Die Stimme von Schröder


Dr. Gerhard Schröder hat eine Teilzeitstelle gefunden – Berater von Michael Ringier.

Vermutlich sind es ja nicht die hohen Arbeitslosenzahlen in Deutschland, eher die Personenfreizügigkeit und persönliche Verbindungen, die den Deutschen Ex-Kanzler nach Zürich führen. Ex-Kanzler zähle ich noch lange nicht zum alten Eisen, auch wenn ihr Lebenslauf im Deutschen Historischen Museum zu finden ist und die ehemalige Homepage www.bundeskanzler.de umdirigiert wird und im Cache von Google nicht erhältlich ist – vermutlich schon eine geheime Kommandosache.

Schröder wird auch ausserhalb seiner Amtsgeheimnisse einiges zu erzählen haben. Die Frage ist nur, wer erhält solche Informationen? Sind die internationalen politischen Beratungen hausintern, oder folgen Kommentare im Blick oder bei Cash. Wenn er sich zu Wort melden würde, wäre das sicherlich mit einer gewissen Genugtuung, vielleicht einige zynische Bemerkungen über Deutschland. Das sind so die kleinen feinen Informationen die ich schätze, über ein Land, dessen Börse für viele angeblich losgelöst von der Politik funktionier soll.

Vielleicht müssen in Zukunft die Pendler in der Schweiz statt gratis 20 Minuten der Tamedia zu lesen, wieder tiefer in die Tasche greifen, um Insider-Informationen zu erhalten oder allgemein etwas ausführlicheren Lesestoff zu konsumieren. Oder statt Zeitungen kaufen sie gleich die Aktien. Aber aufgepasst, dies ist nicht so einfach. Auf Tamedia-Aktienkurs wird vermeldet: «Zur Zeit befindet sich kein Artikel in dieser Rubrik. Die Informationen werden so rasch wie möglich vervollständigt. Wir bitten um Ihr Verständnis. Mit freundlichen Grüssen – tamedia.ch.». Bei der NZZ ist es ratsam, keine unlimitierten Orders einzugeben und diejenigen, die es sich leisten können, sollten trotzdem die Stückzahl im Auge behalten. Von «ACH 100 NZZ bestens» ist dringend abzuraten – nicht der umfangreicheren Artikel wegen.

Mit dieser Summe könnten sie an der Dufourstrasse doch noch einige Büroräume kaufen – Parkplätze sind dort schwieriger zu ergattern. Aber Herr Schröder nimmt sicherlich die Swiss – aus einem gewissen deutschen Nationalstolz heraus.

Pressehaus

… von Dufour (Strasse) spricht hier keiner mehr, eher von Gerhard Schröder im obersten Stock des Ringier Pressehauses – oder von mangelnden Parkplätzen oder Einstellhallen mit Kontingenten, die man sich früher einmal so für zwei drei Stunden ergattern konnte und dabei hat gerade Dufour viel beigetragen, dass man heute via CR-ROM eine Parkplatzsuchroute planen kann.

Fusionen – welches Baugeschäft, welche Bank wählen?


Implenia ist keine Hochhaussiedlung an der Costa Brava, sondern die geplante Fusion der Zschokke und der Batigroup.

Es geht mich ja nichts an, auf welchen Namen man «sein Kind tauft» oder welchen Familiennamen man wählt. Aber so in etwa 10 Jahren, wird der Name Implenia vermutlich den meisten an der Börse geläufig sein. Batigroup, der Kleinere, hätte ein gutes Namenskonstrukt gehabt. Zschokke tönt gut, ist in Genf aber nicht so einfach auszusprechen, geschweige denn zu schreiben. Aber wie gesagt, es geht mich ja nichts an.

Aber manchmal ist man von einer Fusion auch betroffen – zum Beispiel «nur bis zu 650 Angestellte»!. Diese werden vermutlich die fünf guten Gründe etwas anders auslegen.

Fusionen sind nicht so einfach zu implementieren, lauffähig zu machen. Dies merkt der noch angestellte Mitarbeiter und in heutiger Zeit oft der Kunde. Da gäbe es Unmengen an Beispielen. Ich möchte nur ein ganz kleines erwähnen.

Da gab es mal eine kleine, aber feine Bank – nennen wir sie Süssenberg. Tolle Kollegen, früher hab ich sie beraten und irgendwann wurde sie zu meiner Hausbank. Auch ein Vermögensverwalter braucht eine solche. Und wie das Leben so Schicksal spielt, kann ich mit dem Wertschriftenchef nicht mehr nach Tschechien und Pferderennen anschauen. Der zweite ist ausgezogen, zur schweizerischen Effekten und Giro AG. Die heisst heute auch nicht mehr so, aber verwahrt immer noch Wertpapiere. Ich werde demnächst etwas darüber schreiben – und den weltersten Wertkarton.

Und der dritte im Bunde ist immer noch dort und hat ganz tapfer schätzungsweise drei Fusionen über sich ergehen lassen. Nennen wir ihn deshalb Herr Tapfer. Die Mitarbeiter-Aktien von Tapfer sind stark gestiegen, meine auch. Die Bank hat mehr verdient, der Kollege vermutlich nicht. Man baut aus, um und vor allem ab. Früher haben wir oft zusammen Wertschriften gekauft, mutig und auch exotisch. Heute darf dieser Wertschriftenspezialist nur noch Schweizer Aktien und Stoxx50-Aktien handeln. Für mich hat er vermutlich gestern fast den Handstand gemacht – ich konnte meine Exoten kaufen.

Das sind Auswirkungen von Fusionen. Die einen machen es gut, die andern weniger. Die Börsenkurse verhalten sich nicht bei allen Banken wie deren Arbeitsqualität. Einige sind trotz steigender Kurse gefallen und man bleibt, weil ja sonst die Kollegen bei einem Abgang persönlich gerügt werden – es ist ja die Schuld der Mitarbeiter, wenn der Konzern mit der Implementation Mühe hat.

Längerfristig wird auch der Börsenkurs in die gleiche Richtung gehen. Entweder nach unten, oder man passt sich den Kunden an. Andere Banken, andere Qualitäten. Fragen sie mich, ich kann echt welche empfehlen. Es gibt solche, die für mich Titel sofort handeln, die ich via Internet nicht kaufen oder verkaufen kann – aber das sind dann wirklich Exoten. Diese Bank hat vor Jahren auch fusioniert. Es ist ganz angenehm dort Kunde zu sein. Und Kollegen habe ich auch dort gewonnen. Man/Frau scheint zusammen zu passen, ähnlich wie IT-Stecker, die flachen viereckigen – sagen wir, die Stecker-Bank hat sich gut implementiert. Und die Tapfer-Bank wird es vielleicht auch wieder einmal machen – beim nächsten Release.

Alle Namen sind rein zufällig genannt, sonst gäbe es am nächsten Verbindungsstamm von einem Lob, vom andern Tadel. Aber diskutieren kann man, damit die einen wieder besser werden und die andern es bleiben.

In der Versicherungsbranche tut sich etwas


Talanx beabsichtigt die Übernahme (pdf) der operativen Versicherungsgesellschaften der Gerling-Gruppe.

Reuters kommentiert diese beabsichtigte Übernahme. Meiner Ansicht nach ist dies ein schöner Zug, wenn einmal ein Unternehmen nicht in die USA verkauft wird, sondern in Deutschland bleibt.

Den Hinweis habe ich von meiner Frau erhalten und wer sie und einige Details kennt, weiss wieso – die andern können raten.

Talanx

19.55 Uhr: Börse im Ersten – Talanx, grösste Versicherungs-Gruppe in Deutschland – die Werbung «sitzt», aber die Mitteilung fehlt. Übrigens, das Kleeblatt hab ich am Vortag zu diesem Blogbeitrag in Deutschland gefunden und meiner Frau geschenkt!

Hochrechnung – 1 hoch 1 oder 1 hoch 2


56 % sind gemäss Hochrechnung für die Personenfreizügigkeit.

Die Hochrechnung zeigt ein deutliches JA von 56 Prozent. Über 27% mehr Ja-Stimmen als Nein-Stimmen oder 21% weniger Nein-Stimmen als Ja-Stimmen. Man kann es auch ganz einfach sagen: 56% sind für JA und 44% für Nein – JEIN wird nicht mitgezählt.

Wir werden JA sehen, welches Resultat schlussendlich zustande kommt und was die Presse fortlaufend darüber schreibt. Hochrechnungen sind meist exakter als vorhergehende Marktforschung. Und Wahlprognosen scheinen gar nicht zu existieren (zumindest Stand 25.09.2005).

Personenfreizügigkeit – Nachhaltigkeit


JA, die Personenfreizügigkeit ist wichtig. Das Wort selbst ist etwa so eine sinnige Buchstabenkonstruktion wie die Nachhaltigkeit.

«Die (Personenfreizügigkeits)-Ballone werden nachhaltig wirken». So ein anderer Befürworter für die Personenfreizügigkeit, der heute seine zwei roten Ballone hat aufsteigen lassen. «Nachhaltig» stammt ursprünglich aus der Forstwirtschaft und wird heute in etwa so eingesetzt, wie giga mega geil. Eben nachhaltig freizügig! Oder freizügig nachhaltig?

Der Blogbeitrag erscheint heute später, weil ich so freizügig war, mich unter die Ballone der FDP zu stellen. Zeitüberschreitung … kommt bei mir als Fehlermeldung – hoffentlich ist nicht die Luft ausgegangen! Zudem habe ich mich über Dokumentenmanagement bei Océ informiert, über allfällige Möglichkeiten eines Einsatzes von Nano-Technologie bei einem Venture Capital diskutiert und schlussendlich noch einem brandneuen Mazda RX8 zugehört. Er existiert immer noch, der Wankelmotor. Und wer noch wankelmütig ist, soll sicherheitshalber ein JA einlegen – oder heute noch einsenden.

Mit etwas gutem Willem ist das JA noch zu erkennen – mit steigender Tendenz. Und wer hier nicht mehr durchsieht, dem hilft das Dschungelbuch weiter.

Bilaterale – Kurzanweisung und neutrale Info


Meine persönliche Meinung ist, bei den «Bilateralen» ein JA einzulegen. Unschlüssige suchen oft neutrale Informationen, die gar nicht so leicht zu finden sind.

Noch Fragen? «Vernunft Schweiz» macht dies neutral – so neutral, dass man nicht weiss, was sie abstimmen werden. Sie sind jung, in guter Ausbildung und haben ihr ganzes Berufsleben vor sich. Es würde mich erstaunen, wenn sie nicht gleich wie ich stimmen würden. Aber eben, ich bin nicht neutral, ich bekenne Farbe.

Vernunft Schweiz:

Bilaterale 1

Bilaterale 2

Ausdehnung der Personenfreizügigkeit

Die Dokumente wurden mir von Renard – einem schlauen Fuchs zugestellt – er ist aber nicht mehr Fuchs, sondern Altherr der Oeconomia Bernensis!

18. September – Merkel oder Schröder?


Wahlkampf in Deutschland – wirkt dieser wirklich motivierend? Ist die Stimmung gestiegen, sind die Börsenkurse wirklich gestiegen?

Na zumindest hat der Schlagabtausch vor Millionenpublikum stattgefunden. Wer Zeit und vor allem Lust hatte, weiss heute vermutlich nicht viel mehr, ausser dass Worte alleine meistens noch nicht genügen.

Worte alleine kann man aber auch schreiben – und diese wirken. Eine Partei, von der man am Namen nach denken könnte, dass diese sozial eingestellt sei, macht auf Angst. Und den Leuten Angst machen ist alles andere als sozial – aber vermutlich kann es die SPD selbst nicht besser.

Die andern werben auch. Nicht negativ. Man realisiert die Plakate, aber man nimmt sie nicht zur Kenntnis. Die Börse hat seit der Bekanntgabe der möglichen Neuwahlen reagiert. Daxmässig runde 10 Prozent zugelegt – ein gutes Prozent besser als die Schweiz. Ob es wirklich nur unsere Abhängigkeit von Deutschland ist? Und die Ökotitel – Solarworld damals auf 98.50 (nach 20 % Kursverlust) ist heute auf 99.80. Nicht schlecht, zumal man bedenkt, dass die Aktie in der Zwischenzeit einen Aktiensplitt 1:2 hinter sich hat. Sie hat demzufolge über 100% Kursgewinn gemacht.

Noch ein 2-Minuten-Wahlkampfausschnitt aus dem Kaiserstuhl – heute braucht es Kanzler statt Kaiser. Schrödergasse – Stoppstrasse. Hundert Meter weiter ist die Verkehrsampel auf Rot – Halt, hat nichts mit Parteifarbe zu tun. Dann geht es gegen die beiden Rotweil, das vermutlich nichts mit den kämpferischen Rottweilern zu tun hat. Weiter geht es, tatsächlich links hoch, gegen Ach-Karren und wer liegt von oben runtergefallen auf dem normalerweise sicheren Bürger-Steig?

Da ich nicht abergläubisch bin, deute ich dies nicht als Zeichen und hoffe, egal wer gewählt wird, dass die Deutschen eines Tages wieder stolz auf ihre Leistungen sind. In den beiden Ortschaften, wo die «Geschichte» 1:1stattgefunden hat, freut man sich schon seit Jahren über deren Leistung – Oberbergen und Bickensohl. Wie im Wahlkampf – ich mag eher Kompetenz als Show.

Steigt die Börse – fällt die Börse?


Weder noch – sie bleibt (be)stehen. Die Börse ist ein Handelsplatz und kann demzufolge weder steigen noch sinken. Anders sieht es mit den Börsenkursen aus und hierzu gibt es unterschiedliche Meinungen.

Die Börse wird bei uns im Allgemeinen mit den Börsenkursen gleichgestellt. Frau/man versteht, was man meint. Wir sind uns eigentlich einig, obwohl wir von etwas Falschem sprechen und dabei gibt es die erste Börse «von der Beursen» in Antwerpen seit rund 600 Jahren. Mathematik, Psychologie, Betriebswirtschaft, Astrologie und mit welch andern «Disziplinen» die Börsenkurse geschätzt oder versucht werden zu deuten: es bleiben Vermutungen. Und das ist auch viel schöner, denn sonst würde meine Arbeitstätigkeit viel weniger Freude bereiten.

Entscheiden sie selber wer Recht hat – oder haben beide Recht – oder beide ein Bischen?

Wie lange steigt die Börse noch? von Rolf Biland, VZ Zürich

Finanzexperten erwarten Kurseinbrüche an den Börsen von Mathias Meitner, die Welt.de

Yuan nun gekoppelt an Dollar, Euro, Yen und Won


«Dafür sind die amerikanischen Leistungsbilanzdefizite und die chinesischen Devisenüberschüsse viel zu groß. Gleichzeitig ist der chinesische Kostenvorteil viel zu ausgeprägt, als daß er damit aufgewogen werden könnte. Aus diesem Grund redeten manche Experten sogar enttäuscht von einem „Non-Event”.
„Non-Event” oder Beginn einer weitergehenden Flexibilisierung der Währung?
Andere sehen darin allerdings den Beginn einer weitergehenden Flexibilisierung im Handel mit der chinesischen Währung. Darauf nicht nur das leichte Driften nach unten im Verhältnis zwischen Yuan und Dollar hin, nachdem es am 21. Juli von 8,2767 Yuan je Dollar auf zunächst 8,11 Yuan gesenkt wurde. Inzwischen liegt der Wechselkurs bei 8,1062 Yuan je Dollar.
Gleichzeitig gab es jedoch auch weitere Veränderungen. So haben inzwischen mehr Banken als bisher die Erlaubnis erhalten, Devisenterminkontrakte sogar mit einer Laufzeit von mehr als einem Jahr zu handeln. Gleichzeitig können diese Geschäfte auch für mehr Konten abgeschlossen werden. Bislang waren sie nur im Zusammenhang mit dem Waren- und Dienstleistungsverkehr zugelassen. Das deutet nach Einschätzung der Devisenexperten von Goldman Sachs auf Vorbereitungen dafür hin, den Markt effizienter zu machen, um ihn schließlich weiter Liberalisieren zu können.
Die chinesische Zentralbank hat weiterhin mitgeteilt, daß Dollar, Euro, Yen und südkoreanischer Won die Hauptkomponenten des Währungskorbs sind, der für das neue Wechselkursregime gilt. Die Zentralbank versucht damit, Informationen über den neuen Währungskorb zu liefern, ohne die genauen Gewichtungen der einzelnen Währungen preiszugeben. Mit solchen Informationen könnten die Investoren leichter abschätzen, bei welchem Niveau die Notenbank am Markt intervenieren wird.
„Die Auswahl der Währungen und ihre Gewichtungen im Korb richtet sich nach der Bedeutung der chinesischen Handelspartner,” sagte Notenbankpräsident Zhou Xiaochuan ín einer Rede am Mittwoch. In dem Korb sind außerdem noch der Singapur-Dollar, das britische Pfund, der malaysische Ringgit, der australische Dollar, der russische Rubel, der thailändische Baht und der kanadische Dollar. Es fehlen jedoch die Währungen von Hongkong und Taiwan, die viert- und siebtgrößten Handelspartner Chinas.
Auswahl des Währungskorbes an sich dürfte wenig überraschen
„Es gibt immer noch keine Hinweise über der Gewichtungen der Währungen. Die Auswahl der Währungen im Korb ist keine Überraschung,” sagte Stephen Green, Ökonom bei Standard Chartered Bank in Schanghai der Nachrichtenagentur Bloomberg. Wenn die Exportzahlen zugrunde gelegt werden, würde der Dollar 30 Prozent vom Währungskorb ausmachen, der Euro 20 Prozent und der Yen 20 Prozent, erläutert Green. Die größten Handelspartner des Reichs der Mitte sind gemessen am Volumen in absteigender Reihenfolge die Europäische Union, die Vereinigten Staaten, Japan, Hongkong, der ASEAN-Block, Südkorea, Taiwan, Rußland, Australien und Kanada.
„Die Länder mit einem jährlichen Handelsvolumen von mehr als 10 Milliarden Dollar sind sehr wichtig, und Länder mit einem Volumen von über fünf Milliarden Dollar können auch nicht ignoriert werden,” erläuterte Zhou. Die Zentralbank erklärte außerdem, daß die Gewichtung der Währungen in dem Korb auch von der Zusammensetzung der chinesischen Auslandsschulden abhängt. Diese beliefen sich im Dezember 2004 auf 228,6 Milliarden Dollar. Hinzu kommen 560 Milliarden Dollar an ausländischen Direktinvestitionen.
Auf Grund der Höhe der Währungsreserven Chinas dürfte das Land deutlich zu viele Dollar halten und bemüht sein, diesen Anteil nach und nach zu reduzieren. Da andere asiatische, arabische und auch osteuropäische Staaten ähnliches anstreben könnten, dürfte der Euro davon profitieren können. Nach unten dürfte er bei einer Schwächenneigung auf eine gewisse Nachfrage stoßen. Vor allem auch dann, wenn sich die amerikanischen Ungleichgewichte nicht glaubwürdig reduzieren sollten und wenn die amerikanische Zentralbank zögern sollte, die überzogene Dollarliquidität weiter zu reduzieren.»

Quelle: www.faz.net

Mitte Mai sprach Bush schon von einer Aufwertung des Yuan innert schs Monaten.

Schweiz global – Personenfreizügigkeit = JA


Das Magazin «Schweiz global» des EDA wird aus Kostengründen eingestellt. Wird mit der letzten Ausgabe im Herbst hoffentlich noch einen weiteren Erfolg verbuchen können.

Die in Papierform vor mir liegende Ausgabe 3/2005 berichtet in zwei Artikeln über die erweitere Personenfreizügigkeit. Im Internet wird diese Ausgabe vermutlich heute freigeschalten, denn seit einigen Minuten ist das Departement für auswärtige Angelegenheiten (EDA) am Überarbeiten der Seiten.

Im Lexikon des Migrationsrecht ist Schengen beschrieben. Und über die Freizügigkeits-Abkommen lässt sich stundenlang diskutieren oder lesen – der Fall sollte für den 25. September sollte gelöst sein. Ja? JA!

Aussenpolitik und Börse haben ein Zusammenleben, aber viele interessieren sich nicht für Politik. Scheinbar auch nicht über die Ortschaft von Schengen selbst – sie ist Teil von Remerschen (Lux) – gerade einmal 2550 Besucher – ein Mehrfaches davon hat dieser Finanzblog und neu ist auch meine Homepage Marti + Partner aufgeschaltet. Danke Phil.

Und ich werde mich jetzt ganz «freizügig» durch die Strassen und Plätze hier in Südfrankreich bewegen und vermutlich auf dem Markt mehr mit Einheimischen als Ausländern diskutieren. Und einige wissen es, einige hören es an der Sprache – ich bin auch Ausländer, aber nur auf dem Papier. Und wer jetzt noch zu wenig Musikgefühl hat, dem sagt vielleicht Schengen musikalisch zu.

weitere Beiträge:
Bericht über Schengen aus dem Ausland
EURalisierung gestoppt?

Frankreich gegen Amerika


So langsam kehrt Frankreich zum Alltag zurück und der Medienwirbel aus dem anderen «Teichende» lässt nach.

Die 98.Tour de France ist vorbei und Armstrong ( Amerikaner, drüben Texaner) nach dem 7. Gesamtsieg in den Ruhestand getreten. In Zukunft dürfte es um das amerikanische Discovery-Team ruhiger werden.

Das Fieber bei tout Le Monde um Danone und das amerikanische Pepsico hat sich gelegt. Eine Zeitlang dürfte Danone und Coca Cola in Frankreich davon profitieren. Und sogar rund um Michelin ist es auch ruhiger geworden.

Bibendum von Michelin ist auch im Eco Car Rally anzutreffen – nicht nur in der Formel 1

Gemeinsamkeiten von Kunst und Rennen
Vevey links liegen lassen

Hayek und von Hayek


Nicolas G. Hayek und Friedrich A. von Hayek sind Persönlichkeiten, die über Ansichten schreiben, die man sich getrost zu Herzen nehmen sollte.

«Nicolas G. Hayek besitzt eine facettenreiche Persönlichkeit. Er nimmt selten ein Blatt vor den Mund. Trotz seines Erfolges ist er sich in hohem Masse selbst treu geblieben – mit all seinen Stärken und Schwächen. Wer aber ist der Mensch, der sich hinter dem illustren Unternehmer verbirgt?»


«Neu» im NZZ-Buchverlag erschienen

„Ein Physiker, der nur Physiker ist, kann durchaus ein erstklassiger Physiker und ein hochgeschätztes Mitglied der Gesellschaft sein. Aber gewiß kann niemand ein großer Ökonom sein, der nur Ökonom ist – und ich bin sogar versucht hinzuzufügen, daß der Ökonom, der nur Ökonom ist, leicht zum Ärgernis, wenn nicht gar zu einer regelrechten Gefahr wird.“

gefunden in der Biographie von Friedrich August von Hayek

Recht hat er und ich denke, dass ich nicht «nur» Ökonom bin.

Gemeinsamkeiten von Eiscreme, Wein und Cigarren


Sahnige Eiscreme, feiner Wein und herrliche Cigarren haben mehr Gemeinsamkeiten, als die eines Genussmittels.

Logistisch gesehen sind Glace, Wein und Zigarren sehr ähnlich, denn die Lagerung ist nicht nur vom Produkt gesehen anspruchsvoll, sondern auch das technische Handling. Temperatur und Feuchtigkeit sind die eine, Rentabilität, Einfachheit und Schnelligkeit die andere Seite. Dazu viel Wissenswertes (pdf) von Interroll – an der SWX gelistet.

Der Kalorienzähler berechnet, wie wenig sie essen dürfen (oder sollten) oder welche Vielfalt von Speiseeis es gibt. Lust auf Eis von Nestlé, Unilever, Migros oder ein Caffè Latte von Emmi? Vielleicht sind sie froh, wenn sie in den nächsten Tagen im Emmitunnel (neue Foto) stecken bleiben sollten, weil Hitze, Gewitter und anderes mehr wieder zu Stromausfällen führen könnten. Bei Don-nergrollen geniesse ich dann eine Cigarre, eine Glace oder einen Wein.


«Glacekugel» die nicht so schnell schmelzen – erhältlich bei Lush – und ich wünsche eine ganz schöne Ferienzeit.

Touareg und Skoda – Volkswagen in Tschechien


Im Ausland gibt es auch ganz schöne Autos – und erst noch billiger.

Also, auch im Ausland kann man es nicht sein lasen und schaut sich einige technische Sachen an – heute war dies eine Probefahrt mit einem Touareg und dann noch eine Besichtung einer Skoda-Garage.

Wieso wir heute nicht mehr schreiben – weil wir eigentlich in den Ferien sind.

Kleiner Nachtrag: Es waren ja nicht nur Ferien, wir besuchten auch Kunden die wir nie persönlich erwähnen, möchten aber an dieser Stelle allen für die deutsche, tschechische und österreichische Gastfreundschaft danken. Bekannte können wir aber jederzeit verlinken und vielleicht profitiert einmal einer davon – die andere Seite könnte in Tschechien auch profitieren, denn die Preise für Autos bei Alex oder technischem Zubehör bei seiner Tribon, falls die Preise konkurrenzfähig sind.

Auch ohne Hartz harzt es anscheinend immer noch bei Volkswagen, obschon die Anzahl der neuen Wagen auf Tschechiens Strassen eine andere Aussage aufzeigen müssten. Und noch etwas ist aussagefähig – je nach Typ beläuft sich der Prozentsatz für geleaste Fahrzeuge auf fast 100 Prozent!

Bericht über Schengen aus dem Ausland


Die Zeit: «Schweizer folgen negativem EU-Trend nicht». N-TV erwähnt das Stadt-Land-Gefälle und die OÖ-Nachrichten (Oberösterreich) zeigt auf, wer aus der EU, wer nicht und wer ausserhalb der EU Mitglied des Schengen-Raumes ist.

Und was sagen die «rechtspopulistischen» (so die OÖN) Verlierer: «Knapp zugestimmt». Zahlen interpretieren kann Spass machen – es ist immer nur die Frage, was man als 100% anschaut. So gesehen, gab es über 20% mehr Ja- als Neinstimmen – und das ist doch recht deutlich.

Aargau an der Spitze? Kantönligeist abschaffen!



Der Oberaargau ist eine solche Region. Und diese gehört zum Kanton Bern. Sie grenzt an den Aargau, wird aber vom Fluss getrennt, der durch unsere Region und meinen Wohnort fliesst – die Langete. Die letzten paar 100 Meter nimmt dann der Bach oder Minifluss den Namen der Rot an. Vielleicht würde dieser besser braun heissen. Na ja Schlamm-Schlacht und Parteipolitik wird mit dem Inserat vermutlich nicht heraufbeschworen. Die Aargauer täten besser etwas gegen ihren angrenzenden «grossen» Kanton zu unternehmen. Oder noch viel besser, mit ganz Europa zusammen zu spannen oder weltoffen zu sein.

Im Oberaargau macht es Johann Niklaus Schneider FPD mit Ammann PDF (separaten Link öffnen [rechte Maustaste – und sinnvollerweise abspeichern]) und einem neueröffneten Werk in China vor.

Weltoffen denken, das hilft uns. Jedem einzelnen Schweizer, ob Berner, ob zugleich auch Oberaargauer, ob Aargauer, ob Aktionär oder auch nicht. Und der Kanton Aargau hat auch seine Randregionen. Richtet sich zwar nicht nach denen aus, aber wie bei uns läuft in diesen mehr als im Durchschnitt der beiden Kantone. In Zofingen, die Randregion und dem Aargau meint man es vermutlich schon gut – zumal hoffen wir es, denn Aufbruchstimmung täte der ganzen Schweiz gut. Und gute Freundschaften und Bekanntschaften tun immer gut. Liebe Aargauer, zusammenschliessen wäre angesagt, nicht Grenzzäune erstellen. Zwei haben es vor und ich lade Renata und Marc ein, bei uns über die Grenzen der Wirtschaft von Bern und dem Aargau zu diskutieren.

EURalisierung gestoppt?


Jacques Chirac soll zurücktreten, die EU am Ende! So die heutigen Schlagzeilen auf das Nein zur EU-Verfassung.

«Europa leicht angebrannt» habe ich im April geschrieben. Jetzt braucht es schon etwas mehr, um das Feuer zu löschen. Sicherlich kein Rücktritt von Chirac, denn er hat vor der Abstimmung erkannt, dass die Stimmung über die EU nicht gut ist und hat daher freiwillig abstimmen lassen. Chirac ist nicht der Einzige, der in Frankreich Politik macht. Aber er hat jetzt ein brauchbares Resultat und wird dieses in der EU-Politik anwenden. Der Neinstimmenanteil ist um 22% grösser, als der Ja-Anteil, wenn wir beide gegeneinander vergleichen. So gesehen ein riesiger Unterschied, der Korrekturen nötig macht.

Wenn Frankreich gut reagiert, wird dies einen positiven Einfluss auf die Börse haben. Genau gleich wie in Deutschland, falls eine neue Regierung an die Macht kommt. Es gilt Zeichen zu setzten, denn die Basis, die Einwohner, sind missmutig, nicht zufrieden. Und dazu braucht es halt vielleicht in Europa einige unbequeme Schritte. In der Schweiz übrigens auch, damit wir weiterhin in unsere Nachbarländer schreiten können und Schengen für uns nicht nur eine wunderschöne Weingegend bleibt.

Orbit-iEx – Ausstellungen als Gradmesser für die Wirtschaft



Na ja, wenn sie nicht extrem Branchenabhängig sind, brauchen sie heute nicht noch schnell nach Basel zu fahren. Behalten sie die alte Büfa (Bürofachmesse) in guter Erinnerung und all die vielen Besucher, die es anno dazumal gab. Aber da begriff man noch, was man sich anschaute. Die soft-e Ware kann heute vorgaukeln – die Standaufmachung scheint bei vielen das Alleinselig-Machende zu sein.

Mehrere börsenkotierte Firmen, bei denen gähnende Leere herrschte – ausser vielen eigenen Verkäufern in Betriebs-Uniformen. Frauen sind immer noch in der Minderheit, mir aber meist lieber, denn sie übertreiben weniger. Und gelogen wird an der Orbit-iEx sehr viel – kein Problem, können wir, ist gratis dabei, ist ganz einfach. Zeigen können dann Viele die Einzelheiten, Details nicht. Aber eines ist deutlich besser geworden, die Systemstabilitäten – keine einzige Diskussion ist mit einem Absturz verlaufen.

Wer noch weniger Leute an den Ständen von börsenkotierten Firmen sehen will, der geht in Halle 1, an die ILMAC. Das hat nichts mit spanischen Apfelherstellern zu tun. Es ist eine noch spezialisierte Ausstellung, mit erbärmlich wenigen Leuten. Aber es gibt vor allem im Umweltbereich einige ganz schöne Sachen zu entdecken. Der Eintritt ist für beide Ausstellungen gültig, aber es sind ganz andere Welten anzutreffen. Mehr Profizuschauer, als Ausstellungs-Touristen.

Welten die über die Konjunktur informieren – zumindest an der Orbit-iEx, die praktisch nichts Neues zu bieten hat. Aber dafür trifft man alte Kollegen bei Cash und vielen andern, interessiert sich für Landkarten und vor allem den Grunddaten im Hintergrund bei Endoxon, die auch verantwortlich ist für map.search und für Grosskunden bis ins letzte Detail Daten liefern kann. Hochinteressant – und auch hier trifft man Altbekannte.

Meldung über Meldung aus den USA


In der meist nur kleinen Meldung, dass Finanzminister Snow einen Sondergesandten für China ernannt hat und in spätestens sechs Monaten der Yuan aufgewertet werden soll, liegt für die Amerikaner mehr Hoffnung. Vermutlich wird man sich auch hier mehr Zeit lassen können.

Welchen Spruch von Wilhelm Busch müsste sich George Wilhelm Bush zu Herzen nehmen?

«Musik wird oft nicht schön empfunden, weil sie stets mit Geräusch verbunden.»

«Eins zwei drei im Sauseschritt, eilt die Zeit, wir eilen mit.»

«Bist du wütend, zähl bis vier, hilft das nicht, dann explodier.»

… hoffen wir, dass er nicht bis auf 4 zählen wird oder kann.

9.8.05 Dead-Links wurden entfernt

Spitze mit Risiko: USA – Italien – Basel



Wer sich an der Börse mit dem Durchschnitt herumschlagen will, für den sind Index-Zertifikate, Index-Fonds etc. usw. usf. … geeignet. Sie haben einen riesigen Vorteil, man fällt im Normalfall nicht tiefer als eben der Durchschnitt – Spesen, Managementfees etc. nicht mitgerechnet. Wenn man auf diese zu Tausenden angebotenen Vehikel verzichten will, so setzt man sich einem Nachteil aus – dem Risiko tiefer als der Durchschnitt zu liegen.

Bei den Aktien halte ich es wie beim Fussball. Ich ziehe Einzelne vor. Und wenn sie gut wählen, dann haben sie den Vorteil, dass sie wie Basel an der Spitze liegen. Thun ist schön, nichts tun schöner. Der zweite, ist eben nur Zweiter, obschon er eine Spitzenleistung vollbracht hat. Vom FC Zürich spricht keiner mehr, der ist nur Durchschnitt. Und im Grunde genommen ist jede einzelne Fussballmannschaft so gut wie der Durchschnitt seines Teams – wie bei den Firmen die Mitarbeiter. Der Durchschnitt sagt also nicht sehr viel aus.

In der ALL-Studie schliessen die Schweiz und die USA beim Lesen und Schreiben ganz gut ab. Italien ist Spitze – vermutlich durch ihre wohlbekannte Zahlenakrobatik und ihren Eigenheiten zur Pisa- oder eben Pizza-Studie. Die ALL-Statistik sagt eigentlich fast nichts aus – ganze 6 (sechs) Länder haben daran teilgenommen.

Aber in der Rangliste der wettbewerbsfähigsten Länder erscheint Italien nicht unter den ersten 15 Rängen. Die Schweiz ist auf Platz 8 – letztes Jahr 14. Die USA blieb auf Rang 1. Für Viele erstaunlich! Und die USA hat nicht nur 11 Feldspieler – da gibt es eine Unmenge von Firmen, die im Durchschnitt auf den ersten Platz führen. Und in den USA gibt es auch Firmen, deren Rating nicht «standard (Durchschnitt)» sondern «poor» ist. Statistisch gesehen erstaunt nur der Zufall, dass Ford und General Motors (Opel) am genau gleichen Tag, genau gleich behandelt werden. Statistik ist oft unglaubwürdig und vermutlich gibt es auch in den USA Firmen, die ihren eigenen gefälschten Statistiken nicht mehr viel Glauben schenken.