Budgeterfüllung vor dem Weltuntergang


An den eingehenden Telefonanrufen gemessen, müssen in den uns verbleibenden drei Wochen bis zum Weltuntergang vor allem Budgets in der Anlagebranche erfüllt werden.

Der eine ruft zweimal an, weiss aber nicht mehr, dass er bereits vergangene Woche angerufen hat. Garantiert zwei- bis dreihundert Prozent Gewinn. Spottbillig die andere Aktie. Nur 12.50 – nominal 0.50. Eigenkapital je Aktie? Weiss er nicht. Agio? Was ist das, fragt er zurück. Immer wollen sie ein Mail zustellen. PDF’s in Hochglanz, aber überall dasselbe. Nicht zu ersehen, ob es eine Kapitalerhöhung ist oder ob die Altaktionäre abspringen wollen.

Nützt ja eh nichts, denn in rund drei Wochen ist der Weltuntergang. Ich hoffe mal, dass ich den nicht verschlafe oder gar nicht beachte. Die Bernerzeitung rät zu Notvorrat – den braucht es nach dem Untergang auch nicht mehr. Gratiswerbung oder bezahlte PR. Überall will etwas verkauft werden, das gelinge gesagt „undurchsichtig“ ist.

Früher hatte jeder Haushalt seinen Notvorrat – Zucker, Mehl, Schnürsenkel, Seife. Man musste sich schon damals fragen, ob einige Notsachen wirklich nötig sind. Heute kauft man Aktien auf Notvorrat, wie es scheint. Möglichst nachhaltige. Sogar die WirtschaftsWoche hinterfragt das heutige Schein-Grün. Oder sollte man Rohstoffe kaufen oder gar Glencore Xstrata International plc – die Bestechung scheint ja schon lange vergessen zu sein.

Nur Brennesseln werden in Frankreich nicht mehr verkauft – hier herrscht der Brennesselkrieg. Gute vierzig Minuten lang, aber sie erfahren etwas über unsere heutige Ethik. Da beachtet man all diejenigen gar nicht mehr, die ausländische Produkte überteuert in der Schweiz absetzen. Der Handel, der arme, muss ja auch was verdienen.

Vielfach hat dies etwas mit dem Führungsstil, dem Management zu tun. Vorgaben, Budgetdruck, Zeitdruck, Kostendruck und oft schlecht ausgebildetes Personal, die aber anscheinend „gute Verkäufer“ sind. Vielleicht sollten wir wirklich umdenken: „Unberechenbarkeit ist die erfolgreichste Strategie. Das Erfolgsrezept ist, keins zu haben.“ Radikal führen – vom Managementquerdenker Reinhard Sprenger.

… und vergesst den Weltuntergang nicht


Aktuell bei libref. – liberal reformiert: „Der Fermseh-Pfarrer Andreas Peter wird Blogger“ – das Passwort habe ich ihm zumindest mal gesandt

Aktuell beim befreundeten Personalblog: „Was uns die Politik beschert „

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„Occupy: besetzen oder befassen?“

Vor 2 Jahren erschienen:
Rohstoffmarkt – die Zwiebel

Vor 3 Jahren erschienen:
La Cucaracha – die Kakerlaken-Theorie

Vor 4 Jahren erschienen:
Unterschied der Börse zum Adventskalender

Vor 5 Jahren erschienen:
Abfallentsorung und Recycling müsste man vermindern (können)

Vor 6 Jahren erschienen:
In Kunst oder Wein anlegen
Vor 7 Jahren erschienen:
Trauriges Jubiläum – Todesstrafe

© Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, Gewinn orientiertes Honorar – Spezialgebiet Ökologie, Ethik, Technik und Energie. Stephan Marti, Schmiedrued freut sich über Ihre Kontaktaufnahme.

Finanz-Halloween


Halloween findet heute Abend statt. Die Nacht der Unruhen. Im Finanzbereich dauern die Unruhen meist länger als eine Nacht.

In den letzten Jahren hört man immer öfters, dass vielen Anlegern der Handel mit Aktien keinen Spass mehr macht, weil betriebswirtschaftliche Kenntnisse vielfach nichts nützen. Ein Grund, von dem ich schon einige Male geschrieben habe, ist der massive Anteil am Handel, der im Zusammenhang mit derivativen Produkten stattfindet. Man spricht heute von einem Anteil von 95 Prozent.

Ein weiterer Grund dürfte der Hochfrequenzhandel sein, der Börsengeschäfte in Millisekunden abwickelt. Gemäss Wirtschaftswoche macht der Anteil in Europa über einen Drittel aus. „Ich sehe, was du nicht siehst“, so der Titel in der Printausgabe. Der Onlinetitel „Wie Privatanleger ausgetrickst werden“ dürfte eher unserem Empfinden entsprechen.

Wie Kleinanleger doppelt abgezockt werden„, behandelt ein anderes Thema. Ich erhalte als Vermögensverwalter fast täglich Anrufe von Firmen, die Aktien mit sagenhaften Chancen bei mir platzieren möchten. Oft melden sich diese nach Monaten wieder mit den gleichen Aktien, die nun vor einem „Höhenflug“ stehen sollen. Warum verkauften diese nicht an finanzkräftige Grossinvestoren oder Grossbanken, als sie noch Personal in ihren Investment-Abteilungen hatten. „Das ist nicht so schlimm“, hat mir heute ein Lehrling der UBS gesagt. Hoffentlich kommt er nie in die Lage, dass er anders darüber denken muss.

Ein John Logan schrieb mir vor einiger Zeit: „Ich bin ein Mitglied der NATO-ISAF Task Force und Provincial Reconstruction Truppen im Süden Afghanistan.I bin ein private Käufer und wollen eine property.I kaufen ziehe über Ihr Land als Ablauf unserer Service hier und ich brauche die Eigenschaft für eine Familie use.I für die Eigenschaft immediately.In Einklang mit meinem Geschäft und Familie Interesse an Ihrem Land bezahlen kann, habe ich eine sehr vertraulichen Vorschlag für Sie.

Basierend auf den Vereinigten Staaten legislativen und exekutiven Entscheidung ziehen unsere Truppen von hier durch die Ende des Jahres habe ich beschlossen, wenden Sie sich für diese Geschäftsmöglichkeit und Beziehung. Ich möchte Ihnen mitteilen, dass ich in meinem Besitz die Summe von USD 10,5 Mio., was ich aus Rohöl Angebote im Irak. Ich legte das Geld mit einem roten Kreuz-Agent ihm mitgeteilt, dass ich mache Ansprechpartner für den Besitzer des das Geld und es ist unter meiner Macht zu genehmigen Wer kommt weiter für die money.I wollen das Geld in ein gutes Geschäft, sobald mein Service zu investieren hier endet, trotzdem wirst du mich auf, dass die Beratung, da ich kein Geschäft person.I ausschließlich bei der Herstellung eines Lebens für meine beiden Töchter bin interessiert am und deshalb werde ich verlangen, den Dienst einer Person, die vertrauenswürdig und aufrichtig ist und ich werde dich der Empfänger das Geld und ermöglicht Ihnen, für meine Kids bei mir etwas passiert investieren here.I bin ein Amerika und ein Geheimdienstoffizier, so dass ich haben eine 100% authentische Mittel zur Übertragung der Geld durch diplomatischen Kurier service.I brauche nur Ihre Akzeptanz und alles ist durchgeführt.“

So einfach scheint Geld zu verdienen heute zu sein. Finger davon lassen! Zahlen sie auch keine Rechnungen an die „Domain Services“ mit Hotmail-Absender, die vorgeben, dass ihre „com-URL“ demnächst abläuft. Diese Rechnungen sind sogar besser abgefasst, als diejenige, die wir wirklich zahlen müssen. Internic/Switch reagierten auf meine Mitteilung nicht … scheint an der Tagesordnung zu liegen.

Vielleicht müsste man in der heutigen Zeit auch wieder mal über den Energie-Sektor nachdenken. Zum Beispiel, dass Siemens aus der Solarenergie aussteigt. Bei vielen angesehen Tageszeitungen war diese Meldung nur zwei, drei Sätze lang. Siemens ist eins der weltgrössten Elektrotechnik-Unternehmen und in fast 200 Ländern vertreten. Von mir aus gesehen ein weitreichender, massiver Entscheid … ober wollen sie andere Unternehmen übernehmen?

Interessant ist auch der Artikel über Schiefergas. „Fracking ist sicher“ – hoffentlich hat ExxonMobile Recht. Das wird erst die Zukunft beweisen. In Frankreich sind in einigen Gegenden die Kleber „Gas de Schiste – non mercie!“ so präsent, wie vor rund vierzig Jahren bei uns „Atomkraft – nein danke!“ Die ersten grossen negativen Erfahrungen dürften aus den USA, dem „Weltmarktführer“ folgen. Wetten! Vermutlich sind die Auswirkungen weniger berechenbar, als vom Wirbelsturm Sandy, der aktuell 123 Tote gefordert hat. Traurig, aber ohne die vielfältigen Vorkehrungen, dürften die Verluste grösser sein. Meiner Meinung nach weltweit das erste Mal, dass in dieser ausführlichen Art so frühzeitig bei einer Wetterkatastrophe gewarnt wurde.

Vielleicht haben die Franzosen, genauer gesagt FreeFrance und einige andere Telekommunikations-Anbieter zu Halloween ihre Technik wieder im Griff. Ganze Regionen waren tagelang ohne Internetverbindung. Anrufen zwecklos, da antwortet nur ein Automat. Und alles nur wegen den Finanzen, um Geld zu verdienen … oder nicht ausgeben zu müssen. Rosige Zeiten sehen wir hier entgegen. Wenn erstaunt es da, dass die Schweden rosafarbiges Schweinefleisch rot einfärben und als Rindfleisch verkaufen?

Im Scoach-Magazin gibt uns der Artikel „Neustart“ etaws Mut und die Kondratieff-Zyklen auf Seite 9 bringen vielleicht sogar etwas Erleichterung, was in Zukunft auf uns zu kommt. Ja, an den Weltuntergang in 50 Tagen vom 21. Dezember 2012 mag ich nicht so recht glauben … wir schliessen immer noch langfristige Festhypotheken ab. 10 Jahre unter 1 3/4%. Kaum zu glauben, aber ich denke, dass man hier zuschlagen dürfte. Wer sich interessiert, kann sich bei mir melden … aber bitte nur seriöse Anfragen. Und rechnen sie mal kalkulativ mit 4,5 bis 5,5 Prozent. Wenn sie dies „verkraften“ können, dann geschieht ihnen nach zehn Jahre vermutlich nicht das Gleiche, wie dem US-Busfahrer, den ich vor fünf Jahren zur Halloween-Nacht erwähnt habe.

Und wenn sie sich halt doch über die heutige Finanzweltlage erschrecken lassen, dann hexen sie doch das nächste Mal …

Hexe


Aktuell bei libref. – liberal reformiert: „Menschenrechte“

Aktuell beim befreundeten Personalblog: „Sind die Blogger bald am Ende ihres Lateins?“

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„Lass dir Zeit zum Leben“

Vor 2 Jahren erschienen:
Der Finanzblogger auf Reisen – 1. Teil

Vor 3 Jahren erschienen:
Finanzwetter – kein Prognose-Tool

Vor 4 Jahren erschienen:
Nano – Zauberstoff oder Zeitbombe?

Vor 5 Jahren erschienen:
Die Halloween-Bank und andere Streiche

Vor 6 Jahren erschienen:
«USA und Russland sind die grössten „Klimakiller“»

Vor 7 Jahren erschienen:
Guten Morgen liebe Sorgen, seid ihr auch noch alle da?

© Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, Gewinn orientiertes Honorar – Spezialgebiet Ökologie, Ethik, Technik und Energie. Stephan Marti, Schmiedrued freut sich über Ihre Kontaktaufnahme.

Ich gegen du -oder CHF gegen Euro

Die Diskussion um das Wechselkursverhältnis zwischen dem Euro und dem Schweizer Franken ist fast schon Religion. Zu Wort kommen fast nur Interessenvertreter. Sogenannte Liberale futieren und ich muss eigentlich der konservativen Rechten Recht geben.

Wieso reise ich Morgen für 48 Stunden in den Euro-Raum? Wir wollen auf die Insel Mainau. Wir bleiben immer in Sichtweite zur Schweiz. Uebernachten werden wir im Euro-Raum. Es ist für Konsumenten billiger. Vermutlich auch gemütlicher und man kann in landesüblicher Sprache sprechen. Das ist bei uns nicht mehr immer der Fall. Nicht nur deshalb muss ich „fast gezwungenermassen“ der SVP Recht geben.

Der Sonntag“ ist lesenswert. Aber wo die Kolumne versteckt ist, müssen sie selbst rausfinden. Aber wir wollen nicht lästern. Der CHF wird nicht auf 1.20 bleiben. Da wird er seit Monaten unterstützt, hält sich aber immer auf diesem Niveau und wie viel das die Schweizer in Zukunft kosten wird, weiss keiner. Die SNB hortet Euro, die demnächst vermutlich viel weniger wert sein werden. Die SVP-Vertreter, vor allem Spuhler, sagen, dass man es langfristig anschauen muss. Jansen sagt, dass der Euro mal auf 90 Rappen fallen wird. Wenn ich meine 40-jährige Verweildauer im nachbarlichen Umfeld betrachte, schätze ich eher, dass der Euro auf 80 Rappen fallen wird. So tief war mal die DEM und lange Zeit zuvor 1.20. Nun ist auch der Euro einen Viertel billiger. Sorry, langfristig ist 80 realistisch. 1.20 plus/minus hält er schon einige Zeit. Durch Stützungsinterventionen der Nationalbank. Vermutlich wirken die psychologisch. Die Spekulanten liebäugeln mit dem Schweizer Franken.

Volkswirtschaft hat immer zwei Seiten zu beachten. Nur heute schreien die meisten für einen zu stützenden Schweizer Franken. Exporteure wollen dies. Nicht aber die Konsumenten. Wir Schweizer müssen einfach besser sein, damit wir verkaufen können. Wir sollten weniger landesweite Dienstleistungen und statt dessen in die Hände spucken und das Bruttosozialprodukt steigern, Produkte produzieren. Die besseren Produkte anbieten können. Alle Wechselkurszerfälle in den letzten Jahrzehnten haben wir glanzvoll überlebt. Wir werden auch einen Euro 1:1 oder tiefer überleben.

Mit Leistung, nicht jammern. „Weiter denken ist unser Beruf“ steht bei mir im Header. „Weiter denken ist unsere Berufung“ … das sollten wir Schweizer uns merken.

Zwei Amerikaner haben geschrieben, dass die Deutschen aus dem Euro austreten sollen. Das wäre der Todesstoss für den Euro und die EU. Vielleicht hätten aber die Deutschen, wie wir Schweizer, nicht in den „Euro“ eintreten sollen.


„Vor 1 – 7 Jahren erschienen“ möchte ich heute nicht zeigen. Versuchen sie wirklich einmal langfristig zu denken.

© Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, Gewinn orientiertes Honorar – Spezialgebiet Ökologie, Ethik, Technik und Energie. Stephan Marti, Schmiedrued freut sich über Ihre Kontaktaufnahme.

Die Welt dreht unregelmässig


Eigentlich hasst jeder Probleme und geht ihnen nach Möglichkeit aus dem Weg. Wie manche Idee ist aber entstanden weil es galt bestehende Probleme zu lösen?

Mache Firmen, Branchen, gar Volkswirtschaften drehen heute zu schnell, zu langsam oder ganz einfach holperig. Hören sie Radio, lesen sie Zeitungen, ertragen sie Nachrichten am Fernsehen. Schnell (oder langsam) ist gut. Zu schnell bedeutet, dass irgendwo etwas in Mitleidenschaft gezogen wird. Einige stellen selbst fest wenn sie zu schnell unterwegs sind. Andere beim Strassenverkehr zum Beispiel lassen es sprichwörtlich „blitzen und krachen“. Zu langsam ist vielfach auch nicht ideal. Oft führt der Mittelweg zum Ziel.

Jeder kann sich bei seinen eigenen Beispielen, beim eigenen Geschäft überlegen wo er steht. Stehen möchte. Auf Anbieterseite hilft man sich selbst oder beansprucht Hilfe von dritter Seite. Ist man aber Kunde, wird es manchmal unmöglich oder zumindest langwierig, mühsam. Das Wort Kunde darf weitläufig ausgelegt werden. Steuerzahler, gar Kirchgänger sind Kunden.

Möglichst viel, schnell, hoch … das muss nicht immer der optimalste Weg sein. Kurzfristig vielleicht, langfristig sicher nicht. Der Umsatz alleine ist nicht massgebend. Wichtig ist, wie viel hängenbleibt.

The world is waiting for the Sunrise!


Für mich ist die Story mit Sunrise abgeschlossen – zu meiner persönlichen Zufriedenheit. Das anfängliche Kämpfen gegen Windmühlen hat zum Erfolg geführt. Vermutlich für beide Seiten:

„Ich möchte mich für das aufschlussreiche Telefongespräch sowie Ihre Inputs herzlich bei Ihnen bedanken. Ihre offenen und ehrlichen Worte sind bemerkenswert und für Sunrise sehr wertvoll.“

Ein gutes Gespräch und die Rückvergütung ist eingetroffen. Ich bin abschliessend an eine Dame aus dem Premium Back Office gelangt der es ein Anliegen ist „Ihr“ Unternehmen zu verbessern. Toll, wenn Reklamationen die Welt vorwärtsbringen. Normalerweise sitze ich auf der andern Seite und berate KMU’s, wie Probleme angegangen und beseitigt werden.

Wer als Sunrise-Datenbezüger via Telefonfreileitung die gleichen Probleme wie ich hat, zu tiefe Transferraten, dem darf ich eine direkte Mailadresse mitteilen. Ans Bakom wenden hilft nichts. Die haben drei Monate nichts von sich hören lassen. Einen Bakom-Song gibt es meines Wissens noch nicht. Beim „waiting for Sunrise“ heisst es am Liedende: „And my heart is calling for you!“

regenbogen

Sunrise? Weder von den Farben des Firmensignets noch von der Tageszeit her. Wer Probleme nicht lösen will oder kann, dem ergeht es wie dem Regenbogen – er verschwindet mit der Zeit.

So nebenbei erwähnt, gibt es noch neue, „zeitgemässe“ Aktien – Facebook-A, der heutige Chart „gefällt mir“ und über die FirstEco Energy ist eine Studie erschienen. Mehr dazu und zu den Risiken im Kommentar von heute (inkl. Link zur Aktienanalyse) unter Pellets.


Aktuell bei libref. – liberal reformiert: „Nachdenken und feiern“

Aktuell beim befreundeten Personalblog: „Photovoltaik/Fotovoltaik – Energiesegen oder nicht?“

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„Zig-10’000 Jahre im Zeitraffer“

Vor 2 Jahren erschienen:
Kirche und Wirtschaft

Vor 3 Jahren erschienen:
Schweizer Immobilienbrief Nr. 60 und 70

Vor 4 Jahren erschienen:
Oboist Heinz Holliger – die Gebutstagsgratulation der ganz besonderen Art

Vor 5 Jahren erschienen:
USA in Umweltpanik – 20 Jahre zu spät?

Vor 6 Jahren erschienen:
Kundenzufriedenheit – Kundenunzufriedenheit

Vor 7 Jahren erschienen:
Merkel dir einen ökologischen Wechsel

© Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, Gewinn orientiertes Honorar – Spezialgebiet Ökologie, Ethik, Technik und Energie. Stephan Marti, Schmiedrued freut sich über Ihre Kontaktaufnahme.

Volkswirtschaft = Volk mit/gegen Wirtschaft?


Es gibt nichts Umstritteneres als Volksirtschafts-Theorien. Und doch beinhalten alle etwas Wahrheit. Keynes Erkenntnisse würden eigentlich funktionieren, wenn der Faktor Zeit nicht wäre und aus diesem Grunde denkt man heute wieder vermehrt an Friedman zurück.

Der Blogbeitrag am Anfang von 2012 wird heute klein ausfallen. Wer sich aber die Zeit nimmt, braucht einige Stunden um sich in 12 grosse Ökonomen hinein zu lesen. Die Wirtschaftswoche hat eine der spannendsten Serien der letzten Jahre in den Heften 39 bis 50 von 2011 abgedruckt. Die Serie kann für EUR 4.50 unter „Grosse Ökonomen und ihre Ideen“ beschafft werden.

Unten stehend versuche ich die einzelnen Serien im Netz zu finden. Obiger Link ist bequemer und vermutlich länger auf geschaltet. Viel Spass bei der manchmal nicht ganz leichten Lektüre. Manchmal begreift man, wieso die heutige Welt nicht so ganz richtig rund läuft. Vermutlich weil die meisten Dozenten, Politiker und Nationalbanker jeweils einen einzigen Favoriten unter diesen Ökonomen haben.

Mit Theorien stand ich immer etwas auf Kriegsfuss. Zum Beispiel am „Cournotscher Punkt„. Nicht dass hier ein Fallfehler vorliegt, der von mir nur wegen der noch nicht möglichen einmaligen Suche bei Googel unter allen Kasus hinein geschmuggelt wurde, sondern weil unser Dozent, ein sogenannter Keynsianer, vor Jahrzehnten nicht darauf aufmerksam machte, dass diese Theorie nur bei einem Monopolisten ihre Gültigkeit hat. Herrlich, was man heute in Sekundenschnelle alles bei Wikipedia herausfindet. Damals gab es heftige Diskussionen … und zum Glück für mich ab dem 5. Semester einen waschechten Friedman Jünger. Übrigens, der Artikel im Wiki ist umstritten und wird allenfalls wegen fehlender Quellen wieder gelöscht. Volkswirtschaftliche Theorie pur.

Ärgern sie sich nicht, wenn in der Volkswirtschaft nicht alle ihre Ansicht haben. Wer Recht hat, wird immer erst die Geschichte zeigen. Und die Geschichte wird immer neu geschrieben … und manchmal wird man klüger. Manchmal auch nicht. So wird die chinesische Regierung vermutlich in den nächsten Jahren viele konkursite Firmen in ihre Obhut nehmen und pro Branche als ein Volksunternehmen weiterführen. Franz Aspeck von der SolarWorld vermutet dies zumindest in der Solarbranche. Gab es das nicht schon bei den Eisenbahnen?

Oder der um sich greifende Subventionitis akutis. Dank dem sind die kalifornischen Solarunternehmen in rund zwei Jahren 50 Prozent teurer als die Chinesen. Und wie oft liest man, dass sich die Investoren aus China zurückziehen werden. Sicher, aber ohne ihre Investitionen mitzunehmen. Diese wurden und werden in China in Löhne umgesetzt. Das grosse Geld wird in China bleiben. Die guten Zeiten für Kolonisten und Söldner sind vorbei. Und trotzdem gibt es noch ein Land, das dies weltweit weiter praktiziert – China. Und Wachstumsraten von 20 Prozent gehören wohl der Vergangenheit an … aber die guten werden weiter wachsen. Nicht nur bei den Chinesen. Lesen sie unter solchen und ähnlichen Aspekten über die Theorien von:

Robert Shiller

Josef Schumpeter

Milton Friedmann

Walter Eucken

Reinhard Selten

Friedrich August von Hayek

John Maynard Keynes

Karl Marx

Robert Solow

David Ricardo

Paul Samuelson

Adam Smith

So, nun können sie sich die Prognosen fürs 2012 selbst machen. Macht euch auf ein bewegtes, spannendes Jahr gefasst. Und wer noch mehr über heutige Diskussionsthemen nachdenken will, kann sich mit der Idee vom Vollgeld von Josef Huber beschäftigen.


Aktuell bei libref. – liberal reformiert: „140-jährige Geschichte – Gratisdownload der Essays des prix libref. 2011“

Aktuell beim befreundeten Personalblog: „Der alte Mann und das Mail“

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„De10nium mit Änderungen geht zu Ende“

Vor 2 Jahren erschienen:
Blasen im 2010?

Vor 3 Jahren erschienen:
Prognosen – man kann alles ins Lächerliche ziehen

Vor 4 Jahren erschienen:
Ausblick – beim Investieren zählt die Vergangenheit nicht!

Vor 5 Jahren erschienen:
… und einen guten Rutsch ins 2007!

Vor 6 Jahren erschienen:
Wir wünschen ein gutes 2006

© Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, Gewinn orientiertes Honorar – Spezialgebiet Ökologie, Ethik, Technik und Energie.
Sind Sie mein zukünftiger Kunde? SMS – Stephan Marti, Schmiedrued freut sich über Ihre Kontaktaufnahme.

Finmarssletzte Kommentare Blog abonnieren Handymit Handy DUFI 158 090

Die Dekade der Zahlengläubigkeit geht zu Ende


Die Wirtschaftskrise hat es bewiesen. Die Minarettinitiative hat es bewiesen. Auf Zahlen ist kein Verlass mehr. Langsam kommt die Zeit wo man/frau Zahlen hinterfrägt.

Ob sie jetzt die usuelle, die gebräuchliche Dekade nehmen die in einigen Tagen zu Ende geht oder das eigentliche Dezennium, das erst 2010 fertig ist, spielt keine grosse Rolle. In den vergangenen Jahren wurden wir oft mit Zahlen getäuscht. Nicht im Kommastellenbereich, wie wir das exakt gelernt haben, sondern um Prozente oder gar um Faktoren. Das liegt nicht daran, dass heute die Mathematik weniger verstanden wird. Eher daran, dass vor allem in der Betriebswirtschaft sich in der Ausbildung viel mehr um mathematische Methoden dreht. Schliesslich geht der Lehrkörper mit der Zeit. Dank programmierbarem Taschenrechner und Computer ist das Ausrechnen in der Mathematik viel einfacher und vor allem extrem viel schneller geworden.

Den Umbruch dieser Zeit habe ich voll miterlebt, ja sogar mit beeinflusst. Sollte es jemanden erstaunen, dass der Finanzblogger den ersten programmierbaren Finanzrechner in die Schweiz brachte. Das Verständnis für Mathematik musste ausgeprägt sein, denn die meisten Programme mussten wir selbst schreiben. Eine Matrix mit zwei Unbekannten war schwieriger als zum Beispiel der Biorhythmus, vorausgesetzt man hatte einen Kollegen mit einem technischen Studium, damit man Sinus und Cosinus einbinden konnte. Heute kennt jeder Student diese Fachausdrücke, die lineare Programmierung und und und. Er hat das wesentlich grössere theoretische Wissen. Nur eben, das Gefühl für Mathematik ist nicht jedem gegeben. Früher wie heute nicht. Nur die Zahlengläubigkeit ist extrem viel höher.

Einige Gegenheiten sind schuld, dass die Zahlengläubigkeit aber rassant sinkt. An Performancevoraussagen, an Risikoeinschätzungen, an Umfragevorhersagen glaubt man immer weniger.

Wenn erstaunt es, dass Blogger an der abnehmenden Zahlenungläubigkeit schuld sind.

Der Blogger Claude ist schuld, der Blogger Moritz wehrt sich und der Finanzblogger versucht neutral die Mechanismen auszuzeigen.

Die Schweiz scheint den Alleinschuldigen an der Minarett-Initiative gefunden zu haben. Den Stadtwanderer Claude Longchamp. Er schreibt eben über Finn, das Wappentier der Hauptstadt, das die Schweiz etwa gleich stark bewegt. Aber in Bern gehen noch andere mit gewetzten Krallen herum – Medienminister attackiert Longchamp. Blogger gegen Blogger. Mit einem habe ich „per Du“ kommuniziert, mit dem andern „per Sie“. Wobei ich Letzteren an einem Bloggertreffen in Zürich persönlich kennen gelernt habe.

Marktforschung liegt oft daneben. Das wissen Finanzblog-Leser seit Jahren. Die Meisten lächeln nur über die Nachkommastelllen – was vor dem Komma steht wird als bare Münze angenommen. Pech nur, wenn plötzlich 60 bis 70 Prozent mehr Leute abstimmen gehen als üblich. Da bleibt nur die Frage, wieso so viele mehr. Weil sie Angst haben, weil sie sich selbst betroffen fühlen. Es ging kein Einziger mehr abstimmen, dem Minarette eigentlich gleich sind. Die Zahlengläubigkeit lässt grüssen. Wissen schafft auch die sogenannte Wissenschaftlichkeit. Auch die Wissenschaft hat ihre Grenzen, obschon man sich hinter ihr gut verstecken kann. Gesunder Menschenverstand oder das Bauchgefühl wären manchmal genauer. Vielleicht lernen wir daraus – was ich aber bezweifle. Da helfen auch Aussagen, wie «Wir sollten das nächste Mal solche Initiativen ungültig erklären» nichts, denn solche Voten hat man im Vorfeld der Abstimmung mehrmals gehört.

Also bleibt nur die Zeit die hilft. Vielleicht werden in Zukunft Zahlen, sogenannte wissenschaftlich fundierte Zahlen vor allem, nicht mehr einfach überall für Gottgegben angenommen.

Zum Adventskalender von Monsieur Fischer

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Das Finanzblog ist am Finanzcrash schuld – q.e.d.

Vor zwei Jahren erschienen:
Umwelt- und Energiefragen

Vor drei Jahren erschienen:
Adventskalender – 11. Tag – Kroatien

Vor vier Jahren erschienen:
11. Fenster – relative Briefmarken

Die Rezession und der Denk- oder Rechenfehler


Um einen Wirtschaftseinbruch von 2% aus zu gleichen, braucht es einen Anstieg um 2,5%. Prognostiker sprechen bei einer Erholung um 0,5% davon, dass die Rezession vorbei ist. Nur denken sie nicht daran, dass wir noch lange nicht auf dem alten Niveau sind.

Die Rezession ist offiziell zu Ende, doch die Krise geht erst los

Die Schweiz ist definitionsgemäss nicht mehr in der Rezession. Das ist kein Trost, denn das Schlimmste kommt erst auf die Wirtschaft zu … lesen sie weiter im Tages Anzeiger …

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
„Neuer Hybridmotor mit Druckluftspeicher“

Vor zwei Jahren erschienen:
Stirling pisa-ner, forscher und querer als Blogger

Vor drei Jahren erschienen:
Adventskalender – 5. Tag – Ecuador

Vor vier Jahren erschienen:
4. Fenster – relative Kunst

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, gewinnorientiert. Vielleicht überlegen sie sich gerade heute einen Einstieg, dann melden sie sich unverbindlich bei mir.

Wein8ten und das liebe Geld


Die Weihnachtsstimmung eines Grossverteilers sagt alles: Rabattgutschein gültig bis 28.11.2009

Die Adventszeit und Weihnachten ist ein christliches Fest. Das zweitwichtigste – wichtiger ist Ostern. Das wissen aber nicht alle. Weihnachten wird immer mehr kommerzialisiert. Die ersten bieten Ende Oktober Weihnachtsartikel an. Bis zum heiligen Abend zwei Monate Weihnachtsumsatz.

Umsatz definiert sich verschieden. Die Österreicher messen den Mehrumsatz und die Deutschen den Gesamtumsatz. Nachzulesen beim österreichischen Standard, der einen neuen Weihnachtstrend auslotet: Weihnachten wird zum last Minute Shopping.

Gutscheine liegen im Trend. Neuerdings? Solche mache ich seit Jahren. Nun gibt es zwei Arten von Gutscheinen. Selbst ausgestellte die der Beschenkte bei ihnen einlösen muss. Das ist die persönlichste Art von Geschenken, mit dem Nachteil, dass diese spät oder nie eingelöst werden. Eigentlich sollte ein Gutschein von Herzen kommen. Deshalb freut es mich, meinen Eltern noch einmal eine Fahrt ins Ausland zu ermöglichen. Ansonsten machen wir es wie viele Familien – wir machen keine gegenseitigen Geschenke. Auf die Tirgeli nach Vaters Art freue ich mich natürlich.

Die zweite Art von Gutscheinen, die gekauften, verlängern das Weihnachtsgeschäft. Sie werden nach den Festtagen eingelöst. Erst jetzt ergibt sich ein Umsatz. Der Verkauf eines Gutscheins wird bilanzwirksam verbucht. Dies ist nebensächlich, zeigt aber, dass Weihnachtsumsatz praktisch nicht messbar ist. Nicht der Umsatz wichtig, sondern was „hängen bleibt“.

„In der pastoralen Literatur wird Kritik an dem Weihnachtsfest in heutiger Gestalt geübt, das durch religionsfremde Motive und Erscheinungsformen „verunreinigt“ sei. Die Kritik lässt sich im Wesentlichen auf die drei Schlagworte Profanierung, Kommerzialisierung sowie Hektik und Stress konzentrieren.“

Schönstes Beispiel ist der andere Grossverteiler, der 100 Kleber für Weihnachtsgeschenke an alle Haushalte versandte und zu einem Wettbewerb für Kinder aufruft. Lumpige 60 kleine Preise. Der Talon muss im Laden abgegeben werden. Am liebsten in der Spielwarenabteilung, begleitet von Gotte oder Götti.

Spätestens wenn das Weihnachtsgeschäft in nicht christlichen Ländern unter die Lupe genommen wird, bekommt man das Gefühl nicht los, dass es nur um den Kommerz geht – Japan ist das wohl bekannteste Beispiel.

Frohe Adventszeit, die Zeit in der institutionelle Anleger aus Eigeninteresse die Börsenkurse ihrer Depotpositionen pflegen – ihr Finanzblogger

Weihnachtbaum mit Osterhasen

Der Originalbeitrag ist auf dem Adventskalender von Monsieur Fischer zu finden.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Gret Haller mit prix libref. geehrt

Vor zwei Jahren erschienen:
L’Art de la Liberté – raumplanend aus fusionierendem Rohr – Monsieur Fischer in unserem Adventskalender

Vor drei Jahren erschienen:
Adventskalender – 3. Tag – Costa Rica

Vor vier Jahren erschienen:
3. Fenster – die Relativität der Süchte

Schwarze Schwäne oder Vorhersagen sind Unsinn


Schwarze Schwäne sind wirtschaftliche oder echte Vögel die beim Fliegen abstürzen …

… auf einen einfacheren Nenner kann ich es nicht bringen. Vier Kreise befassen sich mit „Schwarzen Schwänen“ genau genommen dem Trauerschwan:

1. Federfreunde und Federfeinde. Letztere können sie aus der Chronologie selbst heraussuchen. Wie sich das für Freunde gehört, findet man Diskussionspunkte. Mit Carlo, Grossrat und mit weissem Gips arbeitend, sprach ich das letzte mal über Schwarze Schafe und das nächste mal über mögliche Landerechte für den schwarzen Schwan – mit gekappten Flügeln kann er gar nicht starten – auf einem Fliessgewässer oder dem Thunersee ist er zum Tod verurteilt, er wird von der Wasserströmung abgetrieben.

2. Sir Karl Popper hat den Ausdruck Schwarzer Schwan in der Philosophie eingeführt. Das Lesen und Begreifen von Büchern dieser Disziplin ist nicht ganz einfach. In der Schule nannten mich die Lehrer „Philosoph“. Das hat mich eigentlich immer gefreut, bis ich dann einmal feststellte, dass Popper das Buch „Alle Menschen sind Philosophen“ verfasst hat. Die Ernüchterung folgt oft wie bei Schwarzen Schwänen im Nachhinein und ob Popper ein Popper war, darüber können sie selber philosophieren … oder über das Huhn filosofieren.

3. die Eisenbahnfreunde haben die Baureihe 10 – eine von Krupp gefertigte Dampflokomotive mit 28 Tonnen Achslast. Ich muss mich korrigieren. Es war nicht eine, es wurden zwei Stück gebaut. Nicht alltagstauglich und auf die schiefe Bahn gekommen. Das sind so die Eigenschaften, die schwarzen Schwänen eigen zu sein scheinen.

4. Nassim Nicholas Taleb verwirrt nicht nur mit dem Seitenlayout seiner Homepage die heutige Mehrheit der Standarddenker. Er ist faszinierend. Die Durcharbeitung seines Buches von 450 Seiten dürfte aber manchen Leser abhalten. Zumindest Wirtschaftsnobelpreisträger sollten es durchlesen. Diesen Preis will er abschaffen. Recht hat er … auf seine Art. Nur, diese Preisträger tragen wesentlich zum Verständnis der Wirtschaft bei … und das Schlimme daran, die Wirtschaftshorde, vor allem die Finanzhorde setzt dann alles gleich in die Tat um. So wären derivative Produkte im Grunde genommen gut, aber nicht, wenn sie den vierfachen Umfang aller handelbaren Aktien übersteigen. Taleb war Trader und weiss wovon er spricht

… und über die Physiognomie zwischen ihm und mir schmunzeln sie vermutlich, wenn sie seine Ansicht über Schwarze Schwäne lesen, die so selten wie Zufall sind und drei Eigenheiten haben:

– sie sind nicht vorhersehbar
– sie haben gravierende Auswirkungen
– die Erklärung erfolgt im Nachhinein

Kurz, schwarze Schwäne scheinen immer ab zu stürzen und man darf sich nicht auf Voraussagen verlassen, denn diese sind meistens falsch, was Finanzblogleser nicht sonderlich erstaunen sollte. Verlassen wir uns doch lieber auf den Zufall … oder eigenes Wissen und Verhalten das nicht dem Hordetrend entspricht.

Schwarze Schwäne

… schwarze Schwäne scheinen sich gerne in trübem Wasser aufzuhalten.

Die Beiträge über «Geld und Finanzen – leicht erklärt» – schaltet auch die Bloggerin Tari Eledhwen aus Solothurn und das Personalblog.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
«Amerikaner lassen ihre Autos stehen»

Vor zwei Jahren erschienen:
Stag – Spekulant oder Triumph

Vor drei Jahren erschienen:
Gold auf 8000 USD 1 UZ

Vor vier Jahren erschienen:
Aufatmen für Deutschland? Tief durchatmen erstmals!

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, gewinnorientiert. Vielleicht überlegen sie sich gerade heute einen Einstieg, dann melden sie sich unverbindlich bei mir.

Der Osterhase und die Informationen


Woher kommt der Osterhase? Manchmal ist es gar nicht so einfach, an Informationen zu gelangen.

Oder wissen sie, woher der Brauch des Osterhasen kommt? Sicher nicht von einer vor rund 2000 Jahren ausgestorbenen Art des Feldhasen (Lepus europaeus), der Eier gelegt haben soll. Das dürfte wohl der obligate Aprilscherz von „bild der wissenschaft“ sein. Ein Paläontologe Stern aus Swindledon (Schwindelstadt?) habe so ein Vieh in Tiverton (tiefer Ton) ausgegraben. Merlin, Harry und andere mythische Briten lassen grüssen.

Zumindest gibt es in Australien das Schnabeltier das Eier legt. Vermutlich werde ich aber ein solches nie probieren, denn das Schnabeltier ist giftig, wie ich eben gelesen habe. Wenn sie mal ein Gänseei gekostet haben, dann werden sie beim Verzehr von Eiern etwas misstrauisch. Zumindest übertrifft die Grösse den Genuss bei weitem. Wachteleier sind da schon wohlschmeckender, wenn man dies bei dieser Grösse resp. Kleinheit überhaupt feststellen kann. So der Verschmutzung auf dem Balkon nach dürften bei mir demnächst Spatzeneier in Reichweite liegen. Erfreuen wir uns lieber den frechen Spatzen und einiger Hühnereiern … aber auch hier bin ich wählerisch.

Auslandeier sind bei vielen Schweizern noch verpöhnt. Dafür ist Schweizer Schoggi Spitzenklasse. Es gibt sie noch, die guten Produkte aus der Schweiz. Einige EU-Länder bieten aber mittlerweile Produkte an, die unseren oft überlegen sind – vom Preis wollen wir gar nicht sprechen. Man muss sich informieren und vor allem, selbst ausprobieren.

Informationen kann man sich selbst besorgen – es sei denn, man suche etwas Verünftiges woher der Osterhase komme. Man kann auch eigene Nachforschungen anstellen, wobei uns das die heutige Zeit nicht unbedingt einfacher macht. Das Internet bietet eine Fülle an Material und wenn es um Produkte geht, ist es schwierig, Vorteile liegen zu lassen. Ob Eier, Osterhasen oder Informationen, auf die Auswahl kommt es an.

Wirkliche Fakts im Internet zu finden ist oft nicht einfach. Meinungen sind schnell gefunden. Wenn die wirklich brauchbaren Informationen sofort zu finden wären, dann hätte es die Finanzkrise gar nie geben dürfen. Die Gier alleine führt nie zum Crash, es sind noch die Informationen, die urplötzlich eine andere Richtung einschlagen. Es ist wie beim Osterhasen. Dieser muss sich gut und vor allem schnell informieren …

Osterhase 1

Osterhase 2

Osterhase 3

… und vor allem darf man kein Hasenfuss sein, wenn man einmal eine andere Meinung hat. Ein Vorsprung der wichtig sein kann. Schöne Ostern.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
«Energie-Mix der Zukunft»

Vor zwei Jahren erschienen:
Meta – Finanzsuchmaschine

Vor drei Jahren erschienen:
Umdenken rund um Energie

Vor vier Jahren erschienen:
Vorlieben – bei einigen bis zu 100 Prozent

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, gewinnorientiert. Vielleicht überlegen sie sich gerade heute einen Einstieg, dann melden sie sich unverbindlich bei mir.

"Es dreht sich alles nur ums Geld"


„Das war schon immer so. Der grosse britische Historiker Niall Ferguson hat eine Geschichte der Geldwirtschaft geschrieben. Wer die heutige Krise verstehen will, muss zurückblicken: Wie kam es zu Spaniens Bankrott im 17. Jahrhundert, wie zur Börsenblase der Bourbonen-Monarchie? Wir haben Ferguson in Oxford besucht …

… weiter in Das Magazin …

Lesen sie The Ascent of Money und vielleicht wissen sie, wann und welcher Crash uns das nächste mal heimsucht. Vermutungsweise wird uns aber Ferguson im Nachhinein sagen, was falsch gelaufen ist. Spannend zu lesen ist das Buch garantiert aber Erkenntnisse für die Zukunft werden schwer ab zu leiten sein. Das ist vielleicht auch der Grund wieso sich Historiker und Vermögensverwalter resp. Anal-ysten (sorry hier haben wir einem Fasnachtsbeitrag von nächster Woche vorgegriffen) gerne miteinander diskutieren.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Der künftige Kunde V – Vermögensverwalter im Vergleich

Vor zwei Jahren erschienen:
Der Markt ist im Durchschnitt nicht zu schlagen

Vor drei Jahren erschienen:
Virtex, virt-x und virt-nx – oder hätte es heissen müssen „wird nix“

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, gewinnorientiert. Vielleicht überlegen sie sich gerade heute einen Einstieg, dann melden sie sich unverbindlich bei mir.

Topsong der Bänker: «My Boni Are Over the Ocean»


Spass muss sein und manchmal darf auch über die eigene Branche gelacht werden, denn das heisst bei Weitem nicht, dass uns die folgenden Witze persönlich treffen würden.

Was ist der Unterschied zwischen einem Investmentbanker und einer Pizza?
Die Pizza kann eine vierköpfige Familie ernähren.

Wie viele Aktienhändler sind notwendig, um eine Glühbirne zu wechseln?
Zwei. Einer lässt die Birne fallen, der andere versucht, sie zu verkaufen,
bevor sie abgestürzt ist.

Was ist Optimismus?
Wenn ein Investmentbanker sich am Sonntag fünf frische Hemden bügelt.

Sagt der Investor: «Ich schlafe wie ein Baby – ich wache jede Stunde auf
und heule.»

Klagt der Investor: «Diese Krise ist schlimmer als eine Scheidung. Ich
habe die Hälfte meines Besitzes verloren und bin immer noch verheiratet.»

Ein Mann ging zur Bank und sagte: «Ich möchte ein kleines Unternehmen
gründen.» Sagt der Bankmanager: «Kaufen Sie ein grosses und warten Sie ein
paar Tage.»

In einer Bank in Frankfurt. Bewerberin zum Personalchef: „Haben Sie eine
Stelle für mich?“
„Was können Sie denn?“
„Nichts.“
„Das tut mir leid, diese Stellen sind alle schon besetzt.“

Wie bekommt man einen Broker am schnellsten vom Baum runter?
Einfach das Seil abschneiden.

Wie behandeln Banker ihre Kunden? Wie rohe Eier.
Und wie behandelt man rohe Eier?
Man haut sie in die Pfanne!

Wann rechnet die Mehrheit mit einem Crash?
Wenn in den Bankhochhäusern die Fenster versiegelt werden.

Warum werden in Banken so selten die Hauptbuchhalter entlassen?
Weil sie immer damit drohen, beim Finanzamt als Prüfer anzufangen.

Was sagt man zu einem Börsenspekulanten, der viel Geld verloren hat?
„Trösten Sie sich, Ihr Geld ist nicht verloren, es gehört nur jemand
anderem…“

Was bedeutet das AAA-Rating einer Bank?
Der Vorstand besteht aus Adel, Akademikern und den übrigen Arschlöchern.

Warum gibt es auf Toiletten, die von Bankern benutzt werden, immer
dreilagiges Klopapier?
Laut Dienstanordnung erfordert jeder Geschäftsgang ein Original und zwei
Durchschläge.

Nach dem Banküberfall fehlen im Tresor zwei Millionen. Der Bankdirektor zu
den Reportern: „Schreiben sie, es seien drei Millionen erbeutet worden, dann
hat der Kerl wenigstens einen Riesenkrach zu Hause.“

Heinz, hast du eigentlich schon Urlaubspläne gemacht?“ „Nein, wozu? Meine
Frau bestimmt, wohin wir fahren, mein Chef bestimmt, wann wir fahren, und
meine Bank, wie lange wir fahren.“

Renard (der hat früher immer mit Kies gehandelt) und Volt haben oben zusammengetragen … wer mehr möchte, dann ab zum Witzeforum.

Noch einer von Spiegel-Online: „Ein Kunde will Geld abheben, doch sein Filialmann erklärt ihm todernst, seine Schuhschachtel sei leider verschwunden. Der Kunde ist entsetzt: Seine ganzen Finanzanlagen… in einer Schachtel? Der Banker ist irritiert: Ja, klar, wie denn sonst? Aber nun sei die leider weg, bis sich am Ende alles auflöst in großem Alles-nur-ein-Scherz-Hahaha! Der Banker wischt sich Lachtränen weg – und zeigt dem Kunden dessen Schachtel.“

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Der zukünftige Kunde II: «Hilfe – ich muss endliche meine Bank wechseln»

Vor zwei Jahren erschienen:
Hedge-Funds – über alle Zweifel erhaben?

Vor drei Jahren erschienen:
Convenience Food

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, gewinnorientiert. Vielleicht überlegen sie sich gerade heute einen Einstieg, dann melden sie sich unverbindlich bei mir.

Ricci, unser Klaus wünscht schöne genussreiche rauchende Weinachten


Schöne Weinachten stand in einem E-Mail, aber nicht weinen, allenfalls genussreich und nicht all zu viel in Flaschenform und auch keine rauchenden Weihnachts-Bäume, die dann eben zu Weinachtsbäumen würden, sondern lassen sie einige eine Zigarre geniessen, für meine Kantonsnachbarn wird es die letzte in Restaurants sein.

Den heutigen Beitrag hat Ricci geschrieben – Riegelhuth, der Kioskiero vom Kiosk-Riegelhuth. Unter Ricci kennt ihn jeder – sogar die Deutsche Post. Die Welt online weiss, dass er Klaus heist.

Nun aber zu den Gedanken von Ricci über den Zustand dieser Welt. Ich kopiere jetzt Text, suche Fotos heraus … und geniesse eine Torpedo.

MENSCHEN BRAUCHEN MENSCHEN und KEINE z a h l e n . . .

Bei dem ganzen Kladderadatsch von fehlenden Milliarden, verlustiertem Vertrauen in ein globales Finanzsystem und der sehr menschlichen Begabung bei massenhafter Gier auf Profit alles Hirn gleich mit zu verschlingen, ist für mich jetzt die brennende Frage:
wie wirkt Geld auf unsere Beziehung zu unseren Mitmenschen`?
Wie beeinflusst das Geld unsere Wertvorstellungen in unserer Gesellschaft und welche Konsequenzen ergeben sich daraus?
Werden wir etwa komplett monetär „nivelliert“?
Soziologie könnte die Grundlage bieten unser Dilemma zu fundieren!
Hier der Herr Simmel, Schorsch vor über hundert Jahren, sicher geschrieben, umnebelt vom havannanösem Zigarren-Duft.

Georg Simmel:
Die Grosstädte und das Geistesleben
ex: Die Grossstadt. Vorträge und Aufsätze zur Städteausstellung. (Jahrbuch der Gehe-Stiftung Dresden, hrsg. von Th. Petermann, Band 9, 1903, S. 185-206, Dresden)

„Das Wesen der Blasiertheit ist die Abstumpfung gegen die Unterschiede der Dinge, nicht in dem Sinne, dass sie nicht wahrgenommen würden, wie von dem Stumpfsinnigen, sondern so, dass die Bedeutung und der Wert der Unterschiede der Dinge und damit der Dinge selbst als nichtig empfunden wird.

Sie erscheinen dem Blasierten in einer gleichmäßig matten und grauen Tönung, keines wert, dem anderen vorgezogen zu werden.

Diese Seelenstimmung ist der getreue subjektive Reflex der völlig durchgedrungenen Geldwirtschaft; indem das Geld alle Mannigfaltigkeiten der Dinge gleichmäßig aufwiegt, alle qualitativen Unterschiede zwischen ihnen durch Unterschiede des Wie viel ausdrückt, indem das Geld, mit seiner Farblosigkeit und Indifferenz, sich zum Generalnenner aller Werte aufwirft, wird es der fürchterlichste Nivellierer, es höhlt den Kern der Dinge,
ihre Eigenart,
ihren spezifischen Wert,
ihre Unvergleichbarkeit rettungslos aus.

Sie schwimmen alle mit gleichem spezifischem Gewicht in dem fortwährend bewegten Geldstrom, liegen alle in derselben Ebene und unterscheiden sich nur durch die Größe der Stücke, die sie von dieser decken.“
Zitatende

Georg Simmel: Die Grosstädte und das Geistesleben
ex: Die Grossstadt. Vorträge und Aufsätze zur Städteausstellung. (Jahrbuch der Gehe-Stiftung Dresden, hrsg. von Th. Petermann, Band 9, 1903, S. 185-206, Dresden)

Wunderbar ist Georg Simmel auf einer Schweizer Website zu studieren:
http://socio.ch/sim/geld/index.htm

Der spiegel brachte vor Wochen eine Titelstory zur Finanzkrise „Kapital-Verbrechen“ tituliert mit „Der Bankraub“
http://wissen.spiegel.de/wissen/dokument/dokument.html?top=Ref&dokname=Romberg-SP-00012008000470004400&suchbegriff=kapital+verbrechen&titel=Das+Kapital-Verbrechen+-+Anatomie+einer+Weltkrise%2C+die+gerade+erst+begonnen+hat+%28DER+SPIEGEL+vom+17.11.2008%29
An diesem sehr umfangreichen Artikel war für mich eklatant die Verwahrlosung von tradierten, kaufmännischen Regeln zu erkennen.
Bestens wird dies durch eindeutige Worte erhellt:

„Der Dummkopf stellt sich vor, dass die Wonne, Regeln zu brechen, unbeschreiblich wächst, wenn man die Regeln selbst abschafft“
Nicolas Gomez Davila
Kolumbianischer Philosoph und Aphoristiker

Übersichtlich in etlichen Phasen wird die Ursache des Vertrauensdesasters durch den Hamburger „spiegel“ seit den 90zigern aufgeteilt; hiermit weise ich hier exemplarisch auf die Geschichte des Ehepaares Smith mit der Deutschen Bank in den Vereinigten Staaten von Amerika.
Als ich die Erzählung über das Finanz-Desaster des Familienvaters Tim Smith las, wurde mir offenbar, daß ein System des erhöhten Profits unausweichlich auf die Entmenschlichung von Kunden zielen muss.
Er, Tim Smith sagt: „Es kann doch nicht sein, dass eine Bank mit Wetten handelt, mit Wetten, die zum Teil darauf zielen, dass Immobilienbesitzer ihre Hypotheken nicht ablösen können. Wenn du in deinem Haus bleibst, verdienen sie durch Säumniszuschläge und Gebühren, wenn du dein Haus verlierst, gewinnen sie ihre Wette. Es darf doch nicht sein, dass die Deutsche Bank nicht mal belegen kann, dass sie Inhaberin aller Rechte ist. Vielleicht war sie auch nur Treuhänderin für eine Gruppe. Ich weiß es noch immer nicht.“

Titel
Der Bankraub

PHASE I: 1995 BIS 1997

Tim Smith kauft sich ein Haus in Ohio. In Hamburg wird Manfred Blume zum Investor. Dov Seidman denkt über Fußball nach. JP Morgan macht eine revolutionäre Entdeckung.

Terrace Park, Ohio, Juli 1995

Ein amerikanischer Handschlag, ein amerikanischer Vertrag: dreieinhalb Seiten, klare Worte, ein amerikanischer Traum, 330 Harvard Avenue in Terrace Park bei Cincinnati, Ohio: unten 78 Quadratmeter, oben 67. Unten Küche, Esszimmer, Wohnzimmer, oben Bad und drei Schlafzimmer. Rasen rundherum und alte Bäume. Wer hier wohnt, hat es geschafft, ist gehobener Mittelstand, endlich.

„Man muss besitzen, man darf nicht mieten in Amerika“, sagt Timothy E. Smith, damals ist er 36 Jahre alt, „mieten ist für Versager.“ Nur Trottel mieten, weil jeder in Amerika weiß, dass die Preise für Häuser steigen und steigen werden. Das sagt Bloomberg TV, das schreibt das „Wall Street Journal“.

PHASE II: 1998 BIS 2001

Blythe Masters macht alles richtig. Deutsche Staatsbanken können auch anders. Die Landeskirche Oldenburg führt eine Grundsatzdiskussion. Dov Seidman erkennt einen Denkfehler. Tim Smith zahlt sein Haus in Ohio ab und verschuldet sich neu. Manfred Blume schaltet sein Portfolio von „konservativ“ auf „ausgewogen“.

Terrace Park, Ohio, Juli 1998

Tim Smith ist glücklich im neuen Haus, er will seine Schulden umschichten, und die nette Bank von nebenan, die Star Bank, 205 West 4th Street in Cincinnati, hilft dabei. Es ist ein Backsteinbau, ein Schalter, selten gibt es eine Schlange, freundliche Angestellte grüßen die Kunden mit Namen.

Am Anfang hatte Smith 127 500 Dollar Schulden bei den Verkäufern des Hauses, den Fenders, jetzt nimmt er 176 000 Dollar Kredit bei der Bank auf zu einem Zinssatz von 8,5 Prozent. Festgeschrieben. Laufzeit 360 Monate. Er löst seinen Kredit bei den Fenders ab und hat noch Geld übrig. Er macht alles richtig.

PHASE III: 2001 BIS 2004

Die deutsche Bankenaufsicht schläft. Die US-Zentralbank spielt mit niedrigen Zinsen. An der Wall Street ist Lehman Brothers die „Bank des Jahres“. Warren Buffet fürchtet sich vor „finanziellen Massenvernichtungswaffen“. Tim Smith geht es gut.

PHASE IV: 2004 BIS 2006

Tim Smith wird arbeitslos und hat auf einmal Schulden bei der Deutschen Bank. Dov Seidman sinniert über Nachhaltigkeit. Die Hypo Real Estate dreht ein großes Rad. Die Landeskirche Oldenburg macht eine falsche Bewegung.

Terrace Park, Ohio, 2004

Tim Smith mochte Lockwood Greene sehr. „Meine Firma“, sagte er. Neun Jahre war er bei Lockwood Greene, er war in Atlanta und Dallas für seine Firma, dann in Cincinnati. Aber dann kam das Angebot von Belcan, der Konkurrenz. Mehr Geld, mehr Ruhm, und Tim sagte zu.

Ein knappes Jahr später muss Belcan das Geschäft aufgeben. Und Tim ist arbeitslos. Und Kelley Smith, seine Ehefrau, möchte gern abfangen, was sie abfangen kann. Aber Delta Airlines geht es schlecht. Keiner Fluglinie geht es gut in Amerika. Kelley kann nur noch wenige Stunden arbeiten, sie fängt als Krankenschwester an, parallel. Die Kinder erfahren nichts. Die Eltern liegen nachts wach und reden.

Das Haus ist schön geworden, sie haben jetzt ein Jacuzzi, und kirschfarben ist das zweite Bad. Aber sie haben nichts gespart, das Leben ist teuer. Es geht schnell hinab, sehr schnell, wenn man Schulden mit neuen Schulden begleicht. Tim schickt noch Schecks an New Century, aber nicht mehr pünktlich. Und nicht mehr über die vollen Beträge. Woher nehmen?

Terrace Park, Ohio, Januar 2005

Der Deutsche Bank National Trust hat den Kreditvertrag der Familie Smith gekauft. Tim Smith muss unterschreiben, dass er zusätzlich 14 699,52 Dollar schuldet, darin stecken Tilgung, Säumniszuschläge, Anwaltskosten, Gerichtskosten. Er unterschreibt. Das Geld aber hat er nicht. Seine Gesamtschulden belaufen sich jetzt auf 246 025 Dollar und 77 Cents.

Kelley Smith kommt vom Einkaufen, nimmt die Post aus dem Briefkasten. Werbung, Werbung, Werbung – und: eine Karte. Von einem Computer beschrieben, rot abgestempelt für 23 Cent. „Case Number A 0500045 Deutsche Bank National Trust vs. Kelly Newton-Smith et al“ steht da. Es ist die Androhung der Zwangsvollstreckung.

Terrace Park, Ohio, 2006

Tim Smith würde gern mit der Deutschen Bank sprechen, aber er kommt nicht durch. Niemand zuständig. Niemand da. Die Deutsche Bank hat Kelley und Tim verklagt, so etwas macht Angst: „Deutsche Bank National Trust gegen Kelley Smith“, schon wieder müssen sie für Anwälte zahlen. Ein Schriftstück von 2003 taucht auf, bei New Century, jener Bank, die den Kreditvertrag an die Deutsche Bank weitergereicht hat. Tims und Kelleys Unterschriften sind darauf, die Unterschriften aber sind falsch. Es ist ganz leicht zu erkennen, hier steht „Kelly“ und nicht „Kelley“. Auch die Ziffern und Daten auf Verträgen und Unterverträgen seien verändert, sagt Tim.

Eine Zwangsversteigerung wird angesetzt für den 26. Januar 2006. Der Sheriff von Hamilton County setzt den Wert des Hauses auf 189 000 Dollar an, es dürfe nicht weggehen für weniger als zwei Drittel dieses Werts, schreibt er. Tim und Kelley beantragen einen Aufschub, schicken 9213,91 Dollar an Litton Loan, der Aufschub wird gewährt. Tim und Kelley bezahlen die Anwälte.

Terrace Park, Ohio, Oktober 2007

Tim und Kelley Smith sind mit 28 000 Dollar im Verzug. Ihr Konto liegt jetzt bei Litton Loan, der Agentur der Deutschen Bank, Nummer 13047519. Sie müssen künftig 2846,20 Dollar zahlen, Monat für Monat. Wenn sie ihr Haus behalten wollen.

Ein neuer Vertrag also, sechs Seiten. Ein neuer Sargnagel. Tim unterschreibt. „Wir waren doch gar nicht gierig“, sagt er, „wir wollten bloß klug sein wie alle anderen.“ Briefe gehen hin und her. Einmal kann Tim Smith 1000 Dollar überweisen, die Leute von Litton Loan schreiben: „Das reicht nicht.“

PHASE VI: JANUAR BIS OKTOBER 2008

Die Welt gerät ins Wanken. Tim Smith verklagt die Deutsche Bank. Die BaFin macht sich rar. Die Hypo Real Estate braucht auf einmal Nothilfe. Lehman Brothers ebenso.

Terrace Park, Ohio, März 2008

Anwaltsrechnungen: 1879,50 Dollar. „Hört es nie auf?“, fragt Tim Smith. Kelley fragt, was er von Scheidung hält. „Wir haben kein anderes Thema mehr“, sagt sie, „was ist denn das für ein Leben?“ Aber sie spricht ganz leise, sie weint. Sie beten, sie beschließen, dass sie durchhalten wollen, aber das Haus verkaufen. Die Frage: an wen? Wie denn, in dieser Zeit?

Ohio ist schwer getroffen von der Krise. Bald werden hier Ruinen sein, vernagelte Häuser, in einigen Straßen neun von zehn. Manche werden niederbrennen, andere geplündert, und vor jedem zweiten Haus steckt ein Schild im Sand: „For Sale“.

Aber es gibt keine Käufer mehr und keinen Markt, 29 100 Zwangsversteigerungen gab es in den beiden vergangenen Jahren im Bezirk Cuyahoga. Darum lassen die Menschen ihre Häuser einfach zurück, sie ziehen aus und fort, keiner kennt die neue Adresse, sie versuchen, sie hoffen, in der Obdachlosigkeit wenigstens den Schulden zu entkommen.

„Es ist der perfekte Sturm“, sagt Tim Smith, „die Menschen verlieren ihre Jobs und wollen Häuser verkaufen, die überbewertet waren, und keiner kann kaufen.“ Es ist der Kollaps einer Gesellschaft. Das Ende einer Idee. In Cleveland, Ohio, lässt sich das Scheitern einer Kultur besichtigen oder, so kann man es auch sagen, das, was die Wirtschaftskrise aus einer funktionierenden Kultur macht.

Terrace Park, Ohio, Juni 2008

Am 6. des Monats bekommt Tim Smith wieder Post. In der Mahnung steht: „Wir sind unfähig, weiter an Ihrem Fall zu arbeiten, bis Ihre überfällige Rechnung bezahlt ist.“ Fällig sind 5329,50 Dollar. Tim bittet um eine erneute Modifizierung des Kredits. „Abgelehnt“, steht im Antwortschreiben, stattdessen wird ihm der nächste Termin für die Zwangsversteigerung mitgeteilt, „aus guten Gründen“, wie der Richter schreibt.

Mit der Hand füllen Tim und Kelley Smith das Formular aus, Aktenzeichen A 0700261, „Kelley Newton-Smith and Timothy E. Smith vs. Deutsche Bank National Trust Company“. „Betrug“ und falsche Darstellung der Fakten werfen sie der Bank vor. Die Zwangsversteigerung möge ausgesetzt werden, schreiben sie, weil „wir immer wieder versucht haben, vom Beklagten einen Preis zu erfahren, zu dem wir das Haus an Interessierte verkaufen können“, aber nie habe es eine Antwort gegeben, nie auch nur eine Kommunikation mit der Bank.

Immer nur Forderungen. Und dann wieder Schweigen. „Wir verbinden Sie weiter“, und dann ein Anrufbeantworter. Tracy heißt die Frau, die zuständig ist, angeblich, Tracy ruft nicht zurück. Kelley Smith sagt, sie habe es inzwischen verstanden: „Genauso soll es sein, das ist der Sinn des Systems. Es geht nicht mehr um Menschen, weil es nicht mehr um Menschen gehen soll.“

PHASE VII: SEPTEMBER 2008 BIS ?

Die Landeskirche Oldenburg fürchtet sich erst nicht, dann sehr. Manfred Blume muss seinen Bankberater anrufen. Die Deutsche Bank verliert einen Prozess in Ohio. Kontrolliert eigentlich jemand die amerikanischen Banken? Für Tim Smith kommt der Sieg zu spät.

Tim Smith hat seine Geschichte zwei Tage lang erzählt, zuerst in einem Restaurant, dann in seinem Büro. Er arbeitet jetzt für „The Austin Company“, Business Development Director ist er; das Unternehmen ist 130 Jahre alt und heute in japanischer Hand. Ein Großraumbüro am Rande Clevelands, Tim hat eine Zelle von drei mal drei Metern, einen roten Drehstuhl, aber es ist eine schöne Zelle mit Fotos von den Kindern und Pflanzen und Büchern.

Kelley wollte nicht mehr über die Geschichte reden, am Anfang, aber jetzt ist sie doch am Telefon. Eine weiche Stimme. Ganz leise. Vorsichtige, langsame Worte. „Es war so bedrohlich“, sagt sie, „so entwürdigend. Es war ganz egal, wie sehr wir uns mühten, wir hatten keine Chance.“ Stille. Dann: „Irgendwann hast du kein anderes Thema mehr. Es macht eine Ehe kaputt. Du fragst deinen Partner, ob er den Scheck geschickt hat, und er sagt ja, aber die Bank sagt nein, da sei kein Scheck. Wem glaubst du? Es zerstört dich, es zerfrisst dich. Du fragst dich die ganze Zeit, was Menschen davon haben, wenn sie andere Menschen so behandeln, aber dann verstehst du, dass sie gar nicht wahrnehmen, dass sie mit Menschen zu tun haben. In der ganzen Zeit habe ich nicht ein einziges Mal jemanden von der Deutschen Bank ans Telefon bekommen.“

Er sagt zu seiner Frau: „Du warst sehr geduldig, Schatz, du hast so viele Ideen gehabt.“ Und sie sagt: „Und du hast dich so tief in den ganzen Wahnsinn hineingearbeitet, wie ich es nie gekonnt hätte.“ Es ist eine kalte Nacht in Cleveland, es regnet, es ist stockfinster draußen. Dann kommen zwei Engel vorbei.

Kate und Jeremy Hudson fahren durch die Gegend, sie suchen ein Haus, sie haben freie Auswahl, so viele Häuser, und so billig! 287 415 Dollar schulden Tim und Kelley Smith der Deutschen Bank. 320 000 Dollar verlangen sie für das Haus, sie wissen, dass sie nicht pokern können. Alle wissen das. Auch 290 000 Dollar wären gut, dann kämen alle ohne Verluste aus der Sache heraus. Kate und Jeremy Hudson bieten 240 000.

Die Deutsche Bank sagt zuerst nein, dann sagt sie: Okay, macht es. Die Maklerin, die geholfen hat, heißt Tina Turner. Tim Smith, 49 Jahre alt, sitzt auf einem Gehsteig und denkt, dass er ein Jahrzehnt seines Lebens verloren hat in einem amerikanischen Alptraum, als er vom Abschluss hört. „I love you, Tina Turner“, ruft er. Dann fängt er an zu weinen. Dann packen sie ihre Sachen. Sie ziehen nach Cleveland. Und mieten.

Ende des Auszugs.

Die Anonymisierung der der modernen Marktwirtschaft ist ein reich gedeckter Tisch für alle alle Raffgierigen.Wir müssen ganz und gar nicht zu Kommunisten oder Sozialisten wandeln um uns dagegen zu wehren.

Zusätzlich wird das Geld in Zukunft billig bleiben und überhaupt, so schlimm wird es schon nicht werden, denn 95 Prozent aller Topmanager glauben, daß ihnen die Öffentlichkeit kein Vertrauen mehr schenkt. Prima, Gefahr erkannt und gebannt, damit schon mit der nötigen Selbsterkenntnis unterfüttert. In dunkler Zeit bei Kerzenschein, jetzt kann nichts mehr schief gehen

Ja liebe Topmanager, Wahlspruch für 2009 ist FETT zu lesen:

Niveau ist keine Hautcreme!

…alles wird gut, wir wissen nur noch nicht genau wann und wo zuerst:-)

Stimmung Frohsinn Umsatz

Beste Weih-Nacht Grüße aus Ricciland ins Heidiland

Weiter zum Adventskalender

Liebe Leser, wenn sie etwas zu sagen haben, so können sie ihren eigenen Blogbeitrag im Adventskalender gleichzeitig auf mehreren Blogs erscheinen lassen – immer vorausgesetzt, im 2009 gehen uns die Ideen nicht aus und helfen mit Ideen mit – heuer sind wir ausgebucht – danke allen, die mitgeholfen haben und den zig-tausend Clicks, die uns motivieren, zu schreiben, Bilder zu schiessen … um den Adventskalender zu ermöglichen.

Das Finanzblog ist am Finanzcrash schuld – q.e.d.


Eigentlich extrem traurig, aber lachen sie mal herzlich mit, denn das Finanzblog ist an der ganzen Misere mit dem Finanzcrash schuld …

… aber zuerst ein ganz herzliches Dankeschön an zwei Blogger:

Personaler Blog von Personaler Online mit seinen Comics

und

Aficionado mit seinem Blog vom Cigar-Wiki

… der auf einen ganz speziellen Comics vom Personaler gestossen ist:

Personaler Online Comics

Schmunzeln sie doch beim Lesen des Text zum Comic

… und schmunzeln sie weiter, wenn sie die Geschichte des Wortes „Finanzblog“ lesen. Finanzen-aktuell weiss wieso:

Finanzblog, ein Interview

Hier noch ein gutes Interview für euch:

Stellen Sie Ihr Blog bitte kurz vor!

Das Finanzblog ist diesen Herbst gemäss dem Institut für Geistiges Eigentum (IGE), dem ehemaligen Patentamt als Wort zum “Allgemeingut” geworden. Schön, dass die Wortkretion “Finanzblog” vermutlich den Eintrag in den Brockhaus schaffen wird.

Das “Original” schreibt aber lieber über aktuelle und vor allem langfristige Themen aus dem Finanzbereich. Über Finanzen wird ja eigentlich schon genug geschreiben, aber ier finden sie Beiträge, welche die Finanzen kritisch hinterfragen und eine eigene Meinung beinhalten. Wer die Beiträge durstöbert, weiss dann auch, wieso ich über die Finanzkrise eher schmunzle, als dass ich mich über die Kursverluste ärgere. Es gibt beim Aktienhandel ja nur eine Kleinigkeit zu begreiffen: Wenn jemand Aktien verkauft, dann kauft ein anderer die gleichen Aktien, weil er der gegenteiligen Meinung über die kursentwicklung ist.

Wie haben Sie mit Ihrem Blog angefangen?

Zwei Kollegen, ein IT-Journalist und ein ehemaliger Wirtschaftsredaktor, mein Bloggötti, haben mir den Floh ins Ohr gesetzt. In die Fingerkuppen gerutscht ist das Ganze allerdings erst, als die grösste Grossbank der Schweiz mich anfragte, wie man im Internet einen Börsenbrief veröffentlichen könnte. Der Börsenbrief wurde bisher nicht realisiert, aber vor fast vier Jahren dafür das Finanzblog. Und etwas später kam libref. dazu – http://libref.kaywa.ch – und kurz darauf www.kirchgemeindeverband-bern.ch und demnächst wird … aber das sehen sie dann direkt im Finanzblog.

Welche technischen Hilfsmittel benutzen Sie?

Meinen PC oder das Notebook und eine Digitalkamera mit zum Teil 35-jährigen Objektiven, sowie jede nur denkbare Unmenge von Kabeln und Stromadaptern. Und wenn wir es genau betrachten, ist ein Telefon und ein Fahrzeug manchmal ganz nützlich.

Welche Themen interessieren Ihre Benutzer am meisten?

Blöde Frage, Finanzen natürlich. Nur eben, das Gebiet ist riesengross und so schreibe ich über das, was mir Spass macht oder meine Kunden und Kollegen vorschlagen. Spezialisiert bin ich auf Ökologie und Ethik und das seit Zeiten, wo die Meisten nicht einmal wussten, was dies bedeutet. Ja, ab und zu schreibe ich auf Wunsch mehrerer Kollegen auch über Wein und Zigrren. Es gibt ja nichts Schlimmeres, wenn man zu einseitig ist.

Welche Ziele haben Sie sich in Bezug auf Ihr Blog gesetzt und sind diese erreicht worden?

Es gibt drei Ziele, wobei die zwei ersten voll erfüllt wurden.

1. Ich zwinge mich durch das Schreiben von Blogbeiträgen, jeweils ein Gebiet, eine Branche, eine Aktie, ein Produkt oder … genauer zu analysieren. Ich analysiere intensiver und öfters, als ohne Blog.

2. Empfehlungen über Aktien gebe ich aus Haftpflichtgründen in einigen Ländern eigentlich keine, aber meine Kunden wissen, was ich meine. Sie erhalten auch zusätzliche Informationen oder profitieren von diesen. Ziel ist, dass ich meine gesammelten Informationen auf der ganzen Welt nachschlagen kann. Ein Internet-Anschluss genügt. Ein Nachschlagewerk also, wie es in einer KMU höchst selten an zu treffen ist.

3. Ich will neue Kunden finden, habe dies auch schon gemacht, aber es dürfen ruhig noch einige zusätzliche sein. Der Gegenwert für die Kunden ist eine Performance, die bis anhin den Markt übertroffen hat. Aber hier gebe ich keine Garantie, das ist unseriös.

… zu finden bei Finanzen-aktuell

… und was wäre näherliegend, als dass das Personalblog über seine Änderungen im Leben berichtet:

Das Personalblog

Das Personalblog gehört einem „Personaler“darum die Bezeichnung. Dass es im Netz davon wimmelt, stand dann etwas später ins Haus. Man, respekive Kunden, sollen hier eine Übersicht über den Bereich Personalwirtschaft finden. Auch werden periodisch Beiträge zu aktuellen Themen verbreitet. Das Blog dient zusätzlich der Werbung. Kunden holen hier Informationen oder ich kann auf entsprechende Infos zurückgreifen oder hinweisen und die Links weitergeben. So müssen wichtige Infos nicht immer wieder neu verfasst werden und es kommen weitere Leser dazu.
Der Bereich Personal ist ein Teil der Betriebswirtschaft, ergo ist die Wirtschaft der Motor des Geschehens. Ohne florierende Wirtschaft keine Personalwirtschaft, keine Personaler…! Die Umwelt wirkt also direkt in das Gebiet (Thema) ein. Von da her interessiert das Drum Herum genau so wie das Kernthema.

Der Anfang…

…entstand, weil ein Kollege mich dazu motivierte. Ich habe verstanden, dass er auf Fragen an mich jeweils schnell ausführliche Antworten bekam. Er hatte daher das Gefühl, ich hätte was zu sagen… Das war für mich noch lange kein Grund. Es ist doch alles schon gesagt , geschrieben, verfilmt und gespeichert – was soll ich denn noch dazu beitragen? Und wer soll angesichts der ohnehin zu grossen Informatonsflut das alles lesen?
Da jedoch noch eine Website im Kopf herumgeisterte, traf man sich mal zu Dritt in der Kaltenherberge, wo eine Kombination von Blog und Website diskutiert wurde. Da waren ein WEB-2.0-Kommunikationsprofi, ein neutraler Vermögensverwalter und meine Wenigkeit vertreten. Nun, die statischen Seiten erfüllen den Zweck und im Übrigen schreibe ich aus „meiner Welt“ wie „Sackstark“ mal meinte.

Die technischen Hilfsmittel:

Ich benötige die einfachste Schreibmaschine (einen Bleistift) und einen Notizblock, eine Digitalkamera einen PC mit ADSL-Anschluss, gut abgesichert mit Router, Antivirus und Vista-internem Schutzprogramm, einen Scanner, Telefon und Fax. Ab und zu benötige ich ein Fahrzeug um an ein interessantes Objekt zu gelangen und vielleicht eine Beiz, wo man auf ein Thema stossen kann.. Je nach Situation kommt auch ein Laptop zum Einsatz.

Das Interesse der Leser

Eine Umfrage habe ich noch nie gemacht. Themen rund um den Bereich Personal haben aber weniger Resonanz, als solche, die zum täglichen Geschehen gehören oder solche, die auch einmal etwas unkonventionelle Fragen stellen. Gelegentlich bekomme ich Tipps. Da ich selber vielseitig interessiert bin, ist eben „meine Welt“ etwas breiter ausgelegt. Ich erreiche einen respektablen „Stammtisch“.

Ziele, Zielerreichung

Ich spreche potenzielle Kunden an. Das ist gelungen, wenn auch mit einem sanften Start. Aber Feedbacks zeigen, dass das Blog vom Zielpublikum gelesen wird.
Die Informationen werden ebenfalls gelesen und hin und wieder werden Fragen persönlich an mich gerichtet und entsprechend beantwortet (Mail, Telefon).
Der Aufwand für die statischen Seiten und die Fachthemen (6P) haben sich gelohnt. Der Rest ist Freizeitbeschäftigung.
Nebeneffekt: Es sind einige interessante Kontakte zustande gekommen, die ohne das Medium Blog nicht möglich gewesen wären.

… sie sehen, die Finanzen und das Personal ergänzen sich bestens …

Frankreich an der Arbeit

… ja so ändern die Zeiten. Sarkosi und „la France au travail“ … der Gärtner, die Ing. agr., der Antiquar und der in der Zwischenzeit um 25 Kilo geschrumpfte Finanzblogger an der Arbeit … q.e.d. quad erat demonstandum zu Deutsch, was zu beweisen war – w.z.b.w. …

Weiter zum Adventskalender

Liebe Leser, wenn sie etwas zu sagen helfen, so können sie ihren eigenen Blogbeitrag im Adventskalender gleichzeitig auf mehreren Blogs erscheinen lassen. Zur aktuellen Liste und bisher erschienene Beiträge.

Zusammenstellung und Koordination: Stephan MartiFinanzblog

Sprechen – Schreiben – Schweigen / Yes, we can!


Kurt Tucholsky: „Wenn die Börsenkurse fallen …“. Aus gegebenem Anlaß sei an das Gedicht von Kurt Tucholsky aus dem Jahre 1930 erinnert. Vor 78 Jahren! Es klingt doch, als wäre es gestern geschrieben worden … damals, als die USA noch die Weltmacht Nr. 1 waren, unter Präsident Hoover – und seit heute früh Barack Obama

Wenn die Börsenkurse fallen

Wenn die Börsenkurse fallen,
regt sich Kummer fast bei allen,
aber manche blühen auf:
Ihr Rezept heißt Leerverkauf.

Keck verhökern diese Knaben
Dinge, die sie gar nicht haben,
treten selbst den Absturz los,
den sie brauchen – echt famos!

Leichter noch bei solchen Taten
tun sie sich mit Derivaten:
Wenn Papier den Wert frisiert,
wird die Wirkung potenziert.

Wenn in Folge Banken krachen,
haben Sparer nichts zu lachen,
und die Hypothek aufs Haus
heißt, Bewohner müssen raus.

Trifft’s hingegen große Banken,
kommt die ganze Welt ins Wanken –
auch die Spekulantenbrut
zittert jetzt um Hab und Gut!

Soll man das System gefährden?
Da muß eingeschritten werden:
Der Gewinn, der bleibt privat,
die Verluste kauft der Staat.

Dazu braucht der Staat Kredite,
und das bringt erneut Profite,
hat man doch in jenem Land
die Regierung in der Hand.

Für die Zechen dieser Frechen
hat der Kleine Mann zu blechen
und – das ist das Feine ja –
nicht nur in Amerika!

Und wenn Kurse wieder steigen,
fängt von vorne an der Reigen –
ist halt Umverteilung pur,
stets in eine Richtung nur.

Aber sollten sich die Massen
das mal nimmer bieten lassen,
ist der Ausweg längst bedacht:
Dann wird bisschen Krieg gemacht.

Dieses Gedicht ist Kurt Tucholsky nach empfunden, stammt aber nicht von ihm. Klauswerner hat vor mir recheriert. Erstaunlich ist nur, dass es angesehene Internetseiten gibt, die alles glauben und weitergeben.

Da bleibt mir eigentlich nur das Kurzgedicht von Kurt Tucholsky zu zitieren:

Eine Treppe

Sprechen

Schreiben

Schweigen

Und schweigen kann man nicht immer. Heute morgen früh wurde Barack Obama als 44. Präsident der USA gewählt. Dies dürfte heute wohl fast keinem entgangen sein. Und trotzdem möchte ich es erwähnen, schon nur, wenn wir in drei Jahren unten im Beitrag Rückblick halten. Drei Jahre sind eine lange Zeit. Vor drei Jahren hätte ich zur Antwort gegeben, dass Barack ein ungarischer Aprikosenschnaps sei und bei Obama, hätte ich vermutlich auf eine Stadt in Alabama getippt. Aus diesem Staat kommt der Dixie, eine fröhliche Musik und vermutlich wird im Umkreis dieses Staates, eine der grössten Änderungen der USA stattfinden. Der Amerikanische Bürgerkrieg wird in der nächsten Zeit aufhören. Weder Schwarz noch Weiss haben gewonnen – Schwarzweiss um genau zu sein. Und wenn man genau hinschaut, ist Obama nicht schwarz, sondern Schwarzweiss.

Er wird eine schwierige Aufgabe haben dieses farblich und politsch gemischte Land zu führen. Ein Land, das nicht mehr Nummer Eins auf der Welt sein wird. „Yes, we can!“ … sorry, they can.

Barack

… siehe Kommentar (Nachtrag).

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Chart Lehrgang (9) – der Anlegerzyklus – wer obiges Gedicht nicht begriffen hat, soll hier weiterlesen …

Vor zwei Jahren erschienen:
Richtig verdrahtet … falsch verdrahtet

Vor drei Jahren erschienen:
Computer- und Softwarepannen häufen sich

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, gewinnorientiert

"Zur Lage der Nation" – 3 – lieber reich und gesund als arm und krank


Über Finanzspezialisten wurde berichtet – nun ist das Gesundheitswesen dran. Derjenige, der uns berichtet, meint nicht die Pflegefachleute, früher Krankenschwester genannt, sondern die Gesundsheits-Spezialisten.

«Ähnlichkeiten mit … sind rein zufällig! Unser Gesundheitswesen ist krank. Man soll es mit dem finnischen vergleichen! Dieses ist weitaus kostengünstiger und das Volk ist nicht weniger gesund!

Der Kanton Bern als Beispiel hat mehr Spitäler als das ganze Land Schweden! Allerdings
hat man dort so etwas wie eine Spitex vorgeschaltet. Und dann kommen noch die anderen 25 Kantone und die staatlichen Institutionen dazu (SUVA, Bellikon…)

Wir sind ein degeneriertes und verweichlichtes Wohlstandsland geworden, wo die Crème von
den übrigen lebt. Ungefähr so wie in den Ostländern. Dort nennt man dies Korruption….

Ich habe den Mund auch im Spital gegen Missstände geöffnet. Das hat dann irgend wann
jemand gestört und ich war arbeitslos – habe aber einen „innovativen“ Weg gefunden, den
man mir heute noch vergönnt!

Interessant ist:

* Mein damaliger Chef ist nicht mehr. Aus meinem „Fall“ hat man
gelernt. Er wurde motiviert, selber zu gehen.

* Ein Mitglied der damaligen Spitalleitung (Rang Chefarzt und
ärztlicher Leiter) ist nicht mehr. Er war es, der mir am meisten
am Stuhlbein gesägt hat. Er wurde schliesslich gar von jenen
Politikern durchschaut, die ihn am längsten gestützt haben. Aber
sie liessen ihn aus Eigennutz fallen.

* Ein weiteres Mitglied der damaligen Spitalleitung ist ebenfalls weg. Er hat
zu sehr die Missstände und ein Missmanagement bekämpft. In diesem
Fall hat man den Fähigsten entfernt!

* Die Pflegedienstleiterin, auch Spitalleitungs-Mitglied ist nicht mehr. Dem
Missstück hat niemand eine Träne nachgeweint

* Man wolle meine Aufgabe mit einer jüngeren, unverbrauchten Kraft
erfüllen, so die Aussage des damaligen Vorsitzenden der
Aufsichtskommission (Interessant: Er wurde aus dem Direktorium einer
grossen Versicherung entfernt, bevor er an einem Spital wirksam wurde, er ist auch nicht mehr)… Der Nachfolger war
älter, inzwischen ist die Stelle des Personalleiters zu einem
Schleudersitz geworden. Es sind schon einige verheizt worden…!

Inzwischen habe ich ein neues Paradebeispiel gehört. Man wollte einen neuen Bettentrakt
bauen, den nachher etwa 2 Jahre betreiben, dann das Haus schliessen….! Beides ist jetzt
von den Traktanden.

Ich habe die Schonfrist genügend lang respektiert. Wenn ich höre, dass gefummelt wird,
äussere ich mich. Ich äussere mich nicht gegen einzelne Mitarbeitende. Ich habe am letzten Samstag eine unkomplizierte und fachkompetente Behandlung im Notfall des Hauses erfahren! Diesen Leuten sollte man ein Umfeld schaffen, dass sie ihre Fähigkeiten wirksam entfalten können!

Unser Gesundheitswesen ist deshalb so teuer, weil nur Kostgänger am Futtertrog für die
besten Plätze kämpfen, koste es was es wolle…!

Die Gesundheitspolitik ist – wie das Wort Politik schon sagt, etwas kompliziert und für Laien undurchsichtig. Aber es handelt sich um einen Futtertrog, der regelmässig gefüllt wird und zum Teil automatisch, was logischer Weise zu Schmarozzern führt.

– Spitalartikel sind noch teurer als Flugzeugartikel!

– Die Medis werden von der Pharmaindustrie terrorisiert

– Die Defizite der öffentlich rechtlichen Häuser werden zwar nach bestimmten Regeln gedeckt, aber oft ist das kontrollierende Organ gar nicht neutral oder unabhängig

– die Tarife werden ausgehandelt, nicht nach strengen kaufmännischen Gesichtspunkten festgelegt

– Es entsteht der Eindruck, die Kalkulation beginne von hinten. Zuerst werden die Kosten generiert, danach wird festgelegt, wie viel an Subvention in die Rechnung einfliessen soll

– Tarmed: gleiche Tarife in der ganzen Schweiz, obwohl die Kostenstruktur in Genf anders ist als z. B. in Langenthal. Nur schon der Bodenpreis, wo die Hütte drauf steht, würde via BAB einen Unterschied ausmachen und in Zürich sind die
Löhne eindeutig höher als in Graubünden (ausser vielleicht Samedan/St. Moritz)

– Chefärzte haben meist eine eigene Praxis, also auf eigene Rechnung. Sie müssen zwar an die Infrastruktur etwas abliefern, aber das macht nie das aus, was es kostet. Man kann es gut sehen. Wenn einer auszieht und selber eine Praxis auf privater Basis eröffnet, wird er das Einkommen nicht mehr erreichen. Ich kenne einen Chirurgen, der es so gemacht
hat. Seine Praxisassistentin hat er zwar organisiert. Die muss aber auf eigene Rechnung arbeiten… (Ob so was eine selbständige Arbeit ist, würde im Streitfall schnell beantwortet sein!).

Kanzler Schmidt:
„(…) Auf die Finanzmarktkrise angesprochen, unterteilte alt Kanzler Schmidt (Raubtierkapitalismus) die Menschen in Kategorien: „Die Normalen, die auch ein bisschen Schmu machen und aus dem Supermarkt einen Riegel Schokolade mitnehmen.

Die zweite Stufe sind die mit einer leichten kriminellen Ader. Und die dritte Stufe sind die Investmentbanker.“
Er hat die Ärzte vergessen, sie wären die dritte und die Investmentbanker die vierte Stufe! Damit meine ich nicht die hervorragend arbeitenden Hausärzte und jene, die nicht so nahe am „Tropf“ sind wie z.B. Chefärzte und Spezialisten.

Ich glaube, Politiker sagen lieber nichts gegen Ärzte, weil sie sich davor fürchten, dass sie auch einmal von den abhängig sein werden!»

Steht der Crash im Gesundheitswesen noch bevor? Jeder darf froh sein, wenn er einen guten Gesundheits- und Finanz-Berater hat und möglichst wenige Notsituationen besprechen und behandeln muss. Aber wenn ich so im Bekanntenkreis herumhorche, kann einem die heutige Zeit schon manchmal Sorgen bereiten … wie die Bekannte mit Hirn-Tumor, die auf MS behandelt wurde. Nicht immer kommt es doch noch gut.

Ein Beitrag über «Geld und Finanzen – leicht erklärt» – einer Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn. Er wird auch im Personalblog aufgeschaltet.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Strukturierte Produkte: warme Luft mit Adam und Eva beim Struki-Boom

Vor zwei Jahren erschienen:
Das Wetter … hat zwei Bedeutungen

Vor drei Jahren erschienen:
2. Säule, 2. Meinung – Gespräche im Zug

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, gewinnorientiert

logisch – Geld vernichten und im Handstand duschen


Einen Kommen tar nehme ich zum Anlass, einen Beitrag auf die Schnelle zu schreiben …

… Sackstark kann Geld verlieren. Er kraxelt irgendwo am Stanserhorn herum, der Geldbeutel fällt raus und ein Adler (Wappentier eines gebeutelten Staates) verschlingt seine Papierscheine. Das Geld ist verloren, weg, futsch und Magnus hat einen Schaden erlitten. Der Papierschein wurde vernichtet und trotzdem verdient ein anderer jetzt Geld damit. Derjenige, der den Geldschein herausgegeben hat und nicht mehr zurück nehmen muss.

Bei den Hypotheken ist es im Prinzip ähnlich. Einer hat einen Verlust und der andere muss jetzt weniger Hypothekarschulden zurückzahlen, weil er es nicht kann, kein Geld mehr hat. Aber auch weniger Schulden.

Wer es nicht glaubt, soll für jeden Beteiligten eine doppelte Buchhaltung führen und dann sieht man sofort, dass des einen Weniger, des andern Mehr ist.

Diese Gedanken kann man jetzt nach voll ziehen, aber in der Praxis wird noch so mancher mal sagen, dass Geld verrichtet wurde (kann auch mir passieren). Logisch denken können viele, aber oft wird es nicht gemacht …

… Beispiel gefällig? Die meisten Frauen räumen das Besteck mit der Werkseite gegen oben in die Geschirr-Waschmaschine. Haben sie schon mal in ein offenes Messer gegriffen? Den gleichen Frauen (und auch viele Männer) käme es aber nie in den Sinn, im Handstand die Haare unter der Dusche zu waschen, obschon das Wasser sicherlich bis nach unten tropft. Und jetzt schauen sie einmal, woher das Wasser in der Maschine spritzt. Von unten gegen oben! Also auch die Laffen der Löffel gegen unten. Logisch oder?

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Carry Trades – der Finanztrick, der eigentlich nicht funktionieren kann Logisch!

Vor zwei Jahren erschienen:
25 Jahre gemeinsame Haftung – Firma und Finanzblog sind heute immer noch wohlauf. Und eigentlich gibt es nichts Besseres, als Veränderungen. Neue Ziele, neue … so etwas wie ein zweiter Frühling. Und jetzt geniesse ich die Wärme und habe eben draussen Gegessen. Logisch!

Vor drei Jahren erschienen:
Es tut sich was auf dem Erdöl- und Erdgas-Markt – mein „Chinese“ hat sich bewegt. Gegen oben. Logisch!

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, gewinnorientiert

«60 Jahre Marktwirtschaft – Merkel ermahnt Wirtschaftselite»


Vor 60 Jahren wurde die Reichsmark durch die D-Mark ersetzt. Die Wirtschaftsreform wurde eingeläutet. Das Wichtigste war die Aufhebung der Preisbindung.

Die Umstellung von der Reichsmark zur D-Mark durch Ludwig Erhard war nicht für alle eine glückliche Erfahrung. Löhne und Mieten wurden 1 : 1 umgesetzt, Forderungen 10 : 1, Erspartes nur zu 15,4 : 1.

In der Wirtschaftswoche erscheint eine mehrteilige Serie zum Thema Währungsreform. Die Artikel sind kostenpflichtig, aber hoch aktuell in der heutigen Wirtschaftslandschaft.

Ludwig Erhard

Ludwig Erhard ein Staatsmann mit vielen, nicht nur äusserlichen Ähnlichkeiten, zu Sir Winston Churchill

Nachstehende zwei Kurzberichte aus der Wiwo.de:

– «Soziale Marktwirtschaft: Was vom Erbe übrig bleibt»

– « Merkel ermahnt Wirtschaftselite»

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Die etwas anderen Anlagegüter

Vor zwei Jahren erschienen:
1 : 0 für Finanzblog

Vor drei Jahren erschienen:
Gene – Lindau/ZH contra Lindau am Bodensee

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig

« Mit EM-Aktien lässt sich richtig Kasse machen»


Dieser Spruch ist nicht von mir. Ich bin da etwas kritischer geworden. Gerade weil in den letzten Jahren dieses System mit Sportgrossanlässen recht gut funktioniert hat.

«Bei sportlichen Großereignissen können Sponsoren ihre Produkte der ganzen Welt zu präsentieren. Das kurbelt nicht nur den Absatz an, sondern schlägt sich auch im Aktienkurs nieder. WELT ONLINE zeigt, mit welchen Sponsoren-Aktien sich jetzt noch richtig abkassieren lässt … lesen sie weiter … »

Ich wünsche ihnen viel Glück beim abkassieren. Wenn das nur immer so einfach wäre. Ich habe einige Berichte und Einschätzungen zur Euro2008 studiert und es ist doch ganz erstaunlich, dass nicht ganz alle die gleichen Firmen vorziehen. Über Fussball habe ich schon des öfters geschrieben. Auch über Bier. Im obigen Artikel wird Carlsberg empfohlen. Wenn sie den Link mit dem Suchwort «bier» genau unter die Lupe nehmen, stellt man fest, dass auch Pro-bier-en darunter fällt.

Flaggen Bern Euro2008

… übrigens, die Börse ist nicht immer eine Einbahnstrasse …

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Biotreibstoffe – ethische und ökologische Klippen / Aficionado sagt ade

Vor zwei Jahren erschienen:

trade-net Kurslisten

Vor drei Jahren erschienen:

Stagnation, Rezession, Deflation – steigert das Bruttosozialprodukt

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig

«Bankberater packen aus: Täglicher Horror»


Verkaufen ist eine Kunst – der eine kann es besser, der andere weniger gut. Es gibt einige Branchen, da gibt es eine grosse Anzahl Verkäufer, die alles verkaufen, nur damit ihre eigene Kasse stimmt. Die Finanzbranche hat zur Zeit nicht gerade den besten Ruf.

Die WirtschaftsWoche hat skandalöse Zustände im Bankvertrieb enthüllt. In vielen Zuschriften berichten Berater über ihre Not und Kunden über Abzocke … lesen sie weiter in der Wirtschaftswoche …

Diesen Artikel habe ich vor einigen Tagen so nebenbei verlinkt. Nun wurde ich von mehreren Seiten gebeten noch meine Erfahrungen ein zu bringen. Ich habe meinen Kunden schon oft etwas verkauft, was sich im Nachhinein als nicht so gut erwiesen hat. Aber das ist der Alltag in unserem Geschäft. Schlechte und gute Positionen sind überall anzutreffen. Aber es ist beruhigend, wenn die positiven wertmässig stärker anfallen. Ich denke, dass sich meine erwirtschafteten Renditen sehen lassen dürfen. Die private lag bei ziemlich genau 40 Prozent. Aber bitte, eines müssen sie immer bedenken.

Ich kann keine Garantie abgeben, dass solche Renditen auch in Zukunft erzielt werden können. Es ist rein statistisch an zu nehmen, dass ich weiterhin über dem Durchschnitt liegen werde. Aber ich habe meinen Kunden noch nie etwas verkauft, wovon ich nicht selbst überzeugt war.

Und genau hier liegt eines der grössten Probleme der Bankberater. Die Erfahrung, das Wissen, die Ausbildung, wobei ein Hochschulabschluss in unserer Branche gar nichts zu sagen hat. Ich kenne Leute mit Bauernschläue und knappem Volksschulabschluss, die im Anlagegeschäft die viel bessere Hand haben, als mancher Fischgrat gekleidete Manager. In unserer Branche bringen die Anzahl besuchter Seminare, Kurse, Ausbildungen nichts. Hier geht es wie im Artikel der WIWO nur darum, dass die Leute besser ihre Produkte verkaufen können. Das ist an und für sich nichts Negatives.

Es fragt sich nur, was der Berater verkauft und ob sich der Kunde blenden lässt. Und hier habe ich schon oft ein Fragezeichen ins Finanzblog gesetzt – wer nur Fonds und Dervative kauft ist selbst schuld. Und wer immer «hinein und hinaus geht» und kein Genie ist, wird langfristig weniger Geld verdienen – aber andere werden an diesen Kunden gut mit verdienen.

Ich bin zur Zeit daran, mit einer Bank für meine Kunden und die zukünftigen etwas in Sachen Gebühren, Retro etc. zu ermöglichen. Dieses System wäre eigentlich logisch und nach Bundesgerichtsentscheid sogar notwendig, aber es geht um Geld. Bei den Banken um riesengrosse Summe, bei mir eher um kleinere Beträge, die ich gerne dem Kunden überlassen werde – ich will vor allem am Gewinn partizipieren. Denn wir haben beide das gleiche Ziel – eine gute Performance zu erreichen.

Die in der WIWO beschriebenen Zustände gibt es auch in der Schweiz – aber weniger. Die Schweiz hat in den letzten zehn Jahren vielleicht etwas an Terrain verloren, resp. Deutschland gut gemacht – und das geht oft über die Art, wie verkauft wird. Meiner Erfahrung nach ist die Schweiz (noch) seriöser, aber auch nicht überall über alle Zweifel erhaben. Der Verkaufsdruck ist bei vielen Banken sehr gross, aber ich denke, dass man bei Schweizer Banken dennoch recht gut aufgehoben ist. Mehr Fragezeichen mache ich, wenn nur Fonds verkauft werden oder man mit einer Fonds-Push-Gesellschaft direkt zusammen arbeitet.

Wenn sie am alten Ort nicht zufrieden sind, können sie ja wechseln.

Vor einem Jahr erschienen: Die Beton- und die Holderbank

Vor zwei Jahren erschienen: Stumpen, Cigarren und Betriebswirtschaft – Heinrich Villiger – seine betriebswirtschaftlichen Ausführung als Tischnachbar waren einmalig – Cigarre rauchen kann man immer wieder. Liebe Kollegen, richtet ihm in Kuba einen Gruss aus.

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – eigenständig, unabhängig, langfristig