Hedge-Funds – über alle Zweifel erhaben?


Hedgefonds werden meistens nur gelobt – aber es scheint auch Schwachpunkte zu geben.

«Riskante Devisen-Geschäfte schwächen den Franken» – Der Franken schwächelt. Die besondere Bedeutung als «sicherer Hafen» hat zumindest vorübergehend abgenommen, Hedgefonds sorgen mit riskanten Geschäften für Druck. Dies engt auch die Nationalbank in ihrer Politik ein … lesen sie weiter bei espace.ch …»

Hier werden die Auswirkungen der Gesamtheit der Hedge-Fonds betrachtet. Diversifizieren ist immer noch der bessere Rat, als alles auf eine Karte zu setzen.

«Die Kraft der Diversifikation – Das Investment-Mantra «Leg nicht alle Eier in denselben Korb» ist so alt wie das Investieren selbst. Es ist allgemein bekannt, dass sich Investoren mit der Verteilung ihres Vermögens auf verschiedene Anlageklassen besser gegen potentielle Verluste absichern können. Weniger bekannt und nicht so offensichtlich ist hingegen die Erkenntnis, dass man mit der Beimischung «risikoreicher» Vermögensklassen auf Gesamtportfolioebene eine Diversifikation erreichen kann, die das Portfoliorisiko reduziert … lesen sie weiter in Private.ch …»

Hoch interessant ist die Grafik auf Seite 3 (im Magazin auf Seite 27). Im Einzelfall hatten nur die Hedge-Funds und die Emma-Anleihen (Emerging Markets) eine einmalige negative Performance aus zuweisen. Aber Achtung. Schlechter als die Hedgefunds (90%) haben in diesen elf Jahren nur die Aktien (70%) abgeschlossen. Die High-Yield-Bonds sind in der aufgerechneten Performance etwa gleich auf, aber es gibt diese Kategorie erst seit 7 Jahren (der Ertrag wäre in 11 Jahren höher). Am besten abgeschnitten haben – Finanzblogleser erinnern sich – die Immobilien mit rund 195% Zuwachs in diesen 11 Jahren, gefolgt von den Emma-Aktien mit knapp 115% und fast gleichviel die Emma-Anleihen (schauen sie sich doch die Länder im Adventskalender im Dezember des letzten Jahres an).

Runde 135% ist der Sektor des Private Equity gestiegen. Also eigentlich Platz zwei, wobei ich richtig Freude geniesse, aber hier haben wir nur Erfahrungswerte aus acht Jahren. Diese Kategorie ist starken Schwankungen unterlegen, hat aber in den Jahren 1996 – 1998 recht gut abgeschnitten. Nur damals war es noch schwieriger, an solche Anlagemöglichkeiten zu gelangen. Die Rohstoffe haben im Mittelfeld knappe 5% mehr als die Hedgefunds rentiert.

Elf Jahre ist ein guter Betrachtungszeitraum und er zeigt, dass Hedgefunds wohl eine Ergänzung zum Depot sein können, aber mit Sicherheit nicht das Gelbe vom Ei sind. Es gibt bessere Anlagemöglichkeiten – und billigere. Der Kunde weiss dies zu schätzen und deshalb arbeiten wir mit einer Gewinnbeteiligung. Und während ich diesen Blogbeitrag schreibe, mache ich meine Analysen – und halte sie hier, ohne meist etwas zu empfehlen, fest.

Anzumerken gibt es noch etwas zu den Aktien. Deren relativ schlechtes Abschneiden kann man mit Stockpicking beeinflussen. Hier liegen Gesamtindexe zugrunde, die es zu schlagen gilt. Und die Praxis beweist, dass dies möglich ist. Nicht immer. Langfristig denken, eine eigene Meinung haben und nicht zu vergessen mit der Glücks- und Schicksalsgöttin Fortuna gut auskommen. Pech hat, wer immer zu Höchstständen kauft, immer das kauft, was überall empfohlen wird.

Schweizer Immobilienbrief Nr. 21


Als Anleger oder Investor schadet es nicht, wenn man eine etwas unterschiedliche Denkweise zwischen Aktien und Immobilien hat.

Einige Vermögensverwalter haben mit Immobilien einen gedanklichen Vorteil. Es ist eine Investition, die man via Wertpapiere tätigen oder über den tatsächlichen Besitz erreichen kann. Wir handeln mit Wertpapieren und wir beraten bei Kauf und Verkauf von Immobilien – unabhängig mit dem Kunden zusammen. Und unter Einbezug von Spezialisten, wie zum Beispiel Immobilien-Maklern und Banken. Und wir denken wie der Kunde.

Neu gibt es das «börsenöffentlich zugängliche Geschäftsimmobilien- Segments», das ergänzend (oder als Alternative) zu Immobilien-Aktien und Immobilien-Funds eingesetzt werden kann. Lesen sie über den Rüd-Blass Immobilienfonds-Index und das Pendant zu den Aktien, der Wupix-A. Es werden dort Renditen bekannt gegeben, was wir im Finanzblog nie machen. Und Augenzwinkern und Schmunzeln sieht man via Tastatur nicht. Keine Renditen angeben, weil man diese in Zukunft nicht garantieren oder erhoffen kann. Vielleicht sind sie sogar noch höher – aber das richtige Timing ist wichtig (Seite 3 unten).

Der Management-Vertrag (Seite 8) als Alternative zum Pachtvertrag. Vermutlich sind einige Wirte und Hoteliers froh, wenn sie dieses Instrument kennen lernen. Für manche ist es zu spät, weil ein Pachtvertrag über 20, 25 Jahre nie eine Garantie enthält, enthalten kann. Was bleibt ist der Standort. Das Management kann man wechseln – vorausgesetzt man hat für beide den richtigen Vertrag gewählt.

… weiter als pdf-Datei im gleichen Fenster

… oder zum herunterladen auf …

Immobrief

Blitzlehrgang für Finanz-Zeitungsleser


Ein Wochenende – zwei Finanzzeitungen – total gegensätzliche Meinungen. Was sollen wir machen?

Börsenkompass von Stocks: «Starkes Kaufsignal für Aktienmärkte 5 : 0»

Mein Geld in Cash:«Erste Warnsignale leuchten auf.»

Liebe Anleger, liebe Zeitungsleser, liebe Journalisten und liebe Blogger, wie ist ein solches gegensätzliches Wochenende nur aus zu halten. Es gibt einige Hilfen:

  • Niemand weiss, was morgen ist – es gibt nur Vermutungen.
  • Eine einzige Zeitung bringt nur den Vorteil, dass man sich nur mit deren Widersprüchen auseinander setzten muss. Bei einem Blog haben sie hier einen Vorteil. Meist schreibt nur einer und meistens haben diese eine Linie.
  • Zwei Zeitungen haben (leider) nicht immer eine gegensätzliche Meinung. Wieso? Im Handel gibt es fast immer eine gegensätzliche Meinung: Einer kauft und einer verkauft! So einfach ist das und keiner denkt daran.
  • Bei zwei Zeitschriften können sie sich ihre eigene Meinung machen. Aber das ist alles andere als einfach.
  • Finanz-Zeitungen bringen eine Menge an guten, sehr guten Informationen. Man muss nicht immer nur das Kurzfristige lesen.
  • Wer sich eine eigene Meinung bilden kann, der darf auch mehr als drei Finanzzeitschriften lesen
  • Man könnte sogar das Zeitungs-Abonnement einsparen und nur noch Blog lesen. Mit einer eigenen Meinung finden sie auch die verheissungsvollsten Tipps selbst heraus. Ich denke im Adventskalender vom Dezember hat es in einem afrikanischen Land einen solchen.
  • In einer Woche, in 14-Tagen oder einem Monat kommt die neue Finanzzeitung – dann haben sie vielleicht die Meinung geändert. Sie denken kurzfristig und haben ihre Meinung geändert.
  • Vielleicht lagen sie falsch und ändern in der nächsten Ausgabe auch ihre Meinung nicht. Dann sind sie nicht stur, sondern haben eine Linie – das ist aber eher die Ausnahme.
  • Wir sind froh, dass es Zeitschriften, Zeitungen und Anleger-Magazine gibt. Aber wir machen einiges anders. Wir stellen auch Einiges in Frage. Kurzfristig denke ich, dass das Anleger-Magazin recht haben dürfte. Aber der Name gefällt uns nicht – er hat das falsch System.

    Anleger-Magazin: anlegen – zielen – Magazin leeren

    Zieler-Magazin: zielen – anlegen – Magazin füllen

Magazin Spiel Inf Rgt 14

… zu «Magazinen» der unterschiedlichsten Art kann man eine total geteilte Meinung haben. Die deutsche Sprache ist nicht immer ganz einfach, eine eigene Meinung zu haben auch nicht und die Börse zu beurteilen ist auch nie einfach.

Und wenn dann alle Leute mal das Gefühl haben, die Börse ist ganz einfach, dann ist es Zeit zum aussteigen. Wir machen das auch nicht einfach so spielend … einfacher war das beim Spiel Inf Rgt 14 – nicht Trompeter oder Tambour, «Reiseleiter» … aber auch das Spiel (Militärmusik des Stadt-Berner Infanterie Regiments) ist nicht immer einfach zu begreifen. Unsere Zeitungen sind verständlicher – freuen wir uns auf die nächsten (widersprüchlichen).

Kennzahlen zum Finanzstandort Schweiz


Wenn sie einen Vermögensverwalter in der Schweiz suchen …

… wir sind klein und fein und bieten nicht nur das Herkömmliche an. Vermögensverwaltung, Finanzberatung, Steuern, Versicherungen, Familie Office .. fragen sie uns. Mehr über die Marti+Partner. Die Schweiz hat einige Vorteile und ist in Finanzangelegenheiten «nicht ganz unerfahren». Lesen sie selbst!

Kennzahlen zum Finanzstandort Schweiz

Wir sind «direkt unterstellt» und haben als Kontrollstelle die oberste Aufsichtsbehörde in der Schweiz gewählt. Sie ist Teil der Eidg. Finanzkommission. Sie darf in der Schweiz alles sehen – aber mit der unserem Land verbundenen Sorgfalt und Verschwiegenheit. Erfahrung verpflichtet. Und zudem war ich meine ersten sieben Arbeitsjahre auch in diesem Departement tätig. Als Kontrollbehörde habe ich vielleicht auch eines meiner Hobbies, meiner Freizeitbeschäftigungen rund um alkoholische und nicht alkoholische Getränke gefunden – aber, wie könnte es anders sein, arbeitsmässig schon damals zuständig für Finanzen und Vermögen.

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Politik und Börse


Bundespräsidentin Michelin Calmy-Rey und Bundeskanzlerin Angela Merkel machen Politik und beeinflussen langfristig die Börse – zumindest bestimmter Länder.

«We as representatives of states cannot solve everything alone and cannot solve anything at all unless we rapidly improve our partnerships with business, academia and society as a whole,“ she said. „We have made progress in defining and setting standards for globalization and in overcoming its negative consequences. It remains for us to focus on action that makes a real difference. Welcome to Davos, the place where we can share our experiences and make things happen.“ – gefunden beim WEF – von Micheline Calmy-Rey»

« … Die verschiedenen Regulierungsansätze auf beiden Seiten des Atlantiks erzeugen unnötige Transaktionskosten. Die können wir abbauen. Binnenmarkt-ähnliche Strukturen sollten unser Ziel sein. Wir wollen diese Fragen beim EU-USA-Gipfel am 30. April in Washington behandeln.

Eines will ich dabei klar und deutlich sagen: Dieser Ansatz wäre fatal, wenn er sich gegen andere richten würde. Oder lassen Sie es mich umgekehrt so sagen: Dieser Ansatz ist gegen niemanden gerichtet. Mehr noch: Auch andere Länder, die in engen Handelsbeziehungen zu Europa und den USA stehen, würden von einer tieferen wirtschaftlichen Integration profitieren. Jedes Land, das die Förderung von freiem Handel und Investitionen teilt, lade ich ein, unserer Initiative beizutreten. … gefunden beim WEF – von Angela Merkel»

Es hat in dieser Rede noch viele andere Ideen die, einmal umgesetzt, den Börsen einiger Länder mehr als nur Halt geben dürften. Die USA dürften auch profitieren, aber zur Zeit scheint es dort noch etwas ignorant, gefährlich, konzeptlos zu sein. Halten wir ihm nicht «der Spiegel» vor, sondern lassen auch noch einen Mann selbst sprechen. Zur Lage der Nationto beat around the Bush , ein Bush Fire.

Alles braucht seine Zeit


Wenn ich Zeit hätte, könnte ich über zehn Sachen schreiben. Aber die Zeit steht nicht zur Verfügung.

Mehr als eine Stunde sollte die Bloggerei nicht dauern – sonst fehlt die Zeit. Sie wird eh am Abend nachgeholt. Heute wimmelt es von Themen, denen man Beachtung schenken müsste. Hier nur so eine Auswahl:

  • Das WEF beginnt. Wer die Zeit hat, kann dieses live am Bildschirm mitverfolgen. Im WEF-Blog oder gar in einem Videoblog verfolgen. Wer die Zeit hat, soll sich die nehmen. Mehr dazu vor zwei Tagen.
  • Es schneit zum ersten mal diesen Winter. 5 cm Schnee. Die Strasse ist bedeckt und rutschig. Einige fahren total langsam, haben Angst. Die andern fahren wie normal. Man hat ja Technik im Auto. Aber physikalische Gesetze mag auch sie nicht zu umgehen. Technik hat sein Gewicht und ist in den meisten Fällen, den kleinen leichten Autos wirklich überlegen. Man ist sicherer. Und diese Sicherheit wird bestraft. Im Kanton Bern zumindest bezahlt man die Motorfahrzeugsteuer nach Gewicht. «Darf es ein wenig mehr sein?» Höhere Steuern für Benzinfresser sind angesagt. Das könnte man alles über die Benzinsteuer regeln und entsprechend erhöhen. Jetzt braucht es in Zukunft vielleicht ein Beamtenheer um aus zu rechnen wie viel der Genügsame an Subventionen erhält und wie die von den Durstigen bezahlt werden müssen. Das ist ein Umlageverfahren, dass nur grosse Lohnsummen kostet. Eine Benzinpreis-Erhöhung bringt zusätzliches Geld hinein und es wird vielleicht sogar weniger gefahren, weil der Genügsame auch Most braucht. Viel fahren braucht auch mehr Zeit.
  • Davos, Schnee, Auto – es kracht. Telefon Nummer 112 anrufen. Wissen sie, ob diese in Graubünden funktioniert? Der schweizerische Feuerwehr-Admiral ist dagegen – der will seine 118 behalten. Ganz Europa hat eine Einheitsnummer. Es braucht seine Zeit, bis sich auch die Konservativsten zu etwas ganz wenig Globalisierung durchringen können.
  • Fussballspielen ist auf Rasen schöner als auf Schnee und Eis. Aber in dieser Beziehung ist ja zumindest mal in Bern alles anders. In genau 500 Tagen beginnt die EM2008 – aber in Basel. Morgen sind es nur noch 499 Tage.

Wenn sie kurzfristig Geld verdienen wollen, dann kaufen sie sich jetzt noch eine Benzinschleuder (oder entsprechende Aktien), wenn sie mittelfristig dabei sein wollen, vertiefen sie sich lieber in den Fussball und langfristig bleibt vielleicht etwas mit den Ideen des WEF hängen. Viel Kurzweil und lassen sie nichts anbrennen. Und wer es nicht glaubt, ich habe einmal ein Feuerwehrauto gefahren (Zivilschutz Einsatz – letzter Absatz) und das hatte keine Schneeketten – dafür runde 30 cm Neuschnee …

Krieg mit China


Menschen denken? Oder die Kriegsindustrie schafft Arbeitsplätze? Stimmen solche Aussagen?

Gestern habe ich vom Wettrüsten im All geschrieben und am Nachmittag den Bericht «Das neue Jahr in China, und was wir von ihm erwarten» von der Deutsche Consult (Asia) erhalten. Darin wird auch das Potenzial eines möglichen Krieges mit Taiwan betrachtet.

Krieg ist eine Angelegenheit, auf die intelligente Menschen verzichten können. Das scheint leider ein Denkfehler zu sein, es sei denn, man interpretiere Intelligenz neu oder man erlaube sich eine Messung oder Nachkontrolle im Einzelfall. Manchmal gibt es solche Nachkontrollen.

«Das Vertrauen der US-Bürger in die Regierungsarbeit von George W. Bush ist einer Umfrage zufolge auf ein Allzeit-Tief gesunken. Nach der einen Tag vor Bushs Rede zur Lage der Nation veröffentlichten Erhebung der Zeitung „Washington Post“ und des Fernsehsenders ABC heissen nur noch 33 Prozent der Amerikaner die Amtsführung des Präsidenten gut … lesen sie weiter in der BAZ

Fangen die Amerikaner wirklich an zu denken? Vermutlich nicht, denn es war selten ein Präsident der USA so umstritten wie Bush – wenn überhaupt. Die «kleinere Hälfte», wie viele das auch immer sind oder waren, hat es schon lange gewusst. Nun heissen nur noch 33 Prozent seine Amtsführung gut. Die Schweiz ist ein neutrales Land und dadurch unser Denkmuster etwas anders gelagert – hier dürfte das Resultat eher gegen Null tendieren, als dass noch jeder Dritte hinter Bush stehen würde.

Leider wird noch oft gehört, dass ein Krieg die Wirtschaft ankurbelt und Arbeitsplätze schafft. Kurzfristig mag dies allenfalls stimmen. Längerfristig wird aber nur angespartes Volksvermögen aufgebraucht ohne dass man einen Nutzen davon hat. Und wenn mit der Zeit weniger Vermögen zur Verfügung steht, fängt man an, irgendwo zu sparen. Irgendwo wird der Konsum zurück gehen und man wird weniger produzieren müssen und einige sind dann überflüssig und landen auf der Strasse. Wer als Krieg führende Nation den unterliegenden Gegner nicht ausplündert hat immer am Ende die wirtschaftlich und volkswirtschaftlich schlechteren Daten aus zuweisen.

Und dies ist alleine die finanzielle Betrachtung. Die menschliche haben wir gar nicht angeschaut. Vielleicht sinkt die Zahl noch unter 33 Prozent. Nicht weil einige zu denken beginnen. Das ist der menschliche Instinkt. Die haben Angst, dass es ihnen in Zukunft schlechter gehen wird. Und je mehr von dieser Angst befallen werden, desto eher geht es den USA wieder besser. Vor allem wenn sie nicht mehr nur sparen, sondern Geld ausgeben – für Sinnvolles, etwas wovon der Endverbraucher einen Nutzen hat.

Sie können auch Brot backen und gleich wegwerfen. Das bringt immerhin noch einen kleinen Nutzen. Tiere fressen das Brot, man kompostiert es zu Erde oder es hat in der Verbrennung noch einen Heizwert. Das vernichtete Brot bringt aber weniger Schaden. Auf beiden Seiten. Hoffen wir, dass zumindest die Chinesen im Jahr des Schweins denken werden. Die Börse weiss es zu schätzen. Und viele andere auch.

Wettrüsten im Weltall?


China hat mit einer Rakete einen eigenen Satelliten im Weltraum zerstört. Vor welcher Nation muss man jetzt allenfalls Angst haben?

«China militarisiert den Weltraum». Das ist rein technisch gesehen nicht eine besondere Hightech-Leistung. Aber eine weitere Machtdemonstration von China. Die Kritik an China ist entsprechend hoch.

Vielleicht ist diese neue Ära der Startschuss zu einem neuen Wettrüsten. Es soll ja ein Land, eine Grossmacht, geben, deren Präsident zuweilen Kriege beginnt, die ihm nichts bringen. Es sei denn, man betrachte seinen Familien-Clan. Ob er sich dank Amtszeitbeschränkung demnächst in diesen zurück ziehen wird? Lesen sie selbst, was die Friedenskooperative zu der Familie Bush schreibt. Wenn sie denken, das sei alles erfunden, so lesen sie, was der Stern über diese Organisation schreibt.

Am World Economic Forum WEF, beim Open Forum und vermutlich auch beim PublicEye wird man vermutlich auch über den Satelliten-Abschuss diskutieren.

Einen Überblick, wie diese drei Organisationen einzustufen sind, finden sie in einem Beitrag vom letzten Jahr.

Im All herrscht Wettbewerb – muss dies bei Blogs auch sein?


Create polls and vote for free. dPolls.com

… wer noch mehr darüber wissen will, liest weiter beim leumund

Saturn Triebwerk

… Raketen Triebwerk der Amerikaner – einige hier brauchten auch manchmal einen Leumund … mehr über das Land der unbegrenzten Möglichkeiten bei Visipix.

Unfiltriert – non filtré


Beim Wein ist es wie an der Börse – Unfiltriertes ist nicht einfach zu finden …

… und den meisten Menschen behagt es gar nicht. Manchmal ist es schwer an Informationen zu kommen. Über Kyrill bekommen sie einige Tausend Meldungen. Anfangs Woche wusste wohl niemand, dass Kyrill der Herrliche heisst und so wurde der Orkan Kyrill auf diesen Namen getauft. Einige dürften dies nicht so «herrlich» finden.

Finden ist oft auch eine Kunst. Gestern war der 3. otcday in Bern. Da wurden einig herrliche Firmen vorgestellt. Bei mindestes zwei werden wir vermutlich over the counter kaufen – vielleicht sind sie dann auch schon an der Berner Börse zu finden. So etwas kann manchmal «rapid» gehen. Die Wortspielerei stellt keine Anlageempfehlungen dar und Informationen sind eh nicht zu erhalten. Wie es sich gehört, man schweigt. Aber es dürften doch schätzungsweise zwei bis drei Kotierungen demnächst stattfinden. Non filtré Informationen gibt es nicht. Übrigens, den Preisgewinner kann ich ihnen nicht bekannt geben. Im Netz und in den Zeitungen habe ich keinen einzigen Hinweis gefunden.

Bern ist scheinbar Provinz und Nebenwerte Nebensachen. Aber mit kleinen, feinen Sachen kann man schön Geld verdienen. Non filtré eben – unfiltriert. Aber Achtung, es kann auch hier Bodensatz haben – wie beim Wein. Der Kanton Neuenburg ist seit einigen Jahren auf den non filtré oder non filtration – auf den NOF – spezialisiert. Frisch ist der Wein, er wird am 3. Mittwoch im Januar vorgestellt. Und mit einem leichten Hefegeschmack. Zudem ist er leicht trüb. Man muss Spezialitäten mögen. Es ist wie ein Nebenwert an der Börse.

Die Eidg. Forschungsanstalt Wädenswil schreibt: «Naturbelassene Weine liegen im Trend und beleben den Markt.» Es ist wie mit den Nebenwerten. Übrigens, einen korrekten trüben Wein ab zufüllen ist wesentlich schwieriger, als eine ganz trübe Sauce klar zu filtrieren. Und wenn sie noch steigern wollen, dann lassen sie einen non filtré ein Jahr lang liegen. Das dürfte aber nicht mit ganz jeder Qualität gelingen, denn wie bei Nebenwerten, unterscheiden sich solche stark. Den schönsten den ich kenne, gibt es im Departement Gard (30) bei den les Vignerons d’Estézarques. Und wenn sie Glück haben, finden sie auch noch einen roten non filtré (Etikette Côtes du Rhône – Les Grandes Vignes – die alten Reben). Der echt Herrliche …

Nachtrag: der Sieger des 3. otcday ist die Goldbach Media – gestern am Podiumsgespräch mit Markus Reich der 3i Schweiz «vertreten». Auf dem Titelbild vom neuesten Swiss Equity magazin ist ein weiterer Teilnehmer des Podiums: Prof. Dr. Christoph Lengwiler, HSW Luzern/IFZ Zug, unser damaliger Leiter des NDS WUM Wirtschafts- und Umweltmanagement

Stimmen zur Migros


Denner wurde von Migros zu 70 Prozent übernommen …

… ich habe damals noch spekuliert – es war bis dahin nur ein Gerücht. 700 Millionen wurden bezahlt – Denner ist eine Milliarde wert. Der Preis ist hoch – ja Herr Gaydoul hat alles richtig gemacht. Der Konkurrent Coop ist nicht traurig, denn-er passt nicht zu Denner und zu seinem Glück, Lidl wurde als Käufer abgewehrt. Der letzte Artikel ist sehr lesenswert. Für mich bleibt nur eine Frage, ob wir in dieser Branche wirklich für die vorausgesagten fünf Jahre Ruhe haben. Ich denke nein, es gäbe da ganz verrückte Ideen …

Schweizer Immobilienbrief Nr. 20


In Immobilien investieren und die richtige Richtung einschlagen.

«Eine Investmentstrategie ist wie eine Strassenkarte. Sie sagt Investoren, wo es lang geht, insbesondere wenn sie sich auf fremdem Terrain befinden. Normaler- weise gibt es unterschiedliche Wege, die alle zum gewählten Ziel führen. Wenn die Richtung stimmt und der Investor auf Orientierungspunkte achtet, kommt er, selbst wenn er ein paar Mal falsch abbiegt, ans Ziel. Einen Investment-Kurs zu halten kann schwierig sein, wenn der Transaktionsfluss hoch ist und die Gelegen- heiten sich in Licht- geschwindigkeit bewegen, wie es heute in der Immobilienbranche der Fall ist.»

«Für Investoren in Gewerbeimmobilien bricht eine neue Ära an.» Vor rund einem Jahr haben wir im Finanzblog die Espace Real Estate als Preisgewinnerin des letzten Swiss Equity otcdays erwähnt. Eigentlich schade, wir hätten damals grössere Tranchen kaufen sollen. Nicht nur die Liegenschaften der Schaffner gingen an einen Finanzinvestor – es dürften in der nächsten Zeit einige Konzerne ihre Immobilien «auslagern».

Übrigens, die Schaffner GV findet heute statt und der otcday morgen. Vielleicht suchen sie zusätzlich zum Immobilienbrief über das d4center Informationen auf einen Klick.

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Immobrief

FINANZBLOG24


Interessante Blogs verlinkt man nicht nur in der Blogroll – man bringt gleich einen Beitrag darüber.

In der Schweiz scheint mein Finanzblog noch ohne «nennenswerte liebe Konkurrenz» zu sein. Anders im grossen Kanton. Seit Oktober 2005 ist der FINANZBLOG24 online. Konkurrenten sind wir eigentlich nicht, die Gomopa und die Marti+Partner können sich eher ergänzen oder im Finanzblog gegenseitig bereichern.

Zwei Einträge habe ich herausgepickt:

  • Alles Müller oder was? Interessant, was da zu lesen ist. Und vielleicht hat es noch einen zweiten Grund, die Müller Produkte etwas kritisch zu betrachten. Gentechnisch veränderte Produkte stossen bei Feinschmeckern nicht auf offene Ohren. Ich geniesse zur Zeit Greyerzer Biomilch – bei Carrefour Schweiz gekauft. Dieser ist (zur Zeit) noch kleiner als Denner.

    Nur etwas erstaunt mich beim FINANZBLOG24. Die letzte Bemerkung. Müller will seinen Wohnsitz nach Österreich verlegen, um Steuern zu sparen. Sind die dort noch tiefer, als bei uns, wo Müller meines Wissens heute Steuersitz hat?

Das Lesen ist bei beiden Blogs gratis – bei FINANZBLOG24 in einer Rubrik sogar kostenlos. Weiterhin viel Spass und Erfolg.

Höchstgeschwindigkeit


Mit 280 Stundenkilometern durch den Tunnel ist Schweizer Rekord und vielleicht fast so schnell ist eine neue schweizerische Kirchenzeitung mit einer Auflage von über 820 000 am entstehen.

Der Originalbeitrag ist beim Kirchgmeindeverband Bern aufgeschaltet.

Die Meldung „Verein «Saemann» steht hinter Projekt «Reformierte Zeitung»“ ist über ein halbes Jahr alt. Aber vermutlich haben dies nur Insider zur Kenntnis genommen. Eine der Auflagen stärksten Zeitungen wird es sein.

In der reformierten Synode Bern-Jura-Solothurn wurde über die Unabhängigkeit des Saemann gemäss Kreisschreiben Nr. 1/2007 diskutiert. «Jüngsten Medienberichten sei zu entnehmen gewesen, dass die Basler Kirchenleitungen ihre Presse zum Sprachrohr der Kirche umfunktionieren wollten.» Wenn die Kirchen von dreizehn verschiedenen Kantonen eine gemeinsame Kirchenzeitung planen, wird man auch diskutieren müssen. Der Saemann hätte einen proportionalen Anteil von rund 30 Prozent. Weniger zu sagen hätten noch die andern Kirchenleitungen der übrigen Kantone.

Was haben Leitungen, Drähte und der Lötschberg mit der Kirche zu tun? Zwei Sachen. Die Geschwindigkeit. Im Lötschberg hat man den Schweizer Rekord für Schienenfahrzeuge gebrochen. 280 km/h schnell. 280 Kilometer pro Stunde heisst die richtige Bezeichnung. Haben sie im Lead die falsche Bemerkung «Stundenkilometer» beachtet? Aber wir werden vielleicht auch noch vom Saemann sprechen, wenn es diesen schon lange nicht mehr geben wird. Für die «Reformierte Zeitung» hat man auch einen schnellen Zug drauf. Höchst-geschwindigkeit an beiden Orten.

Und die zweite Gemeinsamkeit ist eher zufällig. Falls sie einige interessante Seiten über den Lötschberg ansehen wollen, empfehlen ich die Durchsicht von «des Magazins der Burkhalter Techniks AG». Toll gemacht – von der Archipress. Von dieser Agentur stammt auch der Entwurf der «Reformierte Kirchenzeitung», die «ref.info».

Eigentlich ist es ein Layout-Muster das zeigt, wie eine Ausgabe aussehen könnte. Seite 8 ist vom Text her dennoch lesenswert. Nicht Layout Füller wie «Markus Sahli Pluto annoyingly fights the trai Umpteen elephants fights two ats, yet the mostly speedy pawnbrokers bought one sheep, but very purple subways.» Der Rest sollte gelesen werden. Er ist auch zweimal wiedergegeben – eben als Textmuster – aber einige müssten dies auch drei mal lesen. Ein Satz fällt auf: «Es macht keinen Sinn, dass jeder Kanton seinen eigenen Kirchenboten herausgibt.» Es sei denn, man habe Profil.

Moritz Leuenberger

… «Kirche wohin» – darüber Sprach der damalige Bundespräsident Moritz Leuenberger in der Heiliggeistkirche in Bern (ist auf dem Titelbild von ref.info zu sehen). Ob ihm die neue Kirchenzeitung auch gefallen würde. Lesen sie doch, wie er Zeitung lesen möchte. 1999 ist dieser Vortrag geschrieben worden. Ob er heute auch in einem Blog lesen würde? Wir Blogger sind meistens keine Fotografen, deshalb ist auch das Bild etwas unscharf (Belichtungszeit gegen eine Sekunde – ohne Stativ) und wir sind (meistens) auch keine Journalisten. Es gibt Ausnahmen und einem von diesen gefällt die Aufmachung der neuen Kirchenzeitung auch – Martin Hitz mit seinem Medienspiegel – Mitglied von swissblogpress – wie libref und mein persönliches Blog.

Kein Januarloch, der Handel läuft


Das tägliche oder wöchentliche Einkaufen dürfte im Verlaufe des Jahres wieder etwas ändern. Denner, Migros, Apple – den Konsument wird es freuen.

Vor wenigen Wochen habe ich mit einem Kenner der Branche über den möglichen Verkauf von Denner diskutiert. Auf Grund einer kleinen Pressemeldung schien dies angebracht. Lidl und Aldi schienen für uns die bessere Chance zu haben, als die Schweizer Konkurrenz.

Es sei Denn-er lasse sich den Preis anheben. Die ausländische Konkurrenz würde es bei einem Verkauf an Migros oder Coop schwerer haben, bei uns gross Fuss zu fassen. Im Verlaufe des Nachmittags wissen wir es dann vermutlich genauer. Mehr wird allenfalls bezahlt, damit man die Verkaufspreise im Detailhandel hoch behalten kann. Bei den Preisen – auch innerhalb der Schweiz – liegt noch viel Marge drin. Ich habe über acht Jahre bei Lebensmittelhändlern /-produzenten gearbeitet und zu meiner Funktion gehörte auch die Betriebsbuchhaltung. Vom Handeln lässt sich leben.

Produzieren ist da des öfters schon schwieriger. Zudem sind die meisten Produzenten genossenschaftlich organisiert und machen sich eigenhändig die Marge kaputt. Es wird auch bei uns in den nächsten Jahren vermehrt direkt an den Endverkäufer geliefert. Erst ein EU-Freihandel würde auch mächtig auf die Marge des Handels drücken und nicht immer nur auf diejenige des Produzenten.

Die Betriebsbuchhaltung, die Kalkulation wird von den meisten «Finänzlern» belächelt oder sie ist ihnen ganz unbekannt. Die Finanzbuchhaltung, GAAP, IAS, FER, das scheinen die allein selig machenden Zahlen zu sein. Es braucht diese, sie sind äusserst wichtig – aber wie und wo Unternehmen Geld verdienen, sehen sie am genauesten aus der Betriebsbuchhaltung. Die Angaben zu den verschiedenen Sparten in den meisten Geschäftsberichten sind meist dürftig – über einzelne Produkte sieht man nie etwas..

Wir dürfen uns noch auf einige Änderungen gefasst machen. Bisher hat Migros oft die Preise nach unten gedrückt. Vielleicht bleibt dies, vielleicht macht sie es wie der Coop. Hier können sie zum Beispiel einen Gutschein um 3 Rappen billiger zu tanken im Internet ausdrucken. Aber bitte mit hoher Qualität ausdrucken, sonst kann der Scanner dies nicht lesen und eine Scan-Vorlage gibt es nicht und eine Korrektur kann man an der Registrierkasse nicht vornehmen. Dafür werden Treuepunkte gutgeschrieben. Bitte schauen sie mal die notwendigen Einkaufs Summen an, die sie zum Bezug eines Gegenstandes berechtigen. Das ist eher was für den unmündigen Konsumenten. Dann gäbe es dazu gemäss Internet noch Looney Tunes Sammelpunkte. Erraten, die gibt es auch nicht. Das Personal aber äusserst freundlich und hilfsbereit.

Vermutlich sollte sich Coop ab heute dringend Einiges einfallen lassen. Migros dürfte ab heute etwas grösser werden, aber nicht ganz auf schnaufen können. Es gibt andere Discounter, die man aufkaufen könnte – vielleicht sogar von der ausländischen Konkurrenz. Und billigere Preise verleiten zu mehr Konsum und dann steigen die Börsen – ganz vereinfacht gesagt. Und sagen können sie es mit einem iPhone, zumal der heutigen Beta-Vision davon. Da wird auch noch einiges ändern und vielleicht sogar dessen Name. Über diese Aktie gäbe es einiges zu schreiben. Mal sehen, wo wir ab heute Nachmittag unsere Äpfel kaufen werden.

Kernenergie contra Öl


Erstaunlich, wie schnell man eine Ölleitung zu drehen kann und noch erstaunlicher, dass dies einigen Persönlichkeiten erst jetzt klar wird.

Zwischen den nachfolgenden Meldungen liegen keine sechszig Tage sondern Stunden – gute 2 ein halb Tage.

«Weissrussland blockiert russische Öllieferungen … lesen sie weiter bei SF Tagesschau …»

«Brauchen wir wieder mehr Atomenergie? … lesen sie weiter beim Hamburger Abendblatt …»

«Neue Debatte über Zukunft der Kernkraft … lesen sie weiter bei die welt.de …»

«Generalangriff aus Brüssel … lesen sie weiter bei die Welt.de …»

«Analyse: Lukaschenko sitzt im Ölstreit am kürzeren Hebel … lesen sie weiter bei der Schwabmünchner Allgemeine …»

«Krise um Pipeline entschäft … lesen sie weiter im eBund …»

KKW Graben

… gestern, dort wo einmal das KKW Kernkraftwerk Graben geplant war …

Biber-Baum

… und heute wieder Biber ansässig sind …

An Silvester geschrieben: Die Energieproblematik, die uns in den nächsten Jahren beschäftigen wird … ist hiermit mit aller Brisanz auch in Europa erkannt worden. Manchmal geht es schneller, als einem lieb ist. Oder etwas ironisch gesagt: Das Problem ist gelöst, wir können zum Alltag über gehen und die Angelegenheit möglichst schnell vergessen.

Nur ein T-Shirt, Nicki oder Nikki?


Globalisierung wird anhand der Reise eines T-Shirts auf unterhaltsame und lehrreiche Art aufgezeigt.

Beim Kauf des Buches The Travel of a T-Shirt in the Global Economy von Pietra Rivoli werden gleich 80 Flugmeilen gutgeschrieben. Das ist echte Globalisierung. Kaufen sie aber die deutsche Ausgabe Reisebericht eines T-Shirts erhalten sie nur 48 Meilen. Die englische oder besser gesagt die amerikanische Ausgabe ist aber knapp EUR 11 teurer und rund 80 Seiten kleiner. Ob sie eine plausible Erklärung haben, wenn sie nur das Buch Reise eines T-Shirts (Rezension der FAZ), gelesen haben ist fraglich. Das Buch ist kein Schnellkurs.

Aber sie werden garantiert mehr Verständnis zu den Zusammenhängen der Globalisierung haben. Das Buch, ein wirtschaftliches Sachbuch «in 80 Nähten um die Welt», begeistert sogar Leute, welche ein fundiertes betriebswirtschaftliches Wissen haben und die wegen anderweitiger Ausrichtung seit 20 Jahren kein Fachbuch mehr gelesen haben. Empfehlen kann man es auch Leuten, die sich um die Welt Gedanken machen und anhand eines Beispiels, eines billigen T-Shirts, eines Alltagsprodukts, etwas mehr über die nicht ganz einfach zu durchschauenden Globalisierungs- Mechanismen mehr wissen wollen.

Lesen sollten es vor allem Globalisierungs-Gegner und eigentlich richtig auswendig lernen, sollten es solche, die jeden, der nicht zu allem «Ja und Amen» sagt gleich als Globalisierungs-Gegner hinstellen. Pfarrer zum Beispiel, die als Historiker arbeiten und Zusammenhänge manchmal zu einfach oder nur auf Plakaten sehen. Zusammenarbeiten. Radikale und Gegner an einen Tisch bringen. Die Globalisierung können wir nicht aufhalten, aber vielleicht mitgestalten, dass sie auf die meisten Rücksicht nimmt, nehmen kann. In andern Worten ist es in der TAZ im letzten Absatz geschrieben. Sehr lehrreich dieses Buch.

Klare Verhältnisse sind ersichtlich. Das T-Shirt wurde in Fort Lauderdale gekauft. Zum Glück hat die Wirtschafts-Professorin dort beim Fort keinen Ford gekauft. Oder gar den Volkswagen, den ich in dieser Stadt fahren durfte. Ein Käfer mit mehr als 1’000’000 km. Kilometer, nicht Meilen. Er wurde seiner Zeit aus der Schweiz im Umzugsgepäck mit genommen und hatte mittlerweile, das muss man der Klarheit sagen, den dritten Motor. Mit dem Studium des Buches allein, können sie garantiert die globalisierte Automobilbranche nicht erklären.

Aber das Interesse dafür wecken. Die Baumwolle in Togo hat aufmerksam gemacht. Eine Leserin: «Ich weiss jetzt wieso …». Klartext über das Baumwoll-Land wollen wir nicht schreiben, sondern nur noch schnell der Globalisierung willen erwähnen, dass das T-Shirt beim jahrzehntelang grössten Deutsch sprechenden Gegner der USA Nikki oder Nicki hiess. Dies hat mir vor Jahren ein ex DDR-Offizier erzählt. Seine Tochter trug ein T-Shirt und heisst Berenicke. Namen spielen bei der Globalisierung immer eine Rolle. Auch derjenige der Autorin Rivoli, eine kleine Stadt im Valle de Susa (Wikipedia de), dort wo einst Napolen zu globalisieren begann, bei der Schlacht von Rivoli. Und wenn sie in dieser Gegen sind, dort kann man auch Serpentinen fahren lernen. Nehmen sie in Oberitalien, in der Nähe von Frankreich nicht mein englisches Auto aus der amerikanischen Ford-Familie. Etwas Bodenfreiheit ist ganz nützlich beim Colle di Fenestrelle. Nehmen sie lieber den schwedischen dieses Konzerns. Die Haftung wird abgelehnt. Aber einer der eindrücklichsten Alpenpässe. Und nach dem Dorf ins Fort Fenestrelle.

Wildschwein oder nur Schwein


«Seit 1959 lag das Schlussniveau eines Wildschweinjahres an der Tokioter Börse immer höher als die Kurse zum Jahresbeginn.»

«Japans Börsianer wecken die guten Geister

… lesen sie den Artikel bei Welt.de gleich selbst … »

Vielleicht haben die Wildschweine recht. Dann steigt die japanische Börse in einem Abstand von je 12 Jahren zum fünften mal in Serie. Echt schweinisch, genau genommen. Am 18. Februar 2007 genau genommen fängt das Jahr des Schweins an – nicht des Wildschweins. Soviel haben zumindest der Chinesische Kalender und die japanische Zeitrechnung trotz einiger Abweichungen dennoch gemein. Gemein mag ich auch nicht gegen die Wildsau sein, denn ich liebe Wildschwein – ganz besonders mit frischen Kastanien und Steinpilzen.

Wildschweinessen helfen nicht immer und auch mit dem Besuch in Libanon wurde nichts. Aber vielleicht liegt es daran, dass die Japaner an lebende Sauen denken. Diese können aber auch Unheil anstiften. Ein von Wildschweinen abgeernteter Garten sieht ähnlich aus, wie die Landepiste an Amman. Daher hat der Kollege dieses Land nicht besuchen können – ich den Garten in der Nachbarschaft schon. Nicht hier in Langenthal, da muss ich mich schon rund dreihundert Meter bis in den Hirschpark durchkämpfen, denn zur Zeit werden alte Eichen gefällt. Der Nachbar in Frankreich sollte vielleicht seine Steineichen auch fällen, die Früchte davon sind heiss begehrt und dann suhlt man sich noch so schön durch den Rasen.

Freilebende Wildschweine sehe ich nur, wenn ich welche zuvor verspiesen habe. Das ist nämlich der einzige Zeitpunkt, wo ich mich nachts durch die Cevennen chauffieren lasse. Diese doch friedlichen Tiere danken dem vorsichtigen Fahrer, oder meist Fahrerin. Das wegen des Durstes.

Und der Kollege, der mir den Zeit-Artikel gesandt hat, soll jetzt nicht nach Japans Börsen dürsten – vielleicht geht die Rechnung nicht auf. Der Chinesische Kalender hat einen Zyklus von 60 Jahren und als das letzte mal Schwein und Feuer zusammen kamen – wie dieses mal – da war die Börse dem Anschein nach im Minus, sonst hätte der Journalist ja die Periode automatisch verlängert.

Es gibt noch andere, die Japan positiv sehen. Aber nicht alles aus Südost-Asien hält Marc Faber für kaufenswert. Der Börsen-Guru sagt den Börsen-Crash in Schwellenländern voraus. Bei uns habe ich noch ein gutes, fast «saugutes» Gefühl – die Anzahl der Börsengänge hält sich noch in Grenzen. Von mir aus gesehen der bessere Verlass als ein Tierkreiszeichen – aber Schwein haben, darf man alle mal.

Wie bekannt, es gibt viele Meinungen. Fast so viele wie beim Kalendersystem oder beim Horoskop

Schwein

… viel Schwein an der Börse

Spiegel und Schwarzmarkt-Chart


Der Spiegel feiert heute seinen 60. Geburtstag. Bundesrat Samuel Schmid auch – und trotzdem ist er vier Tage jünger.

Am Samstag, resp. Sonnabend, 4. Januar 1947 erschien die erste Nummer der wohl beliebtesten und am meist gehassten Zeitschriften Deutschlands. Entweder ist der Spiegel im Alter etwas ruhiger geworden oder ich lasse mich nicht mehr so schnell auf doch oft recht reisserische Themen ansprechen – vielleicht von beidem ein Bisschen. Aber vergessen wir das Gratulieren nicht. Beiden Jubilaren. Dem Blatt und dem im Kanton Bern beliebtesten Bundesrat. Samuel Schmid ist nämlich der einzige, der schon jetzt Steuern in Bern zahlt – zumindest schon mal im Kanton. Nehmen sie die Zahlen in diesem Artikel nicht zu genau unter die Lupe – es herrschen gröbere Unklarheiten.

Unklar auch die Nummer 1 vom Spiegel. Sonst eigentlich klar, direkt, unverblümt. Oha, die drittletzte Seite ist Seite 24, dann müssten die beiden nicht nummerierten 25 und 26 sein. Hier wird nicht absichtlich verschwiegen, das war Usanz, dass die Titelseiten nicht gezählt wurden. Damals 24 resp. 28 Seiten – heute etwas mehr. Auch im Inseratenteil hat man aufgeholt. Damals 22 – drei davon Nivea Puder (mit Strich auf dem U), Dr. Oetker – August genau genommen – und Pelikan Füllhaltertinte, nicht Strahler. Dann noch Hans Grobe – Grobe und Lange, den Sammelwütigen immer noch ein Begriff, die Interphila.

Ich sammle auch. Briefmarken aber doch bewusster als Zeitschriften. Die Nr. 1 vom Spiegel habe ich und die Sonderausgabe zum 50. Geburtstag. Bitte rufen sie mich an, wenn sie eine Beratung oder einen Vermögensverwalter suchen, aber nicht, um eine vermeintlich wertvolle Nummer zu erhaschen – diese ist nachgedruckt und welch Zufall, auch gerade 10 Jahre alt. Im Grunde genommen sind solche Jubiläumszeitschriften für langfristige Anleger eine herrliche Informationsquelle. Was geschah in einem Zeitraum einer oder mehrer Dekaden. Was wird in Zukunft geschehen können?

Da hilft der Spiegel weiter – Autos im Jahre 2067 – und wenn die Prognose falsch ist, besänftig er: «Dann müssen wir eben wieder reiten lernen.» Oder der Euro-Islam 2067. Der Mensch, die Psychopharmaka und ganz allgemein die Buntesrepublik. Dieser Buchstabenkalauer ist leider nicht von mir, aber mit dem Link wissen jetzt auch die Älteren unter uns, was ein Scherzkeks oder a Scherzkübel genau ist.

Das meiste in «der Spiegel» sind aber keine Scherze, nur ein Spiegel. Sogar mit Kultur vermischt. In Berlin fand eben die deutsche Erstaufführung der Sinfonie Nr. 7 Opus 60 von Dimitri Schostakowitsch statt. Uraufführung vor 5 Jahren – geschrieben im Bombenhagel von Leningrad. «Suggeriert die zermalmende Gewalt der sinnlosen Kriegsmaschine.»

Der Satz hat nicht viel an Bedeutung verloren – leider. Aber zumindest müssen wir uns heute nicht an der Schwarzmarktkurve oder dem Schwarzmarkt-Index orientieren. Heute wäre dies der Schwarzmarktchart.«Butter zieht an, Kaffee fällt.» Auch Brot gibt es heute frei zu kaufen. Viel Brot wird heute weggeworfen. Das ändert vielleicht 2067, wenn wir wieder Pferde füttern müssen. Einige müssen das heute schon – die meisten aber freiwillig

Wenn sie lieber rückwärts reisen, nehmen sie die Zeitmaschine der Oper Chronoplan. Albert Einstein erklärt dann, wieso das Benzin relativ gesehen schon 2033 und nicht erst 2047 ausgehen wird.

Spiegel Nr. 1

Der Rohstoff «Salz»


Salz ist vermutlich neben Luft und Wasser der wichtigste Rohstoff. Alle drei werden in reiner Form nicht an der Börse gehandelt und trotzdem gibt es unzählige Aktien, die von diesen Rohstoffen «leben».

Salze gibt es unzählige und viele von ihnen enden mit «-ide oder -ate», es sind chemische Verbindungen. Der Pro-Kopf-Verbrauch von Salz ist Wetterabhängig. Letztes Jahr waren es mehr als 45 Kilo pro Person nur als Speisesalz und vor allem als Streusalz (über 40 Kilo). In einem normalen Jahr rechnet man mit rund einem Drittel davon und in einem Schnee armen mit knapp einem Viertel.

Die «consommation» beträgt ziemlich genau 4 Kilo pro Kopf (2000) und mehr als das doppelte zu Beginn des letzten Jahrhunderts – das die Zahlen für den Kanton Waadt, der als einziger eine eigene Salzmine in Bex hat. Wie Salz sind diese Zahlen mit äusserster Vorsicht zu geniessen, denn vor rund 100 Jahren hat man Salz sehr oft zu Hause als Konservierungsmittel verwendet und man kaufte mehr lokale Produkte. Vermutlich ist es Zufall, dass das Unternehmen, das sich am meisten mit dem weltweiten Salzkonsum in Nahrungsmitteln aus einander setzt, im Vaud ansässig ist – die Nestlé. «Consommation» darf auch nicht mit dem persönlichen Konsum gleich gesetzt werden, denn der Waadtländer kauft Néstle-Produkte (und andere) ein, die das Salz aus den Rheinsalinen kaufen. Diese Internetseiten sind sich wert, einmal angeschaut zu werden. Zudem verfügen sie über ein umfangreiches gutes Sortiment an Broschüren über das Salz.

Auf die genauen Zahlen will ich mich nicht hinauslassen, denn das gehört praktisch in den finanziellen Hochsicherheitstrakt vieler Regierungen. Die einen Beamten werden ihnen sagen, das sei so nicht richtig, das Salzmonopol wichtig und die Preise kostengerecht. Die andern behaupten das Gegenteil – entscheiden sie selbst über die verschiedenen Salzmonopole. Vermutlich hat auch dieser Verwaltungsrat ab und zu ein Problem, zu entscheiden – 26 Verwaltungsräte! Das entspricht nicht ganz den modernsten Erkenntnissen der Betriebsführung. Umstritten ist heute auch die Zugabe von Jod nebst Fluor, das in den meisten Zahnpasten zu finden ist. Die Medizin ist heute genau gleich verschiedener Ansicht wie Anlageempfehlungen. Bei uns geht es aber «nur» um Geld und nach einiger Zeit wissen wir, welche Seite recht hatte.

Fluor ist nicht ganz ungefährlich. Auf der einen Seite ist es hochgiftig und andererseits wird es im letzten Produktionsschritt für die Herstellung von Uran-Erz zu Uranhexafluorid benötigt. Jod spielt eine wichtige Rolle im Zusammenhang mit der Radioaktivität im menschlichen Körper. Mit Jod kommen mir einige chemische Experimente in den Sinn, die sie problemlos dank des Internets nach vollziehen können. Nur die Auswirkungen dürften nicht so hormlos sein. In diesem Zusammenhang gesehen, ist das Sturmgewehr wesentlich ungefährlicher, als einige Rohstoffe im Haus die in Küche, Garten und zur Weinbereitung benötigt werden. In diesem Fall ist es gut, wenn die meisten Menschen kein gutes Verhältnis zur Chemie haben.

Aber etwas mehr Verständnis in der Umwelt dürfte dem Salz entgegen gebracht werden. Auf der einen Seite gelangt es nach dem Einsatz auf den Strassen in die Gewässer. Früher war Salz auf der Aare anzutreffen, heute eher in der Aare. Früher galt Salz sogar als Zahlungsmittel (Asien und Afrika – Mineralien) und es gab eigentliche Salzstrassen. Nicht nur mit Salz wird zum Genuss berieselt, sondern auch Musik. Aber es gibt einen Unterschied. Salz wird mit einem Förderband befördert und Musik wird mit dem Förderband gefördert. 78s, auch ein Mitglied von swissblogpress, sucht das «musikalische Salz in der Suppe». 78 ist sein Spezialgebiet – mein Büroplattenspieler (ja so was gibt es) dreht mit 33, höchst selten mal mit 45.

Viel wichtiger beim Salz ist aber das Globale Förderband, das für die Salzvermischung in den Meeren zuständig ist. Ökologisch eines der wichtigsten Themen – einerseits wird durch die Menschen mehr Salz ins Meer gebracht und andererseits werden bei Klimaänderungen die grössten Süsswasservorräte in der Antarktis beeinflusst. Bei einem Temperaturanstieganstieg wird das Salzwasser verdünnt. Salz ist allgegenwärtig und doch meist unsichtbar, sogar bei der Versalzung von Boden sind eher die Auswirkungen, als ein Salzteppich sichtbar. Im Irak sind rund 50 Prozent der Anbaufläche davon betroffen. Salz ist nicht nur ein Rohstoff, Salz ist ein grosses Umweltproblem.

Rost und Salz

… die Auswirkungen von Salz – übrigens, eines meiner rund 10 verschiedenen Kochsalze, Meersalz der Camargue, kommt aus dieser Gegend.

Der Rohstoff «Zahlen»


Es gibt zwei «Rohstoffe» die man meistens vergisst: Zahlen und Salz. Beide haben mindestens zwei Gemeinsamkeiten. Man kann sehr viele Sachen daraus herstellen und falsch genossen, sind sie schädlich.

«Mit 2,4 Punkten sind die Professoren dümmer als die Schimpansen. Diese kommen statistisch gesehen auf 2,5 Punkte.» Schauen sie sich das Video von Prof. Hans Rosling an und sie wissen was gemeint ist. Schmunzeln sie, was man alles mit und vor allem wie man mit Zahlen präsentieren kann. Das Video dauert gute 20 Minuten und dürfte wesentlich mehr bringen, als das zur Zeit millionenfach geschaute Video – die Hinrichtung von Saddam Hussein.

Ein Gefühl für Zahlen ist nicht schlecht, manchmal sogar hilfreich. Wer Spass hat, findet bei Gapminder noch viele interessante Details, wie Statistiken präsentiert werden können. Richtig aufbereitete Zahlen ist «das Salz in der Suppe». Wir leben von Zahlen und wenn wir eine Aktie, ein Land, eine Branche anschauen, verlassen wir uns auf die Zahlen – manchmal mehr, manchmal weniger. Zahlen auf diese Art präsentiert ist eindrücklich und vermutlich bleiben solche Bilder wesentlich länger haften, als die schlichten Zahlenreihen einer Statistik. Testen sie diese Statistiken selbst aus. Dollar Street (ca. in der Mitte) wirkt noch einmal eindrücklicher.

Und falls sie die «Brücke» machen und noch mehr Zeit zur Verfügung haben, dann schauen sie doch bei TED’s Technology Entertainment Design noch andere Tedtalks an. Danke den Studenten, die mich auf dieses Video mit Hans Rosling aufmerksam machten – im Gegenzug hier der Link zum roslingsblogger.

Und vielleicht hat der eine oder andere Leser plötzlich bemerkt, dass es hier nicht nur um Zahlen, sondern um Menschen geht. Einfach, anschaulich muss etwas präsentiert werden, damit es Eindruck erweckt.