Adventskalender – 16. Tag – Schweden


An was denkt der Mensch, wenn er Schweden hört: An Bäume, Bäume, nichts als Bäume und dazwischen Zwischenräume.

Ferdinand Magellan: Die Königsfamilie dürfen wir nicht vergessen – the Royal Court. Im Tourismus lässt sich hier vielleicht Geld verdienen oder mit dem Souvenirverkauf. Oder mit kleeblättriger Glück bringender Post. Monarchien gibt es noch viele, aber dies ist nicht der Zusammenhang, den wir suchen. Wenn wir in die Geschichte zurück gehen, wäre auch Angola ein Königreich gewesen und später wurde es von Häuptlingen regiert.

Stephan Marti-Landolt: Wir haben einige Länder im Adventskalender durchstreift, bei denen man im eigenen Staat oder im Exil gar Kaiser (Japan, Iran) oder Könige antrifft. Die einen mit mehr politischer Macht (Saudi-Arabien) oder mit weniger bis keiner Macht (Mexiko, Tschechien) und nicht zu vergessen, die Länder mit einer Königin. Bei Australien ist sie weit entfernt, in den Niederlanden ist sie viel näher. «Könnten sie einen Meter auf die Seite weichen, Königin Juliana möchte hier vorbei.» Auf meinen Namen haben sie im Keukenhof keine Tulpe getauft oder zu meinen Ehren einen Pavillon der Flamingoblume benannt. Diese Blume blüht seit Monaten in meinem Büro (kleine stetig grösser werdende Aufmerksamkeit einer Grossbank) und heisst treffend Anthurium scherzerianum. Und es ist kein Scherz, Königin Juliane habe ich noch ein zweites mal gesehen. Und vor meinem Pult, wie könnte es anders sein, zwei Orichideen, blühend, wie im Link edel und ohne Geruch.

Ferdinand: Na ja, was soll es, wir machen uns ja eh nichts aus Königshäusern, obschon die Spanier, nicht die Portugiesen, mir meine Reisen ermöglich haben. Du hattest es einfacher, Schweden mit 5 EUR pro Tag per Interrail zu erkunden.

sml: Pro Reise nahm man so an die sechs bis zehn verschiedenen Währungen mit – heute ist das dank des Euro etwas einfacher. Wann der Einführungstermin für Schweden ist, weiss man noch nicht (Übersicht ab Seite 13). Hier noch die Länder, die an den Euro gekoppelt sind.

Ferdinand: Erstaunlich, dass man die schwedische Sprache recht gut interpretieren kann – mit der Grammatik wird es dann schwieriger. Über 50 Prozent der Fläche in Schweden ist Wald, entsprechend hoch ist der Anteil dieser Industrie. Über Holz hast du schon viel geschrieben. Auch über Papier und Biber

sml: … von denen hat es in Schweden wieder viele (bei Visipix nur einen). Aber vielleicht müsste man doch noch ein Wort über Kiruna verlieren. Die nördlichste gelegene Stadt mit dem Eisenerzabbau, dem Raketenstartplatz von Schweden zusammen mit der ESA und der Mitternachtssonne – genau genommen seit vier Tagen der Polarnacht.

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Biber 1
Biber 2

Adventskalender – 15. Tag – Saudi-Arabien – السعودية


Saudi-Arabien – schon die Schrift zeigt, dass wir hier von einer andern Kultur sprechen.

Ferdinand Magellan: Auf der einen Seite ein hoch modernes Land und auf der andern Seite mit einer Denkweise wie wir sie zu Zeiten meiner ersten Weltumrundung kannten. Wir wollen dies nicht als «Gut oder Böse» werten. Es ist einfach anders. Man muss einander respektieren und darf einander schätzen. Es gibt Ausnahmen, aber die gibt es überall und bei jedem Glauben.

Stephan Marti-Landolt: Zwei kleine Erlebnisse. Ich entschuldige mich für das schlechte Wetter, für die sintflutartigen Regenfälle. «Das finde ich toll, so etwas kennen wir nicht. Wir haben immer nur schönes Wetter! Ein einmaliges Erlebnis, von dem ich noch oft erzählen werde.» Schnee hat ihm nicht imponiert – das kann man künstlich in Hallen machen. Und der Andere: «Auf diese Bank komme ich nicht, ich brauche einen Palast, einen repräsentativen Sitz!»

Ferdinand: Aber ihre Denkweise hat dir bei der Entwicklung des Martischen 6-Ecks geholfen. Du hast schon vor Jahren Ökologie und Ethik als zwei Paar Stiefel angeschaut …

sml: … das kommt in Saudi-Arabien nicht von ungefähr. Die Ökologie hat einen ganz anderen Stellenwert, als bei uns. Erdöl hat das Vermögen des Landes gebracht. Saudi-Arabien ist weltweit Nr. 1 im Ölgeschäft. Deshalb kommt niemanden in den Sinn, solche Aktien zu meiden. Und auf der andern Seite lebt man mit dem Wassermangel – grüne Wiesen gehören nicht zum Alltag, denn das Wasser gewinnt man mit Meerwasser-Entsalzungsanlagen.

Ferdinand: Aber grüne Rasen hat man für das Fussballspiel. Für diese Sportart herrscht eine grosse Begeisterung in Saudi-Arabien. Vielleicht kommt dies davon, dass Fussball erlaubt ist und es auf der andern Seite keine Kinos und Discotheken gibt. Kommt noch dazu, dass sich Frauen in Saudi-Arabien anders verhalten müssen als bei uns. Einem Fussballspiel im Stadion dürfen sie nicht beiwohnen.

sml: Ganz so tabu ist dies heute auch nicht mehr. Im Vorfeld zur Fussball-WM erreichten die Schweden, dass ihre weiblichen Fan-Clubmitglieder, die nach Riad gereist waren, zum Spiel Zugang erhielten. Frauen und die Menschenrechte allgemein, werden anders ausgelegt, als bei uns. Die Todesstrafe wird öffentlich vollzogen und kann von der geschädigten Partei aufgehoben werden. Dieses ethische Empfinden muss man bei Kunden zuerst herausfinden, denn Ethik bedeutet für Jedermann etwas ganz anderes.

Ferdinand: Dies ist der grosse Vorteil wenn man nach deinem Martischen 6-Eck vorgeht. Man kommt auf die persönlichen Ansprüche der Ethik zu sprechen. Es ist kein Problem, Titel zu meiden, die mit Alkohol, Schweinefleisch, Glücksspiel oder Tabak zu tun haben. Dies entspricht der Denkweise des Islamic Banking.

sml: Wichtig ist noch das Zinsverbot, auf welches man beim Punkt «Rendite» zu sprechen kommt. Nicht jeder legt dies genau gleich aus. Mit Direktanlagen ist es meist einfacher solche Einschränkungen zu beachten, als wenn Fonds gekauft werden. Aber es gibt einige wenige Fonds, die speziell auf diese Kundschaft ausgerichtet ist.

Ferdinand: Wenn sie Interesse an einer Vermögensverwaltung haben, hier ist die entsprechende Anlaufstelle. Auf zwei Artikel möchten wir sie noch aufmerksam machen, die im Zusammenhang mit in Saudi-Arabien geförderten Rohstoffen stehen:

martisches-6-Eck

Adventskalender – 14. Tag – Polen und der Triebwagen


Polen und die Schweiz haben seit Jahrhunderten gute Beziehungen – schon während der Reformation. In beiden Ländern ist «die Neue Reformation» angesagt. Es braucht Leute mit eigenem Antrieb: Triebwagen, auf Französich Micheline.

Ferdinand Magellan: Solche Leute mag ich, ich war auch ein Draufgänger und bin deshalb des öftern angeeckt. Leute die der Zeit voraus sind, tragen dies mit Würde. Und für die andern gilt: Wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit. Es gibt Leute, die sagen, dass es keine Zufälle gebe. Auf alle Fälle behandeln wir heute Polen und dazu hast du im Frühjahr 2004 etwas für polnische Jugendliche geschrieben, mittellose Kinder bis Studenten, denen ihr helft (Verein Polenkinder, Langenthal – Bank in Huttwil 30-38116-2 – Konto 42 1.130.745.05 6450) – es funktioniert, er hat es eben ausprobiert.

Stephan Marti-Landolt: Vielleicht müsste man ein neues Land suchen, wo es Kinder gibt, denen es noch schlechter geht – Kosovo, Rumänien, Bulgarien … es gibt noch viele in Europa. Und in diesem Verein treffen FDP und SP zusammen. Ein Bild vom Präsidenten finde ich nicht im Internet, aber einen Link mit den Kandidaten für die Nationalratswahlen 2007. Die Schweiz und Polen müssen internationaler werden, offener. Unsere Bundespräsidentin Micheline Calmy-Rey macht es vor. Sie darf stolz sein und auch wir dürfen stolz sein puttygen download , jemanden mit eigenem Antrieb zu haben, auch wenn einige dies nicht gerne lesen. Internationalen Antrieb hat sie, das kommt vielleicht auch vom Namen – la Micheline und the micheline und im Hebräischen bedeutet es gar «Wer ist wie Gott». So gegen heute Nachmittag werden bei libref SP und FDP verlinkt sein. Ähnlich wie mit dem Vizepräsident Pascal Couchepin – nur in umgekehrter Reihenfolge und ohne Linsensuppe.

Ferdinand: Und ist es Zufall, dass du vor zwei Jahren «Fussball» als Thema gewählt hast. Dieses Jahr suchen wir auch etwas. Und letztes Jahr hattest du Einstein als Partner – der wäre inzwischen reich geworden.

sml: Reich ist nicht so wichtig, vorausschauend und mutig wäre angebrachter. Jane Birkin wird heute 60. Sie hatte auch Mut mit «Je t’aime, je t’aime. Oui je t’aime.» «Moi non plus.» Vorausschauend – zudem genau gleich wie im Leben mit Serge Gainsbourgs.

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Adventskalender – 13. Tag – Paraguay


Tippisch, Paraguay trifft es auf den 13. Tag – die meisten sehen in Paraguay ein Land der Verbrecher und Flüchtling (Rat-Line).

Stephan Marti-Landolt: Aber es ist auch das Land der Wasserkraft. Para gua y heisst in etwas Wasser das zum Ozean geht und zuvor noch durch den Itaipu, der Staudamm, der zur Hälfte noch Brazilien gehört.

Ferdinand Magellan: Das letzt genannte Land suchen wir auch nicht, denn es ist viel zu gut. Nicht dass die andern auch Verbrecher wären, sondern … das gilt es eben heraus zu finden. Paraguas heisst übrigens der Regenschirm auf Spanisch. Und wenn sie sich über die Weihnachtstage etwas mit Wasser und dem La Plata River Basins beschäftigen möchten, dann drucken sie besser nicht alles aus – es könnten tausende von Seiten werden.

sml: In Paraguay gibt es nur Süsswasser – es ist ein Binnenland. Hätten sie genau einzeichnen können, wo es liegt? Der Itaipu ist weder der höchste, längste, Flächen mässig noch Volumen mässig der grösste Stausee – aber einer der bekanntesten. Beim Bau des Staudammes wurde zum ersten mal in grosser Masse Eis eingesetzt, damit die chemische Reaktion des Zement nicht zu schnell ablief.

Ferdinand: Dann ist etwa noch erwähnenswert, dass Paraguay ein wichtiger Soja- und Baumwollexporteur ist und auf der andern Seite eines der grössten Marihuana-Anbaugebiete.

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Adventskalender – 12. Tag – Mexiko


Mexiko, eines der interessantesten Länder die ich je bereist habe – vor allem mit dem Bus.

Magellan: Mexiko war zu meiner Zeit ein Land mit vielen Bäumen, die dann für den Schiffsbau abgeholzt wurden. Und heute ist dort meist nur noch Steppe. Heute hat Mexiko andere Umweltprobleme mit dem Verkehr. Mexiko-City war während vieler Jahre die grösste Stadt der Welt. Heute nennt sich Chongqing die grösste Stadt der Welt, aber im Grunde genommen ist es eine Provinz.

Stephan Marti-Landolt: Die Verkehrsprobleme dürften in Mexiko aber grösser sein. Das Land hat sich in den vergangenen Jahrzehnten extrem stark entwickelt. Mexiko lebt – und wie. Das kann man nicht beschreiben, das muss man gesehen haben. Die statistischen Zahlen lassen nur ahnen, welche Probleme hier anfallen. Die Bevölkerung von Mexiko ist in den vergangen zehn Jahren um einen Sechstel gewachsen. Zweimal die Bevölkerung der Schweiz.

Ferdinand: Aber Mexiko ist noch heute eine Reise wert – eine moderne Entdeckungsfahrt. Mit dem Boot durch den Regenwald, Mithelfen beim Bus reparieren … wechseln wir für heute die Thematik. Hier können sie sich einmal über Finanzen und einmal über den Verkehr auf göttliche Weise informieren resp. amüsieren.

Ein neuer Link in der schweizerischen Finanzwelt:

Copper Canyon

… Bahn fahren ist etwas ruhiger – zwischen Chihuahua und Topolobambo am Copper Canyon – weiter Bilder bei Visipix.

Adventskalender – 11. Tag – Kroatien


Kroatien macht auch Wein! Das habe ich gar nicht gewusst! Dann gehören sie nicht zu den 10 Millionen Touristen, die jährlich Kroatien besuchen.

Stephan Marti-Landolt: Warum ich über 24 Länder schreibe und was wir dabei suchen, erfahren sie unter Angola. Was soll man aber über ein Land schreiben, das man «nur» als Tourist kennt. Der Tourismus macht rund 20 Prozent des Bruttosozialproduktes aus. Ohne nach zu forschen schätze ich, dass dies einer der höchsten Anteile in ganz Europa ist.

Ferdinand Magellan: Du hast aber auch gearbeitet, als du in Kroatien warst. Schiffsjunge, Koch, Quartermaster Sergeant (Fourier) oder wie du zu sagen pflegst «Gimerhäbmerzündmer». Dazu gehörte auch der Weineinkauf. Und dann noch der Verletztentransport auf dem Landweg (der Link nur, falls sie Zeit haben und Weinstrassen befahren möchten).

sml: Ja Segelschifftreppen sind steiler und vielleicht auch mal etwas nass und entsprechend rutschig. Und wenn er auch bei MicroSoft gearbeitet hat, sein Aufschlag war MacroHard. Auf alle Fälle haben wir so auch Land und Leute kennen gelernt, die uns sonst vorenthalten gewesen wären. Freundlich sind sie alle. Sehr freundlich. Da könnte sich mancher von uns ein Vorbild nehmen. Aber technisch und sicherheitsmässig (Röntgenanlage) ist noch ein gewisser Nachholbedarf aus zu machen. Und manchmal sollte man auch die Effizienz steigern können. Das kommt aber alles und zwar mit Riesenschritten. In den letzten 20 Jahren hat sich im ehemaligen Jugoslawien einiges geändert.

Ferdinand: Auch im Weinbau. Das meiste ist zwar immer noch trinkbare Masse, aber es sind einige schöne Tropfen zu finden. Aber ohne Vinothek in Pula oder andere gute Adressen ist man dem reinen Zufall überlassen. Stellen sie sich vor, sie sind im Supermarkt und können aus hunderten von Weinen zu ähnlichen Preisen aussuchen. Sie verstehen von der Sprache vielleicht mal die Rebsorte, vergleichen den Alkoholgehalt und wenn sie Glück haben, finden sie sogar einen Jahrgang auf der Flasche. Es kann sogar passieren, dass sie nicht mal rot oder weiss unterscheiden können – der süsse Prošek Dioklecijan wird aus beiden Traubensorten gekeltert.

sml: Je nach Literatur hat Kroatien zwischen knapp 60 000 und knapp 100 000 Hektaren Rebfläche. Die genaue Fläche spielt keine Rolle, aber der Grössenvergleich. Deutschland mit einer Anbaufläche in der Grössenordnung der höheren Zahl produziert vier mal mehr Wein. Und wenn sie dies mit Kroatien vergleichen, heisst dies, dass sie (im günstigen Fall – verglichen mit der kleineren Fläche) zwei einhalb mal mehr pro Flächeneinheit produzieren. Mit Iran zu vergleichen ist noch schwieriger, es produziert nicht in Hektoliter.

Ferdinand: Da braucht man nicht Analyst zu sein um zu ahnen, wie in den nächsten Jahren die Weinqualität (und vielerorts auch die Quantität) in Kroatien zunehmen dürfte. Ein Land, das man nicht nur aus dem Blick des Weines im Auge behalten sollte.

sml: Ein herrliches Land – zumal, wenn man ab und zu die Augen zudrückt oder ganz einfach wegschaut. Und zudem findet man einige Spezialitäten. Da man es in Kroatien nicht immer so genau nimmt, viele zwar Deutsch können, aber nicht perfekt, wird eine dieser Spezialitäten als Zauberschnaps verkauft und gleich auf den Druiden Miraculix verwiesen. Ein Schnaps aus der Mistel? Oder doch eher aus der MispelMispelschnaps. Die Mispel und die verwandte japanische Wollmispel oder Nespoli auch Nespole (franz.: néflier und die Frucht nèfle) haben in hoch gezüchteten Formen einen einzigen harten «Stein» – einen Kern, genau genommen, es ist ein Kernobst.

Ferdinand: Es bleibt ein Zaubertrank, er mundet als Grappa, der mit Kräutern versetzt ist – ein Mistelschnaps aus der Viscum album

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Adventskalender – 10. Tag – Japan


Früher hat Japan alles kopiert – aber das ist lange her.

Ferdinand Magellan: Ich konnte damals noch keinen kopieren – unsere Reise um die Welt war einmalig. Die Aufzeichnungen dieser Entdeckung gehen weit über ein Logbuch hinaus. Antonio Pigafetta hat sie geschrieben. Das Original ist verschwunden, aber wer meine Reise in Buchform haben möchte, ist ab EUR 10 dabei.

sml: Und heute kopiert man mit der Enter Taste- 10 Sekunden und ein Buch ist als PDF-Datei gespeichert – aber noch nicht gelesen. Vielerorts herrscht die Kopierwut immer noch, früher auf einer amerikanischen Xerox und heute mehrheitlich auf japanischen Geräten, die meist gar nicht mehr in Japan gemacht wurden.

Ferdinand: Ich sehe auf der amerikanischen Seite, dass die ganze Geschichte über die Xerographie kopierbar zur Verfügung gestellt wird.

sml: Ähnlich ist es mit den Fotoapparaten, vielem anderem und vor allem den Zügen. Shinkansen eröffnete 1964 und seine heutige fahrplanmässige Spitzengeschwindigkeit ist vor allem beachtlich. 58 Minuten beträgt die Fahrzeit für die Bahn 2000 von Bern nach Zürich ab dem heutigen Fahrplanwechsel.

Ferdinand: Das ergibt eine «sagenhafte Durchschnittsgeschwindigkeit» von rund 110 km/h und das ohne Zwischenhalt. Die schnellste Schmalspurlok in Südafrika ist schneller. Wobei du diesen Zahlen nicht ganz traust, denn nach Internet sind die alte und neue Strecke genau gleich Lang – Zufall? Zumindest hat die Litra , der Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr schon etwas Verspätung, aber interessantes Material über den ÖV.

sml: Heute schaffen wir es nicht einmal mehr, Japan zu kopieren, obwohl sie nicht die schnellsten Züge haben. Dafür liefern die Japaner ihre Züge nach China und in andere Statten und in Europa haben wir die grössten Probleme, die Hochgeschwindigkeitszüge zu koordinieren.

Ferdinand: Der TGV fährt in der Schweiz auf dem herkömmlichen Trasse, aber dafür ist auf dem französischen Link die Schnellsuche mit Genève immer noch nicht möglich. Ja, heute könnten wir von Japan lernen, aber wir kopieren sie nicht einmal.

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Adventskalender – 9. Tag – Iran


Iran ein Land das jeder zu glauben kennt und doch kennen wir es eigentlich kaum.

Ferdinand Magellan: Eröl kannten wir damals noch nicht als Energie. Iran ist bei der Produktion von Eröl weltweit an 4. Stelle, bei Erdgas zwei Ränge hinter den Niederlande und bei den Reserven an dritter Stelle beim Öl und an zweiter beim Gas …

Stephan Marti-Landolt: … wobei gerade hier die Schätzungen bis zum 35-fachen extrem weit aus einander gehen. Zudem kann Iran zuwenig Investitionsgüter aus dem Westen importieren und kann deshalb auch zu wenig eigene Raffinerien aufstellen und ist gezwungen, Benzin zu importieren …

Ferdinand: … und vermutlich hat auch die iranische Öl-Börse ihre Pforten noch nicht geöffnet …

sml: … aber vermutlich muss man nicht mehr all zu lange warten. Bloombergs Artikel ist um so interessanter, wenn man weiss, dass Iran plant, bei der Iran Oil Bourse in Petroeuro zu handeln – nicht wie üblich in Petrodollar.

Ferdinand: Mir als alter Seebär gefallen immer wieder die Berge. Und da ist Persien wie der Iran bis 1935 hiess ein wohl dotiertes Land …

sml: … und eines der steilsten. Fast 6000 Meter Differenz zwischen dem Kaspischen Meer und dem Damavand (5671) – freuen sie sich auf Foto Nr. 17

Ferdinand: … wenn es um Iran geht, darf man nicht immer allen Meldungen Glauben schenken, bei einem Frauenportal ist vermutlich sogar sichergestellt, dass diese Seite im Iran nicht einsehbar ist – Netzzensur.

sml: Die höchste Seilbahn geht auf den Pico Espejo auf 4765 Meter in Venezuela. Der letzte Abschnitt ist ein Schweizer Produkt von der Berner Firma Habegger in Thun gebaut worden …

Ferdinand: … heute bauen diese noch den Habegger und der ist technologisch weniger umstritten, als die Kerntechnik in Iran, aber darüber wurde ja schon das eine oder andere mal geschrieben

sml: … ein Artikel ist vielleicht speziell interessant, der von Ca-Iran-ne. Nicht der Täuschung wegen, die im Iran vermutlich oft auf den fehlenden internationalen Kapitalmarkt zurück zu führen ist. Ich habe gestern mit dem vielleicht ältesten zukünftigen Blogger der Schweiz über Wasserprojekte in Iran, Irak, China , Polen und der Schweiz gesprochen – und zusammen einen Cairanne von Richaud getrunken – hier noch eine schöne Trouvaille .

Ferdinand: Reben scheinen schon ein Geschäft zu sein. Am Wein gibt es höchstens etwas aus zu setzten – er war noch etwas jung – aber dafür hast du ja deine gymnastische Durchlüftungsmethode, die Wunder wirkt.

sml: Ja Alkohol ist etwas, das wir im Gegensatz zum Islam trinken dürfen. Erstaunlich ist aber, dass es im Iran über 200 000 Hektar Reben gibt – rund doppelt soviel wie in Deutschland oder das ca. 5-fache des gesamten Côtes-du-Rhône. Oder anders gesagt, Frankreich (auf dieses Land kommen wir im Adventskalender nicht zu sprechen) hat rund 4 1/2 mal die grössere Anbaufläche, aber es sind nie Rosinen im grossen Stil anzutreffen. Iran ist hier der zweit grösste Exporteur der Welt – nach der Türkei. Dieses Land schauen wir auch nicht an, aber in engem Zusammenhang mit ihm, dafür die Schweiz.

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Adventskalender – 8. Tag – Holland


Auf der Liste mit den 24 Ländern ist Holland verzeichnet – genau genommen sind (nicht: ist) es die Niederlande.

Stephan Marti-Landolt: Was soll man über die Niederlande schreiben? Da gibt es so vieles. Windenergie haben sie lange vor andern benützt. «Adrian der Tulpendieb» kennen wir auch schon. Dass einige dank Crucell aus Leiden in Bern(a) nun leiden …

Ferdinand Magellan: … aber eine spezielle Börse kennen sie vielleicht nicht. Die vba Vereinigte Blumenbörse Aalsmeer – handeln sie doch einfach virtuell mit Bloemen en Planten

sml: … für mich ist es die eindrücklichste Börse. Funktioniert ganz einfach. Ein grosser Zeiger, wie bei einer Uhr, fängt an relativ schnell zu laufen und zeigt immer kleinere Preise an. Wer als erster den Knopf drückt hat die Blumen gekauft, die vor der Tribüne Rollpalett weise zur Ansicht stehen. Es ist eine Eigenheit, dass man in den Niederlande mehr sieht, als bei uns. Die Vorhänge sind gestickt und nur so hoch, dass man vom Trottoir aus darüber meist direkt in die Küche blicken kann. Bei der Käseproduktion kann man auch alles anschauen – den runden Edam oder den Gouda. In diesem Link wird die Reifezeit mit vier Wochen bis zwei Jahre angegeben. Ich habe dort schon Käse degustiert, der nach wenigen Tagen in den Verkauf geht und zwei Stunden später den zwei Jahre alten. Da ist ein riesengrosser Unterschied dazwischen …

Ferdinand: … der fast in keinen europäischen Land grösser sein könnte, fast amerikanische Verhältnisse. Was die dort zusammen essen! Vom Feinsten und dann wieder in allen chemischen Farben, Formen, das geht so weit, dass sich die Niederländer auf die französischen Campingplätze Lastwagen weise Nahrungsmittel und Süssigkeiten schicken lassen. Nicht der Gourmet – der Gourmand. Gute Adressen findet man in den glücklicherweise Niederlanden zu Hauff.

sml: Als alte Seefahrernation mit eigenen Kolonien hat man Handel seit frühesten Zeiten getätigt. Nahrungsmittel, exotische Früchte, Gewürze – alles findet man in den Niederlanden und auch beim Trinken gibt es feinste Adressen. Von der eigenen Produkten ist eher das Bier vor zu ziehen, denn andere Getränke. Und hier lieber die nicht börsenkotierten trinken, denn die Qualität der Aktien hat in dieser Hinsicht meistens nichts mit der Qualität der Produkte zu tun. Und gute niederländische Aktien gibt es viele.

Ferdinand: Und Wasser haben sie auch. Auf der einen Seite der Rhein, wo du vorgestern auf 14 verschiedene alleine in der Schweiz und der ja eigentlich Aare heissen müsste und zweitens, das Meer. David D. Friedman, der Sohn vom kürzlich verstorbenen Milton Friedman hat diesen Monat geschrieben, dass wir vor Überschwemmungen, die das Ansteigen des Meeresspiegels durch die Klimaerwärmung verursachen, keine Panik zu haben brauchen. Die Niederlande hat mit dem Sturmflutwehr die Hochwasser schon seit 1958 damals mit wesentlich einfacheren technischen Möglichkeiten, zu lösen begonnen.

sml: Bei den Deltawerken gibt es noch viel mehr zu sehen und zu lesen. Und weiter draussen im Meer sind dann noch die Gasfelder zu finden – die Niederlande ist weltweit der fünft grösste Erdgasproduzent.

… weiter zum Adventskalender und die Euronext Amsterdam seit 1607 … (beide Fotos Thomas Marti – mit meiner alten Coolpix)

Deich

Adventskalender – 7. Tag – Ghana


Ghana, das marktwirtschaftlich und politische Musterland Westafrikas ist zugleich das ärmste Land, das im Adventskalender vorgestellt wird.

Ferdinand Magellan: Der gestrige Klausentag geht eigentlich auf Mathäus zurück, wo drei Knechte gefragt werden, was sie mit ihrem Talent erreicht haben. Aus diesem Grunde werden heute meist Kinder beschenkt, ausgefragt und gerügt. James Baker hat gestern diese Rolle bei US-Präsident George W. Bush wahr genommen. Vermutlich eine der grössten Rügen, die ein amtierender US-Präsident über sein Talent je erhalten hat. Die Welt atmet aber auf, Deutschland, das an unserem Rätselraten nicht beteiligt ist, will bei den Änderungen mithelfen.

sml: The Irak Studie Group Report – die 79 Vorschläge sind auf den Seiten 33 – 62 zu finden. Freuen dürfte sich auch der bekannteste Ghanaer – Kofe Annan (verlinkt in einem Bericht aus Mali [nur für einen Leser: hier findest du Timbuktu] und dem Nachbarland Burkina Faso [Hauptstadt Ouagadougou – frag mal deinen Paten]). Nur ich war noch nie in dieser Gegend, aber habe dafür eine Häuptlingskrawatte von Henry Kwabena erhalten. Ich «Berner Reiseleiter» und er hatte einen anstrengenden Tag: LEM (Leichtelektromobil) fahren in Langenthal und wurde vom Fernsehen gleich in die ganze Schweiz gesendet, sah sich an, wie Emmentaler gemacht wird und trank dort Brunnenwasser. Dazu brauchte er Mut, denn das hat er noch nie in seinem Leben gemacht – in Ghana kann dies tödlich sein. Und am meisten Freude bereitet ihm Freudiger – Meringue – schwarzer Kopf und weisse Süssschaumklemme. Und der Bärengraben und dazwischen immer wieder Geld sammeln, um in Ghana Brunnen bauen zu können.

Ferdinand: Eines der ärmsten Länder und dennoch zum Teil hoch entwickelt. Im Gegensatz zu den Nachbarländern Elfenbeinküste und Togo (das Land schauen wir noch an) militärisch stabil, wenn nicht gar vorbildlich mit dem The Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC) . Vielleicht nimmt sich seit gestern eine Grossmacht in diesem Sektor ein Beispiel. Auf der andern Seite, gibt es kein Land, in dem die Beamten mehr Bestechungsgelder annehmen, als in Ghana. Na ja, die Schweiz ist auch ab und zu bei Transparency International erwähnt.

sml: Ghana dürfte ein Land sein, das man etwas genauer unter die Lupe nehmen sollte, nicht der Korruption sondern der wirtschaftlichen Entwicklung wegen. Und die Sprache macht Ghana für manchen einfacher – Englisch, im Gegensatz zum Französischen der beiden Nachbarländern mit Atlantikanstoss.

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Krawatte

Adventskalender – 6. Tag – Elfenbeinküste


Die grossen, liberalen Zeiten einer blühenden Elfenbeinküste , der République de Côte d’Ivoire sind längst vorbei.

Ferdinand Magellan: Zu meiner Zeit war Portugal das Land, das am meisten mit den Ivorer gehandelt hat. Dann kamen die Franzosen und geblieben ist zumindest noch die Sprache. Per Gesetz wurde verordnet, dass im Land selbst in allen Sprachen – und dass sind rund siebzig – nur die offizielle Bezeichnung République de Côte d’Ivoire zugelassen ist …

Stephan Marti-Landolt: … und wir Berner dürfen demnächst im Turn- und Werkunterricht an den Schulen nur noch Hochdeutsch sprechen. Schweizer Hochdeutsch genau genommen. Unsere Parlamentarier lassen grüssen, aber die haben nichts zu sagen. Das beschliesst der Regierungsrat. Und ich vermute, dass dort einige Akzent mässiger schöner Englisch sprechen, als Hochdeutsch. Zumindest ist bei uns noch Französisch erlaubt, manchmal auch ein Français Fäderau d’Ämmitau.

Ferdinand: Ja, die Leute aus der Elfenbeinküste verstehen sich auch nicht sonderlich gut. Zumindest der Norden und der Süden. Trotz Blauhelmen ist das Land weiterhin in Bürgerkriegs ähnlichem Zustand. Vor Jahren hatte dieses Land eine liberale Wirtschaftsordnung und vorbildliche Infrastrukturen. Das beste Strassen-Netz von ganz Westafrika, rund 50 000 km und 10 Prozent sind, oder vielleicht besser gesagt, waren einmal asphaltiert …

sml: … «Côte d`Ivoire wird von einer Eisenbahnlinie (660 km) in Süd-Nord-Richtung durchquert. Sie verbindet Abidjan mit einer Reihe wichtiger Städte im Binnenland und endet in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso.» Nur so zum Vergleich. Die Schweiz ist fast 8 mal kleiner und hat über 71 000 km Strassen und über 5 000 km Bahnlinien.

Ferdinand: Und bürgerkriegsähnliche Aufstände provoziert unsere SBB. P+Rail – Ihr Parkplatz am Bahnhof, so die ganzseitige Werbung. Erstklass-Patienten, sorry Fahrer, erhalten nicht mal mehr eine Jahreskarte, auch wenn sie ihr defektes Knie, das nicht immer velotauglich ist, nur halbprivat zur Schau stellen wollen. Der Bus, 100 Meter vor dem Haus, ist so gut fahrplanmässig abgestimmt, dass jeder, der kann, zu Fuss schneller ist. Ein SBB-Verwaltungsrat hat fast doppelt so weit zur Haltestelle. Ob er schon einmal mit seinen Bussen von dort gefahren ist?

sml: «Bad Request The server detected a syntax error in your request. Check your request and all parameters.» So funktioniert das SBB-Kontakt-Formular. Ganz auf den Kopf gefallen bin ich nicht – nach siebenmaligem Ausprobieren nicht geschafft und anrufen würde CHF 1.19 je Minute kosten. Man muss sich ja irgendwie sanieren. « Bis ins Jahr 2008 werden wir die Anzahl der Parkplätze kontinuierlich erhöhen und damit den Zugang zum öffentlichen Verkehr verbessern. Denn unser Ziel ist es, mit P+Rail die kombinierte Mobilität zu fördern.»

Ferdinand: Die werden auch hier wieder Verspätung haben. Vielleicht nicht gleich Korruption, das ist eher der Elfenbeinküste vorbehalten – in der Gallup-Studie gar nicht mehr aufgeführt. Die zweitwichtigste Tätigkeit in der Elfenbeinküste ist der Anbau von Kakao – weltweit Nr. 1.

sml: Verrückt, die fallenden Kakao-Preise waren der Auslöser für den Bürgerkrieg. Die ursprünglichen Probleme und Gründe sind gar nicht so einfach heraus zu finden – und im Grunde genommen interessiert dies auch nur einige, die sich mit Afrika verbunden fühlen. Es ist zu weit weg …

Ferdinand: … und nicht mehr das tolle Land, wie wir oder eure Senioren es noch kannten. Heute ist es zerstritten und man dachte eine Zeitlang, dass der Anlass resp. der Grund der mit unserer Ländervorstellung gesucht, etwas einigen könnte. Man hat nur die Wahlen um ein Jahr verschoben und hofft, dass das Öl, welches man in der Küstenzone findet, Probleme lösen hilft. Allenfalls wird man für Ivoire eine neue Aussprache zulassen – der Buchstabe «R» spricht sich von den neuen Verbündeten nicht so leicht aus.

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Adventskalender – 5. Tag – Ecuador


Ecuador ist wohl eines der am wenigsten bekannten Länder Südamerikas. Vermutlich wegen deren Politik.

Stephan Marti-Landolt: Politik, Wirtschaft, Verbände, Gewerkschaften und Militär sind in Ecuador so zerstritten, dass es keinen Sinn macht, den aktuellen Präsidenden namentlich zu erwähnen. Keine ein einhalb Jahre bleibt einer im Durchschnitt. Da kann man sich nicht einmal richtig einarbeiten.

Ferdinand Magellan: Die Wahlen von Ecuador werden trotz dem Lachprogramm des Vizepräsidenten weltweit kaum wahrgenommen – dafür freuen sich einige um so mehr um den Rücktritt des US UN-Botschafters John Bolton. Zu lachen gibt es in Ecuador nicht all zu viel – Korruption herrscht vor. Der Gallup Corruption Index beträgt für Ecuador 89, für Finnland als Spitzenland nur 12. Dieses Land werden wir im Adventskalender nicht behandeln, es trägt also nichts zur Suche bei. Die Schweiz werden wir einmal anschauen – hier hat sie 36 Punkte. Österreich mit 44 Punkten lassen wir aus und auch Deutschland. 75 Punkte haben die, beinahe soviel wie der Bananenstaat Ecuador. Gemäss Rangliste nach Gallup doch auf Platz 48, aber die haben eine eigene Art, zu zählen. Übrigens, das was wir auf Weihnachten suchen, wird meines Wissens erstaunlicherweise in keiner Rangliste mehr festgehalten. Es gibt keinen Letzten und keinen Besten – deshalb nach Alphabet.

sml: Ecuador ist tatsächlich weltweit der grösste Bananen-Exporteur. Vor Costa Rica. Wirtschafts-mässig sind aber in Ecuador Investitionen risikoreicher. Die Enteignung zum Beispiel der Anlagen von OXY Occidental Petroleum wirkt für ausländische Investoren nicht gerade Vertrauen erweckend.

Ferdinand: Dem Land hilft auch nicht viel, dass es der fünft grösste Ölexporteur von Lateinamerika ist. Aber es wird ja eh viel weniger Öl in Zukunft gebraucht, denn die Sicherheitsbestimmungen beim Fliegen wurden so rigoros gehandhabt, dass vor lauter Verspätungen, Flüge zusammen gelegt werden könnten. Und die Sicherheitsvorkehrungen sind nahe zu perfekt. Waren, die bei einer Zwischenlandung im Duty Free Shop gekauft wurden, werden sicherheitsbewusst, wie die Menschen halt so sind, beschlagnahmt und weggeworfen. Man könnte ja Bomben basteln.

sml: Nur Polonium 210 finden sie zu spät. Das Polonium und Radon brachten vermutlich der zweifachen Nobelpreisträgerin Marie Curie den Tod, wie Alexander Litwinenko. Nur hatte Curie es wesentlich schwieriger, ans Polonium heran zu kommen, als dies heute der Fall ist.

Ferdinand: Du hast schon zu deiner Schulzeit gewusst, dass Polonium zu Ehren von Polen so benannt wurde. Hast ja mal einen Vortrag darüber gehalten. Aber du weisst vermutlich noch nicht was du zu Polen schreiben willst.

sml: Nein, aber wen erstaunt es, dass Tatsachen in Europa ablaufen, die man eher in Südamerika vermuten würde und Polen, das zur EU gehört, ist auf dem zweit letzten Platz in Sachen Korruption, gefolgt vom letzt bewerteten Litauen. Dass man Menschen auf den Mond wünscht, hilft heute nichts mehr. Dort können wir sie wieder herunterholen. Die modernen Entdecker haben ein Raumschiff. Mit dem Mars wird das in Zukunft auch nicht mehr anders sein – hier siehst du eines der schönsten Marsbilder. Das Risiko der verschiedenen Länder ist bei den Anlageentscheiden ein wesentlicher Faktor – aber auch die Gewinnchancen.


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Schweiz. Immobilienbrief 18 – 4. Tag – Tschechien


Adventskalender, Finanzkalender, Immobilienkalender – lasst euch nicht beirren, Ferdinand Magellan segelt mit uns weiter.

Magellan: Tschechien – das Alphabet ist manchmal Glückssache …

Stephan Marti-Landolt: … das Weihnachtsalphabet oder das Weihnachtsalfabet oder gar das für Ostern auf Seite 38 resp. 42 von Rippenschneider oder gar einen Adventskalender basteln. Tschechien heisst Česká republika und bei Sonderzeichen ist eh die Frage ob die am Schluss kommen und sonst nehmen wir halt, damit die Reihenfolge stimmt Czech Republic

Ferdinand: … und ich heisse ja eigentlich Fernão de Magalhães …

sml: … und Schriftsätze haben so ihre Tücken, wenn man sie kopiert, das sind eben sogenannte Glaubenssachen

Ferdinand: … auf diese kommst du heute noch einmal bei libref zu sprechen, eine kleine Warnung, wie sie auch im Immobilienbrief über offene Fonds zu finden ist, oder noch schöner in der Wirtschaftswoche: «Eine echte Risikobegrenzung leistet nur ein kleiner Teil des Derivate-Markts, der Großteil ist pure Spekulation“, sagt Eberhardt Unger, Chefvolkswirt von Fairesearch in Frankfurt.» Und in der Immobilienbranche gibt es auch immer mehr derivative Produkte … und wie in Lenzburg, Schlösser …

sml: … und solche gibt es auch in Tschechien, kleine, grosse, herrliche, fast zerfallene … Der Reiz eines zu kaufen ist gross. CHF 600 000 für ein Schloss mit 60 Zimmern und Restaurant in Frankreich hätte ich vielleicht einmal bezahlen sollen – können war eine ganz andere Frage. Wenn sie für den Unterhalt nicht fast unbeschränkt Geld zur Verfügung haben, schadet ein handwerkliches Geschick sicher nicht.

Ferdinand: Zu unseren Zeiten war das anders. Man hatte billige Arbeitskräfte und Sklaven. Aber für die meisten blieb ein Schloss nur ein Traum. Und dann ist da noch etwas. Heute lebt sich in einem kleinen Haus oder sogar einer Mietwohnung angenehmer. Warme Räume, warmes Wasser, duschen, baden und dann noch Toilette mit einer Spülung – so gesehen hat heute jeder ein kleines Schloss. Einen Film vonTschechien haben wir ja schon einmal verlinkt und wer noch viele Bilder anschauen will, hier zum Beispiel aus Ausschnitt aus Südmähren

… weiter als pdf-Datei im gleichen Fenster

… oder zum herunterladen auf …

Immobrief

Schloss

… in Tschechien gibt es ganz unterschiedliche Schlösser. Auf dieses, besonders, was sich hinter der weissen Wand versteckt kommen wir auch noch einmal im Blog zurück – beim Thema Wein …

Spielzeugschloss

… weiter zum Adventskalender und zur Prager Börse PX – PSE

Adventskalender – 3. Tag – Costa Rica


… oder die Schweiz Mittelamerikas. Bergig und relativ wohlhabend – die reiche Küste.

Ferdinand Magellan: Und wie die Schweiz auch neutral. Aber im Gegensatz zu euch hat Costa Rica keine Armee, sondern nur eine rund acht tausend Mann starke Sicherheitstruppe. Dann gibt es noch eine Gemeinsamkeit, beide haben fast keine Bodenschätze und Rohstoffe, ausser Wasser.

Stephan Marti-Landolt: Westlich den Pazifik und östlich der atlantische Ozean. Wer etwas Geduld aufbringt, findet hier eine immense Datenmenge über den Pacific

Ferdinand: .. im karibischen Meer, wie hier das Nebenmeer des Atlantik heisst und nicht mit dem Titelbild des Adventskalender dem Nebelmeer zu verwechseln ist, war mein spanischer Kollege Cristóväo Colombo auf seiner vierten Reise erfolgreich.

sml: Christoph Kolumbus hat biologisch gesehen, wohl das artenreichste Land der Welt entdeckt. In Costa Rica steht heute mehr als ein Viertel des Landes unter Naturschutz, welcher aber aktuell wieder einmal arg strapaziert werden soll.

Ferdinand: Solche Petitionen sind heute viel schneller vor Ort. Wir waren die seltenen Schiffe, die keine Schiffspost mitgenommen hat. Wir wussten ja auch nicht, wo wir genau landen werden. Eine Flaschenpost hätte uns vielleicht manchmal geholfen. Heute für Frauen in der Binnenseefahrt. Das gab es zu unserer Zeit nie, das war nur was für harte Männer. Nur 8 Prozent haben die Reise überlebt und vier von fünf Schiffen sind gesunken.

sml: Die Wälder in Mittelamerika habt ihr dann systematisch abgeholzt, um Schiffe zu bauen. Wir Schweizer forsten nun wieder auf – so ein ganz klein wenig Wald in Costa Rica gehört ja auch mir. Und zum heutigen Präsidenten, Óscar Arias Sánchez ist zu erwähnen, dass er Friedensnobelpreisträger ist und eine etwas andere Einstellung zur USA hat, als andere Staaten in der Karibik wie zum Beispiel die Reden von Fidel Alejandro Castro Ruz auf Kuba zeigen. Als einzige Ausnahme dürfte wohl sein Ansinnen über Bill Clinton sein.

Ferdinand: Aber zumindest gibt es auf Cuba mehr und bessere Cigars, als in Costa Rica. Wer weiss, vielleicht nehmen diese auch Bananen-Blätter als Deckblätter, denn davon haben sie jede Menge. Costa Rica ist der zweit grösste Bananenexporteur der Welt. Zum Glück ändern sich die Zeiten immer wieder, man wird schlauer und versucht Fehler von früher nicht mehr zu machen. Und wer die täglichen Änderungen beobachten will, macht dies an der Börse von Costa Rica, der Bolsa National de Valores BNV.

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Adventskalender – 2. Tag – Australien


Ai ai Captain, heute geht es nach Australien.

Ferdinand Magellan: Wie lange braucht man heute, um nach Australien zu gehen? In meiner Zeit war dies ein Unterfangen von mehreren Monaten.

Stephan Marti-Landolt: Deine Reise dauerte über ein einhalb Jahre, bis deine Leute auf der Höhe von Australien waren. Heute ist das mit der Quantas in einem Tag zu schaffen. Kostenpunkt etwas über CHF 1500 – einige Golddukaten.

Ferdinand: Marco Polo hat vermutlich 1292 zum ersten mal Australien erwähnt – ein Land reich an Gold und Muscheln. Muscheln war damals noch ein begehrtes Zahlungsmittel. Und die offizielle Entdeckung war fast 100 Jahre nach meinem Tod.

sml: Muscheln findet man heute vor allem in Museen oder Kinder am Strand – eine der Lieblingsbeschäftigungen in der Ferienzeit. Meine grösste habe ich in der Karibik in 12 Metern Tiefe gefunden. Drei mal musste ich «Anlauf» nehmen, um mit dem Schnorchel so tief zu tauchen und die Muschel hoch zu bringen. Etwas über 7 Kilo war sie und ist vermutlich heute noch in einem Wohnzimmer in Fort Lauderdale zu bestaunen. Auf die USA kommen wir so gegen Weihnachten einmal zu sprechen.

Ferdinand: In Australien sprechen sie heute die gleiche Sprache. Früher hiess ihr berühmtester Berg Uluru, das Heiligtum der Aboriginal

sml: … und da kommt mir die Musik in den Sinn. Nicht nur das Digeridoo, sondern auch Roy Ayers. Ayers Rock hiess dieser Berg lange Zeit und heute wieder Uluru. Ich kenne ihn nur aus Filmen und den Büchern, in Australien selbst war ich noch nie. Und der zweite Kontinent, der noch in «meiner Sammlung fehlt» ist die Antaktis

Ferdinand: … aber das würde dich reizen. Vermutlich hast du auch schon mit der Börse in Australien gehandelt, bei der ASX. Verrückt, wie ihr heute auf der ganzen Welt via Internet handeln könnt und noch viel interessanter, wie der Währungstausch heute automatisch im Hintergrund abläuft – von Muschel- oder Perlentausch ist keine Rede mehr. So ändern die Formen und Funktionen des Geldes. Ai ai Captain ist auch nicht mehr das gleiche, wie zu unserer Zeit …

sml: … das ist heute eher in der Musik bei DJ Bobo (Filmsequenz 21.13 Uhr) und dem Piratenschiff an zu siedeln.

Ferdinand: Übrigens, das Bild gestern im Adventskalender ist kein Piratenschiff – es ist im Seefahrermuseum in Lissabon ausgestellt. Nicht gerade meine Art, um auf den Weltmeeren herum zu kommen. Ich beforzugte Segelschiffe. Und es soll ja heute Leute in Australien geben, die auf dem Land segeln. Ein Land, das sich gut auch dafür eignet, was wir als Lösung für den 24. Dezember suchen.

sml: Wen es interessiert, mit zu spielen, muss halt den gestriegen Beitrag auch gelesen haben. Aber der Uluru ist dazu nicht geeignet. Dafür war bei zwei Links eher zufällig schon die Lösung präsent. Schön aber zu wissen, was Ai auf Japanisch heisst. Japan, darauf werden wir noch einmal zurückkommen.

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Adventskalender – 1. Tag – Angola


Einige haben es vermutet – es kommt der zweite Finanzblog-Adventskalender.

Stephan Marti-Landolt: Letztes Jahr hatte ich Albert Einstein als Gesprächspartner. Dieses Jahr wäre Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus geeignet …

Ferdinand Magellan: … aber Mozarts Vorname ist doch viel zu lang – übrigens, ich bin der Ferdinand, ich mach es wie 1-Stein …

sml: … und der Wolfgang Amadeus ist auch nicht so durch die Welt gekommen wie du. Es mag ja Zufall sein, aber eben jetzt liegt eine Platte von ihm auf – Rondo (Allegro assai) und am Klavier ist Clara Haskil, geboren in Ungarn …

Ferdinand Magellan: … aber auf dieses Land kommen wir während der Adventszeit nicht offiziell zu sprechen. Wir fangen einmal mit Angola an, das ist eigentlich ein trauriges Land, genau gleich wie dem Wolferl seine Musik, viel Moll, hier genau genommen d-moll, KV466 …

sml: … 24 Länder wollen wir dem Alfabeth nach anschauen. Aus irgend einem Grund wurden diese im heurigen Jahr aus einem speziellen Anlass erwähnt …

Ferdinand: … und es gilt heraus zu finden, weshalb gerade diese 24 Länder und zwar mit der Gemeinsamkeit – fast etwas in moll – und am 24. verlosen wir wieder so ein «Ding», das es auch heraus zu finden gilt. Also gleich zwei Fragen, aber der Wertkarton ist es nicht und ein solches «Ding» ist vermutlich auch schon in irgend einem Museum an zu treffen.

sml: «Den oder die Glückliche losen wir an Weihnachten aus. Wer Interesse hat, schreibt mal eine Postkarte an Marti + Partner, Schützenstrasse 14, CH-4900 Langenthal. Korrespondenz und E-Mails sind zwecklos – wir machen das relativ einfach. Aber nicht vergessen, die zwei Antworten aufschreiben, um was es sich handeln könnte.»

Ferdinand: Rondo, das erinnert mich an meine Reise, rund um die Welt. Genauer gesagt die erste bis zu den Moluken ostwärts segelnd und die zweite westwärts bis zu den Philippinen – 17 Seeleute überlebten diese Reise und haben die Welt als erste umrundet. Ich habe zwei mal die Hälfte gemacht …

sml: … und 13 Gefangene und vielleicht war es dein Sklave, der als erster die Welt umrundet hat …

Ferdinand: … richtig, Henry the Black. Das waren noch Zustände auf der Welt damals. Ja in Angola herrschen immer noch solche Zustände. Ich bin zwar Portugiese, aber dieses Land kommt im Adventskalender auch nicht offiziell vor. Hier kommt es nur zum Zuge, weil Angola einst Kolonie war. Und dabei ist es Afrikas zweit grösster Ölexporteur, hat das grösste Wachstum des Bruttoinlandproduktes in den ersten Jahren dieses Jahrtausends auf diesem Kontinent …

sml: … da kommt mir gleich dein Beruf in den Sinn: Kapitän. Und solche trifft man auch an, bei dem, was wir suchen …

Ferdinand: … und in Angola konnten meine Nachfahren zuwenig in dieser Art erstellen, weil zu viele Minen verlegt wurden. Ein Land mit mehr als einer halben Million durch Minen verstümmelter Menschen und jeder zweite der 15 Millionen Einwohner hat noch heute keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, bei der Landbevölkerung sogar 80%.

sml: Hat nun Angola eine Börse oder hat sie noch keine oder handeln immer noch in Südafrika?

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In Kunst oder Wein anlegen


Es gibt Kunstfonds, es gibt Weinfonds, soll man in solche anlegen?

Im Internet ist ein eBook über Weinfonds zu kaufen. Ich kaufe es nicht, denn für diesen Preis erhalte ich in Südfrankreich bereits eine Flasche guten Tafelweins. Es braucht nicht immer ein Spitzengewächs aus Bordeaux zu sein. Zudem vergleicht der Autor Äpfel mit Birnen – Wein-Einzellagen mit Gesamtbörsen. So gesehen, gäbe es dann einige Aktien, die sich in elf Jahren versechsfacht haben. Aber es gibt auch beim Bordeaux andere Weingüter, die sich nicht so gut entwickelt haben. Kaufen sie den Wein ein, der ihnen schmeckt und den sie sich leisten können. Oder machen sie es wie letztes Jahr wieder mathematisch – aber auch so müssen sie sich bei den Dennerweinen für eine Auswahlmethode entscheiden. Sie können ihren Wein kaufen, wo sie wollen – dieses Haus hat zumindest den Vorteil, dass jeweils das Inserat in der Tageszeitung abgebildet ist.

Von diesen Weinen kaufen wir heuer keine. Der Verkaufsleiter von Denner wird nicht erbost sein, er kennt mich zu gut. Michel, hier die beiden andern, die ich mal ausprobieren werde: Amarone Folonari und den Cabernet Merlot Tarapacà aus dem Maipo Valley. Wenn wir auf eine Aktion warten, entspricht dies einem 20%-igen Kurssturz. Nur leider sind Weinaktion besser voraus sehbar, als manches Börsenereignis. Und wenn sie lieber doch Weinfonds kaufen wollen, dann lassen sie sich von der Vielfalt nicht abhalten. Aber aufgepasst, hier gibt es noch einen Weinfonds, bei dem das Wissen über Anlagefonds und ihre Tücken alleine nicht ausreicht. Ein Fond eben, mit eigenem «deutsches Weininstitut».

Beim Kunstfond ist es ähnlich, es gibt unterschiedliche Ausrichtungen. Und unterschiedliche Ansichten und was bei Kunst oft nicht ganz nebensächlich ist, sind die zur Verfügung stehenden Liquiden Mittel. Die Zeit.de sagt es in ihrem letzten Satz ganz deutlich:

„»Warum kauft man nicht ein schönes Bild statt unsicherer Fondsanteile?«, fragt Gerhard Pfennig. »Da weiß man, wofür man sich entschieden hat.« … lesen sie, was Claudia Herstatt bei «die Zeit» zuvor geschrieben hat“

Weinflaschen

… Wein und Kunst kann man ab und zu einmal kombinieren und wenn man es gut macht, wiegt der Wert der einen oder andern Etikette einige Flaschen sehr guten Weines aus. Eine andere Flasche, die ganz rechts, gestaltet von René Bürki wird es hoffentlich beim Auftraggeber Nik Gygax im Löwen Thörigen noch lange zu geniessen geben.

Ich selbst habe keine Kunstfonds und keine Weinfonds, aber einige Weine und mache aus guten auch einen eigenen Weinfond und die Kunst schaue ich mir lieber an der Wand oder im Gestell als im Depotverzeichnis an. Die Lampe ist übrigens von Jürgen Bournot-Henn von Deepartment (Tschörtschen). Erwähnen sollte man auch Max Hari, denn heute hat vermutlich auch bei uns eine kleine Wertsteigerung stattgefunden – nicht auf einer Weinflasche. Herzliche Gratulation Max.

Gleichstellung und Steuerprogression


Die Vernunft Schweiz schreibt über die Gleichstellung der Frau und die Steuerprogression in der Schweiz.

Für den Trader haben solche Überlegungen keinen grossen Nutzen, ausser sie fragen sich, was sie in 10 Jahren machen, wenn noch viel mehr gut ausgebildete SchweizerInnen traden werden. Der langfristige Anleger kann sich aber mit den beiden Beiträgen Gedanken machen, ob die Schweiz in 10 Jahren noch ein attraktives Land ist und ob wir immer noch über gut ausgebildetes Personal verfügen.

«Gleichstellung von Frau und Mann

Seit 1981 ist die Gleichstellung von Frau und Mann explizit in der Bundesverfassung verankert und somit die rechtliche Gleichheit von Frauen und Männern gewährleistet. Dennoch gibt die tatsächliche Gleichstellung immer wieder Anlass zu Diskussionen. Der folgende Text soll einen Überblick über die Entwicklungen sowie die aktuelle Situation der Gleichstellung der Geschlechter in den wichtigsten Bereichen verschaffen. … lesen sie bei Vernunft Schweiz weiter …»

Die Steuerprogression in der Schweiz

In den vergangenen Jahren hat sich der Steuerwettbewerb durch die Einführung von teilweise degressiven Steuersystemen (abnehmender Steuersatz bei hohen Einkommen) in zwei Kantonen weiter verstärkt. Diese degressiven Steuersysteme wurden von vielen politischen Gruppierungen als ungerecht und unsozial bekämpft, da sie nur den Reichen zugute kommen würden. Die Befürworter argumentieren im Gegenzug, dass damit neue Vermögende angezogen werden können und sich das für alle lohne. Nach den vielen Steueranpassungen in den letzten Jahren zeigt dieser Text, wie hoch die Steuerprogression bei der Einkommenssteuer in den einzelnen Kantonen tatsächlich ist und wie viel die Reichen an Steuern bezahlen. … lesen sie bei Vernunft Schweiz weiter …»

Das Thema Steuerharmonisierung wird vermutlich noch einige Male zu reden geben und auch, dass die Gleichstellung zum Beispiel im Bildungssektor noch lange nicht erreicht ist. Auf der andern Seite haben heute jeder dritte 30-Jährige und jede fünfte 30-Jährige ein Studium hinter sich. Vor allem für die Schweizer Industrie dürften sich in den nächsten Jahren und Jahrzehnten grosse Änderungen abzeichnen. Das «einfache Handwerk» wird weiter abnehmen oder ins Ausland verschoben. Da bleibt zu hoffen, dass die Ausbildung dieser Entwicklung Rechnung trägt und entsprechend hohe Anforderungen stellt.

Grüne, rote, blaue, weisse oder graue Biotechnologie


Die Biotechnologie, vermutlich eine der grossen Zukunftsbranchen, kann man nach Farben einteilen.

Die Farben hat auch meine Pflanze vor meinem Büro gewechselt. Von grün wechselte sie zu Gelb. Zudem habe ich ihren Standort in den Esszimmerbereich verlegt. Jetzt spriessen nicht nur neue Blätter, auch neue Zweige stossen extrem schnell gegen oben. Eigentlich genau gleich, wie jedes Biotechnologie-Venture-Capital. Irgendwo wird es manchmal still um sie, einige verwelken ganz und dann fängt die Firma an zu wachsen, zu blühen. Die Pflanze, eine kleine Naturaldividende für Aktionäre, ist eigentlich ein Unkraut – das Solanum Glaucophyllum – das Calziferol oder eben das Vitamin D3 in einer Zwischenform, so genannten Metaboliten enthält.

Ergocalciferol, Cholecaliciferol, Calcidiol, Calcitriol und Calcipotriol … lassen wir es lieber, hier begebe ich mich auf «Glatteis». Dafür gibt es den CEO von Herbonis, Dr. Glatthaar. Das ist für viele ein Problem beim Beurteilen der Biotechnologie, es fehlt meist exakten Detailwissen (oder an Leuten, die es weitergeben können) und ohne dieses rennt man eher einem Trend nach, als dass man überzeugt ist, ein wirklich tolles Biotechnologie-Unternehmen gefunden zu haben. Ganz so sicher ist man sich da nie. Die Risiken sind hoch, die Chancen höher, denn verlieren kann man «höchstens» 100 Prozent. Wer zum Beispiel bei diesem Engagements einsteigen will, der kennt nicht nur den Unterschied zwischen einer Legehenne und einem Broiler, sondern sollte sich intensiv mit Osteoporose und anderen Mangelerscheinungen auseinander setzen.

Bei Biolytix Witterswil finden sie einen interessanten Artikel (10.11.06) über die Biotechnologie-Branche, die in Bewegung ist – «Junge Wilde drängen nach». Wer auch jung und wild darauf ist, der soll zuerst mit mir ins Gespräch kommen und einen Risiko-Check machen. Bevor man sich grün und blau ärgert, denn die Branche hat extrem viel zu bieten – hier nur mal so zum reinschauen, welche Firmen sich so an einem Biotech-Anlass treffen. Es hat sich schon oft gezeigt, dass wenn die Menge an Zeitungs-Artikel und Fachartikel über eine Firma steigt, es interessant ist seit einigen Jahren mehr zu wissen, sich darüber laufend informiert zu haben und vielleicht gar auf die Wirkung von Mutter Fortuna hofft. Aber Achtung, es kann auch schief laufen. Das Swiss Equity magazin hat im Private Equity Special über Herbonis geschrieben. Ihre einzige Warnung: «Herbonis ist in einem zukunftsträchtigen Markt tätig, in dem sich allerdings auch Grosskonzerne wie Novartis tummeln.» Gefahren gibt es überall. Dies ist keine Aktienempfehlung, solche bleiben meinen Kunden vorbehalten, sondern eher ein Hinweis, wie risikoreich und langfristig solche Anlagen zu halten sind und wie intensiv man sich mit einer fremdem Branche beschäftigen muss.

Eben, sich mit der Materie auseinander setzten, sonst könnte man sich vielleicht grün und blau ärgern. Und wenn wir schon bei den Farben sind, im Artikel der BAZ (Junge Wilde … s. oben) wird die grüne, rote, weisse oder graue Biotechnologie erwähnt (Quelle Ernst & Young)t. Eine Aufstellung mit der fünften Farbe ist bei Wikipedia zu finden – die blaue Biotechnologie.

Solanum Glaucophyllum

… Solanum Glaucophyllum – ein Nachtschattengewächs und im Hintergrund sind noch zwei Arbeiten von Tinguely im Zusammenhang mit Wein zu finden – diese Weine waren übrigens herrlich und Gewächse, die in der Nacht Schatten werfen immer giftig – auch Vitamin D3, trotz seiner helfenden Wirkung.

Ethische Investments haben Hochkonjunktur


«Die Finanzindustrie nutzt die Vorweihnachtszeit zur Vermarktung nachhaltiger Anlageprodukte. WELT.de stellt eine Auswahl vor.

Frankfurt/Main – Spätestens wenn die Glühweinstände die Innenstädte erobern, kommen auch die Deutschen wieder in Spendierlaune. Das wissen wenige Wochen vor Weihnachten nicht nur Hilfs- und Spendenorganisationen zu nutzen. Auch die Finanzindustrie hat das saisonale Muster offenbar als ideale Grundlage zur Vermarktung entdeckt. … lesen sie weiter bei WELT.de – ein Artikel von Patrizia Ribaudo»

Einer der ehrlichsten Artikel über die Ethikprodukte, die ich je gelesen habe. Ich kenne wenige Fonds, die sich mit meinem Verständnis für Ethik, als ethische Produkte bezeichnen können. Mit Ethik Geld zu verdienen ist nicht einfach – es ist eben ethisch. Aber es gibt Aktien, die man durchaus empfehlen kann, weil sie wirklich eine gute ethische Einstellung haben. Die negativen Beispiele überwiegen und kommen einem auch viel eher in den Sinn.

Ethik kann zur heutigen Zeit nicht mit Rendite gleichgesetzt sein. Es ist vermutlich noch einige Jahre oder gar Jahrzehnte zu früh dazu. In der Ökologie ist dies heute eher möglich – aber dies wird fast immer mit einem höheren Risiko erkauft. Jeder hat auch seine eigenen Vorstellungen über Ethik und Ökologie. Das versuche ich bei meinem Kunden mit dem Martischen-6-Eck heraus zu finden.

Zum Artikel der WELT.de ist vielleicht noch nach zu tragen, dass es bei den Mikrokrediten noch viele andere Produkte gibt. Ethischere und auch andere. Über Oikocredit und die Grameen Bank habe ich vor rund ein ein halb Jahren geschrieben. Diesen Oktober hat Muhammad Yunus, der 20 Prozent Zins nimmt, den Friedensnobelpreis erhalten. Auf ethische Art Geld verdienen ist nicht einfach, aber möglich und es gibt eine grosse persönliche Befriedigung.

Auf den WELT.de Artikel hat mich Aficionado aufmerksam gemacht. Danke. Rund eine Woche vor meinem oben stehend verlinktem Beitrag über Mikrokredite, habe ich über Tabak – Ökologie oder Ethik geschrieben. Dieser dürfte heute in meinem Nachbarkanton Solothurn vermutlich in der Klickrate steigen. Ich schaue heute Abend in Solothurn, ob die Sicht durch weniger Rauchschleier besser wird, aber vermutlich ist aktuell der Nebel das grössere Problem.

Gestern wurde in Solothurn der «Pastoraler Entwicklungsplan PEP»vorgestellt, der auch mit Ethik zu tun hat. Kirchenethik ist aber nicht genau das gleiche, was wir unter Finanzethik verstehen. Aber es gibt Bereiche, wo man das gleiche meint. Zum Beispiel Kapitel 1.1 «Die Zeichen der Zeit erkennen». Streicht einmal alle Worte heraus, die etwas mit der Religion zu tun haben. Das ist dann die Ethik, die in den erwähnten Produkten im Artikel der WELT.de eben fehlt.

Es schadet nichts, wenn man der Welt immer etwas voraus ist, so lassen sich im ethischen Blickwinkel auch Laster noch geniessen. Es ist nur eine Frage der Art und der Menge. So gesehen, war die Vorstellung des Martischen-6-Ecks das erste Blogger-Treffen der Schweiz im Sektor Wirtschaft. Im letzten Beitrag bei Klaus J. Stöhlkers Blog ist über Borat zu lesen. Aus ethischen Gesichtspunkten wäre dieser Film, wenn er tatsächlich humorvoll wäre, vertretbar. Der Film bringt aber das Publikum nur ein einziges mal richtig zum Lachen – schauen sie sich lieber Casino Royal mit James Bond an, da wird mehr gelacht. Erstaunlich? Nein, es ist nur das ethische Empfinden. Ein Casino ist an und für sich schon ethisch umstritten, aber das Casino Royal ist in dieser Beziehung ein Paradebeispiel im Filmbusiness – den Film gab es 1967 schon einmal.