Die Bank – die rote Bank und der Tod


Wissen sie eigentlich genau, was eine Bank ist?

Die Bank hat mich in der einen oder andern Form immer schon interessiert, fasziniert. Ich habe schon auf einer Bank gearbeitet, viele Jahre sogar, andere habe ich aufgekauft und ich habe auch schon auf einer Bank geschlafen – am Meer, das Rauschen der Wellen (keine Elliot Waves) wirkt angenehmem, die Sandbank wärmend.

Bank, Bänke, Banken, Bänken sind abwechslungsreich und ich habe einige fotgrafisch festgehalten. Nicht nur aus Zufall. Bei einer Willensvollstreckung erhielt ich den Auftrag, ein bis zwei Tage mit den verschiedenen Legatnehmern zusammen zu arbeiten. Ich dürfte sogar den Namen der Legatgeber nennen – sie hat es mir erlaubt. Aber nur soviel, keine zehn Meter vor mir hüpft eben ihr ehemaliger „Übername“ herum. Weiblich, nicht ganz so schwarz wie der Tod – ob es wohl Zufall ist.

Das eine Legat und meine Arbeit dazu kennen sie schon ansatzweise – die 6000 Paar Schuhe in Bern und als Gratisbeigabe die 1000 Paar Schuhe in Langenthal. Einige hundert Paar Schuhe, die noch in gutem Zustand waren, gingen nach Tschernobyl. Die Ereignisse dort dürften auch zu einer Bank geführt haben, bei der man/frau auf zwei unterschiedliche Arten spenden oder ein Legat vermachen kann – bei einer Knochenmarkspenderband. Mit einer Knochenmarkspende rettet man Leben. Über 11 Millionen haben bereits gespendet.

Viele Vermögensverwalter nehmen solche Legats-Arbeiten nicht (gerne) an. Mir machen diese in einen gewissen Sinne gar Spass, es bringt Abwechslung, man lernt andere Menschen kennen und ich mache es eh nur, wenn es für einen guten Zweck ist und ich mich damit einverstanden erklären kann. Und etwas bedingt dies. Das man seine Kunden extrem gut kennt!

Beim andern Legat hatte ich mit zwei ganz unterschiedlichen Bankverwaltern zu tun. Der eine ist beim Verschönerungsverein Kassier, der andere Materialwart …

Friedhofbank

… er wartet jede einzelne Bank, auch jene, die am nächsten beim Grab steht. Sie starb mit über achtzig, schnell, schön. Sie ist einfach eingeschlafen und hat zeitlebens nie geraucht …

2 Gedanken zu „Die Bank – die rote Bank und der Tod“

  1. Apropos rauchen. Vielleicht wäre sie mit Rauch noch etwas älter geworden. Geräuchert hält länger!
    Ich bin zwar froh, wenn man mich vom blauen Dunst verschont, weil ich diesen heute nicht mehr vertrage. Das war auch mal anders.

    Man müsste noch das Strafbänkli erwähnen! Als ich als Kind zwangsweise täglich, und an bestimmten Tagen gar zwei mal die Kirche besuchen musste, lernte ich zu verstehen, was das ist. Mit den blutten Knien die harte Kniebank drücken war nicht sonderlich angenehm. Und das ganze „Gestell“ war für Erwachsene konstruiert. Mit der Zeit bekam man einen Rücken wie ein gestreckter Pfeilbogen. Und so sollte man noch Ehrfurcht vor dem „Allerheiligsten“ entwickeln. Damals war das noch nicht aktuell. Aber wäre es heute, ich würde auf nichts inniger warten, als dass das „Ewige Licht“ auf grün schalten würde.

    Und es gibt noch einen weiteren Bank-Aspekt: Böse Zungen behaupteten schon, der Unterschied zwischen amerikanischen und schweizerischen Gangstern bestehe darin, dass sie hier zu Lande bereits hinter dem Bankschalter stünden…

    Also „meine“ Bankangestellten gehören bestimmt nicht zu dieser Sorte von Leuten!

  2. … wenn du was Bequemeres suchst, am andern Ende des Friedhofes wirst du fündig. Aber hier ist halt nicht dein «ewiges Grün», sondern das schnell ablaufende «Blau» und dann gibt es auch so ein Rauchwölkchen …

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