind doch Ribblinge, Märmeli. Pluder uf vier! Hier ist die Datenschnüffelei von Googel überfordert.

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Hier stampfen die Viecher sogar durchs Fressen. Kennen sie dieses Hochalpentier mit dem schönen Fell? Beiz geschlossen, Chauffeur Urs ist da – also, etwas thun – ab nach Tun.

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Die nächste Sekunde erahnen sie wohl …

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… oberhalb des Wehrs macht man sich ganz andere Sorgen … und noch mehr Schifffahrer, 15 cm mehr Wasser von BLS gefordert.

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Vielleicht Milch von Pauls Kühen. Sieben Jahre hatte er jetzt Zeit, den Unterschied zwischen seinen milchgebenden und den schwarzen in Südfrankreich herauszufinden. Der letzte Satz in diesem Beitrag gilt immer noch – mit Begleitung.

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Typisches Glacesieb beim Aufstieg …

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… zum Schloss Thun. Stress pur, nicht mal Zeit für ein Bier gefunden. War das erste mal da oben. Sicher nicht das erste mal in Thun. „Neuland“ erkundet, dank der ortskundigen Rebeka. War toll und Bier wurde nachgeholt … ab in den Kemmeriboden

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… aber zuerst noch einen Alpabzug miterleben – so als Ersatz für denjenigen im Suldtal, den wir am Samstag verpassten. Übrigens, die komisch geformten Dinger um den Kopfschmuck zu befestigen, sind Hörner wie wir sie im Berner Oberland praktisch immer gesehen haben. Ja, am 25.11. ist die Hornkuh-Initiative über das Kuhhorn.

Trauffer Kühe

„Müeh mit de Chüeh“ hat Marc A Trauffer keine – hat er solche ohne Hörnern? In Brienz mit, in Thun ohne Hörner – beide mit Euter.

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Fast dreihundert Franken pro Meringe. Gab es da nicht so was, wie zu viel kassierte Subventionen bei den Postautos – da wird wohl einiges in Zukunft gewendet.

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Gelangweilt? Sicher nicht – aber vermutlich zu viel Chemmeriboden-Meringue gegessen.

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Dessert und Kaffee wurden vom Organisator Paul gesponsert – er wurde Grossvater. Merci und herzliche Gratulation an Mutter Angela und Vater Daniel …

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… und dem vier Tage alten Matheo Ulf alles Gute auf den Lebensweg. Vergessen sie auch immer die Namen? Matheo wohnt in der Matt und auf dem Bild ist er unsichtbar, in ein Tuch gehüllt – „Mein unsichtbarer Freund“ – auf Englisch Day-O, gleich wie der Banana Boat Song von Harry Belafonte.

Dann noch schnell Handling Tips for Safe Baby – der rechts ist auf einem Bauernhof besonders wichtig:

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Mangel an Kälte

Zwei Monate Schreibpause – es war eindeutig zu warm. Jäten war aber angesagt. Nur so stichwortartig, was einem in letzter Zeit durch den Kopf ging … Gedanken, Töne, Bilder, Gerüche.

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„Herrgott“ die Haltestelle im Bisisthal – Berndeutsch verstehende, schmunzeln zweimal. Dann hinauf auf den Stoos. Die Standseilbahn wurde wesentlich teurer, weil sie wegen echten Querschlägern an einem anderen Startpunkt gebaut werden musste. Der Schiessstand sollte nicht dranglauben. Ich wurde eingeladen und mit ihnen kann man herrlich diskutieren, fraulich auch über Finanzen und Politik. Zwei Themen, denen ich im Juli und August auch in Deutschland, Frankreich und Italien immer wieder begegnete. Das „Fussvolk“ ist mit der heutigen Situation alles andere als begeistert.

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Bei „Herrgott“ zu finden. Braucht man aber nicht um mit der steilsten Standseilbahn aufzusteigen. Scheint sicher zu sein. Hoffentlich auch auf den Brücken.

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Zumindest an diesem Hang wächst es nicht wie verrückt. Alle jammern nicht nur über die Hitze, sondern über die fehlenden Niederschläge. Über die Dürre wird gejammert. Oberflächen-Wurzler haben es schwierig. Wasser muss zugeführt werden. Aber es wird auch anderswo Wasser zugeführt. Gemüse und bewässertes Obst schmecken dieses Jahr eindeutig nach Wasser.

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Das ist nicht dürr, das ist reif. Im Umkreis sieht man Apfelbäume, die zu schwer geworden sind, abbrechen, umfallen. Im Wald finden sich Wildpflaumen, wilde Mirabellen – herrlich. Die haben aus dem Untergrund Wasser. An den meisten Orten reichlicher, als in andern Jahren. Das Wachstum ist enorm, es wird Biomasse angesetzt, wie seit Jahren nicht mehr. Bäume, Sträucher wachsen extrem. Viel Obst und viele Beeren. Die Natur sorgt vor. Es dürfte einen kalten Winter geben.

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Herzlichen Dank dem Tier, das hier mal einen Zwetschgenstein fallen liess. Extrem süss. Ähnlich einem Kriecherl, einer wilden Zwetschke aus Österreich.

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Allen ist es zu heiss. Wirklich? Die Zikaden zirpen stundenlang. Versuchen sie mal eine zu fotografieren, zu finden. Leere Larven findet man dieses Jahr zu Hauff. Diese hier scheint einen luftigeren Platz weit von einem Baumstamm gesucht zu haben. Erholung, denn im Fluss durch die Garriguegegend gibt es kein Wasser mehr. Sie ist aber grüner, als in den meisten anderen Jahren. Tiefwurzler, wie viel wucherndes Unkraut und die spriessenden Bäume im Garten. Das erste Mal, dass ich meinen Rasen oder wie man dem sagen soll, in die Déchetterie führe, denn die extrem vielen Samen will ich nicht im Kompost. Der Mitarbeiter im Entsorgungshof meint, dass er noch nie soviel Grünzeugs, wie dieses Jahr erhalten hat. Im Frühling hat es auch in Südfrankreich stark geregnet. Man sieht es. Die Umgebung ist grün, der geschnitte Rasen eher bräunlich. Die Platanenäste wachsen in Monatsfrist über einen Meter.

In der Ökologie müssen wir umdenken. Es machen es immer mehr. Äussern sich über die Ansichten von Kohlendioxid Co2 und machen ganz andere Sachen, als die Autofahrer verantwortlich. Hängt das allenfalls damit zusammen, dass die Amerikaner eine Space Force aufbauen wollen? Lesen sie die Kommentare, speziell über den dritten Van-Allen Strahlungsgürtel, der vor sechs Jahren entdeckt wurde. Verschwörungstheorie? Ich glaube es je länger je weniger.

Zeit, sich der Kunst zuzuwenden. Töpfermärkte noch und nöcher.

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Dieser Häuserbaukasten ist nun im Kanton Zürich zu finden. Gerechtigkeit? La justice von Valérie Prats blieb in der Ausstellung hängen, hat aber den Besitzer gewechselt.

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Hoffen wir, dass es nach unserer Abreise nicht untergegangen ist. Etwas zuviel Regen. Ich denke, dass ich auch den ganzen Artikel aus dem Midi Libre über die Ausstellung erhalte. Es war so heiss an der Ausstellung, dass am ersten Morgen wenig Leute kamen. Dafür ein ausgiebiges Gespräch mit dem Journalisten, der die Impressionistin lobte. Er versteht was von Malerei. Miro und Picasso hat er persönlich gekannt. Das ist mir noch nie passiert, dass ich von einem Journalisten durch eine Gemäldeausstellung geführt werde. Dann Mittagessen. Heisser Toureau hätte heute wie eine kalte Platte geschmeckt.

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Die Stiere wurden eh für den Abend gebraucht – Stiertreiben durch die Strassen von Uzès und einfangen des Bullen. Gefährlich! Vor allem für Zuschauer, die durch Ross und Reiter abgedrängt werden und sich im Gitter einklemmen.

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Das Essen am Mittag deshalb vegetarisch, nicht bullisch. Valérie meinte: „Komm fühl dir mal diesen Baum an!“ Der Wurzelstock des Olivenbaums hat rund 17 000 Boviseinheiten. Wer feinfühlig genug ist und pendeln kann, misst gleich auf dem Bild am Bildschirm. Hokus Pokus? Sicher nicht. Mir kommt ein Artikel über Muotathal in den Sinn. Nehmen sie einen Stift und messen sie damit verschiedene Stellen des Tals – Kloster, überbautes Gebiet, Felder und vor allem die felsige Stelle links oben. Wollen sie mehr wissen? Der VRGS hat die Nr. 298 sicher noch vorrätig. Fels und Picasso:

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In den wunderschönen Steinbruchhallen der „Carrières de Lumières“ in Les Baux-de-Provence sieht man fantastische Bilder von „Picasso et les maîtres espagnols“, hört eigentlich mitreissende Musik, aber es kommt keine entsprechende Stimmung auf. Draussen an der Hitze spüre ich ein Herzrasen. Hat ich mal vor rund acht Jahren – ausgelöst durch einen speziellen Stein. Körper scannen! Vermutlich im Moment zu wenig Energie. Mann ist ja auch zuwenig und trinkt zuviel Co2-haltiges Wasser. Gesüsstes Getränk hat nur die Hälfte des Zuckers in Frankreich gegenüber der Schweiz. Lebt eigentlich nicht so gesund. Zurück, der Film muss ja von Anfang an angeschaut werden. 2000 Bovis-Einheiten – das entzieht Energie. Hier zu arbeiten muss schrecklich gewesen sein.

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Wenn es ihnen beim Locarno Festival bei der Prämierung der Filme unwohl wird, dann liegt das eher an der Dauer vor dem Film und den Stühlen, denn die Stimmung war hier um Faktoren besser. Danke vor allem der Einladenden.

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Nicolas André (links) – sein Lehrmeister war einer der weltbesten Trompeter, Maurice André, sein Vater. Erinnerungskonzert in der église de Saint Ambroix. Am Schluss spielen 15 Trompeter. Der Jüngste war 2005 noch ein Bébé – den mitgebrachten Schweizer Wein von Martin haben die Eltern und der Grossvater mit mir auf dem Rebberg genossen. Nur einer freute sich an Milch. Rechts auf dem Bild ist Ernesto Chulia zu sehen. Dirigent war Vicente Francisco Chuliá Ramiro – ein Trompetenkonzert der Sonderklasse. Die anschliessende Diskussion mit vielen Spielern hat Spass gemacht und der Badinage (Scherz) bei Simon  dem Mitorganisator und -spieler schmeckt wie immer – ausgezeichnet.

Ja, der Wein kam nicht zu kurz – zwei mal am Fête du vin in unterschiedlichen Ortschaften. Das eine Mal etwas ausgiebiger, denn wir konnten am Abend spät nach Hause laufen. Einer fehlt – Nusswitz aus Durfort. Besuchen wir ein ander mal, war echt zu heiss. Riechen, schmecken und die Diskussionen, wieso ich ein eigenes Glas mitnehme und den Clef du Vin, wird heute vermutlich von Peugeot vertrieben, kennt keiner. Nicht so schlimm, denn der grössere Teil bemerkt die Unterschiede nicht und findet: Escroquerie – Betrügerei. Diese Menschen geniessen den heutigen Trend: Cuvée und Assemblage – Mixturen und Gläser, die die Säure abbauen. Die Frage ist immer, gewinnt derjenige, der den besten Wein verkaufen will oder derjenige, der all seine Trauben mit möglichst hohem Gewinn verkaufen will. Auf alle Fälle ist der Preis immer weniger ein Massstab von Qualität.

Die schönste Assemblage, die ich in diesen Ferien getrunken habe, ist der Bramaterra 2011 von Colombera & Garella aus Masserone, getrunken in Viverone, bei der Monastero del Lago. Danke für diese Flasche aus dem privaten Keller.

Zapfenzieher, Entschuldigung, Korkenzieher heisst ja das Ding, wo sich wieder gut ein Dutzend neuer, alter genau genommen angesammelt haben. Gesehen habe ich mehr. Im Musée du Tire-Bouchon der Domaine de la Citadelle rund 1200 Stücke in Ménerbes. Muss angeschaut werden.

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Und den Gewürzgarten. Gutes Gespräch mit einem älteren Mann, der vermutlich einen Gast und seine Frau in einem Kleingefährt durch das grosse Anwesen führt. Später sehe ich die beiden wieder im Städtchen vor „chez Auzet„. Vermutlich der Museumsbesitzer und das Restaurant muss ich mir merken. Übrigens, hier hat auch eine Mätresse von Picasso gelebt. Wir fahren „vorsichtshalber“ nach Hause und trinken einen aus dem LR. Weinbaumässig gefällt mir die rechte Rhoneseite inklusive Côte-du-Rhône besser, als die Provence. Die Geschmäcker sind zum Glück verschieden.

Und es geht weiter

17. Nerhafstiekhcilkcihcseg-Nerotkart Relatredeur

Rückwärtsfahren war nebst vielen anderen Begabungen am 17. Ruedertaler Traktoren-Geschicklichkeitsfahren des Männerchors Schmiedrued gefragt.

Diese Wörter rückwärts zu schreiben ist relativ gesehen einfach, aber nennen wir das Geschicklichkeitsfahren doch einfach 17. RTG. Acht Posten mussten absolviert werden. Einige hatten nur sieben Posten, denn es konnten nicht alle fischen. Ja, mit dem Traktor zu fischen scheint nicht ganz einfach zu sein. Mit Pannen müssen auch wir mal rechnen, deshalb wurden nur sieben Posten bewertet. Zudem war das Wetter viel zu gut – Heuwetter, nicht Fischwetter. Das nächste Mal wünschen wir uns am Freitag und am Montag Regenwetter und dass das Gras noch nicht zum Schneiden ist. Trotzdem kamen viele Zuschauer und fast 80 Fahrerinnen und Fahrer und vermutlich viele nur zum Spaghetti-Plausch am Abend, falls sie überhaupt den Parkplatz gefunden haben.

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Rückwärtsfahren war nicht überall gefragt. Beim Kegeln wurde nur gezählt, wie viele Kegel bis zum Einlegen des Rückwärtsganges oder bis zum Ballstillstand  umgefallen waren. Lange musste ich am Sonntag hören, dass Null Strafpunkte hier gar nicht möglich seien. Theoretisch war mir die Lösung klar, aber es muss ein Trick angewandt werden. Der wird nicht verraten, damit allenfalls beim 18. RTG wieder studiert werden muss. Nur zwei haben es geschafft. Ein Junior in wenigen Sekunden. Der spektakulärste Posten, wo der Traktor mehrere Sekunden auf der Wippe in der Schwebe gehalten werden muss, schaffte genau ein Drittel des Fahrerfeldes.

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Frischkopf machte seinem Namen alle Ehre. Er war der Einzige, der die Theoriefragen fehlerlos löste und trotzdem war es im Durchschnitt gesehen der einfachste Posten. Überdurchschnittlich gut haben die Damen hier abgeschnitten. Das wären ja eigentlich gute Voraussetzungen, um unseren Unterhaltungsabend zu unterstützen und Seemannslieder mit zu singen. Mehr auf www.chor-rued.ch.

Das beste Gesamtergebnis erzielte Serge Hunziker aus Oberkulm und der Gesamtzweite, ist der Erste der dreizehn Junioren, Sandro Willimann aus Beromünster. Bei den Damen gewann Michèle Hunziker aus Oberkulm. Ob sie wohl einen guten Trainer hat? Zehn Prozent der Teilnehmer stellen die Damen. Vermutlich werden es in Zukunft immer mehr. Niemand ging leer aus, alle erhalten einen schönen Preis. Hier die Spitzenplätze:

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Der dritte Senior (?!) war bei der Gewinnverteilung am heuen.

Ein spezielles Dankeschön allen Teilnehmern, den Sponsoren, dem OK-Präsidenten Erwin Schmid und dem Traktoren-Obmann Willy Bolliger. Letzterer gab mir auch am Samstag Dispens, denn ich wollte zur Vorstellung des Buches „Talgeschichte Rued“. Zumindest wegen einer Überlegung: „Die Vermutung liegt nahe: die Hammerschmitte wurde 1430 und nicht erst im 17. Jahrhundert erbaut.

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Keine(r) zu klein, TraktorfahrerIn zu sein – vielleicht gar auf einem Hans Hirsch (John Deer).

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Einer der Jüngeren …

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… und stellvertretend einer der Älteren, ein Hürlimann aus Wil/SG.

 

Hammerschmitte – Korrektur der Tal-Geschichtsschrei-bung?

Die Hammerschmitte Schmiedrued wurde das erste Mal im 17. Jahrhundert erwähnt. Das heisst aber nicht, dass mein Haus nicht doch im Jahre 1430 seinen Ursprung hatte, wie es heute noch über der Eingangstüre steht.

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Geschichte“ zählt zu den nicht exakten Wissenschaften – also unexakt. Verwirrlich? Wie meine Beiträge? Eigentlich süffig zu lesen, aber bitte konzentrieren sie sich. Es hat immer viele Fakten, denen sie folgen sollten. Die Bibel zum Beispiel ist auch nicht immer ganz exakt – Geschichte, die in 1335 Jahren geschrieben wurde. Ziemlich genau ein Zehntel davon wurde für das Neue Testament gebraucht. Garantiert exakter, als das Alte Testament. Einige glauben alles, was in diesem, vermutlich meistgedrucktem Buch der Welt steht. Andere glauben zum Teil nicht ganz alles. Wie ist das nun schon mal mit der Rippe, die Adam hergeben musste, damit Eva daraus entstehen konnte? Haben sie ihm nun ein Rippenpaar herausgenommen oder nur einseitig eine Rippe? Müssten dann Männer nicht 11 oder 11 1/2 Rippenpaare besitzen? Und die Frauen? Na ja, es gibt im Verlaufe der Zeit ja Genmutationen und darum haben heute rund ein Prozent der Menschen nebst den 12 Rippenpaaren noch Halsrippen, eine Skelettanomalie, die vielfach nur einseitig ist. Normalerweise beschwerdefrei. Geschichte ist wie Geschichten, nicht ganz einfach zum Nacherzählen. Analysieren ist angesagt. Mein Spezialgebiet.

Bleiben wir beim Glauben. Ratssitzung in Langenthal und ich als Kirchgemeinderatspräsident, heute heisst das CEO Church, musste den Lokalhistoriker, unseren liberalen Pfarrer Kurth, tadeln. Simon, du hast deinen Berufskollegen Hans im historischen Jahrbuch (zum Glück im Zwischenjahr, wo nur 50 Bücher gedruckt werden) diffamiert. Mich, als Organisator eigentlich auch. Sorry, ich wiederhole mich. 6000 Paar Schuhe vor dem Bundeshaus – 1000 Paar Schuhe in der Märitgasse Langenthal – und gut 400 davon gingen am nächsten Tag nach Tschernobyl. Die Frage auch in diesem Beitrag, ob richtig informiert wurde. Ganz sicher keine WEF-Gegner, wie der Historiker schrieb. Mit dem Public Eye haben wir zusammen gespannt – bin heute noch Mitglied.

Fazit, Historiker können manchmal nicht einmal die Gegenwart beurteilen, geschweige denn die Vergangenheit und erst Recht nicht die Zukunft. Die Gegenwart zu beschreiben ist auch Ansichtssache, jeder hat seine eigene Meinung. Denken sie nur an die russische oder amerikanische Ansicht von einigen heutigen Gegebenheiten.

Und wer konnte 1430 im Ruedertal schon schreiben. Der Pfarrer! Katholik, den die Reformation kam erst im nächsten Jahrhundert und Berner – wie ich. 1415 haben meine Kantonsgenossen die Österreicher auch aus diesem Tal vertrieben. Im Grunde genommen sind Pfarrer für Frieden, obschon es bis auf El Salvador nur einen Krieg gab, der nicht aus Glaubensgründen seinen Ursprung fand. 1430 wurde auch die Buchdruckerkunst erfunden – das Blockbuch, welches zwanzig Jahre später durch Johannes Gutenberg mit den beweglichen Lettern ergänzt wurde. Wie sollten diese grandiosen Erfindungen in den Ersteheungsjahren ins Ruedertal kommen, wo es praktisch keine Einwohner gab. Eher undenkbar.

Festzuhalten wäre ja eigentlich auch am heutigen Tag, dass gestern, am 15. Juni 2018 mein 9. Geburtstag war und die Schweizer Politik die wohl traurigste Mitteilung in den Medien der Schweizer Geschichte – keine Geschichte – getroffen hat. „Der Bundesrat verscherbelt Schweizer Prinzipien.“ Silentium, ganz fest traurig! Arbeitslose sind mindestens vier Bundesräten wichtiger, als Tote in Ländern, die einen Bürgerkrieg führen.

Waffenherstellung, da kommen wir wieder auf die Hammerschmitte zu sprechen. Entschuldigen sie, wenn sie in einem Link manchmal nicht so schnell zur Antwort kommen. Historikern und Analysten ergeht es nicht anders. Warum wurde die Hammerschmitte hier, wo sie heute steht, gebaut? Die Frage, die an etliche Kenner, selbstverständlich auch Historikern, gestellt wurde. Einhellige Antwort: „Wegen des Wassers!“ Sicher nicht, denn es ist der zweit dümmste Standort im Tal, das seit 1429 den Habsburg treuen Herren von Rüssegg nach einem Erbschaftsstreit gehört. Zwischen Schmiedrued und Walde wäre der Bau noch blöder gewesen, denn dort müsste man rund 50 Höhenmeter überwinden, bis ein Haus ob der Rued, unserem Talbach, gebaut werden könnte. Die Hammerschmitte liegt einige Meter über der Rüederchen, wie das Flüsschen offiziell heisst. Ein acht bis zehn Meter hohes Wasserrad, das wäre die Lösung gewesen. Total idiotisch, denn sie konnten irgendwo im Tal bauen, wo ein Wasserrad wirklich Sinn gemacht hätte. Aber was macht der Habsburger, der nun im Bernbiet eine Exklave besitzt. Er baute an der engsten Stelle, die westlich einen fast unüberwindbaren Hang angrenzend zum Bach hat und östlich rund zehn Meter überblickbarer Freiraum, bis der Hang beginnt. Und was baut er, umgeben von Feindesland. Eine Trutzburg. Am besten eine normale Schmitte, weil die Technik der Hammerschmiede noch gar nicht erfunden war. Wieso? Weil man hier Waffen, Rüstungen und Hufeisen schmieden kann um den Feind abzuwehren. Der beste strategische Punkt um abzuschotten und das ganze Tal hat den Nichtbernern gehört. Aber die Marchsteine, zumindest an unserer Gemeidegrenze, tragen immer noch das Berner Wappen.

Um solch ein Riegelhaus, ein Fachwerkhaus zu bauen, braucht man Tannenbalken. Wo hernehmen? 1430 gab es im Mittelland keine Tannen. Auch  nicht im Jura. Die gab es damals nur ab einer Höhe von 1400 Metern. Nicht mal im Napfgebiet gab es Tannen. Wie Neophyten wurden die eingeführt. Als Bauholz, denn wesentlich besser geeignet, als das brüchige Laubholz, das hier wuchs. Wo hernehmen? Im Berner Oberland und durch Feindesgebiet transportieren? Einfach war es sicher, das in den zentralschweizerischen Gebirgswäldern zu fällen, über den Vierwaldstättersee zu flössen, nach Honau zu transportieren um eine Brücke zu bauen und im gleichen Jahr 1430 von den gleichen Besitzern nach Schmiedrued zu fergen.

Übrigens, die beiden Gebiete sind auch heute noch stark verfeindet. Strassenzoll wird nicht nur auf den Autobahnen den Ausländern und den ehemaligen, wie Aargauern und Bernern auf ganz fiese Art abgeknüpft. Die Bauwut wütet immer noch, vor allem der öffentliche Strassenbau. Auf der einen Seite wird begradigt und am andern Bachufer gekreiselt, geampelt und wo nichts gemacht wird, da entfernt man nach Jahrzehnten die 60-iger-Tafel und lässt die selten Durchfahrenden mit der gewohnten Geschwindigkeit, die auch auf dem GPS abzulesen ist, ahnungslos auf den Blitz am Ende der breiten Strecke reinrasseln. Auch bei Google ist noch Sechzig zu sehen. Abriss pur, Budgetaufbesserung. Bei der Luzerner Polizei scheint es heute noch Katzenstrecker zu haben. Die Stadt Bern zum Beispiel hat pro 30 Meter ein Signal aufgestellt. In Luzern dürften es heute mehr sein. Um 1430 hätte man vermutlich den Morgenstern oder die Hellebarde genommen und nicht den „Schmierlappen“ aus dem Fussvolk verdroschen, sondern den Landvogt. Heute tippen wir dann den IBAN-Code ein, suchen eine immer seltener werdende Poststellen auf und lesen auf der Mitteilung, dass man genau 60 gemessen hat, überweist CHF 40 und ist eigentlich froh, dass Mann seit 11 Jahren nie mehr die Schweizer Bussenkasse füllen musste. Andere Zeiten, andere Sitten und nicht die gleichen Geschwindigkeiten.

Die Historiker waren bisher im Glauben, dass der Name Schmiedrued von einer ganz normalen landwirtschaftlichen Schmiede her rührte. Dann gäbe es in der Schweiz etliche hundert Ortschaften wie Schmiedrued, Schmiedsuhre, Schmiedwyhne, Schmiedaare, Schmiedrhein, Forge…, tramer… ,Fucina … es gibt vielleicht fünfzig Ortschaften oder Ortsteile, die irgendwie auf eine Schmiede zurück geführt werden können. Auf eine Ortschaft kommen wir noch zurück.

Kommen wir aber wieder auf den Pfarrer zurück. Der ist für Frieden! Wieso soll der strategische, militärische Notizen aufschreiben. Strategische Dinge werden eh geheim gehalten. Denken sie nur an die P-26. Hier verschwinden sogar die Akten in unserer Zeit. Vielleicht kann nicht mal mehr bewiesen werden, dass ich auf der 2. Liste dieser sogenannten Geheimarmee bin. Angefangen hat meine „Laufbahn“ in Schmitten, als ich den Korpskommandanten Zumstein „supponiert“ erschossen habe und aufgehört, als Cattelan auf meine Frage, ob ich auf jener 2. Liste sei, meinen Vornamen kannte.

Heute wird viel geschrieben und noch viel mehr verlegt. Meine Baugesuchsakten für den Anbau des Pelletlagers der Hammerschmitte lieferte ich in Kopien der Gemeinde. Wieso? Weil sie dieselben nicht mehr fand – der Bau war schon lange bewilligt worden. Das liegt einige Jahre zurück, wo man die Aufzeichnungen nicht mehr fand und nicht Jahrhunderte. Zudem sollte heute davon ausgegangen werden, dass alle auf einer Gemeindeverwaltung lesen und schreiben können. Zugegeben, die eigene Schrift kann ich manchmal auch nicht mehr lesen.

Vor kurzem erschien das Buch „Talgeschichte Rued“ von Widmer-Dean und Bolliger – ISBN-Nummer finde ich keine, aber das Buch ist für CHF 45.– in den Einwohnergemeinden Schmiedrued und Schlossrued erhältlich. Ein wirklich tolles Buch. Einer, der als Sponsor auftreten wollte, fehlt. Mein Name und www.hammerschmitte.ch ging verloren. Zufall? Solche gibt es nicht. Man hat von meinem Mail gesprochen, aber es ging „unter“. 2018! Und wie bitte, wollen sie aus dem Jahre 1430 etwas finden? Über ein Haus in dem noch römische Ziegelsteine verbaut wurden! Aber das Schöne an der ganzen heutigen Geschichte, im digitalen Zeitalter, ich habe dafür als erster das Buch an der Vernissage geschenkt erhalten. Mit allen fünf Unterschriften von denen, die mitgewirkt haben. Danke. Auch dafür, dass meine obigen Gedanken in kürzerer Form im Buch beschrieben sind.

Die Vermutung liegt nahe: die Hammerschmitte wurde 1430 und nicht erst im 17. Jahrhundert erbaut.

Letztes Jahr wurde durch Werner Maurer, Lützelflüh ein Büchlein herausgegeben: „MAURER – Eine Schmiede-Dynastie und ihre Hammerschmiede in Schmiedrued. Verfasst hat das 52 seitige Werk Rolf Bolliger mit vielen interessanten Details, Plänen und Bildern der Hammerschmitte und die verschiedenen früher dazu gehörenden Häuser.

Und was würde am heutigen Tag näher liegen, als einige Bilder aus der restaurierten Hammerschmitte Seengen zu veröffentlichen? Wobei die Frage im Raum stand, ob die vier Hämmer aus der Hammerschmiede Schmiedrued vor gut einem halben Jahrhundert nach Seengen kamen. Eine Denksportaufgabe für die Denkmalpflege und die Hammerschmiede Seengen.

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Der Plan der Hämmer der Hammerschmitte Schmiedrued, die ungefähr im Jahre 1913 stillgelegt wurden. Einige unserer Talbewohner wollen wissen, dass diese nach Seengen gebracht wurde. Die Dokumentation der Denkmalpflege Aargau wurde in Seengen begutachtet. Simon Oehrli, der Erbauer der neuen Welle …

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… in Seengen meinte: Absolut denkbar, dass diese hier in anderer Reihenfolge eingebaut wurden.

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Erste Demonstration der Hämmer in Seengen für die „Fronmitarbeiter“, die rund zwei Jahre Mannstunden geleistet haben.

Video vor dem Wellenbruch im Jahre 2007.

Und wenn ich schon über die Talgeschichte am Schreiben bin, dann doch noch einige Bemerkungen zur Predigt vom Sonntag mit der anschliessenden Kirchgemeindeversammlung. Ich fühle wie mich fast in einer Predigt mit Pater Braun. Während des Segens, wo das Licht erwähnt wird, kommen die ersten Sonnenstrahlen durchs Kirchenfenster. Irgendwie ein Zeichen. An der Versammlung wird das neue Kirchensignet vorgestellt und die neue Webseite – hier die noch nicht definitive Seite.

Signet reformierte Kirche Rued

Ein schönes Signet in den Kantonsfarben des Aargaus. Das Blau ist etwas dezenter und vermutlich muss die Kirche neu gedeckt werden – mit blauen Ziegeln.

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Vollgeld kommt nicht von besoffen oder besetzt … oder Krypto der Superhund

Zugegeben, das einzig blöde an Vollgeld ist der Name und vor Hunden habe ich eigentlich nie Angst gehabt.

Entschuldigen sie, die ulkige Einleitung, aber die Diskussion ums Vollgeld vollzieht sich meistens auf ähnlichem Niveau. Vor vier Jahren habe ich das erste mal darüber geschrieben:

„Nach der Finanzkrise droht die Geldkrise“ – es gilt immer noch „Viel Glück“ und das Ganze kommt immer noch wikiwiki (viel zu schnell). Ein Huber soll Erfinder dieses Geldes sein – hab ich geschrieben. Aber nach knapp vier Jahren bin ich mir da nicht mehr so sicher. Ich hatte das Glück, das letzte Jahr Volkswirtschaftslehre mit einem ehemaligen Assistenten von Milton Friedman zu geniessen. Mit diesem Dozenten konnte man echt diskutieren. Friedman war schon der Ansicht, dass Banken keine Geldschöpfung betreiben sollten – Vollgeld war gemeint. Gibt es wirklich keine Länder, wo alles Geld nur vom Staat ausgegeben wird? Diese Frage habe ich in den letzten Monaten vielen wirtschaftlich bewanderten Menschen gestellt. Diktaturen zum Beispiel, lassen doch nicht andere verdienen, die behalten das in eigener Hand. Der eigenen zwar vielleicht. Diese Frage machte die Kenner total unsicher und keiner wollte seine Hand ins Feuer legen, dass die Schweiz das erste Land wäre.

Wissen sie, warum die SNB, die Schweizerische Nationalbank gegründet wurde? Vor über hundert Jahren. Die Schweiz unterband den Banken die Macht, selbst Münzen herauszugeben. Münzen und nicht Giralgeld. Aber wo bitte, ist da der Systemunterschied. So gesehen hatten wir schon einmal Vollgeld. Lesen sie doch mal dass Dossier Vollgeld des Infosperbers – speziell den Beitrag „so einfach wäre es zu erklären„. Gibt es noch Fragen? Das Problem ist heute, dass wir vermutlich mehr als 40 frankenkreierende Banken haben.

„MoMo-l … Vollgeld dürfte zu Lehrgeld werden“ – im Dezember 2015 geschrieben und kurz danach „2015 – das Pendel schlägt um …“. Heute ist in der Wikipedia etwas mehr dazu geschrieben worden, aber mit der Warnung, dass dieser Artikel noch Fehler enthält. Was soll es, in der Abstimmungsbroschüre hat es auch Fehler, resp. Nichtinformationen. Eine Materie, die noch heute nicht ganz einfach zu erfassen ist. Der Schweizer hat die Tendenz, wenn er etwas nicht begreift, stimmt er nein. Die Abstimmung wird meiner Meinung nach abgelehnt. Aber wir sind eigentlich auf gutem Weg. Das Thema ist noch lange nicht abgeschlossen. Ich habe keine Statistik, die ich zeigen kann, aber das allermeiste geschöpfte Geld wird nicht für Kredite verwendet, sondern für Finanzgeschäfte. Derivative, die nicht den Aktienmarkt beeinflussen, sondern von dem abhängig sind. Dieses Geld wäre viel besser in den Aktienmarkt und Emissionen gesteckt worden. Aber dazu habe ich mich schon des öftern bemerkbar gemacht. Geschöpft werden jährlich CHF 550.– pro Einwohner. Eine stattliche Zahl und da sind halt viele dagegen, wenn man diese Verdienstquelle abschafft und alle Einwohner profitieren lässt. Das ist einigen gut verdienenden vorbehalten und Aktionären, die von den guten Bankgewinnen profitieren.

Im Abstimmungsbüchlein hat es 12 Seiten Text zur Vollgeldinitiative. Über das Geldspielgesetz fünf mal mehr – 60 Seiten. Je einfacher, desto mehr Text. Zumal unterstehen Tätigkeiten, die der FINMA unterstellt sind, nicht dem Bundesgesetz über Geldspiele. Und trotzdem habe ich das Gefühl, dass die Börse heute manchmal ein Geldspiel ist. Vor kurzem habe ich mit dem HIV Bern den Kursaal Bern besucht. Im Casino durfte ich nicht fotografieren. Vermutlich weil nur sieben Leute da waren. Im grossen Saal waren zwei an der Bar und der Rest an Glückspielautomaten. Wenn ich diese 60 Seiten richtig interpretiere, sind Jackpotspiele nicht erwähnt.

Und das alles, in der Zeit, wo Karl Marx seinen 200. Geburtstag hat. Seine Gedanken müsste man sich in heutiger Zeit vielleicht wieder einmal durch den Kopf gehen lassen. Und was er sicher nicht erfunden hat, ist der Kommunismus. Über „Geschichte“ werde ich demnächst einen Artikel schreiben. Wie alt ist die Hammerschmitte in Schmiedrued wirklich. Mit meinen Thesen habe ich einigen Historikern zu denken gegeben. Vermutlich war die Grundsteinlegung zu meinem Haus zwei Jahrhunderte früher. Nicht als Hammerschmitte, sondern als Schmitte.

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Düstere Aussicht von der Kursaalterasse – eher fürs Vollgeld, als für die Glücksspiele. Übrigens, diese Woche empfahl mir einer eine eSport-Emission. Ich denke, dass man sich hier die Finger verbrennt. Ich soll mir unbedingt ein Video ansehen – „es ist ein Fehler aufgetreten„. Nur einer? Vermutlich könnten die ab nächstem Sonntag ein Problem bekommen.

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Im Kursaal hängt ein Bild von Einstein. Albert soll sich die Haare schneiden. Vermutlich nicht die einzigen, die Haare lassen müssten.

Etwas anderes als Vollgeld sind die Kryptowährungen. Aber eigentlich in der Abstimmungskampagne der „NEIN kein Vollgeld-Seite“ nicht unähnlich. Hier hat die Zukunft bereits angefangen. „Das Leben überrascht immer wieder mit ungeahnten Wendungen“. Es gibt weniger spekulative Währungen, als der Bitcoin. Der folgende Link wurde mir von Frau Trautwein – ein guter Name, zugegeben – gemailt. Ich möchte diese Übersicht über die Kryptowährungen gerne wiedergeben. Vielleicht müssten sie sich hier auch noch über die Blockchain und das ICO – Initial Coin Offering einlesen. Auch nicht ganz einfach, aber was in Zukunft kommen wird, ist meist auch nicht wirklich einfach zu begreifen. Krypto? Das ist der Superhund, der Comicstar – vier Monate jünger als ich. Ja, die Zukunft beginnt immer jetzt.

Wichtig ist, dass die Ausbildung solche Themen behandelt. Hier ein Auszug aus der Handelszeitung über Fachhochschul Absolventen. An der GV der Allumi FH Wirtschaft Bern haben wir daüber diskutiert. Beachtet Seite 31, was Herr Minsch, Chefökonom der Economiesuisse schreibt und die Bemerkungen von Christian Wasserfallen: „Es braucht mehr Personen aus der Wirtschaft, die als Dozierende in den Fachhochschulen tätig sind“. Die Umfrage der FH habe ich zu früh gemacht. Einen Tag später hätte ich einfach schreiben können, lest diese Seite. Zu Gast an diesem Anlass war der GDI-CEO Dr. David Bossard. Er war erstaunt, dass keine Zeit für Fragen eingeräumt wurden. Sein Vortrag über Kommunikation war spannend, also stelle ichdie Fragen persönlich. Knapp 3500 Abonnenten hatten sie am Schluss für das GDI-Impuls. In drei Jahrzehnten gab das eine schöne Summe – an Finanzen. Aber auch an Informationen, die es mehr als Wert waren. Und wer doch zuwenig über Vollgeld weiss, der soll man beim GDI über Vollgeld nachschlagen. Sehrwahrscheinlich die umfassendste Sammlung. Vergessen sie vor lauter lesen die Abstimmung nicht.

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Plakate zum Vollgeld sieht man überall. Nur, nirgends so, wie in Oberwil-Lieli. So aufgehängt, dass sie höchstens der Bauer vom Acker her sieht. Ein bekanntes Dorf. Hier kommt auch der Vorschlag, für den Waffenexport die Schweizer Handgranaten für den Export zukünftig ohne Logo zu fabrizieren … damit man bei einem Kriegs- oder Terroreinsatz die Herkunft nicht mehr herausfinden kann. Wohl der allerdümmste Vorschlag, der je in der Schweizer Politik vorgebracht wurde.

Noch was. Heute berichteten Zeitungen und Radio vom Grossbrand in Bümpliz. Musste ich anschauen. Die Looslistrasse liegt aber in Bethlehem. Die BernerZeitung hat auf mein Mail reagiert. Das ist Kommunikation. Die meisten andern Medien haben die Pressemitteilung einfach übernommen. So werden Irrtümer bekannt gemacht. Bosshard hatte dazu ein Beispiel – 100 Millionen folgen Trump auf Twitter. Mann kann sich auch mal trumpieren.

Kleiner Nachtrag – Überfall in Bümpliz. Auch das dürfte in Bethlehem gewesen sein, denn dort befindet sich meines Wissens nach der einzige Tankstellenshop an der Bümplizstrasse … fast wie „dr nächst Omnibus nach Worb„. Einer, der dem grossen Orangen gehört, ist zwar vom letzten Kreisel aus zu sehen. Lebensmittelgeschäft gibt es vermutlich auch keines mehr bis zum Bahnhof Bümpliz-Süd. Früher schon. Nicht nur Tante Emma ist eingegangen, sondern die Grossen sind westlicher gezogen und noch grösser geworden. Und wenn sie nun denken, dass nur in kleinen, unwichtigen Angelegenheiten falsch informiert wird, dann denken sie garantiert falsch.

Quere Welt – jeder scheint nur noch für sein Wohl … wohl das Vollgeldportemonai-Wohl … zu sorgen. Der Infosperber berichtet heute, ganz ganz kurz vor der Abstimmung:

Ist Nationalbankpräsident Thomas Jordan politisch noch tragbar?

Der wohl spannenste Beitrag im Abstimmungskampf.

Spannendes über das Herz, Quacksalber und das Organoid

Das Original dieses Beitrages ist auf libref. zu finden. Das Referat von Thierry Carrel und und …

… für mich und hier aber am wichtigsten:

Den Vortrag von Prof. Ammann habe ich absichtlich am Schluss genommen. Auf der einen Seite spricht der ehemalige Leiter des Botanischen Gartens Bern von Quacksalbern, Scharlatanen und erzählt zuvor von Sensationsereignissen, die keiner Verschwörungstheorie zugrunde liegen, aber für die meisten unglaublich sind. Und wer hat schon einmal etwas vom Organoid gehört? Wikipedia hat genau drei Zeilen auf Deutsch und eine Literaturangabe aus dem Spektrum der Wissenschaft. Englischkenntnisse sind auf dem heutigen Kenntnisstand von Organoiden fast unabdingbar. Der deutsche Sprachraum schläft … noch.

Beim Apéro hatten wir ein anregendes, tolles Gespräch, nicht nur über die Venusfliegenfalle und d‘W.Nuss vo Bümpliz. Zum Schluss meinte Klaus: „Wir machen einmal etwas zusammen mit dem NVV Rued.“ Ich freue mich riesig, das wird garantiert nicht langweilig.

DAS PULSIERENDE HERZ und unsere ZELLEN als Sender und Empfänger

Der etwas andere Vortrag über das Herz unter anderem mit Prof. Dr. Thierry Carrel und und und … … …

… einem Prof. Dr. ehemaliger Chefgärtner und Pflanzenkenner … kein Naturschutzvortrag, aber Neues, Hochinteressantes aus der Natur. Moderiert von einem Ethiker. Mehr …

„Akten verschwinden im Militärdepartement“

„Bund findet «extrem sensitive Akten» zur P 26 nicht mehr

Seit 1991 hält das VBS Akten zur Schweizer Geheimarmee P 26 unter Verschluss. Nun sind sie verschollen.“

Die SDA – Schweizerische Depeschenagentur streikt vermutlich noch immer, denn als Quellenangaben werden immer noch andere Zeitungen angegeben. Der Link oben – Original Tagesanzeiger – oder anders gesagt, Tamedia, war der erste, den ich gesehen habe. Die NZZ hat noch nichts Neues, dafür einiges an altem Material. Das konservative Blatt, das sich Liberal nennt, ist seit über 25 Jahren nicht mehr in meinem Briefkasten oder auf meinem Pult. Die machen die gröberen Fehler, als der Tagi. Besonders bei P-26. So die korrekte Bezeichnung – mit Bindestrich. Für die heutigen Suchmaschinen ist das der einfachste Trick, damit vieles nicht gefunden wird. Suchen sie einmal bei den verschiedenen Zeitungen und sie werden feststellen, dass hier IT-mässig absoluter Nachholbedarf besteht. Es gibt Zeitungen, wo man nicht mal mehr die eigenen Artikel findet. Verbringen sie doch eine Zeit mit Bindestrich, Lehrschlag oder Gänsefüsschen. Entschuldigung, es sollte Leerschlag heissen. Werfen sie doch mal einen Blick in Zeitungen.

Ich habe bei der Bernerzeitung einen Kommentar geschrieben. So jeder dritte wird nicht veröffentlicht. Jetzt wird ein ehemaliger Wirtschaftsredaktor dieser Zeitung lachen oder schmunzeln. Mein Bloggötti. Dank ihm und einem anderen Kollegen, der IT-Journalist war, habe ich mich vor ziemlich genau 13 Jahren entschieden, das erste deutschsprachige Blog über Finanzen – Geld – in die Welt zu stellen – das Finanzblog.ch oder .com. Die UBS Bern ist auch noch etwas „schuld“. Sie wollte mit mir zusammen einen – Börsenbrief rausgeben. Hätte ja Spass gemacht, aber meine Prognose traf zu: die Bewilligung von Zürich erhaltet ihr nie!

1. Kommentar in der BZ: „Schon noch praktisch für die damals Beteiligten…“

2. von mir – soeben in der BZ veröffentlicht … jetzt schmunzelt jemand anderes – ihre Geburtskarte ist im 5. Blogbeitrag von mir veröffentlich und heute arbeitet sie oben im Digitalbereich, eines Zeitungskonzern … welchem wohl?

@Stierli. Ich sehe das anders. Würde die 2. Liste gerne sehen, die erst im 2041 veröffentlicht wird. Müsste halt 86 werden. Von meiner militärischen Einteilung her hätte ich offiziell eine „Fiche“ gebraucht, aber es hiess schon damals – „keine vorhanden“. Nur erstaunlich, dass Cattelan an der Vernissage des Buches von Martin Matter im privaten Gespräch meinen Vornamen wusste. Manches in der Schweiz läuft ulkig. Einiges verschwindet. Wenn das nichts hilft, dann drehen die Journalisten manches um oder interpretieren es anders. „Die Organisation operierte ohne gesetzliche Grundlage …“ – aber die Räte haben vorher einmal über das betreffende Budget abgestimmt. Vielleicht findet man dann die Aufzeichnungen auch nicht mehr, dass jetzt Waffen in Bürgerkriegsländer ausgeführt werden sollen.“

Zu diesen Exporten gibt es nicht viel Neues zu lesen (am Schluss des Beitrages). SRF1 berichtet, der Blick hat etwas und die andern warten vermutlich auf die SDA. Wichtig zu wissen bei der ist, dass die Lady Gaga die letzten zehn Konzerte abgesagt hat – Billets sind aber noch erhältlich. Solches scheint die Menschen heute zu interessieren. Nicht aber, dass der Bundesrat Parmelin, die Vorschriften für Rüstungsexporte lockern will. Genau solche Leute hätten in der P-26 nie auf einer Mitgliederliste fungiert, denn diese wollten fungizieren vermeiden. Vermutlich denkt der Bundesrat auch nicht an defekte Waffen, die uns Umsatz, den andern nur finanzielles Leid aber kein Leben fordert.

Es wurden neue Kommentare veröffentlich, die absolut unkorrekt sind und die P-26-Mitglieder als kriminell anprangern:

P. B.      Das darf doch nicht wahr sein. Die P26 war eine illegale Geheimarmee, die sich zahlreicher Übergriffe gegen Bürgerinnen und Bürger unseres Landes, gegen Migranten, Gewerkschafter_innen, Sozialdemokraten und anderen Vertretern der politischen Linken schuldig gemacht hat. Eine Seilschaft von rechten Politikern, Militärs und Wirtschaftskapitänen bildete das Gerüst dieser wahrhaft kriminellen Vereinigung. Namen sind kaum je genannt worden, und nun sind sie in den Archiven getilgt worden. Wer ist für diese Schredderei verantwortlich. Wir wollen es wissen und die dafür Verantwortlichen in die Mangel nehmen. Solche Frevel-Taten gegen unseren Staat lassen wir uns nicht weiter bieten.“

Der Journalist, der das freigegeben hat, sollte etwas mehr über Jura nachdenken – nicht die Hügellandschaft zwischen Genf und oder gar im weiteren Sinn bis Coburg in Deutschland. Denn dieser Kommentar ist am Rand der Legalität. Er bezeichnet Leute, vielleicht auch mich, als Angehörige einer kriminellen Organisation, die im Ernstfall der Schweiz helfen wollten. Alle Leute mit denen ich in und ums Chalet Kontakt hatte, besassen militärische Eigenheiten die sie verband. Nicht Grad, nicht Einteilung, nicht Fachbereich. Ich wusste erst im Nachhinein, was sich dort abgespielt haben muss. Sie waren freundlich, zuvorkommend, strategisch denkend und ganz sicher keine „Kriegsgurgeln und Kampfsäue“ – ethisch. Eigenheiten. Im Militär sucht man eher andere Eigenschaften.

Schön, gibt es bei den Zürchern auch Kommentare. Aber die nerven sich eher über eine Putzfrau. Genau betrachtet ist es ein Putzmann mit Kopftuch. Und einige Kommentare aus 20Minuten muss ich doch auch wiedergeben:

  • „Beim VBS arbeiten offensichtlich dunkle Mächte. Oder anders gesagt: Nicht ganz die Hellsten.“
  • „Diese Geheimarmee sollte geheim bleiben bis 2040. Das waren und sind keine Verbrecher, sondern Patrioten. Ein Netzwerk des Widerstands kann nicht erst aus dem Boden gestampft werden, wenn wir akut bedroht sind. Die Journalisten sollten ihre Aufklärungsarbeit auf die wirklichen Bedrohungen unserer Heimat konzentrieren und nicht auf Menschen, die bereit waren (und sind), sie zu verteidigen.“
  • „Ich habe eine Kopie (digital) aufbereitet. Erwarte Angebote unter Chiffre 0070026 in der NZZ.“
  • „das mit den verschwundenen akten kommt mir doch bekannt vor. hat der bund da wohl etwas von den sanspapiers gelernt?“
  • Dankbarkeit Die P26 hatte im kalten Krieg eine damals wichtige Aufgabe. Die Mitglieder der P26 hätten unter Einsatz ihres Lebens die Schweiz gegen Angreifer verteidigt. Nach dem Zusammenbruch der DDR konnte man aus den Angriffsplänen gegen den Westen sehen,dass die P26 damals wichtig war. Anstatt über die Mitglieder zu urteilen und zu schimpfen,sollten wir ihnen Dankbarkeit zeigen und Gott danken,dass sie nie zum Einsatz kommen musste. Ich wäre sehr stolz,wenn ich Mitglied der P26 gewesen wäre.

  • „Geschätzte Nina Was ist um himmelswillen daran „unrühmlich“. Den Angehörigen der P 26 gehört unser respekt und Dank für die Entbehrungen und die Bürde, welche sie zu unser aller Gunsten au sich genommen haben. bitte mach die Augen auf und greif einmal zu einen Geschichtsbuch!“

Zumindest arbeitet man bei 20Minuten „mit Bindestrich“, da schmunzelt nun der Bloggerkollege, der mir mal das NZZ-Vademecum geschenkt hat. Schreibfehler, dafür entschuldige ich mich. Manchmal gibt es auch Seiten die man nicht findet. Aber auch bei anderen.

AAD 10 – sagt ihnen das was. Diese Seite, aus der Wikipedia aufgerufen gibt es nicht mehr. Im VBS-Nirvana verschwunden. Zumindest die Anforderungen um dort mitmachen zu können hätte vermutlich keiner aus der P-26 erfüllt. Hier finden sie das Armee-Aufklärungsdetachement 10. Vielleicht finden die ja die Akten. Die suchen vielleicht lieber den Abfallsünder, der eine Verpackung eines „Sandwich belegt mit Schweinefleischerzeugnis“ vor meinem Haus weggeworfen hat. Nur keine Angst, der wird nicht lange gesund leben – 59 Zutaten ohne die Fingerabdrücke und GEN-Spuren einzurechnen. So, ich gehe nun noch einiges wegschmeissen …

… und übrigens, Erdbeben gibt es auch an anderen Ecken im Bundesrat. Die Grenzwerte bei Beznau sollen erhöht werden. Genau diesen Fehler hatte man in Fukushima gemacht, bevor es „bekannt“ wurde. Demnächst sieben jähriges „Jubiläum“. Ein „Siebensiech“, der solches im Kopf ausheckt. Aber Bezau ist ja 35 Kilometer weit weg und der Tesla braucht Strom. Vielleicht sind ja die Akten und etwas Verstand im Mars Orbit von Elon Musk. Wie Musik tönt es jetzt in vielen Ohren, wenn ich an einen Kommentar in diesem Sinne denke: „Wir haben heute den schlechtesten Bundesrat aller Zeiten“. Das wäre gar nicht so einfach zu beweisen, denn es könnten ja Akten weggeworfen worden sein. Vielleicht auch nur ein Missverständnis ganz anderer Art wie gestern am Telefon. „Ethik?“ Ganz sicher nicht! Sie ruft heute an: „Ästhetik meinte ich.“ Quintessenz? Nicht nur Akten auch Buchstaben verschwinden (zumindest in der Aussprache) – Ethik mit einem, Ästhektik mit nur einem und authorithär erzogen mit zwei. Stephan mit einem – ausgesprochen als „f“. Wieso ist die Welt so kompliziert.

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Letzte Woche – Blick von Deutschland übers Hochwasser nach Leibstadt.

„Das Leben überrascht immer wieder mit ungeahnten Wendungen“

Den Jahreswechsel Revue passieren lassen. Schliesslich sind wir jetzt 50 Jahre nach 68.

Einen Scheiss muss ich„. Zurück in der Schweiz erhalte ich dieses Buch vom neuen Präsidenten unseres Männerchors zum Lesen. „Das ist was für dich.“ Der Link wird keinen juristischen Streit geben, weil ich nur verlinke und nicht wiedergebe. Aber bei den heutigen juristischen Überlegungen könnte das sicher ein Jurist anders sehen. Denn diesen geht es meistens nur ums Geldverdienen. Ob sie gewinnen oder nicht ist ihnen meist scheissegal, um bei der gleichen Sprache zu bleiben.

Die Zeit heute ist nicht ganz einfach. Da fährt mir eine Dame im 50er-Bereich so auf, dass ich aus „Angst“ anhalte und sie frage, ob ich den Anhängerhaken einklinken soll und sie ankuppeln will, damit sie Energie spart. Zwei Kilometer weiter halte ich noch einmal. BB270.. und ein ländliches Halbkantonszeichen der nördlichen Schweiz. Die Dame ist total meschugge. Sowas brauchen meine Nerven nicht. Mit BB hat sich nichts gemeinsam und die Kurven an ihrem Auto sind rundum verbeult. Einen Scheiss muss ich mir das gefallen lassen. Aber zurzeit ist der Fahrstil in Frankreich wieder extrem aggressiv. Wieso? Weil alle mit der Konjunktur zu kämpfen haben und sie eigentlich nichts verlieren können. Der Fahrstil sagt mehr über ein Land aus, als die meisten Zeitungsberichte.

Am schlimmsten ist doch das Leben zu verlieren. Oder mit der Obrigkeit einen guten Deal zu machen. Bremgartenfriedhof, Kaldeweisprudelbadewanne unter Strom … zum Glück Plastikrohre,  FI-Schalter falsch angeschlossen und MODS, ich hab da so meine Erfahrungen. Fünf Geburtstage hinter mir. Und dann noch so fast nebenbei die Balkontüre, die die Mutter auffängt – 50 Kilo von oben, gegen 10 Kilo Widderstand geben unten, aber e Bärnerschädu isch nid vo Plastig, – Blutvergiftung, Stromschlag in der Disco. Heute läuft die Hitparade vom 16.1.1974 – im Monat als wir unsere Disco eröffnet haben. Irgendwie ergreifend, wie Susi 4 auf Platz 10 singt.

Sechster Geburtstag. Tag der Burglind. Wollen wir diese wenigen Oliven auch noch vom ersten Baum ablesen? Wumm! 1,5 Meter vor uns kracht die 15,5 Meter lange nordische Tanne auf den Boden – erst nach einer Stunde Windstille.

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Habt ihr Angst gehabt, fragen die Nachbarn. Nein! Da hat man schlicht keine Zeit. Blick nach oben und ganz herzlich danken, dass wir die Oliven nicht abgelesen wollten. Sonst müsste Wiki korrigiert werden. „Eine“ müsste mit „drei“ ersetzt werden … und diese Zeilen würden nie mehr geschrieben. Herzlichen Dank fürs siebte Leben. Ob sie mich als Pech- oder Glücksvogel bezeichnen, überlasse ich ihnen. Ich bin eher Optimist und sehe bei Schwierigkeiten Möglichkeiten. Die Tanne hätte nicht perfekter gefällt werden können. Zwanzig Zentimeter neben Gebäudeschäden und zwanzig neben dem ganz gebliebenen Kakibaum. Ein 15 cm dicker Olivenast wurde abgebrochen und diese sind deutlich härter als Bernerschädel.

Bricolage

Bild zVg … wir haben eine Elektrosäge eingekauft. Die thermische muss zuerst instandegebracht werden. Bioöl war zu viel für sie. Euro 142 im Ausverkauf. Im Laden neben dem Zelt dann für EUR 80.40 gesichtet. „Sorry, das war der Aktionspreis von letzter Woche.“ Das ist auch Marketing. Ich erhalte eine Gutschrift und sie entfernen das Preisplakat. Der hohe „petit prix“ bleibt. Auch Frankreich wird langsam grosskapitalistisch.

„Das Leben ist nicht wirklich planbar. Es überrascht immer wieder mit ungeahnten Wendungen.“ „Danke für 14 Jahre Vertrauen, das schreibt der Chefredaktor Hans Schneeberger ins seinem letzten Editorial im MigrosMagazin52 von 2017. Schnebi, alles Gute im Ruhestand … den du sicher nicht einhalten kannst. Komm mal vorbei einen Richaud geniessen und über Gott und die Welt diskutieren. Offene Weine gibt es bei mehreren Weinhändlern in Frankreich nicht mehr. Sie haben sich einen Namen gemacht und können jetzt alles in Flaschen verkaufen. Das ist ein Grund, wieso man im Côte du Rhône und im Languedoc Roussillon tolle Weine für wenig Geld kaufen kann … bis sie eben auch einen Namen haben. Marketing nennt man das. Mit gutem offenem Wein in die wichtigen Vertriebskanäle kommen ist nicht ganz einfach. „Neue Techniken und standardisierte Herstellungsverfahren sorgen für ansprechende Qualität. Die zumeist in grossen Mengen hergestellten Weine haben ein Preis-Leistungs-Verhältnis, von dem teurere Weine oft nur träumen können“ ist in der letzten Coopzeitung zu lesen. Vom Jahrgang 2015 darf man ruhig einige teurere Weine kaufen und lagern. Hochgenuss garantiert.

Zurück zum Olivenbaum und Blick nach oben. Nicht ob eine Tanne kommt oder einer der vielen Vogelschwärme durchzieht. Zwei dicke, nah beieinanderliegende Kondensstreifen und ein Flugzeug, das ich nicht sehe und fast nicht höre. Ich bin als Flugzeugbeobachter ausgebildet worden, schaue eigentlich jedem nur möglichen Flugzeug nach, aber sowas habe ich noch nie gesehen. Über uns liegt eine militärische Flugzone und das Flugzeug fliegt extrem schnell genau Richtung Toulouse – 225 km entfernt. Ein Tarnkappenbomber über Frankreich? Eine neue Rafale? Oder ein Chemtrail-Versuch? Eher das Erste.

Bleiben wir bei einem Aargauer Zeitungslink. Zumindest einer, der mir geistig nähersteht. Reformiert. ist in neuer Aufmachung. Schön gemacht und beachten sie mal die Argumente unten auf Seite 1 von Marius. Mal was, das für jabillag spricht … obschon man diese Sender in Frankreich nicht mehr empfangen kann, trotzdem ich die Karte dazu besitze. Typisch SRG. Reformiert. bringt einen Beitrag über Geri Müller. Der ehemalige und vielleicht wieder zukünftige Büropartner und ehrenamtlich mein Revisor könnte doch mal versuchen, ob wir den bei der nächsten Revision kennen lernen könnten. Interessante Menschen interessieren immer.

„Das Leben überrascht immer wieder mit ungeahnten Wendungen“. Das scheint sich auch Grantham zu sagen. Zumindest ist in Frankreich der Euro stabiler, als der Bitcoin. Dieser fiebert immer noch. Noch Fragen? Im vorletzten Link alles begriffen? Einer der längsten Einträge in Wikipedia, die ich je gesehen habe. Ich und sattelfest? Sicher nicht, habe ja noch nicht mal 50 Jahre Finanzerfahrung. Aber am Artikel von Rudolf Strahm über oder besser gegen die SNB habe ich meine helle Freude. Ungeahnte Wendungen wären hier dringend nötig.

Da kommt mir ein Bekannter in den Sinn. Geschätzte 18 Jahre, irgendwann mal auf dem Sprung an eine Uni und so nebenbei faszinieren in Finanzen. Ob ich den amerikanischen Professor Armstrong kenne? Keine Ahnung, ob Martin Armstrong Professor ist. Vermutlich meint er diesen. Zumindest dieser scheint an der heutigen Börse auch nicht sichtlich Freude in die Zukunft auszustrahlen.

Armstrong, den Namen ich doch auch schon mal im Finanzblog geschrieben. Der Kakerlaken-Sänger? Ein Revolutionärs-Lied! Oder der Velorennfahrer. Das Bild von Poulidor wäre nun wieder zu finden. Die Esso-Garage auf dem dortigen Bild, zweihundert Meter von Viktor entfernt – so heisst der Finanzlernwillige – gibt es auch nicht mehr. Riesen können untergehen auch ohne „abzusaufen“.  Zeiten ändern. Die Ortschaft Esso  (Versoie) verschwand. Die einen bleiben,  amerikanisch – Exxon – und die andern werden azerbeitschanjisch – Socar.

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Der 21. Juli 2018 ist eingetragen. Im Banne durch Banne mit der Tour de France (Video ab 3. Minute). Die genaue Streckenführung finde ich noch nicht. Hoffentlich durchs Dorf, dann wäre die Strecke fahrerisch von der Breite her anspruchsvoll. Sicher keine Königsetappe, aber geht durch wunderschöne Gegend. Allenfalls hätte „mein“ Weinhändler, einer der auch noch offen liefert, eine Idee in der nächsten Ortschaft, für einen guten Aussichtsplatz.

 

Wer im Kapi-Tal hochsteigt, kann ganz tief fallen

2017 ist bald vorbei. 2018, das ist genau 50 Jahre nach 1968 … einem auch denkwürdigen Jahr. Das Leben ist für alle tödlich. Jeder stirbt einmal. Früher oder später. Aber warum werden Menschen vor dem normalen Ableben umgebracht?

Die Weihnachtszeit hat es in sich. Filme über Stalingrad … es lebe der leichenfreie Krieg. Und ein Muslim, der Zypern Reiseführer, empfiehlt „Königreich der Himmel„. Superfilm … nur, viel zu viele Tote. Jerusalem vor rund tausend Jahren. Heute Botschaftssitz der USA, trumpierend nachdenklicher Film … aber wieso Schlachttote? Schlachtplatte reicht doch. Morgen gibt es Blutwurst. Worte, böse Worte, aber bitte keine hergestellten Toten. Das gottgebene Leben übernimmt das von selbst. Der Lauf der Natur.

Da gibt es nur eines zu sagen:

Zerstört alle Waffen und Fahnen!

Auf allen Fahnen und Wimpeln klebt Blut und es sollte ein blutfreies Zeitalter beginnen. Krieg meinetwegen mit Worten, aber sicher nicht mit Blut oder Tote ohne Blut mit A-Waffen, Sprengpunkt hoch noch BC-Waffen.

Warum bringen sich die Menschen gegenseitig um? Warum stellen wir Waffen her und verkaufen die. Wir Schweizer sind eh Weltspitze … verlinkt wird nichts, lest meine Blogs. Wieso wollt ihr euch gegenseitig umbringen?

Lebt friedlich zusammen, arrangiert euch. Wenn wir das richtig anpacken, hat es für jeden genügend zu essen, zu trinken … und Geld ist eh nicht alles.

Wer im Kapi-Tal hochsteigt, kann ganz tief fallen.

Temps présent und Börsenäquivalenz

Über die „sogenannte Geheimarmee P-26“ Details herauszufinden ist nicht viel komplizierter, als beim „Gemischtwarenladen SRG SSR“ eine Sendung zu finden.

Neun Fernsehstationen, Teletext und interaktives Fernsehen und Internet … und im Radio SRF1 muss man sich auf das Internet einklicken, wenn man wissen möchte, was nun die erwähnte Börsenäquivalenz ist. Na ja, vielleicht würde man auf den 16 anderen Radiokanälen der „Noch Billag Subventionierten“ etwas finden. Suchen wir weiter, denn wir möchten ja wissen, wieso die EU Ärger macht. Börsenäquivalenz heisst nichts anderes, als dass ein Börsenhändler in Paris, Rom, Berlin … Schweizer Aktien handeln darf. Via Uni Basel (!) kommt man wieder zu einem SRF-Beitrag.

Die „alte Dame“ findet ein Ergebnis von Oktober 2014, dafür auf der Breitseite, oder sollte man Header sagen, riesengross Hermes „der Traum des Poeten„. Herrlich, die NZZ schaltet Französische Werbung – die scheint echt tief gefallen zu sein. „Zwischen Erde und Sehnsucht“, wie Hermes vermeldet. Hermes? Präzis. Auf diesen grünen Dingern haben wir doch noch schreiben gelernt. Hermes Baby hat man in der Schweizer Armee vermutlich bis Ende des letzten Jahrtausends gebraucht. Hermes Baby … die quatschen immer noch auf Franz … die Werbung abstellen … ah, sogar deutsche Untertitel. Die NZZ funktioniert nur noch mit Untertiteln. Werbung abstellen, das ist gar nicht so einfach. Vermutlich beendet man heute Werbung auf einem Sex-Kanal wesentlich schneller, als bei einer Tageszeitung oder einem Fernsehsender. Heute ist Hermes Baby auch nicht mehr das gleiche. Sprachgewirr vom Schönsten, da kommt doch die Bolex Paillard in Erinnerung. Wollen wir doch das Thema SRG SSR und die NZZ abschliessen … die eine schiesst die andere ja auch auf der Titelseite ab.

Kunststück, findet man nichts mehr beim Staatsradio- und Fernsehen, zu viel das da abläuft und wenn sie in eine andere Sprache wechseln, müssen sie total umdenken. Die sprachliche Umstellung geht ja relativ Ring von der Hand, aber ein total anderer Aufbau. Schön da gibt es immer noch Teletext – wow, sogar auf Internet. Jetzt gibt es dann Ärger. Mit der Rute vom Samiclous Haue. Bei einem Kollegen war ich mal Samiclous und seine Tochter hat dann einige Monate später gesagt: „Jetzt kenne ich dich“. Und ein Jahr früher hat sie zum andern Samiclous gemeint: „Du hast die gleichen Schuhe, wie mein Vater.“ Die beiden werden am Heiligen Abend über dieses Thema diskutieren.

1970 wurde schon über Teletext diskutiert. Zwanzig Jahre, bevor die P-26 in die Schlagzeilen kam. Heute ist sie wieder in. Vielleicht sollten diese Journalisten etwas mehr recherchieren, statt so viele Fehler veröffentlichen. Aber Historisches aufarbeiten ist nicht einfach. Schlagwörter, Falschinformationen behalten, das ist einfacher. Nur so viel, das Parlament hat das „Projekt 26“ zur Kenntnis genommen und damit bewilligt. Aber das wissen wir ja, Politiker und Journalisten vergessen. Wollen nicht informieren oder politisieren was wir brauchen, sondern was ihnen nützlich ist und „Klicks“ bringt. Das Projekt P-26 war legal.

Morgen Donnerstag um 20.10 auf dem ersten welschen Fernsehen – auf  RTS UN kommt der Film „Temps présent –  Il était une fois l’armée secrète suisse„. Mal schauen, ob ich den Film morgen einbinden kann. Telebärn habe ich ja geschafft.

Nachtrag: Telebärn ist ja auch eine Privatfernsehstation und nicht voll bundesbernsubventioniert. Aus rechtlichen Überlegungen ist die Aufzeichnung nicht verfügbar. Ach muss das schön gewesen sein, als es auf der Welt noch keine Rechtsverdreher gegeben hat. 50 – fünfzig – Jahre werden meine Daten geheim gehalten und irgendwo gibt es ein Gesetz, dass ich alle meine Daten einsehen kann. Vor einiger Zeit hat mir jemand gesagt, dass das Leben viel angenehmer wäre, wenn es keine Politiker und Juristen gäbe. Nicht so schlimm, denn die meisten Politiker sind ja JU-risten. Aber die meisten sind nicht echte CH-risten. Fassen wir den Film zusammen und nehmen die Worte des Militärattachés de l’Otan – der NATO: „Tres helvetique!“ Und ich hoffe, dass es bei einem allfälligen Kriegsfall – das wiederum hoffe ich aber nicht – wieder eine Organisation gibt, die den Kern der Schweiz aufrecht erhält, auch wenn Helvetien unter einer fremden Macht stehen sollte. Auch wenn der Zumi nicht mehr lebt. Der dannzumalige General würde von mir auch hören … „Das ist ihr Problem, dann gehe ich in die Resistance.“ Kann mir nun jemand erklären, wieso die Französische Resistance einen so guten Ruf hat und die P-26 bis heute um 20.16 einen schlechten. Nicht 20.10, denn die RTS Menschen wollen, dass wir Reklame schauen. Ich denke, mit diesem Film dreht die Windrichtung. Und bis ich 86-jährig bin, muss ich nicht warten, ob ich definitiv auf der zweiten Liste bin. Die Geheimsprache von Cattelan habe ich verstanden … mit Catalan bin ich eher auf „Kriegsfuss“ … ab Stephanstag werde ich im Land der Resistance beübt.

Gstaad kenne ich aus dieser Sicht nicht. Aber der Ort, wo es Apéros gab. Zugang von der abgezäunten Seite her. Das „Chalet„. Für einen Apéros empfehle ich heute eher das daneben liegende Restaurant Lochbach Bad … an einem schönen Sommerabend können sie hier Erinnerungen nachgehen.

Hier noch einige Links – für den Rest muss ich warten, bis 2041 die Archive endgültig geöffnet werden … wer’s glaubt. Meine Fiche war ja auch verschwunden. Und ich jetzt dann nach Frankreich … FFT … French Flexible Time … das steht ja schon was über die Dokumente drin.

der oder das „Digitalis-Mus pur oder poor“?

und hier das Allerschönste, das muss ich zitieren:

Die Medien haben die Existenz der P-26 fast durchwegs als «Skandal» beschrieben. Die Medien sind aber – leider – oft weniger an der «Wahrheit» als an der Sensation interessiert. Das ist der Unterschied zwischen dem Journalisten und dem Historiker. «Zwei Seelen wohnen – ach! – in meiner Brust»: Faust lässt grüssen.

Wo gefunden? Beim Infosperber – der diesen Artikel wieder mal lesen müsste um festzustellen, dass er in einigen andern eine andere Meinung zur „Wahrheit“ vertritt, halt doch Journalis-Mus betreibt. Aber das ist bei ihm eine ganz seltene Ausnahme. Da habe ich es als Blogger einfacher. Ich habe meine Meinung und die ändere ich relativ selten. Und dann habe ich noch einen ganz schlechten „Zug“. Oft gar keine Meinung, bis ich mir dann eine gebildet – kommt vermutlich vom Wort Bildung her – habe. Also lernen, auch im Alter, lesen und andere lesen, analysieren.

Und ab und zu mal den Latz aufreissen: „Der IZRS ruft in Bümpliz zum Jihad auf“. Sorry liebe Tamedia, das ist die traurigste Überschrift, die ich von euch 2017 gelesen habe. Auch wenn Kurt Pelda mal den Menschenrechtspreis erhalten hat, das ist eine absolut himmmeltraurige Schlagzeile im Bund (bezahlbarer Artikel oder sie suchen den proximativ), denn Bümpliz kann garantiert nichts dafür. Das ist wie Werner Vetterli mit dem Tscharnergut. Vetterli war nicht in der APF und Pelda kommt mir auch unbekannt vor. Als Kriegsberichterstatter wäre er mir aber ganz sicher aufgefallen, denn für diese hätte ich im Kriegsfall alle Transporte organisieren müssen. Über Bümpliz schreibt Pelda einen einzigen Satz: „Aus dem Hauptquartier des IZRS in Bern-Bümpliz ertönte somit ein klarer Aufruf zum Jihad.“ Ob er weiss, wo das Hauptquartier ist? Von mir aus gesehen, gibt es zwei Möglichkeiten. Mit Aussicht auf das Schoggi- und Grippe-Gebiet oder nördlich des Süders. Ich mag nicht einloggen und einen Kommentar schreiben. Ich geniesse jetzt dann infofreie Zeit und wenn ich zurückkomme, wird das Bund-Abo auslaufen … nach langer, langer Zeit. Vermutlich seit 1953. Das klären wir am Freitag. Über 240 Jahre Martis treffen sich da und die eine könnte konzernintern vielleicht eine Mail machen, dass wir uns zwei einmal kennen lernen könnten. Wir sprechen garantiert die gleiche Sprache zusammen, nur als kriegserfahrener Journalist, wählt er noch in 1 1/2 Zeitungsseiten einmal die „Bümplizer Salafisten“. Auch Journalisten sind Extremisten. Solche Schlagzeilen macht in „unserer“ angeheirateten Familien keiner … vielleicht mal das … Genealogie und Religion ausser Acht lassen. Die Leute achten, die zwischen zwei Extremen liegen und das sind meist mehr als 95%, der Rest sind die Extremisten, die viel zu viel journalistischen Raum erhalten. Wipf vom SEK sagte damals: Sie haben eigentlich Recht.

Da gleich noch so eine Superfeststellung: „«Die Polizei ist mit einer Spezialeinheit erschienen und hat das Haus gestürmt. Dabei hat sie einen jüngeren Mann mit Bart festgenommen.» Total sachlich und analytisch. „Jüngeren“ ist wichtig. Also kann ich es nicht sein. Ich trage als „Finänzler“ wohlgemerkt seit 42 Jahren, mit einem Unterbruch von sieben Jahren, einen Bart … und der Samiclous wird es auch nicht sein

… und nun frohe Weihnachten und einen guten Rutsch.

Hallelujah – gespannt auf 2018

Chères amies, dear friends … googelingelingeling!

Der Weihnachtsbrief und die Glückwünsche zum neuen Jahr sind angesagt. Das 2017 Revue passieren lassen? Sinnlos, zu viel, das nicht mehr ins System passt. Der Überdruck auf und der Überdruss von Menschen ist auf breiter Front immer mehr zu spüren.

Angespannte Lagen gab es schon oft. Erstaunlich ist nur, dass einige Jubiläen, die zurzeit zusammentreffen, eingreifende gesellschaftspolitische Situationen betreffen, die zumindest die Denkweise bei vielen Menschen beeinflusst haben:

  • 10 Jahre zurück               Finanzkrise

Zwischenbemerkung. Am 2. Dezember 1942 wird die erste kontrollierte Kettenreaktion unter dem Manhattan Projekt „erfolgreich“ durchgeführt. Hallelujah, lassen sie sich das Wort „erfolgreich“ während knapp 5 Minuten durch den Kopf gehen und singen sie „Hallelujah“. Einfach nur Mut und es gibt eine wirksame Kettenreaktion, die ich das erste Mal im Dezember 2010 mitgesungen habe – heute über 50 Millionen Aufrufe.

 

Keine Angst beim Mitsingen, nach 30 Sekunden verschwindet der Luftmangel und die nassen Augen stören niemanden mehr. Und sollten sie weder das eine noch das andere haben, überlegen sie sich, ob sie ab 2018 nicht etwas umdenken wollen … sollten auf alle Fälle!

Gegen Technik habe ich nichts, aber solange Menschen wie du und ich ihre Finger mitwalten lassen, bleibt sie unsicher!

Freuen wir uns auf 2018. Hier könnte wieder einiges geschehen.

2017 werden viele nicht in herausragender Erinnerung behalten. Und doch gibt es immer wieder Aufsteller, an die man sich zurück erinnern kann. Einiger meiner Aufsteller:

  • Das Gespräch mit dem ehemaligen Kirchendirektor des Kantons Bern – er gewann ein Handy für den Satz „Lasst uns reden wie der Schnabel gewachsen ist“.
  • Die Erlebnisse mit demjenigen, der die Mobiltelefonie in die Schweiz eingeführt hat – Kommentar in obigem Link beachten.
  • Alec von Graffenried, wie er mir als ersten am Foodsave-Bern einen Wein verkaufen will und wir dann zehn Minuten über Gott, die Welt, die Abendstrassse 30 und Bümpliz sprechen und die andern warten lassen. Es bedient ja nicht nur der Stadtpräsident von Bern.

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  • Den Wein genoss ich mit Gerard aus Grenada dem Zuckerrohrland. Ich zeigte ihm einen Teil der Schweiz neben der Autobahn. Er sieht das erste Mal Saurierspuren und Zuckerrüben. Sein Gesichtsausdruck wechselte vor diesem Bild zu einem hellen Schwarz und einem breiten Grinsen. Die Kamera ist meist erst später zur Hand, resp. ein Parkplatz in der Nähe von Aarbergersonne zu finden.

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  • Spass gemacht haben Reisen mit einigen, die mich in andere Länder begleiteten,
  • mit mir zusammen pilgerten und deren Mithilfe von libref.ch mit einem Taler belohnt wird. Entstanden ist dabei der grösste Kirchenführer der Agglomeration Bern.
  • Politik fing heuer auch mit der Kirche an. Was im „Untergrund“ von Zürich begann führte zu einem überragenden Sieg – 44,5% mehr nein als ja Stimmen – USRIII war gebodigt.

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Res, ein Merci zurück. Aber es geht weiter, die nächste Vorlage kommt. Hoffen wir, dass dann doch etliche Wirtschaftsvertreter mit denen ich gesprochen und von denen ich ein erstauntes „Aha“ vernommen habe, sich daran erinnern, dass sie nicht nur für die ganz Mächtigen, sondern für den Mittelstand kämpfen und sich erinnern sollten: „Familienstiftungen sind auch juristische Personen die nicht in Bern, Aargau oder Zürich sondern vielleicht in Basel stark reduzierte Steuern bezahlen.“ Etwas tiefergreifendes Fachwissen würde manchem Wirtschafts- und Gewerbeverband und einigen Regierungsräten gut tun. Schade, wenn ihr mithelft, die Schweiz auszuhöhlen und nicht einmal merkt, dass ihr als Marionetten eingesetzt werdet. Etwas kompliziert, aber es muss mal im Klartext geschrieben werden, denn die Abstimmungsvorlage war alles andere als gut und über den EFK-Bericht liess man vermutlich Gras wachsen.

Hier der entsprechende Artikel, für den es aus der theoretischen, nicht aber der praktischen Hochfinanz viel Lob gegeben hat.

Erstaunlich Vieles dieses Jahr um die Religion, um Kirche, die Stellung beziehen muss. Geld scheint vielleicht doch den Einflussfaktor langsam zu verlieren. Und wenn sie es nicht lassen können, so bitcoinen sie doch etwas. Merken sie sich aber eines. Wenn Geld, mit Werten hinterlegt oder nur digitalisiert, vernichtet wird, so sind immer zwei Seiten beteiligt – eine die es zurückhaben will und die andere, die es zurückgeben sollte. Das Spiel ist doch so einfach. Einige sagen, Gold behalte immer seinen Wert … bis wir es mal industriell herstellen können. Zumindest ein Tipp wäre eine Münze aus Schweizer Naturgold – der Schweizer-Golder. Ankämpfen sollten wir gegen den überbordenden und zur Gefahr werdenden „angloamerikanischer Kapitalismus“. Nicht gegen das Goldwaschen – neben meinem Haus hat es den goldhaltigen Bach und den Fachmann. Kein Witz.

Die mehr und mehr zur Geltung kommende konservative Einstellung könnte eigentlich oft durch Anstand, Rücksicht und Beachtung von Menschenrechten geheilt werden. Wer mehr dazu wissen will, einiges steht im Finanzblog, libref oder Ruedmilan. Ein zweites 68 ist nötig. So gesehen stehen wir am Stutz und einige schon am Abhang. Unter Demokratie verstehe ich etwas anderes als Macht, Gier und Gewalt.

Hallelujah – auf ein erfolgreiches, umdenkendes und vor allem gesundes 2018. Wenn sie die Korken knallen lassen, achten sie dieses Jahr speziell auf den ausgefällten Weinstein Säureabbau und bleifrei – der das Bucket verbessert …

… und für Sylvester die liedermässige Originalfassung von Hallelujah.

Solche, die weiterschauen, ein Martin Rees-ümee eines technologischen Optimisten und hier noch mals Hallelujah, für solche, die sich auch bei Gottes Willen den Text nicht merken können:

Das im Film erwähnte Kunstwerk ist jetzt unterwegs nach Südfrankreich. Wer genau hinschaut (2:53) kann sogar den Empfänger lesen, der später noch was von 50 Jahren erzählt. Das ist fast wie die versteckte Kamera. Sie kommen herein und eine Kamera schaut direkt auf sie und die liebe Frau Strässle sagt, da haben sie den richtigen erwischt. Ja, die ganz schönen Sachen behalten wir beide geheim … vielleicht sind sie mal in einer Ausstellung zu sehen. Ich sag immer, sobald die offiziellen Rahmen für 2cm Dicke Exponate kommen, dann stelle ich mein zweimal echt gelaufenes Globibuch mit den verschiedenen Globibreifmarken aus … und die Tafel Schockolage mit den riechenden Marken. In den folgenden Links zwei einfachere Frankaturen, die es mal ins Finanzblog geschafft haben.

EU Sonderzone – Nordzypern-Schweiz – einige Unterschiede

Seit 25 Jahren brauchen die Schweizer keine Angst mehr zu haben, dass sie eine EU-Sonderzone werden könnten – das EWR wurde abgelehnt. Hier aber einige Eindrücke von einer Woche quer durch Nordzypern, das eine EU-Sonderzone ist und völkerrechtlich zur Republik Zypern gehört.

Günaydın – ohne „i-Punkt“ wohlgemerkt. Über die neuere Geschichte nur so viel – Griechenland wollte Zypern annketieren und 1974 haben dann die Türken den nordöstlichen Teil der Insel militärisch besetzt. Kruzitürken stammt aber aus älteren kriegerischen Machenschaften. Über die EWR habe ich mich schon geäussert und wer es nicht merken sollte, im obigen Interview zwischen Chr. Blocher und Jakob Kellenberger, gefällt mir die zweite Meinung besser. EU und € nein, das EWR aber würde in der Schweiz extrem Vieles einfacher machen. Wir sind das ei^nzige EFTA-Mitglied, das nicht mitmacht. Juristen und Beamte freuts.

Der Gesamteindruck der Reise war toll, vor allem der nördliche Teil. „CHömmet, Lüt, chömmet und ihr Schweizer lacht einmal und macht nicht immer so traurige Köpfe.“ Viel dazu hat der Reiseleiter beigetragen … Ironie pur … für Schweizer vielleicht mal nicht ganz nachvollziehbar. „Für den Preis, den ihr bezahlt habt, nehme ich keine Reklamationen entgegen.“ Es gibt auch keine. Manch einer mag vielleicht ein komisches Gefühl gehabt haben, wie eine Reise mit sieben Übernachtungen, Morgen- und Abendbuffet (war eine Wucht), vier Ausflügen und Flug für CHF 349.– angeboten werden kann. Grenzkosten, das interessiert die nicht – volle Auslastung, damit die Fixkosten auf möglichst viele Gäste verteilt werden können. Wenn im Flugzeug 189 Sitze sind, dann ist jeder Platz belegt – 33 Reihen à 6 Sitze, welche Reihe und welche Sitze fehlen? Die Fixkosten je Person sind nämlich gar nicht so hoch – etwas Kerosin, Essen, Energie, Reinigungsmittel und Wasser. Das Thema Kostenrechnen schliesse ich ab, Wasser ist interessanter.

Zypern wird von der Türkei aus mit einer Kunststoffleitung mit Wasser versorg. Von oben kommt zwar häufig Regen, aber nicht sehr viel – rund ein Viertel unserer durchschnittlichen Niederschlagsmenge. Der Zuckerrohranbau scheint wegen der Wasserknappheit fast ganz zurückgegangen zu sein.

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Einmal gab’s Regen. Monsunhaft, wie es in letzter Zeit in der Schweiz auch vermehrt auftritt. Wo das Wasser hier hingeht, wissen vermutlich die Götter am besten. Kläranlagen gibt es, aber ich habe auch das Gegenteil gesehen, wo alles, an heiligen Orten wohlverstanden, direkt ins Meer geht.

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Da kommen mir Erinnerungen von Mexiko in den Sinn, nur dass hier restlos alle Toiletten immer sauber waren. Vielleicht würde den SBB-Oberen mal ein Ausflug nach Nordzypern gut tun. Sauber ist bei unseren Bundesbahnen nicht immer inbegriffen und relativ häufig sind da die Toiletten gesperrt. Im Zug zum Flughafen geht eh keiner hinein, denn der ganze Wagen stinkt fürchterlich. Ein Schweinestall ist fast Erholung. Bio WC ist aussen angeschrieben und der Ventilator saugt Luft an und mit dem Überdruck gelangt er ins Wageninnere. Ach du Sche…! „Zürich Kloten, Endbahnhof!“ Amen! Erlösung, aussteigen und tief durchatmen.

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Etwas grösser fällt die Toilettenanlage in Salamis ins Auge. Das war wieder so ein Höhepunkt unseres Reiseleiters Ozan. Nicht Ozean, Ozon oder was er noch alles gehörte erwähnt. Dabei wäre es so einfach „Lausanne“ ohne „L“. Zietschig plus drü, sind wir hier. Dienstag ist das Wort, das ihm in der deutschen Sprache am besten gefällt. Chömet (oder wie sich das schreibt) Lüt, lachen bitte, chömet.An Toilettenlagen sieht man immer, ob man im muslimischen Nordteil oder orthodoxen Südteil von Zypern ist. Den Zusatzhahn rechts unten immer erst aufdrehen, wenn die Beine zusammengepresst sind, sonst werden die Zähne und die WC-Türe mitgereinigt. Und vielleicht pilgern demnächst einmal Stadtbehörden nach China – ein sommerliches Erlebnis in Bern und Thun hätte es auch nötig, wie ich gestern feststellen musste. Ein hinterlistiges Thema für Christen, hier sind Muslime offener.

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Altertümer sieht man in Nordzypern zuhauf und erst recht Säulen, die in den Himmel ragen …

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… wobei oft Bauruinen zu sehen sind. Häuser deren Besitzer den Nordteil verliessen und in den Süden der Insel flohen. Ein grosser der Zementbranche hat in dieser Region seine eigenen Erfahrungen machen müssen. Schweizer Firmen sieht man einige, vor allem die ganze Berge abtragende und zubereitende, oft etwas verdeckt – bis auf unsere Nahrungsmittelindustrie, vor allem die aus Vevey. Änderungen im Essverhalten sind am Horizont in Sicht.

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Kopflose Baukunst? Hier zumindest, dass man Geld und Arbeit sparen konnte, wenn eine neue Regierung an die Macht kam. Marmor war immer teuer und wird auch weisses Gold genannt. Marmor aus dieser Gegend, vor allem der Türkei, ist eigentlich der beste, den es gibt. Viel fester und lichtdurchlässiger als zum Beispiel Carrara-Marmor. Bekannt heisst sicher nicht immer das Beste. Kurz zuvor haben wir ein richtiges Spaghetti-Gebiet durchquert. Quadratkilometerweite Felder, die im Sommer mit Hartweizen bepflanzt sind. Weniger Regen und mehr Sonne als in Italien. Ideals Gebiet für Spaghetti-Rohstoffe. Einige Kilos waren in meinem Reisegepäck zu finden. Und nur zwei Flaschen Wein. Vor gut dreissig Jahren war ich im südlichen Teil in den Ferien. Spitzenweine damals, der Aphrodite und Othello. Heute kosten die nur noch EUR 2.69 und eine Strasse zuvor 5.50. Nicht mehr zu empfehlen. Für Wein, wenn sie nicht selbst in den Bergen suchen können, müssen sie heute garantiert nicht mehr nach Zypern kommen und wir haben einiges ausprobiert, sogar Weinboutiquen haben wir gefunden. Das einzige Gebiet, das in den vergangenen Jahrzenhten einen grossen Rückschritt gemacht hat das ich kenne. Italien könnte demnächst auch dazu zählen, die fertigen immer mehr schnell trinkbaren Wein an und aus diesem Grund wird man immer mehr metallhaltige Gläser antreffen, die den Wein „verfeinern“, aber ihm die Typizität nehmen. Gebrannte Wasser sind überall anzutreffen. Meist bekannte Marken mit eher normalen Welt-Preisen. Es gibt auch Trouvaillen, aber da muss man suchen. Übrigens, die Trauben kommen zu einem grossen Teil aus Israel und viele werden zu Rosinen verarbeitet. Es scheint sie noch zu geben, die guten Zypernweine, nur findet man die nicht auf einem Städtebummel und schon gar nicht in den normalen Restaurants, geschweige denn unter den „grossen Markennamen“ von damals. Und seien sie nicht enttäuscht, wenn sie in Südzypern in einer Bar keinen Commanderia (Cum… ausgesprochen) erhalten. Die Zeiten ändern sich, aber dieser Süsswein scheint immer noch bekannt zu sein. Degustation steht noch aus.

Kopfweh und Grippe kommen aber sicher nicht vom Wein, eher von der Lüftung im Flugzeug. Im Meer baden, nasse Schuhe vom Regen, resp. den Wasserständen auf den Strassen und Trottoirs (zumindest in den Löchern) und im südlichen Teil eine Busklimaanlage, wie sie nur Volvo in ihren schlechtesten Jahren fertigen konnte, ist für die Anfälligkeit fördernd. Von den hohen lauten Pfeiftönen her, wäre eine Revision sicher nicht das Dümmste. Im Norden hatten wir einen älteren Neoplan und mit Hassan einen Superfahrer. Am letzten Tag einen Merz, vom Ton her mit einem viel herumgekommenen Motor. Absolut sagenhaft, wie der den Bus auf den vielen kurvenreichen Bergstrassen schalten kann. Der Fahrstil hier ist echt erholsam. Die Nordzyprioten nehmen Rücksicht, keine verflixte Fahrer und sind hochanständig. Diebstahl gibt es hier selten. Ein empfehlenswertes Land für Ferien. Ein Geheimtipp. Ozan wieder ironisch: „Wir haben auf der Insel Linksverkehr und für die Schweizer speziell flache Särge.“ Ja, er weiss aus Erfahrung, dass sich Hühner oft geordneter verhalten, als Reisegruppen, die auf sein Geheiss ein- oder ausbussen. Er kommt mir manchmal vor, wie wenn Müslüm referiert, nicht singt, das ist für einen ehemaligen DJ manchmal zu viel des Guten, es sei denn man nehme ein Süpervitamin ein. Über das Thema, wo er mal moderiert hat, könnten wir am Zieschtig plus vier auch mit Ozan diskutieren. Nur, er darf nicht über die Grenze.

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An den Sandsäcken an zu schliessen, hat man hier auch ab und zu Probleme mit dem Regenwasser. Deviseneinnahmen werden in Nordzypern durch Touristen generiert, aber vor allem durch die vielen Casinos. Hunderte von Spielautomaten sind im Hotel auf engstem Raum zu finden. Die kennen halt die Bitcoins noch nicht als Spielwährung. Per Mail reklamiert bei mir einer: „Die wollen nur Geld waschen.“ Dazu gäbe es wesentlich einfachere Wege. Und wenn er mal superextravagante Schiffe sehen will, so empfehle ich ihm den Hafen von Girne. Auch Diamenten sind nicht vom Untergang gefeiht, aber er kennt die Kehrseiten vom Nidwaldner Bermudadreieck. Schwarzgeldtypen scheuen die Öffentlichkeit. Im Schnitt sind auf dem casinoeigenen Parkplatz sechs schwarze Mercedes anzutreffen, ab und zu ein Bentley, Porsche und dreihundert Meter entfernt an der Hauptstrasse ist das grösste Harley-Davidson Geschäft, das ich je gesehen habe. Nur ganz sicher nicht für alle Zyprioten ein normaler Aufenthaltsort, denn im Angebot ist keine Beldeyama auszumachen. Schwarz, das ist die vorherrschende Farbe für Nobles. Sogar die Köche sind in Schwarz, inkl. Toque.

Beim Girne-Link sehen sie ein weiteres Problem für Touristen. Die Sprache oder Sprachen auf der Insel. Es können zwar viele Englisch, aber wo das zum Beispiel auf der Seite von Kyrenia zu finden wäre, ist nicht so einfach. Angeblich existiert diese, nur finde ich sie nicht. In Nordzypern gibt es nur eine Wochenblatt in Englisch, deshalb lieber mal auf News verzichten. In der Schweiz gibt es ja genügend. Die alte Dame spannt mit der AZ zusammen. „Wir denken weder links noch rechts, sondern liberal“ dürfte hiermit endgültig Geschichte sein. Recht haben die. Die Auswahl am Kiosk wird einigen leichter fallen und ich bin froh, dass meine „älteste Dame“, resp. jugendliche Tochter, den Andern progressiven Wind digitalisiert. Hier der schönste Kommentar, den ich gefunden habe – die Branche dürfte richtig analysiert worden sein. Sein Vater komponierte „we eine tannige Hose het u hagebuchig Strümpf“. Die Zeitungsbranche in der Schweiz hat einige rirariraridiridiridi Rümpf weniger.

Auch kein normaler Aufenthaltsort ist die Geisterstadt Varosha in Famagusta, in Gazimağusa wie sie auf Türkisch heisst. Nord-Süd-Pufferzone. Hochhäuser die man schon von weitem sieht, die am Zerfallen sind. Fotoverbot!

Im gesamten nördlichen Teil gibt es keinen öffentlichen Verkehr und auf der Insel keine Eisenbahn mehr. So gesehen kann die SBB stolz sein, dass ihre neueste Errungenschaft selbst bremst und anfährt. Eine Sensation ist das nicht. Lausanne lässt grüssen – wie heisst der Reiseleiter? Die im südlichen Teil, die Lisa, hat auf der Hinfahrt nach Paphos genau eine Minute und 27 Sekunden nichts zum Erzählen gehabt. Perfektes Deutsch, aber eindeutig zu viel. Das lenkt zumindest vom schuhmacherischen Fahrstil des Busfahrers ab. Keine Handvoll Autos haben ihn überholt. Autobahn quer durchs langweilige Gebiet von Südzypern. Mieten sie sich ein Auto, wenn sie den wunderschönen Süden anschauen wollen. Am richtigen Ort mieten. Türkische Nummernschildern kommen nicht über die Grenze, aber eine Identitätskarte reicht, ein Pass ist nicht nötig, entgegen den Reiseunterlagen. Auch die EDA-Seiten sind alles andere als Hilfreich – hier das schönste Beispiel. Dies zumindest ein Grund, dass man in den nächsten zehn Jahren noch einen weiteren Ausflug macht.

In diesem Departement entstehen auch Broschüren, die im Grunde genommen nicht Spass machen, aber sehr informativ sind.  Nicht viel weiter als die Türkei ist in 100 km das Festland das grössere Sorgen bereitet – Syrien. Eine Welt, im Dezamagazin. 5,5 Millionen Flüchtlinge kommen aus diesem Land und die Türkei hat 2,9 Mio. UNHCR registrierte Flüchtlinge aufgenommen. Insgesamt sind auf Zypern rund 2000 Flüchtlinge. Die Hälfte kamen dieses Jahr, weniger als 1% der Flüchtlinge auf der Mittelmeerroute. 3000 davon sind ums Leben gekommen. Eine geschichtsträchtige Gegend, seit mehreren Tausend Jahren. Hier einige Zeitzeugen. Jung und Alt wechseln sich auf der Fahrt ab. Ein Eldorado für Altertumsliebhaber und Bauinteressierte.

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Bellapais und wer gut hinschaut sieht sogar noch den Deckel des Fleischfressers.

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St. Hilarion – von oben hat man eine wunderschöne Aussicht aufs Meer, nur der Schiessplatz stört etwas. Fotoverbot für militärische Einrichtungen. Vermutlich dass der Feind nicht erkennt, in was für einem Zustand hier einige Sachen sind.

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Der Othello-Wall in Gazimagusa – oder Famaguste auf Griechisch – verrät nebst dem Altertum gleich zwei militärische Geheimnisse. Rechts wird der Eckturm, oder zumindest was von ihm noch übrig ist, vom Militär belegt und im Hintergrund sieht man noch einen Teil einer Barbarosa-Fregatte. Fotoverbot gilt auch für Panzer auf Tiefladern, die die Kaserne verlassen. Beim Betrachten des Bildes darf ruhig laut geschmunzelt werden – Selfie mit Panzer. Nicht die gleichen, die uns zum Warten zwangen – 5 Laufrollen, vier hoch liegende Stützrollen die seitwärts nicht geschützt sind und eine viereckige Rohrabdeckung. Produziert in Deutschland, der Türkei, Südkorea oder Isreal das aktuell ist, ich finde den Typ nicht heraus. Und in meinen damaligen Panzererkennungs-Unterlagen ist dieser Typ allenfalls doch noch nicht enthalten.

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Hochschule oder Moschee auf einem Hochschulgebiet? Auf der ganzen Insel hat es 22 Universitäten, das auf einer Fläche von 2/9 der Schweiz. Über 100’000 Studenten, alleine in Nordzypern über 75‚. Zum grössten Teil Ausländer – echter Fernunterricht.

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Ich hab’s gewusst, finde eine Moschee mit drei Türmen – wie man sieht, im genau richtigen Moment aus dem Bus aufgenommen. Ein, zwei, vier Türme, aber drei, gibt’s da wirklich welche?

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Zumindest auf festen Fels gebaut.

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Paphos – als ich das erste Mal hier war, gab es in Zypern noch keine eröffneten Autobahnen und die Ausgrabungen hier waren wesentlich kleiner. Der Rest noch unter Sand. Erstaunlich dass man hier über Mosaike laufen kann, die garantiert auch die Autobahnen überleben werden. Die älteste Autobahn gab es in Italien und je nach Betrachtungsweise in Deutschland. Das Motiv im Mosaik wirft Gedanken zu diesen beiden Ländern auf – hier zwar spiegelbildlich, aber hundertfach andersrum ist die Swastika auf diesem erholsamen Flecken anzutreffen. Pathos ist mit Aarhus (Dänemark) zusammen die Europäische Kulturhauptstadt für 2017 … Bern ist nirgends zu finden, aber gehört ja auch nicht zu Europa.

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20 Minuten Später. Kultur, Kult-Uhr, ja da versteht jeder etwas anderes.

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Drei Verkaufsläden schauen wir uns in Nordzypern an. Fangen wir mit einem echten türkischen Basar an. Sorry, aber hier gibt es keine echten schönen Sachen. Zwar herrlich zurechtgemacht. Und die Hinweise auf den Bildern mögen ja für die Vergangenheit stimmen, nur was in Zukunft alles geschieht, wissen auch Diamantenhändler nicht. Und beim 1000 mal rareren Tansanite, wie er hier vollmundig angepriesen wird, muss man einfach wissen, dass der graubraune Zoisit, der in Minen gefunden wird, bei rund 550 Grad in den herrlich blauen Tansanit umgewandelt werden kann. Die Chance mit irgendeiner Anlage besser abzuschneiden, als mit Fonds besteht allerdings. KGeld schreibt: „Indexfonds mit höchsten Renditen“. Also, die andern schliessen schlechter ab. Und was-eli-was ist ein Index? Der Durchschnitt. Vor allem Banken und Finanzinstitute bieten solches an und man sollte doch meinen, dass die mit den nicht mehr zu durchblickenden Ausbildungslehrgängen über die Spezialisten verfügen müssten. So gesehen begreife ich jeden, der lieber mal selbst zocken will.

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Es gäbe auch eine schöne Rado und und und für 40 Euro in diesem Inselteil zu kaufen. Zum Glück reizt es mich nicht, denn ich lebe seit Jahrzehnten ohne Armbanduhr. Hier gleich ein Rat, feilschen sie bei einmaligen Stücken auf die Hälfte, besser einen Viertel herunter, dann erhalten sie was Günstiges, dass sie bei uns nicht finden. Beim Schmuck würde ich mich nicht einlassen. Die Tipps von zwei Goldschmiedkollegen, einer Gemologe, reichen meist für den ersten Eindruck. Beim genauen Betrachten einer Perlenkette, findet man angeblich keine Lupe. Das lässt aufhorchen, denn Perlen schaut man am einfachsten beim Loch an.

„Ausbussen, einbussen, ausbussen und einteppichen,“  so Ozan, nach dem sogar ein Teppichmuster benannt ist. Na ja, vielleicht ist es beim nächsten Besuch ein Mehmet-Teppich. Auf alle Fälle sehen wir einen Teppich mit 16 Millionen Knoten pro Quadratmeter. Angeblich der feinste Teppich der Welt. Bei diesen Handelsmethoden ist man manchmal skeptisch, aber ich kann von Auge die einzelnen Knöpfe nicht mehr zählen. 1000 Knöpfe mehr, als bisher bekannt war. Kostenpunkt – rund 100 000 Schweizer Franken – die Grösse schätze ich auf ca. A5 ein. Sollte eigentlich überall einen Platz finden. So das imposanteste Teppichgeschäft, das ich je gesehen habe.

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Frau sieht einen Teppich, den sie 2001 und letztes Jahr schon einmal bewundert hatte. „Wo?“ In Bodrum, im Hapimag. Kaum zu glauben, zwei Minuten später ist der damalige Verkäufer vor Ort und stellt fest, dass sie die Haare anders gefärbt und einen anderen Schnitt hat. Ich habe ihnen doch damals eine grüne Jacke verkauft und das erste Mal sind sie mit einer älteren Dame gereist, meint Carlos. Ich glaube die Türken, selten mal Zyprioten, haben einfach ein Verkaufs-Gen mehr.

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Na ja der Shop beim Juwelier hatte doch einen Vorteil. Mein Teppich dient einer Maus und hat nur 3 EUR gekostet – gewoben und geklebt, nicht geknüpft. Wird wohl nie ein Anlageerfolg. Der andere kleine Teppich, wird es garantiert. Für Einmaliges bezahlt man Spitzenpreise. Carpet-Center hat noch andere Teppiche, die in Frage kommen könnten. Aber spekulieren, das müssen sie selbst. Die URL die sie angegeben haben ist unsicher und passwortgeschützt. Wenn, dann versuchen sie via Pasha Port Carpets auf Facebook – einige wenige Bilder und sonst nur FB-Tratsch, den man auch ohne Türkisch-Kenntnisse erraten kann. So viel ist ersichtlich, es ist kein alt eingesessenes Geschäft im Zollfreibereich von Nordzypern. Der Staat soll sogar die Steuern im Einfuhrland bezahlen. Das ist echte Devisenstützung. Von einem Mindestkurs spricht hier keiner. Ich habe schon Teppiche auf der halben Welt gesehen und grössere als meine Mausmatte aus China importiert. Die Ausstellung ist echt sehenswert … auch wenn sie nichts kaufen. Ich schätze mal, dass die 200 verschiedene Teppiche vor uns ausgelegt haben. Zum Teil riesengrosse und sollten alle wissen, warum Teppichliquidationen in der Schweiz immer noch eine Menge Geld einbringen.

Noch etwas zum Getränk, das ist kein Néscafé frappé, sondern ein frisch gepresster Granatapfelsaft. Zwei Probleme gibt es bei dieser Frucht. Das Rüsten und der Reifegrad. Alle Winterfrüchte werden in Europa eigentlich viel zu früh geerntet und gegessen, um die Handelsverluste zu minimieren. Wer jemals eine reife Passionsfrucht, Kaki, Kiwi oder Banane gegessen hat, sagt dem Zeugs hier „unreif“. Die Kernen fallen bei der Passionsfrucht auch nicht von alleine heraus. Wer nicht verdursten will, hält sich am besten an das  allgegenwärtige Efes. Mineralwasser ist allenfalls geeignet um die Zähne nicht mit dem stark chlorierten Wasser spülen zu müssen. Türkischer Kaffee, der braucht seine Anhänger, wie verbrannter Express nach italienischer Art. Über Kaffee-Geschmack lässt sich streiten, über Kaffee-Qualität nicht.

Über das Essen auf der Insel mag ich nicht schreiben. Da bekomme ich gleich Hunger. Herrlich und eine Riesenauswahl. Müsste man filmen. Unser Filmer in der Gruppe hat dies vielleicht erfasst. Er kennt auch die Nachteile der Vorstufe Poulets. Ich kenne das. Zwei meiner Nachbarn in der Schweiz haben glücklicherweise nur einen Hahn und wenn diese selten einmal krähen, bin ich noch im Tiefschlaf. Hier die Geschichte mit den  Kuhglocken und diejenige mit den Kirchenglocken beruht auch auf einem Peter und seiner ersten Frau Esther. Es Tschudere übere Rücke – für beide haben sie schon zum letzten Mal geschlagen. Viel zu früh. Zurück zum Essen. Für Vegetarier ein absolutes Highlight. Diejenigen, die es nicht lassen können, schauen sich zuhause dann doch nach einem Schweinsschnitzel oder einem unpürierten Stück Rindfleisch um. Hühner sieht man in Zypern ausser auf dem Teller selten und auf den Gotteshäusern hat es keine Güggel. Eher ein abnehmender Mond und Stern. Damit wäre auch erwähnt, wie die Fahnen hier aussehen. Und Rundreise heisst es, weil … ist ja wohl klar. Einige Sprüche sind vom Reiseleiter, aber der wird lachen.

SMS Selfie

Ein ganz seltenes Selfie von SMS – Stephan Marti Schweiz, Schmiedrued oder Saint-Ambroix. Vor 25 Jahren war „Merry Christmas“ eine technische Revolution. Tantiemen habe ich bisher keine erhalten. Die Lederjacke ist ein Meisterwerk an Verarbeitung, erinnert mich irgendwie an einen schneidigen Bugatti. Sollten sie bei diesem Wink nicht nachkommen, dann nehmen sie halt ein Fahrrad. Wer eine kleine edle Boutique hat, kann sich bei mir melden. Ich habe mit der Chefin diskutiert, was unterhalb von Rom gar nicht so einfach ist. Dreimal unterschiedliche Leute fragen und wenn sie zweimal auf die gleiche Person stossen, dann könnte was dran sein. Aber hier müssten wir mit der Fabrik auf dem Festland sprechen und dafür wäre mein Freund und Privatdolmetscher dann die richtige Person. Hier ein Bild von ihm. Der Alevit hat es auch weiter gebracht als ich. Wurde als Grossrat gewählt und wiedergewählt. Kleider machen Leute gilt (leider) auch heute noch. Auf der Verkäuferseite macht es dann doppelt so viel Spass. Nur mal ein kleiner Eindruck im New Cyprus Magazin, wie diese top Leder-Boutique aussieht. Dass die Internetseite noch nicht geht, ist in diesen Breitengraden meist Absicht, das gehört zum erlaubten handeln.

Vieles in Nordzypern wird in der Türkei gemacht, denn wenn alles hier gemacht wäre, wo Handarbeit vermerkt ist, müsste dieses Land einige Millionen Einwohner haben. Eine Handelsnation – der Schweiz nicht unähnlich.

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Die wilden Esel auf Karpas(z) sind nicht echt wild. Die Leute sind wild, denen für einen Euro einen Granatapfel zu kaufen, oder eine Orange, oder Mandarinen. Zitronen scheinen sie nicht zu mögen, die werden nicht feilgeboten. Rüebli haben sie auch und ich vermute, dass dies das geeignetste wäre. Für den Esel werden vermutlich auch tausende dort gehalten, die warmes Wasser als Quellwasser geniessen. Warm, extrem wenig Boviseinheiten und auf dem Platz steht ein grosses Reservoir. Aber ich will den Anhängern von Andreas nicht zu nahe treten. Versuchen sie das Wasser selbst. Das ist komplizierter, als Wein zu degustieren.

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Ein anderes Wasser hat es mir angetan. Rund 20 Grad, also absolut kein Grund um stundenlang zu schwimmen. Von oben sieht mann auch, wie weit ich durch den Sand laufe, um etwas Lebendigeres als normales Mittelmeerflachwasser zu erleben. Zudem ist der Untergrund hier viel idealer – Farbton des Meeres und Breite des Salzschaumes anschauen. Meer ist schön, aber entspricht nicht ganz den Ostküsten von Atlantik und Pazifik. Da erlebt man mehr Meer. Nur, die Kultur, das Essen, die Landschaft sind dann halt meist nicht auf so einer kleinen Landfläche vereinigt. Ozan ist schuld, wenn ich wieder komme. Seine Ironie, sein Witz, das muss man erlebt haben. Irgendwo nach Tagen, Zietschig plus x, sagt er, dass ist die erste vernünftige Antwort, die von mir kommt. Zwei Sarkasten, da muss man sich doch einfach irgendwie gut mögen. Dann fragt er in Salamis, wozu die Kerbe und das Loch in der Säule seien?

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Als Aschenbecher. Auch ihn kann man mal zum Konzept herausbringen. Vermutlich gab es damals sogar Arichtikten, die mehr gedacht haben, als in Zürich-Kloten …

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… Ausblick vom Flughafenrestaurant. Entschuldigen sie, dass viele Fotos durch Fenster aufgenommen wurden, aber individuelle Halte sind bei diesen Preisen von net-tours nicht möglich – merci, war super. Nun halt wieder Schweiz. Beim Abflug Schneesturm und bei der Rückkehr schon weit südlich im Balkan alles verschneit, sofern die Wolken einen Durchblick ermöglichen. Jetzt könnte ich die Grippe bei Oskar im türkischen Bad abklingen lassen und Erinnerungen aufsteigen lassen. Und zum Schluss noch einen Blick nach draussen. Es fängt wieder an zu schneien. Zeit für Ferien oder zum Auswandern. Mal im Frühling hin, ins Land der wilden Tulpen und einem historischen Börsencrash nachgehen oder die Vogelwelt beobachten (Dezemberausgabe).

Kleiner Nachtrag: Von insgesamt 8 Mitreisenden habe ich in den letzten Tagen Informationen vernommen. Alle haben eine starke Grippe. Die Vogelgrippe? Der Kommentar dort ist vom Journalisten Peter dem andern und dem maz, dem Güggeljourni bin ich auch schon mal über den Weg gestolpert … ja, der Riese Botti … und tatsächlich, hab den Stein schon zweimal beachtet als ich im Stau stand. Der Arme würde in Zypern entgültig durchdrehen vor den vielen geschichtsträchtigen Steinen.

The First Swiss Digitalday – es lebe das Analoge

Wow! Erster Schweizerischer Digitaltag! Först digtschital Dei. Wow. Wir haben heute den 21. November 2017 nach Christi Geburt! Digitales feiert heuer seinen 180-igsten Geburtstag.

Kinder müssen lernen zu programmieren. Eine Schildkröte wird programmiert. So hören wir es am Radio. BR Johann Schneider-Ammann spricht live – oder heisst es life? Zufälligerweise mal etwas, das nicht auf Englisch dargeboten wird. Digital funktioniert wie anno dazumal nur mit „Strom“ und „kein Strom“ – meist mit Null und Eins bezeichnet. Und dabei gibt es noch ganz andere Zahlensysteme und Möglichkeiten, wie dereinst ein Computer funktionieren könnte.

BR JSA wird heute Abend vermutlich auch den 1. digitalen Tag ansprechen. Das im Umbau befindliche SRO öffnet für den WVO die Türen. Bild vier spricht mich an. Thomas hält hier nicht nur elektrische Leitungen bildlich fest. Luft, Gas, Wasser und und und … und wird mit viel Digitalem später einmal Leben retten, für Menschen, die in der IPS liegen. Alles muss zusammen passen. Aber wir lernen heute noch an der Schildkröte. Die begreifen wir. Die Schilddrüse sollten wir verstehen und vor allem die vier Nebenschilddrüsen. Die falsche Funktion, falsche Behandlung oder nicht erkennen kann in wenigen Tagen zentrumwärts auf die andere Strassenseite führen. Die erste Operation in der Schweiz hat das Leben um rund zehn Jahre verlängert. Über 100 Seiten Papier ausgedruckt. Ein neugieriger Arzt der es liest und sich gleich an einen Kongress anmeldet. Das ist kein Zufall. Alle sprechen am Radio, schreiben im Netz, wie wenn das Digitale die allerneuste Erfindung wäre.

1974 – vor 43 Jahren habe ich mit Kabeln Lochkartenmaschinen programmieren dürfen. Es freut mich noch heute, dass der Lochkartenchef mir als einzigem Stift dieses Vertrauen schenkte.

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Drei Originalsteckkabel von IBM. Ziemlich genau drei Monate später kaufte ich den ersten für Normalverbraucher bezahlbaren LED-Taschenrechner. Techniker haben gegenüber Büromenschen immer einen digitalen Vorsprung gehabt. Die Kabel habe ich 1975 oder 1976 beim Entsorgen des Riesencomputers gerettet. Es gab eine neue Sperry Rand Anlage. Einige „zig“ dieser Kabel wurden im Steuerpult der Musikanlage unserer Disco verbaut. Universell brauchbar.

„Es gibt keinen Grund, warum jeder einen Computer zu Hause haben sollte” behauptete Ken Olsen, Gründer von Digital Equipment Corp. im Jahr 1977. Naja, so ganz Unrecht hat Olsen ja nicht einmal, mitunter reicht ja auch ein Tablet.“ Fehlprognosen gibt es hier zu Hauff. Wieso? Die Menschen einzuschätzen, die hinter der Programmierung stecken, das ist verdammt schwierig. Ein Jahr später überlegten wir uns, ob wir den ersten Computer-Shop in Bern eröffnen wollten. Eine solide Weiterbildung war uns zweien dann wichtiger. So kaufte ich halt den ersten programmierbaren Finanzrechner, vermutlich der allererste HP-12C der in die Schweiz kam.

Das erste PC-Geschäft gab es in Zürich. Hannes Keller der Gründer sagte mir einmal, dass wir garantiert keine Konkurrenten geworden wären, sondern uns rund zwanzig Jahre früher kennen gelernt hätten. Dann, Diplomarbeit auf einer Speicherschreibmaschine. Da konnte mann und frau keinen fragen, wie das Ding geht. Gebrauchsanweisungen waren noch viel schlechter als heute. Der PC zu Hause … mit 56-kb-Modem für inter Nettes. Weiter als Erster den Kabelanschluss in Langenthal angeschlossen. Chicco hat geholfen und im Hintergrund Klaus. Gekreuztes Kabel vergisst keiner mehr und in diesem Beitrag ist auch „no Billag“ erwähnt – vor zwei Jahren, es braucht keinen Nachtrag mehr. Und dann die oben beschriebenen 100 Blatt ausgedruckt zum analogen Lesen.

Glasfaser für TV und Internet. Das erste private Haus, das in der Schweiz angeschlossen wurde, kenne ich bestens. In der Wohnung meines Vaters gab es zwar nie Internet. Entweder noch nicht erfunden oder dann den Bewohnern zu modern. Die 100 im digitalen rausgesuchten Seiten haben hier geholfen. Glaskabel gibt es schon lange bei mit im Haushalt – DAT-Geräte waren HiFi-mässig das Beste am Digitalen, haben sich aber nicht durchgesetzt. Zu viel mechanisches Innenleben und zu teuer. Einem richtigen Fan könnte ich noch aushelfen. Müsste dann mal digital über den Schatten springen und auf das Qualitätsniveau von CD’s runterschrauben … oder analog. Vinyl wird 100%-ig noch stark an Fans gewinnen. Das ist kein Anlagetipp, das scheint eine Tatsache zu sein. Wieso? Qualität. Die meisten Menschen suchen heute nicht mehr Qualität, sondern Quantität. MP3, Wave etc. Komprimierte Digitaldaten … dabei ist Speicher heute so billig. Ende 2000 habe ich für 128MB Speicherkarte für meine erste digitale Kamera deutlich über 700 Franken bezahlt. Heute hat der gleiche Hersteller Karten, die 250 mal grösser sind – genauer gesagt, 250 mal mehr Speicherplatz aufweisen und 30 mal billiger sind. Ein Megabyte ist heute 7500-mal billiger und das in 17 Jahren. Bilder und Musik werden dadurch aber nicht besser … nur billiger.

Kurz davor habe ich beschlossen, handymässig nicht mehr jeden Schritt mitzumachen. Bei Borsalino erhielten wir von den ersten WAP-fähigen Handys in der Schweiz zur Verfügung gestellt. Meines habe ich einem Mitarbeiter geschenkt. Der ist heute noch näher zu Börsendigitalem als ich. Digitaltag – der Erste. Heute wird jede Menge Unsinn mit Digitalem gemacht. Überall digital. Und viele, die an diesen digitalen Maschinen hängen, brauchen sie oft als Spielzeug. GIS mit digital Abhängigen zu machen, das vergessen wir. Ich wäre schon froh, wenn die Termine aufschreiben und finden könnten.

Geniessen wir die Vorteile des Digitalen. Es hat auch Nachteile. Viel Jobs werden in Zukunft wegfallen. Finanzleute im Bank- und Börsensektor, werden extrem reduziert. Banken forcieren ja Indexprodukte – Index ist Mittelmass, Durchschnitt. All die kann man digital ersetzen. Mathematisch überhaupt kein Problem. Alles schon da, man muss es nur einsetzen. Aber es muss nicht immer digital sein, das heuer eigentlich sein 180-jähriges Jubiläum feiern kann. Samuel Morse lässt grüssen.

Geniesst auch das Einfache, Schnelle, Übersichtliche. Es lebe das Analoge! Vermutlich wird der heutige Digitaltag nicht mehr Erfolg haben, als der Welttag des Fernsehens, der auch heute stattfindet und praktisch keiner kennt – feiern wäre fast schon übertrieben. Denkt lieber an den heutigen  „Welt Hallo Tag“ und hofft, dass in diesen kriegsführenden Ländern hoffentlich mal Frieden herrschen möge. Aber dafür scheint das Digitale nicht geschaffen zu sein. Elon Musk hat meine Stimme – analog oder digital – egal.

Noch einen Nachtrag zu später Stunde. Über 170 kommen ins SRO. Der grösste Teil ist umgebaut und wird demnächst eröffnet. Werner testet das Mikrofon. Eins – zwei. Eigentlich wäre jetzt „null – eins“ angesagt.

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BR Johann Schneider-Ammann liesst ein Mail oder SMS vor. Kurz zuvor ist er im MRI des Spitals vom Fernsehen interviewt worden. Vermutlich nur im Raum und nicht in der Maschine selbst. Aber von Technik spricht er. Nicht nur vom Digitalen. Er möchte den Venture Capital Sektor in der Schweiz und die digitale Ausbildung aller Alterstufen stärken. Es gilt die Arbeitsplätze zu verlagern, in im Tsunami der Digitalisierung verschwinden werden. Die Schweiz ist Weltspitze und soll es bleiben. Am Donnerstag wird der BR das auch Herrn Junker der EU erzählen. Unter anderem will er es schaffen, dass die Politik nicht in die ETH-Ausrichtung, in die Bildungspolitik der Spitzenschulen eingreifft. Die wissen, was Sache ist. Schön wäre es, wenn wie in Israel viele Venture Capitel Firmen von Frauen geführt werden. Dort sind es 40%, bei uns 3%. Was  mich zum Schmunzeln bringt, auch 1974 hatte er seine ersten Erfahrungen mit dem Digitalbereich gemacht. Er hofft auch, dass die Abstimmung vom Sonntag in Zürich gut über die Bühne geht und der Innovtionspark Dübendorf Zukunft ist. Interessant, was er alles erzählt. Morgen in den Zeitungen zu lesen. Nur eins nicht. Ein Spruch: „Samsung ist Korea. Korea ist Samsung.“ Ich darf das schreiben, bin ja keine Zeitung. Sein Ziel: Jobs müssen in der Schweiz bleiben.

Vorher gab es eine interessante Einsicht in ein modern umgebautes Spital. Und am Schluss, beim Nachhause gehen eine Zweierdiskussion. Ueli erzählt, dass er anfange, alles zu vergessen und Zusämmenhänge nicht mehr erkenne. Ja, die Gesundheit ist das Wichtigste. Er fährt mit dem Velo nach Hause, mit einem Gruss an seine Frau. Verschwindet im Dunkeln. Alles Gute … auch einigen andern in dieser Gegend.