Autosalon 2. Teil: Ökologie ist (nur) ein Modewort


Eines ist eindeutig – in der Automobilindustrie gibt es wesentlich mehr Werbeleute, die nichts von Ökologie verstehen, als umgekehrt. Insgesamt ist das Resultat ernüchternd.

Rinspeed

… «Zero Emission» … die haben nichts begriffen …

Taucher

… vermutlich wird diesen sogar noch mal die Luft ausgehen …

GM no emission

… das GM nichts begreift wissen wir zum Teil schon von der Börse. Erstaunlich wenig Besucher am Stand. aber die Opel-Architektur scheint wirklich nicht die grosse Masse zu begeistern …

GM Brennstoffzelle

… GM next. Vermutlich wird die Brennstoffzelle noch etwas auf sich warten lassen. Gähnende Leere an den verschiedenen Demonstrationsständen. Es ist nicht, dass man schon in früheren Jahren zugeschaut hatte, noch dass die Erklärungen nur auf Französisch waren. Ökologie im Alltag hat es schwer …

pgo gas

… hier interessiert nur das Fahrzeug, nicht aber der Treibstoff. Dieser ist übrigens auch nicht extrem ökologisch, aber zumindest mal billiger und falls sie einmal gegen Westen fahren, dann dürfte es lästig werden …

Saab BioPower

… Saab BioPower … ob Glauben wohl seelig macht … BioEthanol und die Mogelpackung .. aber Marketing mässig muss man jeden noch so kleinen Vorteil voll ausschlachten

Ecoflex Opel

ecoFLEX von Opel – entsprechend der Schreibweise auch eher auf Flexibilität als auf «eco» ausgelegt. Eco… könnte ja ecological, economic, ecocide (Umweltzerstörung) oder ecocrisis bedeuten … auf alle Fälle würde es zwei solche Fahrzeuge brauchen, damit man Polo spielen könnte …

Mitsubishi

Mitsubishi (drei Wassernüsse) läuft mit Lithium Batterien – für meinen Begleiter aus dem gleichen Konzern habe ich immer (sagen wir mal meistens – zumindest dann, wenn es nicht nötig ist) einen Ersatzakku dabei – und heute das über 30-jährige Fischauge, das immer noch auf die neuen Nikon passt. Ganb so standardisiert ist die Biologie noch nicht – Wassernuss heisst auch Wasserkastanie …

Skoda GreenLine

… und der Skoda GreenLine wird vermutlich nur mit Rosskastanien gefüttert …

Volvo Green Racing

… keine Ahnung mit was für einer Pflanze der Volvo Green Racing zu füttern ist, aber vermutlich haben auch hier die Werbeprofis den Mund etwas zu voll von dem Grünzeug genommen …

Steyr Puch

… uuch, ein Steyr Puch. Dieser hat zumindest mal einen Preis für das hybriste Aussehen verdient …

BMW

… das professionellste Auftreten hat BMW …

Honda

… und das sauberste angelich Honda – aber «propre» heisst auch «eigen» und so wurde dort gereinigt …

Lancia

… wie schon im Beitrag von gestern, die Italiener sind etwas eigenwillig und mit «rein», was immer auch das heissen mag, setzt man sich nicht so ernsthaft auseinander – die Marke hier fängt mit «L» an und hört mit «Central Intelligence Agency(CIA)» auf … und wenn wir schon bei Intelligenz sind, morgen gibt es einen Beitrag von Jean Ziegler – heute schon bei libref

Vor einem Jahr erschienen: Neuere Zürcher Zeitung … – schon ein Jahr im neuen Gewand

Vor zwei Jahren erschienen: Cash daily

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3 Gedanken zu „Autosalon 2. Teil: Ökologie ist (nur) ein Modewort“

  1. Autosalon: Ich bin noch nicht so überzeugt davon, dass viel von den gezeigten Innovationen auf die Strasse kommt. Aber was die Mädchen auf den Laufstegen zeigen, kommt auch nicht alles in die Schaufenster.
    Green muss green sein, aber nicht nur auf dem Werbeprospekt!
    1973 haben wir für ein Projekt in Deutschland mit E-Autos , Messmotoren entwickelt und in kleiner Menge produziert.
    Es wurde eine Flotte von VW-Bussen mit E-Antrieb betrieben. Ich glaube es war in der Stadt Frankfurt. Es ging darum, die Markttauglichkeit und die Gebrauchstauglichkeit zu testen. Es gab Garagen, die waren mit Ladestationen und ganzen Batteriesets ausgerüstet. Entweder wurde relativ schnell aufgeladen oder das Batterieset wurde ausgewechselt. Wie das Projekt endete, weiss ich nicht.
    Aber wir wussten damals, dass das E-Auto höchstens eine Nischen nutzen könnte. Warum? Die Bleibatterie war damals immer noch das leistungsfähigste Produkt. Und das Bleivorkommen auf der ganzen Welt wäre zu gering gewesen, um mit E-Autos die Benziner und Dieselfahrzeuge zu verdrängen. Es gab auch jemand, der an alternativen Akkus forschte und z.T. mit einem bekannten Batteriehersteller zusammenarbeitete. Heute wissen wir, dass es neue, leistungsfähige Akkus gibt!
    Die Dieselmotoren, wenn sie schon gefördert werden sollen, müssten vermehrt auf die richtige Einstellung des Gemisches überprüft werden. Sonst wirken nämlich relativ moderne Aggregate weiterhin als Dreck- und Feinstaubschleudern! Man beobachte mal, was sich auf der Strasse so dahin raucht!
    Die Brennstoffzelle respektive Wasserstoff als Antriebsmittel hat ein Bruder meines Schulfreundes, der Chemiker war, schon 1957 in die Diskussion gebracht. und ich denke, dass er die Idee nicht selber hatte. Was ist seit her geschehen? Nichts, welches sich serienmässig produzieren liesse! Es müssen noch grosse Sicherheitsprobleme gelöst werden! Vielleicht wurde nichts getan, weil die Erdölindustrie dies zu verhindern wusste. Auch die Entwicklung von Akkus wurde zurück behalten. Allein andere Bedürfnisse (Raumfahrt, Laptops, Solartechnik, usw.) hat auf dem Akku-Bereich Innovationen gebracht.
    Wir werden wohl noch etwas warten müssen, bis der grosse Wurf kommt. Das Wissen, da zweifle ich nicht, ist vorhanden. Nur war noch niemand echt bereit, es produktiv in grossem Stil anzuwenden!

  2. … man könnte noch mehr tun. Aber zumindest ist man mit dem Gedanken «Umweltschutz» präsent – und irgend einmal bleibt es auch bei den Käufern hängen …

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