Von Schnecken, Rehen, Pferden, einem Geier und einem Hammel

Einige Eindrücke vom Slow Food Market in Zürich. Langsames Nahrungsmittel und als Markenzeichen dr Hüslischnägg. Seit über 30 Jahren in Italien ein fester Begriff und nun versucht man der Kritik entgegenzuwirken, auf Deutsch etwas weniger kritisch.

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Das Markenzeichen ist in meinem Garten ein Begriff. Meist waren an der Ausstellung auch die Zuschauer so gedrängt. Ein voller Erfolg und supergute Sachen genascht und degustiert. Aber fangen wir doch am Morgen an. Ein Messeticket an einem Automaten zu lösen ist mit langsamem Lesen möglich und wer mit dem SBB-Automaten nicht zurechtkommt, findet auf dem anderen Geleis einen ZVB-Automaten. Der grösste Unterschied wird die verschiedene Software sein. Langsam, aber die Schweizerischen Verkehrsbetriebe haben dieses Jahr versprochen, das Problem zu lösen. Vermutlich langsam.

Am Abend geht vor diesem Automaten die Türe nicht auf. Es ist ein Blatt an der Türe mit so viel Text, dass ich vermutlich jetzt noch am Lesen wäre. Der Lokführer: „An jeder Station das mit dem Lautsprecher durchgeben, ist nicht meine Aufgabe. Ich bin angestellt, zum Fahren.“ Ja, die Kunden können einem den ganzen Tag verderben. Den viel grösseren Fisch zieht die SBB-Präsidentin Ribar (Fischer auf serbokroatisch). Den Lift nach unten nehmen, wäre eine Konsequenz.

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Max Frisch Platz, nur der Lift hat nicht viel Platz. Er steht ja auch an einem nicht viel befahrenen Ort – in Oerlikon. Er ist ähnlich gut eingestellt, wie der einfahrende Zug, der die Türen schon lange offen hat und noch einige Meter weiter rollt. Eine ältere Dame will den Lift mit einem grossen Koffer verlassen. Die Rollen schaffen den Übergang nicht. Hilfe ist angesagt. Falls sie im Zürcher Durchmesser-Untergrund aussteigt, hoffe ich, dass sie weiss, wo sie durch rollen muss. Die Anzeigen dort sind gelinde gesagt für nicht tagtägliche Pendler eine Zumutung.  Wer ist schuld? Der Architekt wollte es so aus Design-Gründen. Das ist kein Witz, wer eine Besichtigung mitmacht, erfährt dies vom SBB-Personal. Und Migros und Coop sind schwarz – er will es so. Wieso nicht auch das SBB-Logo in Trauerschwarz. Slow thinking wäre angesagt.

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Zürich die 326 Mio. Stadt. So viele werden vom ÖV transportiert – einige wenige im munzigen Lift. Seite 2 im schon etwas älteren Blick – Stephan Hawking gibt der Erde nur noch 600 Jahre. Ich denke, in Zürich, so wie es da aussieht, findet der Weltuntergang früher stadt – sorry, statt. Ärgern? Sicher nicht, das werde ich vermutlich nicht erleben. Vor fünf Jahren war mit dem Weltuntergang auch nichts. Aber hier hat es einige schöne Sachen, die zu Slow passen … sogar Glencore ist schon einmal erwähnt worden. Zumindest BR Sommaruga wird mit ihrer Forderung in die Geschichte eingehen. Schöner Sonntag, ein echter Aufsteller. Ethik wird leider heute in der Schweiz oft mit Füssen getreten.

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Schöner Sonntag? Von Wärme keine Spur. Das erste Mal Schnee in Mittelland. Einmal wird Langenthal erwähnt, kurz darauf Langnau. Was soll’s, ein Verbindungskollege hat mich auch schon am andern Ort gesucht. Heute 3/4 Stunden Umweg. Handy und GPS gab es damals noch nicht. Slow. Was können wir dagegen machen, gegen die Wärme: Kein Wasser verschwenden, Etiketten lesen und sich Zeit für den Einkauf nehmen. Daneben hat Slow Food hat auch noch wirksamere Vorschläge. Weniger Fleisch und saisonal essen … aber sie können auch mehr tun. Ich hoffe es.

Dann kommt die Haltbarmacherei. Sirupe. Erinnert mich an Konzentrierbar. Und jetzt die erste, die alles slow nimmt …

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… Slow Food, Papierschnitzel an Rahmsauce? Echt vegan. Aber dazwischen muss ich doch einen Zürcher Wasserbüffel probieren. Zumindest der echt geschmackvollste Büffel, den ich aus Zürich je genossen habe. Und dann gleich noch drei Degustationen … sorry, aber die Ausstellung war zu slow, als dass ich am Schluss noch mals zurück kam. Arnold. Bei seinem Vater habe ich rund zehn Tage lang mit Cremschnitten „überlebt“. Das Walliser Nussbrot ist immer noch eine Wucht. Und Humbels Rüebli Schnaps – Gemüseschnaps, da hab ich nur Spargel und Steinpilze auf Lager.

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Fish Wasser – 100% aus Linthmais – erster klarer Whisky lässt grüssen. Echt mehrere Sünden wert.

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Gefunden bei Käsers Schloss. Es könnte sein, dass sie bei mir zuhause Hahnenburger oder Château-Neuf-du-Robinet aus einer seiner ehemaligen Whisky-Flaschen serviert bekommen. Recycling pur. Der Schnaps- und Etikettenkünstler erklärt uns auch was dieses Getränk auf Japanisch und Küsschen auf Chinesisch heisst. Letzteres finde ich nicht, aber …! Elfingen oder Effingen. Spielt nicht eine so grosse Rolle, Nachbardörfer. Sie finden das Schloss garantiert oder am Samstag auf dem Markt in Aarau. Kennengelernt habe ich ihn an der Cigarrenmesse. Nicht mal erwähnt. Der Hybride Kunde genoss dort einen Whisky und hier slow, der zweite Teil ist heute nicht anzutreffen. Oder doch? Ab Donnerstag mit dem Porsche 4WD zu Lidl? Preiselastisch. Heute ist das Gummiband an vielen Ständen eher etwas überzogen.

Welches sind die meist gelisteten Weine in Zürcher Restaurants? Da muss jetzt wirklich keiner studieren – Italienier. Je teurer, desto besser. Einen aus einem aufsteigenden Gebiet probiere ich – Maremma. Der bekannte ist eindeutig besser, aber viel zu teuer. Sorry, Holz ist vielseitig, aber der Trend ist eindeutig weg vom Wein. Nur, bis man das in der Schweizer Finanzkapitale merkt, geht noch eine Weile. Nicht alle. Beste Kenner der Lage finde ich immer in meinem Nachbarkanton. Aber die sind recht dünn gesäht. Meist zählt nur Geld, genau genommen ein hoher Preis und die Etikette. Amüsieren sie sich – ich wäre vermutlich ein leckerer Hipster.

Italien, das zieht. Einer verkauft Pecorino. Sorry, aber der würde besser die autochthone Pecorino verkaufen. Er bietet vermutlich Pecorino Sardo mit der wachsartigen weissen Rinde in Kürbisform. Mindestens zwanzig Leute stehen an. Muss ja wirklich toll sein. Pfui Spinne, Salzlake pur. Da schwelge ich noch heute vom Pecorino, der mir ein italienischer Käsehändler geschenkt hat. Mitversucht haben den aber zwei grosse Käsehändler, der eine spezialisiert auf Parma, der andere auf Mozarello und eben Pecorino. Der vierte im Bunde war begeistert – Käseverkäufer auf der Chefetage. Diese verkaufen heute höhlengereifter Geisskäse aus den Niederlanden. Der ist sogar gut.

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Schafmilchkäserei.ch – der schmeckt wesentlich besser, als der italienische. Pecoretta das Schafkäslein in etwa. Die dunkleren sind noch besser. Schöne Diskussion, kein anderer will in diesen Minuten was von den verschiedenen Käsen probieren. Geniesst Schweizer Ware. Aus Wald kommen sie. Zürich, nicht Appenzell oder Walde, wie die Gemeinde wo ich wohne nach dem Bindestrich heisst. Schreibt es ruhig auf eure Visitenkarte.

Schweiz – AOP und IGP. Dreiunddreissig (33 nur) Produkte, hoch lebe die Schweiz und fünf dürfen das Signet nicht tragen, weil sie keinen Mitgliederbeitrag bezahlen. AOP, kein einziges Fleisch darunter. IOP, nur Fleisch und Kirschtorte. Hier müssen sie schauen, ob das Schweizerkreuz auf dem Signet ist – sonst sind Auslandrohstoffe in der Schweiz verarbeitet. Irgendwo steht protégées. Irgendwie kommen mir die Etikettentrinker in den Sinn. Es gibt heute viel zu viele Label. Gute. Ja. Aber die Übersicht fehlt und jedesmal hat es das Kleingeschriebene dabei. Aops, igips, da wollen sich einige übertreffen. Möglichst noch mit nichtssagenden Punkten oder allenfalls eine Tendenz abschätzend. Weinpunkte vergeben ist Geschmackssache und daran glauben Glückssache … manchmal müsste man auch PR-Sache sagen. Wenn der bekannteste mit 90 Punkten stahlt, dann sind das effektiv 80 oder 16 Punkte – er parkiert von Null bis 49 und fängt erst mit 50 an. Degressiv wäre eine arithmetische Steigerungsmöglichkeit.

Ich will Produkte, die ich wieder kaufen werde, weil sie schmecken … allenfalls noch bezahlbar sind. Zumindest der Sprinz schmeckt wesentlich besser, als der Grano Padano den ich erhalte, als ich nach einem Parmiggano-Reggiano frage. Dreijährigen Emmentaler habe ich schon genossen, sechs Jahre alten Parmesan möchte ich einmal essen. Slow, versteht sich.

In der Landliebe sind Dörrfrüchte abgebildet. Schrumpelig, braun, manchmal glasig. Solche sucht man in Zürich vergebens. Zitronensaft gebleicht, hauchdünn geschnitten, geometrisch geordnete Formen. Entschuldigen sie, aber vieles macht nicht echt zum Essen an. Marroni-Honig will ich trotzdem probieren. Sieht sehr hell aus. Zuckerguss pur – arme Bienen und echt schweinisch teuer. Echt guter und bezahlbarer miel de chataigne ist auch in Südfrankreich nicht mehr ganz einfach zu finden. So. langsam muss ich mit dem slow food aufhören. Irgendwie erinnere ich mich noch an das Murukku – über die Hälfte Rapsöl.

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Traktor – da kommt eine Idee. Sponsoren sind gesucht. Biotta oder Botta – die Dame dort hat sichtlich Freude. So, nun zu echt Flüssigem, Slow Wine, 23 000 Weine. Einige wenige haben wir nicht degustiert! Aber zuerst doch noch eine Nase voll Vinum. Viele Magazine liegen zum Mitnehmen auf. Echt eine Nase voll Vinum nehmen. Das druckfrische Magazin stinkt richtig zum Himmel. Erinnert mich an den ehemaligen Chefradaktor Gernet: „Genau, Schwefel.“ Es ist immer noch kein „richtiges“ PR-Blatt. Es werden auch Weine erwähnt, die nie eine Reklame schalten. Das ist echt toll. Reklame brauchen sie auch. Was ist das für ein komisches Ragusa? Ein Piemonte von Lindt. In etwa nachgeahmt, wie der goldalufoliene Schoggihase. Einiges fällt mir im Zug auf. Johann-Baptista … ich sage Gian-Battista. Tannin, Ricola-Bonbon, Garrique-Kräuter … gemeint sind australische Extraklasse oder alpine Frische aus dem Eichenfass – die höchste Erhebung im Sausal ist 671 Meter über Meer. Keine Ahnung, wie der Wein schmeckt, aber Schmunzeln ist erlaubt.

Ab nach Südfrankreich, wo es echte Garrique gibt. Kräuter und Weine, die nach Kräutern riechen. Herrlich. Der Ch9dP, vollmundig, trifft für viele den Geschmack. Nicht mein Ding. Die Fässer sind vermutlich sogar aus Süssholz gefertigt. Der ist nicht von mir, verteidigt sich Jean-Pierre. Chateaulacroixdespins.fr – sollten sie einen Seitenladefehler erhalten, der Name ist nicht ganz einfach. Der Wein mehrfach. In Mazan oder im Caveau de Gigondas erhältlich. Beides finde ich ohne GPS und Karte. Einfacher geht es via Divo. Nur die Dentelles de Montmirail werden fehlen.

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Unter Geiern kommt mir in den Sinn. Aber das trifft nicht zu. Bei Dominik Benz können sie sich auch beteiligen – Zins gibt es in flüssiger Form und der ist nicht zu verachten. Mit Mikrokrediten sind sie dabei. Als Anlageempfehlung, die ich eigentlich nie abgebe, ist aber sicher der Wein zu rechnen.

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Ein Bild aus einem Weinberg in Rheinhessen. Hirsche? Nein, Rehe auf dem Weingut zum Hirschof. Ich schätze, so auf dem groben West-Deutschland-Kartenausschnitt, dass das in der Nähe von Worms liegen könnte. Luftlinie fünf Kilometer. 100 Punkte. Im Kühlschrank meiner Begleitung wartete ein Secco auf uns. Der zweite. Der erste hatte ich beim Rebschneckle. Und dieser hat auch einen Albet i Noya auf seiner Bestellliste. Bitte beachten sie die URL einmal genau. Himself war bei Delinat an einem Stand. Über Katalonien und die Chancen haben wir uns köstlich unterhalten. Auf Englisch, Katalan verstehe ich nicht. Allenfalls Bruchstücke. Der Reserva Marti wurde zum 3. Geburtstag zu Ehren seines Sohnes Marti (Martin) kreiert. Er ist heute 24 und den Wein habe ich das erste Mal im Winter 1998 gekauft.

Der Hammel und die Pferde begegnen uns am gleichen Stand. Zuerst sprechen wir über den Domaines de la Bolliattaz. Villette Grand Cru. Diesen Wein habe ich als Festwirt vor langer Zeit einmal den Sponsoren des Concours von Herzogenbuchsee ausgeschenkt. Dann kommt Hansruedi, der Vorgänger von Martin (nicht der Katalane) und meint: „Du schenkst den falschen Wein ein.“ Der Luins les Cavallier wäre der richtige. Er hat den Wein gesponsort. Der Grand Crus hat auch ein Pferd auf der Etikette und wird seither immer noch am Concours für Sponsoren und Ehrengäste kredenzt. Noch Fragen? Dann wird es spannend. Ronaldo diskutiert mit. Pferde, da hatte ich eine harte Ausbildung. Kein geringerer als Freddy Knie junior und kurz darauf sind wir bei den Gemälden von Bruder Rolf. Rinaldo gibt mir Recht (Punkt 10), das freut mich. Wein und Sport verbinden. Manchmal auch Politik. Zum Glück wurde keiner von uns Grossrat … bekannte Namen hätten wir ja.

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Meine Begleitung konzentriert sich aufs Handy und ruft begeistert: „Der Federer hat gewonnen.“ Was meinst du? Na ja, gewonnen hat der andere Federer. Beide heimatberechtigt in Berneck – der eine reformiert, der andere katholisch. Auch über Rotscher oder Rosche, wie er eigentlich heisst, liesse sich viel schreiben.

Das wars. Nein, einen Stand darf ich nicht vergessen. Mit der Dame beim Festiguet alte Erinnerungen ausgetauscht. Müsste doch mal bei Ligerz auch erwähnt werden. Zu finden bei der „eigenen“ Haltestelle der Tessenberg-Bahn. An den Pinot Gris denken. Und in einigen Stunden schaut einer wieder mal vorbei, mit dem man auch über die Erlebnisse am Bielersee sprechen kann. Gespannt, mit was für einem Fahrzeug er diesmal kommt. Einmal war es mit einem Passat Diesel Turbo, der in Deutschland und der Schweiz noch nicht erhältlich war. Einziger Fehler. Im vierten Gang konnte er zu wenig schnell von Null auf 250 beschleunigen. Slow wird für einige ein Fremdwort bleiben. Bei ihm sicher nicht im Bereich essen und trinken.

 

Frankreich Frankreich und unser Kapi-Tal …

… ich kauf mir ein Baguette. Im zweiten Teil über Frankreich kam am Schluss dieses Pariserli und der berühmteste Mundartsänger der Schweiz vor. Da knüpfe ich an.

Frankreich Frankreich von den nackten Füssen den Bläck Fööss gesungen, ist nicht mehr was es 1985 war.

Jeannette, Claudette sind zumindest älter geworden. Wir auch. Fast nackt war in dieser Zeit vor allem die Crew vom Crazy Horse. Topshow. Einmal anschauen reicht. Heute sind die Massstäbe ganz anders. Das war im November 1987. Mit dem Reitverein an die Pferdemesse in Paris. Vor der Show ein wirklich gutes französisches Nachtessen. William Wyss geniesst es nicht so recht. „Was ist mit dir los?“ Vielleicht erhalte ich ein Telefon, dass ich als Nationalrat nachrutschen kann. Damals gab es nur Fixnet – aber es kam. Ich hatte ihm als erster gratuliert. Und da kommt mir etwas zu Calvaro in den Sinn. Da könnt ich zumindest noch die Wikipedia mit einigen Details füttern. Im Crazy waren ich damals mit meiner Frau zu dritt. Die Dritte noch nicht echt sichtbar, aber reitet heute einen Russen vom gleichen Händler. Er war um Potenzen billiger.

Heute rennt jeder Dritte mit dem Handy am Ohr durch Down Town Paris. Telefonkabinen, das gibt es nur noch als Seltenheit. Na ja, eigentlich hat es hier fast mehr Japaner und Chinesen, als Franzosen. Ich nahm mir auch die Zeit, das statistisch zu erheben. Vor allem Einheimische handieren. Französisch essen, wie Boküs, oder wie der sich schreibt, ist mit etlichem Flüssigem verbunden. Nicht Getränk – Geld. Herrlich so ein Sommerabend, wo alle draussen sitzen und futtern. Essen, ist fast ein Schimpfwort. Eigentlich macht es einem nicht so richtig an. Und das Restaurant mit dem Namen einer Innerei, war total ausgebucht. Ah, sah das lecker aus. Ich sehe was!  Schlage einen Kebab vor. Gemixt. Absolute Spitze. Euro 15.50 inkl. Getränk und Fleisch echt toll. Rind und Schaf. Die Engländer am Tisch nebenan, französisches Bistro, bezahlen für einen Teigfladen mit Kätschöp etwas mehr und ich sehe keinen Käse. Pizza nennt sich das. Erinnert mich noch nicht ganz an die Schweiz. Nur, der Teigfladen war für eine Person berechnet, wir genossen zu zweit. Das lernt einem, wir kochen selbst. Hapimag sei Dank.

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Frankreich ist bunt geworden. Weiss, gelblich und dunkel ist fast nicht zu übersehen. Was soll’s, bei Versailles sehen wir das Tor. Das dürfte demnächst im Januar für vier Tage anders sein. Friedensverhandlungen – Jubiläum. Bitte zählen sie noch ein volles Jahr dazu. 20 Jahre hat der gehalten. Hoffen sie, dass in Zukunft potenziert wird – 400 Jahre Friede in Europa wäre super. Osteuropa, hat es eh nicht geschafft und wir hoffen, dass es in Spanien und Katalonien einigermassen friedlich läuft. Sorry, ich habe ein ungutes Gefühl.  Bin halt vielleicht mal zu nah in dieser Region. 39 Minuten alt ist diese Meldung – kommt Puigdemont allenfalls doch in meinen Wohnkanton.

Frankreich Frankreich, wir begegnen François-Marie Arouet …

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…Voltaire, wir der genannt. Er erzählt von den Gärten von Versailles, die unterhalten sein müssen …

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… 120′ Euro kostet der Traktor, das Schneidewerk alleine 90 000 Euro – Laser und automatische Ausrichtung. Schöner Garten. Viel besser gefällt mir aber einige Tage später le Jardin de Norah – Brulange, das ist Frankreich, Frankreich. Geheimtipp. Trippelschritte gegen hohe Preise. Bei diesem Link kommt mir Tochter Nr. 1 in den Sinn. Vor rund 30 Jahren von unseren Eltern behütet, wir auf Walz in Paris. Lesen und schauen uns an, was wir wollen. App12 ist einfacher.

Sorry, Pause, muss eine Habanos holen. Tabak ist bei uns eh nicht viel teurer. Geniessen anschliessend auch eine bei Cafè Renaud. Die Lampen sind eine Wucht. Wer Vorläufer-Kunstwerke erwerben will, ist bei mir an der richtigen Adresse. Die Gruene Fee aus Solothurn lässt grüssen.

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Herzlichen Gruss an Christian Statttmann … und ich müsste jetzt wieder nach Frankreich Frankreich, da hängen einigen Unikate … und garantiert noch kein Schnee in Sicht. Heute morgen, war es am obersten Strassenübergang, passähnlich, in unser Gemeinde weiss. Eigentlich Zeit, um nach Südfrankreich zurückzukehren.

Aber wir sind noch in Paris. Le Musée du Fumeur. Das schönste und kleinste Museum, das ich je in Paris gesehen habe. „Villiger? Je connais pas!“  Eine Blechbox ist jetzt im Museum und ein Feuerzeug als Tausch bei mir. Da wir die einzigen Besucher sind, hat die Leiterin Zeit, mit uns eine Viertelstunde zu diskutieren.

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Da ist Frankreich Frankreich pur.

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Und Zeit, die etwas andere Zeit von Paris Revue passieren zu lassen …

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… wie hier im Louvre …

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… oder irgend wo in Town Town …

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… und nicht mal Lust, den Hunger zu bekämpfen.

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Lieber mal vom Solarimpuls zu träumen …

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… oder in einer Kirche vor dem Fliegen beten …

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… und zu fliehen, um diese total überfüllte Metropole zu verlassen und über ein Glas Wein zu sinnieren …

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… und zu überlegen, wer all die Champagner Cüpli trinken mag. Und gleich eine Flasche mitnehmen für meinen Copain. Oder heisst es nun Copin? Ausgezeichnet. Und das sogar mehrfach. Und beim freundschaftlichen Geniessen in der Schweiz wird ein Keks gegessen – Sthira – schon mal gehört? Diese weltweit erste Zellnahrung muss mann im Auge behalten. Leicht scharf. „Change your Body.“

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Frankreich Frankreich …

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… der Friedensvertrag, 98 Jahre alt, hat ganze zwanzig Jahre gehalten.

Denkpause.

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Und Szenenwechsel – 17 ehemalige Schiffsschleusen wurden durch einen Lift ersetzt. Schiffshebewerk Arzviller. Linien. Ab und zu muss was Technik drin liegen.

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Schoenenbourg. Östlichster Teil von Frankreich Frankreich. Maginot Linie. Linien. Zweiter Weltkrieg. Stimmt nachdenklich. 13 Schweizer Rüstungsbetriebe wollen Waffen in Bürgerkriegsländer liefern. Wieso? Weil ihre Umsätze schrumpfen!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!!! Sorry, die Taste ist absichtlich festgehalten worden.

Entschuldigen Sie bitte, aber da sind einige krank im Kopf. Irgend wo und irgend wann mal habe ich gelernt, dass die Schweiz Schweiz neutral ist. Zumindest war – oder müsste ich „war“ gross schreiben – War. Da sind Einige im Kapital, genau genommen im Kapi-Tal, im Tal angelangt. Dem sagen die heutigen politischen und kapitalistischen Führungsspitzen neutral.

Und stark Ausland abhängig. Von den 13 Firmen sind wie viele Schweizer Unternehmen? Ich finde nicht mal die Namen all dieser Rüstungs- und Zulieferbetrieben heraus. Ein Zulieferer macht Kabel, die Sysa. Pilatus, hier steckt Geld aus ins Ausland verkauften Rüstungsbetrieben (Oerlikon-Bührle) drin, das ist ja mal eher positiv und die Ruag ist auch nicht mehr eine 100%ige Rüstungsfirma. Dann noch drei andere. Mowag gehört der amerikanischen General Dynamics, Rheinmetall Air Defence ist ja wohl klar, dazu gehört auch die Zaugg in Lohn, angesiedelt im nördlichen Nachbarland und Thales im westlichen. Sitz ist in Paris, in la Défence genau und das heisst nichts anderes als Verteidigung.  Zwei Schweizer und ein Schweizer Bundesbetrieb und vier Ausländer, die sich vermutlich kräftig zu Wort melden. Es bleiben noch sechs. Die werden mir vermutlich mit einem Mail gemeldet, von einem, der in zwei der erwähnten gearbeitet hat. Ich könnte ihn auch anrufen und fragen wie es geht. War unter dem Messer. Keine Kriegsverletzung. Übrigens, 80% der Leser sind für ein Ausfuhrverbot, resp. 45% sogar für ein generelles Ausfuhrverbot. Die Umfrage ist etwa gleich aussagekräftig, wie die unterschiedlichen Abstimmungsresultate der Exportverbots-Abstimmungen. Vielleicht hätte eine vierte Abstimmung nun Chancen.

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Ruanda – Bürgerkrieg mit gegen einer Million Toten. Dafür wäre unsere Rüstungsindustrie zu haben. Schauen, wie der Bundesrat das anschaut – Cassis dürfte den Ausschlag geben. Hoffen wir mal, dass er seinem Namen nicht gerecht wird. Blutroter Cassis Saft, Cassis der Militär-Helm oder gar einer räuberischen Helmschnecke oder wird er in Zukunft souverän, nach der eigenen Meinung handeln? Auf dem Friedhof Père Lachaise hat es noch andere solche Mahnmale – hier hat es ein Bild, das vielleicht nicht ganz alle ohne Schaudern ansehen können.

Jetzt 2017, nächstes Jahr 2018 – 100 Jahre nach dem 1. Weltkrieg – 50 Jahre 68. Wissenschaftlich ausgedrückt sind wir im Wellental. Frankreich Frankreich ist vermutlich moderner eingestellt. Wir müssen zusammen rücken, Macron sagt, wir müssen ein gemeinsames Budget haben. Europa, Europa inklusive Schweiz, Schweiz, nicht ganz zusammen, nur näher … das ist friedliche Zukunft.

In einem anderen Tab sing Cohen …

… hallelujah.

180 Jahre „Ewigi Liebi“ und Ausserirdische

„Lieder die von Herzen kommen“ – der Männcherchor Schmiedrued unter Leitung von Anastasija Kadiša und die Theatergruppe beschäftigen sich am Unterhaltungsabend mit ausserirdischen „Erscheinungen“.

„Das Zitat des russischen Wissenschaftlers Konstantin Eduardowitsch Ziolkowski, einem der Begründer der modernen Raumfahrt, bildet den Abschluss der Performance: «(…) es stellt sich heraus, dass das Leben, d.h., das Lebensgefühl nur eine trübe Null, ins Schaukeln angetriebene Nichts, unausgewogene Ruhe ist».“ So ist es im Internet bei unserer heutigen Dirigentin zu finden. Alle heben heute von der Erde ab … oder besuchen die blaue Kugel.

Fotoapparat nicht vergessen, irgendjemanden suchen, der damit umgehen kann, der so mutig oder fahrlässig ist, dieses Ding eines Heavy Metall Konglomerats zu bedienen, mittlerweile mit dem dritten Objektiv. Aber noch schnell mal eine Probeaufnahme.

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Vor dem Einsingen schon die ersten Marsmenschen. Nur, die machen Mut. Beim Einturnen. „Die Töne müssen weit ins Weltall raus!“ Am besten zu den Ausserirdischen. Lars kam dann sogar ans Theater. Wir müssen jetzt dann zwei Stunden stehen … singen ist dabei wie Erholung. Für den einen oder anderen ist das ein Martyrium. Zumindest einer freut sich, dass er das wieder schafft. „Ewigi Liebi“. Eine hält sich tapfer, ihr ist nichts anzumerken. Wir kondolieren, letzte Woche ist ihr Vater verstorben. Sie singt mit uns ein, übt die Lieder, manchmal holpert es noch. Kommt das wohl am Konzert gut raus? Garantiert. Das Echo war super. Die Lieder gefallen. Nur ein Insider meint, wir sollten etwas mehr Leben, Bewegung auf der Bühne zeigen, damit die Zuschauer auch mitmachen. Notiert!

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Anastasija und Elisabeth Rampini aus Schlossrued, die uns am Klavier begleitet. „Sag Dankeschön mit roten Rosen“ und beiden wünsche ich „An Hauff-en“ Glück.

Und ich sag Dankeschön ab obiger Aufnahme – mit einer zweiten roten Rose für einen Engel – an  Angela di Ruggiero und Peter Lindenmann, „Strahlender Funke Göttlichen Glanzes!“, unser früherer Dirigent. Super, die beiden haben bei mir einen einminütigen Crashkurs absolviert und am Freitagabend für uns fotografiert.

Ausserirdisches. Wir singen Lieder die von Herzen kommen – ihr Dirigenten bewegt euch eher in Musik, die vom Bauch aus kommt. Wieso machen wir nicht mal einen Unterhaltungsabend in dieser total modernen Welt. Moderne Klassik, das ist anspruchsvoll. Ebenso moderner Jazz. Die Leute wünschen Rhythmus, sind süchtig (hooked) nach eintönigem Takt. Nebst „Äugelei“ liegt Anastasia auch das Wasser. Kurz vorher auf dem Pausenplatz. Unsere jüngste treueste Helferin läuft der aufgezeichneten Schweizergrenze nach. Sie will spielen, ich sollte arbeiten. Ich erzähle ihr vom heutigen Mail an Andrea Vogel, der als erster die Schweiz umrundet hat – 11 Viertausender an einem Tag. Am 20.2. nimmt er es gemütlicher. Schaue mir Andreas Fotos übers Wasser im Gletschergarten an. Eintauchen und hören was der Weltraumforscher im Referat zu Wasser erzählt.

Zugegeben, wir singen ja auch Lieder, wie „so es schöns Panorama„, das vermutlich im 3. Jahrtausend entstanden ist. Wär hets erfunde? Das Ricola-Original, das auch heute Abend verschlungen wurde – kennen wir. Aber ChueLee, nicht immer ewige Liebe, greifen auch mal auf einen ganz alten min Traktor zurück. Johnny Wakelin … in Zaire … das ist auch heute noch meine Welt, mein blauer Planet … vermutlich als DJ zig-mal aufgelegt …

… extended version … hier freut sich ganz speziell Marcel, 2. und  aushilfsweise auch 1. Tenor, Gitarrist und vor dem Einsingen benützt er eine Holzkiste als Bongo …

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… der erste von Links, er verlässt uns, zieht ins Fricktal. Er war nicht solange dabei wie Bruno Dätwyler und Max Hunziker (vor den Frucht-Gemüse-Teigwaren-etc-Körben), die erst ihr 40-jähriges Jubliäum beim Männerchor Schmiedrued feiern konnten. Erst?

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Ernst Häfel, nicht mehr aktiv und Martin Hunziker gratulieren sich zu je 50 Jahre Männerchor Schmiedrued. Seit 1967! Ich glaube, da hatte ich noch nicht einmal den Stimmbruch. Vier Jubilare bringen es auf 180 Jubel-Jahre. Herzliche Gratulation.

Wie immer, wir sind absolut polyglott. „Quattro cavai che trottano“ – von Pferden soll das Lied handeln. Cavalli heissen doch diese auf Italienisch. Die Lyrik zum Übersetzten  sprengt jeden Link. Versuchen sie’s. „Widder“, meint Google. Na ja, das Lied handelt vom Krieg, von Liebe und von Wein. Zumindest singt Berti von Sardellen und einem Boot am Strand. Deutsche Sprache, schwierige Sprache – den Komponisten Oscar Tschuor finde ich auf Holländisch – dabei hat er einige ganz bekannte Schweizer Lieder komponiert. Das nächste Mal singen wir vielleicht „la Pastorella“ – die Hirtin – von Vico Torriani. Keine Energie mehr mit Übersetzten verlieren, vielleicht klärt sich das ganze am Samstag – Internationaler Energiespartag. Verpasst haben sie nichts. Wir bieten mehr.

Na ja, es wurde Sonntag, bis das Cavai-Rätsel gelöst wurde. Heidi hat meinen Part übernommen, am frühmorgentlichen Aufräumen. Ich habe mich in Langenthal herumgeschlagen. Ansichtskartenbörse. Der Italiensammler weiss Rat. Cavai ist Tessiner Mundart für Pferde. Edgar wollte wissen, was wir auf dem Menü hatten. Bratwurst. Er spricht wie ein Aargauer und wollte in Bern mal eine Brotwurscht vom Grill. Das war dem Koch zu viel. Was, eine Wurst aus Brot? Dann soll er doch ein Schnitzel bestellen. Es gab sogar noch eines für mich zum Mittagessen. Und einen Schock. Erwin erklärte, dass das sein letzter Unterhaltungsabend war. In einem Monat ist er pensioniert und dann kommt Reto ans Ruder. Danke für die 20 Jahre intensive Arbeit von Erwin Schmid als Präsident, Kassier und und und.

„Ewigi Liebi“ – darüber habe ich schon geschrieben (78) und schön, für welche es gilt. Immerhin 29 Jahre bei mir und schön, wenn mann es noch einmal steigern könnte. „Das cha nur Liebi si“ – das Original, zumindest aus der Heimat meines Vaters. Das schönste Lied des Abend und „Goodbye my Love, Goodbye“ das bekannteste, das Demnis Roussos zum Durchbruch verhalf. Wir sangen Lieder die von Herzen kommen.

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Markus Stirnimann erzählte dazwischen aus „seinem Leben“ verschiedene Witze und hatte die Lacher auf seiner Seite. „Wer hat heute Geburtstag?“ Frieda erst morgen. „Dann müssen wir nicht Happy Birthday singen, sondern hüa ho alter Schimmel hüa ho.“ Seine Mutter hat übrigens die Antibabypille ins Nasenloch gestopft, damit sie keine Schnudergofen bekomm. Sie mussten am Tisch auch nicht beten, denn seine Mutter konnte gut kochen. Der Lehrer in der vierten Klasse zu Markus. „Was ist ‚ich hätte nicht geboren werden sollen‘ für eine Form?“ „Zweites Präservativ defekt.“ Die ganz struben wage ich nicht wieder zu geben. Einer fällt bei Rot an jeder Ampel mit dem Motorrad um. Markus, auf dem Velo, frägt beim fünften Rot, wieso er immer umfalle. „Ich wurde eben geschieden und meiner Frau wurde der Seitenwagen zugesprochen.“ Er wollte einen 5-er und einen 3-er Bohrer, um ein 8-er-Loch zu machen. „Nimm doch einen 4-er. Dann brauchst du nur einen und nicht zu wechseln.“

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Die Theatercrew unter der Leitung von Lotti Giger spielte den Galaktischen Schwank „Bsuech vom Mars“ von Nick Hasler und Lukas Bühler.

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Die Regie führende Anni Bürli und die beiden Ausserirdischen Lars, Katharina Schlatter und Seppi, alias Willy, Grossackerbauer und 1. Tenor.

Werner Stalder hat uns auch besucht und möchte frühzeitig zurück ins Altersheim des Spitals. Die haben keine Ahnung, wer den Krankentransport mit seinem grossen Rollstuhl, dessen Hebel er mit dem Kinn bedienen kann, durchführt. In Menziken scheint es auch einige Ausserirdische zu geben. „Rote Rosen“, das hat mir am besten gefallen. Jede Frau im Saal hat eine erhalten. Werner ging mit fünf nach Hause. Er freute sich darüber und über den gelungenen Abend. Er ist einer unserer treusten Fans. Merci und alles Gute. Anschliessend spielte Fäger Hampi zum Tanz auf bis in den frühen Morgen.

Hier noch die Beiträge von Frieda Steffen im Wynetaler Blatt:

eins –   zwei –   drei

Sherlock Holmes spielen ….

Warum erhalte ich wieder mal so eine dämliche Watson-Meldung?

Alu-Hut-Alarm: Darum glauben so viele Leute an Verschwörungstheorien“ Gehen die davon aus, dass ich an Verschwörungstheorien glaube, nur weil ich schon einige Male darüber geschrieben habe? Und einmal wurde sogar Marlboro und KKK im Finanzblog erwähnt. Nur, der Zigi-Text ist nicht von mir – von Sackstark und der Königin der Elven – sorry Elfen. Von beiden schon lange nichts mehr gehört. Oder wissen die, dass ich mal in Neuenburg bei Burrus gefragt habe, ob die tatsächlich Salzsäure zur Produktion von Cigarretten eingesetzt wird. Nein, sagte der Direktor vor versammelter AIESEC-Gesellschaft. Acid Chlorhydric sei auch hinter dieser Türe mit dem Totenkopf darauf, erklärte mir ein Mitarbeiter später in der Produktion. Der Herr Direktor, wie das damals noch hiess, hatte dann bei meiner Bemerkung nach dem Rundgang einen etwas roten Kopf bekommen. Mach es wie Holmes, rauche Pfeife. Sehr wahrscheinlich auch nicht gerade gesund, aber man inhaliert nicht.

Die Seite kkk.com ist nicht erreichbar. Alles andere läuft. Im Wiki ist auch keine andere Homepage ersichtlich, aber dafür ein riesengrosser Fundus. Habe aber keine Lust, das zu lesen, lieber an die Sonne. Werde ich gefilzt? Parmelin hat ja im Audi Max über Datensicherheit gesprochen, dass wir für Cyberrisiken gerüstet sein wollen. Zu seinem Pech schnappt Google IT-Spezialisten ab. Was möchten sie lieber in ihrem CV? Google oder VBS?

Der Mitarbeiter des Detektivs heisst Watson und so einer schreibt nicht über Elfen, sondern Nine-Eleven in ihrem Alu-Hut-Alarm. Aluhut? Wird ja von Watson nicht erklärt, also nachschauen. Ich kenne andere Hüte – Beret oder Borsalino sind mir am bekanntesten. Dann gibt es noch einige und sogar so eine gelbe Blechhaube, die aus dem 2. Weltkrieg zu stammen scheint. Mal schauen, ob das nicht ein Stahlhelm ist – Magnet sollte genügen. 9-11 eine Verschwörungsgeschichte? Ich weiss es nicht. Es konnte mir aber noch niemand zufriedenstellend erklären, warum das dritte Gebäude eingefallen ist. Feuer soll das gewesen sein. Dann hätte es im Gebäude mindestens in einem Stockwerk überall gleichmässig heiss werden müssen, so symetrisch wie das Gebäude eingestürzt ist und das ist unwahrscheinlich. Sprengstoff wäre beim Transport aufgefallen! Eine Tonne pro Haus – fünfzig Aktenkoffer voll. Das ist machbar. Übrigens, in der Schweiz war es einfach, ein hochbefestigtes Munitionslager von innen anzuschauen. Irgendwo in der Nähe von Flims. Zwei Rekruten kommen mit und ergreifen sich auf einem andern Lastwagen je eine Munitionskiste. Wir tragen sie in den Berg und schauen uns das Innenleben problemlos an. Beim Ausgang sagt die Kontrolle sogar noch merci und auf wieder sehen. Eingangskontrollen sind wichtig. Eine solche hat mir mal die schwarze Batte verschafft. Ich habe „Zumi“ erschossen. Markiermunition auf Ledermandel des Generalstabschefs.

Was oder wer steckt hinter Watson? Zuerst mal schauen, was die über Erich Hess und Pedro Lenz schreiben. Gut gemacht. 26 Tasten braucht er auf seiner Tastatur. Pedro, wie machst du das? Ich hab mal nachgezählt – 106 Tasten hat mein Ding und irgendwo noch drei Drucktasten und einige Kabellöcher. Nachzählen, ja 80 Tasten mehr hat es bei mir, als unser Alphabeth Buchstaben hat. Alfabet, es ginge mit weniger. Und Erich, wie heisst das Stressabbau-Ding, das man in den Fingern drehen lässt? Eine Bananenkiste davon gab es in Niederbipp am Markt zu kaufen. Habe für den gleichen Preis lieber eine Schallplatte von Heinz Holliger, originalverpackt, gekauft. Das ist Stressabbau pur. Braucht man, wenn man bei Watson weiterforscht. Wanner, AZ, sehe ich noch, dann … Sprung, Sprung, Sprung … Sinfonie Nr. 2 h-moll – moll, ist klar – Scherzo – wohl auch klar –  Prestissimo – noch schneller, wohl auch klar – von Alexander Borodin – Russe, wohl auch klar, Sächsische Staatskapelle Dresden, Dirigent Kurt Sanderling. Verschwörungstherorie? Auf der einen Seite az und auf der andern reine Ostblock-Musik. Die Platte gefällt mir, hat einen Reinigungsprozess hinter sich und läuft jetzt holperfrei.

Liebe Watson, lasst doch diesen Unsinn, denn ihr seid unglaubwürdig. Nicht dass ich an jede Verschwörung glaube … aber einige könnten wahr sein. Nur, das Beweisen ist nicht einfach. Die Erde ist links und manchmal von a bis z nach rechts geprägt, aber doch schlussendlich rund und es landen Gravitationswellen auf ihr. Alles Verschwörungstheorien, die keine mehr sind.

„Drrrr Bund! Drrrr Bund!“ Ich sehe ihn noch vor mir, der Verkäufer im steifen Uniformhut, der beim Loeb-Egge, genau dort wo das Länggasstram hielt, den Bund verkaufte. Zumindest die Abendausgabe. Die Morgenausgabe war im Briefkasten zu Hause und sicherlich nicht der Zeitpunkt, wo wir uns am Bahnhof aufzuhalten hatten. Heute ist er auch noch im Briefkasten. Vermutlich nicht mehr lange. Aber erst zu einer Zeit, wo die meisten schon lange ihr Mittagessen eingenommen haben. Und heute stehen da auch noch einige Verschwörungstheorien drin. In der Markthalle soll wieder Wirtschaftsleben entstehen. Nicht nur Geld, mit Essen und Trinken, genau so, was wir unter einer Wirtschaft verstehen. Ob das mit der Migros, einem Grosskonzern auch funktionieren wird? Ich denke ja. Nur, die grosse Rasenfläche vor dem Haus wird es nicht mehr geben. Damals war sie den Trams und dem blauen Bähnli gewidmet. Na ja, irgendwo findet man den Artikel fast immer.

Wenn wir schon beim Essen sind … keine Verschwörung, ein Tipp. Restaurant Tscharnergut – Wildbuffet à discretion. Empfehle einen weissen Verdecho dazu. Der hat Kraft und dennoch übertönt er den feinen Rehrücken nicht. Besser, als Wein mit Holzgeschmack. Im Tscharni gibt es auch was über Denkmalschutz zu lesen – Seite 13 und 14. Gestatten sie mir die Frage, wer mitverantwortlich ist, dass Häuser nach einer Gesamtrenovation auf eine Lebensdauer von nur 78 – 80 Jahren kommen? Wenn Fam-ilien Bau-en haben diese meist nicht 7 oder 8 Parkplätze vor ihrer Haustüre … und nur ganz, ganz selten einige belegt. Dafür nebenan Parkplatzmangel.

Die Chinesen haben hier abgeschaut, wie man solche Siedlungen baut. Nur, der Zwischenraum zum spielen, parken etc. fehlt in Peking. Parking in der Art kennen sie nicht, die ist auf der andern Seite der Bahnlinie – in Bümpliz zu finden. Nun wollen die Chinesen gross rauskommen und werden es vermutlich. Xi Jinping wühlt auf und will wieder mal für die Chinesen die Welt erobern. Ablehnen oder zusammenspannen? Ich wäre dafür, dass die Schweiz zusammenspannt. Beide könnten profitieren. Keine Verschwörungstheorie, eine Chance. Die Zeiten mit denen enet dem Atlantik scheinen etwas angeschlagen zu sein. GE – General Electric – will 1300 Stellen abbauen. Schön, dass es noch Schweizer Banken gibt, die Amerikaner, die bei uns ein Depot haben, zwingen GE im Depot zu halten. Angeblich um feststellen zu können, dass sie das Vermögen in der Schweiz in den USA versteuern. Baden und steuern – hier zumindest hat die AZ einen Hausvorteil – und erst recht Dr. Watson. Übrigens, eine Spamwelle ärgert auch die Bluewin-Kunden.

Vorgestern, gestern, heute, was ist überübermorgen

Ein ganz kleiner Rückblick auf die Medienlandschaft Schweiz.

Vorgestern habe ich wieder mal die NZZ erwähnt. Die Alte Dame wird in 13 Jahren ein Viertel Millenium feiern können, wenn sie bis dann nicht allen Leuten gekündet hat oder die andern selbst gegangen sind. Gestern hat sich der Infosperber gemeldet und ich habe es erst heute gesehen. Ich muss ja nicht jeden Tag alles sehen und zum Rechten schauen. Sorry, es sollte zur Rechten schauen. Nur liberaler wird sie garantiert nicht. Recht und vor allem der Schreibung, da stehen einige auf dem Kriegsfuss und viele werden sogar abgehalten, zu schreiben.

Es schreiben garantiert nicht die am besten, die alles auswendig wissen und jeden Fehler sehen – zumindest Recht- und Linkschreibefehler, aber nicht so recht und link zwischen echt rechts und echt links unterscheiden können. Gestern sagte einer zu mir, ich hätte doch Journalist werden sollen. Ich? Damit ich einen Chef habe, der mir auf die Kappe sch…, wenn ich nicht sicher bin, ob der heutige Header nun gross, klein oder gemischt geschrieben werden muss. Ist mir Heute, morgen und Über morgen Wurst oder wurst. Muss eh lachen, wenn wieder mal ein Grossbuchstabe kommt. Wie schreibt man „heute morgen“? Beides Gross! Heute Morgen, genauer jetzt, habe ich mir das so im Stegreif ausgedacht. Liberal? Sicher nicht, dann würde es Steigbügel und nicht Stegreif, Stehgriff oder sonst wie heissen. Oder sonstwie?

Zussammenhänge sehen ist wichtig, nicht jeden Schreibfehler vermeiden. Allermindestens 95 Prozent aller Schreibfehler werden durch das Gehirn in Millisekunden-Schnelle egalisiert. Für Zusammenhänge braucht es etwas mehr Zeit. Geschreibenes sollte mulitifunktional sein, sonst schreibt die Hälfte der Leser, dass dieser Artikel nicht lesenswert war. Lesenswert garantiert nur für diejenigen, die jeden zum Insider bringen und nicht nur Insider ein wenig mehr bieten. Da kommt mir Beat Kappeler in den Sinn. 25 ND-Studenten ist klar, dass der NZZ-Artikel der bessere ist. Aber nur solange, bis er erwähnt, dass jeder Artikel so aufgebaut sein sollte, dass auch Unwissende einen gewissen Überblick erhalten oder hingewiesen werden, wo sie nachlesen können. Ich habe mir zuvor erlaubt zu fragen, wer mir den Fall der Barings Bank erklären könne. Nicht einmal Kappeler konnte das. Ich hab dann allen gesagt, um was es hier geht. Der Artikel in der Thurgauer Zeitung wurde anschliessend eindeutig besser bewertet – genau 26 : 0. Stilistisch nicht so perfekt geschrieben. Die Journalisten, die seit Beginn des 3. Jahrtausend dabei sind – falls es solche gibt – könnten auch Spannendes erzählen. Heute wären sie Teil der NZZ.

Schreibfehler sind nebensächlich, der Inhalt ist wichtig, das werden wohl auch die Teilnehmer der Berufs-WM ähnlich sehen. Ob es heute zum Fondue auch ein Weltmeisterbrot aus Gondiswil – nein Gontenschwil heisst ja die Nachbargemeinde – gibt? Ob es Schreibfehler, gar Webfehler bei einem Zopf hat, ist nicht wirklich wichtig, schmecken muss es. Fehler beim Brot kann es noch andere geben. Blasen, grosse Poren und früher sagte mein Vater „da hat der Bäcker darin geschlafen“. Er wollte in seiner Jugend zu einem Staatsbetrieb. Da war eine Lehre irgendwelcher Art vorausgesetzt. Also ab nach Lausanne, Franz lernen und Bäcker. Ich zeige ihm mal diese Broschüre, 72 Seiten Fehler, die es zu vermeiden gibt. Gestatten sie mir die Frage: Haben sie Lust auf eines der abgebildeten Brote? Ramona Bolliger, Gold Medaillengewinnerin wird sicher schmunzeln.

Es braucht in Zukunft viel mehr Berufsleute die quer-, vernetzt denken und nicht auswendig lernen. Studieren könnnt ihr dann immer noch. Aber es gibt heute viel zu viele, die direkt studieren und das „Handwerk“ nicht von der Pike auf gelernt haben, dafür sattelfester in Kommaregeln sind, wissen was gross und was Klein ist, aber den Unterschied zwischen Gross und Klein nicht sehen.

Vor allem, die Schweiz hat eine Chance mit den Chinesen zusammen. Du finden uns super und lernen von uns. Übrigens, die Antwort aus dem BR-Sekretariat steht immer noch aus. Sorry, hier kommen nur ganz wenige nach. Schon gar nicht Menschen, die nach amerikanischem Leitbild arbeiten. Da muss heute sogar die Putzfrau einen Bachelor oder doch lieber gar einen Master haben. IAX reicht nicht … i Amerika xsi. Das dürfte auch ein Grund sein, weshalb heute noch in unseren Kreisen über einen BR, die weibliche Schreibweise ist inbegriffen, gelacht oder gesäufzt wir. Aber der Scheitelpunkt stand mit stabilen Vektoren am Boden.

Und überübermorgen … da schreiben wir vielleicht nicht mehr ab, was der Bundesrat sich von einem Chefverkehrer sagen lässst. Vielleicht haben wir wieder eine eigene Meinung hinzuschreiben. Verflixt noch einmal, die Flixbusse haben nicht einmal auf allen Haltestellen eine Toilette. Da schreibe ich nur: „Ach du giftgrüne Sch… fahrt doch wieder mal Bahn, geschweige denn Bus und sucht mal eine Toilette. Übrigens, zumindest im Kanton Bern ist dieses Problem bekannt. Ein Regierungsstatthalter und ich haben uns auf der kleinen Schanze einen Baum ausgesucht. Übrigens, er gedeiht heute noch super und der Fall ist vermutlich verjährt.

Handwerk- und Bauernschläue könnten in Zukunft wieder gefragt sein. Vielleicht sollten wir uns wieder mal an diesen Spruch erinnern: «Die voluminöse Expansion bestimmter subterrarer Agrarprodukte stehen klar in reziproker Relation zur intellektuellen Kapazität ihrer Produzenten.» So kann man etwas hochgebildet schreiben. Er stimmt sicher nicht, aber mein Kollege und Bauer lacht jetzt und ich sollte heute Nachmittag oder spätestens Morgen die letzten aus dem Garten holen … wenn die Mäuse nicht schon alle gefressen haben.

Jetzt haben wir schon morgen Morgen und die BZ scheint sich zu steigern – 70%, die den Artikel nicht lesenswert finden. Der Journalist hat aber sicher Freude gehabt … hab ich ja auch, nur, der andere sollte damit Geld verdienen. Und so gesehen, dürfte das mit den Medien immer schwieriger werden. Stand gestern auch in der Printausgabe – Professoren gegen NZZ.

 

Geld- , Verkehrs- und Datenströme – Warnung vor LinkedIn

Geldströme und Verkehrströme zu beobachten ist faszinierend und noch viel mehr, wie man sie „bezwingen“ will.

Die Schweiz steht in den USA immer noch unter Beobachterstatus. Nicht ganz einfacher Tabak. Schauen wir bei der NZZ, denn volkswirtschaftliche Belange werden dort meist besser erklärt. Volltreffer. Schauen sie sich die zweite Statistik mal genau an – die Schweiz schlägt oben aus. Sollte einem zu denken geben. Da beobachten nicht nur die USA was passiert, sogar ich.

All diejenigen, die immer für freie Marktwirtschaft schreiben und das liberal nennen, rufen hier aus. Es geht ums eigene Fleisch, um den eigenen Profit. Wenn eine ausländische Währung billiger wird, müssen Ausländer mehr von ihrem Geld in die Finger nehmen, um den Schweizer Exporteuren Waren abzukaufen. Der Schweizer erhält zwar gleichviele Franken, aber der Ausländer schaut sich eher um, ob er ein nicht schweizerisches Produkt billiger erhält. Das ist freie Marktwirtschaft. Liberale Marktwirtschaft. „Wir sind nicht rechts oder links, sondern liberal.“ Mit solchen Fehlaussagen wird sogar Plakatwerbung gemacht. Es schreibt jeder Abhängige am liebsten so, dass er seine Pfründe erhalten kann.

Schön an unseren Güterströmen ist auch, dass 3-4% des BIP (Bruttoinlandprodukt) gar nie in der Schweiz waren. Kaffee, Öl, Gold, Diamanten? Auf Tabelle 3 ist der Leistungsbilanzsaldo zu sehen. 10% plus für die Schweiz. Wir haben im Ausland 10% Vermögen angehäuft. Das ist stark vereinfacht ausgedrückt. Etwas mehr bei Wikipedia und dann halt ab in die Lehrbücher.

Einer, der Sachverhalte auch auf die spielerische Art vermitteln kann, ist Asterix. Was wird er über Italien erzählen? Übrigens, seit 1959 gibt es die Comics – mehr auf Comedix. Zurück zu den Geldströmen. Auslandreisen werden billiger, wenn der Schweizer Franken stärker wird. Das durfte ich mal richtig ausnützen. Der USD ist vor Jahrzehnten extrem stark gefallen. „Sale“ in USA war das. In der letzten Zeit, sind da nicht allzu grosse Schwankungen. Grob 10% vom Tiefst zum Höchst in den letzten beiden Jahren, oder rund ein Prozent wurde der USD in dieser Zeit billiger.

Der Bericht, den die Amerikaner herausgegeben haben, scheint interessantes zu zeigen. Seite 22, die Eingriffe der SNB und Seite 31 gefällt mir viel besser. Das beruhigt, Schweizer zu sein. Hoffentlich bleibt das – Reserven 109% vom BIP – GDP.

Doch noch fast einfacher sind Verkehrsströme als Geldströme in den Griff zu kriegen. Oder könnte es gar sein, dass Amerikaner und Schweizer gleich denken. Aber auch hier sehr wahrscheinlich nicht alle. Aber über Verkehr wird viel geschrieben. Ein Kommentator meint, dass eine digitale Geschwindigkeitsanzeige anfangs Dorf ihn immer zum Bremsen motiviert. Wäre es nicht viel besser, wenn er nicht bremsen müsste? Oder bei der SNB, wenn sie nicht bremsen würden? An meiner Meinung zum Euro halte ich fest und andere beobachten das gar von anderen Währungen aus.

Bei LinkedIn scheint wieder mal extrem viel faul zu laufen. Datenklau von LinkedIn selbst verursacht oder ist da einer am Schabernack treiben? LinkedIn hat mir schon vor Jahren jemanden vorgeschlagen, den ich zu meinem beruflichen Netzwerk hinzufügen könnte. Fast zehn Jahre früher, als dies dann offiziell bekannt wurde.

Kann man LinkedIn einfach löschen? Dann wäre es an der Zeit, dies ins Auge zu fassen.

 

Bedeckte Cuvées und 44 Jahre bleifreier Genuss

Sammler und Geniesser haben manchmal ein anstrengendes Leben. Einiges aus den letzten Tagen. Es muss nicht immer alles teuer sein. Aber eines muss billig sein – das Weinglas: nur Glas und ja kein Blei oder andere Metalle. Und so nebenbei – was ist ein Cuvéé? Das wohl verwirrlichste Wort im ganzen Weinbau.

Beinharte Typen in Beinwill auf dem Whiskyschiff. Einige stapfen im Kilt umher. Die Temperatur rät zumindest auf dem Oberdeck zu etwas mehr, denn kniehohe Wollsocken. Aber herrliche Gespräche, auf Englisch – sorry, Schottisch, die sind ja fast aus einem anderen Land, möchten „Europäer“ bleiben. Ich möchte mal einen klaren Whisky trinken. „Ungeniessbar!“ Wir werden sehen.

Swiss Mountain Single Malt Whisky Master Distiller – Peter Hadorn aus der Genussoase in der Stadt Bern, „den musst du probieren!“ Wunderschöner Whisky von meinem Pfeifentabak-Hersteller kredenzt. Nur, ich kaufe fast mehr antike Pfeifen, als dass ich welche rauche. Kalebasse für zwanzig Stutz und eine alte Mehrschaum für den gleichen Preis. Reinigen ist nicht ganz einfach … aber dafür ein echter Rauchgenuss. Gibt es auch auf dem Schiff. Peter mag Spass vertragen. Whisky, das ist doch das Gesöff, das mit dem Vollernter eingefahren wird, GPS-gesteuert wenn es sein muss, dann meist nur einmal gebrannt – Single Malt, tönt besser. Anschliessend kommt Geschmack hinzu – Torf, das ist wie schottische Gartenerde und Eichengeschmack.

Das Oberdeck zum Rauchen ist noch weit entfernt, aber bei Langatun stehen so viele, dass wir erst nachher hier vorbeikommen. Wir greifen vor. Einen 2005er, der erste Langenthaler Whisky ist noch fünf, vielleicht sechs Meter Luftlinie von meiner Tastatur entfernt. In einer der beiden Schatztruhen. Über den habe ich sicher schon mal geschrieben. Hans, der Chef ist nicht da. Politik interessiert ihn auch nicht mehr, denn mein ehemaliger Vornamensvetter hat ihn wieder abgelöst. Das waren noch Zeiten, als wir drei als Grossratsgreenhörner zusammen auf der Liste waren. Ich habe damals zu meinem Glück „kläglich“ versagt. Bin jetzt ja auch am Hallwilersee in meinem neuen Wohnkanton. Aber viel interessanter ist, was ich in einem Gurkenglas finde! Einen klaren Whisky! Der schmeckt nach Natur, nach einem Nahrungsmittel und nicht nach „modriger Walderde und verbranntem Holz“. Hab ich das letzte Mal vor knapp vierzig Jahren in Teenie-See – oder wie man das schreibt – genossen. Scheint nicht der heutige Whisky-Trend zu sein. Ich finde diese Spezialität nicht im Sortiment, das heute aus Aarwangen kommt.

Sprung zurück aufs Oberdeck. Villiger ist hier und Maria Sanchez. Sie freut sich über einen Link. Absoluter Höhepunkt des Whiskyschiffs. Hier ist die Luft auch trotz wenigen Cigarrenrauchern total angenehm. Im Saal des Restaurants, wo auch Whiskies ausgeschenkt werden, stinkt es wesentlich schlimmer, als in jedem Fumoir. Nur, mit Gasmaske degustieren ist nicht ganz einfach. Dann ein Tiefschlag. „Möchten Sie eine Cigarre rauchen?“ Sicher, am liebsten diejenige, die Sie eben in das Separatfach gelegt haben. „Dann müssen Sie drei Cigarren kaufen und kriegen diese geschenkt.“ Etwas peinlich. Ich möchte drei dicke Damen, drei Fat Ladies – drei Mal El Capitano.

So zwischendurch. Merken sie, dass ich doch recht gerne schreibe, aber mit der heutigen Googelei nicht mehr viel am Hals habe. Sorry, von der Fat Lady, die aus dem Sortiment gekippt wurde, habe ich kein Bild. Zugegeben, ich habe nicht extrem viele solche dicke Damen vernascht, aber aus dem Sortiment rausschmeissen … lieber Heinrich Villiger … das geht doch nicht, wirklich nicht! Das sind Marketingüberlegungen. Auch ihr „Marketingmensch“ hat dies bedauert und über viele ähnliche Erlebnisse erzählt. Übrigens, wenn’s klappt, ist die „Reklamation“ auch via Tochter Corinne und Enkelinnen auf dem richtigen Weg, dass es diese Wundercigarre wieder im Villiger-Sortiment gibt.

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Danke. Ich hab diese „Cigarillo“ erhalten. Frisch gedreht, etwas über 4 (vier) Stunden am nächsten Tag geraucht – ohne Unterbruch. Nur, ich bin ein Anfänger und habe am Schluss noch zwei neue Zündhölzer gebraucht. Wow. Wow. Wow. Das High-Light des späten Nachmittags. Es gab noch einen herrlichen Williams von änet em See und einen Gurken Gin. Vermutlich im Trend für makabre Gesöffe. Vielleicht findet er den Urs, der gemüsefreien Gin brennt – den Blackmoon Gin und habe ihm vorgeschlagen, sich mal zu treffen. Vielleicht könnte ich denen noch einige Tipps geben. Eine gute URL hätte ich denen auch – aber das Gurken-Zeugs ist echt Geschmacksache. Der nächste echte Blackmoon ist im August 2019 – zweimal Neumond im gleichen Kalendermonat.

Country-Wechsel. Ich düse gegen den östlichen Süd-Schwarzwald und im Waldhaus scheint echt was zu laufen. Diese Brauerei haben wir vor kurzem ausgelassen, denn es wäre etwas viel des Degustativen geworden. Viele Leute – Blinker raus, Steuer rumreissen, da gibt es garantiert was zu sehen.

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Knappe Stunde und eine Brauereibesichtigung, Degustation und eine Bierflasche mit in die Ferien – zwei Hefen, fünf verschiedene Gersten (Malz)und sieben Hopfen (oder umgekehrt).

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Medaillen gekröntes Weltmeisterbier dürfte auch nicht jedermanns Geschmack sein – hopfig/bitter und blumig. Die Geschmäcker sind verschieden. Hier ein ausführliches Aromaprofil um den eigenen Geschmack – oder eben ein zu degustierendes Bier – herauszufinden. Die Brauerei und der Braumeister haben echt Spass gemacht, aber das Geschenk, die Bier-Mischung, das ist heutiger Emporkömmlingsgeschmack. Pfui Spucke. Hexenzauber ist sein Name. Sorry, Hopfenzauber. Das Bier im Keller hat echt toll geschmeckt. Wieso muss heute alles auf den Spinnegeschmack abgestellt werden. Wegen des Verdienstes! Für speiüble Sachen sind die Menschen heute bereit, jeden Betrag zu bezahlen. Marketing … vor allem die davon betreffenden 5% Werbung sind heute wichtig. Verkauft der Menschheit allen Sch… . Wichtig ist, dass wir Geld verdienen. Sorry, Wein und Bier ist heute für jeden Emporkömmling erstehbar und alle rennen nach dem, was der andere sagt, es sei gut. Cuvées, sind werbemässig betrachtet nichts anderes als Mischgetränke, die auf den „Standardgeschmack“ getrimmt wurden. Meist charakterlos. Oder dann so extrem, dass … na ja, Red Bull soll ja auch ein Hochgenuss sein, wird zumindest von vielen getrunken.

Ich liebe Weine und auch Biere, die typisch sind. Sortenrein. Eine der „schwierigsten“ ist der Pinot Noir. Da habe ich eine Flasche auf dem Flohmarkt gekauft. Ohne Jahrgangsangabe. Aufgrund der Etikette habe ich zwischen 40 und 50 Jahre getippt. Fünf Franken hat der nachfolgende „Spass“ gekostet. Mit meinem langjährigen Kollegen ausgetestet. Er kennt Wein aus eigener familiärer Anbautradition. Der Korken war nicht echt rauszukriegen. Zu mürb. Also den Rest in die Flasche rein und mit einem Teesieb filtrieren. Aus dem INAO-Glas schmeckt er lau. „Das Glas hab ich aus Vaquerras, wo wir zusammen Wein eingekauft haben“. Ich erinnere mich nur noch schwach, denn wir haben in der Gegend auch Cairanne und Gigondas genossen. Die grösseren Gewächse.

Da gibt es nur den Löffeltest. Ans Glas schlagen und hören wie es klingt. Glockenklang ist für Wein fürchterlich. Glockenklang für eine Kaffeetasse ist angesagt. Porzellan muss wie eine Glocke tönen. Weingläser müssen klirren, nicht mit einem langanhaltenden Ton beim Prosten ertönen. Das dritte Glas, ein ganz gewöhnliches Weinglas, das hat es in sich. Da schmeckt der der alte Pinot herrlich. In der Nase und im Gaumen. Jiri holt ein echtes Kristallglas aus Tschechien, seiner Heimat. Heimat. Das war einmal. Hat im 68 seinen Ursprung, dass er geflohen ist. Nächstes Jahr feiern wir 50 Jahre  „Dubtscheck, Swoboda, d’Russe hei Seich abglah“. Ungeniessbar, flau und ohne Kraft, geschweige denn Geschmack. Nicht nur der Wein aus dem herrlich verzierten Glas.

Blei oder auch Platin, wie heute die Riegel-Gläser von Schott angeboten werden, sind für jungen Wein. Metall im Glas ergibt eine Elektrolyse und baut die Säure ab. Das ist bei unserem alten Wein absolut überflüssig. Das hat mir vor Jahrzehnten schon einmal der Finanzchef der Glasbläserei Hergiswil erklärt. Ich habe darauf meine Saarner Kristallgläser, schöner und billiger, verschenkt. Glas, Glas und nochmals Glas. Der Clef du Vin lässt grüssen. Die römische Errungenschaft hat die gleichen Eigenschaften. Die gestrige Weindegustation ist ein Höhepunkt.

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Das billigste Glas, rechts, in dieser Reihenfolge, ist absolut das beste Weinglas. Das Kristallglas links ist für neuen,“unreifen“ Wein geeignet.

Bleiben wir bei neuem Wein. Den haben wir zum Aperitif getrunken. Made in EU. EUR 1.29 für 1,5 Liter. Musste ich zum Degustieren kaufen. Fünf Personen haben den getrunken. Ein guter Wein, aber 100%ig eine Mischung. Eine Meisterleistung des Kellermeisters. Rund siebzig Rappen für den Inhalt einer Weinflasche. 70 Rappen! Total verrückt und zu dritt haben wir den mit einem Chablis Grand Cru verglichen. Zwei waren für den Verschnitt. Ich doch für den dreissig Mal teureren. Aber 30 Mal war er nicht echt wert. Echt eine Meisterleistung in Sachen preiswert, was heute Kellertechniker anbieten. Der Chardonnay lässt grüssen. Wer sich in die Kalkulation von Wein einleben kann, der findet echt preisliche Trouvaillen. Oder anders gesagt, für Marketing haben die nicht mehr viel Spielraum. Nur, viele Leute wollen heute einen teuren Wein, eine moderne Etikette, klingende oder bekannte Namen.

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Die Weinproduktion ist heute so professionell, dass man lieber die Kostenseite, als die Verkaufspreise anschauen muss. Nur, an diese Zahlen kommen sie selten heran. Bei einem beliebten Wein in der Schweiz habe ich in meiner Jugendzeit den Einstandspreis gesehen. Damals, als die Zollpapiere noch am Kesselwagen angebracht waren. Der Don Pasqual war mit 90 Rappen je Liter in die Schweiz eingeführt worden. Das prägt Zahlenmenschen, die ihr Studium in Marketing abgeschlossen haben.

Auf dem Bild oben ist auch Bergbauernmilch zu sehen. Kuhmilch, das möchte ich eigentlich. Die Biomilch hatte 3,8 Prozent Fettgehalt, die andere nur 3,5 Prozent. Milch, die unsere Bauern abliefern, muss immer über 4 Prozent haben. Die Differenz ist Sahne – für den Handel. Schön, wenn man sieht, dass auf einem Beutel auch Bananenmilch, Vanillemilch und Erdbeermilch angepriesen werden. Aus was werden die wohl gemacht.

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25 Prozent Fruchtbestandteile aus Konzentrat. Fröhliche Früchtchen! Das heisst, 90 bis 95 Prozent zugefügtes Wasser …

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… weniger Wasser gibt es nur bei der Donauversickerung. Nämlich gar keines mehr. Die blaue Donau lässt grüssen.

Übrigens, auf dem Flaschenboden des Savigny-les-Baunes steht „74“. Das Jahr, in dem die Flasche gegossen wurde. Mit dem richtigen Weinglas, bleifrei, schmeckt ein alter Wein unter Umständen herrlich. Und wer alten, anscheinend ungeniessbaren Wein ausschütten will, soll den doch mir geben. Ob es ein Cuvée ist spielt eh keine Rolle.

Das wohl undefinierteste Wort in der ganzen Weinwelt. Ein tête de cuvée, das Beste eines Weingutes oder der Cuvée in der Champagne, der zuerst abfliessende Traubenmost, der süsseste, beste. Cuvée ist im Französischen ein separat vergorener Wein, genaugenommen ein Behälter, cuver son vin – gären. Im deutschen Sprachgebrauch ist Cuve oder Cuvée eine Mischung. Über einige Cuvée gehört ein Deckel drauf – Duvée drauf oder couvre. Es gibt vier Cuvée-Gebiete, die man wirklich kennen sollte: roten und weissen Bordeaux, Champagner und Ch9dP – Châteauneuf-du-Pape mit bis zu dreizehn, resp. 22 zugelassenen Weinsorten.

 

Botti, Thor und Rübezahl gesucht – die Rübenbörse

Freitag, der 13. war gestern und heute ist erstaunlicherweise die Presselandschaft recht ruhig. Da fällt sogar der Riese Botti auf.

Genau genommen, das Bild. Ist das Botti? Der amerikanische Trompeter Chris Botti in der Schweiz? Deshalb die A1. Yes we can, steht auf dem Lkw dahinter. Daniel scheint heute ein Riese zu sein. Diese Branche hat im vergangenen Dezennium auch Änderungen durchgemacht, mobil geblieben. Aber ist Botti heute grau und wieso bei diesen beiden Steinen. Die habe ich vermutlich schon hunderte Male gesehen, aber nie wahrgenommen. Keine Frage, wo genau die stehen – kurz vor dem Wahrzeichen der Bundesstadt.

85% finden den Artikel lesenswert. Ja, in der heutigen Zeit sollten wir vermehrt einige gute Riesen haben. Über den Verkehr mag ich nicht gross schreiben, Deutschland und die Schweiz lassen von den letzten Tagen grüssen. Etliche Baustellen und in Süddeutschland Umleitung an Umleitung. Dafür ein Riese gesehen. Dass der am Freitag, den 13. das erste Mal für „Ab-schauer“ zugänglich ist erfuhren wir dort. Wollten nur die Baustelle als „Zu-schauer“ anschauen. Zweimal haben wir den gesehen. Am übernächsten Tag bei einer 25 km Umleitung. Rund um den grössten Korkenzieher der Welt – den Thyssen Lifttestturm.

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Solche Bauwerke faszinieren … auch wenn man den Turm unter dem Viadukt von Millau unten durchschieben könnte. Ja, einige Riesen könnte die Welt noch brauchen. In der Politik, in … ach, ihnen kommen noch viel mehr Ideen, wo heute richtige Grössen gefragt wären. Nicht Kolosse, sondern Menschen, die andere überragen. Nicht in Sachen Geld und Macht. Eher in Hilfsbereitschaft, Ideenfindung, Entwirrung. Experten? Viele sind in Verruf gekommen und andere oft befangen. Wir brauchen eher Querdenker mit breitem Wissen.

Experten rechnen unsere Rente klein“ – und dabei hätten ja gerade die Pensionskassen den erwünschten langen Anlagehorizont. Für die Politiker wäre es praktisch, wenn der Umwandlungssatz resp. der technische Zins als Referenzsatz jährlich oder noch lieber täglich ändern würde. Am liebsten im Nachhinein, wenn feststeht, wieviel Rendite eingefahren wurde. Aber heute rechnen viele mit Verlust, es könnte ja wirklich schlecht gehen. Indexprodukte sind gefragt. Damit man zumindest im Durchschnitt liegt. Das bei Experten, die im Grunde genommen ja über dem Durchschnitt liegen müssten. Dafür wären sie ja die Experten.

Viele haben Angst. Manchmal berechtigterweise. Die Börse tendiert langfristig eher zur Spielhölle, als zum Anlageinstrument für unsere Industrie, die echte Wertschöpfung tätigt. Dienstleister machen dies eigentlich nur, wenn definierte Volkswirtschaften (ein Land oder die EU) mehr Dienstleistungen nach Aussen verkaufen, als einkaufen. Dienstleistungen, die nur in einer geschlossenen Volkswirtschaft erbracht werden, sind eigentlich gesamthaft gesehen keine Leistungen, sondern Luft mit denen ein Riesen-Ballon aufgeblasen wird. Mit Dienstleistungen alleine haben sie nur das nackte Leben und sinken unter das Niveau von Höhlenmenschen. Diese hatten wenigstens schon Kleider. Essen haben sie Mutter Natur geklaut. Ernähren sie mal 8 Milliarden Menschen von freilebenden Waldbeeren und wildwachsenden Hasen. Zumindest die Pilze sind dieser Tage doch ganz schön gewachsen.

Die Banken und Finanzinstitute sind die Spielhöllenbetreiber. Sie hören das nicht gerne, aber vor allem die Riesen, nicht die lieben, heizen die Hölle (oder Höhle?)  ganz schön mächtig ein. Mit Derivativen. Die sind, wenn nicht zum Schutz gekauft, vom Teufel. Spieltrieb, günstiger zu kaufen, als Aktien oder Obligationen. Aber die Geldflüsse, die sind vom „Durcheinanderwerfer“ oder vom grossen Riesen bestimmt. Nicht mehr der „kleine Pensionskassenverwalter“ oder der winzige Anleger bestimmen, wer sein Geld bekommt. Bei Emissionen das Unternehmen oder die Gruppe, die man will. Beim Handel tauscht man mit einem der aus- oder einsteigen will. Wenn wir keine derivativen Produkte hätten, wären von diesen beiden Geldgebern mehr Neugeld in neue Emissionen investiert worden und/oder die Aktienpreise hätten angezogen. Weil man Aktien besitzen will und bereit ist, mehr zu bezahlen. Vermutlich besser verteilt, als wenn das eingesammelte Geld von verkauften Derivativen an diejenigen Gruppen geht, die die grossen Riesen bevorzugen.

Wetten, ohne Derivative sähe die Welt heute gemütlicher, friedlicher aus und vor allem, es gäbe nicht so extreme Unterschiede zwischen Arm und Reich. „Neues Geld“ würde vernünftiger eingesetzt. Weniger Tore am Geldspiel. Vielleicht sollten einige Häuser mal die Geschichte vom Riesen Thor lesen – Insider werden zumindest wegen Freya schmunzeln. Die Altersvorsorge ist nicht ganz einfach. Für jeden anders. Vom verwirklichten oder zulässigen Lebensstil abhängig. Und ganz besonders, wie alt jeder wird – „werden möchte“ ist ne gute Grundlage, um sich Gedanken zu machen. Oder sie schauen noch einmal in den Beobachter oder lesen Einiges über Pensionskassen nach. Jeder muss auch seine Wetterlage beobachten oder zumindest einzuschätzen versuchen – sonst „zurück auf Feld 1„.

Der Riese Botti, den habe ich nicht gekannt. Den Trompeter Botti auch nicht. Er ist mir etwas zu weich. Für mich gibt es andere, mir bekannte und echt Bekannte. Viele von denen stehen in einer Kartonhülle verpackt und eben bläst ein Unbekannter unter einem prächtigen Stolz. Ja, alle kann man nicht kennen. Oder mal kennenlernen, z.B. Bottipflanzen. Den vom Beobachter haben sie vielleicht auch schon gelesen. Der ist es nicht – Guiseppe. Genau genommen heute ein Konkurrent. Vermutlich haben beide schon voneinander gelesen. Zumindest zwei Sachen sind uns gemeinsam, nicht Riesen wie der Rübezahl – die Zahl und die Zahlen sind unser Metier und an der Rübenbörse ist sicher keiner tätig.

Noch einige technische Bilder, die ich diese Woche geschossen habe.

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Enercon E-115 des E-Werk Mittelbaden. Einen Drittel höher, als bei uns geplant war. Enercon hat sich auf meine Anfrage für die Kosten einer Aussichtsplattform nie gemeldet. Die Anlage wurde nicht erstellt, sie hätte sogar im Wald stehen müssen. Ökologisch unsinnig und erst recht ökonomisch. David siegt manchmal gegen Goliat(h).

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Stromlinienförmig war schon 1949 in – Freiherr Koenig-Fachsenfeld aus Aalen mit NSU-Motorradinnenleben wollte neue Geschwindigkeitsmassstäbe aufstellen. Das war aber NSU zu riskant, Startverbot für den Pionier. Immer Glück scheint diese Eigenschaft nicht zu bringen – Tesla hat eine Pechsträhne.

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MAN Vierzylinder-Diesel, der aus einem Liter Zylinderinhalt rund eine Pferdestärke erbrachte – 340 Liter, nicht Verbrauch, Kubik! Heutige Motoren leisten mehr pro Liter Inhalt, aber leben garantiert weniger lang. Bei schönem Wetter sogar in Museen. Schramberg lohnt sich immer.

 

 

Engel reisen zu den Weinbergschnecken

Der Männerchor war wie alle Jahre wieder mal auf Reisen. Ob der Zweitagesausflug auf den Kaiserstuhl gut war, müssen sie die andern fragen.

Der Beitrag ist etwas wohl ausführlich, aber eignet sich, um eine solche Reise noch einmal zu erleben – vorzugsweise mit andern Leuten. Und wenn sie „klauen“ wollen, kontaktieren sie mich … es gibt noch einiges, das nicht hier zu finden ist. Abstimmen muss man auf die Teilnehmer … bei uns mehrheitlich Biertrinker … und sie kamen auch auf ihre Rechnung.

Wär hets organisiert? Stephan und Josef und deshalb danke ich an dieser Stelle allen andern, nur mir nicht. Josef schon, der schreibt ja nicht den Beitrag … aber Mails und telefoniert damit alles klappt. Gut drei Mails pro Teilnehmer, denn wir wagen uns in eine Gegend vor, wo es nicht allzu viele Gruppenreisen gibt und das grösste Hotel vor Ort wurde eben umgebaut. Die Antwort von der Stadt Breisach wird wohl nie kommen, denn das Best im Western gab vermutlich keine Infos an den neuen Besitzer weiter. Eigentlich das Beste, was uns hier in der Hochsaison während der Traubenlese geschehen konnten.

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Wär hets erfunde? Ricola. Hier gab es nach dem Überqueren des Passwang den ersten Halt. Der vermutlich grösste industrielle Stampflehmbau der Welt, das Kräuterzentrum , wurde von aussen betrachtet. Aus hygienischen Gründen ist eine Fabrikbesichtigung nicht möglich.

Wenn wir schon bei der Hygiene sind, das zweite bekannte Unternehmen in Laufen, früher Kanton Bern, heute Basel-Land, ist eben Laufen, das seit fast 20 Jahren dem spanischen Roca-Konzern gehört. Wer hier nicht sattelfest ist, in welchem Kanton er sich befindet, ist in guter Gesellschaft. Das Wochenende wurde wieder ein Pflock eingeschlagen. „Abgeschlossen!“ Ich denke nicht, denn die „Juraübung“ dauert jetzt schon zweihundert Jahre – 202 genau, Wien lässt grüssen. Seit Verlassen der Autobahn hätte ich nur über Unternehmen, die in diesem Bereich tätig sind, erzählen können. Eine etwas „hinterlistige“ industriegeschichtsträchtige Angelegenheit im Intimbereich. Papierfabrik Balsthal, Tela, Attisholz Holding und Borregaard, Hakle, Kimberly Clark und die indische Saber. Echt intim, wer da voll durchblickt. Und da wären noch die verschiedenen von Roll Fabriken zu erwähnen, die dafür besorgt sind oder waren, dass das Spülwasser angeliefert wird.

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Singen ohne Ricola, das geht bei uns nicht. Vermutlich  haben wir auf der Reise nie gesungen, weil wir hier einen ganzen Stoffsack der  Geschmacksrichtung Gletschermünze geniessen konnten. Von den beigemischten neuen Kräuter-Caramel hat vermutlich nicht jeder probieren können – die waren extrem schnell weg. Nur, das gewohnte Original mit 13 Kräutern bringt Männerstimmen anscheinend zum Tönen. Ja, wer verkauft schon über die chinesischen Onlineshops? Ricola ist schon bei Alibaba dabei. Sogar für Frauen findet sich ein praktisches Ricola-Zubehör. Wie anhin geniessen, wird wohl weniger umständlich sein.

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Im Bund ist in seinem Beitrag – ein Tag nach unserem Besuch – ein aktuelleres Bild des Kräuterzentrums von innen zu sehen. Meines entstand kurz vor der Eröffnung. Wenn sie an Lehm interessiert sind, hier die brandneue Pressemitteilung für die „Wahre Erde“. Die letzten beiden Links werden in unsere Geschichte eingehen. Wetten? Migros wird seine Produkte in China mit Kaola verkaufen. Das ist kein Witz. Unser Reisewochenende wird die Welt nicht vergessen. Ja, wenn Engel reisen …

… derweil unser Cardriver Claudio etwas aufgeregt nach einem Ersatz-Kabel für das GPS suchte und den zugeteilten Parkplatz nicht berücksichtigte. Missachtung von Ricolas Befehl. Im Militär würde er jetzt eine Woche zu Fuss gehen … Spass beiseite, wir hatten den Plausch und er auch. „Solange ohne Autobahn bin ich noch nie gefahren“ und das hat er am Ende via Mikrofon erzählt. Nach dem Mittagessen im dritten Land konnte ihm ein Klaus eine Garage vermitteln, die so ein altes Kabel an Lager hatte. Da liegt nun auch schon ein Dezennium dazwischen und heute haben wir noch viel mehr Leistung in einem Handy oder wie das Zeugs heute heisst. Nur, immer haben alle Probleme mit Apfel und Kohorten. Und Schreiben war vor 500 Jahren mit dem Federkiel schneller. Das Leimental hat auch seine Tücken und im Elsass könnte man sich streiten, ob vor uns die Vogesen oder der Schwarzwald in der Ferne ersichtlich sind, wenn man „querfeldein“ und nicht über Basel reisen möchte. Ein Ratschlag, vergesst ab und zu mal die moderne Technik und macht auf einer längeren Reise einfach Kopfakrobatik. Zugvögel haben das immer im Griff … na ja, wir haben restlos alles in der festgesetzten Zeit gefunden.

Mann und frau hätte ja einen Kräutertee beim Benediktiner Kloster Mariastein geniessen können. Oder einen St. Anna WeinMarechal Foch, Pinot Noir, Regent und ab und zu gibt es auch einen Cuvée. Einen mit Foxton? Nein, das lasse ich sein, es wird heute noch eine Neuzüchtung zum Trinken geben. Im Rebberg hinter dem Kloster sind geschätzte 1000 Rebstöcke. Keiner geht hin und dann ab in die Kirche. Oh weia, eine ausserordentliche Predigt und mindestens fünf in „Vollmontur“. Alle in festlichem Weiss. Ich kenne nur „Rot und Schwarz“ von dieser Region aus persönlichen Gesprächen. Kopf zurückziehen, denn hier ist eine heikle Gegend. Basel und hier Solothurn eingequetscht, keine Handvoll Kilometer von Röschenz entfernt. Soviel sehe ich, Koch und Trauffer stehen nicht in Reih und Glied. Draussen vor der Kirche spielt ein Blinder auf einer transportablen elektronischen Orgel. Drinnen wären zwei ziemlich neue, alt aussehende Orgeln zum Bestaunen. Der Obolus für den Opferstock erhält der Musikant. Ich höre ihm einige Minuten zu. Weit und breit ist niemand anderes zu sehen. Ein eindrückliches Orgelspiel.

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Fliegend gehts in den beiden Tagen über die Grenze, aber der Formularkrieg muss peinlich genau geführt werden. Wie viele sind im Car? He, da ist noch einer draussen und wir fahren schon. Max, ruft einer. Ne, es war einer von Geistlich. Nicht vom Kloster, von der Knochenstampfe. Heute ist der Tag des Holzes und wir fahren bei der eindrücklichsten Holzsägerei vorbei. Es gäbe so viel zu sehen, wir könnten eine Woche unterwegs sein. Die Goldstein Creation sägt und schleift 200 Millionen Jahre altes Holz. Zu finden, kurz nach dem Überqueren des 237 km langen Rhone-Rhein Kanal, der es ermöglicht mit dem Schiff vom Mittelmeer quer durch Europa zu fahren.

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Die Leute verspüren Hunger, also fahren wir nicht der kurvenreichen Weinstrasse durchs Elsass entlang. Die ist ja nur 185 km lang und anschliessend folgt die 85 km lange deutsche Weinstrasse. Wir machen auch den kleinen Umweg zum Kernkraftwerk Fessenheim nicht, dem ältesten und leistungsschwächsten KKW in Frankreich das noch im Betrieb ist – 1760 MW. Halb so viel Leistung, wie alle KKW in der Schweiz. Wetten, dass sie nicht alle kennen?

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Moderne Technik und alte Lagertechnik. Reben sind im Elsass nicht vorherrschend. Es ist eindeutig der Mais. Mach ke Mais!

Der Hunger wird beim Weingut-Rebschneckle gestillt, das ich seit der Gründung 1981 kenne und seither regelmässig besuche. „Angeheirate Verwandtschaft“ hat mich zum ersten Biowinzer im Kaiserstuhl gebracht. Da gab es nur noch eine, die etwas schneller war. Seine ehemalige Freundin mit dem Sonnewirbele (Löwenzahn), das schon lange nicht mehr existiert. Zuerst hat man über Klaus Labudde gelacht, dass er „Gründünger“ im Rebberg hatte. Dann das erste Gewitter in den Rebbergen des Kaiserstuhls und die Hänge sind auf dem Lös-Boden regelrecht abgerutscht. Heute ist praktisch der ganze flurbereinigte Kaiserstuhl „grün“. Brach liegen meist nur Neuanpflanzungen.

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Zur Weinbaugeschichte müsste eigentlich einmal nachgetragen werden, dass ich Klaus mit Heger, einem der besten Weingüter in Deutschland, bekannt gemacht habe. „Ein Berner muss mir den Biowinzer vorstellen, der dreihundert Meter neben mir wohnt!“ Zwei Jahre später stellte ich fest, dass die Rebschneckle Weine noch besser ausgebaut sind. „Du bist schuld, denn Heger ist heute mein Kollege.“ Der Sohn Luca hat auch die Hälfte seiner Weinausbildung bei ihm gelernt und die andere Hälfte beim Weingut, das wir morgen besuchen. Luca ist dort sogar auf einem Bild verewigt, wie ein Reiseteilnehmer feststellte.

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Es scheint sich gelohnt zu haben, obschon der andere jährlich einige Tausend Mal mehr Wein herstellt. Klaus Labudde ist vermutlich die modernste Lohnweinabfüllerei von Deutschland und spezialisiert auf die Druckabfüllung. Wein wird mit Kohlesäure angereichert und abgefüllt. Prosecco lässt grüssen. Der heutige Trend in der Weinherstellung. Ein Blick auf seine Referenzen ist eine Freude. Wenn sie mal wirklich gut essen wollen, merken sie sich Franz Keller. Reservation ist empfehlenswert.

Bei der Weindegustation hat sicher jeder seinen Liebling auserkoren. Secco, Weisser, Weissherbst (rosé) oder Roter. Der letzte Rote wurde blind verkostet. Die meisten waren nicht wirklich begeistert. Für einen Garanoir, einer Neuzüchtung, aber sehr gut, wenn man ihm etwas Luft gibt. Es war ein Schlossrueder. Ein ganz spezielles Dankeschön an Bonney und Klaus. Es war toll. Zumindest ich komme wieder … oder ihr mal ins Ruedertal. Dann könnten wir am Donnerstag zusammen singen.

Quer durch den Kaiserstuhl und bei einem Zwischenhalt sind die meisten ausgestiegen und haben eine Wanderung über den ehemaligen Vulkankegel ins Liliental unternommen. Zwei ganz Verwegene sind gar hoch auf den Neunlindenturm gestiegen und mit einer sensationellen Aussicht auf den Schwarzwald, das Marktgräflerland und die Vogesen belohnt worden.

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Das Wetter war zum Hochsteigen toll. Wolkenspiel und seit Labudde keinen Regen mehr. Regen? 13 Tropfen bei warmen Wetter und Sonnenschein. Und etwas mehr Tropfen hat er mir mitgegeben … als Ausgleich für den Ruedertaler, so dass die Vereinskasse nicht belastet wird. Hinuntersteigen ins Liliental ist alleine einen Tagesausflug wert. Total schön, wenn sie im Spätfrühling oder Anfangs Sommer hingehen.

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Tausende von Orchideen beim Rekognoszieren. Ein Paradies für Orchideenliebhaber. Wer gerne seltene Bäume sieht, ist hier gut aufgehoben. Zu finden ist die Felsenbirne – schmeckt nicht sonderlich gut – und der Speierling. Im kleinen Schlösschen, dem Gasthaus zur Lilie, stiessen die Wanderer mit den Carfahrern zusammen. Draussen in der Gartenwirtschaft, umgeben von zig verschiedenen Bäumen. Fast alles was wächst, sieht man hier. Nur Pfifferlinge in der Pfanne hatten sie (diesmal) noch nicht. Das  ist ein Gratistip und der ganze Beitrag kann verwendet werden, um die Reise mit dem Gewerbeverein usw. usf. nachzuahmen … drei haben mich schon angefragt, ob sie Unterlagen erhalten könnten. Hier steht eigentlich alles.

Und ganz wichtig, wenn sie ein Hotel suchen, denn fragen sie das Hotel zum Schiff in Freiburg, Sankt Georgen an. Da gibt es nur einen Nachteil. So zumindest Herr Frey, der Eigentümer. Während der Lese (Wimmet oder wie das überall heissen mag) ist die im Hotelkelller untergebrachte Weinkellerei etwas überstellt. Der Hotelier gewährt uns sogar einen Blick in den Gärbottich und im daneben liegenden Raum, in seine Brennerei –  im Hotel wohlverstanden. Ich habe sieben Jahre in dieser Branche gearbeitet, aber das ist auch für mich ein absoluter Hit.

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Vorderste Reihe – links und rechts zwei Brenner. Das Essen ist auch nicht angebrannt, aber zuerst gab es eine Einweihung in die Hotelgeschichte. Die finde ich nicht im Netz, aber die erzählt der Hotelier beim Apéro im Restaurant. Den Ledignamen seiner Urgrossmutter habe ich mir nicht gemerkt. Aber, dass nicht einmal mein Mitorganisator eingeschlafen ist .., total spannend, wie er die Geschichten erzählt, warum das Hotel zum Schiff heisst. Ochsenfleisch, zubereitet als Tafelspitz (Siedfleisch) bestellten die meisten. Kann man das essen? Ich habe vergessen, nach der Adresse des Metzers zu fragen. Noch Fragen?  Und dann das Frühstück. Schwachpunkt sind alleine die Käse … aber das ist ein deutschlandweites Kapitel. Zur Ehrrettung ist zu sagen, dass es auch bei uns im Tal teuren, aber … Käse gibt. Gekauft mit dem Garanoir. Übrigens, mein Übernahme von einem Sängerkollegen ist „Chäshändler“. Und nicht vergessen, den Hauswein bestellen … EUR 12.80 die Flasche. Restaurantpreis nicht über die Gasse. Absolut sensationell.

Das war ein echter Frey-tag … Car und Hotel. Herrlich kutschiert im einen ernährt und gepennt im andern. Übrigens, die Wettervorhersagen waren nicht so rosig, aber wenn Engel reisen gibt es Sonnenschein, sicher keinen Regen, aber doch imposante Wolkenfronten. Mal schauen, was der Samstag bringt.

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Paul übernimmt Kugelis Aufgabenbereich … Verspätungen organisieren. Exakt eine Viertelstunde und Herr Frey hat uns zuvor persönlich im Car verabschiedet. Das nennt man persönliches Marketing.

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Der Badische Winzerkeller ist immer noch die grösste Kellerei in Europa. Die erste ist Gallo, dann folgt ein Südafrikaner und auf der vierten Stelle ist eine Kellerei in der Krim. Die grösste Kellerei hat etwa das 20-fache an Jahresumsatz, als die Kellereien in Breisach, die 120 Mio. Liter Lagerkapazität hat. Aber heute noch knapp die Hälfte gefüllt hat. Das ist ein Nachteil, wenn die Qualität steigt und der Hektarertrag sinkt.

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Herr Rother, der einzige Angestellte im ganzen Unternehmen, der auch offiziell Weissen geniessen kann, können sie alles fragen. Drei Jahre schon in Pension. Vermutlich sogar mit Trudi Gerster oder Franz Hohler verwandt. Er ist schlagfertig und erzählt, dass im erst ein Baby die Sprache verschlagen hat und er fünf Minuten sprachlos war. Er zeigte ihm die Flasche von Gosch mit einem Fisch drauf. Lore wusste eine Antwort: „Papa!“ das verschlug ihm nur zwei Minuten die Sprache. Der Säugling sagte „Brrrrrrr“. Erinnert uns ans Einturnen beim Singen. Übrigens, diesen Wein, einen Rother, sorry Roten, ist erst geniessbar, wenn sie diesen dekantieren. In diesem Hause gibt es eindeutig bessere Weine … aber über Geschmack lasse sich ja bekanntlich streiten. Es gibt auch bessere Qualitäten … und darüber kann man diskutieren, aber nicht streiten. Die Flasche mit dem Grossaugen-Thun hat nichts mit der letztjährigen Vereinsreise via Thun zu thun, sorry tun. Keine Etikette, aufgedruckt – kommt in meine Sammlung mit den verschiedenen Weinflaschen und anderen -Utensilien. Ja Sammlung. Ich bewerbe mich demnächst als Bundesrat, denn heute hat der neue BR Cassis eine seiner Eigenschaften preisgegeben. Ich habe rund viermal mehr Vinyl als er. Und wissen sie, woher der Name Vinyl kommt – von Wein. Na dann prost … jetzt läuft ein russisches Orgelstück, vinylt und daneben steht nun ein Glas roter Gosch, eine Cuvée. Eine Mischung von verschiedenen Rotweinreben und mit starkem Eichengeschmack. Nicht mehr mein Ding. Mit Bordeaux dieser Art habe ich angefangen und heute liebe ich die Südfranzosen, Tschechen und Deutschen aus dem Stahl-, Glas-, Ton- oder Betontank. Ich liebe den Geschmack von Reben und nicht von Holz. Bin voll im Trend, eher voraus … aber bis das alle merken, vergehen mindestens noch zwanzig Jahre.

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Mit der Fasskellerbahn fünfmal im Tempo Teufel um den grossen Tisch rum – heute ohne Stange, bei der mal eine Tabledance vorgeführt hat. Um die Pneus aufzuwärmen. Also geht es nicht in die Hölle, sondern in den Keller mit den Raritäten …

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… den grössten Holzfasskeller Deutschlands. Wie man auch hier sieht, wird während der Lesezeit gearbeitet und dabei kann der Boden halt nass oder gar klebrig werden, wie eine Dame gestern erschrocken festgestellt hat.

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Trump twittert. „It was so fantastic, I couldn’t drink it all.“ Und ich musste eine Amerikanerin darauf aufmerksam machen, dass sie ruhig in unserem Bus bleiben dürfe, aber vermutlich doch besser mit einem von Gate1 in ihrer Reisegruppe aufgehoben wäre. So viele Besucher habe ich hier noch nie gesehen. Die beste Führung war auch mit einem Amerikaner und sein Kollege hat sie geleitet. Der Architekt der ganzen Anlage.

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Breisach … ach … überall Strassen gesperrt, also muss man sich aushelfen und an der besten Ecke kurz anhalten und aus- resp. später einsteigen lassen. Von diesen wilden Reben hat vermutlich noch keiner einen Wein gemacht. Dann im Bus rund eine Viertelstunde Regen. Wenn Engel halten, scheint immer die Sonne.

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Schwarzwald? Wo. Eher Grünwald und ab nach Sankt Blasien, wo wir noch einen Crashkurs in Deutsch machten. „Eine Stange bitte.“

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René musste mit einer Laugenstange Vorlieb nehmen.

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Vermutlich haben an unserem letzten Rastplatz nicht ganz alle den Dom besucht. Eindrücklich. Einer der grössten Kuppelbauten in Europa. Kennen sie den wesentlich grösseren in der Schweiz? Die Markthalle Basel. Der Ort, den unsere Dirigentin von Frick aus mit der Bahn erreichte. Wir erreichten via Staffelegg, quer durch den Aargau, am Schluss noch die Pizzeria Sternen Walde, wo der Ausflug ausklang. In den zwei Tagen nie den Regenschirm oder die -jacke angerührt. Aber viel Sonnenschein … gibt Hunger und ganz viel Durst. Manchmal halt doch eher Bengel, denn Engel.

Abwechslung in Frankreich – Teil 2

Etwas zurück liegt die Durchquerung von Frankreich und deshalb werden einige Details einfliessen, die im letzten Monat zu reden gaben. Teil 1 ist hier zu finden.

Fahren wir beim Flughafen von Clermont-Ferrand weiter – mit einem Citroen C3. Knallrot und mit Franzosennummern. Knall … womit hat Citroen sein Imperium aufgebaut? Mit Schrappnelgranaten für den ersten Weltkrieg. Das gab dem Unternehmen die Finanzkraft den Citroen A in Serie zu bauen. Etwas früher war Adam Opel in Paris. In einer Nähmaschinenfabrik und zurück in Deutschland startete er mit solchen Apparaten. Gut ein Dutzend Jahre vor NSU – Neckarsulmer Strickmaschinen Union – die heute zu Audi gehört. Kolben und Pleuelstangen funktionieren ähnlich. Die vom Büsi nicht mehr. Der indisch-englische Jägu ist unterwegs in die Schweiz. Im Heimatland verschrotten ist billiger, wegen der Mehrwertsteuer. Angeblich, so die Versicherung. Dabei hat sie doch Erfahrung. Mein Volvo blieb anno dazumal auch in Frankreich stehen und wurde von der gleichen Versicherung dort zu Grabe getragen … zwanzig Kilometer von Genf. Einiges ist für mich nicht nachvollziehbar. Aber es klappte beide Male gut.

Hier ein Ratschlag. Verwenden Sie in älteren Fahrzeugen um Himmels Willen nie E10. Bioethanol greift deren Dichtungen an. 

Ein Oldtimer-Freak hat mir das erklärt. Er fährt Rolls. Jaguar wusste das, aber hat es den Kunden nie gesagt. Das Verhalten der Fahrzeugbranche lässt ethisch echt zu wünschen übrig. Was da an grauer Energie geopfert wird, bedenkt keiner. Wieso muss gerade ich das erleben? Weil ich einer der drei war, die das Bioethanol in der Schweiz gekippt haben. Zehnjähriges Jubiläum für das Erfolgreichste des Finanzblogs. Und wieso habe ich oben Opel erwähnt? Weil derjenige in den USA mein billigstes Auto – vielleicht gar Fahrzeug – je war? Nein. Opel hilft jetzt Citroen sparen. Ja, Innovationen heute und gestern.

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René Näf wird über dieses Bild schmunzeln. Ich freue mich über seinen Brief an BR Leuthard – sein Kommentar ist nicht leuthard, der ist leuthart. RGS 2/2017, Seite 89ff. Jetzt scheint sie den Kurs doch zu ändern und merkt, dass die Schweiz nicht nur aus Grosskapitalisten besteht.

Na ja, vielleicht haben wir mal keinen Strom mehr, dann halt …

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… mit dem Pferd oder dem Esel im ehemaligen Nationalgestüt.

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Und sollten sie mich einmal in Südfrankreich besuchen wollen und sehen dieses Schild, dann haben sie sich leicht verfahren. Zu Fuss rund 400 km oder 84 Stunden. Mit dem öffentlichen Verkehr gemäss Google nicht erreichbar. Mit dem INOUI auch spiegelbildlich nicht erreichbar. Die Franzosen stehen Kopf und bei uns weiss fast keiner, was das ist. Der TGV! Aber wenn sie schon mal da sind, besuchen sie unbedingt das Relais. Das ist noch Frankreich, das echt durch die Speiseröhre und den Magen geht. Und verständlich sprechen die Menschen hier. Kein katalanischer Einfluss und im Nachbarland brodelt es weiter, wie vor zwei Stunden berichtet wurde.  Näher an Paris und meinen, aus dem gleichnamigen Ort im Lanquedoc-Roussillon hätte sich noch keiner hierhin verirrt. Wir waren absichtlich dort. Fast minutengenau wie Junckers Rede zur EU-Lage … etwas Schieflage. Ich habe schon einige Male geschrieben, dass die EU zum langfristigen Überleben eine Einheitswährung, den Euro, braucht und eine gemeinsame Finanzhoheit. Wetten, dass das kommt oder die EU neben China und den USA längerfristig keine Chance hat. Auf Sand bauen ist nicht immer gut, aber aus Sand gebaut, das ist die Zukunft – Beton und Kunststoff.

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Die U-Bahn verkupfern, das passt doch?

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Oder Treppen einfärben. Sie können wie Pascal Foucart auch …

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… ganz einfach Baguettes einfärben. Merken sie sich Pascal. Ein Anlagetyp gefunden im 95 Rivoli. Und wenn wir schon bei Kunst sind, da wäre noch das Konzert im anderen Saint-Ambroix zu erwähnen. Erinnerung an Maurice André, der in der Nähe, in Ales, aufgewachsen ist. Und wenn ich das richtig mitbekommen habe, war vor allem sein Bruder oft in unserer Cité Medival. Vielleicht kann ich ein Bild auftreiben, das ich auf einem fremden Apparat geschossen habe. Übrigens, Mitorganisator und persönlicher Bekannter von André ist Monsieur Simon … Clos de la Roque, Pinot 2002, mundet zum Schreiben.

Die eindrücklichsten Bilder aus Paris finden sie bei libref. Und die Polizei räumt zum 35. Mal.

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Vive la France …

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Chris Froom im gelben Tricot hatte am Schluss 54 Sekunden Vorsprung. Den ersten Durchgang neben dem Louvre anschauen und die anderen 7 lieber bei einem Bier in einem Restaurant. Der halbe Liter zu knapp elf Euro … dreissigmal teurer, als bei einer Aktion beim deutschen Discounter in der Schweiz. Es will überall Geld abgesahnt werden. Auch in der Schweiz. Da kostet das Caffè Latte satte dreimal mehr, als hier im Discounter. Made bei Emmi. Und vor einigen Stunden hab ich zugeschaut, wie die ersten Meter der Milch verlaufen, die dort landen. Nur, die grosse Marge geht sicher nicht in unser Tal. Der andere Kollege berichtet mir am Telefon. 200 Franken für eine kurze Visite und für 100 Medikamente ins Euter spritzen – der Viertel ist krank. Wir manchmal auch. Manchmal werden wir es auch. Unabsichtlich. Es keimt im Katheter. Zum Lesen empfehle ich den Proxi von Startpage. Und das allerschönste, der Chefmechaniker, sorry Operationsprofessor, wusste nicht mal, ob mir einer eingesetzt wurde. Bei so einer kleinen Operation eigentlich nicht. So mein Namensvetter und ich zwei Monate out of order. Die können sich die teuren Barilla in der Schweiz leisten – andere wären froh, sie bekämen diese zu einem Drittel in Frankreich. Das ist kein Witz und Galbani Mozzarella kostet die Hälfte was sie im Outlet von Emmi bezahlen … und der ist supergünstig und hat oft Käse am Verfalldatum – Kilopreis 12 Franken oder billiger. Dann noch etwas lagern und er ist geniessbar – voll Genuss. Und die verdienen immer noch was an dem. Schön, dass ich doch einige Erfahrungen im betrieblichen Rechnungswesen und in einigen landwirtschaftlichen Branchen habe. Das Sahneland Schweiz. Nicht für alle, aber für einige allumfassend. Schön, nächstes Jahr ist Jubiläum – 50 Jahre 68. Vianney sing je m’en vais – i hou ap (ab). Nicht abhauen, aber den Sänger merken…

… so, nun ist Feierabend. Vielleicht gibt es noch einen dritten Teil. Aber zuerst noch von einem, der nicht mehr unter uns weilt und die Todesanzeige habe ich in meine Musiksammlung aufgenommen. Erben bereitet Hass … im wahrsten Sinne des Wortes … nur das wird erst in einem Buch aufgeklärt. Polo ist echt nicht immer ganz einfach zu verstehen und da kommt mir der Poloball in den Sinn, den Prinz Charles in Windsor aus dem Spielfeld geschlagen hat. Vermutlich einer, der schon in meinem neuen, noch älteren Jaguar mitgefahren ist. Und da kommen Erinnerungen hoch, was in Paris vor 20 Jahren vorgefallen ist. Der Wagen ist erst 17 jährig. Also, da sass sie nicht drin. Aber bei der Tour de France – im Bild weiter oben – vor einem der Seine-Tunnel in der französischen Hauptstadt …

… Polo, nimm dert obe ou dr Bescht. Du weisch o was guet isch. Das ist die Antwort, auf die beste Bemerkung, die mir Polo Hofer einmal gab. Flüg guet … und wir fahren mit dem Männerchor auf der Vereinsreise morgen hoffentlich gut. D’Alperose wollen sie dann am Unterhaltungsabend lieber nicht singen – das Lied ist anspruchsvoll und dabei tönt es so einfach, lässig … flüg gut. Mir chöme o einisch nache. Vergesst das nicht und lebt …

… und liebe Journalisten, übertreibt nicht immer. Zu Tode erschrocken in Paris ist noch selten einer. Aber es ist immer wieder erstaunlich, dass es nicht mehr Opfer im Strassenverkehr gibt. Oder wie heute Unfälle. Hoffen wir zumindest auf gutes Wetter. Gestern Tropennacht und heute Sturm – Sebastian und so heisst eine der Hauptpersonen im Buch.

Irma – die Grosse oder die Milde

Der Hurrikan Irma wirft Fragen auf.

Es werden Ursachen für den vermutlich grössten, stärksten, regenreichsten Hurrikan gesucht, der über die Karibik Richtung USA schleicht. Nicht rast, wie Kachelmann korrigiert, mit Velogeschwindigkeit vorwärts geht. Nun, diese Geschwindigkeit ist auch recht verschieden. Ich kenne einen recht gut, der war des öfters mit seiner Tochter mit dem Rennvelo unterwegs – Tochter im Kindersitz. Das dies möglich ist, braucht es vielleicht ein Mehrgewicht von zehn Gramm – eine kleine Ausbuchtung neben einem zusätzlichen Loch beim Gestell wenige cm über der Nabenbefestigung. Übersichtliche Strasse, leicht abfallend, guter Belag, da sind Tempi über 80 km/h nichts Aussergewöhnliches. Der Tochter hat es immer gefallen. Die meisten finden das fahrlässig. Damals erst recht. Heute sind Extremsportarten überall in.

Es ist immer die Art, wie man etwas anschaut, wie man es hinterfragt und vor allem wie man im wahrsten Sinn des Wortes sattelfest ist. Und das war ich damals. Das Fahrradfahren habe ich aufgegeben, als mir das dritte Mal in Langenthal der damaligen Durchschnittsstadt eine Frau – sorry, es ist so – vors Rad gefahren ist und mir den Vortritt abgeschnitten hat. „Ich habe nicht gedacht, dass sie so schnell fahren.“ Fünfzig war es nie, aber das wäre erlaubt gewesen. Elektrofahrräder fahren heute ähnlich schnell, aber man hat sich noch nicht daran gewöhnt. Nur, das Fahrverhalten lässt heute vielfach zu wünschen übrig.

Und genau das gleiche könnte sich mit Hurrikans ereignen. Sie werden kräftiger, häufiger. Die NZZ hat zwei Einflussfaktoren auf Lager – el Niño und der wärmere Atlantik. Wie in der heutigen Medizin – nach Ursachen wird nicht gesucht. Klimaerwärmung wird es sein. Ist wirklich alles menschgemacht? Würden wir uns nicht lieber Gedanken machen, wie wir gegen Murgänge, wie bei Bodio oder gegen Überschwemmungen vorgehen und uns schützen. Von der Zunahme der Schwankungen im Klimabereich haben wir schon am NDS Umweltmanagement gesprochen, als Co2 den meisten nur als Kohlensäure im Mineralwasser bekannt war.

Lesen sie, was Kachelmann im Interview sagt – spannend. Einen Kommentar mit Antwort möchte ich ganz zitieren. Der scheint mir extrem interessant zu sein und unterstützt meine nachdenkliche Haltung, zu „alles menschgemacht“ (anthropogen):

  • „Claudio Hammer

Seit 1980 haben die Energiemengen in den Weltmeeren sowohl gemäss NOAA (National Oceanic and Atmospheric Administration) als auch MRI/JMA (japan. Aequivalent von NOAA) um 15*10^22 Joules zugenommen, Tendenz immer noch stark steigend.
Zum Vergleich: 1*10^22 Joules entsprechen ca. dem 18 fachen Weltenergieverbrauch pro Jahr – die Weltmeere haben also seit 1980 den rund 270-fachen Jahresenergieverbrauch aufgenommen + geben diesen in Form von Irma & Co auch gelegentlich wieder einen Teil davon ab.
Da davon auszugehen ist, dass die antropogen mitverursachte Klimaerwärmung und Meeresenergieaufnahme weitergeht, werden so Monsterstürme wie Irma bald regelmässiger auftreteten vermutlich wird man auch bald noch die Kategorien 6 & 7 schaffen müssen für Stürme mit über 400/500 km/h!
Brave new World!

  • Olivier Fuchs

    Diese absolute Energieveränderungsangabe und der Vergleich mit humangenerierter Energie haben keinen Sinn. Ebenfalls nicht das Propagieren neuer Stärkstufen, da Naturgesetze existieren könnten, die eine obere Grenze setzen, zweitens sie überproportional unwahrscheinlich würden. 500 km/h bräuchte mind. das Dreifache an Energie.

Die kleine Frage lautet nun: Wo kommt diese 270-fache Energie her? Ich freue mich demnächst auf eine Diskussion mit einem Fachmann. Und jetzt über die Kommentare in der BZ. Da ärgern sich einige über Details, wie man das schreibt. Ich schreibe, wie mir der Schnabel gewachsen ist und ich das einigermassen geschickt in Tastenschläge umhämmern kann. Da macht auch einer einen Fehler – antropogen. Der könnte von mir sein. Bei meiner Abschlussarbeit meinte mein Professor, dass man authorithär ohne th schreibe – beim 1. oder beim 2.?

Die kleinen Fehler, über die diskutiert man, über die grossen wird nicht geschrieben, weil es dazu extrem viele Zusammenhänge zu erkennen gilt. Aber eines ist sicher, mit Meteorologen zu diskutieren ist interessant – Bucheli ist auch Analytiker.

Hoffen wir, dass Irma, die Grosse, eher wie Irma la Douce wirken möge. Übrigens, die Teufelsinsel von Cayenne liegt etwas unterhalb der Karibik und auf dieser Insel wurde und wird nicht nur Schweizer Kommunikationsgeschichte geschrieben. Walter, der das Handy eingeführt hat, berichtet von der Trommel zum Satelliten.

 

Rentenreform – die wievielte? Sicher nicht die letzte!

Viel braucht dazu nicht geschrieben zu werden. Eigentlich reichen jetzt zwei Buchstaben – JA.

Vielleicht wird dann in einigen Jahren mal was wirklich Vernünftiges vorgeschlagen. So in jedem Dezenium kommt die Rentengeschichte mindestens einmal zur Abstimmung.

Erinnern sie sich? Frühling 2010:

„Ja oder Nein am 7.März zum BVG-Umwandlungssatz einlegen? Die weniger schlechte Variante ist ein NEIN, denn es wurde noch selten eine Abstimmung mit so vielen unrichtigen oder falschen Argumenten geführt.“

Sieht es heute nicht viel anders aus? Die in obigem Link aufgeführte Idee von Walter Wittmann wäre immer noch die beste. Die AHV als Grundversicherung und eine Grossrisikoversicherung – dazwischen schaut jeder selbst. Wie im Sandwich. In der Mitte bestimmt jeder freiwillig, ob es heute viel oder langfristig immer genug hat.

Vermutlich muss zugewartet werden, bis die Pensionskassen wirklich kein Geld mehr haben. Vermutlich nicht der Renten wegen, sondern der immensen Löhne und Aufwände auf Kosten der Versicherten. Vor über dreissig Jahren habe ich mir beim Gemeinde- und Städteverband die Frage erlaubt, wieso der Direktor ein weniger schönes Büro habe, als der Pensionskassenverwalter. Er hat dann die Frage gestellt, wer das finanziere. Nicht der Arbeitgeber, die Arbeitnehmer, indem sie auf Rente verzichten. Wieso müssen heute PK-Verwaltungen mehr als nur zweckdienliche Bauten haben? Es gibt einige Luxusbauten in der Schweiz, genau gleich, wie von der öffentlichen Hand. Schön für die, wo das Geld einfach fliesst.

Dann der vielgehörte Angriff auf die Spät-68iger. Dazu ein Spitzenartikel von Stefan von Bergen: „Achtung, die Babyboomer kommen.“ Berger ist zwei Jahre jünger. Ach, sie können den Artikel nicht lesen. Dann gibt es drei Möglichkeiten – ausser dem Nichtlesen. Sie abonnieren eine Tamedia-Zeitung oder bezahlen die CHF 2.– um alle Artikel eines Tages zu lesen. Oder sie arbeiten mit einem Proxybrowser. Huch, eine solche Beschreibung erinnert mich an die Abstimmungsvorlagen in den letzten Jahren.

Vorlagen, bei denen man entweder viel Zusätzliches lernen muss oder einfach einer Meinung nachträllert. Oder sich der Physiognomie bedient. Sicher nicht ganz einfach und einigen Menschen kann man damit arg Unrecht antun. Früher sagte man einfach, einander in die Augen schauen.

Hier noch ein Beispiel von der Nein-Seite – ob sie hier bezahlen wollen, liegt an ihnen, ich suche nicht mal mit dem Proxy. Hier wird jetzt eine schmunzeln, die arbeitet oben im Digitalbereich und empfielt den 12App. Der 0,9 Bevölkerungsschwund verhindernde Bruder könnte die Hochrechnung durchführen, wie weit die Weltwoche bis heute daneben liegt – Italien hat gute 8% mehr Einwohner und die Flüchtlinge noch nicht mal dazugerechnet. Aber die Weltwoche hat ja noch 23 Jahre Zeit um ihre Ansichten zu revidieren. Vielleicht liegt sie ja richtig, aber 48 Jahre vorauszuplanen, das kann ich sicher nicht und manchmal wissen wir nicht mal, was morgen ist. Und um es noch viel böser zu sagen, es gibt Journalisten, die können nicht mal die Gegenwart richtig beurteilen.

Und beachten sie, wie verschieden abgestimmt werden muss. Vor Jahren war es ein „Nein“, um den Leistungsabbau zu bremsen und jetzt wird es etwas komplizierter. 70 Franken mehr ist auf die Jahre gesehen überhaupt kein Leistungsausbau. Beachten sie nur mal die Krankenkassenprämien – nur die Medikamente sind im Warenkorb des Landesindex für Konsumentenpreise.

Übrigens, nächstes Jahr ist das 50-Jahr-Jubiläum der 68iger. Genau genommen, war letzten Montag 49 Jahre nach dem Prager Frühling. Mit einem Flüchtling habe ich vor einer Woche über den Erinnerungstag diskutiert und gestern bei einem Sirup an ihn gedacht. Etwas von ihm aus Tschechien war beigemischt – echt konzentrierBAR.

Hier noch ein Zinseszinsrechner – aber der Zins ist langfristig unwichtig. Wichtig ist nur die Differenz zischen ihm und dem Index der echten Lebenskosten.

Abwechslung in Frankreich

Drei Wochen Frankreich waren etwas anders geplant, als zu einer längeren Testfahrt mit einem Citroën C3 zu kommen.

In sechs Stunden nach Südfrankreich zu fahren, macht nicht eigentlich Spass. Also, muss auch dieses Jahr wieder eine neue Idee her. Diesen Samstag „FRIEDE HERRSCHT – proref pilgert“ brachte einen Einfall. Wir besuchten alle Startorte in Frankreich für den Jakobsweg. Mehr dazu in libref.ch.

Auf dem Weg zum ersten Startort besuchten wir das Reben- und Korkenziehermuseum von Alain Geoffroy in Beines (Chablis). Er ist nun Besitzer des zweiten Zapfenziehers.

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Über den tir-pomme de pin hat er sich gefreut. Es war ihm eine Flasche weissen Burgunder wert, die ich nach meinem zweiten Museumsbesuch noch weiter ergänzt habe.

Weiter nach Vézelay, wo ich doch noch was ergänzen muss …

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… etwas quer … erkennen sie es …

… wie der Film … quer, da bleibt kein Auge trocken.

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Tunnel de la Collancelle – 758 Meter lang und am 13. Juli kein einziges Schiff zu sehen …

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… nur Charolais die aus dieser Gegend stammen … und irgendwie suchen die zwei nach Abwechslung … nur die weiblichen sind auf der andern Strassenseite friedlich am grasen.

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Convoi exceptionnel I …

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… 3 1/2 Stunden – convoi execeptionnel II. Nicht echt, es hat an diesem Tag bisher noch zwölf andere auf diesem Autobahnabschnitt von 30 km erwischt. Dampf, Rauch und später ein Stück von 10 x10 cm Motorblock in den Händen. Aus, amen, Schluss – einige Kilometer zur Viertelmillion fehlen noch. Zwei Tage lang ist kein Ersatzfahrzeug zu haben. 14 Juillet, Nationalfeiertag. Hotel Saint Jacques in Saint-Flour hat noch ein Zimmer.

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Den Ärger runterspühlen. Sicher nicht. Im Pech hat doch alles geklappt – also einen herrlichen Calvados geniessen. Der Hotelier staunt nur noch, dass dieses Schloss den Konzernsitz in meinem Nachbarkanton hat und ich den ehemaligen Chef kenne. Saint-Flour, da war ich schon zweimal, aber noch nie nur zu Fuss unterwegs …

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… eine der schönsten Ortschaften in Frankreich … auf erstarrter Lavazunge gebaut. Eine Scheibe ziert jetzt meinen Garten, sozusagen als Grabstein für einen einen onca onca onça schweren Panthera onca .

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Fahrzeuge gab es zu Hauff, für alle … Junge …

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… und jung Gebliebene.

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Zwei mal übernachten, denn s war billiger, als ein Taxi für 500 km zu bezahlen. Also nicht nach Montpellier, sondern zum Flugplatz Clermont-Ferrand, denn die hatten ein Hertz für einen Citroën C3 – 20 Tage à 300 km. Haben aber nicht alles ausgeschöpft. Zwei Striche Abstand: die rechts sind gemeint. Die meisten nehmen lieber die in der Mitte. Schlimmer sind nur die Schweizer, wenn man mit einer Franzosennummer die Geschwindigkeit einhält – km-genau mit externem GPS. Zürcher drängen, Berner sind mal echt schnell und einige Aargauer kommen dem AG (Achtung Gefahr) extrem nahe. Einer wird erst vernünftig, als ich ihm meine eigenen Aargauer-Nummern hochhalte. Die liegen auf dem Beifahrersitz, denn es gilt eine 17 jährige Katze in Chur abzuholen und anschliessend eine Spritzfahrt nach Klosters, um „merci“ zu sagen. Der Ehemann hatte Freude, denn er sah den Poloball seines Freund des Hauses. Gestern bei den Sternschnuppen wünschte ich dem zum Verwechseln ähnlichen Jaguar ein langes Leben.

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Kennt jemand dieses Bild?

 

 

 

Ich bin dann mal weg … und das Nikonobjektiv auch

Heute verlinke ich auf meinen umfassendsten Blogbeitrag seit 12 Jahren – www.proref.ch – Reservieren sie sich den 19. August 2017

500 Jahre Reformation – was nun?

                      Flyer     –      libref.ch

 Zurückschauen, wie die andern? Uns interessiert die Zukunft. Die Kirche muss diese gestalten. Es gibt einiges zu tun. Progressiv  reformiert geht voran.

Jeder darf mitmachen. Egal ob, an was oder wen er glaubt. Was wir nicht brauchen, sind Extremisten, Fundamentalisten. Wir verbinden, bauen Brücken.

Pilgern zu 95 Themen in Bern und der Agglomeration – an sechs Tagen, auf sechs Jahre verteilt. Die Reformation fand auch über Jahre statt.

Gedanken zu „Friede herrscht – proref pilgern“ und alle Pilgertage in fortlaufender Reihenfolge.

Der Umfassendste Kirchenführer für Touristen, nicht nur Pilger der Region Bern. Jetzt brauche ich Ferien und will schauen, wie die Franzosen Macron am 14. Juli feiern.

Paris kommt dann erst, wenn die Tour de France dort einläuft. Es wird vermutlich dort mehr Menschen haben, als an meinem schönsten Tour der France Erlebnis. Unterhalb des Ballon d’Alsace. „Da kommen sie nicht durch.“ So die polizeiliche Strassensperre. Da haben wir ihn vom Gegenteil überzeugen können, denn schliesslich sind wir von Belfort auch auf der abgesperrten Strecke durchgefahren. 14-jährig und mit meinen Franzkenntnissen. Das ist erwähnenswerter als die vorgespulten 80 km mit einem Fünfgänger. „Suchen sie die andere Gruppe, die auch hoch wollte. Zwei von uns müssen auch noch auf den Pass, die werden euch begleiten.“ Bei Amateurkriterien habe ich später auch Polizeibegleitung mit Motorrädern erlebt – aber vor 100 000 Zuschauern, die rund ein Dutzend Radfahrer ohne Startnummern anfeuern. Sowas vergisst mann nie. 1969 – der  Belgier Merckx siegt. Unter Arrivé erwähnt, aber er und die nächsten fuhren nach dem Ziel weiter ins Tal. So etwas geht heute schon nur aus Marketinggründen nicht mehr. Alles dreht sich heute ums Geld, vielleicht sogar mit einem Elektrofahrrad bei Rennen. Technisch kein Problem. Direktunterstützung im Trettlager und Primärzellen im Rahmen. Am besten im heute voluminösen Unterrohr. Weit unter einem Kilogramm machbar. Oder einen käuflichen Vivax Assistent (Gruber), einen Sattelrohrantrieb. Nicht für jede Velofahrt und jeden Velofahrer geeignet. Machte Cancellara das wirklich?

Ab nächster Woche soll Regen und kälteres Wetter angesagt sein, wie der Nachbar feststellt, dass ich immer dann in den Süden abhaue. Es war auch schon kühl dort unten. Gar bei Radrennen, wo man dem französischen Rad Idol Poulidor rund zehn Meter gegenüber steht. Der Mann, der die Tour de France nie gewann.

Pilgern, ja vielleicht nach Puy-en-Velay und die Tour anschauen und den Start des Pilgerweges – vielleicht schauen wir die zwei verbleibenden Orte auch an. Arles, im Sommer eine Reise wert und Vézelay. War ich da schon mal? Ich werde es sehen. Anflug evtl. via Chablis, gar nach Beine und über Zapfenzieher diskutieren. Könnte ihm ja einen als Geschenk mitnehmen. Dann hätte er den weltzweiten.

Müsste man mit der Kamera festhalten. Und „festhalten“, da kommt mir Nikon in den Sinn, die diesen Monat 100 Jahre feiert. Bin diesem Laden erst im 45. Jahr treu. Das Meiste war wirklich gut und es ist toll, wenn man Jahrzehnte alte Spezial-Objekte weiter einsetzen kann. Autofokus, das gab es damals noch nicht. Geht eh heute manchmal von Hand noch exakter, vielleicht nicht so schnell. Festhalten, das wollen wir doch wirklich mal festhalten. Die Kamera fällt, denn frau hält nicht an der  Handschlaufe, die sie am Handgelenk festziehen könnte. Narrensicher und viel bequemer und schneller als Kameragurte. Und knallt auf die Strasse. Mausetot. Zumstein kann nicht helfen. Also ab nach Küsnacht. Reparatur unmöglich – so die Reparaturabteilung, die in den früheren Jahren super war … und selten von Nöten. Als Ersatz wird was von den neuen Billigserien angeboten – aber doch CHF 1 350. Ich kaufe ein Occasion-Magnesium-Gehäuse. Wesentlich billiger. War mal sauteuer. Vermutlich hat es der Vater bezahlt, der war ein gutverdienender Banker. Daten löschen! Es könnte ja sein, dass man sich kennt.

Kamera entsorgen. Nein! Die will ich auseinander nehmen. Im Rockefellercenter war mal eine F2 demontiert im Schaufenster von Nikon NY. Die Anzahl der Produktionsteile dürften wesentlich kleiner sein. Damals in Südfrankreich wurden dann nur 18 Kleinstschrauben entfernt. Nichts fällt auf, ausser der kleine Gehäuseriss, der von aussen schon sichtbar ist. Die Elektronik geht nicht mehr. Kontaktfehler, meine Vermutung. Den Bus andrücken. Das ist so ein Kabelstrang, der vermutlich hier mit einem Leitkleber verbunden ist. Akku rein, Karte rein – die Kamera läuft perfekt. Zwei. Dann eine an die Schadenverursacherin mit grösserem Zoom, Karten, Akku, denn alles passt. Bei einem Ersatz hätte das Zubehör auch alles ersetzt werden müssen und für fünfzig Franken noch ein kleines Zoom.

Ich will ja nicht meine Künste rühmen, aber es ist absolut traurig, dass so etwas in der heutigen Zeit fast zur Tagesgeschichte gehört. Liegt es daran, dass die Menschen nicht mehr ausgebildet sind, nicht mehr denken können oder ist das Absicht, nur um nach 100 Jahren wieder neue Kameras verkaufen zu können? Ich habe Objektive, die sind schon wesentlich weiter in der Welt unterwegs gewesen und strapaziert worden, als ein neueres Nikon-Objektiv, das nach relativ kurzer Zeit ersetzt werden musste. Irgendeine Schraube locker, dass das Gewinde nicht mehr richtig geht. Beim Ersatz nach kurzer Zeit, dasselbe Problem. Da ist wirklich irgendwo eine Schraube locker, klein gezoomt.

Ja, manchmal sitzt das Zeugs locker. Auch auf dem Rückfahrersitz, weil nicht alles in den Kofferraum passt. Zugedeckt mit einer Decke. Profis sind beim Pont d’Ardèche am Werk. Einige wenige Autos im Umkreis von rund 100 Meter halten dort in der „toten“ Saison auf dem grossen Parkplatz. Scheibe einschlagen, alles rausräumen ohne die Türen zu öffnen – der Alarm könnte losgehen. Und dann Pneu zerstechen, dass man nicht folgen kann. Keiner merkt etwas. Es muss schnell gehen. Sie klauen sogar einen Weinkarton. Das grosse versteckte Zoom finden sie auch. Es ist zwar alt, aber ich kaufe genau ein identisches als Occasion. Das wird garantiert länger funktionieren als ein neues. Es ist etwas schwerer und länger.

Profitgier und 100 Jahre Jubiläum von Nikon. Wenn ich an meine Erste Nikon denke, auch eine Occasion, die heute noch meine Tochter braucht (analog), da war ich „König“. Heute ist Nikon ein Massending. Immer noch gut, aber mit Fehlern. Schauen sie das Video an, sicher nur optimiert für Smartphones und Co. Die Filmqualität ist miserabel. Wenn sich Nikon nicht umstellt, wird die vermutlich nicht 200 jährig und ich begreife langsam, wieso ich immer mehr Profis mit Konkurrenzprodukten sehe. Liebe Nikon denkt um, mindestens mir zuliebe, denn ich war noch nie solange einer Firma treu. Und Cockies mögen wir nur, wenn die gebacken sind und vor allem gute Zutaten innehaben. Eigentlich hätte ich ein Poster verlinken wollen, das viele Nikon-Kameras zeigt – aber this link has expired – kurzlebige Zeit im Mitsubishi-Konzern. Dabei habe ich doch schauen wollen, ob eine meiner Nikon-Kameras da auch drauf ist – die wurde nicht selbst von Nikon produziert und dürfte eine Seltenheit sein.

Und wenn ich auf dem letzten Link die grafische Gestaltung dieses Konglomerats anschaue, bin ich ganz zufrieden mit dem Flyer fürs pilgern. „Etwas mehr Bilder“ meinte gestern der Mitinterviewte – lesen sie reformiert. – zumindest im August die Ausgabe von Bern.

Bilder zu schiessen ist nicht ganz einfach, zumindest solche, die einige Ansprüche abdecken. Seit ich das Blog habe, fotografiere auch ich anders. Will mehr zu Themen etwas bieten, was andere nicht haben. Heute gibt es nur ein Bild. Viele andere könnt ihr übers Pilgern auf www.proref.ch nachholen. Oder auf www.ruedmilan.ch – der hier war knappe 20 Meter entfernt vom Goldfasan. Macht zum Beispiel einen Fotokurs über Vogelaufnahmen.  Ifalor, die auf den Rotmilan gestossen ist, schreibt im Lexikon über Nikon – die D70 in Bern wird vielleicht noch gleich lange halten, wie die D300, die sehr häufig gebraucht wird. Und vermutlich bin ich zumindest beim Gehäuse auf der besseren Seite, als bei ihrem damaligen Angebot. Aber vielleicht bieten sie mal was Gutes an. Oder auf eine gute Occasion im Wegwerfzeitalter hoffen – so 18-300 mm. Nicht ganz leicht, aber mit einem dabei, das im analogen Zeitalter auf 450 mm kommt. Hoffen wir, dass das Ausrutscher waren, denn am Ende unserer Pilgerei möchte ich auf 50-Jahre Nikon kommen.

So, nun bin ich erst im August wieder zurück, verlasse mich auf meinen fahrbaren Inder und den knipsenden Japaner. Vermutlich werde ich auch nicht ganz alle Flohmärkte in Frankreich besuchen. Die digitale Kommunikation wird wie gewohnt runtergefahren. HP hat auch kein Handy mitgenommen – bin dann mal weg.

Das dürfte eigentlich beim Pilgern auch an der Diskussion mit „Mein Gott Walter“ erwähnt werden. Also nicht vergessen, pilgern am 19. August in Bern.

 

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Fangen, da war dieser Vogel zu schnell – mit Kamera einen wild lebenden Goldfasan einfangen, das ist sicher auch nicht allen möglich.

Aeschi über sein Haupt! So sicher nicht.

Die Publica, die grösste Pensionskasse der Schweiz, die des Bundes stösst Rüstungsfirmen ab. Bravo.

Thomas Aeschi – Nationalrat, das heisst, einer der das Schweizervolk vertreten sollte – ist dagegen. Er weiss, wie andere auch, dass Rüstungsfirmen oft eine bessere Rendite erzielen. Sagen zumindest die meisten. Die Gesamtkosten der Auswirkungen der Rüstungsindustrie bezahlt die Gesamtheit. Krieg und Rüstung lohnt sich nicht einmal ökonomisch. Hier kurz was zum lesen. Man könnte jetzt stundenlang antworten.

Was Aeschi da erzählt, ist der allerdümmste je geäusserte Vorschlag eines Nationalrats, an den ich mich je besinnen kann. Asche über sein Haupt.

Er könnte ja noch die RUAG öffentlich machen. Friede herrscht zur Zeit nicht überall.

Langfristig gesehen fährt man mit dem martischen 6-Eck besser. Vorgestellt wurde es das erste Mal Ende des vergangenen Jahrtausends am Finanzsymposium … dort wo dann auch der ehemalige Militärfluplatz Bönigen eingegangen ist. Herr Aeschi, arbeiten sie sich doch bitte in diese nicht ganz einfache Angelegenheit etwas gründlicher ein, sonst wird es garantiert auch für andere mystery.

Martisches 6-Eck für Blog neu

Nachtrag 14.6.17 – Dann gab es noch etwas im Nationalrat, das die Gemüter aufregen dürfte. „Erst mit 75 zum Arzt.“ Meiner Ansicht nach ist das Alter nicht so wichtig. Ich kenne 80-jährige, die fahren vorsichtiger, als mancher viel Jüngere. Da könnte man auch tagelang darüber diskutieren. Einer sieht das noch etwas anders. Staunen sie? Wer die Schweiz kennt, staunt sicher nicht.

Für die Verkehrssicherheit gäbe es noch einige weitere Punkte. Gute Brille. Kein Zeitdruck und bei Firmenfahrzeugen, durchsetzten, was in den Leitlinien steckt. Das steht zum Beispiel bei einem der grössten LKW-Pflanzer:

beweglich: Mit Innovationsdenken und Sicherheit lassen unsere Dienstleistungen Ihre Ware gut ankommen – national, international, im Lager, Hightech- oder 2-Mann-Geschäft.“

So die Leitlinien. Gestern war ich recht nahe an den Leitplanken. Fast auf der Höhe, des Armeefahrschulparks bei Wangen. Knapp 30 kmh Unterschied. Links ziemlich korrekt, rechts zumindest einem zu langsam. Geschätzte Distanz zwei Meter, als der LKW-Fahrer nach links zieht. Stiel Porsche 942. Bremsen. Hornen und ausweichen. Dann zieht er wieder nach rechts. Das sollten für den Logistiker an der Limmat, wo diese unter Autobahn ruhig dahinfliesst, im Gegensatz zur A1 Richtung Bern, genügend Anhaltspunkte sein, diesem Fahrer so auf die Füsse zu stehen, dass dieser eine Zeitlang nicht mehr auf das Gaspedal stehen darf. Der ist deutlich jünger als 75. In dem Transportunternehmen, wo ich die kaufmännische Leitung hatte, würde der jetzt mindestens drei Monate Vogelfutter abpacken. Solche Fahrer schädigen extrem jedes gute Firmenansehen. Dabei sind es absolute Einzelfälle. Wie bei den Senioren, wo jeder Unfall zum Medien-Reisser wird.

Bei den feldgrünen, wäre der zum Fussvolk umgeteilt worden. Es macht ja jeder Fehler, aber die Handzeichen dieses Fahrers zum offenen Fenster raus waren eindeutig. Stress, Druck und einhändig fahren. Zumindest keines dieser Handzeichen. Und falls sie in China mal zwei Hemden bestellen möchten, nicht so wie bei uns. Es kommen mit angeschlossenen Fingern sieben. Sieben feldgraue Hemden, wenige hundert Meter südwärts. Anno dazumal. Alle in einem Pinz. Der Fahrer unseres Fernsehteams wollte auch mal über den Parkur. Zuerst Steilrampe runter. Er macht einen Fehler. Kann ja passieren. Und ich übersehe es. Dritter Gang statt erster. Er fährt los. Wir merken es. Ich schreie „Gas geben“. Er gibt. Der grosse Motoff: „Gut, aber etwas schnell.“ Im richtigen Moment Gas geben, im richtigen Moment bremsen.

Oder den ÖV nehmen. Zumindest einem wäre das zu empfehlen. LKW – runde sechs Kilometer weiter, nähe des Golfplatzes. Keine Ahnung, wohin der schaut, nachdem ich mich getraue, zu überholen. Kurz zuvor braucht er beinahe zwei Fahrspuren. Dieses Fahrzeug mit Kranausleger ist mit SBB angeschrieben. Die geomagnetische Aktivität lag im grünen Bereich, also kann es nur die Hitze gewesen sein oder heraufkommende Hungergefühle eine knappe Stunde vor dem Mittagessen. Der war auch deutlich unter 75. Ein LKW so gefahren, kann auch zum Kriegsgerät werden. Dann müssten wir noch einige Firmen mit Lastwagen auf die schwarze Liste nehmen. Übrigens, beide sind nicht kotiert.

UPPS – die Pannenshow

Zürich ist zu teuer, deshalb werden Arbeitsplätze nach Biel verlegt.

Das von Rennens ist auch neu, aber Schaffhausen, das wird seit Monaten rumgereicht. Gestern habe ich kurz Arbeitsplätze erwähnt, die ins Ausland gehen. Es gibt auch Banken, die lösen das Problem, indem sie Arbeitsplätze in den ehemaligen Ostblock auslagern. Könnte ja sein, dass nicht die Kosten, sondern die Servicequalität zu schlecht ist. Und unproduktive Arbeitsstunden drücken ganz gross auf den Bogen der Kostenrechnung. Lohn mal Zeit für Kleinprobleme zu lösen. Niedrigerer Lohn mal kurze Zeit ergäbe das bessere Resultat. Am einfachsten ginge es, wenn sauber gearbeitet wird, dann werden Kosten erspart.

Ein kleines Beispiel gefällig? Um keine Namen zu nennen, sage ich aus Datenschutzgründen einfach UPPS – die serielle Busbank.

Sehr geehrte Damen und Herren
vor rund zwei Jahren hat die Busbank Zürich beschlossen, Konten von kleinen Vermögensverwaltern aufzulösen. Inzwischen hat das Zürich geschafft. Aber auf dem Konto 235-… wurden Kontoführungsspesen von CHF 70.17 abgezogen. So macht man Gewinn und verärgert einst sehr zufriedene Kunden. Das VIM-Desk Bern, das speditiv arbeitete, wurde ja aufgehoben. Diese waren zum Teil auch „mitschuldig“, dass das erste deutschsprachige Finanzblog gegründet wurde. Und ich denke, dass diese Angelegenheit zufriedenstellend abgewickelt wird, bevor ich zum dritten Mal, aber ausführlich über die Arbeitsweise der Busbank an der Stockerstrasse 64 schreiben werde. Und da Finanzen nicht nur Geldanlagen sind, sondern Geld allgemein, darüber berichten, was das für die Busbank an Kosten bedeutet. Und falls Sie jemanden brauchen, der dort die Administration etwas unter die Lupe nimmt, bewerbe ich mich gerne auf Honorarbasis. Übrigens, seit meinem letzten Brief sind mehr als zwei Monate vergangen. Totale Steigerung um 50% – das vorletzte Mal dauerte es drei Monate. Und in den vergangenen zwei Jahren einige Telefonate und lockere Gespräche, wer Kinder erhalten hat, wo der Mann die Lehrzeit verbrachte und dieser mit dem Arbeitsdruck noch umgehen konnte. Heute sei dies nicht mehr so einfach. Schöne Geschichten für das www.finanzblog.com.
Danke für Ihr Verständnis, aber ich denke, es wäre an der Zeit das etwas Positives geschieht, worüber ich berichten könnte.
Viele Grüsse
Stephan Marti
PS: Die Nutzungsbedingungen und die Datenschutzerklärung habe ich nicht gelesen, musste aber mit einem Stern bestätigen, dass ich diese gelesen habe – nur, es ist nicht so einfach, eine Postadresse zu finden. Deshalb via https://www.busbank.com/global/de/contact/contact.html – aber seien Sie unbesorgt, meine Daten dürfen Sie ruhig veröffentlichen.

Liebe Busbank, sorry, im Mail hatte es noch Druckfehler und da ich keine Kopie machen konnte, ist es im Finanzblog gut aufgehoben. Wenn ich es noch erlebe, werde ich auch die Reaktion bekanntgeben.

Der 150igste Tag – 30. Mai – Hitzeferien sind angesagt

Einfach mal so einige Gedanken zum Tag – verbracht mit denken, organisieren, jäten und schwitzen.

Der 150. Tag im Jahr, bei geschalteten plus eins. Ich habe heute wieder mal zu „Friede herrscht – proref pilgert“ geschrieben … merken sie sich den 19. August. Aber was war heute. Ausser wieder mal heiss. Seit Tagen. Verrücktes Jahr. Kalt. Heiss. Verregnet. Heiss. War es schon mal so lange Ende Mai heiss. Wir müssten Bucheli fragen. Frankreich wurde auch erwähnt und 1431 starb Jeanne d’Arc. Das ist eine Dame, die mir imponiert. Mit Fahne, Hände erhoben, vorwärts … wie ein Bär, der aufrichtig geht. Der Tag war für sie nicht echt bullish.

Bullish und bearish, da haben einige wirklich Mühe. Und ich möchte es nicht unterlassen, zu zeigen, wie die Welt kopfüber oder sollte man sagen kopflos Investitonen tätigt. Aber dazu später, zuerst zum Bär. Der schlägt nach unten und der Bulle hebt mit den Hörnern hoch. So ist es. Wäre es. Kühe und Bullen haben schon lange keine Hörner mehr. Viele andere auch. Mut sogar noch seltener.

Einer hatte Mut. Der hat den Bär im Kanton Bern fotografiert. Freilebend, die allererste Foto. Die echte Fotografie ist 191 Jahre alt und der stand sicher nicht in den Voralpen um zu fotografieren. Der Bär hätte eh geglaubt, da wär ein Gewitter. Heute könntet ihr wieder einige Kilometer fahren und rausgucken. Petrus fotografiert. Bei uns tut sich noch nichts und dabei sind wir erfahren an Badewannen im Regen. Toll und der Gemeindepräsident von Eriz hat Freude. Nicht abschiessen. Das ist Tourismuswerbung. Aber bitte, geht dem Bär nicht zu nahe. Das könnte ins Auge gehen. Dieser Bär hat mich einmal veranlasst, den Rekord im Autoeinsteigen zu realisieren und dabei war es in einen Kadett – Aspenpark lässt grüssen. Da gab es missachtete Warnschilder. Im Hogantgebiet dürfte es noch keine geben.

Und was war dann heute noch so alles los, ausser dem Bären. In der Stadt, die den Bären im Wappen hat, gibt es etwas Ärger über „kleinere Fehlinvestitionen„. Hab ich doch schon mal im Mai erwähnt: „vermutlich stehen diese Platanen länger als das neue Frauenspital …“ und da ist noch ein schöner Bericht, über ältere, anfällige IT-Anlagen … kommt mir auch irgendwie bekannt vor. Mehr am Tag der kalten Sophie.

30. Mai, da kommt Benny Goodman, Voltaire und gleich zweimal Churchill vor. Der Biafra-Krieg begann … und dieser Erdteil ist immer noch voll von Kriegswirren. Der erste Giro d’Italia ging zu Ende, das 500-Meilen-Rennen von Indianapolis wurde zum ersten Mal gestartet, die ESA gegründet und die Allianz Arena in München eröffnet. Sie wird nicht umgetauft, so meine Vermutung. Und schlussendlich hatte Hans-Christian vermutlich ein schwerster Tag in der Ammann Group. Vielleicht Zeit, ab heute öfters zu meditieren. Oder Bob Marley zu geniessen, der an diesem Tag 1980 das einzige Konzert in der Schweiz gab. Bei uns war er nie in den Charts – 171 Wochen aber mit Catch a fire in den USA.

Sieg für Kaltduscher und Bürostuhl-Hocker, aber sicher nicht für Rückwärtsfahrer

Wir vom Männerchor Schmiedrued hatten eindeutig dieses Wochenende ein eigenes Energie- und Verpflegungs-Gesetz. Hier die allerwichtigsten Weltereignisse der letzten zwei Renntage.

Bremsen und Gasgeben, das ist heute Trump-f. Entschuldigen sie meine Ironie, aber Schreibfehler können das Leben lustiger oder unlustiger machen. Manche sind für ein gemässigtes Regime dankbar, denn sonst könnte das SMS „Begnadige nicht hängen“ mehr als nur ins Auge gehen. Kommafehler können gar tödlich sein. Bleiben wir bei dessen Nachbarland, da hat einer zum ersten Mal eine Frau gesehen.

Trumps Haarpracht hat keine Chance

Und wer denkt, bei unserem Hightechnik-Anlass wären nur Männer zugegen, hat sich extrem stark trumpiert. Ohne Kopftuch, das war im letzten Jahrtausend, super, gefällt und vermutlich fällts auch auf. Fast so üppig und lang wie meine … Tochter hatte mal die Haare verfärbt. Hennageil, das musst du als absoluter neuester Hit verkaufen. Hat funktioniert, es gab Nachahmer. Wirklich Tolles, Neues kommt  selten aus Ballungszentren. Dort tummeln sich meist Bürolisten auf Bürostühlen mit Rollen, die mühsam rückwärts gestossen werden müssen. Beine anziehen und gleichzeitig abstossen und das dreimal pro Meter.

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René Vontobel braucht zum Abbremsen seines Kerosin-Raketen-Bürostuhls einen Bremsfallschirm und zwei „Rettunganker“. Ich komme schlicht und einfach nicht darum herum, dieses Renngefährt als erstes zu erwähnen. Weit über hundert Bürostühle habe ich in meinem Leben einkaufen müssen, dürfen … da musste ich doch mal auf den sitzen. Klammheimlich, damit es ja niemand je herausfinden könnte, dass ein studierter Büromensch mal quer schlagen würde.

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Immerhin, es ist das exakt 25 000 Bild auf meiner fünften Maschine. Nicht selbst geschossen, sondern vom Partner der Dame, die Feuerzeuge sammelt …

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… und dem Fahrer genüsslich zuschaut und wohl ein drittes zu Hause hätte holen können. Ein Fondue-Rechaud anzuzünden ist eindeutig viel einfacher. Ich hätte noch schöne Bilder, wo das Raketengeschoss beinahe am Abheben ist. Aber es scheinen quere Bilder gefragt zu sein. Badewannen hochstehend, genau so ist sie, hätten wir auch. Von vorne, mit einer ganz mutigen Plastikente – sicherheitshalber aber mit Helm.

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Echt nichts für Warmduscher und wir wissen jetzt genau, das Kaltduscher gewonnen haben. Waren die vier konservativsten Kantone dagegen oder haben die eine Vorahnung, was für revolutionäre Machtkämpfe im Energiesektor an die Tagesordnung treten werden? Bremsspuren sieht man im Zeitalter des ABS selten. Allenfalls sehr schwere oder schlecht gewartete Fahrzeuge lassen regelmässig Gummi liegen, die meisten andern hinterlassen nur Regelflecke. Driften und Schleudern hinterlässt Spuren oder wenn die Elektronik überlistet oder nicht vorhanden ist.

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„Hoffentlich haben die im Lehrerzimmer noch genügend Ratzefummel, damit ich doch noch ruhig in den Sonntag kann“. Ein erfundener Gedanke unserer guten Seele des Schulhauses. Oder überlegt er sich, ob ich knapp eine Drei für meine Tippereien erhalten würde? Bleiben wir bei der Rechtschreibung.

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Wenn sie im Grossverteiler – wie heisst er – ein Einkaufswägeli holen, dann können sie mit diesem Typ mit über 100 kmh durch die Gestelle düsen. Aber bitte, beachten sie die Steuerung.

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Ein original Migros-Wägeli! Sind sie sicher? Der Chef-Redaktor des Migros-Magazins wird ein E-Mail erhalten. Ja, warum kam der Schnebi nicht ins Ruedertal. Ein Katzen- oder Töffsprung von Aarau. Micross und Mirgros? Na ja, etliche Produkte sind von Migros. Der M-Budget-Energie-Drink war auf Ebbe. Wie die Bierharassen im Bierexpress. Nur einer war enttäuscht. Sein Sohn hatte kein alkoholfreies im Anhänger.

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Eichhof als Kühlwasser? In diesem Fall könnte Alkohol tatsächlich schon in kleineren Mengen schädlich sein. Fast genauso wie mein Rasenmähen. Am Samstagmorgen. Rasen ist übertrieben, das ist eher Unkraut mit Gräsern. Hin und zurück und hin und zu… und schon ist der Sack voll. Kaputt vom Schieben. Leider läuft meiner nur solo und nicht mit über 100 kmh Spitze. Aber, meiner hat doch Heimvorteil, worüber ein anderer Aargauer singen könnte. Jede Samstig, jede Samstig tümer Raase mähe. Der von Peach Webers Nachbar läuft nur 78.

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Hier fehlt ein ganz kleines feines Detail – das Messer. Und wenn wir ganz genau beobachten, dann könnte es doch sein, dass diese Zahnlücken von Rollerblades, rollenden Klingen, stammen. Und wer noch genauer hinschaut, sieht die Bronzemedaille der schnellsten Ruedertaler … die silberne war auch auf dem Renngelände zu sehen. Die Sportprominenz war präsent. Nur zum Sieg mit den Rollschuhen bedarf es noch etwas Übung.

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Aber noch zwei echt gewichtigere Details fehlen – versteckt im Grasfangkorb. Lautsprecher und Kühlschrank. Der Wettergott hat ja voll mitgespielt. Genau genommen versuchte er nach Rennschluss, die Spuren auf dem Asphalt mit Regenwasser zu entfernen …

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…wo Unentwegte immer noch unterwegs waren – echte Kaltduscher …

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… derweil sich die Spaghetti-Esser sich wie bei einem Massenstart verhalten. Die langsamsten 20 Meter am Samstag. Herzlichen Dank all den Helfern, dem …

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… Teamchef Hannes Roth, Badewanne, der wohl bei der roten Flagge hinter ihm an das heutige Rennen in Le Mans denkt.

Danke dem Fahrerteam, dass hier alles problemlos ablief.

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Lukas Reber, Schlossrued, Rasenmäher – Thomas Neeser, Schmiedrued, Bierharassen – Sämi Bolliger, Schmiedrued, Einkaufswagen – René Vontobel, Winterthur, Bürostuhl und …

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… Erwin Schmied, Rennleiter, Speaker, Vereinspräsident, Garçon in der Festwirtschaft und einer, der immer wieder Damen und junge und jungebliebene Herren zur Verstärkung des Männerchors sucht.

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Die einzigen, die ich habe singen hören, wären allesamt geeignet. Das Gabalier-Double haben wir doch schon irgendwo gesehen. Unser Programm in den nächsten Monaten: Openair in Rothrist (9. Juni), Vereinsreise in den Kaiserstuhl und Unterhaltungsabend (27./28. Oktober).

Ein ereignisreiches Wochenende …

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… nichts für Warmduscher und auch nichts für Rückwärtsfahrer. Keines dieser fünf Fahrzeuge verfügt über einen Rückwärtsgang. Braucht man ja auch nicht, vorwärts schauen.

Vorwärts schauen, da gab es im Kirchgemeinde-Saal Rued noch die Ausstellung: „Was heisst reformiert sein heute?“ Diskussionen, gar mit der bekanntesten Bloggerin im Tal. Nur alle ausgestellten Meinungen finde ich im Internet nicht – die von Thomas Heiniger gefällt mir am besten. Die ist dort bis am 12. Juni ausgestellt. Bei den Aargauern nicht zu finden, also zu den Bernern. Gleich zwei Köpfe die ich kenne. Er lebt in Meikirch – so steht es bei Pfarrer Balsiger zu lesen. Das letzte Mal, als ich mit Max in Kontakt trat, flog er gerade von Grindelwald aus über den Aletschgletscher. Vorwärts schauen. Der andere, Andreas Zeller, schrieb eine Würdigung über das liberale Urgestein, welche von der Hammerschmitte Schmiedrued in die digitale Ewigkeit hochgeladen wurde.

Was heisst für SIE, reformiert sein heute?

ICH: Reformiert. Manchmal etwas mehr, manchmal etwas weniger.

WIR. Reformiert! Es geht für alle weiter, in Wirtschaft, Politik, Kirche …!

Die andern vom Männerchor haben am Sonntag aufgeräumt. Einer am Samstagabend: „Was, du gehst in die Predigt?“ Wegen der roten Flagge wurde ich nicht Theologe. Griechisch, Lateinisch, Hebräisch – das musste echt nicht sein. Der Lästerer wird am 19. August vermutlich nicht mit mir durch Bern-West pilgern. Friede herrscht! www.proref.ch – progressiv-reformiert. PRO.. sicher nicht AG…

Nachtrag: Hier noch die Titelseite des Wynetaler Blatt und der ausführlichen Bericht von Frieda Steffen. Merci.

Was hat die Staldencreme mit dem Ruedertal zu tun?

Der May und einige verrückte Ideen. Und nicht vergessen, am 20. May um 17.00 ist Rennbeginn beim Schulhaus WaldeBadewanne, Raketenbürostuhl

Nestlé-Stalden-Cremé, wer kennt sie nicht – 125 Jahre alt. Herzliche Gratulation. Vor allem dass der Schweizer Cäsar Ritz, Hotelier, patentieren liess, wie man Milch haltbar macht. Damals hätte keiner gedacht, dass die Milch, die unsere Talbauern aus ihren Kühen abzapfen lassen, mindestens drei Monate in einem Papierbeutel ohne Kühlung haltbar ist. Und vermutlich wären sie auch Kopf gestanden, wenn sie das Entgeld für einen Liter abgelieferte Frischmilch mit einer knapp einem halben Kilo schweren Dessertkonserve verglichen hätten.

Marketing, heisst das Zauberwort – ob wir neue Mitglieder finden, Frauen und Männer, die im Männerchor Schmiedrued mitsingen, hängt auch davon ab. Wir veranstalten jetzt mal ein Badewannenrennen und dann gibt es Spaghetti … rund eine Badewanne voll. Die Marge wird bei uns nicht ganz so gross sein. Wir haben ja auch viel zu wenig in Marketing gesteckt. Das Konkurrenzprodukt ausserhalb der Schweiz kostet einen Viertel und liebe Nestlé entschuldigt mich wieder einmal, mir ist die Stalden zu mastig … zu steil. Das ist nämlich der Ausdruck für Stalden – ein steiler Hang.

Aargauerstalden – wo ist der wohl? Sicher nicht im Aargau, das zum Teil mal den Berner gehört hat, sondern eben in Bern. Genau dort wo es die meisten Bilder auf die Altstadt gibt. Genau unter dem Rosengarten. Und was machen die dort. Mal Seifenkistenrennen, mal Wasserrutschbahn. Slidemycity – nicht ganz korrektes Mattendeutsch, aber sie schreiben „Freude herrscht“. Wie wärs mit Friede herrscht – am 19. August.

Ein May war schuld, dass man in Stalden Alpenmilch angesiedelt hat. Die hatten fünf Schlösser. Toffen und das zweite im heimatlichen Bern in Hünigen, dort wo 1933 Knofligen, sorry Konolfingen entstand. Und welche Schlösser gehörten auch der Wonnemonat-Dynastie? Brestenberg (Seengen) und Schöftland und Rued – alle im Aargau. Zwei seht ihr, wenn ihr von Westen an unseren Spaghetti-Plausch kommt. Und wer noch mehr Geschichte über unser Tal möchte, der fährt bei der Hammerschmitte – das Haus, um das die Strasse gebaut wurde und nicht zu übersehen ist – zwangsläufig vorbei. Das Haus kam im Alter von 90 Jahren in die Herrschaft von May.

Stalden und Rued – für echt nachforschende Historiker eine wahre Fundgrube. Die Milch hat in diesen 125 Jahren einen richtigen Höllenstart hingelegt, fast wie ein Raketenbürostuhl. Die Frage ist, ob wir Schweizer demnächst wieder etwas gegen die Riesenbakterien im Wasser erfinden müssten. Vielleicht sind wir Schweizer ja nicht einmal ganz unschuldig. Fragen wir doch mal den Baselinsider an. Zumal in alten Zeiten hatten die an den Habsburgern auch nicht viel Freude.

Viel Freude aber heute Nachmittag mit unter anderem:

Und falls sie beim Männerchor mitmachen wollen, der weiss, wo die Stalden-Creme hergestellt wird und demnächst wird er in Laufen kurz laufen müssen, um etwas ganz anderes von Ricola zu sehen … wär het’s erfunde?