Maréchal Foch – das Unbekannte, Unberechenbare bei Wein und Börse


Kurz nach Vollmond, Mondfinsternis, Montag und schlechte Börsenkurse – heute dürfte eine unbekannte, eher negative Stimmung an der Börse herrschen – genau gleich wie die Rebe Maréchal Foch.

Freitag-Abend wir essen in der alten Mühle. Genauer gesagt wir hören Musik – so ein Gemisch zwischen Appenzeller-Volksmusik, Griechenlands Sorbas und den Klängen des Schifferklaviers unterhalb von Montmartre. The Dusa Orchestra – weder Fisch noch Vogel und selbiges gibt es auch nicht zum Essen. Angehnem, nicht zu laut, man kann diskutieren. Eigentlich fast der falsche Ort für diese Band. Sie hätten mit der zweiten Zugabe beginnen sollen und dann steigern – die können das. Wie an der Börse, mal langsam, mal schnell, mal laut, mal leise.

Es hat nicht viele Leute, die Fasn8 ist eben vorbei und diese Buchstaben-Zahlen-Kombination wird nächstes Jahr nicht das Motto sein – «Biist’s di?» (Juckt es dich?). Es ist wie an der Börse, zumindest mal gegen Osten, da beisst es einige auch. Liegt es am Mond oder an der Finsternis desselben oder einfach an den Gestirnen die auf der Homepage der Dusa ersichtlich sind? Na ja, bei der SBB weiss man auch nicht mehr, was man von ihr halten soll – Melken der Cash Cow nennt man das. Die General-Abonnements werden nicht teurer (vermutlich erst wieder nächstes Jahr!). Sie sind nicht ganz billig und berechtigen nicht zu einem Parkplatz. Lassen wir die Ökologie, heute denkt praktisch niemand an diese. Erst wieder in einigen Wochen, falls die Börse stabil ist.

Vielleicht gibt es in Zukunft auch Marchal-Abonnements oder Admirals-Abi. Admiral ist dann einfach etwas teurer und Marechal ist eine Auszeichnung. Genau gleich wie der Wein – der Maréchal Foch. Nicht nur Weine werden kopiert – auch Einträge über Weine (siehe Lead). Wer zuerst war, interessiert keinen – es ist wie an der Börse, war jetzt zuerst der Vollmond der wieder eine Runde nach unten. Übrigens, ich wünsche allen eine gute Fahrt, denn viele spüren heute die Auswirkungen des Mondes. Immerhin hebt der die Weltmeere um einen Meter (Ebbe und Flut noch gar nicht eingerechnet). Das muss schon lästig sein, Montags arbeiten zu gehen – ich bin froh, den Taxi-Dienst hinter mir zu haben. Polizist sollte man heute sein und bei möglichen Bussen gleich mitbeteiligt werden – wäre eine einträgliche Fahrt gewesen. Und sie wundern sich noch, wie heute vermutlich die Börse herauskommt.

Die Rebe Maréchal Foch ist genau gleich. Eigentlich eine Hyridrebe, die einen Fox-Ton hat, wie der Clinton. Die Musik spielt vielleicht gerade einen Foxtrott. Eine zu kleine Menge getrunken, denn die Füsse verfallen nicht automatisch in diese Gangart. Der Wein der Kartause Ittingen ist eine Wucht. Aber 8tung, dieser Geschmack wird vielen Leuten nicht gefallen. Es liegt am Geschmack – ein VW Fox ist auch nicht für jeden. Achtung schenken soll man solchen Sachen.

Mit dem Maréchal Ferdinand Foch war es ähnlich. Von den einen geehrt von den andern als konservativer, schlechter Stratege abgetan. Der Wein ist mir sympathischer. Die Engländer und Polen haben ihm auch den höchsten militärischen Rang verliehen – den Marschall. Tönt fast wie «vorwärts marsch – marsch all». Vermutlich ein kühler Tipp, sie haben auch eine Insel in einer kalten Gegend nach ihm benannt, die Ille Foch auf den Kerguelen. Um dorthin zu kommen braucht es ein Schiff – vielleicht die Foch, die heute unter Brasilianischer Flagge läuft.

Kalt auch heute vor einem Jahr. Es ist wie an der Börse, mal kalt, mal warm. Aber die Rebsorte Foch würde hier vermutlich besser gedeihen, als der Pinot Noir. Vielleicht haben einige auch zu viel von dem gehabt, auf alle Fälle in Bern muss es heiss zugegangen sein. Das Eva-Prinzip wurde erklärt, resp. sie wollen es erklären. Aber das EVA-Prinzip hat nicht recht geklappt. Pro Libertate hätte ich eigentlich bis vor kurzem mit «für die Freiheit» übersetzt – was immer auch die damit gemeint haben. Aber bitte nicht mit Liberal verwechseln. Das sind ganz andere Stilrichtungen. Vielleicht müsste die Eva (einige glauben, dass die aus der Rippe des Mannes ist), die Eva Herman ja HerrMann heissen. Einige sorgen halt für eine schlechte, negative Stimmung – fast wie an der Börse.

Noch was, wer es noch nicht gemerkt hat, einige IT-Verbindungen lassen heute zu wünschen übrig – Vollmond? Aber alles schon mal da gewesen. Auch die Reaktionen an der Börse – Tops und Flops, da freut sich der Trader.

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