Himmel sei Dank … – Teil 1

… Superwetter beim 16. RTGKF … aber wer um Himmels Willen hat diesen Hals- und Fingerbrecher mit 49 Anschlägen erfunden. Der McSchmiedrued – aber es gab super Würste, Schnitzel, Dinkel-Bauernbrot und für Tiefflieger Pommes.

Ja, mit der Verpflegung wird noch einiges ausgeplaudert, aber derweil schlage ich mich mit der Technik herum. Im letzten Link müsste noch „www.“ hingepinselt werden und dann haben sie die Berechtigung, unsere Mannschaft anzuschauen. Danke für den Einsatz und schon gibt es wieder Probleme. Wir, vom Männerchor Schmiedrued … und viele Ehegattinen, Konkubinen, ehemalige Mitglieder samt Anhang – ihnen allen auch ein ganz herzliches Merci – arbeiten ohne Lohn, aber mit dem Hintergedanken, die Vereins-Finanzen ins Reine zu bringen, ohne den Mitgliederbeitrag erhöhen müssen. Ein Grenzfall fürs BGE, aber die herumliegenden Zeitungen, scheinen niemanden zu interessieren. Traktoren sind gefragt, aber sicher keine Abstimmungsdiskussionen.

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Geotracking? Weder Geotrac noch das Traktorlexikon helfen weiter. Schlicht ein alter Markenname, der mit der Zeit geht. Lindner-Traktoren sind mindestens drei vertreten. Andere lassen beim Starten einen Duftschwall in der Luft. Genau genommen sind es Fahrzeuge aus einem Land, das zur Zeit wegen einiger Ungereimtheiten, Abgass mässig in der Quere steht – was ab und zu in der Festwirtschaft zu bemerken ist. Die roten aus Österreich nicht – haben ja auch einen Motor aus England. Bei Automotoren kenne ich mich besser aus. Habe ja auch einen aus dem Königreich und wenn der gleiche Name bei der Landwirtschaft auftaucht, dann handelt es sich um einen aus dem grossen Kanton. Da soll noch einer draus kommen. Die kleinen feinen, auch derjenige aus dem Kaiserreich, faszinieren mich mehr, als die starken, kräftigen. Das Schöne ist, alle können jeden ausprobieren.

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McCormick erinnert mich an amerikanische Gewürze und dabei ist hier wieder ein englischer Traktor im Spiel, der seit einigen Jahren in Italien produziert wird. Und der New Holland, erraten sie, zu wem der gehört? Der italienischen Automobilfabrik Turin – Fiat. War ja schon mal zu lesen. Technik ist nicht immer einfach zu begreifen. Sie möchten mehr Details zu den uns zur Verfügung gestellten Traktoren? Das Traktorenlexikon ist detailreicher als Wikipedia über Ackerschlepper zu erzählen weiss. Am meisten Spass dürfte Traktortest machen. Seien sie aber nicht enttäuscht, wenn das gesuchte Gefährt, zum Beispiel der Steyr 768 nur eine Bewertung hat. Mit etwas über 40 Jahren war er unter unseren Oldtimern zu sehen und bei den Postenfahrzeugen gibt es vielfach gar keine Tests – einfach viel zu neu! Brandneu und wo schon ausgetestet wurde, ausnahmslos Spitzenränge. Wer möchte da in zwei Jahren nicht mit dabei sein?

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Übrigens, das ist kein Bio-Milch-Transporter aus dem grünen Österreich, welche nun Bellen, genau genommen Alexander van der Bellen – ein Bschütti-, Jauche- oder Güllefahrzeug aus Schmiedrued. Rund 30 000 Liter. Irgendwann bringt man den Inhalt vielleicht gar mit dem Flugzeug aus, wie die Spritzmittel in Schweizer Rebbaugebieten.

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Bio Kaiserstuhl gegen Wallis. Die Kinder fischen im Trüben und wir sind nicht eben ein ideales Vorbild. Aber irgendwie singt man ja „Dr Tüfel isch gstorbe, Grossmüetter läbt no, si het drum vermutlich, vo däm Fendent nid gnoh.“

Ja, dem Himmel sei Dank …

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… dass der Föhnsturm nur am Samstag anhielt, der Vollmond um uns herum war und eine Minute nach der Preisverteilung der Regen losbrach, gefolgt von den echten Eisheiligen – fast genau gregoriansich und korrekt 10 Tage nach der julianischen kalten Sophie.

Nun brauchen einige eine Verschnaufpause:

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Traktoren Geschicklichkeitsfahren

Traktoren „heute und morgen“ am Ruedertaler Traktoren Geschicklichkeitsfahren des Männerchor Schmiedrued in Schmiedrued-Walde.

Jederman und jederfrau ist eingeladen nigu nagu nöii Traktoren selbst zu steuern – vorausgesetzt sie haben einen gültigen Führerausweis (Kat. G oder höher) – oder sie sind nicht zu schwer, um sich auf einen Kinderspielzeugtraktor zu setzten. Wetter ist allerbestes bestellt – wie das brrrrr, pfffff vor zwei Jahren, das alles andere als die Kälte betrifft.

Viele kommen auch nur des Spaghetti-Essens wegen – CHF 15.–, à discression, vier Saucen. Preise wie im Video bei der Ausscheidung für die Expo Lausanne 1964. Bei uns braucht es kein Vitamin B, um zu gewinnen. Eher Vitamin D3, das Cholecalciferol und da können Spitzenatlethen wie Otto Normalverbraucher mit mir über Erinnerungen an die Expo 2002 resp. 2003 und die Zukunft dieses Nahrungsergänzungsmittel diskutieren. Zu finden bin ich im Spielparadies – hier lassen wir sogar manchmal Erwachsene Büchsen werfen oder Mohrenköpfe schiessen – der Plausch zählt hier. Beim Geschicklichkeitsfahren auch,  und trotzdem erhalten alle ob Profi-, Test-, Plausch-, Übungs- und Erstmalstraktor-Fahrer einen Preis.

Ganz alles wird nicht möglich sein, denn wir können brandneue Traktore von mehreren hunderttausend Franken zum Fahren zur Verfügung stellen und alle Arbeitsposten sind mit unseren eigenen Profis belegt, die für die Sicherheit und die Instruktion von Neulingen zuständig sind. Nur Mut, aber kein Vollgas, denn unsere Maschinen kosten mehr und sind stärker, als viele Sportwagen – normalerweise nicht ganz so schnell …

 

Informationspolitik – 3. Teil

Die CKW hat zur Mitwirkung am Windpark KIKU informiert. Die Frage ist nur, was wollen die Leute an Informationen erhalten.

KIKU – hier ist nicht die Apfelsorte gemeint, darüber habe ich schon berichtet. Unter der Informationspolitik – 2. Teil habe ich über Fremdsprachen und das Lachen geschrieben. In meinem Buch, das vielleicht einmal erscheinen wird, dürfte dem Nichtlachenden auch einige Zeilen gewidmet werden. Lachen musste ich gestern an der Veranstaltung.

Da lässt einer lautstark Dampf ab, wie schlecht die CKW heute Abend informiert hat. Hat sie das wirklich? Nicht nur Fremdsprachen sind manchem ein Übel, auch die Deutsche Sprache kann nicht gelesen werden. Auf dem Flyer der CKW stand haargenau über was informiert wurde. Und dies geschah ausführlich. Die Präsentation wird irgend mal aufgeschalten. Ich finde sie noch nicht – vielleicht ist der Stromausfall in Ebikon von heute schuld – allenfalls im Schindler-Lift stecken geblieben. Pannen gibt es heute noch und noch und ist Windenergie vermutlich sicherer, als zum Beispiel Fessenheim, wo ich beim Natur- und Vogelschutzverein geschrieben habe.

Für mich war die Veranstaltung super. Mehr als ich erwartet habe und ich konnte mit einigen Verantwortlichen diskutieren. Als Windkraftbefürworter möchte man aber mehr über die möglichen Nachteile wissen. In der UVP (Umweltverträglicheitsprüfung) die im Mai und Juni stattfinden soll, wird allenfalls mal die Frage über Wirbelschleppen, Wirbelwellen und Skalarwellen aufgeworfen. Da möchte ich mehr darüber wissen. Auch die Angesprochenen. Eine Dame kennt aus der Fliegerei die Wirbelschleppen. Na also, ein Anfang ist gemacht.

Warum aber informiert die CKW an diesem Abend nur über die Mitwirkung. Zeitgründe? Ich denke nicht. Wir haben schon vor Jahrzehnten an einer andern Fachhochschule gelernt, dass 18 Folien pro Sekunde einen Film ergeben. Einige Folien weniger wäre für die Allermeisten gerne verkraftet worden, denn es war eigentlich keine Vorlesung sondern eine Veranstaltung in einer ländlichen Region. Und die meisten der Besucher haben sicher nicht versucht, den Film zu schauen, der bei der CKW aufgeschaltet ist. Sorry, der dreht bei mir, wie dies ein Windkraftwerk tun sollte. Hier ist der entsprechende Link für Befürworter und …

… hier (ab 17. Minute) versuche ich mal, einen Film für Gegner einzubetten. Ja, wieso wird nicht über die Windmessung informiert, die gemäss Projektverlauf im Januar/Februar stattfand. Wenn es zu wenig Wind gäbe, hätte man garantiert die Veranstaltung kurz und ohne Apéro abgehalten und das Projekt eingestellt. Zudem informierte man, dass nicht für 16 000 Haushalte Strom produziert würde, sondern für 1 600. Aber auf der Internetseite stehen immer noch: „Der gesamte Windpark produziert Strom für rund 2’800 Vier-Personen-Haushalte.“ Das fördert nicht eben das Vertrauen.

Zudem hat die Windmessung 14 Monate gedauert und eigentlich wären nur 12 Monate drin gelegen, ohne Baubewilligung – dies vermeldet ein Behördemitglied. Umfragen von Behörden bei der Bevölkerung und dann wird im Rat gegenteilig entschieden. Die schweizerische Demokratie ist nicht einfach, denn es gibt zu viele Vorschriften und vor allem andere Möglichkeiten.Vermutlich suchen die Einwohner mehr Daten, Fakts zu unserer Region … so wie das inzwischen fünfjährige „Konzept Windenergie Kanton Luzern„.

Nur eins ist sicher, es wird informiert und man kann seine Meinung beitragen. Versuchen sie dies mal in der EU, da muss die Bevölkerung viel mehr unternehmen, damit sie auch mitmanipulieren kann. „Manipulieren“, dies ein Wort aus der Diskussion. Ärgern, lachen oder schmunzeln, das ist jedem freigestellt. Information ist nicht einfach, auch nicht, wenn nächste Woche das erste deutschsprachige Finanzblog 12 Jahre feiern kann. Übrigens, in dieser Zeit wurde einige Male darauf hingewiesen, dass Finanzen Geld bedeutet und nicht nur Finanzanlagen.

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind – 2. Teil

KIKU – Kinderkultur? Nein, der Windpark Kirchleerau/Kulmerau! Zu finden unter www.ckw.ch/windpark-kiku. Und schon stellen wir einen Planungsfehler fest!

Planung heisst „Irrtum durch Zufall ersetzen“. Windkraft, da war ich nie dagegen, aber es gab immer kritische Bemerkungen zu den Alternativenergien. Zu den herkömmlichen Energien, gab es mehr solcher Feststellungen, aber das soll uns zumindest in diesem Beitrag nicht beschäftigen. Vor rund 10 Jahren schrieb ich: „Die Energieszene ist zur Zeit hoch interessant. Nicht nur für Börsengeschäfte. Auch Fachleute wissen nicht genau, wohin die Reise geht.“ Hier hat sich bis heute nicht viel geändert.

Mich laust der Affe und daher zwischendurch so etwas wie eine kleine tierische Randgeschichte. Die beiden dort erwähnten Firmeninhaber des Blackout haben vor einem halben Jahr verkauft und die neuen Inhaber scheinen mit einem Mangel an Geldüberfluss zu kämpfen – wie so viele andere leider auch. Der erwähnte Affenplatz wurde vor einem Jahr verkauft. Und wieso heisst der Affenplatz? Der Ur-Grossonkel meiner Kinder, hat dem Zirkus Knie einen Affen abgekauft, weil dieser damals in Geldnot war und Mühe hatte, für die Tiere Futter aufzutreiben. Und so lebte der Affe im Kleiderhaus Holliger in Langenthal weiter. Den Platz nannte man im Volksmund nun Affenplatz – vis-à-vis der damaligen Wirtschaft Tell. Und das verkaufte Haus heisst so, weil ich dem Architekten mal diese Geschichte erzählte und er fand, nun hätte er den Namen für dieses Einkaufszentrum.

An die hundert Jahre im Zeitraffer. Vermutlich wird es auch solange dauern, bis unsere Kinderkindeskinder mehr die Auswirkungen von Windkraftanlagen wissen werden. Die CKW – zu 4/5 von der Axpo gehalten – orientiert unsere Umgebung über den Windpark KIKU. Diese Abkürzung steht an etlichen Orten für Kinderkultur. Zudem ist KIKU ist ein eingetragenes Markenzeichen für einen Apfel. Am Baum mit einem Schmuckanhänger gezeichnet. Dem sagt man Marketing. Ein Ausländer, ein Österreich-Japaner sozusagen. Mehr dazu am 12. August beim Bräteln des Naturschutz- und Vogelvereins Rued. Der CKW-Link wird umgeleitet. Wieso wohl. Haben sie den Planungsfehler bemerkt?

Und haben Sie den Film angeschaut? Ich nicht – Error 2035. Wieso? Auf der Welt gibt es einige Sicherheitslücken und auf die kann ich nach Möglichkeit verzichten. Erstaunlich, dass Energieunternehmen und andere risikosensitive Unternehmen, hier nicht einen Schritt weiter sind. Ist das bei denen in allen Bereichen so? In der heutigen Zeit ist die Frage berechtigt. Es gäbe Filme, die man mit weniger Risiko anschauen kann. Youtube lässt grüssen und bei andern müssen wir noch 19 Jahre bis ins 2035 warten, bis sie auf Mainstream sind. Sorry, wenn ich es ab und zu nicht bin. Aber ich bin auch etliche Nummern kleiner, als die sogenannten „Grossen“.

Bleiben wir bei der Windkraft. Nennt es zumindest anders. Kirchleerau (AG) / Kulmerau (LU) – haben sie die ehemalige Gemeinde gefunden, die nun zu Triengen gehört? Oder Walde, das bei allfälligen Auswirkungen der vier geplanten Windräder vermutlich am meisten zu leiden hätte? Marketing scheint nicht das Fachgebiet von Energieunternehmen zu sein. Vorschläge habe ich schon weitergereicht. Auch an politische Behörden. Wenn erstaunt es, dass sich auch der Hersteller auf meine Anfrage zu den ungefähren Zusatzkosten für eine Aussichtsplattform auf der Windanlage beim „Passübergang“ nicht gemeldet hat. Das könnte man touristisch vermarkten.

Der Wind, der Wind, das himmlische Kind – im ersten Teil habe ich auf ein Mail über Ottensoos über die Schallwellen mit meinen Erkenntnissen reagiert. Es scheint aber bei Windkraftwerken ein zusätzliches Problem zu geben, das ich als wichtiger einstufe.

Vielleicht steht an dieser Stelle einmal ein sensationelles Bild das von Christian Steiness/Vattenfall geschossen wurde. Tönt deutsch und deshalb habe ich Vattenfall Deutschland angefragt, ob ich das Bild widergeben darf. Hier einige Links zu diesem Bild, das vermutlich schon oft kopiert wurde:

Vattenfall Deutschland habe ich gebeten, mir bis Ende Woche mitzuteilen, wenn ich das Bild nicht verwenden kann. Ausser einer Systemmeldung, dass man sich der Anfrage widmen will, habe ich nichts gehört … hier also das Bild. Danke.

Wasted Wind

Triengen hat einen Flugplatz und bei uns in resp. über Schmiedrued wird regelmässig Kunstflug geübt. Die Windkraft könnte allenfalls nicht nur der Skyguide, sondern auch der herkömmlichen Fliegerei ein Dorn im Auge werden, wenn sich diese vermehrt, mit dem Wirbelschleppen auseinandersetzen. Einige schöne Beispiele sieht man bei Youtube.

Eindrücklich, was nach ungefähr 30 Sekunden geschieht. Hier ein wunderschönes Bild der U.S. Air Force. Ich werde mich weiter mit Wirbelwellen und auch den Auswirkungen von Skalarwellen beschäftigen. Ein faszinierendes Gebiet. Für die Meisten echtes Neuland, für andere Verschwörungstheorie. So, nun weiss vermutlich der eine oder andere mehr, wer oder was alles ein Tesla ist. Eines wissen wir mit Garantiertheit. Im Nachhinein werden praktisch überall in der Physik sogenannte Spinner, die neue Ideen verbreitet haben, anders angeschaut.

So nach dem Motto: „Und sie dreht sich doch.“ Und früher hätte jedem Seemann auffallen müssen, dass die Erde rund ist. Im Krähennest, später auf dem Mars, bei einem Segelschiff, von wo aus man weiter sieht als von der Reeling. Nur, man musste denken wollen, alles hinterfragen und nicht einfach glauben, was uns irgendwelche Götter und Angebetete vermitteln und es brauchte für die eine oder andere Überlegung etwas mehr, wie Irak im ISO 3166 genannt wird.

Erde - Segelschiff symbolischErde und Segelschiff nur skizzenhaft dargestellt. Wenn die Erde flach wäre, würden alle gleich weit sehe.

Männerchor und Kultur – 2. Teil

Der 1. Teil handelt vorwiegend von der Vereinsreise in die Vogesen und vom Theaterstück „Gülle, Mist und Schönheitskur“. Im 2. Teil berichten wir ihnen vom Unterhaltungsabend 2015 mit dem Thema Stobete.

Stobete? Heisst das nicht Stubete, wie jeder Sänger es eigentlich ausspricht? Was soll’s. Stubete ist von alters her ein Anlass für Frauen, der mit Musik untermalt wurde. Deutsch ist eine schwierige Sprache, aber beim Aargauer Deutsch versagen sogar die Kenner der Schnabelweid.

Fünf Trinklieder gaben wir zum Besten und sind zumindest am Freitag fast verdurstet, obschon wir vom Rüdesheimer Wein sangen und auf „Paragraph 11“ aufmerksam machten: „Es wird fortgesoffen.“

_DSC0504Janin Burri, die Serviertochter, die durch den Abend leitete, hat uns in der Bühnenpinte glatt übersehen. Wenn das Servierpersonal mit ein paar Schneeballzweigen durch das Lokal tanzt…

_DSC0511… kann das nur bedeuten, dass das berühmte Kalinka gesungen wird.

Trinken macht weise, fasten macht dumm“ – das ist die Erkenntnis aus dem Kosakentrinklied. Russisch? Ein über 200-jähriges deutsches Volkslied.

Unsere Serviertochter – diejenige, die uns fast verdursten liess – sang „Proste mir zu mit Deinen Augen“. Sorry, wir hatten zu wenig Zelluloid, um alles auf Film bannen zu können und deshalb müssen wir auf einen der Urväter dieses Songs ausweichen. Vielleicht bringen wir an einem andern Unterhaltungsabend eines seiner Lieder – der zweite Bass zumindest wäre hocherfreut.

Hans Bargeld – sorry, Johnny Cash – wie er leibt und lebt. Der Jugendchor sang verschiedene Lieder, wie Stay Rihanna. Beim Anschauen des Videos kommt uns als roter Faden der Anker (Stay) in den Sinn und vor allem der Seehund aus dem 1. Teil. Etwas komplizierter wird die ganze Angelegenheit mit Sugar von Maroon 5 (Zucker von den fünf im Stich gelassenen) – 925 Millionen Mal wurde das Tube angeschaut. Vermutlich, weil das Gekreische lauter als die Sänger ist und der Text Sinn macht.

Jeweils in den Pausen und im Anschluss von unserem Konzert unterstützen wir unsere Helferinnen und Helfer in der Küche und in der Kafistube. Da kommen bei einigen richtige Hausfrauenqualitäten zum Vorschein. Vor allem bei unseren Ledigen.

DSC_7330Am meisten gefreut haben wir uns, neben zweimaligem fast vollem Haus, über das gemeinsame Singen mit dem Jugendchor Rued, unter der Leitung von Stefan Weber. Ist es doch spannend, wie singen Generationen und Geschlechter verbindet.

Ist das nicht auch etwas für Sie/Dich? „Lüüt so wie mer“ ist nicht nur ein Lied für uns, nein wir leben es auch jeden Donnerstagabend ab 19.45 Uhr bei unseren Proben im Gemeindehaus in Schmiedrued. Frau, Mann, Mädchen oder Junge singen sie/ singt ihr gerne? Meldet euch bei uns oder schaut spontan bei uns vorbei.

_DSC0530Ernst Goldenberger wurde für grossartige 15 Jahre Zusammenarbeit geehrt. Aschi, wir hoffen, dass wir weiter auf deine geschätzte Hilfe zählen können. Vielleicht nicht ganz 136 Jahre, die der Männerchor heuer auf das Restaurant Pinte zählen kann. Merci beiden und wir freuen uns, wenn wir noch lange am Donnerstag in die Pinte gehen können. Wir möchten uns auch bei unseren Sponsoren sehr bedanken. Ohne sie ist ein Unterhaltungsabend mit Theater und Tanz, mit unserem Fäger Hampi, kaum möglich.

Texte, Bilder und Filme von Katharina Lüthi, Schlossrued und Stephan Marti.

Männerchor und Kultur – 1. Teil

Wer kennt schon das Gebiet der 1000 Seen in den Vogesen, unserem Ziel auf der Männerchorreise? Viel bekannter dürfte das Lied über den gemeinen Schneeball und vor allem den Artikel 11 am Unterhaltungsabend gewesen sein, wo auch Kund getan wurde, dass Gülle und vor allem Kaffee ein Schönheitsmittel ist. Ein spezielles Augenmerk halten wir auf die Ess- und Trinkkultur.

Luft zum Atmen und Singen, aber vor allem Trinken und Essen wird benötigt, um die Vereinsreise und den Unterhaltungsabend des Männerchors Schmiedrued über die Bühne zu bringen. Und auf der Schulhaus-Bühne braucht es Mist und Gülle, damit für die zwei Ledigen, zwei Männer gefunden werden können. Für jede einen. Für die „Vizedirigentin“ und nicht nur einen fürs Rössli, sorry, Rösli. Wie man mit diesen beiden „Zutaten“ Männer fängt? Das wissen sie nicht. Dann kommen sie doch nächsten Oktober, damit die Pointen der Theatergruppe, live miterlebt werden können. Aus dem Karetteninhalt kann ein Schönheitsmittel kreiert werden. Nur der servierte, grässliche Kaffee würde sich besser eignen.

DSC_7290Im Car bis Basel, wo wir unsere Dirigentin Anastasija Kadiša aufladen, überleben einige nur dank des Bordkühlschranks. Spass beiseite, genau neben dem Firmensitz von …

DSC_6487… Thomy Senf, gibt Martin dann das Zweitagesprogramm bekannt. Danke dir, Rosmarie und Urs sowie Denise Stadelmann, dessen wunderschönes Anwesen wir in der Nähe von Faucogney-et-la-Mer besuchen.

DSC_6336Dazwischen ein Halt beim Zoo von Mulhouse. Nur Ärger und zum ersten Mal fast verdurstet – das Restaurant hatte geschlossen. Andere genossen diese spezielle Parklandschaft mit manch seltenen Tieren.

_DSC0095Luchs oder Karakal von Ruedmilan? Wir fühlen uns wie zu Hause im Ruedertal.

DSC_6253Oder sind wir in Luzern gelandet?

DSC_6282Na ja, zumindest für offene Laute wäre er zum Mitsingen geeignet. Vermutlich würden sich aber nicht alle daran erfreuen. Anders ergeht es Marianne, …

DSC_6308… die nicht nur einen Schatz bei sich hat. Gleich deren zwei. Mann muss sich nur zu helfen wissen, damit niemand verdurstet. Dem Buschauffeur sei Dank.

Kein Meer in Sicht. Nur Bäume, Bäume, nichts als Bäume und dazwischen Zwischenräume. 999 andere Seen hat es hier in der Umgebung der Vogesen.

_DSC0189Beim 1000., dem schönsten natürlich, verpflegen wir uns mit dem obligaten Schinken.

_DSC0245Zumindest der Seehund Josef wagt sich in die kalte Brühe. Wir andern geniessen die herrliche Umgebung. Der Durst braucht auch seine Zeit und daher hatten wir keine, die in der Nähe liegende Notre-Dame-du-Haut in Ronchamp zu besuchen. Ist ja nur eines der bekanntesten Gotteshäuser der Welt. Von Le Corbusier, der Schweizer auf der Zehnernote und einer seiner Pilger ist Hans Eichenberger. Seit einigen Tagen kann man in meinem Wohnzimmer auf einem seiner Unikate liegen. Eine erweiterte Polstergruppe mit Geschichte – Kultur pur. Besichtigung anlässlich des Adventsfensters vom 22. ab 19:00 Uhr möglich – mit einigen philatelistischen, weihnächtlichen Leckerbissen aus Bethlehem – einem meiner früheren Wohnorte.

DSC_6311Huch, eigentlich sind wir froh, nicht mit dem TGV unterwegs zu sein.

Aber ein Abstecher zu einer echten Bierkneippe lag drin. Der Deutsche verkaufte auch „Brandlöscher“ und sprach verständlich, was in Frankreich leider nicht immer der Fall war. Den Heiligen Martin und seine Kapelle, haben wir selbstverständlich nicht besucht.

DSC_6384Dafür hat uns Papst Chugeli, der Viertel vor Erste, mit seinem hinterlistigen Zepter, am zweiten Tag versprochen, dass wir wieder nach Hause finden werden. Messwein gab es keinen, dafür einen Haute-Saône, dem wir etwas mit dem Clef-du-Vin auf die Sprünge helfen mussten. An den Gestaden dieses Flusses scheint es unterschiedliche Weinkulturen zu geben. Dafür war der Preis um einige Faktoren günstiger, als im mittleren Flusslauf, dem Burgund.

_DSC0371Abgelegen? Bei La Vigotte brauchen Fuchs und Hase sogar einen Wegweiser. Ruhe pur. Dem papalen Auftritt unseres Sängers, Ernst Hunziker, der heuer für 25 Jahre Vereinsmitgliedschaft geehrt werden konnte, ist es vermutlich zu verdanken, dass einige in der „La Ferme du Pape“ in Eguisheim fast stundenlang nicht bedient wurden. Oder war es, weil wir bei Gunsbach, wo Albert Schweitzer aufwuchs, kommentarlos verbeifuhren.

DSC_6459Jedenfalls war im Elsass der Wein besser und für Nachschub wurde gesorgt.

Texte, Bilder und Filme – die im zweiten Teil in wenigen Tagen erscheinen – sind jeweils in Zusammenarbeit von Katharina Lüthi und mir entstanden. Besten Dank an Käthi.

 

Luchs im Mittelland bei der Hammerschmitte

Vor über zehn Jahren habe ich mit dem ersten deutschsprachigen Finanzblog – „Wer hat’s erfunden“ – in die Bloggerei eingestiegen. Hunderte spannende, lehrreiche, nachdenkliche und ironische Beiträge. Aber der hier, der dürfte ein Hit werden.

21. Juli abends, kurz schon dunkel, ich will noch schauen, wie die riesengrossen heute leider seltenen Disteln und Nachtkerzen blühen. Fünf Meter neben mir – ein Luchs, der herumtollt. Soft die Kamera holen. Weg. Wie hätte es anders sein können. Kein Luchs hält sich doch bei Menschen auf. Die sind scheu. Kennen tue ich die aus dem Dählhölzli. Nur in Gefangenschaft. Ist der aus einem Zoo, einem Zirkus ausgerissen? Ich weiss es (noch) nicht.

22. Juli. Nachmittags. Gespräch mit dem Nachbar. „Das ist vielleicht schon möglich, aber ich hab auch noch nie einen in freier Wildbahn gesehen. Abends. Telefon mit meiner Partnerin. Hell, praktisch ohne Flecken! Das ist möglich, habe ich schon abgeklärt. Aber praktisch kein Bild, von einem solch schlanken Schnüssel. „Es könnte schon sein, aber dann hast du extremes Glück gehabt.“ Eine Nacht, die ich vermutlich nie vergessen werde. Wie Erlebnisse mit dem Krokodil und dem Ast, dem Elch, den ich wegstossen musste, damit ich ihn fotografieren kann. Das sind andere Geschichten. Aber die sind fotografisch dokumentiert. Das Reh vor einigen Tagen, das im Garten am Bachlein geässt hat konnte ich nicht fotografieren. War es schon weg, denn die Kamera hängt ja nicht immer um den Hals. Nein, einen Meter entfernt von mir springt es aus dem Liliendickicht. Es erschrickt vermutlich mehr als ich.

Reh, das wäre eine leckere Beute für den Luchs. Nur, ob es auch gesunde erwischt, das ist fraglich. Und jetzt habe ich das Fenster im Büro geöffnet, da steht ein Reh. Zu spät, schon weg. Das geschätzte dreissig Meter von diesem hochaktuellen Foto.

Luchs

Das „Vieh“ lässt sich nicht stören. Es frisst eine Katze.

Luchs beim Fressen einer Katze

Vermutlich ist das „El Chamon“ (der Schinken). So wurde die grau getigerte Katze getauft, die meinen Serano-Schinken durch das Tuch hindurch auf meiner Bartresse angefressen hatte.

Tierschützer wollen Abschuss“ – lautete die Schlagzeile des Blicks am Abend vor einiger Zeit – hier der Bericht. Zumindest dies fordert der Aargauer Pro-Natura Chef. Alles was ausserhalb von 100 Meter bei der Bauzone ist, soll abgeschossen werden. Das seien wildernde Katzen, die gehen nicht weiter weg. Sorry, ich bin auch Naturschützer und so geht es meiner Meinung nach nicht. Was ist eigentlich eine Bauzone? Gar nicht so einfach zu beantworten. Gehören landwirtschaftliche Zonen dazu. Jeder Bäuerin hat doch zumindest einige Katzen. Wem Chamon gehörte und seine vier Jungen weiss niemand. Abschiessen? Nein, sicher nicht. Unterbinden!

Also liebe Katzenfreunde, dressiert eure Katze so:

Zufälle gibt es nicht. Dieses Tube habe ich bei FB von meiner Cousine gefunden, die es beim Blick entdeckt hat. Sie wird garantiert auch meinen FB-Beitrag lesen. Zufälle gibt es wirklich nicht. Das sind 50 Meter neben dem Luchs. Ein Aargauer Wildhüter wird sicher mal kein erstes Telefon erhalten. Das ist gemacht worden. Mit dem Dählhölzi. Es würde mich freuen, wenn Marlies Labbude vorbeikommen würde.

Der Luchs ist zutraulich. Streicheln wie den Marder, zehn Meter entfernt vor etwa drei Jahren, das lassen wir erst mal. Informiert wird als erstes – Kora – Raubtierökologie und Wildtiermanagement .

Gleichzeitig mit Erscheinen des Blogbeitrages auf dem Finanzblog und dem Ruedmilan – dem Blog des Naturschutz- und Vogelvereins des Ruedertals, wo sich der Luchs aufhält – wird auch dessen Vorstand und die Presse informiert.

Und bitte, meldet euch bei mir in der Hammerschmitte – Matt 18  – 5046 Schmiedrued – 0 6 2  9 2 3 9 2 3 0 oder allenfalls 0 7 9  4 0 7  1 3  7 7  – wer einen Besuch abstatten will. Erfolg des direkten Anblicks des Luchs ist wie immer ohne Garantie. Und bitte, der Luchs wird nicht von übereifrigen Jägern und sogenannten Naturschützern abgeknallt. Freut euch über dieses einmalige Erlebnis.

Hier auf die Schnelle noch einige Fotos:

Schinken

Das ist mein Schinken, den sich „El Chamon“ erlaubt hat, zwei mal anzufressen. Jetzt ist sogar mal die Türe zu. Schade, bei dem schönen Wetter und den wunderschönen Nächten, wo Luchse herumschleichen können. Und wie die Nahrungspyramide nun halt mal so ist, wurde das Tigerli die Beute von „Guardian“ – dem Schützer. So nenne ich nun unseren Luchs in der Matt von Schmiedrued.

Luchs bei der Körperpflege

Der Matt-Luchs, ein echter matter Luchs.

Luchs mit zwei Knochen

Die zwei Knochen sind vermutlich von einer Katze. Das Nahrungsangebot hier ist toll für solche Räuber. Könnte es sein, dass Guardian gar meine Kürbispflanze gefressen hat. Oder war es der Dachs. Natur pur um die Hammerschmitte.

Luchs von hinten

Hier von hinten. Er hat genug gefressen und braucht nun einen Verdauungsschlaf. Vermutlich haben wir auch seinen Schlafplatz entdeckt. Ganz alle Fotos bringe ich noch nicht.

Ernst und der Luchs

Lässt sich weniger abhalten, als ein gut erzogener Hund. So, nun gebe ich mit diesem Bild schon zu viele Anhaltspunkte an, wo wir diesen Luchs heute im Ruedertal, im Schweizer Mittelland gesehen habe. Ich denke, das ist eine Sensation.

13:45 Kora meldet sich. Sie betrachtet das Bild wo der Luchs von hinten zu sehen ist. Der lange Schwanz hat schon mich irritiert. Es ist kein Luchs, es ist ein Karakal, der Wüstenluchs, irgendwo aus der Gefangenschaft entwichen.

Nun geht alles fast Schlag auf Schlag. Zwar unzählige Telefonate und es stellt sich heraus, dass diese Grosskatze beim Vetamt, wie das mal genannt wurde, gemeldet war und der Besitzer eruiert werden konnte. Das liebliche Büsi zwitschert ab und zu wie ein Vogel, aber kann dann auch seine imposanten Zähne zeigen. Wir haben es eingefangen – ich durfte mithelfen. Und inzwischen ist es zurück in seinem Gehege, wo es abgehauen war. Schöne Umgebung, die meiner Ansicht nach nicht ohne Hilfe von aussen verlassen werden kann. Zudem sei an diesem Ort geklaut worden. Vielleicht landen solche Leute auch mal dort, wo man auch nicht so einfach ausbrechen kann. Spannender Tag. Morgen plane ich Zeit ein, dass ich dieses Büsi in meine Arme nehmen kann. Handzahm ist sie und rund ein Jahr alt. Und bei einem Telefon hätte ich sie verkaufen können. „Ja, der René“, sagte der Besitzer am Handy. Man kennt sich in dieser Branche.

Adventsfenster


Adventskalender, das braucht zuviel Zeit, aber de Jahresendwünsche mit einem kleinen Rückblick und den guten Wünschen … und für meine fremdsprachigen Freunde und Bekannte, die Übersetzungshilfe.

Google-Translate – manchmal zum Schmunzeln, aber für viele eine wertvolle Hilfe

Engel
Das über 60-jährige selbstgenähte Hochzeitskleid eines richtigen Engels – heute im Besitz des Engels, der regelmässig um mich herum schwebt und das Fenster gestaltet hat.

„Grau in Grau“, so wird Vielen das Jahr 2014 in Erinnerung bleiben. Ein kalter Winter wurde angekündigt und bisher hatten wir den wärmsten Winteranfang. Einen grandiosen Früh(en)ling und der Sommer fand dafür am Freitag zwischen 14 Uhr und Viertel nach statt. Am 2. Advent blühen bei uns in Schmiedrued Rosen und Schlüssel-blumen. Mit 541 M.ü.M. sind wir etwa so gelegen, wie die Spitze des neuen One World Trust Center, bekannt als Freedom Tower, in NY.

Dem Frieden zuliebe liefert die Schweiz aus unserer miesen Ernte die big Apples nach Russland. Das sei keine Umgehung des Boykotts der EU gegen Putins Reich, heuer Olympia Land. So zumindest die offizielle 7ner-Stimme. Wir kaufen dann EU-Äpfel und Saft. Irgendwie wurmstichig, ein Buykot. Money Times überall. Das liebe Geld.

3-dimensional drucken können wir, aber schreiben noch nicht. Geht es jetzt weiter mit Politik, Krieg oder gar Religion? Eine exakte Trennung ist eh nicht möglich.

Politisch war es ein Jahr des Nebels und der extremen Niederschläge – wie heuer im Tessin. Die Demokratie fand nicht statt. Es wurde nicht für einen Konsens gekämpft. Nonsens, für Extrempositionen, die in eine Demokratie nicht integrierbar sind. Dem Jugendlichen, der heute den ganzen Zug unterhält, geht es einfacher. „So e Scheiss, i mues id Hütte ds Frässe ga choche … sicher hani Welän.“ Diese Sprache hat er von uns!

Zug fahren ist ein Politikum. 188 Mio. investieren sie in die Billettausgabe. „Kappelisacker – Thun“. Die Preisfindung ist eine Wissenschaft – aber sicher keine exakte. Nicht mit dem Schiff von Interlaken über den See, wie einer der Vorschläge. Mehrere Tickets sind billiger. „Erstaunt Sie das“, bemerkt der Schalterbeamte, der kein Beamter mehr ist. Diese Unautomaten nehmen alle Reka-Checks. Dafür schlägt der Online-Fahrplan ein Transportmittel vor, dessen Abfahrt 9 Minuten zurück liegt – Verspätung ist „Saftware“-mässig schon eingeplant. Dafür fehlen Bänke in den Glasvitrinen für Wartende, aber immer noch 40cm-Tritte für Rollstuhlhüpfer. Sonst aber ein recht sicheres ÖV.

Flug MH370 ist verschollen, MH17 allenfalls über dem Kriegsgebiet der Ukraine abgeschossen. Sogar bei Gurlitts Bildern, die in Bern gelandet sind, denkt man an Krieg. Bei ISIS in Irak und der Levante (Sonnenaufgang) nicht an deren Bedeutung, eher an die agypt. Totengöttin Isis, auch Göttin der Geburt, Wiedergeburt und Magie. Ein Jahr, das für Gripenkranke ein gewisses Verständnis mit Unbeha-gen zeigt.

Energiemässig müssen wir uns bis in 35 Jahren ändern. Grau in Grau. Kleinwasserkraftwerke werden nicht mehr subventioniert – da wo die Schweiz ideale Chancen hätte. Die Lobbyisten machen nur Grobes. Wie wärs mit einer parlamentarischen Amtszeitbeschränkung von vier Jahren? Und kein „Sale-and-Lease-Back“ mehr für die Bilanzschönigung bei Staatsbetrieben. Die Zeche bezahlt die nächste Generation. Finanzzusammenhänge … was ist das? Sie wären gar lernbar.

Weisses und vor allem schwarzes Geld machten den Finanzsektor total grau, zum vergraulen. Ich werde vermehrt Unternehmensberatung für kleinere KMUs anbieten. Sie können von meiner Jahre langen Analysetätigkeit und Neuausrichtungen profitieren. Vorsorgen ist hier billiger als Entsorgen. Der Teufel steckt im Detail und von Vorteil ist, wenn einer (ich) alles macht – das Interessante und die Knochenarbeit, der unbeliebte wichtige Kleinkram. Referenzen sind aus Diskretionsgründen leider nicht erwünscht. Das ist wie beim Arzt, der sich freut, wenn der Pa-tient wieder gesund ist. Diese wollen keine „Dauerkranken“, die regelmässig Geld einwerfen. Aber Ihr dürft mich als „Finanzarzt, -heiler“ empfehlen.

Die Ethik, die blieb 2014 oft vergessen, auf der Strecke. Lieber die Taube in der Hand, als den Spatz auf dem Dach – oder so ähnlich? Der Haussperling wird sinnigerweise Vogel des neuen Jahres und Édith Piaf (frz. Spatz) würde 100.

Die Welt erscheint manchmal Grau in Grau. Wird sie umgeschichtet? Im 2015 tritt die Eurasische Wirtschaftsunion EAWU in Kraft und was ist mit der TTIP? Kennen Sie nicht? Ist fast geheime Kommandosache. Lassen wir uns überraschen, was global ausgehandelt wird.

Umkrempeln muss in Zukunft die Kirche. Weihnachten wird weiterhin stattfinden, aber mit weniger eingeschriebenen Mitgliedern. Zwei der interessantesten Persönlichkeiten in der reformierten Landschaft durfte ich dieses Jahr begegnen. Bischof“ Godi Locher, kein Perforator, ein Verbinder und es freute mich, dem Schriftsteller Peter Bichsel persönlich den prixlibref. zu überreichen. Er schreibt „fadengrad“ mit den herr-lichsten Umwegen. Ein toller Beobachter.

Schöne Weihnachten, tolle Aussichten und ein farbiges, aufgestelltes, frohes und erträgliches 2015

Atemlos kreuz und quer – Teil II

Der Unterhaltungsabend 2014 des Männerchors Schmiedrued – der erste mit Anastasija Kadiša unserer neuen Dirigentin – und mit Weltstars des Bühnenparketts.

Aber fangen wir doch mal mit der Hauptprobe an – Tenu „Alltag“:

Vergessen sie alle Sportvereine, Fitness Clubs, Freizeit Velopedalerei und kommen sie zu uns. Singen und turnen in einem Aufwisch. Und was viele sicher überzeugen mag, wir hatten noch nie einen Sportunfall. Es tut gut und Sepp neben mir stellt fest, dass sein Hals auch aus Wirbeln aufgebaut sein muss: „Äs chlepft u knakst.“Atemlos werden wir höchstens, wenn wir gute 20 Sekunden ausschnaufen müssen. Oder wenn wir an die heutige Zeit denken. Mitte Juni schrieb ich über ein Streitthema der anderen Art. Leider sollte ich Recht bekommen, dass es zwischen Tigris und Euphrat „brodelt“ – heute ist Krieg. Wenn ich vorher geahnt hätte, was im Gebiet des angeblichen Paradies für Zustände zu herrschen kommen, hätte ich das Lied „Rivers of Babylon“ nie als Idee für den Unterhaltungsabend eingegeben.

Zum Glück denkt beim Singen niemand – oder fast niemand – an den Text und die Handlung, den Handlungsort. Das Lied stammt von der deutschen Rock-Gruppe Bonney M., die im jamaikanischen Rocksound spielt und den Liedtext dem Alten Testament entnommen hat. Diesen Evergreen habe ich als Disk Jockey oft auf den Plattenteller gelegt. So ein einfaches Lied, das jeder mitsingen kann. Denkste. Einfaches, das gut tönt, ist die sogenannte hohe Schule. Deshalb wurden sie zum Immergrün. Vierstimmig und jede Stimmlage muss ihren Einsatz exakt bringen. Sogenannte 5-Ton-Musik. Anastasija müsste uns mal im Theorieunterricht mehr dazu erzählen. Interessant, wer die sogenannte Pentatonik verwendet hat. Darunter hat es wunderschöne Musikstücke von bekannten, zumindest mir beliebten, Komponisten. Ja, vom Marketing her, wäre es gut zu wissen, worauf Menschen „fliegen“ – der nächste Unterhaltungsabend wird davon profitieren. Ich plädiere, für Beibehaltung der günstigen Eintrittspreise.

Hauptprob

Turne, strecke, bücke, hüeschtle, Balon ufblose, Kerze usblose, Tonleitere ufe, Leitere abe, anderi Tonfolge, schnufe bis i Buuch abe. Bis do nur e mol chasch afo mit andere Melodien. Und do isch scho die erscht viertel Stund dure. De Erschte stoht dr chalt Schweiss scho uf dr Stirne. Kei Panik! Wenn alles rund lauft, hämmer gli eusi Riccola-Pause. Sid ruhig do hinde, losed uf dr Ton wo euch d’Dirigäntin git. Wenn mir dä nid alli richtig händ isch es passiert. De schwümme mir durs ganze Lied ufe und Abe.
Oh isch die Frau sträng; tönts us de hindere Reihe. Au vorne murmle si. „So noch einmal Stimme für Stimme einzeln, die Übergänge noch mal bis es sitzt.“ He dir! Chönnet dehei wieder schlofe. Weisch du wo mir jetzt sind? Blödi Frog, im Probelokal dänk. Nei du Mensch, uf em Noteblatt han i doch gmeint. Säg doch das! Uff – äntlich Pause. Was? Nur fünf Minute? Aber klar. D’Dirigäntin mues jo no hei uf Basel mit em Zug.
„So Männer. Noch einmal das ganze Programm durchsingen dann sollte es gehen. Denkt daran nicht tiefer werden und das Tempo bei behalten, sonst stimmen die Übergänge nicht.“ So danke. Läsed eue Text no einisch dure. De chöne mir’s de ganz sicher guet. Tenü isch allne klar? Hemmli, Kravatte, Chilet und schwarzi Hose. Wär chunnt no mit, eis go ha? Mir händs ja no gnue sträng die nächschte Täg! U bi de andere, chömet guet hei!

Für mich das schönste Stück, das wir je gesungen haben. Entgegen der Ansage der …

Jeanine Burri

… attraktiven Jeanine Burri, der Moderatorin, die „Insiderinformationen“ weiter gab, war ich nicht krank. Die zwei ersten Lieder am Samstag konnte ich nicht mitsingen. Ich durfte Peter Bichsel einen Literaturpreis übergeben. Zweimal an einem Tag im Gilet an verschiedenen Orten auf der Bühne, das gab es für mich noch nie. Irgendwie bereue ich es ein wenig, dass ich mit Zwanzig nicht ins Kaspars Jazz-Band als Basssänger mitgemacht habe. Singen ist zumindest beim Üben, Proben anstrengend und dann kommt der Erfolg, die Freude, vor Publikum zu singen. Vielleicht einige Gedanken, die den einen oder die andere dazu bewegen könnten, in jungen Jahren anzufangen. Wir nehmen als Männerchor auch Damen auf. Und nächstes Jahr würde ich mich freuen, das Double von Andreas Gabalier, dem Zuschauer Daniel Flückiger, bei uns begrüssen zu dürfen und zusammen „I sing ei Liad für di“ im Chor mit uns auf der Bühne vorzutragen.

Daniel Flückiger - Double von Andreas Flückiger
Dänu, „meld di“, du passt dazu, denn wir werden immer moderner.

„Irgendwo und Irgendwann“ das anspruchsvollste Stück, das wir vorgetragen haben. Wer Barbara Streisand mit „Somewhere“ aus der West Side Story von Leonhard Bernstein zum ersten mal anhört, denkt, dass kriegt ein Männerchor nie hin. Haben wir vermutlich auch alle mal – oder längere Zeit – gedacht. Irgendwie, Darling. In Zukunft müsste das Klavier breiter sein, damit die Notenblätter Platz haben.


Wrecking Ball von Milena und Céline Dätwyler, Jugendchor Rued

Wer hatte jemals soviel Mut in seinen Jugendjahren vor mehreren Hundert Zuschauern aufzutreten. Der Applaus war mehr als nur gerechtfertigt. Die Zeiten ändern sich. In meiner Jugendzeit fieberten wir für „another brick in the wall„. Ein weiterer Backstein in der der Mauer. Schaut euch mal das Video mit den „Kinderstimmen“ an. Dann schaut „Wrecking Ball“ von Miley Cyrus an. Im Grunde genommen sind beide Inhalte zum Nachdenken. Wenn ihr es lieber spassig wollt, dann die Parody. Übrigens wir könnten nächstes Jahr ein Lied von Miley’s Vater singen – Achy Breaky Heart von Billy Ray Cyrus.


Atemlos von Petra Hunziker und Ramona Flückiger, Jugendchor Rued

Елена Петровна Фишер heute Helene Fischer singt in Studioaufnahmen kräftiger, als bei Liveauftritten. Die schönste Parodie kommt meiner Ansicht nach von Otto Waalkes – über 40 Jahre einer der grossen Gitarrenspieler. Über seine anderen Begabungen kann man ruhig streiten. Wie die Wortklaubereien: .. der Wald von Sirene Fischer mit dem Pfefferkuchentatoo ist arschkalt. Helene und Otto könnten unterschiedlicher fast nicht sein, das sind zwei Welten. Schaut jetzt, welche Ausdruckskraft die Teens vom Ruedertal haben. Leben beim Singen, lieben das Singen, begeistern sich und sind alles andere als „atemlos“. Eine gute Ausbildung, wie „Atemnot in der Nacht“ verbunden mit Spass, das setzt die Grundlagen. Im Jugendchor mit Stefan Weber, dem Leiter des Jugendchors oder im Männerchor mit Anastasija. Hoffentlich bleibt uns die Dirigentin noch lange erhalten und wird nicht zu „Höherem“ berufen, obwohl wir ihr das herzlich gönnen würden.

Unser letztes Männerchorlied wird in Youtube nicht wiedergegen, weil die Höhepunkte nur am Unterhaltungsabend zu hören sind (oder die Batterie am …) – „Du hast mich tausendmal belogen“ von Andrea Berg.

Einige hundert Zuhörer bestätigen: Wir haben es geschafft. Nicht aber „Die alten Strassen“ noch, die waren rund ums Schulhaus zu sehen, um das Erlebnis zu vertiefen. „Herti Grinde“, ein Schwank aus dem Leben gegriffen. Schmunzeln und herzhaftes Lachen ist wie immer im günstigen Eintrittspreis inbegriffen. Nur mit der Presse hatten wir ein wenig Bedauern, musste doch Frieda (st.) beinahe mit dem in der Tombola gewonnen Velo bergab nach Hause fahren. Los Nummer 250. Herzliche Gratulation und danke an alle, die uns immer auf die verschiedensten Arten unterstützen. Wer weiss, vielleicht ziehen sie das nächste Jahr den ersten Preis.

Wenn ihr alle Lieder auf YouTube ansehen wollt, gebt einfach den Suchbegriff „Katharina Lüthi“ ein und dann könnt ihr alle Filme von ihr ansehen – oder „martischweiz“. Werden sie dereinst die Teens vom Jugendchor Rued als erste Damen in unserem Chor die Tenöre unterstützen oder gar in den Musiksektor einsteigen, wie der Trucker Fäger Hampi, der immer weit in den Morgen zum Tanz aufspielt.

Ganz speziell erwähnen wir die Jubilare. Vrene, die Magd gespielt von Lotti Giger, die auch Regie führt hat 45-jähriges Jubiläum beim Theaterspiel des Männerchors und Ursula Krachmeier, sorry, Heidi Dätwyler feiert das 40-jährige. Willy Bolliger wird für 20 Jahre Sekretär im Vorstand geehrt. Deinen Rekord schlage ich als Nachfolger garantiert nicht. Herzliche Gratulation an alle.

Theater Männerchor Schmiedrued
„Herti Grinde“ – Schwank in einem Akt von Maximilian Vitus. Es erstaunt nicht, dass Chrigu in der Mitte steht. Das erste mal im Theater dabei, soweit ich orientiert bin – ein Multitalent – links ist die Magd – die Chefin.

Die Gläser Klingen

Küchenmannschaft und der Kaffee-Egge ist gut gerüstet für den Ansturm. Schön, dass noch Zeitumstellung ist … eine Zusatzstunde geschenkt. Die Gläser klingen, aber im Gegensatz zur Vereinsreise, gab es nichts zu brezeln … aber wir sind für die gleiche Schicht im 2015 – das Coffee-Team am Freitag bestand aus Immigranten und keiner merkt es. Das ist schön. Hier gibt es einen Zusammenhalt, auf den manche Stadt oder Agglomeration stolz wäre. Und „heile Welt“, wie Hanspeter Setz letzte Woche vor rund 40 Ruedertalern verlauen tliess. Über ihn und seinen Nachbarn – Autor von Notturno – aus Dintikon werde ich demnächst schreiben. Ja, „sammeln ist eine Sucht, fangen sie ja nie an“ und das Truckerleben ist auch so was wie eine Sucht, wie das „Helikopeter-Fliegen“. Wer nicht gemerkt hat, dass wir neue Sänger, gar – Charakterköpfe suchen – sie verstärken den Männerchor Schmiedrued und sorgen dafür, dass er attraktiv bleibt.

Dieses Jahr das erste Mal mit dabei am Unterhaltungsabend ist Niggi – Paul Bolliger und auf der Vereinsreise 2014 auch Dominik Küttel, der mit der Bretzel. Das hat mit diesen beiden so Spass gemacht, dass wir das nächste Jahr eigentlich drei Tage verreisen sollten – dann habt ihr im Ruedertal auch einmal etwas Ruhe.

Unterhaltungsabend 2013 – Präzisch, ja präzisch

Fotos: Stephan Marti und Katharina Lüthi, Schlossrued – von ihr ist auch der Mundarttext und die Tubes

Atemlos kreuz und quer – Teil I


Von der Reise zur Gletscherleiche Ötzi, via die Wassermassen des Euphrat und Tigris bis hin zum warmen Wasser, das der Täufling beim Männerchor Schmiedrued verspritzt. Eindrücke von der Vereinsreise nach Sölden und dem Unterhaltungsabend 2014.

S‘Reisli

 

Vo dr Walde Pinte fahre si ab,

Keine vo de Männerchörler macht uf schlapp.

S’isch zwar erscht sibni am Morge früe,

aber alli händs gschaft, au d ‘Buure händ gmulche ihri Chüe.

Händ ihr alles, ID, Pass?

Do macht au dr Chauffeur dr erschti Gschpass.

Also dr nöchschti Halt isch denn erscht nach Genf…

Hämmer überhaupt für dr Schinke gnue Brot und Senf?

Komisch isch aber, für nach Genf gots doch in die ander Richtig.

Spielt kei Rolle, s‘ Wätter isch jo sichtig.

So es Aperöli wär jetzt au nid schlächt.

Au es Zigi- oder WC-Päuseli chäm öpe rächt.

Für dr erschti Durscht im Car wär jo scho gsorgt‚

Aber e schüchi frog! Urs, hesch gnue Bier a Bord?

Was do obe inne im Chüelfach hesch, längt sicher nid mol bis z Mittag!

Händ ihr a Anig! Ohni Nochschub fahr i mit euch nid i Tag.

Langsam wär au e Schinkeplatz sueche wichtig.

Teilwiis chnurre scho etlichi Büücher richtig.

Wow, isch das richtig schön und gmüetlich do.

Hey Manne! Blaget die Spielgrät vo de Chinder nid e so.

Chömid i Schärme, es nieslet chli fescht,

Oder mir nähme im Beizli es Kafi, das wär fascht no s’Bescht.

Nach em Räge schient d Sunne, seit me doch,

Aber i Sölde näblet und nieslet’s, nüt isch me troch.

Nach em ässe am Obe gönd die Meischte no uf d‘Gass,

Die Jüngere händ Barmäids gseh und finde sie krass.

Trotz Kniefall und rote Rose het sich d‘Dirigäntin nid lo überzüge für mit is Dorf,

Sie meint si bruchi dr Gsundheits- und Erholigsschlof.

Einisch müend au Reiseluschtigi wieder wiiter fahre.

I dr Schwiz schiint d’Sunne, do düend Wulche Wasser spahre.

Drum fahre mir diräkt über d’Gränze.

Lueg e mol wie mir no chöne Kilometer schränze.

Über d‘Höger ine isch d‘Ussicht wunderbar,

Bi eusere nöchste Reis, das isch Klar,

Chöme sicher wieder alli mit,

Für zum reise sind alli immer fit.

Jetzt isch dr Usflug einisch meh verbii,

Drum lon i s‘witer dichte si,

Danke wott i nur no, das isch wichtig,

Dr Reiseleitig und zwar richtig.

Guet händ ihrs gmacht es schreit nach meh.

Mir sind jetzt scho gspannt no witeri Regione ds gseh.

 

 Österreichischer AutomatÖsterreichischer Vollautomat: Hilfsbereit sind sie, die Österreicher, sie erklären den Automaten und öffnen dann von Hand, dabei sollten wir schnell aus Angst warmes Wasser … Der Hilfsbereite am andern Automat blockiert diesen eine halbe Stunde und holt eine Cola-Dose nach der andern raus. Dürfen wir auch mal? Nein, sehen sie denn nicht, was ich für eine Glückssträhne habe.

 Sau-Banner-ZugChrigu freut sich zum zweiten Mal. Auch in Austria fahren alle Sau-Banner zu schnell. Scheinen eine gute Batterie zu haben. Es scheint eh sein Land zu sein.

 Dätwyler Carmen und Christophorus Carmen, unsere Cassierin und der schein-heilige Christophorus gebieten Halt – erholen!

ErholungSeilbahn am nächsten Tag fiel ins „Wasser“ – nächstes Jahr kommt er mit Bremsfallschirm.

 Unsere JüngstenDominik und Heinz im Element. Übrigens, auch der Car besteht den Elchtest im Sliden.

 Ecinocaktus - KugelikaktusChugeli: Ecinocaktus – Kugeli-Kaktus

 Auf Ötzis SpurenAuf Ötzis Spuren – das hier ist keine Gletscher-Wasser-Leiche, andere möchten Trinkbares.

 Weisses Wasser und warme BretzelOhne Bedienungspersonal läuft aus einem österreichischen Automaten nix, nicht mal Milch – dann nimmt man halt den Schuss Klaren nicht drunter … was bretzelt und sieht er?

Haflinger oder PrzewalskiHaflinger oder Przewalski? Keine österreichische Skimarke – einige Urwildpferde toben im Ötzi-Dorf umher.  Eigentlich eine Sensation, die von der Museumsführerin nicht erwähnt wird. 2000 dieses einmal fast ausgestorbenen Pferdes gibt es wieder auf der ganzen Welt. Der Standort wo ich eine Herde von rund 30 Pferden (im ersten Link) fotografieren konnte, ist nicht einmal in Wikipedia verzeichnet. Wer sie selbst aus der Nähe in dieser fast mongolischen Umgebung sehen will, muss sich im Winter nach Südfrankreich begeben. „Sichtungs-Erfolg“ wird nicht garantiert.

 Krokodil-Milch-Automat - geschütteltDer Automat für geschüttelte Krokophanten-Frischmilch scheint nicht zu funktionieren. Ist ja klar.

kleiner Weinschwärmer Im Hotel am Hof in Sölden gab es Crevetten zur Vorspeise. Gourmets wurden dank Verzicht anderer zum Gourmand. Übrigens, die Raupe aus einem Ruedertaler Garten ist nicht zum Verzehr bestimmt.

 Heiratsantrag?

Das ist kein Hochzeitsantrag, nur die Bitte, keine Angst zu haben und auf ein, zwei Gläser mit ins Dorf zu kommen.

Die Gläser klingen Hier sieht man, was er bretzelt: „Die Gläser klingen, erfreut sie singen … ohne Scherben … ich ging allein am Fluss entlang, und sah dich an der Bar da stehn und ich lieb nur dich … Daniela-ah.“

 Au - Gefahr im anmarschAu – Gefahr im Anmarsch und das bei Bengel-Wetter. Der Niederschlag war gar nicht schlimm, aber beim modernen Car bleiben Regentropfen stundenlang an der oberen Frontscheibe hängen, weil es dort keinen Scheibenwischer hat. In diesem Land gibt es gar Innenscheibenwischer, weil alle beim Fahren brumm, brumm, brumm singen. Und wir haben dank unserer Dirigentin doch vier Lieder gesungen – Rekord verdächtig.

 Verkehrszusammenbruch im TunnelVerkehrs-Zusammenbruch im Tunnel. Unser Präsident, neben dem Piloten des Frey-Buses betet gar, als wir auf der Höhe der Unfallstrecke sind – sicherheitshalber jetzt auf der seit langen verstopften Hauptstrasse …

Alpabzug mit Bier-Kühen So schlimm kann es nicht sein. Ein Alp-Abzug mit den sogenannten Bier-Kühen. Der Notvorrat-Anhänger von Fohrenburg bildet den Schluss.

 Darf hier der Bus durchfahrenKnifflige Frage in Feldkirch/A – darf hier der Car durchfahren oder wann müssen wir ihn schieben?

Pizza aus dem Pizz-A-TalTypisch österreichische Mahlzeit … wir haben das Pizz-A-Tal passiert. Dazu reisst mir ein Tischnachbar im Tausch gegen drei Original-Krumme eine Zigarre aus. Er will wissen, woher wir kommen. Luftlinie 6 km von der Produktionsstätte seiner Krummen. Die Cigarre ist ein persönliches Geschenk von Heinrich Villiger. Echt Österreicher. Alex bohrt und schneidet von Beruf, aber eine Cigarre anschneiden oder bohren, dazu braucht er mein Werkzeug.

 FeusisbergZwischenhalt in Feusisberg mit …

 Alpsegen… mit dem Alpsegen zum Abschluss der gelungenen Reise und der Dank an die Organisatoren Martin und Rosmarie und den Chauffeur Urs.

 

Vereinsreise 2013 – Saas Fee – Warum haben Schneekanonen Räder?

Vereinsreise 2012 – Auf nach Rüdesheim – Am Tag danach

 

Fotos: Stephan Marti und Katharina Lüthi, Schlossrued –  von ihr ist auch der Mundarttext

Tolle Aussicht auf Fliegenpilz und Fledermaus – 2

Unser Blick schweift in die ferne Weite. Ob es je dazu kommt, wissen wir erst, wenn die Windkraftanlage Kulmerau-Schmiedrued nicht realisiert wird – oder wenn meines Wissens die höchste Anlage mit der weltweit höchsten Aussichtsplattform erstellt wurde.

Im Originalbeitrag ist das Video von Genet-World aufgeschaltet. Nach diesem Film ist vom weiteren Beitrag nichts mehr zu sehen. Deshalb wird hier der Beitrag noch einmal ohne Video aufgeschaltet. Der Spam bleibt – keine Ahnung, wie der reinkommt. Nachtrag: scheint wieder zu laufen.

Über Windkraft habe ich schon mehrfach geschrieben – die Vorgeschichte können sie in den Beiträgen von diesem Frühjahr lesen.

Inzwischen gab es eine Fragebogenaktion mit dem Resultat 2/3 pro und 1/3 contra Windkraftwerke. Da die unterlegene Minderheit die besseren Argumente vorbrachte, wurde vom Gemeinderat das Projekt abgelehnt. Die Stellungnahme ist sauber ausgearbeitet und die Schlussfolgerung nachvollziehbar. Sogar mein Hinweis, den Namen Schmiedrued ins Vermarktungskonzept aufzunehmen ist erwähnt. Eigentlich heisst unsere Gemeinde ja Schmiedrued-Walde, etwas lang und das zusätzlich zur Luzerner Bezeichnung Kirchlerau, Kulmerau/Triengen. „Triengen/Schmiedrued“ wäre vermutlich einprägsam. Und bevor man über ein Vermarktungskonzept, ein mir nicht geläufiger Begriff, nachdenkt, kann man sich allenfalls Gedanken über das Marketing machen – denn ob wir das Produkt je haben, weiss zurzeit niemand.

Fangen wir beim Fliegenpilz an – „schwach giftig, aber nicht harmlos“. So die einen. Mit dem Personalblogger kurzfristig einen Gedankenaustauschtag abgemacht und zur Auflockerung Pilze suchen. „Der Fliegenpilz ist essbar, wenn du die Haut abziehst. So machen es die Finnen.“ Die Finnen spinnen, zumindest wenn sie diesen halluzinogenen Pilz geniessen. Geniessen scheint für mich nicht der exakte Ausdruck zu sein. Ich sage diesem Pilz spasseshalber auch „Gemeiner Schwiegermutter-Täuschling“.

Spam – ich versuche einmal, das Bild zu löschen – den Originalbeitrag lasse ich … Spurensuche

Fliegenpilz-Hexenring, könnte an- und aufregen – wie Windkraft. Sorry, das Bild habe ich nicht diese Woche geschossen. Habe meinem Freund gesagt, dass ich heute garantiert den Fotoapparat brauchen könnte, wenn er zu Hause blieb. „Resi“, wer ist das, fragte er auf der Heimfahrt. Die Kiesgrube mit den lärmigen Lastwagen und Baggern. Da sind Windkraftwerke vergleichsweise leise. Den Umweg kann man in Kauf nehmen um dem Thermikspezialisten auf dem Beifahrersitz das mögliche Windparkgelände zu zeigen.

Zufall? Den gibt es nicht, aber hier möchte ich jetzt Bilder schiessen. Der Messturm von 85 Metern Höhe wird ausgelegt. Verstaut war er im Lieferwagen der Ge:Net. Mittagspause – Zeit zum Diskutieren, uns informieren. Von Ägypten bis zu den Vereinigten Arabischen Emiraten haben sie Messtürme aufgestellt. Wieso in Chile nicht 3000 km südlicher, wo viel mehr Wind ist? Weil es dort keine Leitungen gibt.

Auch das windreichste Land in Europa fehlt. Portugal, geschweige denn auf deren Inseln, den Azoren. Windreicher geht es in Europa wirklich nicht. Ob die wohl ähnliche demokratische Strukturen und Denkweisen haben, wie anderenorts? Dafür haben sie den Pico. Rundumsicht vom schönsten. Unverbaubare Lage.

Das könnten wir bei uns auch haben. Auf rund 100 Metern Höhe. Sicht von den Freiburger Alpen bis zum Säntisgebiet, hin vom Schwarzwald zu den Vogesen. Gar nicht zu reden vom Jura. Zumindest nur bis zur ersten Kette. Die bekannte Schweizer Windkraftanlage, die tausende von Touristen jährlich anzieht, ist auf der zweiten. Warum? Standortprobleme? Ich denke dass dies der ausschlaggebende Grund ist. Ohne Messgeräte, auf dem Chasseral hat es mehr Wind als rund um den Mont Soleil. Vor 50 Jahren ein Geheimtipp. Heute! Wer war noch nicht dort oben. Pilze gibt es dort oben auch. Und Velo- und Langlaufrouten. Und Pferderücken oder holprige -Wagen. Nachhaltiger Tourismus – so das Fachwort. Die einen finden, die Landschaft sei schon verschandelt, die andern, die hingehen, die finden alternative Techniken spannend und faszinierend zum Anschauen.

Rundumsicht gibt es heute schon zwei mal in Niederösterreich. Mit der S-Bahn von Wien zu erreichen. Aber „nur“ auf 60 Metern Höhe. Vermutlich könnte sogar das Finanzierungsmodel kopiert werden. Drei gibt es in Deutschland, je eine in England, den Niederlanden und Kanada. Unser Windpark, falls er doch kommt, könnte weltweit unter den ersten zehn sein, die erste in der Schweiz – weltweit die höchste Windkraftanlage mit Aussichtsplattform.

Und was würde man von dort oben sehen? Fliegenpilze? Gute Augen vorausgesetzt, wie die Raubvögel, die hier kreisen. Gefährlich werden denen aber die Seile des Messturms. Deshalb die „Vogelscheuchen“.

Vogelscheuche Windkraftanlagen

Und ob es da oben Fledermäuse hat werden wir in Zukunft wissen. Die Erfahrungen bis heute sind zum Teil erstaunlich. Mit Seilen haben sie keine Probleme. Bruchteile von Millimetern können sie auf einen Meter erkennen. Aber drehende Flügel? Störsender würden diese von vielen gefürchteten Tiere auf alle Fälle fernhalten. Übrigens, Fledermäuse sind Nutztiere und ich kenne echt nichts, das schöner anzufassen ist, als eine Fledermaus. Vielleicht gefolgt von einer Schlange. Das ist kein Witz – nur widerstreben uns diese Gedanken.

Batlogger - Fledermauserkennungsgerät

Der Batlogger – ein teures Gerät. Die Uni Bern hatte mal bei uns auf dem Balkon einen Langwellen-Transistorradio eingesetzt. Eine solche „Radiosendung“ vergessen sie nie mehr – und den pelzigen kleinen Zwerg. Gibt es Fledermaus-Pelzmäntel? Vermutlich nicht. Zu kompliziert. Genau gleich, wie diese Tiere im Flug aufzunehmen. Letztes Jahr hatte ich meinen Runden drehenden „persönlichen Hausvampir“ zwanzigmal auf dem Bild. Aber unbrauchbar ausgeleuchtet. Ich müsste eine externe Blitzanlage haben. Technik ist rundum gefragt.

Fledermausmikrofon

Das kleine schwarze Ding ist das „Fledermausmikrofon“. Der Batman? Das hier hat nichts mit der Comicfigur zu tun. Eher mit dem echten ursprünglichen Ausdruck: der Offiziersbursche. Noch nie gehört? Echt? Pfeift besser als jede Fledermaus – Jack Smith: „I was Kaiser Bill’s Batman.

Messmast

85 Meter lang ist der Messmasten – im rechten Bilddrittel sieht man einen Caterpillar – vor dreissig Jahren die grösste fahrbare Baumaschine in der Schweiz. Militärischer Drill ist hier nicht vernehmbar. Eher Diskussionen um Software. Die Anlage muss vielleicht von Amerikanern abhörsicher sein. Auf alle Fälle muss sie vor 17 Uhr zusammengesetzt sein – dann ist für die Schweizer Feierabend. Um 16:58 ist keiner mehr dort. Die beiden Deutschen haben die „zusammengewürfelte“ Truppe von Schweizern zum Aufbauen brauchen können. Stabsarbeit. Imposant.

Es braucht noch mehr „Schweizer“ dazu. Vermutlich werden auch in den entferntesten Winkeln die „Habegger“ eingesetzt. Oder wäre die Bezeichnung „Luxemburger“ vielleicht korrekter. Der Thuner Firmenname, der seinen Seilbahnbereich an von Roll verkauft hatte, ist nirgends ersichtlich. Dafür französische Produkte – in diesem Land wurde der „Habegger“ erfunden. Man lernt nie aus.

Aber auch Holz aus der Schweiz braucht es. Von einem Anwohner, der Freude an den Windkraftwerken hat. Er besorgt die benötigten Pfähle, um die Ankerschrauben zu blockieren. Ein Zirkuszelt aufzustellen wirkt wie eine Freizeitbeschäftigung. Ob wohl das Holz von Tannen stammt, die zu wenig Wasser hatten? Dann könnte dieses Holz die Fledermausmessung stören. Beide geben Ultraschallwellen ab. Na ja, zumnindest dieses Jahr dürften die Messungen aus dieser Sicht nicht tangiert werden.

Bäume können aber ein Hindernis für die Windproduktion sein. Wenn sie am falschen Ort stehen – vor einer bestehenden Windkraftanlage. Nur, die Eichen sind auf Luzernen Boden und die Energiegewinnung fast auf Aargauer Gebiet.

Eichen die nicht weichen

Da ist nicht nur eine Kantonsgrenze dazwischen, da sind Welten dazwischen. Und der Marchstein hier zeigt auf beiden Seiten das Berner Wappen. Ein Gebiet, das man touristisch aufbereiten könnte, wo mehr als nur Windkraftwerke angepriesen werden könnten. Aber vielleicht kommen sie ja nie. Vermutlich wird der Kantönligeist nie einig.

Nütziweid

Nütziweid Windrad und Photovoltaikanlage – es dreht wieder, nach einer längeren Revision. Die Wetterdaten scheinen eine andere Prognose zu zeigen, als das offizielle Statement. Und auf dem Weg zur Gemeindeverwaltung sieht man weitere Windräder. Keine grossen. Das keinste misst vielleicht mal 30 cm im Durchmesser. Nabenhöhe einen halben Meter. Kinder hätten garantiert an den grossen ihre helle Freude. Es hat hier oben jetzt genügend Wind, den Einge nicht in ihren Flügeln haben.

Vor dreissig Jahren haben wir bei der Beratung von Schweizer Gemeinden und Städten den Kanton Aargau oft als Musterbeispiel erwähnen können. Hat er sich ausgeruht? Die Luzerner waren auf alle Fälle in der Zwischenzeit innovativer. Kurz hinter den Glarnern – aber das ist eine andere politische Geschichte mit Ursprung aus der Beraterzeit.

Dritter Tag. Messturm, vielleicht später einmal die höchsten Bauwerke in der Gegend – ein kaltes Schauern läuft über den Rücken. Wir haben den elften September – 9/11 – 13. Jahrestag. Ende dieses Jahr soll das neue 1 WTC, das One World Trade Center, erstellt sein. Auf 400 Metern Höhe das Observatory, die Aussichtsplattform. Das politische Wetter ist auch heute nicht gut. Es brodelt seit einiger Zeit – des Erdöls wegen. Ob wir in unserer Gegend wohl lieber Bohrtürme hätten.

Rotmilan und roter Teil des Messturms

Auf der Anfahrt ist der Turm auszumachen der in der Schräge schwebt. Den oberen roten Teil sieht man. Rot, damit kein Flugzeug hineinfliegt. Interessiert fliegen aber Rotmilane herum. Bin zu ungeduldig um zu warten bis ich zwei oder drei im Bild habe. Auch wenn die schon lange hier sind – sie begeistern immer wieder.

Grube und Messmast

Die Umgebung des Standortes des Messturms und vielleicht einer von vier Windkraftwerken. Zuerst wollte man diese Grube nach dem Kiesabbau nicht wieder auffüllen. Und heute bring jeder Kubikmeter „Kies“ in die Kasse. Der Ablad ist billiger, als bei der Konkurrenz.

Messturm in der Aufrichtephase

„Windig“ klagt der Projektleiter der CKW und zieht sich die Jacke an. Ich, im T-Shirt, geniesse den Wind. Natur pur, wie oft auf dem Wasser, in den Bergen oder in Wüsten und Steppen. Eigentlich freuen sich ja alle am Wind

Turmzieher oder Drahtzieher

Das sind die echten Drahtzieher, die Turmzieher. Der Kraftaufwand wird immer kleiner. Die beiden nehmen es locker. Zu hören ist auf dem Platz: „3 und 4, 3 und 4, 1 und 2, 3 und 4 …“. Die Kommandos damit der Turm nicht auf die Seite abdreht. Sieben Mann leisten Einsatz und der Turm steigt rasch in die Höhe. Ich schätze 1000 bis 1500 Kilo, die der 85 Meter hohe Aluturm wiegen mag. Einer schätzt zumindest das Doppelte. Es sind genau 1208 Kilo plus vielleicht 100 Kilo für Aufbauten.

So, das waren meine Eindrücke von drei Tagen. Spannend, wenn man Ökologie und Energie als berufliche Spezialthemen hat. Und das alles nur, weil der Personalblogger gefragt hat: „Wer ist Resi?“ Falls hier eine Windmühle zu stehen kommt, nenne ich die nur „Resi I“ – Therese, die Wilde, die Erntearbeiterin und die Jägerin – vielleicht in Zukunft die wilde Windernterin.

Nachtrag:

Blinklicht

Vom Dorf aus sieht man in der Nacht das Blinklicht. Störend? Eher nein. Man muss es suchen und hier ist ein stark vergrösserter Ausschnitt des Bildes zu sehen – 300mm, 1/30 bei 6400 ISO.

Tolle Aussicht auf Fliegenpilz und Fledermaus


Unser Blick schweift in die ferne Weite. Ob es je dazu kommt, wissen wir erst, wenn die Windkraftanlage Kulmerau-Schmiedrued nicht realisiert wird – oder wenn meines Wissens die höchste Anlage mit der weltweit höchsten Aussichtsplattform erstellt wurde.

Über Windkraft habe ich schon mehrfach geschrieben – die Vorgeschichte können sie in den Beiträgen von diesem Frühjahr lesen.

Inzwischen gab es eine Fragebogenaktion mit dem Resultat 2/3 pro und 1/3 contra Windkraftwerke. Da die unterlegene Minderheit die besseren Argumente vorbrachte, wurde vom Gemeinderat das Projekt abgelehnt. Die Stellungnahme ist sauber ausgearbeitet und die Schlussfolgerung nachvollziehbar. Sogar mein Hinweis, den Namen Schmiedrued ins Vermarktungskonzept aufzunehmen ist erwähnt. Eigentlich heisst unsere Gemeinde ja Schmiedrued-Walde, etwas lang und das zusätzlich zur Luzerner Bezeichnung Kirchlerau, Kulmerau/Triengen. „Triengen/Schmiedrued“ wäre vermutlich einprägsam. Und bevor man über ein Vermarktungskonzept, ein mir nicht geläufiger Begriff, nachdenkt, kann man sich allenfalls Gedanken über das Marketing machen – denn ob wir das Produkt je haben, weiss zurzeit niemand.

Fangen wir beim Fliegenpilz an – „schwach giftig, aber nicht harmlos“. So die einen. Mit dem Personalblogger kurzfristig einen Gedankenaustauschtag abgemacht und zur Auflockerung Pilze suchen. „Der Fliegenpilz ist essbar, wenn du die Haut abziehst. So machen es die Finnen.“ Die Finnen spinnen, zumindest wenn sie diesen halluzinogenen Pilz geniessen. Geniessen scheint für mich nicht der exakte Ausdruck zu sein. Ich sage diesem Pilz spasseshalber auch „Gemeiner Schwiegermutter-Täuschling“.

Fliegenpilz Hexenring

Achtung – hier hat jemand einen ekligen, aber ungefährlichen Virus integriert, der im Beitrag nicht ersichtlich ist. Deshalb kann ich ihn auch nicht löschen. Diese Art habe ich noch nie gesehen. Ich werde diese Info an mehrere Stellen senden. Die verlinkte Firma habe ich eben mit diesem Text angeschrieben:
„http://finanzblog.kaywa.com/p1346.html – please stop your advertisement on my blog immediately. What you are doing is criminal – or another one is using your homepage with a very bad spam. I never sow this in the last years. All this I sent to different governmental offices and even to the US embassy.“

Fliegenpilz-Hexenring, könnte an- und aufregen – wie Windkraft. Sorry, das Bild habe ich nicht diese Woche geschossen. Habe meinem Freund gesagt, dass ich heute garantiert den Fotoapparat brauchen könnte, wenn er zu Hause blieb. „Resi“, wer ist das, fragte er auf der Heimfahrt. Die Kiesgrube mit den lärmigen Lastwagen und Baggern. Da sind Windkraftwerke vergleichsweise leise. Den Umweg kann man in Kauf nehmen um dem Thermikspezialisten auf dem Beifahrersitz das mögliche Windparkgelände zu zeigen..

Zufall? Den gibt es nicht, aber hier möchte ich jetzt Bilder schiessen. Der Messturm von 85 Metern Höhe wird ausgelegt. Verstaut war er im Lieferwagen der Ge:Net. Mittagspause – Zeit zum Diskutieren, uns informieren. Von Ägypten bis zu den Vereinigten Arabischen Emiraten haben sie Messtürme aufgestellt. Wieso in Chile nicht 3000 km südlicher, wo viel mehr Wind ist? Weil es dort keine Leitungen gibt.

Der Beitrag ginge eigentlich nach dem Youtube-Video weiter, wenn der Virus nicht wäre. Daher ist der Beitrag noch einmal aufgeschaltet – ohne Youtube und dem ersten Foto.

Traktoren und Anastasijas Brrrrr, Pfffff


Im Leben dreht sich alles um Finanzen. Mit dem 15. Ruedertaler Traktoren-Geschicklichkeitsfahren stellt der Männerchor den Sponsoren eine attraktive Werbeplattform zur Verfügung – herzlichen Dank für die Unterstützung – ermöglicht den Teilnehmern und Besuchern unvergessliche Unterhaltung und sich Geld zu beschaffen um unsere Chefin zu entlöhnen.

Ohne Fronarbeit geht dies nicht. Allen voran Chriggu Dätwyler, der diesen Anlass „dirigiert“ …

Dättwyler Christaina und Weingartner AZ

.. und hier Peter Weingartner von der AZ über Details für seinen Bericht und all die veröffentlichten Fotos informiert. Danke den kantonalen und regionalen Medien für die tolle Berichterstattung. Es drehen hier nicht Millionen. Aber eine halbe dürften die acht von den Sponsoren zur Verfügung gestellten Traktoren schon wert sein. Wenn die Zahl nicht stimmt, übernehme ich die Verantwortung – ich hab sie geschätzt. Vielleicht machen wir das nächste Mal gar ein Schätzspiel. Eine stolze Summe für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Gleichviel wie jedes der 44 ausgemusterten Schweizer Occasion-Tiger die begeisterte amerikanische Navy kostete. 100 Jahre Schweizer Luftwaffe – der Werbebus stand keine 100 Meter neben unserem Festgelände.

schraubenneue Traktoren

Ab 14 Jahren darf man und Frau auf diesen brandneuen Maschinen sein Geschick zeigen oder ausprobieren – Ausweis vorausgesetzt. Hut ab vor denen, die auf der Rangliste am Schluss zu finden sind. Unter 1000 Punkten hat es jeder geschafft. Oft hört man den Spruch: „Das würd ich mir nicht zutrauen.“ Wieso nicht das nächste Mal. Dazwischen üben. Es braucht ja nicht gleich der weltgrösste Traktor oder ein BelAZ-75710 zu sein.

Nachwuchs der Gemeindeamfrau

In einem Crashkurs wird hier die jüngste Teilnehmerin im Traktor fahren ausgebildet. Dies scheint viel einfacher zu sein, als die offizielle Anrede der Mutter herauszufinden: Gemeindeammännin, Gemeindeammann. Gemeindeamfrau wäre logischerweise die richtige Bezeichnung. Deutsch ist eine schwierige Sprache.

Schwerer Unfall an der Traktorenwippe

Mehrere „schwerere“ Unfälle waren nur an der Traktorenwippe zu verzeichnen. Crash kann auch anders interpretiert werden.

Besuch eines Schotten

Auch Schotten waren bei uns zu Gast – am Nagelbalken …

Sabotage an der Hüpfburg

… Sabotage an der Hüpfburg …

Helvetia Domenica

… und ein etwas anderer Schlepper, das deutsche Wort für Traktor, ein Helvetia Domenica aus Murgenthal, das Vorbild für den „Wisa Gloria GT“ aus Lenzburg – für viele unbekannte Industriegeschichte aus dem Kanton Aargau, die bis in den Ostblock reichte und heute wieder auf Schweizer Präzision ausgerichtet ist, …

Schmiedrueder Präzision

… die bei uns gezeigt wird. Obschon wir …

ungenaussen messen

… nicht überall genau gemessen haben. Total 12 Punkte verzeichnete …

Gesamtsieger

der Sieger der Senioren Hans Rölli aus Grosswangen, vor Marcel Bremgartner und Fabian Wandeler …

Gewinnerinnen Damen

… Siegerin der Damen war Martina Brunner aus Vallorbe vor Andrea Hodel und Beatrice Bertschi …

Juniorensieger

… und der Sieger der Junioren Pirmin Steiger aus dem Nachbarort Schlierbach vor Stefan Suter und Andreas Geissler.

alte Traktoren

Drei Hürlimänner (oder Hürlileute?), die Nachfolger der ehemaligen „Rolls Royce der Traktoren“ aus der Schweiz werden heut zusammen mit den Lamborghini in Italien produziert – David Brown, GB – Massey Ferguson, USA. Meili und Grunder CH. Wer mehr wissen will, kann sich im Traktorenlexikon stundenlang vergessen.

Wer alte Traktoren liebt, kann heute am 1. August auch solche bei den Pilatus-Werken bestaunen. BR Maurer übernimmt dort den Bundesratsjet PC-24 zum Preis von knapp der Hälfte der ausrangierten Tiger.

Nicht für jede Arbeit kann man in Schmiedrued-Walde Traktoren einsetzen. Hier ein von Hand geerntetes Bio-Rüebli von einem unserer Sänger …

nacktes Bio-Rüebli

… das dann den weiten Weg via Bern ins Seeland nahm. Dort wird jetzt versucht dieses clon-mässig zu reproduzieren. Sie haben bereits einen Gurkenflieger bestellt, damit die Ernte in Zukunft halbautomatisch erfolgen kann.

Grunder

„Augen zu, dass man einem nicht erkennt“, sagt nach dem Aufräumen zu später Stunde Ueli der Pilot, als er beim Radar vor der Hammerschmitte mit Höchstgeschwindigkeit geblitzt wird.

Anastasija Kadisa

Foto von Judith Schlosser, Gockhausen

Brrrrrr … pfffffff sind nicht Geräusche der Traktoren, sondern unserer Sänger, beim Einturnen mit „unserer Chefin, Oberhaupt, Leiterin, Dirigentin, Kopf, Meisterin, Anführerin – oder einfach ganz kurz und immer unsere“ Anastasija Kadiša (der Vorname betont auf „i“ – „š“ gesprochen als „sch“). Aufgewachsen in Jūrmala (Rigastrand), Lettland, wo sie mit acht Jahren ihre musikalische Ausbildung beginnt. Nebst Musik beherrscht sie einige Sprachen und lebt sich auch langsam in die verschiedenen Mundarten ein, die bei uns im Männerchor gesprochen werden. Ab und zu muss unser Präsident als Dolmetscher wirken. So haben wir auch herausgefunden, dass zum Beispiel „der Mensch“ eigentlich „du“ heisst.

Schön, wenn man intensiv lachen kann. Vor dem ersten öffentliche Auftritt mit unserer Chefin in der Kirche Kirchrued, ist sie noch sichtlich nervös. Zeit beim „Einturnen“, statt dem symbolischen Aufblasen eines grossen Ballons, drei echte Ballons aufzublasen. Pfffff … und dann zischen lassen. Herrlich, wie sie lachen kann.

Klavier und Noten, da ist sie sattelfest. Beim Lied „das cha nur Liebi si„, das wir im Probelokal singen, mein sie: „Das singt ihr falsch!“ Knallhartes Urteil. Aber sie hat recht, wir singen nicht nach den Originalnoten, sondern, so wie man das Lied vom Hören her kennt. Eigentlich singen dieses Lied alle falsch. In Sachen Noten können wir sicherlich nicht mitdiskutieren. Da arbeitet sie auf allerhöchstem Level.

Glissando - grafische Notation

In Sachen Notenkenntnisse wage ich mich jetzt auf die äussersten Äste. Ein Glissando, eine grafische Notation. Nur die Rückwärtsbewegung auf der musikalischen Zeitachse, gut sichtbar an der Schleife, kann ich allenfalls mit variierendem Tempo interpretieren. Ich finde auf Google nichts Vergleichbares. Erinnert mich irgendwie an den Makrokosmos von George Crumb. Modernste Musik. Hier einige Beispiele von Anastasija
.

Schwierige Musik. Für viele nicht einfach anzuhören, was unsere Dirigentin hier selbst komponiert hat. Die Zeit wird mir Recht geben. Wir haben eine Chefin, von der man in einigen Jahren in der Musikszene sprechen wird. Das ist nicht Unterhaltungsmusik für den Alltagsmenschen. Spontan kommt mir ein Stück aus alter DJ-Zeit in den Sinn. 1973 ein total verrücktes Stück: Tubular Bells von Mike Oldfield. Heute für viele ein Ohrwurm, für andere immer noch futuristisch.

Nach Peter Lindenmann mit SapphiRLight, haben wir eine neue Vollblut-Musikerin für moderne klassische Musik aus Basel – dem Mekka aus Schweizer Sicht, wenn wir an Heinz Holliger denken. Und das Schönste, Anastasija zeigt die gleiche Leidenschaft, wenn sie unseren und einen weiteren Chor dirigiert.

Holzglocke der Stadtkirche Lenzburg

Diese Holzglocke – wood bell – hing früher in der Stadtkirche, wo dieser Seniorenchor beheimatet ist. Der alte Glockenturm von Lenzburg ist heute im Fünfweihertal in schönster Natur zu finden.

Wir suchen neue Mitglieder, auch Frauen. „Wir“ sind attraktiver, denn eh.

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Vor einem Jahr im Finanzblog:
„“Daten“ sind ein Menschenrecht“

Vor 2 Jahren erschienen:
Reben im Wandel – AOP Duché d’Uzès

Vor 3 Jahren erschienen:
USD, EUR, CHF oder Credits – welche Währung hat Zukunft? – Ja, die Zukunft wurde besser!

Vor 4 Jahren erschienen:
Rappaz, der „kleine“ Mahatma Gandhi?

Vor 5 Jahren erschienen:
Die notwendige schöpferische Pause

Vor 6 Jahren erschienen:
Die Hammerschmiede oder Hammerschmitte

Vor 7 Jahren erschienen:
«Dr. Doom rät jetzt zum Ausstieg aus Aktien»

Vor 8 Jahren erschienen:
Viognier und liberalisieren

Vor 9 Jahren erschienen:
1. August in Frankreich

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"Der Wind, der Wind, das himmlische Kind"


Knusper, knusper, knäuschen, wer knuspert an meinem Häuschen!“. Geplante Windkraftanlagen auf unserem Hügelzug fordern Geisten und Hexen heraus.

Auf Energie verzichten tun die wenigsten und wenn, dann kauft man einen neuen Fernseher auf die Fussball-WM und rühmt sich, dass der weniger Strom verbraucht. Nur, graue Energie wird weggeworfen und neue hingestellt. Ökonomisch garantiert nicht sinnvoll, ökologisch vermutlich auch nicht. Dies mit einer Ökobilanz korrekt auszurechnen ist schwieriger als Betriebsbuchhaltung – eine Finanzbuchhaltung ist dagegen fast reines Nasenwasser.

Und genauso kompilziert ist die sachliche Beurteilung von Vor- und Nachteilen bei Windkraftanlagen. Stellen sie sich vor, die NAGRA würde morgen zu einer Diskussion über ein Endlager bei uns aufrufen. Da wären die Dispute noch grösser, die Notwendigkeit gar nebensächlich. Lieber Sankt Florian, zünd das Haus des andren an. Oder auf Neudeutsch „Nimby“ – „not in my backyard“ und in einer Gegend, die nicht exakt dem Schweizer Durchschnitt entspricht.

Nicht nur Militärflieger machen Lärm, auch Verkehrsflieger. Am schlimmsten der „Postflieger um 23.10 Uhr“, der stark beladen ist und daher tief fliegt. Beruhigend, dass wir nicht in der Nähe des Nachtpoststern wohnen. Und dann die vielen Lastwagen, die durchs Dorf rasen. Saulärm. Uns fällt das auf, weil dazwischen meist minutenlange Ruhe herrscht. Wenn ich es mir so überlege, müsste man die Autobahn am Grauholz verbieten. Die stört mich, wenn ich bei meiner Partnerin bin. Die teilweisen Lärmschutzwände helfen nicht überall – ein Summen bleibt und Martinshörner sind warnehmbar. Eigentlich müsste man Autobahnen ganz verbieten oder nur zu Geschäftszeiten. Lastwagen auch. Postautos auch?

AIR14-Payerne-Postauto

Es ist sicher nicht meiner Ironie zu verdanken, dass dieses Postauto, welches für die Luftshow Air14 in Payerne, in diesen Tagen bei uns anzutreffen ist.

Infraschall ist im Spiel bei Windkraftanlagen. Tiefe Töne, die Menschen nicht mehr hören, bei entsprechender „Un-Lautstärke“ aber fühlen können. Mit Johann Sebastian Bachs „Toccata und Fuge d-moll BWV 565 habe ich in meiner Jugendzeit ein Bierglas zerborsten. Ungefährlich ist Schalldruck sicher nicht. Sie können mit tiefen Tönen ausprobieren – geht vermutlich bis 8,5 Hz hinunter. Nur bei dieser Aufnahme hören sie zumindest gegen Schluss garantiert nur die Obertöne.

Ottensoos – dieses pdf wurde mir zugestellt. „Gewisse Bedenken hat das ausgelöst“. Nur ich weiss, von wem ich dieses Mail erhielt. Das Flugblatt „Keine Windkraftanlage auf dem Kulmerauer Berg“, das vermutlich in alle Briefkästen im Ruedertal verteilt wurden, enthält fünf Warnungen – und keinen Absender! So gefährlich scheinen mir die vier Windräder nicht zu sein, dass man wie die Resistance aus dem Untergrund operieren muss. Das gibt einmal 100 Minuspunkte. Schön ist aber, dass ich den „Kulmerauer Berg“ genau zweimal im Internet gefunden habe – mit einem interessanten Buch – „Der bernische Aargau und die Grafschaft Baden„.

Flugzeuglärm, Schiesslärm – da kann man die Auswirkungen genau messen – und wer unverschuldeterweise „Pech“ hatte, hoffentlich mit einem Hörgerät korrigieren. Über solche Tatsachen hält man sich in unserem unpolitischen Tal nicht auf. Natelantennen, an die hat man sich gewöhnt. Das Feldschiessen müsste beim Krach der Traktoren kaum um die Ecke stattgefunden haben. Hat das einer gehört? Das Sturmgewehr SG 550 erzeugte ursprünglich beim höchsten Staudruck einen Schalldruckpegel von 165 dB. Maximal 120 bei einem Windkraftwerk an den Flügelenden gemessen, an der Nabe bis 107. Und der Pegel ist logarithmisch und nicht linear. Auf 500 m im Vergleich wie ein leiser PW. Das nur bei Spitzenbelastung und in der richtigen Richtung, denn der Schall wird garantiert nicht in alle Richtungen gleich abgestrahlt.

Das alles rein theoretisch bei Windstille und da dreht sich ja das Rad gar nicht. Also Windgeschwindigkeit, -Richtung, Kanzelform etc. einberechnen und vielleicht hilft ihnen die Ströhmungslehre hier weiter. Und immer schön die entsprechenden Kenntnisse in dB angeben. Und dann noch berücksichtigen, dass beim erwähnten Ottensoos, die Landschaft eher flach ist und das Dorf einen „geballteren“ Charakter hat. Hörbarer Schall oder unhörbarer Infra- oder Ultraschall wirken sich auf die angesprochene Gesundheit vermutlich gleich aus. Hörbarer ist allenfalls lästig. Im Kühlturm von Gösgen zu stehen ist wärmer, feuchter, viel lauter und etwas beunruhigender, als unter einem Windkraftwerk zu stehen. Achtung aber auf Eisbomben und andere Gefahren, die hier entstehen können.

Lauter Gefahren? Risiken gibt es überall. Ich glaube, dass Windräder weniger schlimm sind, als Kernkraftwerke oder Kohlekraftwerke. Und vielleicht sind gerade Windräder ein Anziehungspunkt für Touristen. Der Mont Soleil macht es vor. Das ist eine Touristenattraktion geworden. „Mach doch ein Hotel in der Hammerschmitte“ hat kürzlich einer zu mir gesagt.

Beim erwähnten Flugblatt ist zumindest keiner aus dem Vorstand des Natur- und Vogelschutzvereins zuständig. Wir haben es gestern an der Vorstandssitzung diskutiert. Eigentlich ist von uns auch keiner gegen Windkraft. Und wer sich weiter einlesen will, dem empfehle ich die „10H-Regel“ vom bayrischen Ministerpräsidenten Seehofer.

Die Handantennenstrahlung war vor ein paar Jahren verniedlicht worden – siehe unten. Vermutlich geschieht heute das Gegenteil. Schwer zu beurteilen. Die Geschichte wird es vielleicht lösen. Zumindest bei Grimm wurde die Hexe verbrannt, die Kinder fanden Schmuck und Gold, der Vater wurde reich und die böse Mutter …?


Aktuell bei libref. – liberal reformiert: „Liebe Götter, steht mir bei!“

Aktuell beim befreundeten Personalblog: „Geld holen, wo es welches hat – das Geld der anderen.“

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„444 Kilo Zeitungen für zweihundert Jahre“

Vor 2 Jahren erschienen:
Ich gegen du -oder CHF gegen Euro

Vor 3 Jahren erschienen:
Zig-10’000 Jahre im Zeitraffer

Vor 4 Jahren erschienen:
Ethik ist wie Regenwetter – unangenehm aber bitter nötig

Vor 5 Jahren erschienen:
Schwarze Schwäne oder Vorhersagen sind Unsinn

Vor 6 Jahren erschienen:
Biosprit – der Agrotreibstoff der 2. Generation

Vor 7 Jahren erschienen:
EMS-ige Leute, Mister Schweiz und 2 am Rücken

Vor 8 Jahren erschienen:
1 : 0 für Finanzblog – Gegenteilige Haltung bei Handyantenenstrahlung

Vor 9 Jahren erschienen:
Lärm – Umweltverschmutzung und ethisches Problem – schon damals Thema

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Windräder und Traktorräder


Technik pur im Ruedertal – Vergangenheit, Zukunft und Geschick treffen zusammen … und die meisten werden bei der Hammerschmitte vorbeifahren.

Ob die vier Winerenergieanlagen Enercon E82 E2 in der Nachbargemeinde Hochrüti/Kirchlerau AG/Allmend Kulmerau je aufgestellt werden, wissen die Götter – unsere Demokratie wird es entscheiden. Mit den Gemeindenamen schlage ich mich immer noch herum., obschon ich in der Lehrzeit (zwei nicht drei „e“) garantiert jedes Dorf in der Schweiz zumindest administrativ gestreift habe. Wer weiss schon wo Ecee Homo ist? „Siehe, der Mensch“ bedeutet dies. Zumindest einige die am Traktorgeschicklichkeitsfahren mithelfen, werden jetzt lachen.

Vor 50 Jahren wurden die Postleizahlen eingeführt – nicht nach Gemeinden, der Zustellung entsprechend. Das vereinfachte für viele die Geografie. Nicht für das SRF – dem Radiosprecher sollten sie nicht glauben – Bern fängt nicht mit 4 sondern mit 3 an. Der sollte mal meinen Vater fragen. Hat sich von der Bahnpost zum Postverwalter der grössten Filialpost in der Schweiz hochgearbeitet – heute wäre es ein hochdienen. Damals konnte man noch motzen und gleichzeitig bessere Vorschläge bringen. Beides wird heute nicht mehr verlangt. Ist verpöhnt.

Dulliken – Däniken – Schönenwerd: so habe ich das väterliche Auswendiglernen der Zustellorte in Erinnerung. Gretzenbach, da wo die andersgläubige Kirche steht, wurde nie erwähnt. Hat auch keinen Bahnhof und keine Lidl-Moschee …

Lidl Moschee

… sondernd das Buddhistische Zentrum Wat Srinagarindravararam. Und was hat das mit Windenergie zu tun? Von dieser Ortschaft sehen sie schön die Rauchfahne von Gösgen – sorry, das ist ja Wasserdampf und ich habe mal bis zum Wasserbecken vordringen können – Geigerzähler und nichtsnützender Staubanzug inklusive. Vorurteile baut man am besten ab, wenn man extreme Vergleiche zu Hilfe nimmt. Zwei Talbewohner haben mich auf die geplanten Windräder angesprochen. „Der Kanton Aargau ist rückständig, will nur die Atomenergie forcieren. Nun machen die Luzerner das Rennen mit den Windrädern“ – die CKW – Centralschweizerische Kraftwerke – mit „C“ geschrieben. Die neueste Rechtschreibung würde Tsentral… vorschlagen – in Zukunft für eine vereinfachte Schreibweise sogar „dsendralswizerise“. Konservativ, links, rechts … egal, die CKW gehört der Axpo – Heimatsitz ist Baden und wenn ich mich nicht irre, ist dies im Kanton Aargau. Wirtschaft und Politik sind nicht immer kantonsidentisch.

Toll, je nach Plan wird ein Teil des Rotors in Schmiedrued drehen. Schaut die erste Karte an – das ist Grenzüberschreitung. Eigentlich kein Grund dagegen zu sein. Man könnte ja fusionieren. Und für Zugezogene und Auswärtige sei erwähnt, dass in diesem Gebiet ein Grenzstein mit dem Luzerner- und Bernerwappen zu finden ist – nur schaut der Bernerbär auf die falsche -Seite – da hat er auch in der Vergangenheit nie die Herrschaft innegehabt.

Für mich hat die ganze Logistik nur einen kleinen Fehler – vielleicht habe ich den auch übersehen. Ich kenne das Datum und die Uhrzeit nicht, wann das ganze Ungetüm bei der Hammerschmitte verbeifahren wird – wenn überhautp, da ja noch orientiert … und eingesprochen wird, werden dürfte. Mein Haus ragt ja fast in die Strasse rein und da haben viele Kleinfahrzeuge und Motorfahrräder Probleme, die Fahrbahn einzuhalten. Der Windradkonvoi wird es schaffen – aber beide Strassenrichtungen beanspruchen – 5 Meter Breite und 32 Meter Länge. Schön, wenn man dieses Wochende „nur“ Traktoren rangieren muss. Aber dazu später mehr.

Zu den Windrädern noch einige Ergänzungen. Hier die Visulaisierungen und viele Informationen, vieles über Windkraftanlagen, die Winergie-Daten der Schweiz (fürs Mittelland haben wir einen guten Standort) …

Standort Schmiedrued - Kulmerau Windräder

… und der Artikel in der AZ und eine schon vierjährige Dokumentation über Le Peuchapattte von der solothurnischen Alpiq.

Anmerkung: s. Kommentar der Alpig – eigentlich schade, wenn diese Dokumentation gelöscht wird. Sie ist übersichtlich – hier noch der direkte Link.

Die Anlagen bei uns sind vermutlich gleich gross. 150 Meter schreibt eine Zeitung – exakt wäre es einen halben Meter mehr. Bei Windkraftanlagen wird normalerweise die Nabenhöhe gemessen und die ist im Jura und vermutlich auch bei uns auf 108 Metern – die Ausbeute ist rund 20 % besser. Die Enercon hat auch Standardmodelle mit 138 Metern Nabenhöhe. Die maximale Höhe der drehenden Räder hat vermutlich nur in der Luftfahrt einen wirklichen Wert – und die Red Bulls würden gar einen Wettbewerb machen, wer bei den relativ langsam laufenden Rädern durchfliegen kann. Die soll nicht als Aufforderung verstanden sein. Scheusslich. Nicht die Idee, das nach Osterzuckereiern schmeckende Gesöff.

Noch etwas zu den ältesten Windkraftanlagen. Der Growian – Nonplusultra zu unserer Jugendzeit. Und die wohl bekannteste, meistbeachtete alte Anlage in Europa – Montélimar sud – jeder der in den Süden von Frankreich oder Spanien gepilgert ist, kennt die Anlage. Unübersehbar.

Windkraftwerke Montélimar sud

Nur vier von fünf Windrädern, dafür im linken Hintergrund das Kernkraftwerk Tricastin. Seit einigen Jahren sind östlich auf dem Hügelzug bei Roussas mehrere Windräder von Gravière aufgestellt worden – die gehören der Alpiq, den Solothurnern.

Auch Traktoren können grosse Räder haben und mich solchen Monstern auf einen Tieflader zu fahren wird etwa ähnlich anspruchsvoll sein, wie am Samstag oder Sonntag – zum Monatswechsel – in Schmiedrued-Walde einen Traktor zehn Sekunden auf der Wippe in der Balance zu halten.

Traktoren-Wippe

Traktoren Oldtimer

Vielleicht werden auch dieses Jahr wieder einige Oldtimer zu bestaunen sein. Vermutlich werden aber nicht so viele zu sehen sein, wie in Südfrankreich im Open-Air-Landmaschinenmuseum in der Nähe des Mont Bouget. Dort ist zum Beispiel ein Porsche Diesel. Vor zwei Jahren war auch am 14. Ruedertaler Traktoren-Geschicklichkeitsfahren dieses Fahrzeug am Rand zu sehen.

Fahrzeug am Rand

Vielleicht nimmt das nun ausrangierte Fahrzeug der Besitzer mal nach Frankreich in dieses Museum. Er kennt es bereits und ist neu bei uns im Männerchor Schmiedrued (noch nicht auf der Foto). Können sie sich einen Traktor in der Kirche Rued vorstellen? In Julienas ist dies üblich.

Es wird viel geboten werden – aber diese Wagenwäsche wird es nicht geben.

Gluschtig gemacht? Hier der Flyer für die 15. Meisterschaft.

Lasst die Räder drehen und viel Geschick – oder Glück.

Öi – sorry, das heist offiziell EU

1430 steht über meinem Eingang. Und nun läuft Europa amok. Bleiben wir konservativ und zitieren die NZZ.

Ganze vier Kommentare sind da zu lesen. Ja immerhin, bei mir, da schreibt man nicht so gerne Kommentar, weil ich diese auch gegenkommentiere und nun sogar als Antwort zu einem Kommentar, einen Beitrag verfasse:

Die Stabilität in der Vergangenheit ist wohl hauptsächlich der Nato zu verdanken – resp. der Staaten, die daran teilnehmen und vermutlich auch der neutralen Staaten. Der Frieden in Zukunft beruht eher auf der EU – kein Partner wird einen anderen angreifen – und auch nicht der Neutralen.

Zu Brüssel. Vergleichen wir das mit Bern. Es hat 500 Jahre gedauert . 507 dürfte die exakte Zahl sein – ich sass „hinter drei Säulen“ im Geschichtsunterricht . Spass beiseite, die Pfahlbauer und Römer habe ich in meiner Ausbildung vier mal behandelt. Fürst Metternich zum Glück nur einmal – der Geschichteerzähler hat darüber doktoriert und doziert. Morgarten, Marti-gnano und Grandson war so das höchste aller Gefühle.

Unser Geschichtsunterricht war traurig – himmeltraurig. 17., 18. und 19. Jhr. wurden im Tempo Teufel durchrast und das 20. hat man totgeschwiegen. Ich will nicht jammern. Wir hatten super Mathe, Physik, Chemie, Biologie und Geografie. Und Zeichnen und Gestalten – nur hat das in unserer 12-Klasse keiner so recht begriffen. Sprachen … Horror pur, Grammatik, Grammatik und dann Rechtschreibung und Satzlehre. Und in der neunten Klasse hat dann der Grossrat Schmied „Tulip noir“ übersetzen lassen – ich war der Einzige, der das gemacht hat. So müsste Schulunterricht sein. Das erste mal, das ich im Franz etwas Vernünftiges lernte.

Und genau so müsste auch Europa sein. Die EU wird einen Bruchteil von den 500 Jahren unserer Eid-Genossen brauchen, bis sie sich richtig zentralisiert haben. Ob in Brüssel oder sonstwo ist absolut egal. Aarau ist ja auch nicht mehr Hauptstadt. Aber die EU wird erst richtig Erfolg haben, wenn sie eine zentrale Regierung haben.

Unzufriedene wird es immer geben. So wie die Obwaldner. Die haben sich erst kurz vor dem Neubau meines Hauses von Nidwalden „abgespalten“. Steht eigentlich das ursprüngliche Ratshaus noch – dann wäre es 11 Jahre älter – knapp 2 Prozent. Wann wäre das 600 jährige Jubiläum?

Übrigens, diese Denksportaufgabe ist mathemaisch ohne algebraische Kenntnisse nicht exakt zu lösen … wie auch die Zukunft von Zentral-Europa. Nicht vorausgesagt werden kann. Vermutungen – und die gehen dahin, dass auch der Osten in ein bis zwei Generationen dazu gehören wird. Notabene, am Hauseingang steht bei der Hammerschmitte „1430“ – jetzt können sie einfache Mathematik betreiben – das ist manchmal echt nützlich. Lösen kann man diese Aufgabe auch anders – die Jahrzahl steht am Anfang des Artikels. Aber aus der Geschichte, Vergangenem hat angeblich noch nie jemand etwas gelernt. Das wird oft geschrieben – stimmt aber ganz bestimmt nicht. Auch die EU werden lernen.

Hoffen wir einmal, dass in den Regierungen nicht nur solche sitzen, die im Waffenhandel gross geworden sind. Was ich über Wilhelm Busch und einen anderen Bush geschrieben habe, könnt ihr selbst heraussuchen und querdenken.

Und bitte, bitte, lasst mich politisch in Ruhe. Ich weiss, ich war rund ein gutes Jahrzehnt Kassier und Politideologe in der Ortspartei von JNS oder neuerding BR JSA..

Heute bin ich parteilos. JNS war schuldlos. Herr Schneider hat mir einmal geraten, nicht den Grün Liberalen beizutreten – ich bin nirgends mehr. In meinem Buch wird stehen, wie die Söihäfeli-Söudecheli-Organisation in seiner Durchschnittsstadt funktioniert. Ah, da kommt mir in den Sinn, dass ich am Dienstag einer Dame gratulieren muss, die den Durchblick hat. Ihre zehn Welten hängen hinter mir, wie einmal ein ähnliches Bild bei JNS. Und wo ist die Tageswoche mit dem Bild???? (sorry, das begreifen jetzt nur gerade einmal drei Personen … aber die zwei andern sind angemailt worden, damit man einen Nachtrag erstellen könnnte).

Was hat Beton und Champagner …

… mit der Natur in England zu tun?

Ein Vortrag an der GV des Natur- und Vogelschutz-Verein Rued. Die „Testperson“ hat gebeten, diesen Bildervortrag doch ins Finanzblog zu hängen. Dafür ist nichts formatiert … ihr sollt doch beim Lesen auch noch etwas Arbeit haben … dafür sollt ihr mit über 350 Fotos entlöhnt werden.

Englandvortrag

Wer war schon einmal in London?

Wer war mehrere Tage in England, ausserhalb des Grossraums London?

Wir fangen in London an. Am östlichen Teil des St. James Park und schliessen am Schluss mit einem ganz speziellen Vogel am westlichen Teil dieses Parks ab. Hier noch ein heikles Ding – bitte nicht dran klopfen. „Wer vom Westend des St. James Park hat mir sprichwörtlich gesagt, dieses Ei in den Garten gelegt?“ Das möchte ich von euch wissen. Wenn ihr eine Stippvisite nach London macht, könnt ihr in und um diese zentralen grossen Parks einen kleinen Einblick in den englischen Naturschutz machen.

Der Vortrag soll euch eigentlich nur reizen, mal England anzuschauen … die Natur und was aus Naturstoffen entstand, bietet Südengland unendlich viel.

Ein kleiner Film aus YouTube soll euch zeigen was heute in Grossbritannien immer noch aktuell ist. Das United Kingdom ist eine gefühlte Weltnation und eben nebst einem EU-Staat ein Königreich, auf das die Einwohner mehr als nur stolz sind.

God Save the Queen – Troping the Colors – Youtube

Englandvortrag

==> mit dem kleinen, oberen Download-Balken runterladen. Die Datei mit über 300 MB ist bei File-Upload.net kostenlos für ein Jahr gespeichert. Die IrfanView-Exe-Datei öffnen und sie sehen eine Vollbildschirm-Diashow – klicken um vorwärts zu gehen

Einleitung
– „Rufst du, mein Vaterland“ ist die ehemalige Schweizer Nationalhymne und sie wird zur Melodie „God save the King“ – Gott schütze den König – gesungen. Mit Viktoria – 65 Jahre und Elisabeth demnächst so viel, heisst es heute im Text „God save the Queen“
– Fotos von Monika
– und einige aus der Hammerschmitte, von mir
– Stellt Fragen, erzählt eigene Erlebnisse
– es folgt kein wissenschaftlicher Vortrag – einige Eindrücke aus England – was erlebt der Tourist anders auf dieser heutigen Insel – und bedenkt eines: Zum Naturschutz zählen nicht nur Vögel, Tiere und Landschaften – das wichtigste am Naturschutz ist der Mensch und der geht oft vergessen.
– Oder man kann es auch anders sagen: Zwei Erden treffen sich im Weltall. Mir geht es nicht so gut, ich habe Homo Sapiens. Die andere: Nicht so schlimm, das geht vorbei.
– ein echtes Martyrdom folgt jetzt

Anreise
– Die meisten kommen mit dem Flugzeug und sehen so die ersten Vögel
– Oder Anreise mit dem Auto mit den Dinosaurierspuren im Jura und dann quer durch Frankreich mit viel Sehenswertem. Letztes Jahr – der Frühling war 8 Wochen später, als dieses Jahr.
– Oder dem Rhein entlang und dann durch Luxembourg und Belgien. Die Strassenlampen leuchten an vielen Stellen den ganzen Abend hindurch. Beides Länder mit einem der schlechtesten ökologischen Fussabdrücke der Welt
– Wer Seekrank werden kann, Platzangst beim Verschiffen krieg oder Wind nicht ausstehen kann, kann die Bahn durch den Tunnel unter dem Kanal nehmen oder eben fliegen – auf England kommt nur, wer keine Angst hat oder diese überwinden kann

Geschichte
– Wir blenden rund 10 000 Jahre zurück
– Am Ende der Eiszeit war der Meeresspiegel wesentlich tiefer und England halt noch keine Insel
– Wie man vor kurzem rausgefunden hat, wurde damals schon eine Art Beton verwendet, um ein Fundament für Steinkreise zu bilden. Zudem waren die Steine mit einem Zementüberzug versehen. Man nimmt sogar an, dass einige Steinkreise mit Holz, einem Dach gedeckt waren
– Stonehenge – die Frühphase, ähnlich wie es heute aussieht, reicht 4500 Jahre zurück – heute ein Krähenparadies mit Nestern in den Steinplatten, die gezäpft und vernutet sind – blieben Jahrtausende so stehen – auch hier hat man Holzpfähle entdeckt, auch diese Anlage war vermutlich überdacht
– Vom Fersenstein aus konnte man hauptsächlich den Mond verfolgen, den Mondfinsternis Zyklus von 18,6 Jahren – nicht die Sonne – die Funktion dieses Steins habe ich erst beim Ausarbeiten dieses Vortrags kennen gelernt. Aber genau an dieser Stelle habe ich die für mich eindrücklichste Foto geschossen
– Die Römer waren in England und haben schon damals den Weinbau kultiviert – hier eine 2000 alte Glasflasche – in dieser Zeit war es in Europa einige Grad wärmer als heute
– Das Hitlerkreuz – die Swastika – existiert seit 6000 Jahren – oft in Mosaiken des Römischen Reichs zu finden – verbunden mit dem – Roman Zement, der heute noch Bauten wie den Pont du Gard zusammenhalten. Der Pont Saint Nicolas wird heute noch als Hauptstrassenbrücke gebraucht. Bei den Überschwemmungen im Jahre 2002 hielt das römische Konstrukt, der moderne Strassenaufbau wurde von den Fluten weggerissen
– Der Christliche Glauben ist noch heute, zum Beispiel in Irland, ein Streitthema – Glauben und Sagen, das Land der Welt – erwähne nur Merlin, Robin Hood oder Harry Potter
– Über das Alter von White Horses lässt sich streiten – sie zeigen aber an einigen Orten, wie wenig unter der Oberfläche der Kalkboden zu finden ist. Kein Wunder wurde 1824 der Portlandzement in England erfunden. Vorher, Mitte des 18. Jahrhunderts wurde der Romanzement in England wieder entdeckt Es gibt noch Teile eines Leuchtturms, die nach über 240 Jahren intakt sind – Betonbrücken in der Schweiz müssen zum Teil schon nach wenigen Jahrzehnten ersetzt werden – zumindest im Autobahnbau. Die Lorraine, die Eisenbahnbrücke in Bern, hält schon 75 Jahre.
– Mit Rohstoffen sorgfältig umzugehen, wäre eigentlich heute bitternötig – pro Person und Jahr werden für jeden Schweizer rund 44 Tonnen verbraucht (1/3 aus inländischen Rohstoffen) – ohne Wasser und Luft
– Streitsüchtig waren die Briten eigentlich immer und eine Kriegsmacht

Englisches
– England, aus diesem Gebiet sehen sie Fotos, bildet zusammen mit Wales und vielleicht nur noch dieses Jahr mit Schottland, die Insel Grossbritannien. Das Land heisst Vereinigtes Königreich Grossbritannien und Nordirland.
– Die Inseln Man, Jersey und Guernsey gehören nicht dazu – sie gehören der Englischen Krone.
– Das Königreich umfasst die Commenwealth Realm – 16 Staaten, wie Kanada, Australien und Neuseeland und früher etwa gleich viele ehemalige, wie Indien, Pakistan und Nigeria. Fidschi gehört auch zu den ehemaligen, denn sie hat wohl als obersten Häuptling Königin Elisabeth gewählt, aber diese ist nicht wie z.B. Kanada, das Staatsoberhaupt.
– Bitte, bitte, keine Fragen – ich spreche nur von England
– Der Engländer ist wesentlich ruhiger als wir vom Festland – aber wehe, wenn sie losgelassen
– Ein Land für das Extreme, aber auch Telefonkabinen verschwinden, dafür vermutlich die Hundehalternation in Europa
– Heute ist aber die grösste Stadt West-Europas wesentlich sauberer. Die Luft ist nicht mehr Kohlegeschwängert, im Winter dichtester Nebel wie in fast allen Kohlepotts – C war hier in der Luft, Fingernägel und Scheiben lassen grüssen. Nach dem 2. Weltkrieg sah man oft die ausgesteckte Hand nicht – heut ist Peking schon bald wieder soweit – Smog ist nicht Nebel, Smog ist Dreck
– Der herumliegende Abfall auf den Strassen und ganz besonders auf den Trottoirs ist heute besser als in Bern oder Zürich – durch die Angst vor Bombendrohungen wurde dies in den letzten Jahrzehnten erreicht.

Menschen
– Das Pendlervolk in Europa – U-Bahn (Tube) und British-Rail und beim Wetten an einem Pferderennen
– Karten von London Tube, Railways und Bus zeigen – Esher = SR-ZH
– Rolltreppe links gehen, rechts stehen – funktioniert auch heute noch – auf dem Trottoir müssen sie nicht immer Leuten ausweichen – fast so gut wie in New York
– Bundesräte haben wir keine angetroffen, aber Hollande und halt vor einem Jahr auch noch Mandela und Frau Tussaud, die ihr Handwerk wo erlernt hat – in Bern.
– Rosamunde Pilcher, die heute wohl bekannteste Schriftstellerin haben wir nicht getroffen, lebt auch in Dundee, Schottland – aber die Menschen, Häuser und vor allem Landschaften findet man immer noch – 116 Filme in 17 Jahren – 7 pro Jahr
– Man trifft auch alte Bekannte – Bärbel Probert, die Erfolgsautorin „An der Hand meiner Schwester“ – Geschichte der Flucht im 2. Weltkrieg quer durch Deutschland – ihr Mann, Rey, war Soldat der Queen, Trompeter mit Bärenfellmütze und was euch bleiben wird, Bärbel war in einem Unterwäschegeschäft beim Piccadilly-Circus tätig – Hoflieferant der Queen und auch Lady Diana
– Banker sind auch uniformiert und sehen aus wie die in Zürich – die meisten Engländer machen sich nicht so viel aus dem Aussehen

Gebäude
– Engländer legen enormen Wert auf historische Gebäude und neuerdings auch auf eigenwillige Denkmäler von Stararchitekten
– http://www.welt.de/vermischtes/kurioses/article119651513/Londoner-Wolkenkratzer-laesst-Jaguar-XJ-schmelzen.html Walkie Talkie – links im Bau
– Mitte hinten – the Pinnacle – 288 m
– the gherkin, die Gurke, der Swiss Re Tower – 30 St Mary Axe – Nachhaltigkeit und Energieeffizienz stehen im Vordergrund (180m)
– die Spitze ist auf 310m – höchstes Gebäude der EU – the shard, die Scherbe von Renzo Piano (Paul Klee Museum Bern)
– Rieghäuser und Strohhäuser in London
– Ehemalige Power Station – Öl Kraftwerk – heute Tate Gallery von Herzog de Meuron, Basel – für Engländer bis anhin fast unvorstellbar, alles gerade, kein Schnörkel – wie die über 100 m lange Halle von Ricola Laufen, dem weltgrössten modernen Lehmbau
– Gebäude haben immer etwas mit Naturschutz zu tun – Energie, Rohstoffe, Landverbrauch – in diesem Sinn sind Hochhäuser faszinierend – nicht nur der Aussicht halber
– Hampten Court
– Canterrburry
– Eden Project – Botanischer Garten mit den grössten Gewächshäusern der Welt
– Keine halbe Windmühle, eine Darre um Hopfen zu trocknen
– 100 Jahre Zementi – Industriegeschichte im Aargau von Arthur Schneider – Inorued

Verkehr
– Concorde auf Heathrow – drittgrösster Flughafen der Welt nach Atlanta und Peking
– Dover, Kalkfelsen und dann auf Linksverkehr umstellen, teilweise zwölfspurig um London rum und andernorts wird es eng – zum Teil einige hundert Meter rückwärts, bis zur nächsten Ausweichstelle und rechts geht es einige hundert Meter praktisch senkrecht hinunter
– Seefahrernation – zwar im Umbruch
– Fast wie Amerikaner – lieber nie zu Fuss

Autos
– Total autoverrückte Nation, faszinierende Autos, Taxis
– die Zeitmaschine aus Back to the Future – einem DeLorean, Edelstahlkarosserie, 9200 Stück gebaut, finanzielles Debakel beim grössten Geldgeber, der Britischen Regierung
– Aston Martin DB5 von James Bond aus Goldfinger – wir erinnern uns an seine Sekretärin Moneypenny, die neben Monika
– Was früher undenkbar war – man und Frau sieht italienische Sportwagen, die Kritik aus der Bevölkerung ist total negativ
– Dann lieber den Schlitten aus Clovelly, Devon – kein Auto durchs Dorf, das 400-Seelen-Dorf gehört einer Familie, Eintrittsgelder werden zum Restaurieren verwendet

Energie
– Ökologisch nicht die beste Nation
– Platz für Spielereien – LED beim Picadilly-Circus
– Sonnenkollektoren bei der Mühlbeseitigung
– Auf der einen Seite werden die anfälligen Vestas-Turbinen durch südeuropäische ersetzt
– Auf der andern laufen immer noch grosse Kohlekraftwerke, obschon viele Kohleminen geschlossen wurden

Einkaufen
– In London erhalten sie fast alles. London – der europäische Einkaufszenter – leider wesentlich teurer, als auch schon – trotz tiefem Pfundkurs.
– Wenn man die Menschenrechte anschaut, muss man bedenken, dass das Tragen von Schuhen freiwillig ist
– Lush – aus Poole bei Bournemouth – seit einiger Zeit auch in der Schweiz. Wer Ideen sucht, ist mit London gut bedient. Essgewohnheiten der Engländer sind heute zivilisierter – Jelly und co. Sieht wirklich aus wie Lush – „satt“ auf englisch, „betrunken“ auf amerikanisch – es ist eine etwas andere Sprache – wie etwa Freiburgerdeutsch und Schaffhauserdialekt. Stirling und Pound-Stirling als Beispiel.


Ernährung
– 2004 erkannte ein Gremium, welches europäische Sekte bewertete, die meisten der zehn ersten Plätze britischen Weinen zu – die verbleibenden Positionen gingen an französische Champagner.
– http://klimakatastrophe.wordpress.com/2008/12/28/weinbau-und-klimageschichte-in-britannien/
– http://www.sueddeutsche.de/leben/wein-in-grossbritannien-royale-rebstoecke-1.1094647 – Prinz Charles macht Sekt.
– Engländer haben eben herausgefunden, dass in Lebensmittelverpackungen über 4000 Chemikalien sind, die bei der Ernährung schaden können
– Plastik baut sich schlecht ab – versteinerter Plastiksack – aus Schmiedrued, bei der Duftsteinablagerung

Pferdesport
– Sportversessen sind die Briten im Allgemeinen – lieber zuschauend – den Sport überlässt man oft der Oberschicht
– Flair für schwarzen Humor. Der Herr sitzt traurig am Polospiel. Was ist passiert. Die Frau sei gestorben. Wann. Jetzt sei die Beerdigung.
– Das Ei ist von Prinz Charles. Er hat in Windsor den Poloball eigenhändig mit seinem Stick aus dem Spielfeld geschlagen – wenige Meter von mir entfernt. Keiner holte ihn … aber ich. Dort wo Franziska Groom war – Pferdeknecht (oder Bräutigam) – hätte der Besitzer sogar eine Unterschrift seines Spielkollegen Charles besorgt … wenn ich den Ball bei mir gehabt hätte.
– Mit dem Helikopter in die Mitte der Rennbahn

Landschaften
– Zuerst eine Kalklandschaften, dann ein Hügelgrab – es gibt 5000 Jahre alte Gräber, 90 m Durchmesser, die heute noch wasserdicht sind – Newgrange
– was man beim Anbau des Pelletslagers in der Hammerschmitte nach fünf Jahren noch nicht behaupten kann – zum Glück werden Baumeister heute nicht mehr geopfert
– Port Isaac – Pilcherei-Tross im kleinen Hotel, Erlebnis, ohne uns gedreht
– Es ist vermutlich interessant, mal ganz grob zu schauen, wann eigentlich der Naturschutz seine wichtigsten Epochen hatte.
– 1335 In Zürich wird der Fang von Vögeln verboten, damit diese Käfer und andere „Schadinsekten“ vertilgen können.
– 1383 Die Popularität des Valentinstages im angelsächsischen Sprachraum beruht auf einem Gedicht des englischen Schriftstellers Geoffrey Chaucer, „Parlament der Vögel“, das 1383 vermutlich aus Anlass einer Valentinsfeier am Hof König Richards II. vorgetragen wurde. Die Vögel versammeln sich zu diesem Feiertag um die „Göttin Natur“, damit ein jeder einen Partner finde. Vielleich ein Grund, wieso die Engländer total Blumen-verrückt sind.
– 1713 Der Begriff Nachhaltigkeit wurde vor dem Hintergrund einer zunehmenden überregionalen Holznot von Hans Carl von Carlowitz geprägt
– 19. Jhr. Einzelne Parks und Gesetzgebungen
– 1871 Philipp_Leopold_Martin definiert „Naturschutz“. Im Jahre 2011 ist man wieder auf seine Arbeiten als Vordenker gestossen.
– 1875 Erstes Jagd- und Vogelschutzgesetz in der Schweiz.
– 1895 Der «National Trust» for Places of Historic Interest or Natural Beauty – wird in England gegründet – Europas grösste Kultur- und Naturschutzorganisation – 3,7 Mio. Mitglieder – Prinz Charles ist Präsident. Besitz 2550 km2 Land, ziemlich genau 1% der Landfläche von Grossbritannien. Und 1120 km Küstenlinie – 10%.
– English Heritage (eher Gebäude) – je ca. 75 CHF für 2 Personen und 10 Tage
– Rund um den 1. Und 2. Weltkrieg vermehrt Schutzgebiete
– 1966 Bundesgesetz über Natur- und Heimatschutz
– 68er-Jahre hier beginnt der Naturschutz Gedankengut zu werden – Naturschützer gelten als Spinner – die mit den „Heilandsandalen“
– 1995 werde ich als Utopist tituliert, denn ich mache mit nur zwei andern Betriebsökonomen ein anderthalbjähriges Nachdiplomstudium in Umweltmanagement. Ziehe Luzern anstelle der besten Ausbildung in Bologna vor – der Nähe, der Kosten wegen und auf Deutsch. Finde auch keinen, der eine Gruppen-Diplomarbeit über die Einführung von ökologischen Fonds bei der CS findet. Die letzten 20 Jahre kennen sie. Naturschutz und Ökologie wurde oft zum Modewort, zur Werbung degradiert.

Hochwasser
– Wenn sie ausserhalb von London sind, wären manchmal Wanderschuhe ganz gäbig – und je nach Jahreszeit und vor allem Glück können sie gar auf einen Schirm verzichten. Zwei Wochen im Frühling – 5 Minuten aus der Badewanne und der Rest trocken, windig – abwechslungsreich.
– Pangbourne 2007 und eine Woche danach – anfangs 2014 grosse Überschwemmungen in England
– http://finanzblog.kaywa.com/p680.html
– http://www.spiegel.de/fotostrecke/flut-in-england-sandsaecke-gummihosen-wassermassen-fotostrecke-23405-3.html

Parklandschaften
– Parks sprechen für sich, wir schauen einmal einige Grossstädte an – so als Gegenteil
– New York, London und 3. Paris – so haben wir es in der Schule gelernt
– Heute gibt es über 300 Millionenstädte auf der Welt – verschieden angeschaut
– Als Weltstadt – politisch, wirtschaftlich und kulturell – gelten London und New York als Spitze – Alpha++
– Als Millionenstädte NY vor London – beide knapp 8 ¼ Mio – Mexiko 20 Mio.
– Als administrative Einheit – Chongqing – über 32 Mio. (relativ alte Zahlen) – vor 35 Jahren knapp 250‘ (doppelt so gross wie die Schweiz – Kiruna Schweden, ½)
– Metropolregionen 17 Mio. Moskau und Istanbul vor London mit 15 – Tokio 37 – Zürich 1,7 und Bern 0,7
– Mumbai ist mit 13,8 die grösste dicht überbaute Stadt der Welt

Bäume
– Rhododendron, das Rhododendron – 25 Meter hoch, ist das grösste, das wir sehen
– Wenn sie im Südwesten von England waren, fallen ihnen die Bäume beim KSA – Kantonspital Aarau praktisch nicht mehr auf
– Wärme vom Golfstrom – nur ein Drittel Niederschlag, was wir hier in der Schweiz haben
– Aber praktisch jeden Tag einmal
– Im Norden (und Süden) kälter als am Äquator weil man weiter weg von der Sonne ist. Wieso ist es in den Bergen kälter, obschon man näher bei der Sonne ist – die Luftmoleküle sind näher beisammen, die erwärmen sich

Blumen
– Die drei ersten Bilder sind nicht von letztem Jahr
– Bilder einfach zum Anschauen – ob die englische Art ökologisch sinnvoller als unsere ist, soll heute Abend nicht das Thema sein – erfreuen sie sich am Anblick
– Die rostblättrige und die bewimperte Alpenrose finden sie gleichzeitig im Maderanertal im Kanton Uri – gehört zur Gattung der Rhododendren. Und Alpen-Rose mit Bindestrich ist die meist stachellose Gebirgs-Rose … ich lasse mich nicht auf Spitzfindigkeiten hinaus, dafür gibt es Fachleute … auch weiss ich nicht, ob die „Alperose“ von Polo Hofer wirklich zur Landeshymne wird.
– Rhododendren sind giftig – werden aber auch als Droge eingesetzt

Wasser-Tiere
– Tiere sind wie in der Schweiz zu suchen – Seehunde, da müsste man sich mehr Zeit nehmen

Land-Tiere
– Wilde Kaninchen
– Rotwild mitten in London
– Wohl kein Maulwurf – keine Ahnung, wer da gegraben hat – Dachs?
– Auch die Hügel sind vermutlich von Tieren entstanden

Luft-Tiere – Vögel
– Die Brünette: „Sieh mal der arme tote Vogel!“ Die Blondine: „Wo? (und schaut hinauf)“
– Pfau und Perlhuhn sind in Halbgefangenschaft
– In der Schweiz müsste der Swiss Bird Index um 2/3 steigen, um wieder den Bestand der gefährdeten Vogel der Roten Liste von 1990 = 100, 2012 = 60 zu erhalten
– Um England zu erkunden, brauchen sie Zeit und vor allem Wetterglück.

Pelikan – Youtube


– St. James Park, Kew Garden und http://chelseaphysicgarden.co.uk/the-garden/ – Garten in London
– Neben dem Pelikan leben Elisabeth II – und um sie vollends zu verwirren, sie ist Oberhaupt von 53 Staaten des Commenwealth of Nation
– Dies wird der Grund sein, wieso man in England so viele Pflanzen sieht, die garantiert nicht englischen Ursprungs sind – dort freut man sich an Epiphyten
– Und sie ist auch weltliches Oberhaupt der Church of England, der Anglikanischen Kirche mit 25 Mio. „Kunden“ – in einigen Besuchen auf der Insel während nun mehr als vierzig Jahren, habe ich sie dreimal gesehen – da wäre mancher Engländer stolz – für mich ist es Zufall
– Zumindest in der Armee habe ich es weiter gebracht, sie war „nur“ Motorfahrerin
– Prince Charles, ihren Sohn, sah ich gar viermal – wo ist sein Ei? Er ist eigentlich das Aushängeschild der englischen Nachhaltigkeit.
– Das nächste mal wenn ich gehe, möchte ich die Pelikane sehen und https://de.wikipedia.org/wiki/Poundbury – die nachhaltige Modellstadt nach seinen Visionen

 

Die Kraft des Wassers – Teil 1


1119 mm Niederschlag gibt es im Durchschnitt pro Jahr in Schmiedrued.

Wasser ist etwas faszinierendes, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Keine Ahnung, wie oft pro Tag wir mit Wasser in Berührung kommen oder an dieses denken. Wenn es regnet, dann denkt man öfters daran, dass Wasser unangenehm sein kann. Wenn sie einen Wasserleitungsbruch haben, dann wird es unangenehm, weil das Wasser fehlt. Blenden wir zurück. Sommer 2012. Einige denken an den Bau der Arche Noah, weil es giesst. Und ich sitze fast auf dem Trockenen. Pro Minute kommen plötzlich nur noch zwei drei Deziliter Wasser zum Hahnen raus. Eine WC-Spülung braucht den Vorrat, der sich in einer runden halben Stunde angesammelt hat. Wenn man am Wochenende ein Bad nehmen und den günstigen Strom fürs Waschen ausnützen will, muss man planen.

Rohrbruch

Was war geschehen? Durch die starken Wasserfälle wurde im Hang westlich der Hammerschmitte ein Hangrutsch verursacht. Nicht meterweise, vermutlich nur wenige cm. Von Auge nicht erkennbar, im Unterholz, schlammig, voll Himbeeren, Kraut. Immense Kräfte werden da mobilisiert. Kubikmeterweise Material, das gegen das Wasserrohr drückt, das sich vermutlich irgendwo an der Nagelfluh verzahnt hat. Das Eisenrohr bricht. Wo? An der schwächsten Stelle, dort wo das Gewinde aus der Verbindung herausragt. Physik trifft auf Physik. Mit einem kleinen Mehraufwand wäre das vermutlich über 80ig-jährige Teil noch lange haltbar. Ansonsten ist das 3mm-Rohr nur mit Oberflächenrost bedeckt. Die grössten Roststellen sind rund einen halben mm tief. Das war kein billiger russischer Stahl mit Schwefel oder heute oft eingesetzte geschwefelte Stahllegierungen. Diese sind leichter zu bearbeiten und viel korrosionsanfälliger. Heute treten zum Teil Bauschäden schon nach kurzer Zeit auf, gar wenn Bauten noch nicht einmal abgerechnet sind. Über dieses Thema ein andermal, dort dringt ja auch Wasser ein und hier haben wir das Problem des austretenden Wassers. Da das Bodenmaterial (Humus-Lehmgemisch) relativ undurchlässig ist und sich das Wasser den Weg mit dem geringsten Widerstand sucht, läuft dankender weise ein Teil vom oberen Rohrende zum unteren … und duschen ist weiterhin planbar.

Wann soll man in einem sumpfigen Steilhang von etwas mehr als 40 Meter Länge ein Leck suchen und das Leck dichten? Bei Wintereinbruch, der war letztes Jahr früh, kann man nur mit Handarbeit ein Leck suchen. Das ist beinahe unbezahlbar. Im Frühling? Wenn ich mich nicht täusche, wurde der heuer ersatzlos gestrichen – der fand irgendwann an einem Wochenende statt. Im Sommer? Da gibt es am meisten Niederschlag und einen „Schwimmbagger“ war nicht zu organisieren. Hokuspokus, Aberglaube, Langfristprognosen und ein Quäntchen Glück. Am Tag, als ich den Weg zum Reservoir freigehauen habe – wie im Dschungel – hab ich noch meine Regenjacke geholt. Für ganze fünf Minuten. Kein Tropfen Regen während der Lecksuche und der anschliessenden Bauzeit für das Verlegen der neuen Wasserleitung.

Rinnsal

Hier fliesst Wasser. Einige Tropfen. Ständig, Minute für Minute, Jahr für Jahr und das gibt immense Volumen an Wasser, die hier auf den Waldboden treffen. Zuviel, um mit dem Bagger durchzufahren. Einige Tropfen, die man praktisch nicht sieht, bringen eine grosse Maschine zum Stillstand. Also, den Abfluss freilegen. Manch einer auf der Welt wäre froh, wenn er dieses Wasser zur Verfügung hat. „… ist jeder Tropfen Wasser, der in die Dörfer (Anm.: von Mosambik) kommt, ein Segen.“ Knackeboul sagt dies in einem Interview mit der Coopzeitung. Andere Länder, andere Sitten – oder besser gesagt, andere Umstände. Mit dem Wasser, das hier einfach aus dem Wald läuft, könnte man viele Menschen beglücken. Diesen Rapper habe ich vor acht Jahren bei der Plattentaufe von „blauäugig“ mit der Band Mundartisten kennengelernt. Und nun arbeite ich mit meinem „Generalbauunternehmer“ Niggi – Bauer, ledig, sucht – daran, den Steilhang fahrbar zu machen.

Piraten wie wir

„Piraten wie wir können niemals untergehen.“ Ne, wir sind nicht am rappen, legen die Zufahrt zur Brunnstube und Wasserreservoir frei. Jonas, Pauls Jüngster, scheint ein Talent als Paparazzi zu sein. Instruktionszeit ungefähr ein Dezi Wasser. Er ist zwei Jahre älter, als sein Vater, der damals als 8-jähriger „mithalf“, als das Wasserreservoir gebaut und die Brunnstube freigelegt wurde. Während rund 45 Jahren wurde diese von zwei Metern Humus überdeckt. Dieser wurde am letzten Tag entfernt, damit der Zugang wieder sichtbar wurde.

Der Wald lebt und der Boden lebt, denn hier fliessen pro Tag nebst dem vielen Hangwasser weitere 10’000 Liter den Hang hinab, die eigentlich durch das Rohr in der Hammerschmitte landen sollten. Ideales Klima für Minze. Diese und zwei von meinen werden gleichentags für die Junioren gepflanzt – Hangminze, Schokoladenminze und Kaugummiminze, wie ich die letzte getauft habe. Wenn er mit seinen Kindern mal meine Wasserversorgung anschaut, sind das vielleicht Epiphyten geworden. Die Zeit, die ändert sich und pro Jahr fliessen hier viele Millionen Liter Wasser, die das Gelände mehr als nur morastig machen. Pro Quadratmeter Einzugsgebiet im Durchschnitt genau 1119 Liter – acht Badewannen!

Bagger

Über den Bau des Reservoirs und des Sandabscheiders, wissen wir alles. Der Zufall will es, dass einer der damals am Bau Beteiligten in diesem Tal auch im zweiten Bass singt. Wir sprechen intensiv über dieses kalte Wasser. Natürlich auch brennendes, das Tanner mithilfe von Tannenholz auch aus Waldhimbeeren holen könnte. Über die Kraft des Feuerwassers wollen wir aber heute nicht berichten. Sondern über die Kraft, die ein Baum aushalten muss, um den Bagger rund vierzig Meter den Steilhang herunter zu lassen. Seilwindenführer bin ich. Instruktionszeit zwei Dezi Wasser. Risiken? Ne, da passiert nichts! Bitte, sollten sie mal in den Genuss kommen, eine grosse Seilwinde zu steuern, so schalten sie bei einem Standortwechsel den Funk ab. Diese Erkenntnis kommt, nachdem ein Zweig den Schalter getroffen hat – Seil gelöst – Bagger im Sturzflug. Einen guten Meter, bis ich reagieren kann. Aber der Schock sitzt in den Knochen. Weiter arbeiten. Die Leitung muss freigelegt werden. Hoffentlich ist das Leck im untersten Teil, dort wo es mehr als morastig ist, sumpfig. Vom Untergrund her, wurde die alte Leitung nicht gerade, in der Flucht verlegt. Wieso? Weil es zwischen Humus auch Fels hat, der fast bis an die Oberfläche kommt und die Leitung sollte nicht oberflächennah verlegt werden, damit sie nicht einfrieren kann.

Steilhang mit Bagger

Fliessendes Wasser wird dir nicht einfrieren! Nur wer garantiert, dass es nirgends einen Unterbruch gegeben kann und bei eisiger Kälte, dann alles zum Stillstand kommt. Daher muss die Leitung zum Teil gesucht werden, weil sie dem Untergrund entsprechend verlegt worden ist. Feinarbeit, damit die offengelegte Leitung nicht (noch mehr) verletzt wird. Im obersten Viertel wird das Leck gefunden. Der Fall ist klar. Wir werden eine neue Leitung verlegen. Wenn das Leck am Anfang gewesen wäre, hätten wir repariert. So erscheint es uns sinnvoller, gleich einen neuen Ersatz zu erstellen, der schnell organisiert werden kann. Dem Sanitärinstallateur sei gedankt. Na ja, es ist gut, einen tollen kontakt zu Brunnenmeister und Brunnenausrüstern zu haben.

Schlussendlich 40,5 Meter Rohr aus Polyethylen – wie das alte Auslaufrohr beim Reservoir, das wir kurz danach freigelegt haben. 45 Jahre im Boden und sieht wie neu aus. Nur die Leitung im Steilhang wurde damals nicht ersetzt. Wenn sie einige Tage bei Sommertemperaturen und in diesem feuchten Klima gearbeitet haben, wissen sie warum. Und auch heute gilt der Spruch: „Never touch a running system.“ Nun bleibt die Frage, was gehört eigentlich zum Suchaufwand, denn der aufgerissene Graben hätte ja auch wieder geschlossen werden müssen. Das soll die Versicherung entscheiden. Die Gesamtkosten wurden tief gehalten.

Polyethylenrohr

Meinem „handy man“ sei Dank – ich kann ihn nur weiterempfehlen. Sollte jemand die Leitung später einmal suchen müssen, so ist sie bis wenige Meter vor dem Reservoir schnurgerade verlegt. Dem Bohrhammer sei Dank. Ohne den, wären die Nagelfluhhindernisse noch immer da. Wieso dieses Konglomerat auch Herrgottsgsbeton genannt wird, wurde mir Samstag allein im Hang klar. Eisenbeton ist viel einfacher zu entfernen. Sprengen wäre einfacher gewesen. Total durchnässt und schmutzig, war ich froh, wieder ganz normal Badewasser ohne Planung einlaufen zu lassen. Eigentlich eine geologisch interessante Gegend, kommen doch im Umkreis von knapp 200 Metern Nagelfluh, Sandstein und Kalktuff in grösserem Ausmass an der Oberfläche vor.

Am Schluss wurden die letzten 5-6 m Rohr mit einem leichten Bogen nordwärts angeschlossen. Wieso? Das letzte Stück hätte mit Handarbeit erledigt werden müssen, weil der Bagger das Reservoir umfahren musste. Allen Unkenrufen zum Trotz wurden die geschätzten Arbeitsaufwendungen stark unterboten. Und die Arbeit im Hang war ein Erlebnis, das wir zwei nie vergessen werden. Ich knietief im Schlick und Paul als Virtuose im Bagger.

Vielleicht hilft auch hier eine relativ unbekannte Kraft des Wassers, dass wir sehr gut mit dem kräftezehrenden Hang zurechtkommen – die Bovis-Einheiten. 8500 ist hoch. Hahnenwasser soll normalerweise 2500 haben. Darüber schreiben, das ist zu früh. Da muss ich zuerst noch einiges kennen lernen. Grenzwissenschaft hat mich schon immer interessiert. Nie lachen, zuhören. Es gibt genügend Beweise.

Hammerschmitte

Und gestatten sie mir noch eine Frage. Wieso wurde die Hammerschmitte genau hier, an der engsten Talstelle gebaut? Mit dem Wasserfluss zum Betreiben der ehemaligen Wasserräder hat es garantiert nichts zu tun. Das Wasser kam immer schon in einem Kanal bis zum Haus und der Ursprung des Kanals ist einige hundert Meter südwärts. Wo, bei Paul. Die überzeugendste Antwort ist bisher, dass sich hier ein Kraftort befindet – mit über 10 000 Bovis. Wer mehr weiss, ich bin gespannt.

Steilhang im Farbwechsel

Wenn wir Glück haben, blühen im Frühjahr ausgelichtete wilde Kirschen. Zudem haben wir ein zweites Rohr verlegt. Ein Reststück, das nicht ganz bis nach unten reichte. Darin wird zusätzliches Hangwasser abgeleitet. Eigentlich wollten wir das noch mal bis in den Bach ergänzen, damit der unterste Teil auch trockener bleibt und im Winter weniger einfrieren kann …

Steilhang im Winter

… was aber zusätzlich eine neue Fassung brauchen würde, denn von Norden kommt zusätzliches Wasser, vom Nachbargrundstück. Hier beim geschmolzenen Schnee sehr schön erkennbar. Für meine Nachfahren – dieses Rohr endet auf der Höhe des Marchsteins, der sich rund 2 Meter nördlich befindet – hinter der Tanne auf der Grenze, dort wo ein Skistock eingesteckt ist. So werden hierzulande Marchsteine gekennzeichnet, die im Gelände versinken könnten.

Nun fliesst das Wasser wieder und kann mit 6-7 Minutenlitern als Trinkwasser genossen werden. Es schmeckt herrlich. Und es hat Kraft. Ja, wohin gehen die über 100 Euro-Tankwagen, die gefüllt werden könnten, statt das Quellwasser schlussendlich aus dem Brunner in den Bach laufen zu lassen.

Haus imFarbwechsel in Schöftland

Dort wo das Regionaltreffen der Naturschutzvereine stattfand, sind wir in Schöftland an diesem herbstlichen Haus vorbeigekommen. Über Schönheit lässt sich bekanntlich streiten. Potthässlich, dass es schon fast wieder schön ist?

Hammerschmitte nach Fundermax-Design

Bei Fundermax lässt sich jedes gewünschte Design fürs Haus produzieren. Keine Angst, die Diffusionsfähigkeit dürfte für die Hammerschmitte nicht geeignet sein.

Nach schätzungsweise zwei Stunden, bei trockenem Wetter, ist das Wasser aus meiner Quelle bei Dr. Bertrand Piccard angekommen, einem „alten“ Bekannten – im Wirbelstromkraftwerk. Viel mehr zu erklären gibt es nicht. Fast alles kann nachgelesen werden. Der Artikel, der für mich am interessantesten war, erschien im Zeitpunkt.

Wirbelstromkraftwerk in Herbstfarben

Es gibt Einiges zu ergänzen. Die Grösse ist auf vielen Bildern erahnbar (z.B. am Schwimmring), nicht aber, wie schön das Kraftwerk in die Natur eingebettet wurde. Technisch ist noch interessant, dass der Rotor frei schwebend an einem Kardangelenk hängt. Und wieso kommen die Fische ungehindert durch das Kraftwerk? Die kleinen Fische und Bodentiere bedienen sich der Schleuse, die regelmässig automatisch öffnet und flutet und die grossen haben neben dem Rotor ausreichend frei fliessendes Wasser ohne bauliche Widerstände zur Verfügung. Sie lieben es, gegen einen starken Strom zu schwimmen und Höhe zu gewinnen. Für den Lachs, wäre es kein Problem, hier durchzukommen. Und es sollen schon Aale das Wehr überwunden haben.

Rotor Wirbelstromkraftwerk

Wieso versucht man nicht mit einem Wirbelstromkraftwerk, Gleichstromabnehmer, z.B. Rechenzentren, zu finden. Bis zu 30% Kosten-Ersparnis. Die ABB ist im gleichen Kanton beheimatet. Falls es zuviel Strom gibt, könnte man doch einmal eine Rasenheizung beim Fussballplatz einführen.

Meine rund acht Millionen Liter Quellwasser und das Oberflächenwasser auf meinen „Ländereien“ reichen aus, um das Wirbelstromkraftwerk knapp eine Stunde laufen zu lassen. Das sind gute 0.01%, 0.1Promille, was rund 250 Tankwagen entspricht. Zahlenspielerei? Ja. Aber denken sie an die wenigen Tropfen Wasser zurück, die ein Leben erhalten können. In Mosambik und dem Ferienland Kenia haben nur 57% der Bevölkerung Zugang zu sicherem Trinkwasser – in Uganda träumt jeder Zweite vom Segen im Ruedertal.

Wenn „mein“ Wasser ins Meer mündet, dann dauert es gute 3 Sekunden, bis soviel Wasser vorbeigeflossen ist, wie in einem Jahr bei der Hammerschmitte in die Rued geleitet wurde. Wieviele Kraftwerke hat es angetrieben oder gekühlt, wie oft wurde es aufbereitet und getrunken und anschliessend wieder gereinigt? Man müsste einmal ein Wassertropfen sein.

Präzisch, ja präzisch …


… das war der Leitspruch aus dem Theaterstück „Urchigi Choscht“ am Unterhaltungsabend des Männerchor Schmiedrued.

Ja präzisch, der Unterhaltungsabend ist ein Finanzinstrument um unserem Chor die Kasse zu kräftigen. Das ist nur dank den freiwilligen Helfern möglich. Es wird sich gelohnt haben … und somit sei auch dieser Beitrag im Finanzblog zur Nachahmung empfohlen.

Präzisch, ja präzisch. Fangen wir doch mit der Wirklichkeit an. Ja präzisch, wir suchen neue Mitglieder. Für einen Männerchor genaugenommen Männer … und nach neustem Mehrheitsbeschluss auch Frauen um den Tenor im Ruedertal zu unterstützen, dem Aargauer Emmental. „Ruedertal, myni Heimat“, komponiert von Peter Lindenmann, landete auf einem Spitzenplatz in unserem Euro-Swiss-Edition-Song-Contest mit Liedern in drei Landessprachen.


(Für ein „Vollbild“ mit dem Cursor übers Bild fahren und links oben auf Liedtitel klicken und in Youtube dasselbe unten rechts)

Wenn sie das nächste Mal dieses Lied hören, müssen sie vielleicht eine Träne unterdrücken, denn Heimat ist nicht nur da, wo man auf die Welt kam, auch dort wo man sich aufhält und wohl fühlt. Unser Dirigent wird uns nach 17 erfolgreichen Jahren aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Ja präzisch, wir suchen einen neuen Dirigenten und wünschen Peter etwas vom Wichtigsten, dass seine Gesundheit, seine Stimme, mithin sein Beruf, so bleibt wie früher. Er sang in all unseren Stimmlagen kraftvoll vor – Bass und Tenor.

Erwin Schmid und Peter Lindenmann

Hier noch eine brandneue Information. Peter hat unter seinem Pseudonym SappiRLight sein erstes digitalens Album Arabesque im Internet aufgeschaltet. Geniesst die Hörproben und lest seinen Blog. Er wagt sich auch in die moderne Thematik der Computermusik. Toll. Das erinnert mich an den Oboisten Heinz Holliger. Möge ihm gleich viel Erfolg beschieden sein. Ein Saphir ist eine Varietät des Korunds und so heisst sein Deckname auf Deutsch frei übersetzt Chor-unD-Licht. Dank ihm stand unser Chor in einem guten Licht und er weist auch den Weg „(ElektrSkizze) at Olten nach Luzern“ zum ersten vorgetragenen Stück „Vo Lozärn uf Wäggis zu“.

Für die Region Innerschweiz wurde in der Ideenphase das älteste bekannte Schweizer Volkslied, das Guggisbergerliedli, gewählt. Palastrevolte im Chor! Nicht der 10 Strophen wegen. Damit die Kirche im Dorf, resp. bei uns im Tal in Kirchrued bleibt. Weder der Aargau noch der Similiberg im Schwarzenburgerland, meiner „Papier-Heimet“ gehören zur Innerschweiz, was zumindest historische Marchsteine mit dem Bär an der Gemeindegrenze Schmiedrued-Walde bezeugen. Und das Schöne, im Männerchor herrscht kein Denken in Grenzen, da wird man integriert, da herrscht und in Zukunft frauscht Kameradschaft.

Vo Luzärn gäge Wäggis zu

Unser neuer Mitsänger Dominik, ein Vitznauer, die Nachbarortschaft von Weggis, präzisch ein Innerschweizer, sing zwar „Myn Vatter isch e Appenzeller“ und hat den Silbertaler geschwungen. Ganz präzisch – oder war es eine Murmel? Er freut sich sicher schon auf seine erste Vereinsreise. Den zweitägigen Ausflug ins Wallis hat er vor Kurzem verpasst und über den Rüdesheimer Wein vom vergangenen Jahr kann er nur aus theoretischer Erfahrung singen. Im Car werden wir Plätze für neue SängerInnen frey halten. An dieser Stelle ein Dankeschön auch allen anderen Sponsoren.

Tellerschwingen

Einige hundert Personen, was prozentual zur Bevölkerung in etwa dem Aufkommen der Love Parade in Zürich entspricht, haben für die Lieder auf unserer Rundreise durch die Schweiz applaudiert und „gevotet“. Darunter müsste es doch Junge und jung gebliebene bis ins höchste Alter geben, die Freude am Singen haben. Nur Mut. Schauen sie einmal am Donnerstagabend im Gemeindehaus in unser Übungslokal im Keller. Die Türe steht allen offen. Mitmachen und mitsingen ist gefragt. Und Humor.

Hemmungen zu singen, weil sie nicht alles auswendig lernen können? Die Journalistin der Nachbartaler-Zeitung hat auf der dritten Zeile bereits festgestellt, dass die Zuschauer nur ab und zu einen „Spick“ sahen. Ich gebe es zu, ich brauche diese Sicherheit. Teure Heimat, heute singt gar mancher professioneller „Gefangenenchor“ nach Verdis Vorlage.

„Singen ohne Notenblatt, rein nach Gefühl“, Seite 11, gleiche Ausgabe. In Reinach erreichen sämtliche „Anti-Sänger“ Höhenflüge – werden aber durch eines unserer Bassmitglieder unterstützt. Der längste Artikel auf Seite 13, Coro Italiano, sehen professionell aus, alle singen nach Noten, wie das Bild beweist. Schwächen können so überlistet, das Resultat verbessert werden. Sattelfest singen tönt besser. So gesehen hätte unser Potpourri „Ticino mio“ mit fünf Liedern noch besser getönt. Wie beim Siegerstück „Ganz de Bappe“. Mit den Eurovisions-Regeln nehmen wir es nicht so genau. Die Abstimmung erfolgt am Freitag und am Samstag. Ganz de Bappe …

… Chriggu stand jeden Abend als Siegervater im Vordergrund. Im Hintergrund – es sei verraten – klebte am Kinderwagen der Text. Zum Glück hat er den Wagen still gehalten. Züridütsch ist selbst für sattelfeste Aargauer Bass-Sänger anstrengend und sie müssten sonst im Takt den Kopf schütteln.

Jury auf den Knien vor dem Präsidenten

Der Einfluss unseres Präsidenten muss enorm sein. Auf den Knien kommt die Jury zu ihm – „oder äbe nid wahr?“

Im Songcontest waren aussergewöhnliche und ein typisches Männerchorlied, der Bajazzo zu hören, wie „Euses Blättli“ feststellt. Bei knapp 18 Millionen Google-Einträgen dürften wir auch nächsten Herbst wieder neue Ideen bringen. Schön dass die Jury mit Esthi Häfliger und Thomas Hunziker den Männerchor Schmiedrued als Sieger auserkoren hat…

Bäsi und Moschti

… Bäsi und Moschti hätten ja auch Fäger Hampi platzieren können, der es auch verdient hätte. Bis zum frühen Morgen, fast bis zur Umstellung auf die Winterzeit, spielte er zum Tanz auf. Vor einem Jahr war wirklich Winter …

Umstellung auf Winterzeit 2012

… dieses Jahr hat uns die Klimaerwärmung erreicht. Schmetterlinge, das Emblem von Polo Hofer, flogen herum. Zu seinem Stück …

Alperose

… wurden im Publikum gar frische Alperose verteilt. Es reichte nur für wenige, die andern hatten sie aber in den Ohren. Ja wer wird bei all dem Gebotenen nicht fast giggerig, was Sänger und Schauspieler nächstes Jahr bieten werden? Zwei mal 35 Jahre Mitgliedschaft – ja präzisch! Das gibt es nicht so schnell wieder. Bruno Dätwyler (mitte) und Max Hunziker (rechts) wurden vom Präsidenten dafür geehrt.

Bruno Dätwyler und Max Hunziker

Vielleicht wissen zumindest diese drei, was nächstes Jahr für ein Theaterstück gespielt wird. Ob ihnen das neue Bühnenbild aufgefallen ist?

Zuschauer

Regie hatte Lotti Giger, die Magd, die mit der verbrannten Röschti, die herrlich geschmeckt haben soll.

Theater

Theater Männerchor Schmiedrued

Tische räumen

Was aufgestellt wurde, muss auch wieder zurück. Nach dem Unterhaltungsabend folgt das Aufräumen der Tische …

Stühle

… und Stühle – exakt abgezählt pro Stappel …

Reinigung

… bevor die Bodenabdeckung eingerollt werden kann, muss sie gereinigt werden. Danke an für die Unterstützung durch Aschi Goldenberger und die Benützung der Schulanlage …

Küchenreinigung

… die Küchenmannschaft räumt auf und reinigt – nachdem sie super gekocht haben …

Tombolachef

… der Tombolachef denkt wohl an den kommenden Chrampf im 2014. Ein ganz spezielles Merci an all die Partnerinnen, die den Männerchor tatkräftig unterstützen …

Grill

… und zum Schluss gibt es eine Bratwurst oder ein Stück Fleisch … oder auch zwei … und verdurstet ist auch noch keiner. Noch immer nicht Lust, dem Männerchor beizutreten?

Filme und teilweise Fotos von Katharina Lüthi, Schlossrued zur Verfügung gestellt. Merci auch für die Fotos von MG … einige sind sogar von mir.


Aktuell bei libref. – liberal reformiert: „Grünliberal = liberal-reformiert?“

Aktuell beim befreundeten Personalblog: „Waffenexporte – Geschäftsgang bestimmt Moral“

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„Marktforschung bringt es wirklich nicht“

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Videokonferenz contra Geschäftsreise

Vor 3 Jahren erschienen:
Der Mensch lebt nicht vom Geld allein …

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9’999 Euro legal am Zoll vorbei – Bargeldtransport in die Schweiz

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ABC mit Prof. Dr. Max Boemle

Vor 6 Jahren erschienen:
Der Gorilla – besser als die meisten Anlageberater

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Chart Lehrgang (9) – der Anlegerzyklus

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Gen-Tech-Moratorium – so verschieden kann Ökologie sein

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Warum haben Schneekanonen Räder?


26 Talbewohner, die Mannen des „Männerchor Schmiedrued“ und ihre Partnerinnen besuchten Saas Fee und die meisten haben über 3000 Höhenmeter bewältigt. Bei der Vereinsreise 2013 waren im Car noch Plätze frey und wir freuen uns, wenn diese nächstes Jahr mit einigen neuen Feen und ihren Partnern belegt werden.

Felskinbahn, Metro Alpin und noch einige Schritte zu Fuss – 3508 Meter, gemäss Handy. Metergenau. Rund 500 fehlen noch bis zum Allalinhorn der am einfachsten zu ersteigende Viertausender. Rein theoretisch hätten wir genügend Zeit gehabt. Elf andere sind ausserdem von hier sichtbar. Lueg emau – so es schöns Panorama – sogar zum Singen fehlte oft die Zeit. Nächstes Jahr können wir uns noch steigern.

Alalin

Panorama Saas Fee

Panorama

Sicherheitshalber die Piste nicht verlassen, da kann es dann mal 25 Meter in Sekundenschnelle runtergehen. Gletscherspalten sind oft mit Neuschnee bedeckt.

Gletscherspalten

Im Gletschergarten kann man solche besichtigen. Die meisten haben sich aber fürs welthöchste Drehrestaurant entschieden.

Gletscherspalte Rettung

Gletscherkirche

Talmenschen sind jedoch sicherheitsbewusst. Heute sind alle profiliert und haben entsprechendes Schuhwerk. Gestern bewältigte Mann noch den 500 Höhenmeter-Abstieg, so quasi vor dem Apéro (Fendant natürlich – Fɑ̃ hdɑ̃ nicht Fanta – schön, wie LEO das ausspricht) …

Abstieg von der Hannig

Abstieg von der Hannig (nicht Hanny) …

Bergschuhe DIN Norm 5046

… Bergschuhe nach DIN-Norm 5046 …

Begegnung beim Abstieg

… beobachtet von unten …

Slalomvogel

… und vom Slalomvogel von oben …

… talwärts in Sonntagsschuhen und Plastik-Clogs, trotz der Gratistalfahrt mit der Bergbahn, das Abenteuer vorgezogen wird. High Heels, Stöckelabsätze, wie auf dem Jungfraujoch tagtäglich, waren nicht anzutreffen. Kein einziger Japaner oder Chinese. Die gehen ins nahegelegene mondäne Zermatt. Da liegen nur einige 4000er dazwischen. Saas Fee ist nicht ganz so hochgestopft, aber der Bürger- und Saaspass der Freien Ferienrepublik machen dies wett. Hier ein Gratistipp. Kupfern sie die Reise unseren Organisatoren René und Bruno ab. Merci an die beiden und ihre Partnerinnen.

Einige haben Energie-Probleme. Nicht mit dem Herz oder der Luftpumpe, die hier oben in der Nivalzone anders takten, sich bemerkbar machen. Der fehlende Strom – Pleite im Akku. Da hilft auch das brandneue Fingerabdruckhandy nichts.

Auch der ökologische Fussabdruck ist mit keiner App messbar. Hier oben auf dem Allalin-Gletscher sind die Auswirkungen eindrücklich zu sehen. Sommer-Skifahren, Seilbahnen, Klimaerwärmung – der Gletscher wird versuchweise mit Plastikplanen und Holzschnitzeln – Tannigschnäflets – abgedeckt, um den Gletscher und die Gletschergrotte zu schützen.

Schnitzel als Gletscherschutz

Was wollen wir uns mit grossen Problemen rumschlagen, die wir alleine nicht lösen können. Viel wichtiger ist es, herauszufinden, wieso Schneekanonen Räder haben. Schlittenkufen, Skis, ein Snowboard oder gar einen Big-Foot würden wir noch begreifen. Aber Gummiräder wie bei einem Bootsanhänger? Heute gibt es bei praktisch allen Schneekanonen die mobile und stationäre Variante. Räder sind praktisch. Man kann die mobilen Schneeerzeuger von Hand verschieben, mit dem Pistenbully oder einem SUV dorthin bringen, wo Schnee oder Feuchtigkeit für die Staubbindung benötigt wird. Heute sind solche Anlagen auch als Spielzeug erhältlich, gar blaue Bähnli, wie diese Heidi vorzog, sogar als Ruedertalvariante mit „Stallübersömmerung“ (oder -übersommerung?).

Schon sind wir bei den Sprachproblemen. Vielfältiger als bei einer Fahrt quer durch Europa. An (mein) Berndeutsch haben sich die Ruedertaler inzwischen wieder gewöhnen müssen, aber Seislertütsch. Zum Glück halten wir in Guin (Düdingen) nicht an, sondern schlagen uns nach dem Röstigraben auf Französisch oder mit der Zeichensprache durch um einen Kaffee und Gipfeli zu erhalten

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Freiburger Asylanten

Sogar die Freiburgerkühe erscheinen hier anders, gestreift, eher wie Zebras. Afrikanische Asylanten? Der Blick in die Ferne geht ja auch Richtung Jaunpass.

Greyerzer Hydrant, kein Asylant

Ein echter Greyerzer-Asylant, sorry Hydrant … Fremdwörter sind Glücksache

Am Abend erhalten unsere wortgewaltigen und sprachgewandten Mitreisenden gleich drei Teller Kraftbrühe. Portugiesisch sollte man können, oder Serbisch, allenfalls Englisch, zumindest Hochdeutsch um auf 2500m Jakobsmuscheln zu bestellen – Fondue oder Raclette gibt es nicht.

Genusslawinen

Viel mehr Spass macht es aber, wenn wir Üsserschwyzer mit Walliserdeutsch konfrontiert werden. Heisst es nun, Tanne, Tana, Tanni oder …

Tanne Tana Tanni oder Tanner

… Tanner, auf alle Fälle, brennen tun sie alle. Ob am Jugendfest oder im Hochgebirge ist er für den Frühschoppen zuständig. Kein Gletscherwasser – (Alpen)-Kräuter! Das fressen hier oben nicht einmal mehr die Murmeltiere

Murmeltier frisst meinen Apfel

Die bevorzugen Spanische Nüssli und Rüebli, Walliserbrot und Äpfel fressen bei mir nur die Weibchen aus der Hand. Der Stadtberner Bärengraben lässt grüssen. Vier mal pfeifen: „Allgemeine Gefahr“, ein schriller Pfiff – unmittelbare Bodengefahr oder Feind aus der Luft

Murmeltier - pfeifender Chef

Fast schon vergessen sind die Reiseerlebnisse am Vortag. Der Lac Souterrain St-Léonard

Lac Souterrin St-Léonard

… ist der grösste natürliche unterirdische See Europas. Eindrücklich. Die Seegrotte in Österreich, ein stillgelegtes Bergwerk, in das ein Wassereinbruch erfolgte, ist leicht grösser. Dieses wurde während des 2. Weltkrieges leer gepumpt und diente als Flugzeugfabrik. Auf dem Dorfplatz, mit Sicht auf die Walliser-Rebberge gab es das obligate Picknick – Schinken, Brot und einen importierten Yvorne. Bei Aigle, 30 Minuten entfernt, sogar vorbeigefahren – liegt im Kanton Waadt. Dafür gab es ein Platzkonzert im kleinen Rahmen. Gegenüber der Vereinsreise 2012 haben wir uns auf den Wunsch der Frauen echt verbessert.

Männerchor auf Reisen - unvollständige Besetzung

Im Hotel Alphubel in Saas Fee wurden die Gäste am Abend mit Alphornklängen und Fahnenschwingen begrüsst

Alphornspiler

Haben sie gewusst, dass ich mich mit PH wie Alphorn schreibe und nicht mit F wie Alforn?

Nach dem Nachtessen wurde hauseigene Unterhaltung geboten. Mitmachen war obligatorisch. Hier könnte mancher Showmaster noch was lernen. Echt Supersaxo*. ..

Chriggu van Gogh

… und mit Chriggu van Gogh.

Die Heimfahrt führte durchs Goms auf den Grimselpass, mit einer imposanten Aussicht auf den Rhonegletscher. Dessen Gletscherzunge kam vor gut 40 Jahren rund 150 Höhenmeter tiefer ins Tal. Und vor wenigen tausend Jahren war er knapp einen Tag weit von Schmiedrued und Walde entfernt – zu Fuss und die Murmeltiere lebten bei uns im Flachland, rund 2000 Meter tiefer, als heute.

Rhonegletscher Sommer 2013

Bei der Ankunft in Walde haben sich sogar die Wespen bei den abgestellten PW’s verzogen. Südwärts, weil das Wetter umschlagen und der Grimselpass gesperrt wird. Wir hingegen hatten zwei Tage schönstes Wetter. Klar, wenn Engel reisen. Zugegeben, Glück brauchen sogar wir vom Männerchor. Gluschtig gemacht? Wir suchen neue Mitglieder, die mitsingen. Junge, jung gebliebene, sowie neu einige Frauen um den Tenor zu verstärken. Ja, wer nicht mit der Zeit geht, geht mit der Zeit … und deshalb wird es uns mindestens weitere 134 Jahre geben. Sind Sie nächstes Jahr auf der Vereinsreise des Männerchors dabei?

Interessierte melden sich beim Präsidenten „Superschmid“ (* Erwin Schmied bei der Vorstellungsrunde – smart, nicht Saxo), einem Vereinsmitglied, persönlich am Unterhaltungsabend am 25./26.10. oder hier im Kommentr.

SMS – Stephan Marti Schmiedrued


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Aktuell beim befreundeten Personalblog: „Wo Pizza, da Mafia – nur da?“

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„Auf nach Rüdesheim – am Tag danach“

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Der Hybride Kunde – 2. Teil – «preiselastisch»

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© Marti + Partner unabhängige Finanzberatung für KMU’s und Privatpersonen: von der Firmengründung bis zur Sanierung, persönlichen Geldangelegenheiten von der Geburt bis zum Vererben – ökonomisch, ökologisch und ethisch – profitieren Sie von über 40 Jahren Erfahrung in vielen Finanzangebieten. Stephan Marti, Schmiedrued freut sich über Ihre Kontaktaufnahme.