«An der Hand meiner Schwester» …


… keine Angst, aus dem Finanzblog wird kein Literaturblog. Aber wenn ich schon mal wieder ein Buch dieser Art lese, muss was dahinter stecken …

… als Siebenjährige habe ich Bärbel Probert-Wright nicht kennen gelernt, aber als eine der tollsten Bekanntschaften, die ich in meinem Berufsleben je machen konnte. Keine Angst, sie ist nicht meine Kundin, denn diese Namen verraten wir nicht. Aber wir haben ganz toll zusammen gearbeitet und ich bin eben dran, sie wieder einmal zu besuchen. London ohne einen Abstecher zu ihr ist fast nicht denkbar.

In ihrem Buch berichtet sie über die mehrere Hundert Kilometer lange Flucht – ohne Hass, sachlich, bewegt – und berichtet über eine verrückt gewordene Welt, einer Welt, der jede Ordnung abhanden gekommen ist. Hoffen wir für die Zukunft, dass die Menschen vernünftiger geworden sind – was einem bei den verschiedenen Schauplätzen auf der heutigne Welt manchmal schwer fällt. Ich denke, Bärbel hat dies mit sieben Jahren besser gekonnt, als mancher, der irgendwo auf dieser Welt ein Land führen muss.

Bärbel und ich haben uns einige Jahre nicht mehr gesehen. Sie hat in der Zwischenzeit ein Buch geschrieben, das in den Top 10 Non-Fiction gelandet ist – herzliche Gratulation – und ich habe insgesamt rund 900 Blogbeiträge geschrieben. Das ergibt als Vergleich rund 33 Tage reine Schreib und Recherchierzeit. Etwas verrückt. Aber wir sind ganz bestimmt nicht die Einzigen.

Bärbel (Barbie) Probert-Wright

Bärbel resp. Barbie Probert-Wright …

Yellow Submarine

… und Ray den vermutlich schon viel mehr Leute gesehen haben, als seine Frau. Er war Angestellter der englischen Königin Elisabeth II, Trompeter – mit der Bärenfellmütze – bei der Welsh Guards, hatte eine eigene Musikkapelle und hier besteigt er die Yellow Submarine . Aber nun genug von Krieg, Militär und Marine – auf dem gelben Unterseeboot ist ein Stück, das hier und zu diesen beiden herzensguten Menschen passt- All you need is Love. Übrigens, das einzige Album der Beatles, das «nur» auf Platz 2 gelandet ist. Vielleicht weil dieses eine Stück bereits zwei Jahre alt war. Übrigens, Teile davon stammen von Johann Sebastian Bach und der Marseillaises, der französischen Nationalhymne. Und noch etwas eher Unbekanntes. Die Queen hat als einzige weibliche britische Monarchin Militärdienst geleistet. In der Zeit, die im Buch beschrieben ist, war sie Automechanikerin. Soll nun noch einer sagen, dass die Engländer keine Autonation sind.

little girl lost - an der Hand meiner Schwester

Little Girl lost – die Originalausgabe

«Das sind normale Sommergewitter»


Ralph Rickli hat vor knapp 14 Tagen der BernerZeitung ein Interview gegeben. Vermutlich werden die Sommergewitter aber in den nächsten Jahren, Jahrzehnten zunehmen.

Die Klimaerwärmung ist ist die eine Seite, die Kapriolen, die das Wetter macht zumindest diejenige die wir erleben, sehen die andere. Etwas ironisch berichtet Andreas Thiel über Gliese 581c und die nächste Eiszeit und Blocher provoziert und relativiert. Denn wir wissen die Wahrheit nicht …

… aber in den letzten Tagen gab es einige Eindrücke, die schon etwas zu denken geben mögen. Wie gesagt, immer zwei Seiten zu betrachten versuchen. Manchmal haben aber Gewitter einen Vorteil gegenüber der Börse – man kann sich mit einem Regenschirm schützen. Aber nicht immer …

Rickli Daniel Hochwasser Langenthal

… Daniel Rickli stellt zwei Fotos zur Verfügung. «D’Langete chunnt»!. Vielleicht hat er sie schon einmal durch die Strassen von Langenthal fliessen sehen – das wäre dann so etwa im Kindergartenalter gewesen. Das letzte Mal vor Weihnachten 1991 …

Daniel Rickli Langenthal Hochwasser

… einige haben bis vor Kurzem gedacht, dass wir nie mehr ein Hochwasser in Langenthal erleben werden. Wie man sich im Wetter immer wieder täuscht. Man vergisst extrem schnell und das ist beim Wetter und an der Börse das Gleiche. Übrigens, die beiden Fotos sind aus den Räumlichkeiten der UBS geschossen worden …

Hochwasser in Zürich

… und so sieht es gleichentags in Zürich aus. Gute 20 cm Kies bedecken die Strassen nach dem Gewitter – 14 Grad. Und eine halbe Stunde vorher bin ich bei 26 Grad mit Sonnenbrille unterwegs gewesen und habe mich gewundert, weshalb die auf dem Zürichsee Sturmwarnung haben. Knappe 10 Minuten später wussten wir wieso …

Intersolar Freiburg Parkplatz

… und kurz darauf sah es an der Intersolar Freiburg auf dem Parkplatz etwas chaotisch aus. 32 000 Besucher – zwei Jahre zuvor waren es 19 000. 2008 schätzt man in München 35 000 Besucher – ich denke, es dürften 50 000 werden. Meine Eindrücke werde ich demnächst in einem Blogbeitrag festhalten.

Am nächsten Tag war die Welt «wieder in Ordnung» – zumindest bis am Abend. Und wer nach diesen Gewittern mit dem Wagen bis zu dieser herrlichen Aussicht fährt, sollte nicht nur über einen geeigneten Wagen verfügen, sondern wissen, wie man sich im Gelände das einem Bachbett gleicht verhalten muss. Aber es hat echt Spass gemacht, Nervenkitzel muss manchmal sein – wie für viele an der Börse. Mit Risiken um zu gehen ist nicht für jeden das Geeignete …

Palmenstrand in Bern

… das war vor zwei Wochen und gestern Abend sah es am Palmenstrand in Bern wieder kritisch aus – wie vor zwei Jahren wird es hoffentlich nicht mehr aussehen. Zum zweijährigen Gedenken gibt es ein Fest – vielleicht mit Langenthaler Rattenbier/Mattenbier … wir bleiben am Ball …

Alinghi-Transporter in Bern

… und fünf Minuten später, die Ampel auf Rot, erinnert der Alinghi-Transporter, dass wir ja die erfolgreichste Nation von Wasserratten sind …

«Ich hoffe, das hört bald auf»


Über die Klimaerwärmung wird tagtäglich geschrieben, entsprechende Fonds und derivative Produkte schiessen wie Pilze aus dem Boden.

Heute ist jeder ein Umweltapostel und alle wissen, wie warm die Welt in einigen Jahrzehnten sein wird. Wissen wir es wirklich so genau? Was wir genau wissen ist, dass der Mensch mit unserer Erde fahrlässig umgegangen ist. Es gibt aber kein einziges Programm weltweit, das wirklich genau sagen kann, wie es in Zukunft weiter geht. Zur Zeit scheint es, dass jedermann auf irgend eine Weise mit der Umwelt Geld verdienen kann. Beratungsaufträge, Forschungsaufträge oder ganz einfach an der Börse Geld verdienen. Vor Jahrzehnten schon haben einige gewarnt – ich auch. Meistens wurden wir ausgelacht. Nun ist alles hysterisch und denkt, die Welt ist kurz vor dem Untergang. Aber vermutlich wird die Wahrheit irgendwo dazwischen liegen. Was aber wissenschaftlich gesichert ist, dass sich das Weltklima wieder einmal in einer Umbruchphase befindet und das ist genau gleich wie an der Börse. Vor einer massiven Kurskorrektur gibt es gegen oben und unten viel die grösseren Ausschläge. Und solche hätte es beim Klima auch gegeben, wenn keine Menschen auf der Welt wären.

Nicht dass ich verharmlosen will, aber es schadet nie, auch die andere Seite zu Wort kommen lassen. Das Erstaunliche ist, dass viele die jetzt entgegen der allgemeinen Tendenz reden, sich seit Jahrzehnten mit der Umwelt befassen und fundierte Kenner der Materie sind. Es schadet nicht, diese Seite in den eigenen Anlagestrategien auch an zu schauen, denn schon mehrmals haben sich Umweltphänomene als viel zu hoch aufgeblasene Ballons erwiesen. Und wenn dies zutreffen sollte, müssten wir bei den heute boomenden Titel aussteigen, sobald sich die Wahrheit abzuzeichnen beginnt. Nur wann das ist und ob, wissen wir nicht.

«Ich hoffe, das hört bald auf»
Peer Teuwsen

Der renommierte US-Klimatologe Richard S. Lindzen bezweifelt die Schuld des Menschen am Klimawandel. Al Gore hält er für einen Hysteriker. Man solle sich doch bitte auf wesentlichere Probleme als die Rettung der Erde konzentrieren … lesen sie bei der Weltwoche weiter …» mit einigen zusätzlichen Links am Schluss des Beitrages

Hier noch der Wikipedia Eintrag über Richard S. Lindzen (nur englisch) – wer sich weiter mit diesen Thesen beschäftigen will, ein Protokoll einer Veranstaltung von National Public Radio vom März 2007 (auch in Englisch, aber sehr lesefreundlich – bis auf die Anzahl Seiten).

Smislispi – neuer Swiss Leader Index


Indexe sind wie Statistik – man kann alles beweisen und um die Benchmark zu schlagen, kreiert man ganz einfach einen neuen Index.

Wissen sie, wer oder was die Petroplus ist? Müssten sie eigentlich, denn diese Firma ist im neuen SLI Swiss Leader Index. Leader, das sind doch die führenden Unternehmen, müssten doch bekannte Namen sein, damit man wie gewollt mehr ausländische Investoren ansprechen kann. Nehmen sie es nicht tragisch, wenn sie den Namen noch nie gehört haben. Die Firma ist auch (noch) nicht im Aktienführer Schweiz. Sie Ende letztes Jahr an die Börse gebracht und ist in der Schweiz seit Jahren das volumenmässig grösste IPO. Wer zwischen Bieler- und Neuenburgersee mit Schiff, Auto oder Bahn fährt sieht die Raffinerie. Schön ist sie nicht an zu sehen. Aber imposant – und bei mir schon mehr als dreissig Jahre her. Schön, wenn man einen Lehrmeister hat, der in der Nachbarschaft eine Kontrolle durchführen muss und anschliessend bei der Raffinerie Cressier seine Beziehungen spielen lässt. Beide Betriebe arbeiten mit Öl – einer mit Rohöl und der andere mit Fritieröl. Bitte nie verwechseln, denn die Ölsoldaten sollten auch heute noch ein Begriff sein.

Der SMI hat heute 25 Aktien und der SLI 30. 24 Titel sind identisch und nur einer wurde im neuen Index nicht berücksichtigt, der im Smilly vertreten ist – Swatch Namen. Swatch Inhaber ist bei beiden vertreten. Werden sie diese Woch, wenn der SMI von 25 auf 20 Titel reduziert wird, den Namentitel (Rang 35 beim Free Float an der SWX) rausnehmen oder Swatch Inhaber. Der SMI enhält mehr als 80% Namentitel. Oder fliegt keiner raus. Lassen wir uns überraschen. Spätestens seit dem ZKB-Debakel (ach, wie Recht hatte ich damals) sollten wir wissen, dass Namentitel auch keinen absoluten Schutz bieten.

Die weiteren fünf neuen Titel im SLI, die nicht im SMI aufgenommen wurden, sind: Geberit – Actelion – Kühne & Nagel – Logitech – OC Oerlikon. Und mindestens fünf fallen aus dem SMI. Einige mögliche Beispiele: Bâloise – Ciba – Clariant – Givaudan – Lonza und vielleicht kommt Gerberit auch in den SMI. Am Donnerstag werden wir es wissen. Bis dahin dürfte versucht werden, einige Titel noch etwas zu pushen. Dann traidet mal, oder kauft, was es noch braucht oder verkauft, was in Zukunft nicht mehr interessant sein dürfte, weil viele Fonds und Index-Zertifikate in diesem Spiel mit mischeln (werden).

Wie man einen Index kreiert, der die Performance immer schlägt? Man berechnet im Nachhinein einen Index, bei dem alle Depotwerte vertreten sind und gewichtet die einzeln Titel. Die besten Performer mit einem Faktor 0,5 aufsteigend bis zum schlechtesten Performer mit Faktor 1,5. Nun wissen sie auch, wieso ich nicht besonders nach Indexen strebe. Ersten will ich sie schlagen und das ist mir bisher gar nicht schlecht gelungen und zweitens vergleiche ich mehr mit den verschiedenen Fondsperformance, weil da gibt es einige, die die Indexe schlagen – und solche Fonds gilt es zu schlagen oder nach zu eifern.

Da wären noch einige Namensvorschläge für weitere Indexabhängie Anlagevehikel:

Slismispi – Slispismi – Spismisli – Spislismi – Smispisli – Smislispi (aber den letzten kennen sie ja aus der Titelzeile) – und falls sie keine Bedenken haben haben sie die SL Industries – SLI – als Ergänzung dazu nehmen

Und hier die Facts, damit sie selbst spielen und mitfiebern können (Selektionsliste Aktienindexe – erste Excel Liste nehmen, da ist sortieren kein Problem).

Exotenbörsen machen das Rennen


Von Aficionado wurde mir ein lesenswerter Artikel von die Welt online zugestellt, den wir nicht vorenthalten wollen:

« Exotenbörsen machen das Rennen

Vietnam, Peru, Ukraine, Serbien: Viele Finanzplätze waren vor kurzem noch weiße Flecken für die Anleger. Nun sorgen die Randmärkte für Furore. Jetzt entdecken die Aktinäre sogar Afrika. Doch der Börsenwert der Exoten ist jedoch noch verschwindend gering … weiter bei WELT ONLINE …»

Nur etwas gilt es zu beachten. Wenn Exotenbörsen im Gespräch sind, ist der Zeitpunkt um ein zu steigen oft schon spät. Es zahlt sich aus, solche Länder in einer frühen Phase an zu schauen, was für die meisten nicht einfach ist. Wenn sie richtig liegen, ist die Performance meist um so schöner. Dies bedingt aber, dass sie den Mut aufbringen, in etwas zu investieren, worüber andere noch lachen und Zeit haben. Manchmal einige Jahre. Der europäische Osten oder Indien waren solche Beispiele. Und immer bewusst sein, dass hier das Risiko entsprechend höher ist. Nie alles auf ein Pferd setzen.

Um Exotenbörsen ausfindig zu machen, muss man manchmal gar nicht so weit gehen. Nebenwerte sind oft unter bewertet und so findet (oder zumindest fand) man meist einige Trouvaillen an der Berner Börse, der BX Berne eXchange oder auch bei nicht kotierten Nebenwerten, zum Beispiel bei der Valiant Bank. Bei der BX brauchen sie nur einmal den Chart der vergangenen zwölf Monate an zu schauen. Ein meist verlässliches Zeichen sind die Umsätze. Wenn diese hoch sind und wenig Abschlüsse getätigt werden, steigen meist institutionelle Anleger ein und wenn die Börse steigt, folgen viele Kleinanleger. Antizyklisches Handeln erfordert meist mehr betriebswirtschaftliche Kenntnisse, als dass man auf das Momentum setzen kann.

Die letzte Nummer von Cash ist (leider) letzte Woche erschienen und wenn sie zumindest eine Fachzeitschrift in der gleichen Verlagsgruppe anschauen, setzt man bei Stocks, bei Aktien eher auf kurzfristige Kennzahlen – für das Momentum ergibt die Suchmaschine einige Hundert Treffer. Entweder handeln sie kurz oder eben wie ich langfristig. Beides gleichzeitig kommt nie gut heraus – die Erfahrung lehrt uns dies.

Oder anders gesagt, Kunden die traden wollen, sind bei mir nicht am richtigen Platz, aber für langfristig orientierte Anleger haben wir noch Kapazitäten in unserer selbständigen und unabhängigen Vermögensverwaltung, Vermögensvermehrung oder wie sie auch immer zu sagen pflegen.

In über 130 Ländern gibt es weit mehr als 200 verschiedene Börsen. Viel Spass beim Suchen nach denjenigen, die unterbewertet sind – hier die umfangreichste Sammlung, die ich kenne – ab zu Wikipedia. Dieser Link ist seit langer Zeit in meiner Blogroll zu finden.

Shenzhen Stock Exchange

… meist ist ersichtlich, wie man die Informationen auf Englisch erhält – nicht aber, wie man jetzt Aktien kaufen kann …

Die Schweiz, eine windige Nation …


… nicht dass sie besonders viele Windkraftwerke aufgestellt hätte, aber sie ist nach Neuseeland Nummer zwei weltweit in der Anzahl Segelschiffe pro Kopf der Wohnbevölkerung.

Nicht dass ich jetzt anfange Aktien von Segelschiffherstellern zu empfehlen, dann mache ich doch eher auf Sponsoren aufmerksam und wenn ich so einen dreijährigen Chart anschaue, dann kommt mir in den Sinn, dass ich wieder einmal etwas über Chartformationen schreiben sollte. Kaum zu glauben, aber ich als Segelbanause habe die Alinghi schon zweimal gesehen – einmal auf dem Waisenhausplatz und einmal habe ich sie überholt. Sie wurde von einem Sattelschlepper transportiert.

Die Faszination von Segelschiffen kann ich durchaus begreifen, auch wenn ich das erst einmal über einige Tage erlebt habe. 11,5 Knoten hat unser Kahn erreicht – nicht eben schnell habe ich gedacht. 21.3 km/h, habe ich mich belehren lassen, sei eine Spitzengeschwindigkeit. Zumindest für diesen Tipp. Der Hydroptère schafft relativ genau das Vierfache. Das würde mir gefallen, aber vermutlich wäre da zu viel Wind um noch in Büchern zu lesen – das ist Weltrekord für ein vom Wind getriebenes Boot. Und wer hält den Weltrekord? «Wir» Schweizer. Erstaunlich was so ein kleines Binnenland alles kann. Aber im Sport herrscht Missgunst, man gönnt keinem was. Keine Ahnung ob die Alinghi siegen wird – auf alle Fälle ist der Protest abgewendet worden.

Und warum ich als Nichtsegler über diese Thema schreibe. Weil mich der Wind immer fasziniert

raue See

… und Spitzentechnologie begeistert. Und manchmal sieht man den Wind nicht, hat ihn aber in Erinnerung und weiss, dass das Grau im Bild Regen und Gischt ist und den meisten der Appetit vergangen ist – man ist seekrank . Hier noch ein Tipp von einem amerikanischen Marines – einige Male schnell in die Hocke, dann laufen Ohr und Auge wieder gemeinsam …

Dampftram in Bern

… und ich gestern mit Ohr und Auge in Bern nur ein einziges Tram (Innenstadt wird umgebaut – nur Busse) sah dessen Fahne so fröhlich im Wind wehte …

OB-Eiche

… und gestern die traurig, bewegte Fahne unter der OB-Eiche, die wir 1980 als 10-jährige Jungpflanze hier hin versetzt haben und alle Jahre ihre Blätter im Wind fallen lässt. Vielleicht ergibt sich noch ein ehrenvoller Segelstamm, für einen der viel mehr vom Segeln verstanden hat (pdf – gleiches Fenster) und trotz seines Namens erst nach mir ein Guiness gebraut hat.

Kantonale Zweckmässigkeitsbeurteilung für Finanzblogger, Schildbürger und Tunnelbauer


Liebe Tageszeitungen, falls ihr dieses Thema aufgreift, sendet ihr mir bitte ein Beleg-Exemplar für meine Sammlung zu. Danke. Stellen sie sich einmal vor, dass der Kanton Bern seinen Bürgern eine Planung über CHF 170 Millionen vorlegt und dabei zwei Tunnel ein zu zeichnen vergisst. Das ist die Realität in der Bau- Verkehrs- und Energiedirektion des Kantons Bern!

«Variante West
Die Variante West führt von der
Jurastrasse nördlich von Aarwangen
in einem Tagbautunnel
unter dem Strassen- und Bahntrassee
bis zur Aarequerung.
Anschliessend führt sie entlang
dem Bannwald bis an den
Spichigwald. Dort folgt wieder
ein Tunnel
mit einer Gesamtlänge
von ca. 500 Meter.»

«Variante Mitte
Der nördliche Anschlusspunkt
der Variante Mitte befindet sich
wie bei der Variante West an
der Jurastrasse. Das Strassentrassee
unterquert Strasse,
bzw. Bahntrassee in einem
Tagbautunnel, quert die Aare
und verläuft parallel zur Ortsdurchfahrt
von Aarwangen bis
zum Tunnelportal am östlichen
Teil des Spichigwaldes.Nach
dem Tunnel mit einer Länge
von rund 800 Meter
folgt ein
Anschlusspunkt auf der Bützbergstrasse.»

Nachzulesen auf Seite 2 unten der

Zweckmässigkeitsstudie

besagter Baubehörde, direktiert von Barbara Egger. Ergger dürfte es wohl für einige mit erwähnte Ämter, Expterten und Planungsbüros geben. Metron, die für den Plan verantwortlich zeichnet kenne ich sonst von einer ganz anderen Seite her. Seriös, Detailgenau und jetzt macht sie den Fehler, dass hier insgesamt zwei Tunnel nicht in den Plan eingetragen sind..

Fehler kann es geben, aber dass ein Kanton, der eine Wirtschaftsstrasse von ursprünglich CHF 50 Mio. geschätzt und nun auf CHF 170 Mio. puscht, solche Fehler nicht sieht, zeigt die Genauigkeit der Planung, der Kontrolle und des Detailverständnisses. Vermutlich drei der sieben Regierungsräte sind eigentlich für diese Wirtschaftsstrasse, . Mit einem Nicht-Bürgerlichen konnte ich nach meinen ersten Beitrag darüber und vor allem warum die Kosten so hoch ausfallen diskutieren.

Sie glauben nicht, dass der Plan falsch ist – Seite zwei oben bei der Zweckmässigkeitsbeurteilung ZMKB (gleich als Vorschlag für das Unwort des Jahres bekanntmachen – unwort at em dot uni-frankfurt dot de).

Entschuldigen sie bitte, falls ich einige geägert habe, aber die Analyse ist nun mal mein Metier und je nachdem wie man es macht, kann man Geld verdienen oder einsparen – und genau das Gefühl habe ich auch bei der Wirtschaftsstrasse, die kein Thema wäre, wenn sie Sicherheits- oder Umweltschutz-Strasse heissen würde.

Falls sie noch mehr über Autobahnen und Zubringer lesen wollen, empfehle ich noch einen weiteren Ausflug nach Rumänien – andere Länder, andere Sitten.

vier fehlende Tunner

Es ist zweckmässig, dass dieses Bild aus der ZMKB, oder wie sich dieses Ding abkürzen lässt, nicht nur in 3500 Exemplaren gedruckt zur Verfügung gestellt wird – einem solchen Schildbürgerstreich steht etwas mehr Beachtung zu.

Aarwangen Spichigwald

… da Bäume keine gute Aussicht gewähren, habe ich den Standort knappe 100 m nach Osten verschoben, auf der Höhe wo die nicht eingezeichneten Tagbautunnels enden und die Brücke anfängt …

Aarwangen Aare

… nachdem der Tagbautunnel die Nebenstrasse und die Schmalspurbahn unter quert hat – hier würde eigentlich eine Brücke über eine Schnellstrasse für Bahn und Auto vollkommen genügen – überquert die Brücke die Aare und um fährt Aarwangen. Dieses Dorf sieht nur mit einem starken Zoom so idyllisch aus, wenn der Verkehr nicht sichtbar ist …

Moosberg

… die Variante West dürfte ca. 200 Meter neben dem Moosberg in den Spichigwald führen. Die Bewohner sind die einzigen, die bei dieser einzig sinnvollen Variante in Mitleidenschaft gezogen würden. Und wie der Finanzblogger aus sehr gut unterrichteter Quelle weiss, sind in dieser Gegend tatsächlich schon Leute auf den Kopf gefallen. Danke dem Moosberg-Landwirt für seine Hilfeleistung.

Nun lassen wir Bernhard Meyer als Vizepräsident des Wirtschaftsverbandes Oberaargau berichten und einen Ausschnitt vom zweiten Leserbrief in obigem Link:

«Ich möchte nun Frau Loser und ihre Genossinnen und Genossen fragen: Können Sie es verantworten, bei Fahrten nach Niederbipp die Anwohner in Aarwangen weiterhin mit Lärm und Abgasen zu schädigen?»

Und falls spasseshalber jemand die Tunnel nachzählt, auf der Variante Ost (die unsinnigste) fehlen noch einmal zwei Tunnel, die nicht eingezeichnet sind. Der mittlere geht wohl durch den Muniberg und kommt mir so etwas, wie der Chrishufe in den Sinn. Den interessantesten Link zu den Stichworten «Muni Chrishufe» möchte ich nicht vorenthalten – aber da sind wir schon wieder bei den Behörden – aber diesmal bei den reformierten Kirchenbehörden, zumindest beim Kirchenschreiber und der Familienhomepage. Falls sie sich über meinen Beitrag ärgern, lesen sie doch genna.ch – diese Seite habe ich eben bei libref verlinkt, denn sie verdient es insgesamt etwas mehr Visits (653) zu haben, als ich in einigen Stunden aufweise. Und hier seine Warnung, die eigentlich auch bei mir stehen könnte.

«Warnung:
Wer keine Ironie versteht, sollte sich meine Geschichten und Kommentare nicht zumuten. Die Themen werden zugespitzt, da und dort auch bissig und provokativ dargestellt. Immer möchte ich zum Nachdenken anregen, manchmal auch zum Widerspruch. Denn Demokratie lebt nur, wenn unterschiedliche Meinungen und Ansichten ausgetauscht werden und wenn Interessengegensätze transparent gemacht und ehrlich ausgetragen werden.»

Ethik – haben sie die Note 2 oder 5,5 verdient?


Ethik ist nicht messbar! Liquidität ist dagegen viel einfacher – ich will z.B. immer CHF 100’000 flüssig haben. Ethik ist eine persönliche sehr differenzierte Ansichtsart.

Und da haben wir schon das erste ethische Problem. Ist es ethisch CHF 100’000 flüssig auf dem Konto zu haben. Ist das für die allermeisten Menschen auf dieser Welt nicht eine unheimlich grosse Summe, die sie niemals haben werden? Und für andere, die wenigstens, ist dies ein Pappenstiel. Sind wir doch schon froh, wenn wir viele «pappus» ums Haus haben – die Chröttäpöschä, oder Chrottepösche (ä und e beliebig ersetzbar) mini Söiblume oder die Häliblume meiner Frau – der Löwenzahn.

… richtig … vieles ist schwer zu interpretieren und besonders die Ethik deutet jeder anders und ich kann mit vielen unterschiedlichen Anschauungen leben – aber sie müssen (sollten) eine Linie haben. Deshalb habe ich ja den Punkt Ethik auch im martischen 6-Eck. Gestern gab es von Dailytalk – hier schreibt übrigens auch Karl Marx persönlich – einen guten Kommentar, den ich in etwas abgeänderter Form wiedergebe. Und meine persönliche Ethik geht auch weit aus einander. Gestern war Kirchenarbeit angesagt und am Abend gab es von Aficionado eine Cohiba Edicion Limitada 2004 und vom Personalblogger ein Hasli Bier.

Das martische 6-Eck funktioniert aber äusserst selten, wenn man fragen würde: «Wie sieht bei ihnen der Anspruch an die Ethik aus?» Einfacher ist es, ganz verschiedene Fragen zu stellen und dann die Antworten zu interpretieren. Ich muss meinen eigenen Massstab haben, damit ich die Leute auch einteilen kann.

Es ist nicht möglich, die Kunden oder zukünftigen Kunden entscheiden zu lassen. «Welche Zahl, welche Note geben sie sich in der Ethik bei einer Skala von 1 bis 6?»

Ich vergebe keine Noten und entscheide nicht wer die bessere Ethik hat. Ich will wissen, was diese Menschen unter Ethik verstehen, was akzeptabel ist und wo ich nie für sie Geld investieren soll.

Aus diesem Grunde sind meine bisherigen Bewertungsschemas im Sand verlaufen. Liquidität ist, wie wir oben gesehen haben, relativ einfach zu bemessen. Das Risiko und die Rendite macht es schon um einiges komplizierter. Es ist heute möglich, dies mit einer Prozentzahl auszudrücken. Es wird mir aber nie möglich sein, meinen Kunden eine Rendite zu garantieren – da spielt eben auch das Risiko stark hinein. Von der Wahrscheinlichkeitsrechnung her könnte es sein, dass ich in Zukunft wieder meistens den Index schlagen werde – es gibt keine Garantie darauf. Aber hoffen tue ich dies insgeheim schon, denn es ist ja meine Verdienstquelle.

Es ist vielleicht eine Frage der Zeit, bis sich in der Betriebswirtschaft eine Systematik herausfinden lässt, die den jeweiligen persönlichen Standpunkt der Ökologie in einer Zahl ausdrücken lässt. Die Ethik ist wesentlich vielschichtiger und mit mathematischen Systemen noch weniger skalierbar als die Ökologie. Wenn jemand gegenteiliger Meinung ist, ich bin an solchen System mehr als nur interessiert.

Bitte entschuldigt, wenn die Kommentare zur Zeit zuerst freigestellt werden müssen. Sex ist, wie der Kommentar, der diesen Beitrag ausgelöst hat, schön – zumindest für viele – aber 2000 Trackbacks über Porno ist ethisch hier fehl am Platz und deshalb werden Trackbacks in Zukunft nicht mehr zugelassen.

Martisches 6-Eck

Life-Science-Aktien – starke Performance


Die Performance von Life-Science-Aktien ist starken Schwankungen ausgesetzt und deshalb für viele Anleger mit einem zu hohen Risiko behafet.

Wer sich durch diese Gefahren nicht abschrecken lässt und nicht alles auf «eine Karte» setzt, hat gerade in diesem Gebiet Aussichten auf einen guten Erfolg. Diese Branche ist aber sicher nichts für kurzfristig denkende – es braucht manchmal einen ganz langen Atem.

Mehr über dieses Gebiet ist im SPECIAL Life Sciences zu finden. Es gibt auch noch andere Unternehmen, die nicht (oder noch nicht) börsenkotiert sind. Hier ein Ausschnitt aus einer Meldung, bei der zuerst im Tiersektor und dann erst im Humansektor vorgestossen wird:

Die Kapitalerhöhung dient der Marktdurchdringung in der Nutztierernährung. Unser Vertriebspartner, welchen Sie an der Generalversammlung kennen lernten, beteiligt sich ebenfalls an der Kapitalerhöhung. Unser Ziel ist, in diesem Geschäft dieses Jahr die Gewinnschwelle zu erreichen. Wie an der Generalversammlung taufrisch mitgeteilt, konnten wir signifikante Bestellungen aus Südostasien für den Einsatz bei Mutterschweinen und seither auch in Europa für den Einsatz bei Hühnern entgegen nehmen. Das im 2006 durch einen französischen Abnehmer lancierte Produkt zur Eierschalenverbesserung ist unterdessen auch in Japan erfolgreich eingesetzt worden. In Nord- und Südamerika laufen Registrierungsbemühungen. Die vorliegenden und im 2007 noch zu erwartenden Bestellungen können aus den Lagerbeständen bedient werden. Für die voraussichtlichen Mengen 2008 werden wir nun den Anbau von Elitepflanzen mit einiger Zuversicht veranlassen bzw. eine weiter Wildsammlung ins Auge fassen.

Wie im Quartalsbericht mitgeteilt, haben wir die sog. präklinischen Versuche bezüglich Toxikologie und Karzinogenität an Tieren zur Erlangung der Erlaubnis für Versuche an Menschen ohne Probleme abgeschlossen und daraus auch potentiell patentfähige Erkenntnisse gewonnen. Unser Industriepartner ist bereit, Phase I und II unverzüglich anzugehen. Für die Finanzierung der weiteren klinischen Phasen laufen Verhandlungen. Für den Erfolgsfall hat die Generalversammlung dazu der Schaffung von Genehmigtem Kapital zugestimmt.

Wer Interesse hat, kann sich bei mir melden. Wer das Blog aufmerksam liest, kennt vielleicht die Firma.

Schweizer Immobileinbreif Nr. 31


PPP – Public Private Partnership die langfristige Zusammenarbeit der öffentlichen Hand mit der Privatwirtschaft.

Die neueste Ausgabe ist umso interessanter zu lesen, als sie den Begriff PPP nicht kennen – oder PPP bisher in einem andern Sinn angewendet haben. Da es hier um internationale Projekte geht, dürfte die KKP, die Kaufkraftparität – engl. Purchaising Power Parity gar ergänzend sein. Zumindest im benachbarten Ausland arbeitet man im Immobiliensektor mit ersterm.

Mit etwas Feingefühl kann man Abkürzungen sofort zuordnet und auch bei der Bachwarenherstellerin Hug wird automatisch das das «h» als «k» interpretiert – das ist eben international, die Nachbarländer backen Gebäck und wir «bachen Guetsi oder je nach Region gar Guetsli. Und Zwieback bei der Backwarenherstellerin Hug seit genau 130 Jahren.

… weiter als pdf-Datei im gleichen Fenster – nur die Börsenkurse als pdf-Datei

… oder zum herunterladen auf …

Immobrief

Brothaus

… Schneckenhäuser kennen wir bei uns schon längere Zeit – in San Francisco gibt es auch Brothäuser … der ganzen Welt zur Verfügung gestellt bei Visipix

«Schnellstrasse zum Mount Everest»


108 Kilometer Länge, Bauzeit vier Monate und Kosten von 26 Millionen CHF und das auf eine Höhe von 5200 m über Meer.

Für den Preis der Wirtschaftsstrasse von 170 Mio. CHF würden die Chinesen über 700 km bauen – Langenthal – spanische Grenze. Zugegeben, vom qualitativen Endergebnis wird man im Tibet einige Abstriche machen müssen. Diese Strasse wird vermutlich ohne unsere Deckbeläge auskommen müssen. Dafür wird sie in der Nacht und bei Regen heller sein, als unsere tiefschwarzen Autobahnen, die jegliches Licht sofort verschlucken, aber das Oberflächenwasser liegen lassen. Moderne Beläge gibt es, die machen es umgekehrt, schlucken das Wasser und brechen das Licht im besseren Winkel. Wenn sie nachts fahren, schauen sie sich einmal die kantonalen Unterschiede an. Wie in Frankreich, aber dort nur auf Nebenstrassen und meist nur, wenn man von einem «reichen» in ein «armes» Departement kommt.

Und seit meinem etwas aufmüpfigen Artikel über die Baukosten in der Schweiz ist meine Leserzahl recht stark angestiegen. Vermutlich wird es Zufall sein wie die recht vielen Gespräche mit Personen aus der Baubranche. Erstaunlich nur, dass die mir Recht geben. Am meisten Angst haben sie von den «Grünen». Für diese, sorry für deren behütete Frösche, Hasen und Igel geht das anscheinend nicht. Ein Umdenken müsste in der Schweiz sofort stattfinden. Lieber Heute als erst Morgen. Nicht dass ich die Viecher nicht mag, im Gegenteil. Und vermutlich würde es noch vielen Personen gut tun, Betriebswirtschaft und Umweltmanagement oder Ökologie zu studieren. Es ist eine alte Weisheit, dass Ökologie nur Erfolg hat, wenn sie Kosten einsparen kann – oder wenn sie amtlich verordnet wird. Übrigens, sie lesen eine «Konserve», ich bin zur Zeit mit Strukturen, Ökologie, Sonnenenergie und hoffentlich auch ab und zu mal mit einem Schluck Baden-Württemberger beschäftigt.

Ob die Chinesen auch so planen, wie die Berner – vermutlich etwas schneller, wenn sie in vier Monaten Bauzeit fertig sein wollen. Aber sie haben genau das gleiche im Sinn, wie bei der Wirtschaftsstrasse. Die Wirtschaft soll angekurbelt werden. Nur ist die Payback Zeit bei den Chinesen viel kleiner. Ich schätze einmal, dass die Strasse in zehn Jahren durch den Tourismus auf den Mount Everest amortisiert ist. Die Besteigung auf der Nordseite ist gefährlicher aber rund 20’000 USD billiger. Nicht dass ich das aus eigener Erfahrung wüsste, aber die 8850 Meter muss ich nicht selbst erleben. Der höchste Berg Portugals reicht schon vollkommen. Dieser Vulkan war etwas anstrengender, als das Vulkangebirge, auf dem ich mich heute aufhalte. Aber es wird mir auch nicht in den Sinn kommen, auf den höchsten Gipfel mit einer Olympia-Flamme zu laufen. Aber die Zahlen nach zu prüfen, das kommt mir in den Sinn. Und die 150 000 000 CNY, die für den Bau der Strasse erwähnt wurden, entsprechen in etwa 24,5 Mio CHF – schon wieder etwas gespart.

Ponys on the Pass

… ab 5200 m geht es dann nicht mehr so schnell weiter. Und noch sind die Chinesen nicht bis in den Süden vorgedrungen, aber im Tibet haben sie schon arg gewütet haben, aber dieses Thema gehört in die Kategorie «Ethik» und das scheinen die Chinesen noch nicht begriffen zu haben. Dort geht es nicht um Frösche und Igel – um Menschen.

Das Foto ist wohl auf meinem Computer gespeichert, aber es stammt von Regula, die mehrere Monate in Nepal, Ladhak und Indien unterwegs war.

InterSolar – wir horchen und sehen herum


Zum letzten Mal besuche ich die InterSolar in Freiburg

… und vielleicht nimmt man ab 2008 den Weg nach München in Kauf. Das Ausstellungsgelände wird zu klein. Eigentlich ganz praktisch, wenn dann das Ausstellerverzeichnis gleich mit den entsprechenden Internet-Auftritten der Aussteller unterlegt wäre. Aber die Namen sind aktuell und PhönixSonnenStrom ist jetzt unter Phoenix Solar zu finden. Mein Augenmerk wird aber vermutlich eher in Richtung China gehen und dann nimmt mich Wunder, ob die Sonnenwärme, im Gegensatz zur Photovaltik, stärker zulegt, denn diese beiden Gebieten dürften in nächster Zeit vermehrt zum Thema werden. Wir werden ja sehen …

… und am nächsten Tag dürfte es etwas vom Rebschneckle zu geniessen geben.

Kurz vor dem Sturm – Alice Cooper/Lordi

Kurz vor dem Sturm - Alice Cooper/Lordi

Huttwil, das dritte Wochenende mit Schlagzeilen.

Alice Cooper und Lordi lassen («http://finanzblog.kaywa.com/p322.html») *) jetzt zusammen grüssen. Seit diesem Beitrag ist ein Jahr vergangen und nun spielen beide am Rocksoundfestival in Huttwil. Noch herrscht Ruhe, aber wehe, wenn sie losgelassen. Und nicht zu vergessen QL – cool.

Jodlerfest

Letztes Wochenende waren andere Musikliebhaber in Huttwil. Wenn schon Jodeln, dann nur Christine Lauterburg. «Alles bleibt anders» werde ich mir auch zulegen. 12 Jahre nach «Echo der Zeit». Nicht weil man sich kennt, sondern weil die Musik «ganz-anders» ist.

ganz anders

«Ganz anders» sieht es vierzehn Tage nach dem Unwetter aus – ich hab Glück gehabt, wir haben ein Lager im ersten Stock.

Eingang zum Lift

Hier war vor dem Hochwasser der Eingang zum Industrie-Aufzug …

*) dieser Link ist inaktiv, bis die Trackbacks dort gelöscht sind – und Kommentare gibt es ab sofort nur noch «zum freistellen» – danke für das Verständis, auch, dass einige echte Kommentare meiner Quillotine zum Opfer gefallen sind.

Das Finanzblog mal als «Katzenblog»


Einen echten «Katzenblog» wird es bei mir nicht geben, aber über mein «Kätzchen» muss ich mir schon einige Gedanken machen.

Katzenblogs sind nicht nur Blogs über das Thema Katzen, sondern in der Umgangssprache die Bezeichnung für ein Blog, das weder Fisch noch Vogel ist, die einfach schreiben, was das Büsi so tut – ein Blog ohne Inhalt (viel schöner kann man es nicht beweisen). Sie glauben es noch immer nicht? Aber es gibt auch den Katzenblog zum Schmunzeln, zumindest, wenn es um die Wurst geht. Katzenblogs kann man gar gratis aufschalten – nur die meisten Blogs und die Anzahl der Beiträge sind echt für die Katze.

Wer den Link mit dem Fahrbericht (Kätzchen – Fazit) gelesen hat, merkt, dass der Jaguar X-Type tatsächlich werder Fisch noch Vogel ist. Teils ein echter Jaguar und teilweise der grosse Bruder des Ford Mondeo. Aber einen imposanten Vorteil hat er. Er ist, wenn man Gleiches mit Gleichem vergleicht rund 20 Prozent billiger, als wenn man einen BMW, Mercedes, Audi oder gar Volkswagen kauft. Nur eben, diese Firmen haben nicht die gleichen finanziellen Probleme wie Ford. Und der grosse Nachteil gegenüber deutschen Wagen ist der Wiederverkaufspreis. Aber das ist nicht weiter schlimm, wenn man den Wagen viele Jahre brauchen möchte. Irgendwie hängt man an diesem Fahrzeug und ich möchte ihn nicht missen.

Bei Simca, BMM und Volvo, meinen europäischen Festlandwagen war ich ein Autobesitzer, der so dem Anschein nach, dem Garagisten oft den Tag verderben konnte. Bei den Japanern ein Kunde und bei Jaguar bin ich eher König, als nur Kunde. Ein kleiner, aber feiner Unterschied. Aber wie sieht nun die Zukunft aus? Falls Jaguar (und Landrover) wirklich von einer Beteiligungsgesellschaft wie Cerberus oder Alchemy Partners übernommen wird, müssten diese fast zwangsläufig weiterhin mit Ford zusammenarbeiten, denn das teuerste Teil am X-Type, das Chassis (aber nur in etwa von Achse zu Achse) stammt vom Ford Mondeo. Und wenn sie im neuesten und teuersten Mondeo sitzen, einem Amerikaner, kommt ihnen das Cockpit sehr Englisch vor.

Investment- und Privat Equity-Gesellschaften haben mehrheitlich die Tendenz, einen guten Aktiengewinn zu realisieren. Die Frage ist dann, wie wird dies erreicht? Durch Umsatzsteigerung oder durch Kostensenkungen. Vermutlich werden sie die Kosten senken können, ohne dass der Kunde viel davon merkt. Es sind zwar einige Jahre verstrichen, seit ich eine Jaguar-Fabrik angeschaut habe, aber die englische Machart wird noch heute nicht ganz auf international ausgerichtet sein. Die Holzblenden wurden zum Beispiel von Hand geschnitten, geleimt, gepresst und lackiert. Diejenigen vom X-Type werden wesentlich schneller produziert. Die Unterschiede im Resultat sind nicht riesengross und vermutlich wird man auch die ganze Fabrik für die gemeinsame Teepause nicht mehr abstellen.

Vor allem aber dürfte der Verkauf gepuscht werden. Nicht höhere Preise, sondern höhere Stückzahlen. Die Marge zwischen Produktionskosten und Wiederverkaufspreis sind in dieser Branche gewaltig (wenn man es richtig macht). Jeder Wagen, der zusätzlich verkauft werden kann, bringt dem Hersteller recht viel Liquidität. Und genau aus diesem Grund erkennt man am Endverkaufspreis, ob der Hersteller finanzielle Probleme hat und die Wagen verbilligt, um grössere Stückzahlen zu verkaufen. Aber der Analyseaufwand dazu ist gewaltig. Wenn sie ein Auto kaufen wollen, so zahlt sich dies aus, beim Kauf von Aktien sind eher die teureren Hersteller vor zu ziehen, wo am Umsatz mehr hängen bleibt.

Die «LebensArt», ein Magazin das uns neu – wie die Leserbriefschreiber erwähnen – zugemutet wird, hat mich etwas über Luxus nachdenken lassen. Gute Qualität, Fun, Sicherheit, etwas Understaitement und nobles Aussehen braucht nicht immer extrem teuer zu sein. «Feel the difference» sagen die einen – ich bin eher der Meinung das Luxus verpflichtet. Luxe oblige, darüber könnte man auch mal etwas schreiben. Am Lager ist eine Idee über Handtaschen. Und wenn ich es mir genau überlege, müsste ich eigentlich mal auf zwei Damen zurückgreifen.

Jaguar

… noch scheint es sich um eine Raubkatze zu handeln …

Aufräumen

… aber wischt hier jemand schon Scherben zusammen – man spürt den Unterschied …

Jaguarfront

… und vielleicht wird Jaguar in Zukunft etwas schlanker auftreten.

Umsetzung der revidierten GAFI-Empfehlungen (Geldwäscherei)


«Der Bundesrat hat heute einen Botschaftsentwurf zur Umsetzung der revidierten GAFI-Empfehlungen verabschiedet. Der Entwurf dehnt den Geltungsbereich des Bundesgesetzes zur Bekämpfung der Geldwäscherei im Finanzsektor (GwG) auf die Terrorismusfinanzierung aus und enthält einige Massnahmen, mit denen die Wirksamkeit des schweizerischen Abwehrdispositivs erhöht und der generelle Schutz des Finanzplatzes vor Missbräuchen verstärkt werden sollen …

… lesen sie weiter beim Eidg. Finanzdepartement …»

Mehr über die Geldwäscherei

Tscharnergut – ein Quartier und ein Wein

Tscharnergut – vor Jahrzehnten eine der modernsten Retortenstädte Europas und heute einer der besten Pinot Noirs der Schweiz.

Wenn in Grossstädten vermehrt Quartiere nach dem Vorbild des Tscharnerguts gebaut würden, wäre die Problematik, wie sie zum Beispiel in den Banlieus von Paris herrschen, sozial wesentlich verträglicher. Ein neues Quartier, das «aus dem Boden gestampft» wird, braucht zwingend einen sozialen Mix. Ein Schmelztigel von verschiedenen Personen, der zu vielen Diskussionen Anlass gab. Positive und auch negative. Erwähnenswert ist hier eine Sendung des Schweizer Fernsehens. Nicht im positiven Sinn, aber vermutlich wurde mit dem Moderator der Ausdruck «Vetterli-Wirtschaft» erfunden. Fast wie ein Komik von Werner – nur dass dieser ironisch, satirisch ist und der andere war auf Effekthascherei aus. Ein Gespräch mit einer Familie aus dem Quartier. Nur, man hat zwei Wohnungen zusammengelegt, zwei Familien in eine Wohnung gepfercht und vom Hebekran aus gefilmt. Aus zwei Wohnungen vom dritten und vierten Stock wurde eine. So kann man sich echt hocharbeiten. Diese Sendung hat wie selten ein Vorurteil geschaffen, gegen das die Einwohner und die Stadt Bern sehr lange zu kämpfen hatten.

Heute sind solche Sendungen nicht mehr möglich, nicht mehr denkbar, denn der Journalismus und die Blogger lassen so etwas nicht mehr unbeantwortet im Raum stehen.

Tscharnergut

Aber das Tscharnergut können sie auch ganz anders geniessen. Im Glas – als Jeninser Blauburgunder. Prdouziert und ausgebaut von Gian-Battista von Tscharner. Was viele Berner jetzt erstaunen mag, dass das Geschlecht Tscharner aus Graubünden kommt und im 16. Jahrhundert nach Bern ausgewandert ist. Zum Glück aber nicht alle …

Gian-Babttista von Tscharner

… auf Schloss Reichenau könnte man noch einen Bündner besuchen. Um einen «Überblick» zu haben, ist nicht unbedingt ein Flugzeug nötig – der Aufstieg zur Kirche Tamins genügt alle Weil. Und wenn sie anständig fragen, können sie auch den Turm besteigen. Eine unvergessliche Aussicht auf Domat-Ems und die Gegend wo der Vorder- und Hinterrhein zusammen fliessen. Und wenn sie Zeit haben, vergessen sie nicht im Adler zu essen. Das vorletzte mal, als ich dort war, haben sie am Nachbartisch immer von Christoph erzählt – es war am Tag nach der Wahl von Christoph Blocher zum Bundesrat.

Beste Weingüter der Welt

Und was liegt hier näher, als eine Schachtel «Tscharnergut» und …

Wein

… zumindest noch einen Completer ein zu kaufen. Etwas nicht ganz alltägliches. Und wieso ich mit einem Pfarrer in Reichenau resp. Tamins einen Zwischenhalt eingeschalten habe, lesen sie bei libref. Und wer weiss, vielleicht lerne ich in Bivio auch den bekanntesten ehemaligen Pfarrer von Tamins kennen. Ein Ort mit anscheinend vielen Charakterköpfen. Im letzten Link finden sie auch den Wein, den es an der Bergpredigt zu trinken geben wird. Von von Tscharner ausgebaut, aber nicht auf seiner umfangreichen Preisliste zu finden – etwas ganz Einmaliges. Vielleicht wird es auch Baumnüsse und Äpfel geben, aber sicher nicht so unreife wie im obigen Blumengesteck.

 

Autobahn und Finanzen – und das am Tag der Eröffnung des Lötschbergtunnels


Der Personalblogger weilt zur Zeit in Spanien – offshore, genau genommen – und bevor er zurück kommt und seinen Reisebericht zum Besten gibt, wollen wir doch noch schauen, was nach dem ersten Teil über die teuren Autobahnen in Ungarn berichtet wird.

Verschiedene Länder, verschiedene Ansichten und km-Preise für eine Autobahn oder die sagenhafte Kostenexplosion bei der Wirtschaftsstrasse im Kanton Bern.

Wenn das Staats- und Bundes-Bern wollen, dann läuft auch mit den bekanntlich als langsam verrufenen Bernern was ab – der Lötschberg wird mit 14 Tagen Verspätung eröffnet – eine ganz extreme Meisterleistung. Der Gotthard wird vermutlich mehrere Jahre Verspätung aufweisen. Vielleicht gelingt auch mal was für die Bürger vor Ort – ein Autobahnzubringer zum Beispiel. Liebe Hamburger, liebe Sizilianer wir Schweizer sind so. Zuerst ändern wir mal nach Langem die Meinung und stellen fest, dass die bessere Strecke halt doch durch Wallis, Bern, mehrmals durch Solothurn, Aargau und beide Basel geht. Zumindest im Norden besteht ein vernünftiger Anschluss. Im Süden ist nach dem Simplontunnel Ende mit der schnellen fahrt. Dann wird es für Touristen gemütlich – langsam, Kurvenreich und zum Grossteil etwas holprig. Sagen wir mal so eine verkehrstechnische Sackgasse für die nächsten 10 – 20 Jahre. Tessin – Mailand sieht auch nicht viel besser aus – aber die warten ja eh noch auf die Schweizer.

Lötschberg Basistunnel betriebsbereit
grosser nationaler Nutzen – oder sollte man besser «international» sagen?
etwas zur Entstehungsgeschichte
das unvollendete Jahrhundertwerk – erinnert irgendwie an Schubert’s h-Moll

Nun lassen wir aber Hörbie über Ungarn berichten – das ist genau so spannend.

«Auffällig ist, dass sehr viele junge Leute mit teuren und exklusiven Autos herumfahren. Es sind meist die Söhne von Neureichen, die ihr Ego nur dann bestätigt finden, wenn sie mit ihren Boliden mit 150 Sachen durch die Dörfer rasen, wo es mit 50 schon zu schnell wäre. Vielleicht rechnen die anders und meinen die zulässige Geschwindigkeit gelte pro Rad, beim Auto, also ohne Reserverad sei Faktor 4 richtig…!

Auffällig ist, dass es im Land innert Kürze sehr viele Reiche gibt. Es sind wahrscheinlich viele ehemalige Funktionäre darunter, die sich unverschämt bereichert haben, indem sie staatliche Organisationen, Institutionen und Betriebe in ausländische Hände verschachert haben. Einige Beispiele:

  • Die Zementindustrie wird heute von Holcim dominiert.
  • Der Energiesektor Bereich Elektrizität ist zu grossen Teilen in französischen und deutschen Händen
  • Der Telefonbereich wiederum wird von deutschen Investoren dominiert.

Ist es im «Westen» besser? Der Deal der Zürcher Kantonalbank, Sulzer an russische Heuschrecken zu verscherbeln ist nur ein Beispiel. Wenn es um Macht und um Geld geht, dann ist egal was wie getan wird. Es zählt nur der Zaster im eigenen Safe und die Leistungsprämie des Bankers….!

Es gibt auch positive Beispiele:

  • Audi hat in Györ ein Produktionswerk aufgebaut
  • Opel ist in Westungarn mit einem Werk vertreten
  • Suzuki hat in der Nähe von Budapest eine Produktion eingerichtet.
  • Es wird auch eine koreanische Pneufabrik angesiedelt

Die ehemaligen Genossen sind zu Kapitalisten geworden.

Die Politik in Ungarn ist kompliziert geworden. Es gibt eine klare Polarisierung. Entweder man ist „Links“, oder „Rechts“. Etwas zwischendurch gibt es nicht! Entweder man ist Bolschewik, sobald man eine Sympathie zu den Linken bekannt gibt oder man ist ein NAZI bzw. Neonazi. Die Entwicklung ist fatal. Es gibt schon bald so etwas wie politische Glaubenskriege. Sie bewirken, dass Lager entstehen, die quer durch Familien, Verwandtschaften Vereine und Betriebe gehen und diese teilweise gar zerstören. Die Meinungsfreiheit wird gering geschätzt. Respekt vor andern Meinungen gibt es nicht. Aber man ist Mitläufer einer Ideologie, weil man keine eigene Meinung entwickelt oder sie nicht öffentlich macht.

Die Linken wollen neue Steuern einführen, beispielsweise die Vermögenssteuer auf Wohneigentum. Das würde eine neue Umverteilungsrunde einleiten. Vielleicht würden viele Menschen ihr Eigentum nicht mehr halten können!

Die Rechten sind fundamental, faschistisch, antisemitisch und Rassenfanatiker. Schwarze, Chinesen, Juden und Zigeuner werden angepöbelt und gar tätlich angegriffen. Die Zigeuner sind total verpönt. Aber eine Lösung des Problems gibt es nicht. Wie soll man mit einem Teil der Bevölkerung, der etwa 8% ausmacht umgehen, wenn man ihnen keine Arbeit gibt und sie so daran hindert, sich zu integrieren? Auch werden Autonomiebestrebungen im Norden Rumäniens unterstützt. Fernziel der «Rechten» ist die Zurückgewinnung von Ländereien, die früher zu Ungarn gehörten. Es wird offen über «unser Transsilvanien» (Siebenbürgen) geredet.

Nun, Autonomiebewegungen müssen nicht schlecht sein. Selbst die Schweiz hat sich einen Kanton Jura zugelegt und das ist beileibe nicht lange her. Aber dies hat sich innerhalb der Grenzen abgespielt. Das ist ein kleiner aber wesentlicher Unterschied.

Viele Menschen haben sich in die innere Emigration zurück gezogen. Sie haben eine Nische gefunden wo sie sich wohl fühlen. Im eigenen Haus lässt sich gut leben. Gewisse Dienstleistungen gibt es noch wie anno dazumal bei uns. Der Bäcker macht die „Tour“, genau so wie der Milchmann. Er bringt frische Milch und misst sie beim Kunden aus. Für grössere Einkäufe geht man alle ein zwei Wochen in den Supermarkt, den es in der Nähe gibt. Ohne Auto ginge es nicht.

Vieles, was für uns in der Schweiz selbstverständlich ist, gibt es hier nicht oder nur marginal. Krank sein oder verunfallen sollte man hier nicht. Das Gesundheitswesen ist nicht unbedingt präsent. Einen Rettungsdienst gibt es schon, aber der einzige Krankenwagen muss ein übergrosses Gebiet abdecken. Wer in der Nähe eines Arztes wohnt hat Glück. Es kann aber gut sein, dass dieser schon sehr betagt ist…

Nach Budapest geht man im Jahr vielleicht einmal. Das war früher anders. Aber jetzt trifft man mehrheitlich unfreundliche Leute, Taschendiebe treiben ihr Unwesen und sind dabei nicht gerade zimperlich, und viele aggressive Jugendliche, die offenbar wegen mangelnder Beschäftigung sich ein Hobby daraus machen, Leute grundlos zu belästigen. Die Kriminalität ist im Vergleich sehr hoch. Viele Polizeikontrollen sind daher die Folge. Man sagt, dass das Land mehr Verkehrsunfälle produziert, als ganz Deutschland mit etwa zehn mal mehr Menschen. trotzdem ist ein Besuch der Stadt ein Erlebnis. Wer einmal am Sonntag auf der Kettenbrücke, die jeweils für den Verkehr gesperrt ist, dem fröhlichen Treiben seine Aufmerksamkeit schenkte, der fühlte sich an einem riesigen Volksfest. Die ist eine eindrückliche Konstruktion. Die Stadt ist mit öffentlichen Verkehrsmitteln gut ausgerüstet. Bus, Tram und zwei U-Bahnen, die alte und die neue, bringen einen schnell an die gewünschten Orte. Übrigens, die alte U-Bahn, Kettenbrücke (Metro) ist die älteste auf dem europäischen Festland. Budapest ist also immer eine Reise wert und die Sehenswürdigkeiten darf man nicht ignorieren! Siehe auch weitere Hinweise!

Das Drogenproblem wird rigoros angegangen. Wird jemand erwischt, gibt es harte Strafen. Jugendlich können leicht bis zwei Jahre Straflager einfangen, sollten sie beim Rauchen eins Joints erwischt worden sein.

Die EU wird noch viel Energie und Geld aufwenden müssen, will sie im ganzen Einzugsgebiet eine nur einigermassen gleiche Bedingungen für alle schaffen. Jemand wird das alles finanzieren müssen. Ob da die Bürger in Ländern, wo man durch Fleiss, Einfallsreichtum und Beharrlichkeit Werte geschaffen hat einverstanden sind, dauernd verzichten zu müssen um die unersättlichen Gelüste einer politischen Klasse zu befriedigen? Die Auswanderungszahlen alleine aus Deutschland sprechen eine andere Sprache als jene der Politiker!»

Bahnhof Domodossola

… so sieht es auf dem Bahnhofsareal in Domodossala (nicht überall) aus und alt ist die Aufnahme nicht – vom 3. Mai 2007, 16.45 Uhr wer es genau wissen möchte …