Dividendenabzug auf Einkommenssteuer – statt URSIII

Wieso kompliziert statt einfach und wieso sollen die „Grossen“ und nicht die Mehrheit aller Schweizer profitieren – USRIII ist eine Alibiübung und undurchsichtig in den Auswirkungen – NEIN am 2.2.2017.

Die Unternehmenssteuerreform III ist alles andere als einfach zu begreifen. So schreibt das Eidg. Finanzdepartement (EFD): „Mit der USR III soll die ermässigte Besteuerung von Holding-, Domizil- und gemischten Gesellschaften abgeschafft werden.“ International gesehen ist das ja sinnvoll, der Zeit entsprechend. Und was schreibt die FDP.Die Liberalen im Parteiprogramm (5. Abschnitt): „Auch die aktuelle Unternehmenssteuerreform III. soll zur Erhaltung der attraktiven Schweizer Wirtschafts- und Steuerstandort beitragen.“

Sorry, falls ich zu wenig wissen sollte, aber meiner Anischt nach, die ganz viel andere auch teilen, gehen diese zwei Aussagen diametral auseinander. Aber da ist noch die Rede von in Aussicht gestellten Steuerrabatten für Unternehmen, die die Kantone selbst bestimmen können. Das ist eine Alibiübung die bei den ausländischen Holdinggesellschaften u.ä. bis zum Nullsummenspiel gehen kann … oder noch weiter!

Alle sprechen davon, dass Gewinne dort versteuert werden sollen, wo sie anfallen. Das wäre eigentlich gerecht, entspricht aber nicht der heutigen Wirklichkeit. Wieso gibt es dann Panama, die Schweiz und viele andere Offshore Finanzplätze? Die Freie Republik Liberland ist noch nicht einmal erwähnt.

74% der in der Schweiz ausbezahlten Dividenden fliessen ins Ausland. Warum finde ich diesen Beitrag nur bei der Tages-Zeitung, nicht aber in der Berner Zeitung? Hier gibt der Bundesrat ganz prisante Zahlen bekann. 211 Mia. fliessen ins Ausland – 211 000 000 000 – 25 000 CHF pro Schweizer. Eine Zahl, die bis dato in dieser Art nicht bekannt war. Netto vielleicht ein Viertel weniger, wenn sie den Artikel genau durchlesen. Das ist eine Riesendifferenz, was bisher bekannt war. Ein grosser Teil dürfte von Gesellschaften stammen, die den Gewinn schon in anderen Ländern abgeschöpft haben, in die Schweiz transferien und eine stattliche Summe wieder ins Ausland fliessen lassen. Aber ganz sicher nicht in die Ursprungsländer zurück. Mehr dazu finden sie in den regelmässigen Publikationen und Mitteilungen von Public Eye (ehemals die Erklärung von Bern – unter Themen und Hintergründe), Greenpeace und anderen.

Wieso wird der Holdingabzug nicht einfach abgeschafft und der Unternehmesgewinn normal besteuert, allenfalls mit einem kleineren Rabatt. Damit die Doppelbesteuerung von Unternehmensgewinnen in der Schweiz mit der Einkommenssteuer auf Dividenden ausgeglichen wird, könnte einfach ein Rabatt auf die versteuerten Einkommensgewinne aus Schweizer Dividenden gewährt werden. Das wäre Steuergerechtigkeit … und dann gleich noch den fiktiven Eigenmietwert abschaffen.

So etwas schaffen nur Liberale. Linke und Rechte würden aus Eigennutz diskutieren. Steuerphilosphie ist eine echte Philosophie.

USRIII wird den seit einiger Zeit in Gang gesetzten Umverteilungsprozess zwischen Reich und Arm nur verstärken. Ob die Holdinggesellschaften alle wegziehen würden, ist mehr als nur fraglich. Lusche vielleicht, wobei zu beachten ist, dass dieses Wort im Berndeutschen einen etwas stärkeren Charakter hat, aber es fällt mir kein entsprechendes Synonym ein. Der Standort Schweiz hat extrem viele weiche Vorteile, die manches Unternehmen zum Bleiben veranlassen – Ausbildung, Infrastruktur und Sicherheit, nur um einige zu nennen.

Für die Bevölkerung könnte USRIII zum Bumerang werden. Steuerflüchtlinge müssten weniger bezahlen und für (Wirtschafts)-Flüchtlinge hätte es weniger Geld. Wieso? Der überwiegende Teil der Kantonal-Kirchen würde aus dem heutigen Steuersystem gekippt. Der Staat kann Sozialhilfe nicht so günstig anbieten, wie die Kirche … deren Einnahmen versiegen würden und die bis heute viel Sozialhilfe angeboten haben. Und wo gehen die hin, die einfach in der Kirche Ruhe, Frieden und Anschluss gesucht haben. Es würden noch mehr in Freikirchen oder Sekten abwandern. Verhältnisse wie in den USA müssen nicht wirklich auch bei uns sein.

Um das goldene bullische Kalb tanzen, das machen schon viele. Gewinne kapitalisieren, individualisieren und Verluste verstaatlichen, sozialisieren, das wurde schon zur Genüge vorgelebt. Die Auswirkungen sind nicht berechenbar und vielleicht stehen 100 Holdingmitarbeitern, die abgebaut werden, 1000 Kirchenmitarbeiter gegenüber, die nicht mehr oder freiwillig finanziert werden müssten. Mehr zum eher Allgmeinen:

 

Viele Kirchen, die nicht in den Abstimmungskampf eingreifen, wollen vermutlich nicht darauf aufmerksam machen, dass man ja auf diese Weise ganz einfach aus der Kirche austreten könnte. Ein verdammt schlechtes Argument, in der heutigen religionspolitischen Lage. Mehr dazu mit Ergänzung zum Thema Kirche unter:

Da das Ganze nicht so einfach ist, findet man vermutlich in der Wikipedia noch nichts über USRIII. Die Steuerreform hilft nicht echt weiter, hat aber einige gute Ideen. Wer sich weiter mit Steuern befassen will, findet sonst in der Wikipedia jede Menge über Steuern und Abgaben, sowie das Steuerrecht.

Umbruch naht?

Grossbritannien, dann die USA, jetzt Bern und im Frühjahr vielleicht Frankreich. Und so fast unerwähnt stirbt Fidel Castro auf Kuba im Alter von 89 Jahren. Kein Stein bleibt auf dem anderen.

Ja, die Zeit ist vergänglich, fürs Leben und für Erinnerungen. Mit 90 Jahren sei Castro gestorben und wenn wir dem Spiegel seinen Spiegel vorhalten, so ist es haargenau ein Jahr weniger. Er  hat mit seiner Art immer Menschen begeistern können. Lang nicht alle. Wenn man die politische Situation anschaut, darf man ruhig sagen, das war ein rechter Linker. Wir kommen in Bern darauf zurück. Zumindest im Kanton Bern habe ich ein Staatsgeschenk des „Máximo Líder“ mit Genuss in die Luft geblasen.

Die Geschichte kann man nicht zurück drehen. Die Frage steht im Raum, was passiert wäre, wenn sich das etwas rechtere Gedankengut meines Namensvetters mehr  durchgesetzt hätte. Radio and TV Marti gibt so einen Anhaltspunkt, was unter der Mitte verstanden wird. Mal sendet er aus einem Fesselballon, einem Militärflugzeut oder einem Satelliten – je nach Wetterlage – nicht ganz liberale Propaganda, aber mit dem Namen des kubanischen Nationalhelden José Marti.

Zurück zur Stadt Bern. Wahlen mit dem „Waterloo für die Bürgerlichen“ – Bild 5 der Gemeinderat. Linker Erfolg auch im Stadtrat. Links ist eine Frage des Standpunktes. Von Kuba aus gesehen wäre diese linke Regierung und das Parlament Mitte bis Rechts. Links oder rechts spielen für Bern eher eine zweitrangige Rolle – eine liberale, progressive Führung braucht Bern. Neue Ideen, damit Bern attraktiv bleibt oder sollte ich besser schreiben wird oder wieder wird. „Wir denken nicht rechts oder links, sondern liberal“ – mit dieser Werbekampagne hat die „alter Dame“ den Höhepunkt der politischen Fehlerprogapanda hoffentlich erreicht. Auch Linke können liberal sein und das ist heute eher der Trend, die Rechten sind eher konservativ.

Damit die Kirche im Dorf bleibt, hier die möglichen Positionen in Politik und Kirche. Mindestens die NZZ sollte bei libref. den obersten Satz zu Gemüte führen und etwas Staatskundeunterricht absolvieren. Ich schreibe ja vielleicht auch ab und zu mal Quatsch, aber das bei null Budget. Leads, die das Volk schockieren, werden dafür sorgen, dass sich die Leser anders orientieren werden. Und plötzlich sind alle erstaunt, dass Wahl- und Abstimmungsresultate anders als erwartet herauskommen. Die Bürgerlichen, allem vorab die FDP sollte ihre Strategie so langsam aber sicher überdenken, wenn sie in Zukunft mitdiskutieren möchte. Als ehemaliger durchschnittsstädtlicher Parteiideologe des Freisinns habe ich das schon als Mitglied prophezeit. Vor acht Jahren wurde mein Jahresbeitrag „umgebucht“ und ich bin dann parteilos geblieben. Diese Story wird einmal genüsslich und hintergründig in meinem Buch erklärt.

Die Schweiz fängt langsam an, auseinander zu driften. Die wirkliche Mitte fehlt und zumindest die rechte Seite wird in den letzten Jahren extremer. Linker ist die Schweiz in den vergangen Jahrzehnten nicht geworden. Sozialer wohl, übertreibend und vor allem nicht allen gerecht. Aber die sozialen Grosswürfe hatten früher oft die Rechten ins Leben gerufen. Unter Arbeitsfrieden wurde das abgebucht. Vielleicht auch mal Zeit, „das Produktivitätsrätsel“ (demnächst im Archiv zu finden) anzuschauen, um es auf den Punkt zu bringen. Sie ist zwar immer noch gut, aber in den letzten Jahren werden andere echt güter. Ein Generationenproblem. Und andere grüner. Allenfalls nicht nur parteimässig, sondern auch von der Natur, vom Bauen her. Aber dazu warten wir mal die Stichwahl ab, ob einer mit Erfahrung für Bern einen besseren Lebensweg formen kann.

Die Wahlen in Bern haben für mich etwas aufgezeigt, das ich so nicht kenne. Abstimmen an der Urne. Als Kind mit dem Vater, dann mit der Mutter und schon bald war es möglich brieflich abzustimmen. Dann zwei Mal noch zur Aufsicht beordert und dieses Jahr war es wieder einmal so weit. An einem dunklen Donnerstagabend war kein Singen und so bin ich nicht am Briefkasten der Gemeinde vorbei gekommen. Grund genug, einmal das Stimmlokal aufzusuchen. Grossandrang wie in Bern gab es nicht. Ich habe auch auf dem Weg und zurück bei Sonnenschein keine andere Person gesehen, die an die Urne ging. Eine einzige andere Person, der Gemeinderat, der Aufsicht hatte. Ganz anders in Bern – Schlange stehen und nach offiziellem Schluss wählen.

Frankreich wählt nächstes Jahr. Merken sie sich mal den Namen François Fillon. Er ist zwar der Premierminister der am zweilängsten im Amt war – nach Pompidou – aber für viele unbekannt, eher im Hintergrund tätig. Fillon tönt wie ein französisches Wort, aber es gibt nur filon – die Goldgrube. Frangreich, Frangreich, es ist noch nicht gewählt, aber eine hohe Wahlbeteiligung dürfte sicher sein. Und dazwischen gab es Hollande. Ein flaches Gebiet wenn ich das so betrachte und allenfalls haben einige wie vor Jahren Angst vor la Penne, sorry le Pen. In einer Woche bin ich im linken Teil von Frankreich, dem Flusslauf nach gesehen im rechten. Nach Tricastin und vor Marcoule. Gösgen, Betznau und Leibstadt werden zu Haus näher in Betrieb bleiben. „Nur nichts überstürzen beim Atomaustieg„.

Nehmen sie diesen Montag nicht zu tragisch. Änderungen folgen garantiert.

Nachtrag: Gestern Abend hat die BZ noch einen schönen Artikel verfasst: Bürgerliche am Berg. Eben gab es noch eine telefonische, spanende Diskussion über Smartvote. Nie mit anderen Abstimmungen vergleichen – jede ist anders von den Fragen her. In einem 10-jährigen Beitrag sehen sie die Vor- und allenfalls auch Nachteile bei Smartvote und meine Position: Ich bin wirklich weder links noch rechts – ich bin in der Mitte und das ganz liberal.

Smartvote ist eine supergute Hilfe im Vergleich zu anderen Personen. Wieso aber viele den Smartspider (die Spinne) mit der Smartmap gleichsetzten entzieht sich meines Wissens.

Oder anders gesagt, wieso soll Umweltschutz links und konservativ sein? Das sind alte Denkmuster, die einmal fallengelassen werden müssten.

Und hier noch etwas zum Entspannen – so schön kann Kuba sein. Rot? Nein, ein besonderes Gelb fällt auf.

Und hier noch etwas Industriegeschichte von Villiger – weder links noch rechts.

Simpson blickte vor 16 Jahren in die Zukunft

Der 9. November 2016 wird in die Geschichte eingehen. Donald Trump wurde zum 45. US Präsidenten gewählt.

Eigentlich hätten wir es ja wissen können. Wir müssten nur fleissiger Comic-Filme anschauen. Nicht diejenigen, über das sturme Federvieh Donald Duck, sondern die Simpsons – einfach in den Spiegel schauen. Die Mehrheit der US-Bürger hat ihren Wunschpräsidenten – Donald Trump. Schon vor vier ein halb Monaten lagen die meisten mit ihrer Prognose daneben – der Brexit wurde wahr.

Vielleicht ist dies nicht einmal so schlecht, wie wir in Zentraleuropa denken. Es dürfte sich einiges ändern. Das müsste eigentlich schon lange sein. Nur wissen wir nicht, wie es rauskommen wird. Verlinken möchte ich eigentlich nur Daniel Binswanger’s Beitrag „Die Stunde der Verächter„.

Könnte es sein, dass Trump gar nicht so ist, wie er sich im Wahlkampf gegeben hat? Hat er nur PR-mässig den Normalamerikaner angesprochen um seine Stimme zu erhalten. Er hat in seinem Leben doch schon einiges erreicht. Aber von Ethik scheint er nicht wirklich viel zu verstehen. Lassen wir uns überraschen, was für Änderungen er bringen wird.

Japans Börse stürzt ab. Mal schauen, was die morgen früh machen. Das Gold sinkt schon wieder, das Rohöl steigt, die europäischen Börsenindices steigen auch wieder und der DJ spring rund 4% nach oben. Der Euro sinkt regelmässig seit einem Monat und der USD bewegt sich eigentlich in fast normalen Tagesschwankungen. Das GBP steigt innert Wochenfrist um fast zehn Prozent gegenüber dem Schweizerfranken. Von Panik keine Spur.

Die gesamte Westküste, ohne Alaska, der ganze Nordosten ohne New Hampshire, oder wie man das schreibt und dann noch NM, MN, CO und JL, der Heimatstaat von Clinton sind für eine Präsidentin. Der Rest ist für Trump. 306 zu 232 Elektoren Stimmen. Trump hat zurzeit fast einen Drittel mehr Stimmen, wobei zu unserer nächtlichen Stunde noch nicht ganz alle Staaten ausgezählt sind. Ziemlich eindeutig. Das in einem Land, wo extrem viele unter der Armutsgrenze liegen. Wie der heutigen Presse zu entnehmen ist, sind fast eine Million in der Schweiz unter dieser Grenze oder gefährdet. Das sieht nicht sonderlich gut aus.

Vielleicht müssten wir in der Schweiz auch mal etwas vernünftiger werden. Die neue Polizeikaserne in Bern für 1300 Polizisten wird 270 Mio. kosten, falls es keine Budgetüberschreitungen gibt. Über 200 000 Franken pro Arbeitsplatz für Hans-Jürgs Untergebene. Das ist ein stolzer Preis. Kalifornien setzt auf weniger Polizisten – Marihuana wird legalisiert. Eine Unze und sechs Pflanzen darf jeder Erwachsene besitzen. Gentechnisch behandelte Pflanzen dürften in Zukunft auf den Markt kommen, grösser und robuster heranwachsen.

Die CKW stoppt das Windparkprojekt in Triengen. Überrascht? Nebst Trickfilmen wäre ein Blick ins Finanzblog angebracht – letzten Absatz geniessen. Aufatmen in unserer Gegend, denn mit der Idee, die Anlagen im Wald in Quellwassergebieten zu bauen, hat die Axpo wohl beim Letzten den Goodwill verspielt. Energie ist nicht ganz einfach zu begreifen. Das ist auch bei der NZZ der Fall.

Die Flixbusse werden demnächst auch Chur auf dem Weg nach Italien anfahren. In den Fahrplanänderungen von Chur sind diese aber noch nicht erfasst. Woher ich das weiss. Werkspionage. Manchmal schaue ich halt etwas genauer hin, wenn 120 Wirtschaftsvertreter eine der grössten und modernsten Druckereien der Schweiz anschauen. Und wenn wir schon bei diesem Wirtschaftsverband sind, muss ich über meine Abwahlschlappe informieren. Abwahl. Nein, eigentlich wollte ich nach 25 Jahren meinen Rücktritt als Revisor geben. Der andere aber auch. Ein halbes Jahrhundert zusammen und die Dame, die alles weiss, meinte nur, dass der Jüngere ein Jahr länger durchhalten darf. Jassen ist vermutlich zwecklos und in zwei Jahren erzähle ich die Geschichte, was BR Schneider bis zur Fusion von AGV und HIV über mich nicht wusste. Damals hat der andere Revisor, Lehrmeister meines Sohnes, mit mir Streichhölzer gezogen und ich hatte das längere.

Vor acht Jahren genoss ich zur Feier des Tages einen Barack Palinka. Vielleicht schaffe ich es einmal zu den ausgezeichneten Weinen – der Milch für richtige alte Männer. Die Sprüche bei der Trump Winery sind von Thomas Jefferson, dem zweiten Vicepresident und dann der dritte Präsident der USA. Hört sich zur Beruhigung fast wie eine Heilmittelreklame an. Über die Eigentumsänderungen der Rebberge, die Abstinenz von Präsident Trump und die im Prinzip liberale Presbyterianische Kirche könnte man noch einiges andenken. Aber Umdenken ist angesagt.

Vielleicht auch beim Wahlprozedere in den USA – stimmberechtigt sein, registrieren und dann noch stimmen – 18% aller Einwohner waren für Trump. Die absoluten Stimmen sind zweitrangig – Clinton hat vermutlich mehr erhalten.

Nachtrag: Blocher sieht keine Parallelen zu Trump – ansonsten ist er ein glänzender Analytiker.

Von Diamanten, Bettsocken und dem Wandel der Zeit

Frl. Wunderli klaut geklaute Diamanten, die am Unterhaltungsabend des Männerchors Schmiedrued in Bettsocken versteckt waren.

„Konzert und Theater“ heisst der offizielle Aushang, aber alles spricht vom Unterhaltungsabend. In meiner Mundart heisst das schlicht und einfach UA. U.a. steht diese Abkürzung auch für Anderes. Und es ist der Name der japanischen Sängerin UA oder eben 嶋歌織. So ändern die Zeiten und die UA, die United Airlines gab es noch nicht, als die meisten der sechs vorgetragenen Lieder entstanden.

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Dort aber wurde das schwierigste vorgetragene Lied, aua nie, sorry Aura Lee vor 155 Jahren während des Bürgerkrieges geschrieben. Bekannt wurde ist es unter dem Namen „Army Blue“ und der grösste Erfolg hatte es mit „Love Me Tender„. Namen im Wandel der Zeit auch drüben am grossen Teich. Ob sie sich trumpieren, wissen wir erst nach Ablauf der trumpschen Ära. Wir gönnen allen den Erfolg.

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Nur bei unserer Ansagerin, die uns glanzvoll durch den UA begleitete, würden wir gerne eine Ausnahme machen. Marliese Loosli will dem Männerchor beitreten, sobald sie nicht mehr Gemeindeammännin oder -frau ist.

Warum chunsch nid cho singe zu üs i Männerchor, mir suche nöii SängerInne im Bass u im Tenor. Mir probe am Donschti vo acht bis halbi zäni und nachhär gömer eis go näh.

Das ist die 5. Strophe vom Bajazzo, die der Diamantendieb immer auf sich trägt. Vermutlich kennt er den tödlichen Schluss im Original nicht …

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… obschon er bei „Diamante und Bettsocke“ mit genauso einem Messer bewaffnet war. Puff, puff, puff ist kein Schuss, sondern Baggenstos’s Duftspray. Im Übungslokal sind wir froh, wenn alle auf reizende Wässerchen verzichten – lieber nicht atemlos aber wie letztes Jahr mit Kultur. Übrigens, die Diamanten sind noch nicht aufgefunden worden …

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… vielleicht hatte sie Ruedi Tanner zu seinem 35-jährigen Jubiläum als Sänger im Ruedertal erhalten. Nachdem der Männerchor in Schlossrued aufgelöst wurde, singt er seit 15 Jahren bei uns. Herzliche Gratulation. Keine Ahnung wieso wir als Einleitungslied Weinland und nicht ihm zu Ehren Weinbrand singen. Vermutlich weil wir nachher mit „Reveille“ erwachen und der Weckruf dem Vernehmen nach von Joseph Haydn stammt. „Das Lied der Berge“ , besser bekannt als Montanara ist der Schlachtruf von Ambri-Piotta. „Ein schöner Tag“ stammt ursprünglich vom Kirchenlied „Amazing Grace“ und im Wandel des Gesangs wurde es meist von Militärkapellen gespielt, bis es erst in den vergangenen Jahrzehnten von Beerdigungen wieder als heute eins der beliebtesten Lieder in die Kirche zurückkam. Satchmo verjazzte es und der scheidende Barak Obama sang es mit noch mehr Erfolg als wir.

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Happy Birthday mit unser Dirigentin Anastasija Kadiša war das Schlusslied. Der Wunsch galt allenfalls den Musik- und Showleuten Johann Gottlob Schneider, Bernie, Conny, Coluche, Bill und Eros am Freitag. Am Samstag wäre nur eine Bekannte zu erwähnen, Niki. Göppels no ne mal, der kriegerische Joseph wäre sicher nicht beglückwünscht worden.

Eine der Damen heisst Meier. Die Teddybären im Chor: „Wir haben keine Meier.“ Doch, seit drei Monaten und schon flugsicher auf der Bühne. Festgehalten von ihrer Mutter Irène. Ihr DRAHT-elier sollten sie sich als Geheimtipp merken. Auf dem Platz Bern weiss man dies schon lange. Und der Vater hatte einen Tag vor dem UA sein 10-jähriges Jubiläum, seit er den weltersten Wertkarton von mir erhielt. Keiner ahnte damals, dass auf dem ersten deutschsprachigen Finanzblog einmal das Kapitel www.hammerschmitte.ch integriert wird, auf dem über unseren UA mehr zu sehen und zu klicken ist.

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Bettsocken hatte der Rock’n’Roll Clup Teddybären keine an, eher Springsocken. Sie tanzen auch Jive und wer hat diese beiden Musikarten nach Europa gebracht – im Wandel der Zeit. Die US-Army.

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Mit einem herrlichen Schnitzel, Gabel und Messer bewaffnet, schlich ich mich mit Flüstersocken mitten in die Diamantenstory rein. Beobachtete und fällte in der hinteren Ecke einen strategischen Entscheid: „Null Toleranz für Rotzlöffel„. Danke, dass die Diskussion in der Kaffeestube weiter geführt wurde. Ein recht kämpferischer Abend, der friedlich über die Bühne ging und zur Musik von Fäger Hampi schwingten einige mehr als üblich das Tanzbein …

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… lag es an den Tänzern aus Unterkulm oder …

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… an den erstmals fehlenden Krawatten, die doch einigen Sängern mehr Freiheit bescherte. Falls sie nicht auf das nutzloseste Kleidungsstück verzichten wollen, knüpfen oder besser schlingen sie sich doch einen „topmodernen und ganz einfachen Champ“.

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Aschi mit immer aktivem Helferblick …

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… und unser „Chnöpfli“ beim Aufräumen der „Spätzli„, hopp hopp hopp hopp, Pferdchen lauf Galopp …

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… oder singen sie von einem Hering über C-A-F-F-E-Esei doch kein Muskelmann … ja, im Wandel der Zeit singt man vorsichtigerweise auch hier ein anderes Wort, damit man nicht als Rassist verklagt wird.

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Einsam und verlassen steht zur Ende gehenden Sommerzeit der erste Tombolapreis, gestiftet vom Velohändler Bruno Hermann , immer noch da. Alle Lose sind doch verkauft? Wie ein schlauer Wolf mit leuchtenden Augen und vorbildlich mit eingeschaltetem Licht radelt der Gewinner in die kalte Nacht, der Winterzeit entgegen und wählt den Weg mit einigen eisigen, windigen Novemberänderungen. Der Wandel der Zeit. In der Presse können wir diesen auch verfolgen. Und st. hat mir am ersten Tag anvertraut, hoffentlich muss ich nicht zum dritten Mal mit einem Velo nach Hause.

Danke allen, die mitgeholfen, konsumiert, gesponsort oder beim Singen den Fotoapparat bedient haben. Reserviert euch den 27./28.10.2017 oder noch besser, kommt am Donnerstag um 19.45 zum Schnuppern ins UG der heutigen Gemeindeverwaltung. Welche Frau ist schneller als Marliese?

VW = Volkswagnis oder das verflixte 7. Jahr?

In Europa ist, im Gegensatz zur USA, mit den Volkswagen-Abgasen alles in Butter.

Schön, dass die Abgaswerte doch bis nach dem Test auf dem Prüfstand korrekt zu sein scheinen. Es wäre ja schlimm, wenn die Testhalle verstunken würde. Von meinem Kollegen, Merzfahrer, hab ich eine Cigarre geraucht und im Thurgau hat mich einer angezündet – nicht die Zigarre – dass ich so was Schlimmes rauche und die Umwelt vergifte. Er fährt VW-Diesel und erst noch so ein Ungetüm. Er kommt ja schliesslich aus der grössten Alpengegend – aus der Stadt Zürich, wo es vermutlich am meisten geländegängige Fahrzeuge pro km2 gibt. Er Turbodiesel V8 und hat nur einen. Eigentlich müsste der Targi heissen und über eine, die eine Zeitlang fast Targia war, habe ich auch schon geschrieben. Mehrere zusammen, ob Männlein oder Weiblein, das wären dann erst die Tuareg.

VW hiess glaub ich mal Volks-Wagen, aber vom Volk der Berber haben sie nichts gelernt, sogar der Name ist falsch. Und der Zürcher hat schon Recht. Ich verpeste die Luft, wenn ich rauche. Ich entschuldige mich auch dafür. Es ist aber ein Genuss, wie einige das als Genuss verspüren so ein Ungetüm zu fahren. Ich liebe eher das englische Understatement einer schmeichelnden Katze. Und die hat trotz Warnlampe die bessere Abluft als sie aus der Umgebung ansaugt. Und das mit einer deutschen Bosch-Sonde. Weder Jaguar noch Bosch haben je Stellung bezogen – es wissen es beide. Feigheit? So wird der Automobilkunde verar… – anders kann man es nicht schreiben.

Schön dieselig, die Sache. Bei mir immer noch das klassische Benzin, das gegenüber dem Dirty Diesel schon bald als „Heilmittel“ angepriesen werden könnte. Meine Cigarre entwickelt rund 1000 Mal weniger Schadstoffe als der in der gleichen Zeit verbrannte Treibstoff. Das ist kein Beweis, nur mal so grammmässig über den Daumen geschlagen. Und wenn sie mal an einem Glas Wein riechen, das nach Diesel schmeckt. Bitte erschrecken sie nicht. Der Migroskursleiter schenkte im Kreis rum rund 20 Personen nacheinander ein. Jeder musste gleich seine Wahrnehmungen ausdrücken. „Diesel, stinkt nach 2DM (mein Lieblings-SUV – feldgrau – Jahrgang etwas jünger als ich).“ Alles lacht, aber Gernet sagt, sie haben vollkommen Recht. Diesel stinkt wegen des Schwefels. Ich war der Drittletzte der degustierte. Ganz alle riechen nicht, was da die einen oder andern in die Luft pesten.

Das verflixte 7. Jahr feiert der Volkswagenkonzern mit einer Anleihe in Rubel – mit 9.8% Kupon halbjährlich zahlbar. Das ergibt nach Stübis Rechnungsbüchlein etwas über 10% Rendite, wenn es im 7. Jahr kein Kuhpäng wird – ein versteckter VW coup on.

Und hier ein Link zum verflixten 7. Jahr mit Marylin Monroe – manche mögens heiss. Gleich alt wie ich, oder etwas anders ausgelegt, wie das volkstümlich der Brauch zu sein scheint, habe ich heute das verflixte 7. Jahr hinter mir.

Sorry, Nachtrag nach fünf Minuten. Schnell noch einige Schlagzeile anschauen und was ist Morgen – Onko Tag im KSA. 10.30 Uhr Stammzellen im Audi max, um bei unserer Autosprache zu bleiben. Tempo, Tempo …

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… um eine Träne abzuwischen und eine Minute innezuhalten.

 

Kein Stein bleibt auf dem andern

Die elektronische Transaktionssteuer und die Kürzung der Einspeisevergütung für Berner Sonnenstrom wecken die Gemüter.

Dreimal intensiver oder zumindest länger müsste die Sonne scheinen, damit die BKW gleich viel zahlen würde, wie früher. Die Geschichte wiederholt sich. Vor Jahren zum ersten Mal in Deutschland, jetzt in der Schweiz.

Die Transaktionssteuer tönt interessant, aber jeder wird sich überlegen, wie er Transaktionen vermeiden kann. Wie beim Grundeinkommen wird diese Initiative vermutlich einen schweren Standpunkt haben. Vor allem bei den grossen Zahlungen werden Ideen gesucht werden, wie man diese Steuer vermeiden kann.

Für den Eigenverbrauch dürfte Sonnenenergie weiter interessant bleiben. Vielleicht könnte man ja auch Nachbarn beliefern, aber da käme ja 0,2% Zahlungsverkehrstax dazu. Verbraucht nicht zuviel Energie, beim Nachdenken.

Solltet ihr immer noch über die Zukunft philosophieren wollen, so schaut euch mal Liberland an. Steuerfrei – eine Steueroase die selten jemand kennt und dabei ist diese freie Republik an der Donau doch immerhin dreimal so gross wie Monaco. Die Währung „Merit“ entspricht zur Zeit einem US-Dollar. Alle Transfers finden über eine Blockchain statt.

Mehr mehr dazu wissen will, kann sich im GDI Impuls 2/16 informieren. Eine der letzten Ausgaben übrigens. Diese futuristische Zeitschrift wird leider nach 30 Jahren eingestellt. Bis auf die ersten zwei Ausgaben habe ich alle gelesen. War spannend und manchmal gar anstrengend.

SVP geht fremd, gelinde ausgedrückt! Nordkorea Paremalin?

123 Staaten möchten über ein Atomwaffenverbot verhandeln, darunter Nordkorea.

16 von 193 enthalten sich der Stimme. Wenn es nach der SVP mit dem Vertreter Guy Parmelin ginge, würde man den Amerikanern, der von der SVP immer verhöhnten USA folgen und nein Stimmen. Folgen sie diesem Gesinnungswandel noch?

Ist unser Bundesrat Parmelin paremalin? Sucht er nur einen trickreichen Schutz, Schutz vor Schlaumeiern? Bei Nordkorea könnte ja man ja dies bei einem Schachzug noch begreifen. Aber bei der Schweiz. Absoluter Tiefschlag der SVP. Noch nie habe ich so bitterböse über sie geschrieben.

Nicht, weil sie gegen den Atomausstieg in der Schweiz sind. Das ist ein ganz „anderes Paar Schuh“.  Zudem sind sie für die USR III in der Schweiz. Beide Abstimmungsergebnisse dürften wohl wie der Vorschlag der SVP herauskommen. Aber bitte auch dies ist ein anderes Paar Schuh, als was in Zürich referendumisiert wird. Hat sicher nichts mit der Reformation zu tun.

Zurück zur Verherrlichung von Atomwaffen durch den SVP Bundesrat. Der handelt garantiert nicht aus Eigeninitiative mit einnem Hüftschuss. Vielleicht müsste sich die SVP in der Geschichte zurückdenken, wo sie einmal stand. Unsere Position wäre ja wohl klar – aber was liberal ist, müsste ja gar die NZZ nachlesen. Wer in Geschichte nicht ganz sattelfest ist – wie ich zum Beispiel – der kann sich im Paradies gratis Geschichtsbücher besorgen. Internet und nicht mehr benötigte hochstehende Fachliteratur ermöglichen es, zu recherchieren. Über die SVP – das „V“ steht eigentlich für Volk und damit sind wir Schweizer gemeint – wird garantiert auch in die Geschichte eingehen, was sie in den letzten Tagen vollbracht hat. Trapezkünstler im Zirkus „si ne Seich dr gäge“.

Keine Diskussion über Ureinwohner, Einheimische und Zugewanderte im ISO 3166-2:CH voll Stimmberechtigte. Da wird einmal eine echt junge Unternehmerin (keine Jungunternehmerin) in den Grossrat gewählt und schon ist wegen dem Paradis die Hölle los. Dieser Artikel ist nicht mehr brandneu, aber stammt aus der grössten Schweizer Zeitschrift und der Chefredakteur ist, wie könnte es anders sein, auch Aargauer – der Schnebi. Für ins Aargau immigrierte Berner ist dieser Name etwas gewohnheitsbedürftig, aber Hans der Zweite will es so. Diese Geschichte fängt mit einem Borsalino in Solothurn an und endet mit Cash in Zofingen. Dieser Verbindung dürfen sie absolut vertrauen. Wollte auch schauen, was sein damaliger Arbeitgeber darüber schreibt.

Der 8. Bundesrat“ – was sowas fast wie eine schöne Zusammenfassung ist. Unterstützung dürfte sicher von BR Didier Burkhalter kommen – er war für ein JA und ist von der wirtschaftsfreundlichen FDP – wo doch einige an Waffen verdienen und nicht nur bei Kleinen.

Bei der NZZ habe ich noch nichts über die neuen Verhandlungen über das Atomwaffenverbot gelesen, aber ihre Stellungnahme müsste eigentlich klar sein. Bei der AZ finde ich nichts, bei der BAZ zu diesem Thema auch nichts – aber was vom letzten Wahlkampf, das 46 Minuten online ist – Müller oder was.

Vielleicht wäre es an der Zeit, wenn auch die Schweizer Politik wieder mal daran denkt, echt liberal, progressiv zu werden. Dann wäre auch ihre Position wieder klar. Die ganze Schweiz liegt halt unter einer Nebelschicht – das seit einigen Tagen. Und sogar bei mir hatte es zwei Tage lang Bodennebel – zwei mehr als im letzten Herbst. Hier noch zwei Links aus einer frühmorgendlichen Diskussion, die über Menschenrechte ging. Der Flugzeugentführer und der Bundesrat Couchepin 

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… in der BZ steht bei zwei Bildern „zvg“ – hier sind noch zwei andere vom gleichen Fotografen – ich selbst bin der zvg (inkl. Bild mit Ernst Sieber). Das erste mit dem zukünftigen und heutigen BR Schneider, ex BR Couchepin und Karan Singh dem Flugzeugentführer.

Und nur, damit sich am Nabel der Schweiz der Nebel leicht öffnet – die Crew erlitt damals Kopfweh, vielleicht musste sie auch von einem Careteam betreut werden. Das ist das sein  telefonisches Problem und wenn ich das mit klarer Sicht beurteile, so standen da „mehrere zehntausend Leichen getöteter Sikhs in Massengräbern“ gegenüber, auf die man in der Welt aufmerksam machen wollte.

Und wer etwas Gutes tut, hat auch nicht immer Zeit, alle Buchhaltungsergebnisse zu publizieren. Es ist auch usus, dass wir Vereinsmitglieder und andere nur Spender informieren. Sogar der motzende Katholik, der sich jetzt hoffentlich erholt hat und sich nicht zu fest angegriffen fühlt, kann an beiden Orten mitmachen – wir sind beide neutral. Übrigens, welcher Partei er am nächsten steht, muss wohl heute nicht geschrieben werden. Und Atomwaffen hat er auch nie produziert. Vielleicht wüsste er aus seiner ehemaligen Branche allenfalls Erstaunliches zu berichten.

Übrigens, habt ihr den psychologischen Wandel in letzter Zeit beobachtet. Es wird wieder von Atomwaffen und Atomenergie gesprochen und dabei waren jahrezehntelang immer die Ausdrücke Kernwaffen und Kernenergie verwendet worden. Das Pendel dreht eindeutig um.

Ich wünschte mir eine etwas andere SVP – eine Schweizerische Vrede Partei.

Unschuldsvermutung gilt jetzt auch für Unfallopfer

Im Kapitel „Unrechtliches und Rechtliches“ gibt es im Finanzblog noch nicht viel zu lesen … aber es gibt ziemlich viel Material für ein Buch.

Wer schlägt sich schon gerne mit Versicherungen herum. Lieber gesund und ohne Probleme, als mit diesem Apparatschick herumkämpfen zu müssen. Wichtig ist aber, dass man gut versichert ist. Der Vorschlag von Prof. Wittmann mit einer Grossriskikoversicherung ist leider nie zustande gekommen.

Das „EGMR schützt Privatsphäre von Unfallopfern“ – bei Privatdetektiven dürfte es in der Schweiz etwas weniger Versicherungsaufträge geben. Viel zu schreiben gibt es dazu nicht. Zum Urteil zumindest nicht. Für das bisher verursachte Leid schon, da gibt es doch einiges zu beobachtern. Zahnschäden die durch eine Chemotherapie verursacht wurden, wird vom „kranken Transportpersonal“ einfach als Krankheit abgetan. Ein Leistenbruch, der bei einem Sturz verursacht wurde, wird als Krankheit eingestuft, sagt der „Bewegliche Einrichtungsgegenstand“. Pseudonym? Nein, Denksportaufgabe, Detektivaufgabe oder einfach Ausschalten der Haftpflicht – se no è vero, è ben trovato. Könnte man doch gleich als Buchtitel benützen. Eigentlich ist unsere juristische Gilde zum Teil heute birreweich, was die alles für Eventualitäten ausdenken. Heute wird nicht mehr Recht gelehrt, sondern Unrecht studiert.

Ethisch denkende Juristen ist etwas vom Besten und Seltensten was es heute gibt. Ich kenne einige und mehr andere, aber diese nicht so gut. Schade, dass der Verlauf der Zeit so ist. Vielleicht ist es so etwa wie mit dem Ei und dem Huhn. Jedes Loch, das von Juristen gestopft wird – Politiker sind oft oder dann so was wie verkappte Juristen – wird von Kriminellen wieder geknackt. Auf der Strecke bleiben die Ehrlichen. Deshalb ist dieses Urteil ein super Erfolg für die Menschenrechte.

Detektive müssen halt nun mehr im Netz suchen. Nur, die Suchhilfen wurden in letzter Zeit deutlich schlechter. Heute regen sich die Anwender viel mehr über die verschiedenen Suchmaschinen und die nicht mehr auffindbaren Resultate auf. Zuviele Daten? Ich weiss es nicht, muss mich mal mit einigen Kollegen absprechen, ob die mehr wissen.

Deshalb entschuldige ich mich auch wieder einmal, dass vor allem ältere Links auf dem Finanzblog.ch oder libref.ch ins Leere laufen. Die Umstellung von Kaywa zu Hoststar hat einige Kratzer abbekommen. Vielleicht habe ich mal Zeit und vor allem Lust, mich der Mathematik anzunehmen, ob die ein solches Problem lösen könnte. Einfach ganz andere Wege gehen. Und dann ist da noch WordPress. Vielleicht weiss jemand, wie ich eine bessere Suchmaschine installiere. Manchmal bin ich auf die chaotische Art erfolgreicher und vor allem schneller, als mit den weitverbreitesten integrierten Hilfsmitteln.

Auf alle Fälle finden sie so den Artikel über Wittmann schneller – der mit den Grossrisiken. Ein anderer wäre heute wieder lesenswert – die „10 goldenen Regeln„. Nur nachdem das verflixte 7. Jahr nach Erscheinen sich dem Ende naht, gäbe es da noch was zu ergänzen. Nicht an die Inflation hätte Wittmann denken sollen, sondern an die lange Niedrigzinsphase. Und wenn wir wieder mal die langfristigen Charts der Aktienmärkte anschauen, könten wir an einige dieser Regeln denken, aber auch hier könnte man sich zum Beispiel beim DJ Trump ieren.

Sorry, seien sie doch nicht so juristisch und übersehen doch einfach ab und zu mal meine Schreibfehler. Ihr DJ Stephan – damals einfach Discjockey Stephan. Heute ganz einfach: SMS – Stephan Marti Schmiedrued, Schweiz oder Saint-Ambroix.

 

Wahlk(r)ampf und Feuerpausen

Über die aktuelle Zeit wird so viel geschrieben, dass man die Themen Krieg und Wahlkrieg eigentlich links liegen lassen könnte – nur, ab und zu schaut man mal zurück und erinnert sich, wie es damals war und wie es rausgekommen ist. Ja, heute wäre es schön, ein oder gar fünf Jahre voraus zu schauen.

Ein Puppentheater mit historischem Skandal“ – Trump weiss zumindest im Voraus, dass er das Wahlresultat nicht akzeptieren könnte. Ach der Arme, der tut mir richtig leid. Die Amerikaner könnten sich trumpieren. Der ist so was wie ein Hagagerigasikugingi, ein Dorfhäuptling aus einem Busch. Und über amerikanische Büsche habe ich doch schon geschrieben. Und jetzt zitiere ich mich selbst:

Die Amerikaner ändern sich nicht von Generation zu Generation – es ist nur ihr Auftreten das ziemlich heftigen Schwankungen unterlegen ist.

Anscheinend gibt es irgendwo ein rotes Telefon und einen roten Knopf. Und einen in Nordkorea, der King Kom, im Liebefeld (mann und frau hintersinne einmal dieses Wort) ausgebildet. Ja, dann mal viel Glück für die Welt. Da sind Sex-Geschichten geradezu harmlos, aber sicher nicht ganz präsidial. Irgendwie scheint das in allen Familien vorzukommen, wenigstens in den zwei zurzeit bekanntesten in den USA. Irgendwie haben die USAner doch ein Riesenproblem. Da gibt es heute vermutlich 320 Millionen Einwohner – 320 000 000 gerundet – und da gibt es keinen besseren Vorschlag, als die Ehegattin.

Da haben wir es in der Schweiz so richtig gut. Da gab es nur mal Parteigeschenke mit dem Vater-Tochter Gutschein vom Widmer-Sumpf, sorry Schlumpf. Irgendwie hätten wir zumindest heute auch eine Auswahl von rund 8 000 000 Schlümpfen. Nicht ganz alle wählbar, aber einige sehen rot. Schlecht gemacht haben sie es zwar anscheinend nicht, aber wir sind eine Demokratie und keine Monarchie mit dem Blutadel … nur Geldadel und Politadel. Geld ist auch ennet dem Atlantik ein Thema.

Auf kleinerem Parkett läuft auch was ab. Da wird in Bern vielleicht einer neuer Sicherheitsdirektor, als Stadtberner Gemeinderat. Ich habe an einer Handvoll Bärzelistagen mitgefeiert. Die besten Diskussionen gab es mit Erich am Tisch. Unterschätzt ihn nicht. Der trumpiert sich nicht, ist fadengerade und das fehlt der heutigen Politik. Politisch nicht immer meine Wellenlänge, aber es braucht den guten Mix. Da kommen mir die Wahlen im Aargau in den Sinn. Heute wird das Couvert eingeworfen. Ohne viel Freude. Das Tal berücksichtigen. Wieso gibt es nicht eine einzige Liste pro Kanton? Es gäbe mehr Abwechslung.

Abwechslung der traurigen Art gibt es auch in den Medien. Hier nur mal einige Artikel der letzten Tag.:

Und Neuigkeiten aus der Schweiz:

Vielleicht wäre es auch mal Zeit eine Denkpause einzuschalten, oder besser, wenn mehr gedacht und nicht nur gedenkt würde.

Zum Glück war Freitag

Ja, morgen ist wieder Montag und die Woche fängt mit dem gehassten Montagmorgen an. Dabei können wir eigentlich gar nicht klagen.

Matthew macht einigen mehr Sorgen. Hier ein Beispiel aus Haiti – vorstellen können wir uns das nicht. Wir schlagen uns stattdessen mit den Billetautomaten rum und dem P.P.-Versand der Naturschutzcouvert von Bird Life Schweiz – „DiePost AG“ ist nicht mitaufgedruckt. Sind sie wirklich erstaunt, dass die erste Anleitung bei der ehemaligen PTT auch auf dem alten Stand ist? Heute usus bei uns. Rund eine Viertelstunde, bis ich weiter kann. Und bei der Bahn kann ich in etwa 13 verschiedene Tageskarten lösen – auf einen Blick neu ersichtlich. Für den Z-Pass müssen sie anders hirnen. Reorganisationen am laufenden Band bei diesen ag-mässigen (Ursprung des Wortes stimmt hier voll) Staatsbetrieben, die nicht einmal die Stäbe geschweige denn das Frontpersonal dort verdauen. Aber der Kunde soll es.

Die digitale Strategie mit hochbeschulten und -bezahlten Strategen, verkaufsprovisionsabhängig aber ohne strassentaugliche Praxiskenntnisse. Das sind unsere heutigen Problemchen. Nicht das verdienen, das schaffen nicht ganz alle in diesen Dimensionen. Eher das Umärgern mit nicht mehr Perfektem. Und derweil mein Kollege in die Karibik zurückgekehrt ist und per Handy bestätigen kann, dass das „Geschenk Gottes“ abgewandt wurde und die Muskatplantagen verschont wurden. Hier müssten wir uns fragen, wer den Namen für einen Wirbelsturm, Blizzard, Tornado, Zyklon, Hurikan oder Taifun vergibt.

In der Schweiz schlagen wir uns derweil eher mit Staubteufeln rum. Es gibt ganz andere Probleme, als diejenigen, die wir im nicht mehr ganz perfekten Musterland Schweiz haben. Sitzung von libref in Zürich fängt mit Finanzen an. So sind wir halt. Adieu Genf – merci für die Überweisung eines schönen Teils an die „Mutter“. Trauer und Freude, das gibt es dank eines „Geschenk Gottes“. Genf wird auf eine andere Art weitermachen. Herzlich willkommen, wenn sie wollen. Wir haben es „abgesegnet“. Wir segnen auch den Vorschlag unseres Präsidenten ab. Irgendwo im Fernsehen hat er mitbekommen, dass ein Pfarrer Goerlich in der fast 2 Millionen-Stadt Aleppo – mit ganz anderen Problemen, als bei uns –   den Flüchtlingen hilft. Fernsehen? Ja, das Ding habe ich das letzte Mal bei der Fussball EM benützt. Res Peter, dank USR III zum aktiven Blogger befördert, erklärt, dass er Andreas Goerlich von der Notfallseelsorge her kennt. Für gute Taten können sie in diesem Link die Zahl CH20 0900 0000 8926 8661 5 verwenden. Die Spende und unsere besten Wünsche sind unterwegs.

Kriegsberichterstattung kenne ich nur von der Theorie, die Praxis wurde unserer Einheit erspart. In Aleppo würde unsere Spende im Null-Komma-Null … Bereich liegen. Dort wird mit extrem viel mehr Geld, noch viel mehr zerstört. Denken sie einmal am 1. August oder am Sylvester/Neujahr an diesen Irrsinn. Einschlag und Detonation. Dort gleichzeitig, bei uns als Augenweide und dann erst die Detonation. Und das Geld wird im Irak für Flüchtlinge aus Syrien eingesetzt.

Nehmen sie sich die halbe Stunde Zeit und überlegen sich einmal, ob ihr Herz mit unserem Stress schon leidet. Frieden zu erreichen oder zu helfen, ist anstrengender. Geschweige denn Krieg. Andreas der Dritte im Vorstand hat seine Terminüberschneidungen im Griff. Er weiss am meisten über den mit dem Menschenrechtspreis aus Kurdistan. Dabei haben vermutlich die meisten schon von diesem Zürcher gehört. Der Krebskranke, der operiert werden soll. Das Stichwort und Zusammenhänge bilden sich unheimlich schnell – Namen, die kann ich mir schlecht merken. Die heutige Behandlung dieser Krankheit ist schuld, die Chemie der Pharma. Zwei Millionen fehlen rund und wir könnten an der Abhilfe weiter forschen.

Irgendwie bahnen sich da Terminkollisionen im 2017 an, ja irgendwie stehen die im Raum. Cabalzar hätte dann ja Zeit. Wir melden uns dann wieder mit Karikaturen und dem Blick zur Gotthard-Röhre raus und geniessen den Freitag. Fast ein freier Tag. Und einer setzt Waffen gar für Musik ein.

Der Wirtschaftsnobelpreis kollidiert auch terminlich und ist auch für Frauen nicht ganz  chancenlos. „Die Geschlechterunterschiede vergilben – doch nicht ganz allen gefällt diese Entwicklung“. Stiglitz erwartet gar den Austritt Italiens aus der EU. Keynes wusste noch gar nicht, was die EU einmal sein würde. Ich bin von Friedman beeinflusst worden. „Subventionen sind des Teufels – liberales von Gott“ – so meine Kürzest-Zusammenfassung seiner Thesen.

Und was macht mann so, an einem Freitagnachmittag in Zürich. Krieg oder Frieden. Eine Zweierdelegation beschliesst, solange wie es geht zu geniessen – die Gour-messe ruft. Mit meinem Pfarrkollegen an die Freitags-Messe. Gour ist indisch oder marokkanisch. Beides vertreten. Kräuter, Pulver und und und. Gesund und ungesund sind vertreten, aber eines ist allen gemeinsam. Nicht ganz billig. Und einige endtäuschen mit Gewächsen für Etikettentrinker. Oder auf Deutsch: viel zu hohe Marge. Ganz allen ist nicht alles Wurst. Obschon teuer, haben einige vermutlich eine nicht ganz kostendeckende Geschichte hinter sich. Der Alpenhirt sieht fast aus wie Fidel Castro – sein Geschenk kam via Kollegen meines Begleiters zu mir. Alles liberale Reformierte.

Da kann ich mir nur loben, dass ich nicht Vegetarier bin. Einfach köstlich. Na ja, der Grossvater ist nicht am Stand, aber der Junior ging mit dem von von Tscharner (letzte Seite) in die Schule. Den Vater Gian-Battista kennen wir zwei doch und haben den heute an der Sitzung als „Idee für einen Marsch“ erwähnt. Kennen tun wir auch den Bekannten aus der Surselva wie die Dame beim Stand, Renzo Blumenthal. Einen kennen wir beide nur vom Degustieren der Produkte – sieht Fidel nicht unähnlich aus – die Stählemühle. „Vergessen Sie alles, was Sie über Schnaps wissen.“ Eine Wucht.

Der Web-Auftritt ist eher nebensächlich. Der Inhalt muss stimmen. Die Höflichkeit hat mich heute zurückgehalten, das auf einem Mail an Res den Zweiten zu beantworten. Die Dame hat festgestellt, dass der Auftritt moderner sein könnte. & diese Dame schreibt in ihrer Beschwerde & mit dem Ampersand, das in der Deutschen Korrespondenz vor über 50 Jahren abgeschafft wurde und und und &&& da gab es noch andere tolle Degustationen wie das neu auferstandene Vivi-Kola, Di Capuna mit Bergoliven & eigenem Theater in Embrach, Julius Meinl verwendet Wasser mit 3000 BE – börsenkotiert – Hahnenwasser hat rund das Doppelt, man lernt nie aus, weiss, wie man eine Kuh teilen muss, wo man Wasser brennen kann … ja so viel gut schmeckende Abwechslung GAB´s noch selten.

Derweil andere hungern und dursten und doch einige zumindest die Pestizide im Vinschgau verboten haben. Und zum Schluss wird noch hingewiesen, dass die Schweiz brennt – nur am 12.11.16 – einen Tag nach Fasnachts-Beginn. Obstverband hin oder her, ich habe keinen Zugriff. Damit wären wir kurz vor dem Datumswechsel wieder am Anfang, mit den Problemen mit den Automaten etc., &sf &sw. Und da gibt es Länder, wo es wirklich brennt. Das sind echte Probleme und wir hoffen, dass zumindest einige ab unserer Spende etwas Hoffnung, Erleichterung haben und vielleicht doch mal Ruhe und Frieden.

 

Recycling von Zellen

Zellen – denken sie gleich an ein Gefängnis? Das liegt an der heutigen Zeit. Es geht aber hier um den Nobelpreis für Medizin an Yoshinori Ohsumi.

大隅 良典 – das Ganze tönt fast Chinesisch für uns, es ist aber japanisch. Die drumrum Umstände sind interessant, was in den Zellen geschieht, ist für den Otto-Normalverbraucher vermutlich noch nicht nachvollziehbar. Ohsumi fing in New York mit seiner Arbeit an und ging nach Japan zurück. Wieso blieb er nicht? Erkennen die Amerikaner nicht, was für Potenzial dahinter steckt. In Sachen Krebs, habe ich das vor Kurzem beschrieben – die zwei Millionen suchen wir immer noch.

Und jetzt müsste es bei einigen „klick“ machen. Nicht Esotherik, sondern Biologie steckt hinter dieser Maschine.

Na ja, Zufälle gibt es nicht. Vermutlich sollten wir im Osten nach Geld suchen, mit denen zusammen arbeiten. Die waren schon vor weit über tausend Jahren in der Medizin weiter, als wir im Westen.

Wenn wir schon bei Zufall sind gibt es Chanchen, die einige nicht schnallen, andere erblicken oder wie im Lied, das eben gespielt wird, klauen.

Das Auge des Tigers von den Survivor (die Überlebenden, die Hinterbliebenen) – ein Riesenerfolg ab 1981 und …

… und Unother Brick in the Wall von Pink Floyd, gibt es da nicht irgendwie geklaute Passagen. Zudem gibt es noch Rechtsstreitereien. Nicht untereinadner, sondern mit Dritten. Das hatten wir doch schon mal behandelt, wer wie klaut und wer welche Musik liebt, sogar wenn meine Zellen aufgehört haben zu leben. Wünsche an die Hinterbliebenen.

Zellen, da kommt eine aktuelle Meldung quer – Türkei suspendiert mehr als 12’000 Polizisten. Und wer es lieber intelligent hat, der liest über das maschinelle Lernen bei Google in Zürich. Toller Artikel und vielleicht sind diese Leute – sorry Maschinen – mal so intelligent, dass sie kriminelle Mails via Gmail – ein Google-Unternehmen – unterbinden können. Lest mal den obigen Link über die 2 Millionen durch, die einer bei euch hätte. Das Finanzblog hat zur Zeit keinen Ärger mehr mit den Spam-Mails von einigen Vögeln … aber jetzt leidet der Ruedmilan an diesen Fresszellen.

Und zum Schluss noch über Zellen, die wir fressen und in Hautzellen wandern … oder geniessen – die Wunderknolle (Seite 69f und 83) – schon wieder aus Schnebis Zeitung. Afllenfalls hat er in seinem Grosskonzern sogar einen rosaroten Nagellack für Knoblauchzehen. Die Chinesen produzieren rund 4/5 der Weltproduktion. Sollten sie Knoblauch nicht vertragen, so suchen sie solchen aus europäischen Anbau, vorzugsweise aus dem Süden. Wieso? Vermutlich sterben auch hier einige Zellen ab. Chinesisch für sie? Na bitte, hier das Blog von Wu Heng – Goggle Translate hilft weiter, falls sie es nicht verstehen.

„PRESSE … (hochaktuell – nicht getürkt)

… (und dann in ganz kleiner Schrift) deine Nase nicht zu stark an meine Scheibe“, stand früher mal auf einem Schild unter der Windschutzscheibe. Zurzeit sieht man nicht einmal klar durch die Scheibe. Dreckig oder verstaubt?

Lesen sie in der Basler Zeitung, was Pietro Supina, Verleger und VRP der Tamedia über die Medienbranche sagt. Und der letzte Abschnitt scheint nutzlos zu sein. Ringier ist aus dem Verlegerrat ausgetreten und will gemäss SRF1 nicht zurück.

Das Problem hat seinen Ursprung bei der SRG – no Bill AG würde sicher mehr Freiheit und Unabhängigkeit bringen. Sollten sie diesen Ausführungen nicht folgen können, dann haben sie die obigen Links nicht gelesen, interessieren sich nicht für das Medienangebot oder geniessen nur Vorverdautes. Das hier ist eher Unverdautes und könnte die Medienlandschaft Schweiz ziemlich stark ändern. Es scheint im Hintergrund zu brodeln, einige wollen sich nicht mehr alles gefallen lassen.

Eines werden wir in der Schweiz garantiert nicht haben – Zustände wie in der Türkei. Lesen sie bei der Hexenjagd zuerst den Schluss – wie bei einem Krimi. Nur leider wissen wir nicht, wie dies ausgehen wird. Nachdem sie den Artikel ganz zu Gemüte geführt haben, wäre es noch sinnvoll, über die zwei bisherigen Kommentare nachzudenken.

Die letzte Hexe in Europa wurde 1782 hingerichtet – wo, in der Schweiz – Anna Göldi. Zur Zeit des Amerikanischen Unabhängigkeitskrieges … und aus strategischen Gründen schweigt die USA und die NATO. Man kann dem auch Abhängigkeit sagen. In diesem Jahr wurde auch die Entführung aus dem Serail uraufgeführt. Wolfgang Amadeus Mozart hat diese Operette geklaut und umgeschrieben und im gleichen Jahr seine Frau Konstanze gegen den Willen des Vaters geheiratet. Wissen sie was ein Serail ist – der türkische Palast des Sultans, der dort Paschas empfangen  und über sie entscheiden konnte. Irgendwie herrscht in einigen Ländern noch heute ein spät-mittelalterliches Klima – na ja, in knapp vierzehn Tagen schreiben sie das Jahr 1438. So gesehen ist dieser Beitrag in einem acht jährigen, modernen Haus geschrieben worden.

Nachtrag – gefunden beim Infosperber – Journalismus zwischen PR und Armutsgrenze – die Rede von Christian Campiche, Impressum Präsident, vor der vereinigten Bundesversammlung zur Gründung der parlamentarische Gruppe «Journalismus und Demokratie».

Geografie- und Sprachkurs

Es ist nicht ganz einfach, wenn ein Aargauer Männerchor, obwohl aus dem Aargauer Emmental, ins echte, ins Berner Emmental, Oberland und Schwarzenburger-Land fahren.

Für die einen war es Erkundung des „Auslandes“, änet dem Deutschschweizer Röstigraben im Wiggertal, dort wo sich die Grenze befindet, von denen die nach Westen und denen die nach Osten, zumindest Zürich, orientiert sind. Für die andern, eine schöne Reise durchs Heimatland.

Erstes Raunen im Car. Wieso fährt der Chauffeur nach Zell, noch im Luzernischen, nicht geradeaus nach Huttwil sondern nach Ufhusen. Ganz einfach, er will uns eine aussichtsreiche Strecke zeigen, die dann in die Nähe der Flyer-Bikes führt, gute 100 Meter entfernt, wo ich einst wohnte. Nicht ganz Heimat, aber doch drei Jahre hier gearbeitet und  einige empfehlen den Weihnachtsmarkt. Ich geniesse eher den Käsemarktden 12. heuer.

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Keiner nimmt gross zur Kenntnis, dass wir neben der Leuenberger AG vorbeifahren. Migros Teigwaren Fabrikant und der Jowa unterstellt. Dann die nächste freiwillige Umleitung – Dürrenroth. Extrem viel gibt es hier nicht zu berichten. Zwei schöne Restaurants, das eine mit einem alten Leuchter der Kirchgemeinde Langenthal im Saal, damit sie im Bären löien können. Und dann hat da mal einer ein Haus nicht gekauft und ist dann schliesslich in der Hammerschmitte gelandet und dieser kennt auch die einzige bekannte Persönlichkeit dieses Dorfes. Mit Erich kann man genauso gut über Lastwagen diskutieren, wie mit unserem Frey-em Chauffeur.

In der Schaukäserei Affoltern – weder am Albis noch Grossaffoltern bei Lyss – im Elend, sorry Emmental zeigt uns eindrücklich, wie mechanisch die Milch- und anschliessend die Käseproduktion abläuft.

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Früher waren es Männer, die den Tutu herumdrehten, heute sind nur Frauen hier. Müsste mal fragen, wie das Ding auf Hochdeutsch heisst. Bei Tutel bevormundet mich sogar der Duden.

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Nidle scheinen sie auch zu machen. 9 Uhr 30 – Josef ist schon am Verhungern. Übrigens, Rahm hat es nur in der Milch, damit die Kühe beim Melken nicht quietschen.

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Nicht geschützt, Emmentaler darf die ganze Welt herstellen. Aber viel aufregender war, dass bei einem früheren Besuch, Henri hier Brunnenwasser trinken konnte und dann von Freudiger direkt Emmentaler-Meringuen erhielt. Und im Französischen heissen diese Dinger einfach Baiser, der Kuss. Und dabei haben viele doch schon Probleme mit dem Berndeutschen. Am Abend wurde es noch schlimmer, da waren wir im Oberland, wo einige gerne das Idiotikon in Griffnähe gehabt hätten.

Nachtrag: Da dringt doch eine spassige Reklamation bis zu mir vor. „Der Männerchor Rued, ja die waren bei uns. Aber wieso ist kein Bild der Käseproduktion ersichtlich?“ Das holen wir doch mit zwei Bildern und einer Gegenfrage gerne nach.

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Die Zeiten ändern sich. Als ich monatlich bis zu 50 mal durch Affoltern fuhr, da gab es die neue Käserei noch nicht, aber für unser Kader oft die Sechstage-Woche. Und eben kommt mir in den Sinn, dass ich 4 Winterräder mit Felgen für einen BMW 318 o.ä. (215/55R16, Dunlop) günstig abzugeben habe. Nicht meine ehemaligen. Den kupferfarbenen – echt praktische Farbe, Rost sieht man nicht – mit goldenen Felgen, habe ich für symbolische 316 Franken im Eröffnungsjahr der Käsi verkauft. Der war halt löchrig wie Emmentaler Käse, hat kurz vor seiner Schlachtung fast gleich viel Öl wie Benzing gesoffen.

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Zweihundert Industriesekunden später – ich will wisssen, was da hinter dem Käschessi produziert wird. Ob die da Bioöl abfüllen, Flaschenkäse machen oder auch Pastwasser verkaufen? Übrigens, Henri hätte garantiert mit der Käserin ein Foto schiessen wollen, mit einem Chromstahl Kessi im Hintergrund und literweise Wasser zum Reinigen. Die Zeiten ändern. Heute digital, damals dia-log mit Chrom von Agfa oder Kodak. Modern hat seine Vorteile. Schnell, bequem und billiger. Analog hat einen – die unerreichte Qualität bei der Bild- und Musikaufzeichnung. Der Käse ist leider auch nicht mehr das, was er früher war. Aber da sind nicht die Käser schuld, sondern die Rindviecher, die dafür sorgen, dass Kühe immer mehr Milch produzieren – in Israel heute im Durchschnitt für jede Kuh 12 083 Liter mit 3,64% Fettgehalt. Und Gigi in Wisconsin (USA) gibt 33 860 Liter – über 92 im Tag. Zehn mal mehr, als bei den besten Kühen, wo ich mal melchen gelernt habe. Zum Pech für diese armen Viecher gab es seit rund hundert Jahren schon Melkmaschinen.

Für alle Fondueliebhaber noch so ein Gratistipp, rund vier km entfernt – der vordere Rinderbach. Und wer Joghurts mag, kurz darauf das Milchland. Und dann …. lassen wirs, es reicht dass einer unserer Sängerkollegen mich normalweise mit „Käsehändler“ begrüsst.

Dann Hasli, nicht im Haslital, anschliessend Schafhausen – mal ohne „aff“, nur „af“ – im Bigetu gelegen, wo der Biglenbach durchfliesst und in die Emme mündet. Das alles in der gleichen Gemeinde. Pro Kilometer hat dieser Fluss rund zwei Zuflüsse. Alle fünfhundert Meter ein neues Tal. Dazu ist die Ruederche im Vergleich fast langweilig. Wobei zu berücksichtigen ist, dass der Zufluss aus dem Hammertal nicht mitgerechnet wurde.

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Nach der Henri-Kussfabrik gelangen wir nach Konolfingen. Hier werden wohl einige Liter Milch mehr verarbeitet, als in der Schaukäserei. Der Ironie nach zu schliessen, trinken einige hier nicht Kuh- sondern Brumm-Bärenmilch. Dann quer durchs Emmental. Vor Bowil wird abgezweigt und Hans und die Paletten kann ich nicht besuchen. Etwas grösser, als dort wo wir heute im Ruedertal abgefahren sind. Dann verfahren wir uns. Statt Wildenei Bad wo auch ich heute ein GPS brauche um durch diese Abgeschiedenheit zu kommen und dann Linden, nehmen wir den Weg über das Chuderhüsi zum Würzbrunne Chiuchli und fahren bei Hinter Naters vorbei. Wir sind zwar nicht im Wallis, aber Panorama’s gäbe es die eindrücklicheren … wenn die Alpen heute nicht „hereingenommen“ wären.

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Das ist weder eine Süssschaumklemme, so der offizielle Ausdruck für einen Baiser, noch ein in Interlaken verirrter Golfball. Wobei verirrt der Sachlage um diesen mystery Park doch recht nahe kommt und die Autobahnkurve genau wie im Bild des Beitrages genommen haben. Das Bild wurde vom Ballenhöchst (2095m) aufgenommen. Wir kurven weiter nach Ballenberg West. Das ist ein echt faszinierendes Freilichtmuseum …

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… total modern und hat mehr als 100 Häuser in seiner Sammlung und nur eines ist älter als die Hammerschmitte. Ja, das Moderne spricht alle an. Ob die wohl mein Haus von 1430 auch haben möchten. Für ein gutes Angebot ziehe ich ins Bernerland um, wobei sie auch die Umzugskosten übernehmen müssten und die dürften nicht ganz klein sein. Spass beiseite. Ich denke, es gibt niemanden, dem diese grosszügige Museumslandschaft mit all den Trouvaillen nicht gefällt. Das grösste der acht Freilichtmuseen der Schweiz. Und wer zu wenig hat, der schaut sich mal nördlich und östlich um. Deutschland hat nur zwanzigmal mehr dieser Museen, als die Eidgenossen.

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Mittagessen und zweiter Umtrunk bei der Pinte zum Bär, Wein und Branntwein im Berner Mittelland, ursprünglich aus Rapperswil. Eben nicht dasjenige mit den Elefanten und auch nicht Rupperswil, das Zuckerdorf im Aargau, sondern dasjenige in der Nähe der Zuckerstadt Aarberg, das dem Rapperswiler Plateau den Namen gab, wo ich am andern Ende einige Jahre gelebt habe und nach Reiseende die vielen Tonziegel bei der Durchfahrt bestaunte. Hier auf dem Ballenberg, der in etwa gleich hoch gelegen ist wie Walde – (Schmiedrued ist tiefer als der Brienzerseespiegel) – sieht man Pizzaöfen aus Lehm. Noch ein anderer unserer Sänger kennt den Baumeister und dann treffe ich einen anderen Lehmbauer. Die pflanzen nicht Lehmstauden an, die arbeiten mit diesem erdenen Pfludi. Den kannte ich noch nicht und der andere hat eben diesen, seinen Kollegen nicht gefunden. Es braucht mehr als einen Tag, um alles zu sehen.

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Absolut logisch, der Töpfer war neben der Schmitte von Bümpliz im Berner Oberland. Zumindest so die Einordnung des Ballenbergmanagements. 1000 Jahre Bümpliz und eine Fliegenfalle und die Oberländer schnallen nicht, wo die PLZ 3018 zu finden ist. Ja, von der Strasse her betrachtet, steht sie meiner Meinung nach den falschen Weg rum. Strasse hin oder her, Bümplizer Giele würden das Haus so nicht erkennen. Schande über Ballenberg, silentium ganz traurig. Das sind wohl die kleinsten Probleme, die ich in einer halben Stunde über dieses Freilichtmuseum zu hören bekomme …

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… brennen kann man hier nicht. Physikalisch bautechnische Unkenntnis, wie sie auch bei der Hammerschmitte von sogenannten Fachleuten immer wieder vorgeschlagen wird. Ballenberg ist schön gemacht, aber alles andere als identisch restauriert. Rat suchen muss man eher nordwärts, wo man solche Schandtaten vermeiden will. Schön ist alles andere als korrekt oder bauchemisch geschickt – böse Falle. Zum Glück kenne ich seinen Kollegen, den Langhausschreiner, der mir beim Umbau als Baubiologe hilft. Keine Ahnung, wieso der Töpfer plötzlich auf Wein wechselt und sagt, dass er eigentlich Schweizer Wein nicht mag. Und ich gehe am Sonntag an den Bielersee. Dort kennt er einen, der ihm gesagt hat, dass die Ambience extrem wichtig sei. Festi, guet, es ist derjenige, den ich kennen lernen soll.

Nachtrag: Über die Ballenbergpersonalpolitik mochte ich als NDS-gekurster und mehrere Jahre aktiver Personalchef eigentlich nicht schreiben. Aber hier ballen sich Berge von Problemen an. Pech haben kann jeder mal. Aber zweimal nacheinander auf die gleiche Art, mindestens jetzt ungesetzlich und informationspolitisch ähnlich wie im amerikanischen Wahlk(r)ampf. In Zürich-West sagt man einfach, dass dies halt Haslitaler seien. Vermutlich müsste man auch hier ganz anders renovieren, aber diese Krankheit scheint im Kanton Bern etwas häufig aufzutreten. An einigen Orten müsste man UPDaten oder besser backdaten. Das nur mal stechmückenhaft für politisch versierte.

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Handwerk wird auch gezeigt. Hier die Haarkunst – die fasziniert mich, weil ich in dieser Beziehung eher weniger begnadigt bin – Flöigezibi. Vermutlich würde sich der Barbier meins Grossvaters (mütterlicherseits) im Grab über diese Farbenvielfalt drehen. Ihm ist ein Zimmer gewidmet – Dällebach Kari. Diese Damen haben Frisuren, die die ausgestellten fast schlagen. Viel feiner sind nur Fledermäuse, die hier tags rumfliegen, aber das ist starker Tubak

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… alter Tabak gibt eher Probleme. Was ist das für eine Schlauchcigarre, eine originell gedrehte Cigarre? Tabak wird auch hier im Sektor Tessin angepflanzt, aber die Lösung kenne ich nicht, obschon mit Cigarren nicht ganz unerfahren.

Und was sieht man beim Tabakfeld Richtung Susten – den Flughafen Meiringen, der eben Schlagzeile machte – Geschwindigkeit vor Sicherheit. Zeit, dass wir ins Waldhotel nach Interlaken fahren. 100 Meter neben dem überschäumenden Rugenbräu, wo vermutlich das Duschwasser herkommt und zuerst diese Strecke überwinden muss. Alles andere ist super …

… allem voran die familiäre Hotelcrew – Stefan der Chef, Stefanie die Servierdüse und Rocco der Weinverkäufer. Gesungen haben wir drei nicht italienische Lieder. Ja die Zeiten ändern sich. Als Jugendlicher war das mein Weg, vorbei an der Brauerei und dem vornehmen Hotel, von den anstrengenden Tagen des Bergsteigens ins erholsame Interlaken, wo wir heuer nicht mal das Hotel verlassen haben. Dabei wäre meine Nichte etwas neben dem Viktoria-Jungfrau im Stande, uns Bier oder Wein zu besorgen … sorry, ein andermal, der Männerchor war wieder erwarten nicht nachtunternehmungslustig. Ob’s wohl an den Strapazen liegt … eh, das waren erst maximal 16 Stunden – ,,buona sera“ … Napoli … da hat meine Mutter ganz ganz viele Kinder auf die Welt gebracht – zumindest geholfen.

Frühstücksbuffet – schön, ärgern sich die Leute nur über die kalten Eier und ich geniesse jede Menge an Nierbaum-Nüssen, getrockneten Aprikosen und wunderbarem frischen Brot. Japan, China, USA etc. geniessen Toast der eher an Kunststoff erinnert … aber scheint auch im Ruedertal Anhänger zu geben. Und dabei will ich ja in die Baumhasel-Zucht einsteigen. Nüsse warten zu Hause – gefunden in Zürich, Nähe Neumünster, geradeaus gen See. ca. 15 Meter hoch. Alperose müsse das gsi si … aber wir sind doch erst in Merligen. Ich sollte es wissen, der Männerchor sing nur ungern auf Reisen und bis Oberhofen läuft eh nichts. Wünschen wir doch Polo Ober-Hofer alles Gute. Die Zeit steht still,  schrieb ich damals – Wein, Weib und Gesang … wo näbe mir gläge si.

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Ja, Thun ist schön, nichts tun schöner …

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… ja es gibt ja noch riesengrosse Fahrzeuge wie zu Hause zu bestaunen. Zwei hamburgern durch das Tor des Berner Oberland, diskutieren wunderbar und schauen …

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… schauen der Blümlere zu, die in „See“ sticht. Wir stechen zur Reise in den Naturpark Gantrisch auf. Kreuzen Allmendingen wo es angeblich Orchideen zu sehen gibt. Vermutlich wäre das im anderen Allemdingen, das wir am Nachmittag um rund einen Kilometer „verfehlen“. Aber ganz in der Nähe, bei der Uttigenbrücke, wachsen zehn verschiedene wilde Orichideen.

Quer durchs Schwarzenburgerland und im Hauptort, seit kurzem meine Heimatgemeinde, scheint die Sonne. Ansonsten wir mit Regen verwöhnt wurden. „Hier werden die Farmerstengel für die Migros gemacht“, meint unser Konzern kennender 1. Tenor. Nachforschungen ergeben, dass dies tatsächlich in der ehemaligen Gemeinde von Wahlern war. Aber nicht in Blackburry sondern bei der Narida in Lanzenhäusern, in Riedstern, in der Nähe bei meinem Grossonkel in der Äckematt. Die Umgebung des Simeliberg, Rüschegg und die Chilchhaute von Wahlern lassen grüssen – Heimat meiner Grosseltern und meines Vaters. Da gibt es auch einen Spycher, den man gerne auf dem Ballenberg hätte. Da ich die gleichen Gene habe, bleibt die Hammerschmitte in Schmiedrued.

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Vorbeifahrt bei Zimmerwald mit Lenin und Käsitz  – Erinnerungen aus dem Car betrachtet. Viele geschichtsträchtige Orte haben wir passiert, die nicht allen geläufig sind. Unser Nachrichtendienst in diesen zwei Orten lässt grüssen, aber da kommen nur Eingeweihte nach. Über ein Schmuckstück, den Onyx gibt es was zu lesen und die polyglotte, globale Betrachtung, die Kralle, sagt genug. Auf der Echelon-Liste werden sie auch ab Oktober nicht sein. Andere sahen die Antennen auf dem Gurten … aber das war der Ulmizberg. Und vis-a-vis der Belpberg und einige verstehen Feldberg (im Schwarzwald).

Fast so verwirrlich, wie die Emme, die Ilfis und die kleine Emme, die wir in diesen zwei Tagen mehrmals gekreuzt haben. Die Hochwasserschutz-Baustelle in Worb entpuppt sich bei genauem  Hinsehen eher als neue Umfahrung, die an diesem Samstag in Betrieb genommen wurde. Die Worble, wie ich sie in Erinnerung habe, führt hier schätzungsweise gleich viel Wasser wie die Ruederche, die eigentlich nur Rued genannt wird. Interessanter ist das Wasserrecht aus dem frühen Mittelalter, als unterhalb von Biglen Wasser abgezweigt werden durfte. An der Mündung in die Aare dürfte sie rund doppelt so viel Wasser führen – HHQ 20 gegenüber 41. Wobei vermutlich die 41 Mitte 80-er Jahre übertroffen wurden. Das orange Bähnli hätte tauchen müssen und das blaue Bähnli stand vermutlich am Bahnhof auch unter Wasser. Soweit bin ich nicht vorgestossen. Der Tag mit meinem längsten und einem eindrücklichen Arbeitsweg von Huttu via Worb nach Muri/Bern, nicht AG. Das ganze Tal war unpassierbar – schön, wenn es Brücken und Wahrzeichen gibt. HHQ heisst übrigens höchster Hochwasser Querschnitt in m3. Oder wer meer Wasser lieber mag, der denkt an den Flugplatz von Hua Hin in Tailand.

Meine umfangreichste Schreibarbeit habe ich in Worb gemeistert und die hat ein ganzes Unternehmen auf den Kopf gestellt. Einer der diese Zeilen umgesetzt hat, ist heute auch bei der Windkraft über dem Ruedertal zu lesen. Vermutlich nicht schlecht, wenn sie sich hier mal weiter neutral informieren und wie damals bei Silvio’s Denksportaufgabe weiter denken. Die direkt betroffenen orientieren höchst mangelhaft. Fast wie beim Geheimdienst.

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Vertrauter war unseren Motorrad affinen Sängerkollegen die Schrattenfluh mit der Hiubi Chiubi oder dem Vintage … und allenfalls hat der Zug wieder …

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… Hunger gebracht. Und unser „Bäckermeister“ erzählt vom einheimischen, für mich den Längässler, Rüedu Hunsperger, der für die Soldaten einmal Samiclous spielte. Zum Glück haben wir die Reise im Car gemacht. Mit dem ÖV hätten wir vermutlich einige Minuten bis Tage länger aushalten dürfen. Das Gebiet wird heute hauptsächlich von der BLS und Postautos bedient. EBT, das Gehörte, gehört zur Geschichte und die Vorgängerin, die BTB, schrieb wirklich als erste elektrische Vollbahn Eisenbahngeschichte. Dann gab es noch die VHB, die RM, die GBS, die BSB, GTB und wie sie irgendwann mal geheissen haben. Schön anstrengend, nicht aber unser Ausflug. Kommen sie das nächste Jahr auch mit – am Donnerstagabend um 19.45 singen wir im heutigen Gemeindehaus in Schmiedrued. Die letztjährige Vereinsreise führte uns in die Vogesen. Gluschtig gemacht? Wir nehmen auch Frauen auf.

 

 

 

 

 

Hilfe, wir müssen abstimmen!

Wenn man nicht weiss, wie es rauskommen würde, stimmt man einfach Nein. Vermutlich wird dies mit der „Grüne Wirtschaft“ geschehen.

Im Grunde genommen eine gute Sache. Nur, wie lässt sich das umsetzen. Es wird gefordert und keine garantierten Lösungen präsentiert. Das macht die Sache nicht ganz einfach. Jeder wird nach seinem Bauchgefühl stimmen müssen. Und dem sagen wir Demokratie. Da stelle ich mir eigentlich was anderes darunter vor. Fakten und nicht nur Meinungen.

Die „andere Seite“ ist keinen Deut besser. «Hören Stimmbürger von mehr Nachhaltigkeit, sind sie sofort dafür – bis es sie selbst betrifft.» Doris Leuthard,Bundesrätin. Steht auf Seite 4 des e-Papers – neben dem Editorial von Schnebi, der 4,3 Welten braucht. Und die beiden schauen sich nicht in die Augen. Vermutlich besser, wenn wir das Resultat der Bundesrätin nicht wissen. Blumenstrauss im BR-Jet nach Abu Dhabi und hat selbst Sonnenkollektoren auf dem Dach. Vermutlich thermische, um warm zu duschen mit Doris. Blick war vermutlich auch dabei.

Sie ist besonders stolz: „Wir haben unsere Heizung ausgemessen und konnten dank eines kleineren Boilers rund 30 Prozent des Heizverbrauches senken.“ Schön, aber das ist ganz sicher erklärungsbedürftig. Da denke ich gleich in Fragezeichen und nicht nur einem. Und hoch erfreut habe ich gelesen, wie sie zum Recycling kam. Sie hat Kaffeerahmdeckeli gesammelt. Hoffentlich landet meine Briefmarkensammlung nie in der Papiersammlung. All das steht nicht in einem Humorblatt, sondern im Migrosmagazin.

Ansonsten ist der Artikel doch recht interessant, aber ich komme nicht darum, dass ich die Dame eher als PR-Beraterin sehen würde. Eine totale Lobhudelei über das Recycling in der Schweiz. Frau sieht nur eine Seite an. Auf der andern, sind wir nur noch von Dänemark geschlagen, was die Menge in Kilo an Abfall pro Person ausmacht.

Exakt zwei (2) Kilo Abfall pro Tag und Person in der Schweiz.

Alain Berset hat dazu Zahlen in seinem Department – Umwelt Taschenstatistik 2016 (Seiten 52f) und mit diesen Zahlen kann ich spielen, damit man darüber nachdenken kann. Mich nimmt wunder, wer am Schluss am meisten Netto-Abfall hat, der nicht recycelt wurde. Schweiz (339 Kilo – rund 1 pro Tag) Platz 4. Spitzenposition und dabei wäre die belgische Schlussposition Spitze. Die Dänen führen mit 422 Kilo, vor Griechenland und Irland. Wir produzieren gut die Hälfte mehr als Deutschland und immer noch mehr als Frankreich, welche vor allem im Kunststoffsammeln wesentlich besser als die Schweiz ist. Für unsere Bundesrätin reichen die Pet-Flaschen und wohin mit der Bett-Flasche?

Diese Denkweise der rechten Seite könnte wieder einmal ins Auge gehen. Wir werden es in zwei Wochen wissen. Einseitig informieren ist heutzutage Brauch – Schade. Frau Leuthard hat auch den Gegenvorschlag nicht durchgebracht. Wenn ich so das gängige Abstimmungsdebakel, das der Bundesrat schlussendlich ausbaden muss, so mal Richtung EU anschaue, dann fehlen vermutlich dort einige Strategen. „Dort“ darf frei interpretiert werden: Brüssel und/oder Bern.

Energie politisch zu vertreten ist nicht immer ganz einfach. Das hat schon Moritz Leuenberger auf meine Fragen erleben dürfen. Eine Doppelfrage hat er damals nicht beantwortet – aber auch das ist eine gute Antwort, denn die Schweiz streitet immer noch. Lieber Moritz, du hast mich als Bundesrat und Bloggerkollege überzeugt – zumindest habe ich jetzt in einem fast 600-jährigen Haus eine Pelletheizung. Und der andere in diesem Beitrag, der für Beamte betet, hat dieses Bild als Facebook-Konterfei und feiert heute Geburtstag, Yahya, die Gratulation gilt noch einmal.

Hier noch Christian Wasserfallen, der energiepolitisch meiner Meinung nach eher mittig anzusiedeln ist. Keine Zwänge und schon gar nicht Subventionen. Aber bitte, den Mut haben und Zahlenmaterial selbst zu recherchieren und nicht einfach zu übernehmen. Erinnerst du dich noch an unsere Diskussion im Frühjahr in der Matte, wie über die IT-Studentenzahl an der Fachhochschule für Wirtschaft orientiert wurde. Nicht Miss- sondern Mistermissverständlich durch einen Chefdozenten. Denkt doch etwas quer und überzeugt mit wirklichen Argumenten. In der Schweiz können wir gut ökologisch und ökonomisch verbindend denken. Vielleicht wiederhole ich nun zum 100-sten mal. Ökologie wird gelebt, wenn sie Einsparungen bringt.

Bill AG-mässig habe ich mich schon geäussert. Das sind die in der gleichen Stadt, wo Einsprachen nichtwahr genommen werden. Mein Bild von Doris Leuthard ist in diesem Artikel zu sehen. Zum Nachrichtendienst nur so viel. Das muss sein, damit wir gleich lange Spiesse haben. Wieso ich dieser Ansicht bin, ist auch dort zwischen den Zeilen zu lesen. Es wird wohl nicht Zufall sein, dass auf einer Social Plattform wieder einer als „vielleicht kennen sie xy“ aufgelistet wurde, der nur durch den transatlantischen Mailversand herausgefiltert werden konnte. Und so viel wie im Finanzblog über mich steht, schaffen die nie, in einer allfällig neuen Fiche aufzunehmen. Die alte taucht in rund 20 Jahren auf, denn Catalan hat meinen Vornamen gekannt – das ist sowas wie eine Geheimsprache, oder der Wink mit dem Zaunpfahl, für solche, die schnell denken können.

Und es wird auch kein Zufall sein, dass es jetzt fünf vor zwölf ist – nicht GMT, eher FFT – french flexibel time.

 

Schön dieselig – Diesel zum 1., zum 2., zum Letzten …

… wir dürfen aufatmen. Feinschmecker, die zudem Alergiker sind, haben es einfacher – im Riechen von Dieselfahnen zumindest. Und so langsam merken auch die Normalsterblichen, dass Diesel eigentlich des Teufels ist.

Sorry, was so langsam in den Nachrichten und einigen schnell reagierenden Zeitungen steht, haben andere schon lange angekreidet. Dieselfahrzeuge. Von der ganzen Branche gelobt, denn an Dieselfahrzeugen lässt sich mehr Geld verdienen. Sie sind einfacher zu fertigen und deshalb wird die Marge garantiert höher sein. Das wird mir garantiert kein Automobilkonzern vorhalten, denn dann müsste er mir mal seine Betriebsbuchhaltung zeigen. Einige Details habe ich ja schon gesehen, aber eine Dieselfahrzeug-Kalkulation gegenüber einem Benziner. Das wird besser behüttet, als jedes Staatsgeheimnis.

Nun kommt Leben in die Dieselbranche. Verfolgen sie die Neuigkeiten in den nächsten Stunden, Tagen. Hier nur einige erste Meldungen.

Vermutlich sind die Herren bei Bosch schon in Pension. Damen kamen nie zu uns in die totale Abgelegenheit des hintersten Oberaargaus oder dem Tor zum Emmental. Und für Insider, auch hier ist die Tafel an der Strasse am falschen Ort angebracht. Und heute wird wohl einer staunen, was sich dort so alles tut … aber nur ruhig Blut. Heute gibt es Diskussionen über Automobil-Zubehör und landwirtschaftliche Produkte. Der Dieselbeitrag wird kein Zufall sein. Zufälle gibt es nicht. Ein spannender Tag heute. Und vermutlich gehe ich mit einem einmal dorthin, wo ich eigentlich nur den Kunstmaler Fred kenne – nur einige Steinwürfe weiter.

Bosch habe ich schon mal einen Stein in den Garten geschossen. Sie haben nicht angebissen … der Fehler 1646 dürfte, wenn wir das mal mit der Wahrscheinlichkeitsrechnung anschauen – bei dieser Gesellschaft mit beschränkter Haftung liegen.

Blicken wird doch etwas zurück, was ich so über diese dieseligen Geschmäcker geschrieben habe … die meisten haben mich ausgelacht. Sorry, ich habe eigentlich gar keine Zeit zu schreiben, aber wenn nach Jahren, der Erfolg kommt, dann mache ich gerne eine Ausnahme:

Zum letzten Link. Wir wissen schon lange, dass deutsche Automobilhersteller es mit der Wahrheit nicht genau nehmen. Das Fahrzeug mit Verbrennungmotor hat Rivaz ein Schweizer erfunden und sicher nicht die, die sich mit einem Sternchen schmücken.

So, nun ein kleiner Nachtrag mit dem Auslöser. Der Verkehrsclub hat Probleme mit der Abgasliste – unter den ersten 10 gäbe es keinen Diesler mehr. Und der General-Anzeiger schreibt unter anderem: „Der Umwelthife zufolge verpesten die heutigen Euro-6-Diesel-Pkw die Luft in Deutschlands Städten 70 Mal mehr als moderne Benzin-beziehungsweise Benzin-Hybrid Fahrzeuge.“ Nicht nur Hybrid, auch reine Benziner!

 

Pomelkophiler zeigt Zieher und Heber – eine Zapfenzieherperformance

1795 wurde das erste Patent für einen Zapfenzieher von einem englischen Pfarrer angemeldet. Was würde näher liegen, dass diese in zwei Hauptkategorien aufgeteilt sind – mit Seele und ohne Seele.

Zuerst muss abgeklärt werden, ob allen der Begriff Zapfenzieher klar ist. Sollte dies der Fall sein, so darf dieser Beitrag, der als Grundlage eines kleinen Referats über Zapfenzieher dient, in Mundart gehalten werden. Ein Sammler unter fast 20 Künstlern. Eine Künstlerin klärte mich auf. „Dies ist eine Korkenzieher-Performance“.

Sprachen sind nicht ganz einfach. Der Schweizer hat seinen Zapfenzieher, der Österreicher den Stoppelzieher, das ist kein Rasierapparat oder Barthaarzupfer, und offiziell heisst das am weitaus meist verwendete Gerät zum Entfernen eines Korken oder eben Zapfens, der Korkenzieher.

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Hier ein Bild des weltersten echten Zapfenziehers – kurz vor der Vernissage erstellt.

Sammeln kann eine Wut sein oder eine Lust. Vor allem bei Pomelkophilen oder Helixophilen, da habt ihr bei den eindeutigen Bildern doch alle gleich Hintergedanken, geht es eher um Kunst. Dieses Museum mit rund 1200 Stück in Ménerbes auf der Domaine la Citadelle müsste man einmal besuchen. Kein mondäner Ferienort, eher ein Geheimtyp. Dora Maar, eine Muse von Pablo Picasso wohnte hier. Sie war auch eine Bekannte von Louis Aragon, einem der Begründer des Surrealismus. Salvador Dali, Joan Mirò und der Schweizer auf der 100-Franken-Note lassen grüssen. Korkenzieher und Kunst verbinden und viele Künstler kennen dieses Werkzeug, brauchen es gerne, manchmal gar zu oft. Ganz alles kann ich heute nicht erzählen oder aufschreiben, wer mehr wissen will, kommt halt mal in mein Wohnzimmer, zwar noch eine Baustelle, aber die Möbel sind von einem gestaltet, der Schüler von dem auf der 10-er Note war. Gute 50 Jahre alt und aus der Musterwohnung des weltbekannten Quartiers, des Tscharnerguts. Ein Unikat eines bauhausmässigen Möbeldesigners.

Design ist ein Modewort, es kommt von Zeichnen und im industriellen Design gibt es verschiedene Voraussetzungen die erfüllt sein müssen, damit es ein Design-Produkt ist.

  • praktische Funktion, wie Ergonomie, Sicherheit, Gebrauchstauglichkeit
  • sinnliche Funktionen, wie Ästhetik, Haptik (spüren sie am klebrigen Muster)
  • ökonomische Funktionen, wie Kosten, Technik, Fertigungsschritte, Logistik
  • ökologische Funktionen, wie Lebensdauer, Entsorgung

Zum letzten Punkt hat damals der Direktor des Design Center zu unserer NDS-Arbeit gesagt: „Das wird nie nötig sein.“ Zwei Jahre später hat er als waschechter Casanova dies als seine Idee vorgetragen. Ab und zu im Leben muss man aufstehen und etwas berichtigen. Einer unseres Dreierteams kam übrigens aus Kirchleerau, unserer Nachbargemeinde.

Zusammenfasst kann gesagt werden, dass praktisch kein Korkenzieher alle Designanforderungen erfüllt. Lassen sie nie, niemals einen Sammler reden. Der hört nie auf. Ich kürze ab, im Finanzblog wird mehr stehen. Und wenn wir schon bei der Kunst sind, ich sammle nicht nur Bilder, sondern auch schöne Weinetiketten und andersartige Weinflaschen.

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Der Besitzer der Hammel S.A. Rolle, der Hammel Vins, hat das Original von Jean Tinguely und durfte 1000 Wein-Etiketten drucken. Die allermeisten dürften weggeworfen worden sein. Im Internet bin ich nirgends auf diese Kleinauflage gestossen und dabei wurde eine dieser Flaschen der Domaine de Riencourt (1989) für tausend Franken versteigert. Die Kreditanstalt hatte in Langenthal eine Kunstausstellung und wir schenkten diesen Wein am Freitag, 30. August 1991 aus. Erst am nächsten Tag haben wir beim Abernten von fünfzig Johannisbeerstöcken für die Weinherstellung , aus dem im Garten aufgestellten Radio in den 11-Uhr Nachrichten erfahren, dass Tinguely an diesem Tag starb. Zuvor gönnten wir uns diesen Chasselas als Apéro und bestellten telefonisch auf dem Alibiphon noch zwei Kartons. Einen für mich, einen für meinen Bruder. Wir haben sie erhalten, obschon das Weinhaus erst ab diesem Tag den Wein mit einem Zuschlag von zwei Franken gut hat verkaufen können. Eigentlich traurig, dass ein Künstler oft erst nach seinem Tod richtig begehrt wird. Selbstverständlich ist heute der Korkenzieher von Hammel ausgestellt. Über drei Mitarbeiter, Hans, Hansruedi und Martin gäbe es noch viel zu erzählen. Alle drei sind irgendwo im Finanzblog schon erwähnt worden, derjenige mit dem Namen wie ein bekannter Tennisspieler ist als Grossratskandidat sogar in einem Bild verewigt.

Die Pomelkophilie der „freundlichen Stöpselzieher“ oder die Philatelie der „freundlichen Steuerbefreiter“, könnte ganz schön ins Geld gehen, wenn man spezielle Luxusstücke kaufen will. Einige tausend Franken könnte man pro Stück ganz einfach ausgeben. Zwei Stück haben über hundert Franken gekostet – diejenigen, die ich in der Küche habe. Über gesammelte 300 Stücke sind doch nicht schlecht und es befinden sich auch Stücke aus dem 19. Jahrhundert darunter. Nicht jeden Preis zu bezahlen und trotzdem schöne Stücke zu finden, das macht Spass. Ländliche Flohmärkte und Brokenstuben sind für Sammler ein Eldorado. Ein Zapfenzieher, ein Gebrauchsgegenstand der bei Wohnungsräumen in der Brockenstube oder im Abfall landet. Die allererste Zapfenzieher-Recycling-Box steht an der Ausstellung und dann neben meiner Haustüre. Jedes noch so wertlos aussehende Stück wird gesammelt. Querbeet.

Der Hélice, ein französisches Urgebilde, wird nicht einmal im französischen Wikipedia erwähnt – und nun könnte es schrecklich kompliziert werden. Ich möchte mich nicht auf die Äste lassen, was mathematisch eine Helix ist und wie das berechnet wird. Die bekannteste ist wohl die italienische Teigware, die Fusilli, die Teigwaren-Spirale. Und die häufigste, die Desoxyribonukleinsäure – DNS oder engl. DNA – erinnert an den orangen Zapfenzieher mit einer Doppelhelix. Der hat eine richtige Seele, wo ein Streichholz in den Wendel oder Krätzer gestossen werden kann. Vom den andern, die keine Seele haben, gibt es jede Menge an Zapfenziehern, die den Korken durchlöchern und eher als Bohrmaschine für Gipsplatten oder zum Suchen von Erdöl eingesetzt werden können – Korkenzieher mit einer Schraube.

Und es gibt die weltgrössten Korkenzieher, die vor allem bei Kindern und Jugendlichen äusserst beliebt sind, der Interlocking Corkscrew auf Achterbahnen – alle gebaut durch Bolliger & Mabillard – einem Schweizer Ingenieurbüro. Der weltgrösste echte Korkenzieher ist auch ein Schweizer Produkt – der Coutale aus Buchs/ZH – derjenige in der Sammlung mit dem Schweizer Kreuz, der Kleine nur.

Zugegeben, sammelwürdig sind sie allemal und oft auch noch einfacher zu bedienen, als Tricks, wie man sonst noch zum Wein gelangen kann:

  • Schraube und Gabel oder Zange
  • Schraubenzieher oder Messer
  • Schlüssel oder mehrere Nägel
  • Korken reindrücken
  • Flasche in Tuch zerschlagen und sieben
  • Baumstamm oder Mauer und einen Schuh – einige Male kräftig dagegen schlagen

Einfacher, man nimmt einen Federzungen-Korkenzieher mit dem die Flasche auch wieder verschlossen werden kann. Und wenn gar nichts mehr geht …

… sollte man einen Tenaz (stur), eine Portweinzange, nehmen. Abgesehen davon kann eine Flasche mit einem brüchigen Zapfen oder einen für den Korkenzieher zu grossen Durchmesser auch mit einem glühenden Draht umschlungen werden. Wichtig ist, dass man auf der Höhe des Korkens arbeitet.

Das Ziel beim Entfernen eines Korkens ist eigentlich immer gleich:

  • sauber
  • schnell
  • möglichst wenig Kraftaufwand

Physikalisch gibt es noch ein weiteres – möglichst kurze Wege. Hier die ausführlichen Berechnungsformeln … mir reicht „Handgelenk mal Pi“. In diesem Zusammenhang gibt es in meiner Sammlung einige Exoten und einige Patienten.

Vor 20 Jahren habe ich meinen ersten Leverpull von le Creuset gekauft und der gab halt den Geist auf. Die nachgemachten halten meist nicht länger. Mein Vater benützt seit sechzig Jahren immer noch den gleichen – ein Werbegeschenk von Radio Pfister. Alle meine Korkenzieher habe ich ausprobiert. Alle bis auf einen haben ihren Dienst zumindest einmal verrichtet. Das Hightech Modell, gekauft im Musee du Vin in Beaune, ist beim Praxistest durchgefallen. Manches Werbegeschenk ist tauglicher.

Mein schönster und teuerster – 110 Franken – ist ein ganz rarer Sommerlier-Korkenzieher von Laquiole (Laiol ausgesprochen). Die meisten stammen nicht aus Frankreich, denn der Name und die Biene wurden nie geschützt. Meist sind dies billige Kopien aus China. Das grösste Stück ist eine Grillgabel und der kleinste Korkenzieher aus Draht erstellt worden. Nur für starke Zeigefinger geeignet. Es gibt Stücke in verschiedenen Farben, Ausführungen, mit Verzierungen, rostige, glänzende, kombiniert mit Gabeln, Messern, Kronkorkenhebern, in Tierformen, handliche und unhandliche, aus Eisen, Silber, Holz, Plastik. Es gibt fast nichts, das nicht irgendwo zu finden wäre und oft kombiniert mit hilfreichen Sachen wie Kapselschneider. Es sind keine Grenzen gesetzt.

Nebst verkorkten Flaschen müssen auch Beutel, Tetrapacks und verkapselte Flaschen geöffnet werden. Und nicht jeder Drehverschlussöffner eignet sich für alle Flaschen – Weinflaschen mit diesem Verschluss sind meist kleiner im Durchmesser. Auch Korkenheber finden sich in der Sammlung. Kombiniert mit einem Feuerzeug, als Flaschenverschluss, zum zwirbeln und und und …

30 verschiedene Möglichkeiten, wie eine Flasche geöffnet werden kann. Das Soorser Bier wird mit einem Kapselheber geöffnet, das Schlossbreu mit ihrem Feuerzeug und im Ristaurante Pizzeria Sternen und in der Pinte verwenden sie Werbegeschenke. Bei mir ist kein einziges geklaut worden. Alle haben Spass, eine Sammlung zu bereichern.

Daneben gibt es auch Champagnerkorkenzieher und wenn der Korken wirklich nicht zu entfernen ist, dann gibt es noch den Champagnerheber. Wenn mal ein Korken in die Flasche gefallen ist, so gibt es zwei Ausstellungsstücke, um diesen aus der Flasche zu holen. Der interessanteste, aus einer Lismernadel gefertigt, wurde jahrzehntelang von Emmelis Crew im Hirschenbad in Langenthal verwendet.

Vergessen wollen wir nicht die verschiedenen Verzäpfer, denn irgendwie muss ein Korken auch in die Flasche und um einen Wein zu testen, wie er in einigen Jahren munden wird, verwenden wir den Clef du Vin – eine Erfindung der alten Römer.

Viele Korkenzieher finden sie auch im gleichnamigen Buch aus dem Benteli Verlag, die mit dem Cementit und dem neuen Schloss Bümpliz – Zivilstandsamt mit meiner Cousine, zuvor WG, unter anderem war mein Bruder dort und zuvor der CEO von Merz-Benteli, Ted Scapa und wir wären wieder mal bei der Kunst.

Aram ist ein historisches Gebiet in Syrien, wo sich auch die Stadt Aleppo befindet und der Zapfenzieher von Michael Aram einer meiner schönsten und ergonomisten Korkenzieher, gekauft im Guggenheim Museum. Wenn ihr den im Internet sucht, stoss ihr vielleicht stattdessen auf ein ganz bekanntes Kinderlied Aram sam sam, gulli gulli gulli, ram sam sam. Ein gutes Training, für die Handhabung von vielen Korken- oder eben Zapfenziehern. Auch wenn Wein oft verpönt wird, es ist besser einen Korken, denn einen Abzug zu ziehen. Denkt daran, sämtliche Korken immer ohne Knall entfernen.

Ja, wenn alle Korkenzieher sprechen könnten, was sie schon alles erlebt haben. Das gäbe ein endloses Buch. Ich habe mit der Religion angefangen und höre damit auf. Der Zapfenzieher der liberalen reformierten der Landeskirche aus Genf ist mit einer gestrigen Mitteilung an Wert gestiegen. Es wird nie mehr einen geben … das ist der Verlauf der Zeit, die auch mit Korkenziehern dokumentiert werden kann.

Noch einige Links:

 

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind – Teil III

Demnächst könnte es in unserer Gegend billiges Holz geben, denn es wird darüber diskutiert, ob die Windräder in den Wald verlegt werden könnten. Zum Beispiel Richtung Schiltwald, weil in Triengen ein Mindestabstand von 700 Metern gilt.

Sorry, fast alle 68-iger haben sich seit ihrer Jugend mit der Energie auseinander gesetzt. Ich habe in der Sek damals eine volle Lektion über die Atomenergie gehalten. Im Fach „Deutsch“. Üben eines Vortrages. Note 6. Seltenes Ereignis damals in Sprachen, beim Rechnen schon eher möglich. In Franz auch mal einen Stachel. Und genau so kommt mir die Energiegilde pro und kontra vor. Ungeachtet der Kenntnisse wird da drauflos informiert … und über das richtige Wichtige kriegt man selten etwas zu lesen … manchmal unter vorgehaltener Hand zu hören.

Hier ein aktuelles Beispiel, wie informiert wird: „Die Schmalspurbahn macht sich breit„. Das sei eine weltweit einmalige Anlage! Der erste Kommentar erwähnt die beiden Anlagen, die ich auch kenne. Den Wechsel in der Mongolei sogar aus eigener Erfahrung. Aber das war nicht ein Wechsel von Schmalspur zu Normalspur, sondern von Breitspur zu Normalspur. Wer hat nun Recht? Informiert wird meist aus einem extremen Blickwinkel. Und hier auch ein extremer Blickwinkel im Zusammenhang mit breitspurig – Zufall – vermutlich nicht. Ich stelle gleich zwei Bilder dieses Kraters zur Ansicht – Sturm pur. Das bei meinem Beitrag über Strom zweier Inseln (Schweiz und Azoren) erwähnte Blackout hat selbst einen Blackout erlitten – oder doch nicht? Sie sehen, informiert wird extrem oft unsauber – auch über saubere Energie und ganz speziell unsaubere.

Ich erlaube mir nun, einige Links einfach mal aufzuschalten. Irgendwann mal wird schon informiert werden und vermutlich sind einige erschrocken, als sie das Flugblatt der IG Lebensqualität Oberes Suhrental erhalten haben. Sauber gemachte Internetseite mit viel Information. Die erste in diesem Link ist sogar relativ neutral. Von einem, der meinen Weg schon mal gekreuzt hat, von Prof. Dr. Silvio Borner. Die andere Plattform, Pro Kullmerauer Allmend, informiert ähnlich. Beide sind vermutlich für viele zu extrem.

Wer aber ihren Quellen nachgeht und das ist für mich wichtig, könnte erstaunt sein, dass er nicht bei DailyMail sondern bei KoppOnline landet. Es nimmt sich doch eh keiner die Mühe, alles auf Deutsch zu übersetzen. Kopp hat am 1./2. Oktober seinen ersten grossen Kongress. Der ist sicher nicht für jedermann, aber wenn jemand mitkommt, das wären mir EUR 150.- wert. Ein Vortrag ist über Nullpunktenergie, Raumenergie oder auch Freie Energie. Und in letzter Zeit deutet einiges darauf hin, dass es sich hier nicht um Parawissenschaft handelt. Claus W. Turtur oder Konstantin Meyl zum Beispiel. Das ist reine Glaubenssache, denn schon Galileo wurde wegen der Religion nicht anerkannt und im Nachhinein weiss jeder, dass die Erde rund ist. Jeder Kapitän zumindest hätte damals den Beweis erbringen und dies jedem Schüler plausibel erklären können.

Glauben sie das nicht? Dann lesen sie „Der Wind, der Wind, das Himmlische Kind – Teil 2„. Teil 1, Fledermäuse oder Fliegenpilze bringen auch diverse Links und meine Überlegungen zur Windkraft in unserer Umgebung … oder auch ältere Beiträge über Windenergie.

Wenn sie sich mit obigen Links auseinandersetzten, haben sie einen riesigen Fundus an Informationen über Windkraft und hier die aktuellsten, die über kurz oder lang noch zu Diskussionen führen werden:

2016-04-25_Ruth Schmitt_KiKu_Praesentation_Begleitgruppe

2016-05-30_WPKiKu_BG2_CKW_E4

2016-06-14_KiKu_BG_Protokoll_def

2016-06-28-AZ-Steht-der-Windpark-auf-der-Kippe

2016-06-28-Neue-Situation

Schauen sie diesen Beitrag nicht als politischen Standpunkt, sondern als Informationsplattform an. Bei all den Gerüchten, die herumgeistern und von offizieller Seite praktisch nichts zu hören ist, erstaunt es eigentlich nicht, dass die dort aufgeschalteten Filme nicht auf allen Betriebssystem laufen. Ihre PR-Agentur schafft auch das nicht, trotzdem sie schon mindestens zweimal darauf aufmerksam gemacht wurde. Sorry, wenn via Ruedmilan sie auf einem Deadlink oder nur einer Fotobezeichnung, statt Bild landen. Wir haben drei Blogs im D-I-Y-Verfahren gezügelt und sind keine Milliardenunternehmen.

Hier noch ein ganz spezieller Link, der darauf hinweist, dass bei uns die Windenergie vermutlich nicht einmal nur von der Subventionsseite her lukrativ ist. Die aktuellen Einkaufspreise für 1000 KWh – die Spotpreise. Wegen der Vernetzung auch die Spottpreise. Zumindest ökonomisch gesehen, werden die Wälder in nächster Zeit nicht gerodet. Und ökologisch kommt mir ein bekannter Spruch über Wald und Mist-eln in den Sinn.

 

 

Guinness Rekord und anderes nicht Alltägliches

Die Schlacht von Estavayer hat ein Glarner, genau genommen ein Berner gewonnen. Einige Eindrücke vom Eidgenössischen, wo ich doch eigentlich zu dieser Sportart nichts am Hut habe.

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Borsalino.ch – den Kampf gegen den König haben wir gewonnen – das wissen nur Insider.

Das Schwingfest habe ich gewonnen – zumindest den Eintritt. Mindestens einmal muss man dies erlebt haben. Das ist eine andere Welt. Die meisten haben mit dem Schwingen wesentlich mehr am Hut als ich und die meisten tragen einen Hut oder eine Mütze. Vor Jahren wurde ich verspottet, dass ich so einen Hut trage und heute werden die als Werbegeschenk verteilt oder sie werden im Souvenirshop gekauft. Die Zeiten ändern sich. Und ich bin stolzer Besitzer eines neuen Käppis mit Gockel darauf, dem Erkennungszeichen der Reformierten. Der Guinness-Rekord steht am Samstag kurz vor drei Uhr fest … das aus gut unterrichteter Quelle … aber noch finde ich nichts Offizielles auf Deutsch auf dem Netz. Mais, nous sommes bilingue. Ne, nicht echt, aber im Gegensatz zu Google weiss ich nun was eine Toupin ist – eine Trycheln, e Treichle. Was soll es, die „Rekordsucht“ liegt wohl in der Familie.

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Voller Wonne verspeisen Tausende ein halbes Poulet. Keine Ahnung ob es eine Henne oder ein Hahn war. Ein Weber, einige von diesen spinnen auch, findet das aber eher einen Hohn. Dieser scheint Besitzer von Dritt- und Viertwohnungen zu sein, also darf man getrost gegen Zweitwohnungen abstimmen lassen. Michales Zeitung habe ich erst einmal gekauft, als sein Vater starb. Hans war ein ganz toller Typ, mit dem ich mehrmals in Zofingen diskutiert habe. Den heutigen Blick gibt es gratis. Seite 6, nicht mit Sex – das war früher doch auf Seite 3 – berichtet über das grösste Cordonbleu der Welt aus der Ostschweiz, das geknackt werden soll. Schwein ist halt was anderes, als Huhn. „Blick sprach zuerst mit dem Toten … Vater, Mutter, Kind und Knabe, warten auf die nächste Blickausgabe … .“ Bei Lust auf mehr, könnte der ganze Text aus den 70-er Jahren eingescannt werden.

Eine Viertelmillion Besucher wurden erwartet und …

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… es kamen 280 000 und alles andere als Stau auf den Anfahrtswegen, weit ab von GPS-erfassten Strassen, umsäumt auch von Mais- und Tabakfeldern …

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… Bullish ein ausgebüxter Stier in Edelweiss-Unterhosen und …..

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… 1000 Kilo Muni, die man wunderbar als Sitzbank verwenden könnte. Nicht des wunderbar verzierten Leders wegen. Sehen sie den Gockel, dessen Kopf nach rechts schaut? Sambo auf dem oberen Stierenberg – Montbautier – habe ich im Landdienst als Sitzfläche verwendet. Mein Chef-Bauer hatte einen mittleren Schock, aber als Alt-Teuffer hat man geschichtlich schon einiges über das Zusammenleben von verschiedenen Lebewesen mitbekommen. Und wer einen eigenen Blick hat, stellt fest, dass in diesem Beitrag ausgewanderte französische Protestanten, Hugenotten, schon erwähnt wurden. Und einer neben mir meint, dass Schwinger hauptsächlich aus reformierten Kreisen stammen. Diese Beobachtung scheint mir nicht ganz abwegig zu sein. Wieso? Ich weiss nur, dass ich mit sechszehn den etwas leichteren Muni am Marché Concours National des Chevaux in Saintlégier im Trab vorführen durfte – der gehorchte wie ein Hund. Na ja, Franz – pas le tisseur (ou tireur) – das Ziel meiner Mutter, habe ich damals sicher nicht erreicht. Dort, wie in Estavayer-le-Lac heute, spricht praktisch alles Deutsch. Die Mutter meines Kollegen hatte damals die gleiche Idee, echt nicht abgesprochen. Sie wollten, dass wir zwei mal sechs Wochen getrennt waren. Wären, denn Winu war eine knappe Wegstunde über Felder und Wälder in Les Genevez (von Wachholder) mit Hahn im Wappen. Das „Dazwischen“ liegt heute, fast wie im meist friedlichen Kampf beim Schwingen, nicht mehr im Kanton Bern, sondern im Jura. Estavayer liegt im Kanton Freiburg, aber das Fest findet vermutlich nur im Kanton Waadt, auf Gemeindegebiet von Payerne, auf dem Flugplatz statt …

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… le Ginèbre, der Gin, wird auch hier wie viel anderes in rauen Mengen geflossen sein. Trinken, jede Stunde per Lautsprecher zum Wassertrinken angeregt. Herrlich heiss. Auch die Cigarre. Der Maulwurf, der hat keinen Hunger, der will nur Stroh einsammeln, denn die Getreidekörner kann er immer noch nehmen. Heute muss er sich gegen Lärm schützen. Der ist allgegenwärtig …

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… nur im Fumoir bei Villiger hinter dem Stand herrscht Ruhe. Vorne kann Mann und Frau aus drei Geraden ein Bündel Krumme zöpfeln. Danke für diesen Tag und mit viel Glück sehen wir uns in Hawai wieder oder in Zug mit dem Zug, wo in der finanzkräftigen Stadt, das nächste Eidgenössische in bescheidenerem Rahmen stattfinden soll …

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… so wie es aussieht fliegt auch die Patrouille Suisse verschiedene Destinationen an … vielleicht als Ersatz für die Swiss gar Genève … Begeisterung pur, auch wenn die nicht ganz zu den Flüsterjets gehören. Hier ein ganz spannender Beitrag zu  der Jagdtechnik des Tigers

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… und ob diese Schattensuchenden wohl ihre Situationskomik bemerken und an die aktuelle Lage der Kampfhandlungen in der Wüste Syriens oder auf den sieben Sägemehlplätzen denken. Irgendwie kommt mir der Beitrag über die bösen Buben in den Sinn. Den König Hussein kenne ich nicht, nur König Ruedi …

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… der Tag schien ein voller Erfolg gewesen zu sein …

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… 52 016 Sitzplätzte – auch das ist Rekord mit der weltgrössten transportablen Tribüne – das macht 50 Kilo pro Person …

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… hier die kleinste Bühne, gewichtsmässig mag das bei Francine Jordi wohl noch hinhalten, aber stimmgewaltig wie sie ist, hat der Speaker vom Nachmittag eindeutig das Nachsehen. Und einen Feldstecher brauchte ich auch nicht. Ja, später erhalte ich noch Glückspost-Nachhilfeunterricht – „die Liebe ist der Sinn des Lebens“. Es wird wohl kein Zufall sein, wo dies Interview geführt wurde und dass ich spät abends noch „Ja wenn i Bundesrat chönt si“ sang.

Chronologisch machen wir jetzt einen digitalen Hüpfer, einen Einschub und hören was „meine Tabletänzerin“, am nächsten Tag erzählte. Übrigens, sie hat wohl geahnt hat, dass ich noch nie ein Konzert von ihr life erlebt habe. Ich glaube, bei ihr kommt sogar der eingefleischteste Opernfan ins Schwitzen und Klatschen. Hören wir zu, was Frau Jordi mit Bundesrat Parmelin begleitet durch Sonja (die Weise oder Schlafmaus) Hasler – unser Minister für Kampf und Sport. Eigentlich wollte Jordi Militärpilotin werden.

Sport dann Kampf. Schwingerhosen, die fast an Lederhosen erinnern. Solche und Dirndl sah man viel beim Schwingen. Da lob ich mir meinen Nabholz-Trainer – ein Sammlerstück.  Sempach wird von Glarner abgelöst. Sich in der Geografie zurecht zu finden ist nicht immer ganz einfach – beide aus Bern und beide Mättus, Matthias – ein „Geschenk Gottes„, Matthäus. Vor 12 Stunden: Meiringen feiert trotz Regen. Und eine Stunde zuvor wird gemeldet „Meiringen vermisst eine F/A-18„. Ja, zum Glück bin ich doch nicht Bundesrat. Der Artikel berichtet von 400 Flugunfällen bei der Schweizer Flugwaffe seit 1941 mit über 350 Toten! Kann das wirklich sein? Vermutlich müsste nun der Beitrag über die bösen Buben doch gelesen werden, zumindest von Guy Parmelin – genau vor drei Jahren, am 29. August. Zufälle gibt es nicht. Und unser König, den ich damals noch nicht nannten, heisst Peter Bichsel. Sorry, wenn dort nicht alle Fotos geladen sind. Technik ist nicht immer ganz einfach zu begreifen … noch suchen sie am Sustenpass und die meisten begreifen nicht mal, dass man einen Jumbo im Pazifik nicht finden kann.

Schwingen wir uns nach einem tollen Tag doch ins Bett und fühlen uns als König – dazu braucht es kein sciure (Sägemehl) und man muss sich nicht „die Zwei abwischen lassen“.

 

W.Nuss-Fliegenfalle und Span-ende Zeiten in Bern West

1000 Jahre Bümpliz-Bethlehem und nicht mal 2% davon selbst miterlebt – aber diese ziemlich intensiv. Rund ums Stadtfest Bern. Und ein weitere Variante, wer und was mit W.Nuss in Verbindung gebracht werden kann.

Zwei spannende Tage in Bern und davon eine übervolle und tolle Stunde Span im Westend in Bern. Die dienstälteste aktive Mundardrockband, die den „Bärner Rock“ erfunden hat. Und papper la papp, wer in der Geschichtekiste wühlt – und das werde ich heute – kommt nicht um Hofer Polo’s Schmetterband herum.

Ein Span ist genau 22,86 cm lang, etwas länger und höher, als eine durchschnittliche Treppenstufe. Stägeli uf Stägeli ab juhe singen die Span …

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… wer kennt das Stück nicht und derweil schleppen sie Harassen weise auf der Treppe hoch und runter. Courgenay, die Gilberte habe ich nie kennen gelernt, aber dort wurde ich mal kurzerhand zum Zivilschutzkadi gekürt und war zuständig, dass halb Langenthal mit Jura Wein versorgt wurde – ein Palette. Verdursten musste an diesem Platz niemand. Wein gab es zwar nicht, aber Berner Felsenau Bier. Das Bärner Müntschi musste selbst organisiert werden. Das könnte in Erinnerung bleiben.

Dr Louenesee – den habe ich vermutlich noch nie gesehen, weil der Lauenensee heisst – das tönt ja wie ein Sprachfehler.

Fehler, da blenden wir zurück. Dem Vetterli-Wirtschafts Werner sein Tscharnergut Delikt. Schade haben wir nicht die amerikanische Recht(s)sprechung, denn dann wäre die damalige SRG, das SRF zu solch hohen Schadenersatzforderungen verklagt worden, dass man das Tscharnergut ganz neu hätte erstellen können. DSC_9622

So sieht der aktuelle Scheibenblock der himmeltraurigen Berichterstattung durch das Schweizer Fernsehen heute aus. Journalismus vom allertraurigsten, was ich in 60 Jahren je erlebt habe. Vetterli Wirtschaft vom Leidsten, wie die ganze Schweiz manipuliert werden kann. Und das schreibt einer, der viel mit Menschen aus Leutschenbach und Beromünster zu tun hatte und nie werde ich die erste Begegnung mit Beni-National vergessen … in einem Aquarium. Beni ist ein echt toller (Fernseh)-Mensch.

Vetterlis Glück, dass mir der nie in der „Fernsehkompanie“ über den Weg gelaufen ist, der müsste jetzt kriechen. Aber herrlich ist, dass diesem traurigen Kapitel der Schweizer Fernsehgeschichte auf Reportagen – einer Sonderausgabe „Zu Besuch in Bümpliz Bethlehem“ die Schlussseite gewidmet wurde. Und so einen wählte man zweimal in den Nationalrat. Was aber viel interessanter ist, einer aus der Redaktion soll mit mir Kontakt aufnehmen. Ich vermute sogar, dass ich Dänu schon kenne, er meinen Brüetsch, der wirklich Karten und GIS-Daten lesen kann und sich dieser mal irgendwo im Himalaya verfahren hat, weil er nicht Karten lesen konnte.

Die Welt ist klein. Heute liest mein Vater in Reportagen und sagt, dass die nicht mal den Namen der Bümplizer Hebamme kennen. Einen Topolino soll sie in den 40-iger Jahren gefahren haben. Dieser war grün und lief noch in den 70-iger Jahren. Da war ich mehrmals eingeladen, dem Kipfi seine Fahrkünste zu geniessen. Da ich nicht so ängstlich bin, hatte ich nicht die gleichen Erlebnisse, wie Housi. Von Nelly, meiner Mutter, wollen wir gar nicht über die Angst berichten, denn Frau Kipfer besass keinen Führerschein. „Es reicht doch, wenn ich ein Auto habe.“ Und destotrotz bestand zwischen der resoluten Hebamme und der Präsidentin dieses Vereins ein herzhaftes Miteinander. Einiges ist hier nachzulesen.

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Hier stand mal ein Bauernhaus und ein Anbau, wo die „Dorfhebamme Kipfer“ wohnte. Die Bauernfamilie ist ins Welschland ausgezogen. In „Reportagen“ steht, dass man vermutet, dass die W.Nuss dem Küpfi gewidmet wurde. Der Songschreiber, Büne Huber, lebte unter anderem im Haus links im Fellergut. Und wegen ihm gab es einmal kratzfeste Erinnerungen und Ärger … und nun schmunzelt einer, den ich morgen sehe. Diesen habe ich an einem kirchlichen Anlass kennengelernt.

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B5710Butterick, fast eine Venus aber mein Stück dürfte den höheren Handelswert haben

Die Geschichte um W.Nuss dürfte auch kirchlichen Charakter haben. Housi hat mich zu dieser Analyse verleitet, der mal Kirchgemeinderat von Bethlehem war. Nicht der Abwart Housi, den Endo Anakonda besingt, wie am Samstagabend auf dem Europaplatz unter der Autobahn. Hans und der Öttu, der Vater vom Öufi-Bier Alex und der Pesche traten einmal zusammen aus dem Kirchgemeinderat Bethlehem aus – weil sie in der Kirchgemeinde Bümpliz wohnhaft wurden. Dort wurde der letzte im Alphabeth auch beerdigt und es könnte sein, dass dort eine nordamerikanische Moor-Blume aufs Grab gepflanzt wurde, die dieser liebte und oft im Botonischen Garten Bern angeschaut hatte. Sein Tod, der mich als ehemaliger Rollstuhlfahrer heute mehr berührt, war allles andere als einfach und nahm seinen Anfang, indem er mit dem Auto, in der Nähe seines Sanitärinstallateur-Betiebes bei eben diesem Garten in eine Mauer krachte. Frühmorgens, im Frühling zur Spargelzeit. Der ehemals sehr muskulöse Mann liebte die Venusfliegenfalle, die Dionaea muscipula.

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Und wo lebt sie … in einem Glashaus. Am Sonntag aufgenommen, auf dem Weg zum Schlauchturm der alten Feuerwehrkaserne Bern.

Und es würde mich freuen, wenn wir hier noch einmal das kunstwerk.ch in Bern auferstehen lassen könnten. Die Treppenstufen sind hoch und steil und was haben wir oben. Ein absolut einmalige Aussicht auf Bern. Auch auf den Bantiger, der mit einem Kabel zum „Aquarium“ verbunden war, der militärischen Fernseh- und Radiosendeanstalt.

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Der alte Schlauchturm der Feuerwehr-Kaserne Bern von aussen …

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„What else“, „ich lebe nur einmal“ – Shang Hutter auf dem Friedhof Bümpliz und heute zweimal im Gespräch, Nespresso, the else und ein Biokaffeekapsel-Projekt … ein Capital Venture. Absolut zwei sensationelle Tage und morgen – sorry hüt isch nid morn, aber morn isch de scho hütt – geht es so weiter.

Das gibt es wirklich in 1000 Jahren nur einmal. Tschau zäme. Dieses Stück von den Span habe ich in der Disco Grotte im alten Brünnengut nie auflegen können. Es ist zu modern. War es 1979 oder 1980, wo der Ausbau des Brünnentunnels kam? Ich weiss es nicht mehr, auf alle Fälle im Herbst 81 gab es dann einen ganz neuen Lebensabschitt. Bern West gehörte dann meiner Vergangenheit an. Nur eins weiss ich noch heute, im Gegensatz zu vielen anderen. Das Westside gehört endgültig zu Bethlehem und nicht zu Bümpliz. Und auch wenn es in „Reportagen“ so steht, die Toblerone wurde nie in Bümpliz produziert – bis 1985 ir Längige (Länggass) und dann noch westlicher als das Westside – am Westend.

Und übrigens, die Disco Grotte stand dort, wo der Neophyten-Stand zu finden war. Aus bestens unterrichteter Quelle weiss ich, dass auf dem Friedhof, wo auch „meine“ Hebamme ruht, vor einigen Jahren keine Venusfallen zu finden waren.  Diese können bei uns gedeihen … zumindest im milderen Basel und dort geht es jetzt hin … wegen Kaffeekapseln und und und … eben ganz-anders. Aber dazu später mal mehr.

Welterste echte Zapfenzieherausstellung

An der Vernissage am Freitag, 2.9.2016, 19.30 Uhr im Weberei & Heimatmuseum, Schmiedrued eröffnen „Hobbykünstler und Sammler aus dem Ruedertal und Umgebung“ die Ausstellung. Alle sind herzlich willkommen.

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Als ehemaliger Weinbauer, Weinbergsmauer-Besitzer und Naturschutzpräsident in unserem Tal freut es mich, einige Stücke aus meiner Sammlung zu zeigen. Erste Aufgabe wird sein, einen echten Zapfenzieher herzustellen. Ausgangsmaterial gibt es im und um die Hammerschmitte zu Hauf. Aber seien sie beruhigt, ich zeige auch Flaschenöffner welche Kronkorken heben und einige spezielle Geräte. Und vermutlich werden auch einige Korkenzieher zu sehen sein.

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