Zukunftsdialog

Eine öffentliche Debatte zum bedingungslosen Grundeinkommen (BGE) im Chor des Grossmünster. Einige Aussagen, einige Textbruchstücke.

Zum BGE und zum Programm verweisen wir auf den letzten Beitrag.

Sigrist und Peter

Die Moderatoren, die Pfarrer Christoph Sigrist (Grossmünster) und Res Peter (Neumünster) konnten etwas über 100 Personen begrüssen. Rund ein Dutzend war als „unter 50-jährig“ zu taxieren, diejenigen, die sich vermutlich einmal mit den Auswirkungen des BGE befassen müssen oder dürfen.

Muschg

Atsuko Muschg zusammen mit ihrem Ehemann Adolf Muschg, der sich sichtlich freut, im Grossmünster eine Reformation auszurufen, mit dem Rücken zur Kanzel, wie er betont. „Seine Tochter, Mutter eines Kleinkindes werde für ihre Leistung, die sie erbringt, nicht bezahlt. Millisekunden, das ist der heutige Arbeitstakt des Geldes, im Gewinntrieb gibt es keine Grenzen.“

Bete und arbeite, sagte schon Zwingli und kurz zuvor erzählt mir jemand, dass etliche Mitarbeiter bei einer Grossbank wegrationalisiert werden. Neu wird in Polen gearbeitet. Vermutlich wie Viseca, die fast drei Wochen braucht, um sich bei mir zu melden, nachdem ich mitgeteilt habe, dass ich für eine Übernachtung zweimal belastet wurde. Fehler gibt es überall, aber wenn wir in der Schweiz alles auslagern, dann braucht die Fehlerbehandlung extrem viel länger. Sie wird zwar billiger, meist schlechter, aber 80 Angestellte in Bundesbetrieben verdienen ja dann noch mehr, als BundesrätInnen. Vielleicht verdienen ja sogar von diesen 7 einige zu viel. Par merlin, durch eine Spaltaxt, müsste allenfalls mal Remedur geschafft werden. Sorry wegen meiner bösen Worte, aber was ich in Zürich höre und nur stichwortartig festhalte, bestätigt, dass einige Menschen in Zukunft in der Schweiz unweigerlich Probleme kriegen – wenn sie die nicht schon haben. Schön für alle die, die eine Pension bekommen. Zumindest hier war die Grossbank generös und hat 2/3 übernommen.

Muschg muss weiter nach Solothurn, an die Literaturtage. Sein Weg führt über Olten und er wird Peter Bichsel wieder sprechen. Ich höre beide philosophieren. Peter, du bist genau 10 Monate, 10 Tage, 10 Stunden und 10 Minuten jünger. Und mein Vater ist 8 Jahre und einen Tag älter und wie hoch ist der Wellengang, den Leute auslösen, die vermutlich mit der AHV und der Pensionskasse mehr als 2500 pro Monat zur Verfügung haben? Total spannend, was hier alles erzählt wird. Sorry, aber ich finde keinen einzigen Beitrag, der über diesen Anlass berichtet und ich erhalte nicht einmal ein BEG, damit ich mich mit diesen Zeilen finanzieren kann. Aber Spass macht der Anlass und er regt an.

Nach 50 Jahren, wo ich mich mit Politik „rumgeschlagen“ habe, wäre es vielleicht wieder mal an der Zeit – in dieser grosskapitalistischen Zeit – über den Marxismus nach zu denken. Leute, quere werden überleben aber viele andere, denen es heute zu gut geht, werden untergehen.

Teilnehmer

Jacquelin Padran, „garantiert unbestechlich und ohne Tatoo“ und die Gespräche nach der Veranstaltung „mit den Rednern“, wie sie im Flyer erwähnt sind. Frank Mathwig, einer unter ihnen, erinnert sich … viel Text, wichtig sind Randbedingungen. Thomas Wipf fragte ich, wieso er nicht die 2-3% der Extremisten links und rechts der friedlichen „Masse“ nicht mehr beachtet und als SKE Präsident, sich mit den mindestens 95% vernünftigen aller Religionen beschäftigt. Sorry, die Nebenbemerkung, aber hier geht es ja ums Geld, ums bedienungslose resp. bedingungslose Geld.

Dann spricht Klaus Heer. Sein letztes Buch „Was ist guter Sex?“ Schnipp. In Deutschland einen Drittel billiger. Sicher nicht schlechter. 10 Thesen, nicht 95 wie vor 500 Jahren bei Luther. „Die neue Freiheit ist viel anspruchsvoller, als die alten Sachzwänge.“ Diesen Punkt, sieben, den müssen sie sich merken.

Mann diskutiert über 4,8 Mia – Milliarden – Einkommen, die ein Fondsmanager in einem Jahr verdient hat – oder waren es 14 Milliarden, wie sich die Vortragenden wiedersprechen. Diejenigen, die ich angefragt habe, wissen es auch nicht. Egal, 4 800 000 000 USD oder CHF verdient anscheinend einer jährlich. Die Währung ist total nebensächlich – 1 USD gleich 1 CHF oder ein Euro. Die Differenzen sind viel zu marginal um hier zu diskutieren. Wenn ich einigermassen korrekt gerechnet habe, ergibt das 40 000 Einheiten pro Minute!!!!!!Und wir diskutieren hier über 30 000 pro Jahr!!!!! Vielleicht kommt er auf etwas mehr produktive Arbeitsstunden pro Jahr, als wir armen Kirchenmäuse, die wir hier im Chor zuhören.

Noch so einige Highlights: „Arbeitsmarkt ist eines der zynischsten Wörter, die es gibt!* „Wir gehen an den Bürkiplatz, zum weiteren Diskutieren.“ Das ist einen Einschub wert, was ich hier, zwei Stunden später erlebe. Superschnäppchen, sucht die in dieser Finanzmetropole wo viele das Gefühlt haben, sie gehören irgendwie zum Geldadel. Grosse, sehr gut erhaltene rund 150-jährige Biedermeier Meerschaumpfeife (Mundstück fehlt), für zwanzig Franken, die Asche ist noch drin. Sowas gibt es nur in Zürich. Dazu gratis eine Bruyère, die wie ein Baumstrunk geschnitzt ist und ein langes Holzmundstück aufweist. Zwei wunderschöne Sammlerstücke. Als Dreingabe noch eine Holländische handgefertigte extralange Tonpfeife, die regulär gekauft schon teurer ist, nie geraucht wurde, aber schon (oder eher noch) mit Tabak gefüllt ist. Dafür viel Plunder, der meist überteuert ist. Schickimicki sagen die einen, Zürcher lieben das Fremdwort Sciccheria. Zwei drei Bereiche dazu sind super und relativ günstig. Aber hier auf dem Finanzblog, es gibt nur versteckte Tipps. Und beim Abfall Kissen, Computerspiele … ein Mostkrug aus Steinzeug. Wer bezeichnete das Ding immer als Bembel. Heinz Schenk vom Blauen Bock.

Und geschenkt wird beim BGE nichts, daher noch mal Praxis und Theorie. Ein Pfarrer verdiene heute 8000 CHF, dann erhalte er in Zukunft 2500 BGE und 5500 Pfarrlohn. „Wir müssen den Siegeszug des Kapitalismus bremsen!“

Tu um Gottes Willen etwas tapferes!

Das hatte Zwingli und heute Adolf Muschg gesagt.

Und ich warte immer noch auf das Bild mit dem Originalspruch. In Zürich habe ich es schon in riesengrosse Goldlager geschafft, aber im Grossmünster in die Sakristei, der Arbeitsraum der Pfarrer, vorzudringen da braucht es weiss Gott gegen oben bessere Beziehungen. Es ist wie mit dem BGE. Der Wille und die Notwendigkeit wären da, aber das Denken wird noch zwanzig Jahre hintendrein hinken. Zusammenfassend wurde gesagt oder kann geschrieben werden: „Das BGE wird kommen, aber noch nicht in diesem Jahr. Die AHV und das Frauenstimmrecht – heute nicht mehr wegzudenken – brauchten auch mehrere Anläufe.“

JA für Grundeinkommen dank Panama

Beim BGE, dem bedingungslosen Grundeinkommen scheiden sich nicht nur die Geister, sondern auch helle Gestirne. Es wird wohl die umstrittenste Abstimmung werden, die ich je miterlebt habe. „Die grösste Frage der Welt“ sollte nicht von den wenigen grossen entschieden werden. JA – tragt ein JA ja in die Welt. Seit mal mutig und leitet eine notwendige Wende ein.

Der Kommunismus ist tot. Aber ein bisschen gesunder Marxismus würde der Welt nicht schaden. „Die UdSSR ist tot, es lebe die Schweiz„. Zugegeben, es gibt weltweit zumindest noch ein Land, wo knallharter Kommunismus vorgelebt wird. Nord Korea. In welchem Land wurde deren King Kong ausgebildet? In der Schweiz und vermutlich nicht nur vermutlich, sondern echt. Nicht in der Hauptstadt der neutralen Schweiz, in Bern. In den beiden südöstlich gelegenen Nachbargemeinden Köniz und Muri.

Noch bin ich alles andere als ein Verschwörungs-Theoretiker, aber wenn man solchen Tatsachen in den Rachen schaut, dann begreife ich jeden, der behauptet, wir werden gesteuert. Mit dem BGE kommt alles andere als der Kommunismus zurück. Das BGE ist eigentlich kein ökonomisches Thema, sondern zur jetzigen Zeit eher ein philosophisches. Die haargenauen Auswirkungen kennt niemand und Nobelpreise wurden eh schon für gegensätzliche Meinungen vergeben. Also total müssig, über jedes Detail im Voraus nach zu denken. Die Zeit wird es erst zeigen und dann können wir Korrekturen einfügen. Die Schweizer Gesetzgebung ist mustergültig dafür in der Handhabung.

Wie lebt es sich mit 2500 Franken?“ im Monat. Ich kenne wenig Leute, die diese Erfahrung wirklich haben und damit leben wollen, geschweige denn können. Man kann in der Schweiz sogar mit weniger leben. Aber das braucht echte Grösse. Den meisten würde dies nicht gelingen, die wollen mehr. Und haargenau diesem Umstand ist es zu verdanken, dass die Schweiz so weit gekommen ist. Die Schweiz ist eigentlich ein Superland. Nur vergessen wir dies oft. Es kommt wenigen Personen in den Sinn, auszuwandern oder nach den Ferien nicht mehr zurück zu kommen. Das Grundeinkommen würde vor allem denjenigen helfen, die in der heutigen Zeit alles andere als verwöhnt sind: Aussenstehenden, einigen Randständigen, Benachteiligten, einigen Philosophen und vermutlich einigen faulen und bequemen Leuten. Aber die letzte Gruppe hat es im Mittelstand und immer wieder zu beobachten in der öffentlichen Verwaltung auch geschafft, mit „Schleimscheissen“ ohne grossen Arbeitsaufwand nach oben zu rutschen.

Diese Gruppe ist strikt gegen das BEG, weil sie Angst haben, dass es viele Faule gibt, die sich nicht so einfach in Hierarchien anpassen und wie sie selbst dem Chef um den Mund schmeicheln können. Dann gibt es viele hand- und landwerklich Beschäftigte, die für ihren Lohn krampfen müssen und nie gesehen haben, wie sehr viele Schweizer ihren schönen Lohn eigentlich viel zu leicht verdienen. Und genau diese Gegner könnten sich eine bessere Zukunft aufbauen, denn denen wäre es möglich zahlbare Arbeitskräfte zu bekommen, welche gerne eine sinnvolle Arbeit ausführen möchten.

Mit dem Bedingunslosen Grundeinkommen wäre es uns sogar möglich einige hunderttausend Flüchtlinge aufzunehmen und der Schweiz einen noch nie dagewesenen Energie-Schub zu geben, der die Schweiz an einigen Orten zu ganz neuen Ufern bringen könnte – Landwirtschaft, Tourismus, Pflegewesen, Kunst – nur um einige zu nennen.

Dann gibt es eine weitere Überlegung, die für das BGE spricht. Die Rationali-sierung. In den vergangenen gut 100 Jahren hat diese in der Schweiz zu Wohlstand geführt. Die nächsten 100 Jahre dürften anders aussehen. Viele der wegrationalisierten Jobs wurden durch Administration und Kontrolle wettgemacht – Dienstleistungsaufbau heisst das moderner ausgedrückt. In der Schweiz hergestellte Produkte und Dienstleistungen die wir ins Ausland verkaufen, schaffen Wohlstand. Gegenseitige administrative Beschäftigungs-therapie bringt keine echte Wertschöpfung. Unnütze Produkte  eigentlich auch nicht. Und wenn sie in noch brauchbarem Zustand entsorgt werden, schaden sie der Volkswirtschaft nur. Alles andere ist Unkenntnis der ökonomischen Grundlagen, geschweige denn der ökologischen.

In der Schweiz ist ein Umdenken angesagt, denn es wird so viel von oben berichteter Unsinn gedruckt oder digital verbreitet. Aber es sind doch die Kreise, die froh sind, wenn ein benutzbares Bett, ein Schrank, ein Buch … weggeworfen wird, denn jemand oder gar ein Freund kann dann eher ein neues verkaufen, weil derjenige, der jetzt ein Gratisbett hätte, sich vielleicht einen Fernseher mit dem eingesparten Geld kaufen würde. Schade haben viele keine Kollegen, die TV-Geräte verkaufen, sonst würden sie eine volkswirtschaftliche Erfahrung machen, die eigentlich jedes Kindergartenkind schon nachvollziehen kann.

Ironisch sperbern auch andere: „Mindestlohn für humanoide Roboter„. Lesen sie diesen Beitrag. Denken sie an ihr bisher angedachtes Nein in der Abstimmung. Zumindest falls sie Scanner, e-Banking und andere moderne Errungenschaften etc. benützen, bevor sie selbst mit moderner Technik in Produktion und Handel und demächst auch im Büro jobgekillt werden.

Früher oder länger regieren nur Grosse die Welt. Das war früher anders.

„Girls, Girls, Girls“ und Boys hört euch einmal den Songtext von Panama der Sailor an. Dieses Land war damals vor allem für Dutyfree bekannt, für die Kleinen ein Einkaufsparadies. Heute wird Grossen „der Spiegel für die Panama Papers“ vorgehalten.

Wollt ihr diese Entwicklungen. Packt die Chance und stimmt JA! Die Welt braucht wieder mal ein mustergültiges Land und wir sollten auch wieder einmal ein Vorbild sein. Wir können dies nämlich – besser als all die andern.

Nachtrag: Der US-Ökonom und ehemalige Arbeits-Minister Robert B. Reich (unter Bill Clinton) – bekannt von Supercapitalism – sagt: „Ohne Grundeinkommen wird es nicht gehen„.

Tamara Funiciello von der JUSO ist für die 25-Stunden-Woche. Hier wage ich „Schiffbruch“ voraus zu sagen. Auf freiwilliger Basis wird dies nie gelingen, denn von den Gutverdienenden haben zu viele einen Job, der sich nicht so leicht ersetzen lässt. Und wenn man die unproduktiven Stunden pro Mitarbeiter anschaut, werden die sich bei einer Verdoppelung der Mitarbeiter vermutlich so weit steigern, dass mit zwei zukünftigen Mitarbeitern gleich viele produktive Arbeitsstunden geleistet werden, wie bisher mit einem. Dass jeder nur noch 25 Stunden arbeiten darf, das ist reine Utopie.

Rekord über Rekord


Der DAX hat 10’000 Punkte überschritten und die Temperatur ist auf Höchststand.

„Die wichtigsten Gründe für und gegen neue Börsenrekorde“

Seit 138 Jahren Hitzerekord an Pfingsten. Der Dax ist eine „feste Menge“, nachvollziehbar. Pfingsten, die schwanken zwischen dem 10. Mai und dem 13. Juni. Fallen aber zwingend auf einen Sonntag. Trotzdem ist an diesem Freitag ein kleiner Rekord zu verzeichnen – der 13. und Vollmond – exakt 5 Uhr 11 und 31 Sekunden.

Mond

Prognosen sind manchmal auch für eine kurze Zeitspanne nicht einfach. Gewitter verhalten sich wie Börsen … von vielen Einflüssen abhängig. Windig war es bei uns, stark und die beiden Gewitter zogen nicht bei uns spurlos vorbei sondern wir waren mittendrin – zwischen 22 und 23 Uhr vielleicht 20 gut warnehmbare Blitze, der eine nicht weit weg in den Wald – Blitz und Donnerschlag nur Sekundenbruchteile auseinander. Grob rechnet man mit 3 Sekunden pro Kilometer. Genau etwas weniger, bei trockener Luft (und die ist ja meist tropfnass beim Gewitter) und dann müsste man noch die Höhe kennen, wo der Donner entstanden ist – dann kommt der Pythagoras.

Ganze zwei Milimeter Wasser hat es geregnet. Nicht viel, verglichen mit den Rekorden. Und trotzdem, das ergibt auf meinem Land knapp 500 alte Zinn-Giesskannen voll. Aber nur 2/3 des durchschnittlichen täglichen Niederschlags. Durchschnitte sind immer abhängig von der zur Verfügung stehenden Angaben. Bei der Marktforschung gibt man sich mit 1000 oder etwas mehr Meinungen zufrieden. Beim Wetter zeichnet man in der Zwischenzeit alle 10 Minuten die Temperatur auf. Die Börse ist wesentlich weiter, die gibt auch den Umsatz an. Uns fehlt bei der Temperatur die eigentlich wichtigste Angabe – die Leistung, Energie oder wie man dem auch sagen will. Galileo Galilei und sein Schüler lassen grüssen. Nach 400 Jahren Thermometer sollte man etwas neuzeitlicher werden.

Aufzeichnungen sind nicht einfach zu finden. Schon gar nicht für Laien innerhalb der Forschung oder der Bundesverwaltung. Die Rekorde bei Meteo Schweiz sind gerade einmal seit 1981 aufgelistet – und das mit einer Aktualisierungsrate von weit über einem Jahr und zudem mit über zwei Jahre veralteten Daten. Nehmen sie einmal die Schneehöhe. 1980 fielen in Simplon Dorf (1476m) in 12 Stunden 250 cm Neuschnee und auf dem Simplon-Pass (2005m) 360 cm. Inoffielle Messung, denn diese fand nicht jede Stunde neu statt – die Schneelast hat den zuvor gefallen Schnee zusammengedrückt – also müsste das offizielle Ergebnis deutlich höher sein.

Viel Spass an den warmen Tagen und hier noch eine schöne Liste für wüste Tage – diverse Wetter-Radar-Links. Und immer schön die Augen auf, was oben geschieht.

Rotmilan

Der Rotmilan ist einfacher zu fotografieren, als im Laut nach zu ahmen – zumindest für mich eine hohe Tonlage. Einfacher geht es da beim Waldkauz oder waren es Waldohreulen, die gestern auf meiner Tanne gelandet sind und schauen wollten, wer da ähnlich pfeift. Nur fotografieren wird bei der Dunkelheit schwieriger und nach den ersten Donnerschlägen suchen sie den nahegelegen Wald auf und verstummen.

Nach- und querdenken: feel free


Free.fr hätte den Preis für „Das dämlichste Unternehmen 2012“ verdient, falls ich diesen wirklich verleihen würde. Es gibt noch einige Philosophien aus Wirtschaft und Politik, die es im neuen Jahr zu überdenken gilt.

Der Staatspräsident François Hollande will Frankreich modernisieren. Modernisieren? Das geht ja fast nicht mehr. Aber vernünftiger machen, das könnte man. Free.fr gibt es jetzt im 13. Jahr in Frankreich und auch ich feiere das 13. in dieser Republik. Bisher hat das Internet immer funktioniert, bis zum Wechsel auf das neue Modem und vor allem, was im Hintergrund, besser müsste man eigentlich sagen, im Untergrund, alles abläuft. Das Modem muss umgetauscht werden, altes gegen neues. Das alte lief, das neue empfängt keine digitalen Signale. Sofort die Hotline anrufen. Hier meldet sich der Computer … bitte drücken Sie … das kennen wir ja zu genüge. Aber free.fr schiesst den Vogel ab, dreht sich im Kreis … rufen Sie 3244 an. Zurückgerufen wird nie. Die Nummer wurde einige Male eingetippt.

Die vielen Mails kann man auch nicht beantworten – Empfänger unbekannt. Zwei Schreiben nach Paris. Es folgt jeweils ein E-Mail, das natürlich nicht beantwortbar ist und die Aufforderung, doch 3244 anzurufen. Liebe Free.fr, wenn Sie mir eine Telefonnummer angeben, wo ein ganz normaler Mensch erreichbar ist, dann sehen wir vielleicht weiter. Monsieur Hollande wird es in Frankreich nicht einfach haben, zu modernisieren. Moderner geht nicht, aber vielleicht halt doch vernünftiger.

Vielleicht müsste auch die Schweiz ein wenig nachdenken. Die Geldmenge, zumindest die Erhöhung scheint mir auf einem beängstigenden Niveau anbelangt zu sein. Nur so zum Vergleich. Gemäss IWF, Thomson Reuters, UBS sind wir auf dem Indexstand (Jan. 2007 = 1) von über 7 (sieben!), England auf 4, die USA auf gut 3 und die EZB auf gut 2. Hoffen wir nur, dass die SNB und die Schweizer Politiker gut spekulieren. Für die Schweiz sehe ich nicht gerade knallschwarz, aber etwas mulmig ist mir schon dabei.

Seien sie versichert, es kommt gut. Sie müssen nur (richtig) investiert sein … und Schulden haben. Entschulden kann man am besten, wenn die Zinse tief sind und die Inflation hoch. Ein Widerspruch. Vermutlich nicht, denn es deutet auf lange Frist alles darauf hin, dass uns dies erwarten dürfte. Die einzige Möglichkeit, die Staatschulden runter zu bringen, inflationsbereinigt. Oder sollte man einen Schuldenschnitt machen, zum Beispiel in Griechenland. So wie in Argentinien? Da würden ja vor allem die Geldgeber darunter leiden. Da wird wohl das Naheliegenste sein, dass Griechenland im Euro-Pakt bleibt. Oder nicht?

Gespannt bin ich auch, was die Politik 2013 im Finanzsektor bringt. Hier müsste die Schweiz modernisieren. Vorbild sein. Wir haben viele gut ausgebildete Finanzfachleute, die auch in Zukunft in dieser Branche Geld verdienen möchten. Vernünftig, nicht nur abzockend. „Habgier – eine Todsünde wurde zur Wirtschaftstugend„, betrifft nicht ganz alle. Vermutlich mehr Manager, als Untergebene. Hoffen wir, dass der Tagi mit seinem Ausspruch über die Netzwerke des Bundesrates zur Hochfinanz Recht behalten wird.

2013 verspricht ein spannendes Jahr zu werden … und mit etwas Aberglauben, freuen sie sich erst recht auf 2017 – wieder eine Primzahl. Vergessen sie die guten Vorsätze, begeistern sie sich für Visionen.

Aktuell bei libref. – liberal reformiert: „Kleiner Vorrat an Publikationen“

Aktuell beim befreundeten Personalblog: „“Inconvenient Truth“ – „unbequeme Wahrheit““

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„Volkswirtschaft = Volk mit/gegen Wirtschaft?“

Vor 2 Jahren erschienen:
De10ium: auf zum wilden Westen – Teil 3

Vor 3 Jahren erschienen:
Blasen im 2010?

Vor 4 Jahren erschienen:
Prognosen – man kann alles ins Lächerliche ziehen

Vor 5 Jahren erschienen:
Ausblick – beim Investieren zählt die Vergangenheit nicht!

Vor 6 Jahren erschienen:
Die Welt dreht weiter …

Vor 7 Jahren erschienen:
Was bringt 20060103 – das Jahr der Bequemlichkeit?

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La Cucaracha – die Kakerlaken-Theorie


Kennst du die Kakerlaken-Theorie wie sie in 20-Minuten beschrieben ist?

Die Frage war auch an mich gerichtet. Also geht man auf die Suche nach der nicht ganz wissenschaltlichen Kakerlaken-Theorie oder der Cockroach-Theory wie sie auf Englisch heisst.

Sobald man eine Kakerlake sieht, hat es schon extrem viele die im Versteckten sind.

Dann gibt es noch die zweite Theorie, die besagt, dass diese uralten Viecher – 300 Millionen Jahre – als einzige einen Atomkrieg überleben können.

Dies wird wohl auch der Grund sein, weshalb sich die Amerikaner über die Kakerlake oder die Küchenschabe nur zurückhaltend äussern dürfen. Am bekanntesten dürfte dieses Insekt wohl in Latin American und Spanisch sein – la Cucaracha. Aber zurück zu den Amerikanern. Bill Haley and the Comets brauche ich wohl nicht zu erklären. Aber versuchen sie mal eine Lyrics von ihrem Song „La Cucaracha“ zu finden. Genau gleich geht es mit dem wohl bekanntesten Interpreten, mit Louis Armstrong. Immerhin können wir den Text von Satchmo hören – … it badeludu dubadu dedella dudu oh … (oder zumindest ähnlich) :

Viele Text-Varianten sind angriffiger und im vermuteten Originaltext dürfte wohl über das fehlende „Marihuana pa‘ fumar“ gesungen worden sein. Das folgende Video erinnert etwas an unsere heutige Zeit:

… also bleibt uns doch die Freude über die Melodie und das Nichtahnen der noch versteckten Kakerlaken.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Unterschied der Börse zum Adventskalender

Vor zwei Jahren erschienen:
Assessment-Center – gut oder schlecht für die Börse?

Vor drei Jahren erschienen:
Ethische Investments haben Hochkonjunktur

Vor vier Jahren erschienen:
Trauriges Jubiläum – Todesstrafe in der USA

Babylonien : Dubai – aktueller Spielstand 1 : 1


Vor zwei Jahren habe ich den Beitrag «Dubai-City» will hoch hinauf – Babylon lässt grüssen geschrieben. Nicht weil ich die Bibel besonders gut kenne, sondern weil ich mich von Grössenwahn nicht immer anstecken lasse.

Dubai drängt auf Kreditaufschub

Die Finanzkrise hat das Emirat Dubai hart getroffen: Jetzt kann das Land Kredite nicht rechtzeitig zurückzahlen und löst damit Angst aus … lesen sie weiter bei ZEIT ONLINE …

Es kommt darauf an, ob man auf Fels oder Sand baut. Übrigens, die Rendite des DFM Index lässt sich heute immer noch sehen – in drei Jahren seit Beginn hat er sich verdoppelt.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Uferlos mit 20% – für einen Vogel der (nach) Salz roch … und von Sand berichtet

Vor zwei Jahren erschienen:
Abfallentsorung und Recycling müsste man vermindern (können)

Vor drei Jahren erschienen:
In Kunst oder Wein anlegen

Vor vier Jahren erschienen:
«Geld wie Heu» – «Time is Money»

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"Meine Aktienstrategie"


„Seine Aktienstrategie“ würde manchem nicht schaden, wenn er zumindest Einiges davon beherzigen würde.

Eine Generalanleitung, wie man an der Börsearbeiten muss wird es nie geben. Wenn sie sich aber durch diese 60 Seiten durchlesen – es ist keine Qual – merken sie vielleicht, wieso einige Anleger regelmässig an der Börse Erfolg haben und die grosse Menge, inkl. viele Fachleute meist den Durchschnitt, den Index, nicht erreichen. Es braucht System.

An einem einzigen Wort bin ich immer wieder hängen geblieben – an der Spekulation. Ich denke, dass man mit genügend intensivem Fachwissen die Spekulation umgehen kann.

Viel Spass beim lesen und auf der Internetseite „meine Aktienstrategie“ finden sie jede Menge von weiteren Finanzinformationen und Finanzlinks.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Das Albedonische Wertpapier XI.08 – 43 Prozent

Vor zwei Jahren erschienen:
Lieber Bundesrat (Sch)-Merz – statt Wein, Raps und Schnaps

Vor drei Jahren erschienen:
Prosecco in der Dose … einfach irre!

Vor vier Jahren erschienen:
Fusionen – welches Baugeschäft, welche Bank wählen?

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"Das Phänomen der Blase …


Spekulative Blasen sind eigentlich trivial: Es müssen sich nur immer wieder Anleger finden, die davon ausgehen, dass ein anderer ihnen morgen mehr bezahlt …

… lesen sie weiter in WELT ONLINE …

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
China schiesst mit Raketen: Künstlicher Regen

Vor zwei Jahren erschienen:
Nach Heiligendamm warten auf Tōyako, Hokkaidō

Vor drei Jahren erschienen:
Generalversammlung

Vor vier Jahren erschienen:
Gold und der 8-Jahres-Zyklus

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Nehmen Bullen und Schweine Abschied?


Der Name Schweinegrippe wollen Schweinezüchter gerichtlich verbieten. Das arme Sus scrofa domestica lenkt von der Finanzkrise ab und vielleicht sind es die Bären, die davon profitieren.

Liebe Schweine, ich möchte mich bei euch ganz herzlich entschuldigen, dass ich das Wort Schweinegrippe verwendet habe statt A(H1N1). Schon wieder Panne, Panne, Panne. Eure Besitzergewerkschaft, die swissporcs (auf Deutsch in etwa Schweizer Schweine) mögen das nicht. Ihr könnt aber getrost sein, ihr steht auch heute Mittag auf meinem Speisezettel.

Manchmal bin auch ich ein Schwein, so beim Schreiben zum Beispiel, wenn die ironische Art durchschlägt. Aber wenn ich ein echtes Schwein wäre würde ich es bevorzugen, wenn sich jemand einsetzen, dass ich nicht gefressen werde. Ihr Schweine seid schon zu Milliarden von Menschen hingerafft worden. Aber bitte übt nicht absichtlich Gegenrecht, das wäre unethisch. Ich wünsche euch alles Gute, dass ihr die Schweineinfluenza , die H1N1 Flu (Swine Flu) nicht bekommt.

Das Wort Schweinegrippe wird halt landläufig gebraucht, weil wir Laien dann wenigstens wissen, was wir ungefähr meinen, denn es gibt noch andere Ausdrücke dafür: A/H1N1, AH1N1 und dann die Varianten mit den Kleinbuchstaben. Genau genommen gibt es für nicht Immunologen oder wie die heissen mehr Verwirrung als Klarheit. Die erste Frau meines Grossvaters mütterlicherseits ist an diesem Virus gestorben. 1918, an der spanischen Grippe, dann gab es noch die Russische Grippe und andere gleichlautende Viren, die sich mit einem Zusatz unterscheiden … den habe ich noch nicht herausgefunden. Für die Grippe, die sich sichbar weltweit verbreitet gibt es noch andere Namen: Mexikanische Grippe, Nordamerikanische Grippe, Neue Grippe, Neue Influenza, Neue A/H1N1 oder auch Grunzgrippe.

Schwein gehabt wer das wirklich versteht. Die ganze Angelegenheit ist komplizierter als das der sterbende Bullenmarkt der sich auch diesmal als Bear Market Ralley enlarven dürfte. Der Trend zeigt vermutlich immer noch nach unten.

“ … Leerverkäufe von Aktien der US-Banken erreichen neue Höchststände

Ein Anzeichen für ein mögliches Ende der seit rund zwei Monaten andauernden Bear Market Ralley an den weltweiten Aktienmärkten könnte, der derzeit erreichte Höchstsand an Leerverkäufen von US-Bankaktien sein, die gerade dem Stresstest unterzogen worden sind … lesen sie weiter bei Readers Edition …

Arme Bullen und arme Schweine …

Schweine

… es gibt sie noch die glücklichen Schweine, sorry, die potenziellen negativen animalischen H1N1-Träger.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Wir haben es geschafft, ab in die nächste Finanzkrise!

Vor zwei Jahren erschienen:
Einfach vergessen: Aktientipps per E-Mail

Vor drei Jahren erschienen:
SNB – zwischen den Zeilen lesen?

Vor vier Jahren erschienen:
Feiern und Entlassungen über Auffahrt

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" Minskys Theorie der Finanzkrisen hat wieder Konjunktur"


Hyman Minsky sah schon früh die große Krise voraus. Seine Überzeugung: Die Finanzbranche sorgt im Aufschwung für Schuldenblasen – zwangsläufig …

… lesen sie weiter in der Wiwo …

„Der Garten Eden ist nicht genug

Die Schlange gehört zum Paradies dazu: Weil Hyman Minsky das sinngemäß beständig behauptete und gegen alle Widerstände verteidigte, ist der 1996 verstorbene Finanzmarktforscher zurzeit gefragt. Er ist der Ökonom, in dessen Büchern und Aufsätzen Angehörige seiner Zunft, aber auch Politiker und Politikberater stöbern – auf der Suche nach einer Lösung dieser so elementar erschütternden Krise. Er ist der Ökonom, der den intelligentesten Plan unter allen verfügbaren vorgelegt hat für das, was sich im Moment an den Kapitalmärkten abspielt oder eben nicht. Die Krise verliert deshalb nichts vom Weltbildzerstörungspotential, das ihr innewohnt – aber sie wird begreifbar … lesen sie weiter bei der FAZ …

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
«Topmanager erwarten das Ende der Baisse» – ein Aprilscherz?

Vor zwei Jahren erschienen:
Haben Immobilien-Beteiligungen eher Aktien- oder Immobilien-Charakter?

Vor drei Jahren erschienen:
Apple und Äpfel – sie kommen und gehen

Vor vier Jahren erschienen:
1. April und Börsengerüchte

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Die Aggressivität von Verkäufern wird immer ausfälliger


„In der Not frisst der Teufel Fliegen“. Heute sind extrem viele Finanzprodukte-Verkäufer in einer ganz misslichen Lage und sie müssen trotz Finanzkrise ihre Umsatzziele erreichen.

Fast täglich meldet sich jemand bei mir, der sein sensationelles Finanzprodukt verkaufen will. Fonds, Derivative, Venture Capital, Privat Equity – alles Produkte die garantiert eine super Performance erzielen werden. Mag sein, aber wieso war das bis jetzt nicht der Fall.

Die Dreistesten machen Produkte schmackhaft, die auf mich wie alter, abgestandener Kaffee wirken. Man(n) sei speziell ausgewählt worden, dieses Produkt zu kaufen. Ein absoluter Renner, ohne Risiko. Man solle doch nur eine kleine Tranche von einigen 10’000 Franken ordern. Weit über 90 Prozent dieser Produkte fallen bei mir nach der ersten Durchsicht gleich aus dem Rennen. Klumpfüsse noch und nöcher, einige sind wirklich sprichwörtlich vom Teufel geritten worden. Verkäufer sind heute zum Teil agressiver, als mancher Marktschreier, der die zwanzig Jahre alte Gemüseraffel immer noch verkaufen will.

Businesspläne werden zugestellt, meist solche, die der Bedeutung des Wortes nicht gerecht werden. Diese sollten unter Verkaufsprospekt vermarktet werden. Es brauche nur noch eine kleine Finanzspritze und irgendwo steht, wie viele Milliarden Umsatz man in wenigen Jahren bolzen will. Wie so haben die nicht schon längst alles verkaufen können? Sehr oft fehlen ganz wichtige Informationen, wie teuer ist eine Aktie, welchen Nominalwert hat diese, wie viel Agio (Aufpreis) bezahlten die bisherigen Besitzer. Höchst selten ist einfach heraus zu finden, ob die alten Aktionäre, meist die Gründer, Aktien aus ihrem Besitz abgeben oder ob sie bei einer Kapitalerhöhung auch weiter in ihr Untenehmen investieren.

Es geht nur um eines – um Prämien oder Rückvergütungen. Schliesslich wurden die Verkäufer bisher mit Boni bezahlt. Und 2009 möchte man auf einen ählich hohen Lohn kommen. Und die Finanzpresse hilft kräftig mit. Nicht immer sind die Beiträge als „Publireportage“, als kostenpflichtige Art von Werbung, gekennzeichnet. Zudem erschien Schlagzeilen wie „Das Erfolgsgeheimnis von ETF“ oder „Indexfonds setzen ihren Siegeszug fort“ zu Hauf. Ja, sogar die Postfinance will auf Indexfonds setzen, weil der Markt bekannt schlecht zu schlagen sei. Möglichst einfach, ohne grossen Personalaufwand Geld verdienen, nenne ich das.

Waren sie in der Schule mit der Note 3 1/2 zufrieden? Das ist der Durchschnitt aller möglichen Noten zwischen 1 und 6. Statistisch gesehen ist ein Index nur höher, wenn die Börse gestiegen ist. Aber auch dann werden sie nur irgendwo zwischen 4 und 4 1/2 sein – genügend, Durchschnitt eben.

Die Produkte, die zurzeit verkauft werden, zielen vor allem auf eines – Gebühren generieren. Im Saldo ist ein interessanter Beitrag: „Hohe Gebühren finanzieren heimliche Vergütungen.“ Wer den Saldo nicht abonniert hat, bezahlt drei Franken. Spot billlig, wenn man weiss, wie viel man einsparen kann. Es gibt sie immer noch, die Vermögensverwalter und Anlageberater, die keine solch hohen Gebühren haben. Vielleicht muss man sie heute suchen. Ganz gratis arbeite auch ich nicht, aber sicherlich nicht mit den erwähnten Ansätzen. Zudem sind „Kickbacks“, sofern die nicht direkt dem Kunden gut geschrieben werden, auf meiner Rechnung ersichtlich. Ziel ist, dass der Kunde diese direkt erhält, indem er weniger Bankspesen bezahlen muss. Bei den Banken ist aber mit diesem Modell auf keine Begeisterung zu stossen.

Also Augen auf, wenn jemand unbedingt einen Highflyer verkaufen will. Zum Voraus kann keine Garantie abgegeben werden, das sollte nach dem Finanzcrash eigentlich nun jedem bekannt sein. Gesunder Menschenverstand und den aggressiven Verkaufsschnuri links liegen lassen. Erst recht, wenn einer sagt, dem Kunden fehlen halt die Fachkenntnisse. Hier ist eine Portion GMV gefragt – gesunder Menschen-Verstand.

Die Beiträge über «Geld und Finanzen – leicht erklärt» – schaltet auch die Bloggerin Tari Eledhwen aus Solothurn und das Personalblog.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Der zukünftige Kunde III: «Hilfe – ich muss endliche meine Bank wechseln»

Vor zwei Jahren erschienen:
Unterschiede in Frankreich und Unterschiede zu Frankreich – übrigens, nicht der Sieger ist das Idol, sondern der ewige Zweite, weil der im Durchschnitt halt doch besser war – Poulidor

Vor drei Jahren erschienen:
Gloom, boom, doom – soon this noon? – in der letzten Zeit hat es hier über Marc Faber ganz bissige Kommentare gegeben

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Kaufen, verkaufen oder halten?


In der Printausgabe steht: „Aktien kaufen – jetzt erst recht“ und auf der entsprechenden Onlineplattform „Soll man jetzt Aktien kaufen?“ Die Antwort scheint doch nicht so einfach zu sein, wie das die Berner Zeitung darstellt:

Der tiefe Fall der Aktienkurse beschert manchem Investor schlaflose Nächte. Gerade deshalb bietet die Krise die die Chance, zu günstigen Kursen Aktien zu kaufen.

von Claude Chatelain

Das Ritual wiederholt sich in hartnäckiger Regelmässigkeit: Aktienkurse steigen und steigen, nur um irgendwann in die Tiefe zu fallen, ehe sie wieder zum Steigflug ansetzen. Anleger scheinen aus diesem Auf und Ab keine Lehren zu ziehen, obwohl das Phänomen der schwankenden Börsenkurse so alt ist wie die Börsen selbst. Die meisten Anleger kaufen, wenn die Börse boomt, und sie verkaufen, wenn die Kurse im Keller sind. Dabei sagt doch eine altbekannte Börsenregel: Kaufe in der Baisse – verkaufe in der Hausse … weiterlesen bei der Bernerzeitung …

Der Artikel ist sehr gut. Wenn jeder sich danach hält, so erzielt er zumindest durchschnittliche Erträge, da er gemäss Vorschlag in ETF investiert ist. Meine Meinung über Exchange Traded Funds wurde schon kund getan. Wenn sie langfristig den Durchschnitt schlagen wollen, dann ist Stockpicking angesagt. Und je tiefer das Börsenniveau ist, desto höher können auch diese Titel steigen. Es sei denn, man verlasse sich auf einen Kommentar des obigen Berichts. Gemäss dem Kondratieff- resp. Kondratjew-Zyklus sollen erst im Jahre 2060 die Aktien-Indices neue Höchststände im sogenannten Herbst-Zyklus (professionelle Ansicht) erreichen. Ähnliches wird für die Immobilienpreise prognostiziert.

Soviel Pessimismus kann ich nicht an den Tag legen. Aber es ist so, wenn einer eine Aktie kauft so verkauft ein anderer die gleiche Aktie. Immer sind zwei gegensätzliche Meinungen vorhanden. Ich stehe eher auf der Käuferseite, obschon wirklich noch Rückschläge mehr als nur möglich sind. Schlechte Geschäftsabschlüsse. Vermutlich werden das nicht die letzten sein.

Gemäss Zeitungsartikel soll man in der Baisse kaufen. Schauen sie einmal die Grafik des SMI an. Wo ist die Baisse? Rund sechs verschiedene Punkte stehen zur Verfügung. Im Nachhinein wissen wir immer wo die Baisse wirklich am tiefsten war. Und interessant ist auch, dass zurzeit eher gewiefte Anleger kaufen, die auch das Risiko nicht all zu sehr streuen. Schon gar nicht mit Indexfonds.

Wenn sie mehr wissen wollen, rufen sie unverbindlich an. Wenn jeder so (häufig) wie ich handeln würde, wäre das Bild in obigem Bericht schon lange zur Selbstverständlichkeit geworden. Zwei Drittel der Arbeitslätze sind nicht besetzt. Dreischicht-Betrieb vermuten sie. Deshalb vielleicht die sichtbaren Champagner- und Bierflaschen.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Kann man wirklich Geld vernichten?

Vor zwei Jahren erschienen:
Die Bank – die rote Bank und der Tod

Vor drei Jahren erschienen:
SNB, EZB – bemerkenswert stabil

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Forex Handel mit dem Metatrader


Es brauchen nicht immer Aktien zu sein, in die man investiert. Auch Devisen reizen. Haben sie zum Beispiel das Englische Pfund in den letzten Jahren verfolgt? Eine Währung, die langfristig echt Spass macht, vorausgesetzt man liegt auf der richtigen Seite … kurzfristig würde ich eine einfachere Währung nehmen um Geld zu verdienen. Wie? Mit dem Metatrader!

Viele Trader kennen ihn und für viele gehört der Metatrader, das Programm aus Russland, zu einem Grund für ihre Gewinne und sie würden ihn nicht als weniger bezeichnen. Somit wurde er in den letzten Jahren auch praktisch zum Standard, dass der Großteil aller Forex Broker den Metatrader anbietet. Um einen kleinen Ausflug in den Bereich Marketing zu machen, könnte man sagen, aus einem „Added Feature“, sprich einem zusätzlichen Verkaufsargument, ein „Expected Feature“, also ein Teil des Angebots wurde, den die Forex Trader als selbstverständlich ansehen. Doch was kann dieses so offensichtlich wertvolle Werkzeug und was macht es so wichtig?

Die Antwort klingt im ersten Moment so unglaublich, dass man sie noch genauer erklären muss: der MetaTrader kann praktisch alles – und das ganz alleine!

Der MetaTrader ist nämlich nicht nur ein sehr übersichtliches Programm und stellt das Tor zu den Forex Märkten dar. Der Meta Trader ist ein Partner im Forex Handel, der langsam lernen kann, wenn man ihn richtig einsetzt.

Dieses progressive Lernen basiert auf einer Scriptsprache (MQL4), die einen Expert Advisor schaffen kann, die dabei helfen kann, objektiv zu entscheiden und die den automatisierten Handel ermöglicht.

Man stelle sich zum Beispiel vor, man handelt jetzt bereits seit 2 Monaten am Devisenmarkt und hat schon ein paar Erfahrungen gesammelt. Über eine leicht verständliche Oberfläche ist es nun möglich dem Metatrader seine Erfahrungen mitzuteilen. Diese werden gespeichert, aber nicht einfach als eine reine Notiz, sondern als mitdenkendes Programm, welches einen in ähnlichen Situationen wieder auf die alten Schlüsse aufmerksam macht. Der Metatrader ist in dieser Beziehung das gute Gewissen des Forex Händlers.

Jetzt könnte man sich auch vorstellen, dass man schon seit einem Jahr am Forex-Markt tätig ist und viele Dinge einfach schon ohne wirklich nachzudenken entscheidet. Man atmet ja auch, ohne daran zu denken. Doch der Metatrader bringt einen noch viel weiter. Man muss nämlich nicht mal mehr atmen um Gewinne zu erzielen. Denn wenn man dem Metatrader den automatisierten Handel erlaubt und ihn mit den eigenen Erfahrungen füttert, dann wird er ganz alleine agieren und für den Trader einen Gewinn nach dem anderen einstreichen, egal ob dieser den Markt gerade beobachtet oder mit der eigenen Familie schöne Stunden verbringt.

Und ganz genau das ist der Alleskönner, der einem hilft den komplizierten und vor allem sehr schnellen Forex Markt zu bewältigen. Er ist vielleicht objektiv betrachtet kein Garant für Gewinne, aber wer einmal die ganzen Funktionen optimal nutzt und auf diese Weise sein implizites Wissen in explizites Wissen verwandelt, der wird ihn vielleicht sogar irgendwann als Garant für Gewinne sehen, sofern das eigene Wissen ausreicht.

Forex

Hier noch die Grundlagen zu FOREX und den Handelssystemen.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
«Im selben Boot – globable Giganten»

Vor zwei Jahren erschienen:
Krieg mit China

Vor drei Jahren erschienen:
Bravo, WEF – die gleichen Gäste

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Kurzfristige Wetten oder Anlageideen für 2035


Wetten sie lieber auf die krachende Weltwirtschaft oder liegen ihnen Anlageideen besser, die in gut 25 Jahren zu tragen kommen?

Bei den nachstehenden Wettideen ist jeder selbst verantwortlich, ob er hier mitmachen will … ich lasse es bleiben, denn es gibt auch bessere Anlagemöglichkeiten in sogenannt schlechten Zeiten.

Das sind die ausgeflipptesten Finanz-Prognosen

Die russische Wirtschaft kracht zusammen, und die USA werden in ihrer Kreditwürdigkeit herabgestuft: Bei fast jedem Finanz-Szenario können Anleger Geld machen. Sie müssen nur auf die richtigen Produkte setzen. WELT ONLINE zeigt abseitige Investmentideen, bei denen mutige Börsianer abkassieren können … schmunzeln sie über die Tipps bei WELT ONLINE …

Viel Spass auch beim Lesen, was in einigen Jahrzehnten sein könnte. Und falls sie den Mut haben, lesen sie auch die verlinkten Beiträge. Prost Mahlzeit kann ich da nur sagen. Sie können sich aber auch behelfen, indem sie den Orangensaft jetzt schon selbst machen. Aus richtigen Orangen. Zugesetzte Nano-Partikel enthalten diese noch nicht … vielleicht sind sie aber gen-manipuliert.

Im Jahr 2035

Hologramme, Helikopter, Haushaltsroboter: Aufgrund von heutigen Trends und Technologien lässt sich ein Bild von der Zukunft zeichnen. Was uns erwarten könnte … lesen sie weiter im Beobachter …

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Listel: Wandplättli, Walfisch, Sand, Salz, CHF und der Vranken

Vor zwei Jahren erschienen:
Nur ein T-Shirt, Nicki oder Nikki?

Vor drei Jahren erschienen:
Bewertungen von Immobilien: Ein Buch mit sieben Siegeln?

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" So wird die Finanzwelt der Zukunft aussehen


Immer neue Finanzlöcher bei Banken, Autohersteller vor dem Aus, hitzige Debatten um Konjunkturpakete – die Finanzkrise hat sich zur Krise der ganzen Wirtschaft ausgeweitet. Keith Wade, Chefökonom bei der britischen Fondsgesellschaft Schroders, wagt einen Blick in die Zukunft der Finanzwelt.

… weiter in Welt Online …

… ja, da wird sich mit an Sicherheit grenzender Wahrscheinlichkeit Einiges ändern. Aber nicht verzweifeln, wir haben alles schon einmal erlebt … danke an Aficionado für den Link und viel Vergnügen bei der morgigen Tenuänderung.

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Liebe Leser, wenn sie etwas zu sagen haben, so können sie ihren eigenen Blogbeitrag im Adventskalender gleichzeitig auf mehreren Blogs erscheinen lassen. Zur aktuellen Liste und bisher erschienene Beiträge.

Zusammenstellung, Fotos und Koordination: Stephan MartiFinanzblog

Die Zukunft des Kapitalismus


„Die Finanzkrise stürzt die Weltwirtschaft in eine existenzielle Krise und stellt infrage, was diese Jahrzehnte geprägt hat: freie Märkte, Globalisierung und Demokratisierung. WirtschaftsWoche-Chefredakteur Roland Tichy mit 10 Thesen zum Beginn einer Serie über Ursachen und Folgen …

… weiter in der WirtschaftsWoche …

… nehmen sie sich die Zeit, diese zwei Seiten aus der WIWO zu lesen. Falls sie heute keine Zeit haben, dann drucken sie den Artikel aus (der Link führt direkt in die Druckversion).

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Unterschied der Börse zum Adventskalender


Es gibt nur einen kleinen Unterschied zwischen der Börse und einem Adventskalender …

… der Adventskalender wartet mit weniger Überraschungen auf. Es wäre ja schön, wenn sich dies wieder einmal ändern würde, aber darauf warten wir diesen Dezember vergeblich. Die Börse ist zu wild. Hoch, runter, runter, hoch und das tagtäglich meist mit mehreren Prozenten. Die Zocker-, Spieler-Mentalität an der Börse ist geblieben, sie wurde trotz der Erkenntnisse aus dem Finanzcrash noch stärker. Ich denke, die Meisten die an der Börse tätig sind, haben gar nichts gelernt. Man bleibt beim Trading, beim ganz kurzfristigen Denken …

… und da hat doch so ein Adventskalender wirklich einen Vorteil. Wer hat als Kind nicht mal versucht, ins Fenster Nummer 24 hinein zu glüsselen, den Gwunder zu stillen. Ich habe es für sie gemacht. Sie können jetzt die Aktionen von Migros und dem Perry Markt analysieren und auf den Tag genau planen, wann sie Rollschinkli und dürre Bohnen einkaufen gehen. Immer 50 Prozent, halber Preis … nur bei den Spielsachen ist der Rabatt-Satz auf 20 Prozent beschränkt, dafür ist das Türchen früh im Dezember. Das nennt man dann nicht Börsenpsychologie, sondern Verkaufspsychologie. Und vermutlich werden die Kinder das Zweite schneller begreifen, als die Börsianer ersteres … schliesslich werden Kinder schnell erwachsen, in wenigen Jahren … und bis dahin, ist in Sachen Börse garantiert schon lange alles vergessen. Es wäre ja schliesslich nicht das erste mal.

geöffneter Adventskalender

… damit doch noch etwas Spass bleibt, das Bild nur in einer Auflösung, die zu wenig Details des Detailhandels zeigt …

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Profit und Gier – über randständige Reiche und randständige Arme

Vor zwei Jahren erschienen:
Ethische Investments haben Hochkonjunktur

Vor drei Jahren erschienen:
Merkel ist «First Lady» – Köhler verlangt Reformen

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Lichtblick oder Fatamorgana am Finanzhorizont?


Von H. Odermatt, personalblog in der Balance

Wer jetzt die Übersicht hat, oder sich diese verschafft, kann etwas für die guten Gefühle und für’s Portfeulle tun!

(…)“ Der Ölpreis scheint zu wackeln: Binnen zwei Handelstagen ist er um mehr als 10 $ auf rund 135 $ je Fass gefallen. Dies könnte Aktienanlegern über die kommenden Wochen durchaus etwas Luft zum Durchatmen geben. Hoffen wir’s.

Wer die Jahre nach der Jahrtausendwende an den Finanzmärkten hautnah miterlebt hat, kann nur die Daumen drücken, dass jetzt kommt, auf was alle hoffen: ein schneller und spürbarer Rückgang des Ölpreises. Wegen der sich zuspitzenden konjunkturellen Lage in weiten Teilen der Welt scheint der Ölpreis tatsächlich zu wackeln; so ist er binnen zwei Handelstagen um mehr als 10 $ auf rund 135 $ je Fass gefallen. Recht und weiter so, denn sonst werden sich alle am Aktienmarkt weiter bestehenden Hoffnungen schnell verflüchtigen. (…)“

Mehr in FINANCIALTIMES DEUTSCHLAND : …Erholung? Wenn, dann nur kurz…

Es mutet komisch an: Die Nachfrage nach Öl ist gross. der Preis ist hoch. Nachfrage und Angebot sind offenbar nicht von einander abhängig. Es kann Gründe dafür geben:

* Die Nachfrage kann nicht genügend befriedigt werden, dann bekommen wir in absehbarer Zeit Probleme

* Die Nachfrage wird bewusst nicht voll befriedigt. Damit wird der Preis bewusst in die Höhe getrieben. Die Fördderländer lassen sich so von den Verbrauchern die Zukunft sichern. Das Spiel wird bis zur Schmerzgrenze getrieben. Ist dies überschritten, könnten Interventionen getroffen werden – dann „kaufe wenn die Kanonen donnern!“ Diese Schmergenze zu erkennen mag durchaus seine Rieze haben, sie zu überschreiten wird sich jedoch kaum jemand leisten.

„(…) Für die Kursentwicklung istes nicht wichtig, was heute geschieht, sondern was sich morgen und übermorgen ereigen wird. Denn was heute geschieht, ist inden Kursen bereits enthalten (…)“ (André Kostolany; 9. Februar 1906 in Budapest; † 14. September 1999 in Paris

Dow Jones, die Richtung des Opel Blitz und der Siebenschläfertag


Der Dow Jones, heute eher Jon Downes, zeigt in die Richtung des Blitzes. Nach unten.

Ein grosser Anteil am Absturz hatte gestern General Motors. Die Aktie sank auf ein Tiefst seit 53 Jahren. Mitte der 50iger Jahre verbuchte vor allem der Opel Blitz grosse Erfolge. Im Lieferwagen- und Kleinlastwagen-Bereich war der Blitz Marktführer. Schnell wie der Blitz. Und jetzt stimmt auch die Richtung des Blitzes. Sie zeigt nach unten.

«Indizes an der Wall Street knicken ein

von Ning Wang

Angesichts schlechter Wirtschaftsnachrichten ist der New Yorker Aktienmarkt eingebrochen. Besonders schlimm erwischte es General Motors – die Aktie stürzte auf den tiefsten Stand seit 53 Jahren … lesen sie weiter FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND … »

Heute morgen, noch so halb dusselig vor Schlaf, wurde ich darauf aufmerksam gemacht, dass wir den Siebenschläfertag haben. Das Wetter und vielleicht auch das Börsenwetter sollen sieben Wochen lang so bleiben, wie es heute ist. Sonnig, warm und leicht bewölkt. Die Börse eher trüb, vielleicht sogar aufziehender Sturm? Wir wissen es nicht und können uns nur auf das Bauchgefühl verlassen. So betrachtet, dürfte diese Bauernregel mit grosser Wahrscheinlichkeit zutreffen.

Aber aufgepasst. Das wirkliche Datum ist erst am 7. Juli, weil die Regel vor dem «gregorianischer Kalender» aufgestellt wurde. Dieser Link führt auf meinen 1000. Blogbeitrag. Am Stephanstag. Zufall soll es nicht geben und vielleicht fährt jetzt ein Opel wie der Blitz auf der erwähnten Autobahn – 18. Spur vermutlich. Die Börse richtig zu interpretieren ist noch schwieriger als das Wetter oder … zu begreifen.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Ethik – haben sie die Note 2 oder 5,5 verdient?

Vor zwei Jahren erschienen:
Bier oder Wein in Deutschland – nächste Woche das Gleiche aus den Niederlanden

Vor drei Jahren erschienen:
Sonnenwärme contra Sonnenstrom

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«Britische Notenbank gibt Entwarnung»


Beim tiefsten Punkt kaufen, beim höchsten verkaufen. Das trifft meist keiner. Umgekehrt gibt es viele, welche die Spitzen exakt aber falsch erwischen, in Panik handeln. Ob die Notenbank recht hat, wissen wir nicht …


… aber es ist zumindest eine Meinung. Und mit verschiedenen Meinungen müssen wir uns einen Konsens bilden. Übertrieben wird jeweils in beiden Richtungen – nach unten und nach oben. Es ist wie beim Wetter. Wir müssen noch etwas auf der Hut sein, denn die Eisheiligen sind noch nicht vorbei und wenn man es genau nimmt, finden die nicht Mitte Mai statt, sondern später. Das hat mit dem Gregorianischen Kalender zu tun. An vieles wird gedacht, aber einiges wird oft vergessen. Vielleicht ist die Börse halt auch etwas später dran, als die Briten denken.

Die britische Notenbank hat Hoffnungen auf einen Wendepunkt in der Finanzkrise geweckt. In ihrem halbjährlichen Stabilitätsbericht schrieb die Bank of England, die Korrektur an den Finanzmärkten sei womöglich zu weit gegangen … lesen sie weiter bei FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND … »

Vor einem Jahr erschienen: Microsoft schielt wieder auf Yahoo! – zugegeben, in der heutigen Zeit wirkt dies etwas verwirrlich

Vor zwei Jahren erschienen: Ölpreise und Aktienkurse im Gleichschritt

Vor drei Jahren erschienen: Feiern und Entlassungen über Auffahrtupdate nennt man heute die Streichung von 5500 Stellen

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