Adventskalender – 11. Tag – Kroatien


Kroatien macht auch Wein! Das habe ich gar nicht gewusst! Dann gehören sie nicht zu den 10 Millionen Touristen, die jährlich Kroatien besuchen.

Stephan Marti-Landolt: Warum ich über 24 Länder schreibe und was wir dabei suchen, erfahren sie unter Angola. Was soll man aber über ein Land schreiben, das man «nur» als Tourist kennt. Der Tourismus macht rund 20 Prozent des Bruttosozialproduktes aus. Ohne nach zu forschen schätze ich, dass dies einer der höchsten Anteile in ganz Europa ist.

Ferdinand Magellan: Du hast aber auch gearbeitet, als du in Kroatien warst. Schiffsjunge, Koch, Quartermaster Sergeant (Fourier) oder wie du zu sagen pflegst «Gimerhäbmerzündmer». Dazu gehörte auch der Weineinkauf. Und dann noch der Verletztentransport auf dem Landweg (der Link nur, falls sie Zeit haben und Weinstrassen befahren möchten).

sml: Ja Segelschifftreppen sind steiler und vielleicht auch mal etwas nass und entsprechend rutschig. Und wenn er auch bei MicroSoft gearbeitet hat, sein Aufschlag war MacroHard. Auf alle Fälle haben wir so auch Land und Leute kennen gelernt, die uns sonst vorenthalten gewesen wären. Freundlich sind sie alle. Sehr freundlich. Da könnte sich mancher von uns ein Vorbild nehmen. Aber technisch und sicherheitsmässig (Röntgenanlage) ist noch ein gewisser Nachholbedarf aus zu machen. Und manchmal sollte man auch die Effizienz steigern können. Das kommt aber alles und zwar mit Riesenschritten. In den letzten 20 Jahren hat sich im ehemaligen Jugoslawien einiges geändert.

Ferdinand: Auch im Weinbau. Das meiste ist zwar immer noch trinkbare Masse, aber es sind einige schöne Tropfen zu finden. Aber ohne Vinothek in Pula oder andere gute Adressen ist man dem reinen Zufall überlassen. Stellen sie sich vor, sie sind im Supermarkt und können aus hunderten von Weinen zu ähnlichen Preisen aussuchen. Sie verstehen von der Sprache vielleicht mal die Rebsorte, vergleichen den Alkoholgehalt und wenn sie Glück haben, finden sie sogar einen Jahrgang auf der Flasche. Es kann sogar passieren, dass sie nicht mal rot oder weiss unterscheiden können – der süsse Prošek Dioklecijan wird aus beiden Traubensorten gekeltert.

sml: Je nach Literatur hat Kroatien zwischen knapp 60 000 und knapp 100 000 Hektaren Rebfläche. Die genaue Fläche spielt keine Rolle, aber der Grössenvergleich. Deutschland mit einer Anbaufläche in der Grössenordnung der höheren Zahl produziert vier mal mehr Wein. Und wenn sie dies mit Kroatien vergleichen, heisst dies, dass sie (im günstigen Fall – verglichen mit der kleineren Fläche) zwei einhalb mal mehr pro Flächeneinheit produzieren. Mit Iran zu vergleichen ist noch schwieriger, es produziert nicht in Hektoliter.

Ferdinand: Da braucht man nicht Analyst zu sein um zu ahnen, wie in den nächsten Jahren die Weinqualität (und vielerorts auch die Quantität) in Kroatien zunehmen dürfte. Ein Land, das man nicht nur aus dem Blick des Weines im Auge behalten sollte.

sml: Ein herrliches Land – zumal, wenn man ab und zu die Augen zudrückt oder ganz einfach wegschaut. Und zudem findet man einige Spezialitäten. Da man es in Kroatien nicht immer so genau nimmt, viele zwar Deutsch können, aber nicht perfekt, wird eine dieser Spezialitäten als Zauberschnaps verkauft und gleich auf den Druiden Miraculix verwiesen. Ein Schnaps aus der Mistel? Oder doch eher aus der MispelMispelschnaps. Die Mispel und die verwandte japanische Wollmispel oder Nespoli auch Nespole (franz.: néflier und die Frucht nèfle) haben in hoch gezüchteten Formen einen einzigen harten «Stein» – einen Kern, genau genommen, es ist ein Kernobst.

Ferdinand: Es bleibt ein Zaubertrank, er mundet als Grappa, der mit Kräutern versetzt ist – ein Mistelschnaps aus der Viscum album

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Adventskalender – 10. Tag – Japan


Früher hat Japan alles kopiert – aber das ist lange her.

Ferdinand Magellan: Ich konnte damals noch keinen kopieren – unsere Reise um die Welt war einmalig. Die Aufzeichnungen dieser Entdeckung gehen weit über ein Logbuch hinaus. Antonio Pigafetta hat sie geschrieben. Das Original ist verschwunden, aber wer meine Reise in Buchform haben möchte, ist ab EUR 10 dabei.

sml: Und heute kopiert man mit der Enter Taste- 10 Sekunden und ein Buch ist als PDF-Datei gespeichert – aber noch nicht gelesen. Vielerorts herrscht die Kopierwut immer noch, früher auf einer amerikanischen Xerox und heute mehrheitlich auf japanischen Geräten, die meist gar nicht mehr in Japan gemacht wurden.

Ferdinand: Ich sehe auf der amerikanischen Seite, dass die ganze Geschichte über die Xerographie kopierbar zur Verfügung gestellt wird.

sml: Ähnlich ist es mit den Fotoapparaten, vielem anderem und vor allem den Zügen. Shinkansen eröffnete 1964 und seine heutige fahrplanmässige Spitzengeschwindigkeit ist vor allem beachtlich. 58 Minuten beträgt die Fahrzeit für die Bahn 2000 von Bern nach Zürich ab dem heutigen Fahrplanwechsel.

Ferdinand: Das ergibt eine «sagenhafte Durchschnittsgeschwindigkeit» von rund 110 km/h und das ohne Zwischenhalt. Die schnellste Schmalspurlok in Südafrika ist schneller. Wobei du diesen Zahlen nicht ganz traust, denn nach Internet sind die alte und neue Strecke genau gleich Lang – Zufall? Zumindest hat die Litra , der Informationsdienst für den öffentlichen Verkehr schon etwas Verspätung, aber interessantes Material über den ÖV.

sml: Heute schaffen wir es nicht einmal mehr, Japan zu kopieren, obwohl sie nicht die schnellsten Züge haben. Dafür liefern die Japaner ihre Züge nach China und in andere Statten und in Europa haben wir die grössten Probleme, die Hochgeschwindigkeitszüge zu koordinieren.

Ferdinand: Der TGV fährt in der Schweiz auf dem herkömmlichen Trasse, aber dafür ist auf dem französischen Link die Schnellsuche mit Genève immer noch nicht möglich. Ja, heute könnten wir von Japan lernen, aber wir kopieren sie nicht einmal.

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Adventskalender – 9. Tag – Iran


Iran ein Land das jeder zu glauben kennt und doch kennen wir es eigentlich kaum.

Ferdinand Magellan: Eröl kannten wir damals noch nicht als Energie. Iran ist bei der Produktion von Eröl weltweit an 4. Stelle, bei Erdgas zwei Ränge hinter den Niederlande und bei den Reserven an dritter Stelle beim Öl und an zweiter beim Gas …

Stephan Marti-Landolt: … wobei gerade hier die Schätzungen bis zum 35-fachen extrem weit aus einander gehen. Zudem kann Iran zuwenig Investitionsgüter aus dem Westen importieren und kann deshalb auch zu wenig eigene Raffinerien aufstellen und ist gezwungen, Benzin zu importieren …

Ferdinand: … und vermutlich hat auch die iranische Öl-Börse ihre Pforten noch nicht geöffnet …

sml: … aber vermutlich muss man nicht mehr all zu lange warten. Bloombergs Artikel ist um so interessanter, wenn man weiss, dass Iran plant, bei der Iran Oil Bourse in Petroeuro zu handeln – nicht wie üblich in Petrodollar.

Ferdinand: Mir als alter Seebär gefallen immer wieder die Berge. Und da ist Persien wie der Iran bis 1935 hiess ein wohl dotiertes Land …

sml: … und eines der steilsten. Fast 6000 Meter Differenz zwischen dem Kaspischen Meer und dem Damavand (5671) – freuen sie sich auf Foto Nr. 17

Ferdinand: … wenn es um Iran geht, darf man nicht immer allen Meldungen Glauben schenken, bei einem Frauenportal ist vermutlich sogar sichergestellt, dass diese Seite im Iran nicht einsehbar ist – Netzzensur.

sml: Die höchste Seilbahn geht auf den Pico Espejo auf 4765 Meter in Venezuela. Der letzte Abschnitt ist ein Schweizer Produkt von der Berner Firma Habegger in Thun gebaut worden …

Ferdinand: … heute bauen diese noch den Habegger und der ist technologisch weniger umstritten, als die Kerntechnik in Iran, aber darüber wurde ja schon das eine oder andere mal geschrieben

sml: … ein Artikel ist vielleicht speziell interessant, der von Ca-Iran-ne. Nicht der Täuschung wegen, die im Iran vermutlich oft auf den fehlenden internationalen Kapitalmarkt zurück zu führen ist. Ich habe gestern mit dem vielleicht ältesten zukünftigen Blogger der Schweiz über Wasserprojekte in Iran, Irak, China , Polen und der Schweiz gesprochen – und zusammen einen Cairanne von Richaud getrunken – hier noch eine schöne Trouvaille .

Ferdinand: Reben scheinen schon ein Geschäft zu sein. Am Wein gibt es höchstens etwas aus zu setzten – er war noch etwas jung – aber dafür hast du ja deine gymnastische Durchlüftungsmethode, die Wunder wirkt.

sml: Ja Alkohol ist etwas, das wir im Gegensatz zum Islam trinken dürfen. Erstaunlich ist aber, dass es im Iran über 200 000 Hektar Reben gibt – rund doppelt soviel wie in Deutschland oder das ca. 5-fache des gesamten Côtes-du-Rhône. Oder anders gesagt, Frankreich (auf dieses Land kommen wir im Adventskalender nicht zu sprechen) hat rund 4 1/2 mal die grössere Anbaufläche, aber es sind nie Rosinen im grossen Stil anzutreffen. Iran ist hier der zweit grösste Exporteur der Welt – nach der Türkei. Dieses Land schauen wir auch nicht an, aber in engem Zusammenhang mit ihm, dafür die Schweiz.

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Adventskalender – 8. Tag – Holland


Auf der Liste mit den 24 Ländern ist Holland verzeichnet – genau genommen sind (nicht: ist) es die Niederlande.

Stephan Marti-Landolt: Was soll man über die Niederlande schreiben? Da gibt es so vieles. Windenergie haben sie lange vor andern benützt. «Adrian der Tulpendieb» kennen wir auch schon. Dass einige dank Crucell aus Leiden in Bern(a) nun leiden …

Ferdinand Magellan: … aber eine spezielle Börse kennen sie vielleicht nicht. Die vba Vereinigte Blumenbörse Aalsmeer – handeln sie doch einfach virtuell mit Bloemen en Planten

sml: … für mich ist es die eindrücklichste Börse. Funktioniert ganz einfach. Ein grosser Zeiger, wie bei einer Uhr, fängt an relativ schnell zu laufen und zeigt immer kleinere Preise an. Wer als erster den Knopf drückt hat die Blumen gekauft, die vor der Tribüne Rollpalett weise zur Ansicht stehen. Es ist eine Eigenheit, dass man in den Niederlande mehr sieht, als bei uns. Die Vorhänge sind gestickt und nur so hoch, dass man vom Trottoir aus darüber meist direkt in die Küche blicken kann. Bei der Käseproduktion kann man auch alles anschauen – den runden Edam oder den Gouda. In diesem Link wird die Reifezeit mit vier Wochen bis zwei Jahre angegeben. Ich habe dort schon Käse degustiert, der nach wenigen Tagen in den Verkauf geht und zwei Stunden später den zwei Jahre alten. Da ist ein riesengrosser Unterschied dazwischen …

Ferdinand: … der fast in keinen europäischen Land grösser sein könnte, fast amerikanische Verhältnisse. Was die dort zusammen essen! Vom Feinsten und dann wieder in allen chemischen Farben, Formen, das geht so weit, dass sich die Niederländer auf die französischen Campingplätze Lastwagen weise Nahrungsmittel und Süssigkeiten schicken lassen. Nicht der Gourmet – der Gourmand. Gute Adressen findet man in den glücklicherweise Niederlanden zu Hauff.

sml: Als alte Seefahrernation mit eigenen Kolonien hat man Handel seit frühesten Zeiten getätigt. Nahrungsmittel, exotische Früchte, Gewürze – alles findet man in den Niederlanden und auch beim Trinken gibt es feinste Adressen. Von der eigenen Produkten ist eher das Bier vor zu ziehen, denn andere Getränke. Und hier lieber die nicht börsenkotierten trinken, denn die Qualität der Aktien hat in dieser Hinsicht meistens nichts mit der Qualität der Produkte zu tun. Und gute niederländische Aktien gibt es viele.

Ferdinand: Und Wasser haben sie auch. Auf der einen Seite der Rhein, wo du vorgestern auf 14 verschiedene alleine in der Schweiz und der ja eigentlich Aare heissen müsste und zweitens, das Meer. David D. Friedman, der Sohn vom kürzlich verstorbenen Milton Friedman hat diesen Monat geschrieben, dass wir vor Überschwemmungen, die das Ansteigen des Meeresspiegels durch die Klimaerwärmung verursachen, keine Panik zu haben brauchen. Die Niederlande hat mit dem Sturmflutwehr die Hochwasser schon seit 1958 damals mit wesentlich einfacheren technischen Möglichkeiten, zu lösen begonnen.

sml: Bei den Deltawerken gibt es noch viel mehr zu sehen und zu lesen. Und weiter draussen im Meer sind dann noch die Gasfelder zu finden – die Niederlande ist weltweit der fünft grösste Erdgasproduzent.

… weiter zum Adventskalender und die Euronext Amsterdam seit 1607 … (beide Fotos Thomas Marti – mit meiner alten Coolpix)

Deich

Adventskalender – 7. Tag – Ghana


Ghana, das marktwirtschaftlich und politische Musterland Westafrikas ist zugleich das ärmste Land, das im Adventskalender vorgestellt wird.

Ferdinand Magellan: Der gestrige Klausentag geht eigentlich auf Mathäus zurück, wo drei Knechte gefragt werden, was sie mit ihrem Talent erreicht haben. Aus diesem Grunde werden heute meist Kinder beschenkt, ausgefragt und gerügt. James Baker hat gestern diese Rolle bei US-Präsident George W. Bush wahr genommen. Vermutlich eine der grössten Rügen, die ein amtierender US-Präsident über sein Talent je erhalten hat. Die Welt atmet aber auf, Deutschland, das an unserem Rätselraten nicht beteiligt ist, will bei den Änderungen mithelfen.

sml: The Irak Studie Group Report – die 79 Vorschläge sind auf den Seiten 33 – 62 zu finden. Freuen dürfte sich auch der bekannteste Ghanaer – Kofe Annan (verlinkt in einem Bericht aus Mali [nur für einen Leser: hier findest du Timbuktu] und dem Nachbarland Burkina Faso [Hauptstadt Ouagadougou – frag mal deinen Paten]). Nur ich war noch nie in dieser Gegend, aber habe dafür eine Häuptlingskrawatte von Henry Kwabena erhalten. Ich «Berner Reiseleiter» und er hatte einen anstrengenden Tag: LEM (Leichtelektromobil) fahren in Langenthal und wurde vom Fernsehen gleich in die ganze Schweiz gesendet, sah sich an, wie Emmentaler gemacht wird und trank dort Brunnenwasser. Dazu brauchte er Mut, denn das hat er noch nie in seinem Leben gemacht – in Ghana kann dies tödlich sein. Und am meisten Freude bereitet ihm Freudiger – Meringue – schwarzer Kopf und weisse Süssschaumklemme. Und der Bärengraben und dazwischen immer wieder Geld sammeln, um in Ghana Brunnen bauen zu können.

Ferdinand: Eines der ärmsten Länder und dennoch zum Teil hoch entwickelt. Im Gegensatz zu den Nachbarländern Elfenbeinküste und Togo (das Land schauen wir noch an) militärisch stabil, wenn nicht gar vorbildlich mit dem The Kofi Annan International Peacekeeping Training Centre (KAIPTC) . Vielleicht nimmt sich seit gestern eine Grossmacht in diesem Sektor ein Beispiel. Auf der andern Seite, gibt es kein Land, in dem die Beamten mehr Bestechungsgelder annehmen, als in Ghana. Na ja, die Schweiz ist auch ab und zu bei Transparency International erwähnt.

sml: Ghana dürfte ein Land sein, das man etwas genauer unter die Lupe nehmen sollte, nicht der Korruption sondern der wirtschaftlichen Entwicklung wegen. Und die Sprache macht Ghana für manchen einfacher – Englisch, im Gegensatz zum Französischen der beiden Nachbarländern mit Atlantikanstoss.

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Krawatte

Adventskalender – 6. Tag – Elfenbeinküste


Die grossen, liberalen Zeiten einer blühenden Elfenbeinküste , der République de Côte d’Ivoire sind längst vorbei.

Ferdinand Magellan: Zu meiner Zeit war Portugal das Land, das am meisten mit den Ivorer gehandelt hat. Dann kamen die Franzosen und geblieben ist zumindest noch die Sprache. Per Gesetz wurde verordnet, dass im Land selbst in allen Sprachen – und dass sind rund siebzig – nur die offizielle Bezeichnung République de Côte d’Ivoire zugelassen ist …

Stephan Marti-Landolt: … und wir Berner dürfen demnächst im Turn- und Werkunterricht an den Schulen nur noch Hochdeutsch sprechen. Schweizer Hochdeutsch genau genommen. Unsere Parlamentarier lassen grüssen, aber die haben nichts zu sagen. Das beschliesst der Regierungsrat. Und ich vermute, dass dort einige Akzent mässiger schöner Englisch sprechen, als Hochdeutsch. Zumindest ist bei uns noch Französisch erlaubt, manchmal auch ein Français Fäderau d’Ämmitau.

Ferdinand: Ja, die Leute aus der Elfenbeinküste verstehen sich auch nicht sonderlich gut. Zumindest der Norden und der Süden. Trotz Blauhelmen ist das Land weiterhin in Bürgerkriegs ähnlichem Zustand. Vor Jahren hatte dieses Land eine liberale Wirtschaftsordnung und vorbildliche Infrastrukturen. Das beste Strassen-Netz von ganz Westafrika, rund 50 000 km und 10 Prozent sind, oder vielleicht besser gesagt, waren einmal asphaltiert …

sml: … «Côte d`Ivoire wird von einer Eisenbahnlinie (660 km) in Süd-Nord-Richtung durchquert. Sie verbindet Abidjan mit einer Reihe wichtiger Städte im Binnenland und endet in Ouagadougou, der Hauptstadt von Burkina Faso.» Nur so zum Vergleich. Die Schweiz ist fast 8 mal kleiner und hat über 71 000 km Strassen und über 5 000 km Bahnlinien.

Ferdinand: Und bürgerkriegsähnliche Aufstände provoziert unsere SBB. P+Rail – Ihr Parkplatz am Bahnhof, so die ganzseitige Werbung. Erstklass-Patienten, sorry Fahrer, erhalten nicht mal mehr eine Jahreskarte, auch wenn sie ihr defektes Knie, das nicht immer velotauglich ist, nur halbprivat zur Schau stellen wollen. Der Bus, 100 Meter vor dem Haus, ist so gut fahrplanmässig abgestimmt, dass jeder, der kann, zu Fuss schneller ist. Ein SBB-Verwaltungsrat hat fast doppelt so weit zur Haltestelle. Ob er schon einmal mit seinen Bussen von dort gefahren ist?

sml: «Bad Request The server detected a syntax error in your request. Check your request and all parameters.» So funktioniert das SBB-Kontakt-Formular. Ganz auf den Kopf gefallen bin ich nicht – nach siebenmaligem Ausprobieren nicht geschafft und anrufen würde CHF 1.19 je Minute kosten. Man muss sich ja irgendwie sanieren. « Bis ins Jahr 2008 werden wir die Anzahl der Parkplätze kontinuierlich erhöhen und damit den Zugang zum öffentlichen Verkehr verbessern. Denn unser Ziel ist es, mit P+Rail die kombinierte Mobilität zu fördern.»

Ferdinand: Die werden auch hier wieder Verspätung haben. Vielleicht nicht gleich Korruption, das ist eher der Elfenbeinküste vorbehalten – in der Gallup-Studie gar nicht mehr aufgeführt. Die zweitwichtigste Tätigkeit in der Elfenbeinküste ist der Anbau von Kakao – weltweit Nr. 1.

sml: Verrückt, die fallenden Kakao-Preise waren der Auslöser für den Bürgerkrieg. Die ursprünglichen Probleme und Gründe sind gar nicht so einfach heraus zu finden – und im Grunde genommen interessiert dies auch nur einige, die sich mit Afrika verbunden fühlen. Es ist zu weit weg …

Ferdinand: … und nicht mehr das tolle Land, wie wir oder eure Senioren es noch kannten. Heute ist es zerstritten und man dachte eine Zeitlang, dass der Anlass resp. der Grund der mit unserer Ländervorstellung gesucht, etwas einigen könnte. Man hat nur die Wahlen um ein Jahr verschoben und hofft, dass das Öl, welches man in der Küstenzone findet, Probleme lösen hilft. Allenfalls wird man für Ivoire eine neue Aussprache zulassen – der Buchstabe «R» spricht sich von den neuen Verbündeten nicht so leicht aus.

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Adventskalender – 5. Tag – Ecuador


Ecuador ist wohl eines der am wenigsten bekannten Länder Südamerikas. Vermutlich wegen deren Politik.

Stephan Marti-Landolt: Politik, Wirtschaft, Verbände, Gewerkschaften und Militär sind in Ecuador so zerstritten, dass es keinen Sinn macht, den aktuellen Präsidenden namentlich zu erwähnen. Keine ein einhalb Jahre bleibt einer im Durchschnitt. Da kann man sich nicht einmal richtig einarbeiten.

Ferdinand Magellan: Die Wahlen von Ecuador werden trotz dem Lachprogramm des Vizepräsidenten weltweit kaum wahrgenommen – dafür freuen sich einige um so mehr um den Rücktritt des US UN-Botschafters John Bolton. Zu lachen gibt es in Ecuador nicht all zu viel – Korruption herrscht vor. Der Gallup Corruption Index beträgt für Ecuador 89, für Finnland als Spitzenland nur 12. Dieses Land werden wir im Adventskalender nicht behandeln, es trägt also nichts zur Suche bei. Die Schweiz werden wir einmal anschauen – hier hat sie 36 Punkte. Österreich mit 44 Punkten lassen wir aus und auch Deutschland. 75 Punkte haben die, beinahe soviel wie der Bananenstaat Ecuador. Gemäss Rangliste nach Gallup doch auf Platz 48, aber die haben eine eigene Art, zu zählen. Übrigens, das was wir auf Weihnachten suchen, wird meines Wissens erstaunlicherweise in keiner Rangliste mehr festgehalten. Es gibt keinen Letzten und keinen Besten – deshalb nach Alphabet.

sml: Ecuador ist tatsächlich weltweit der grösste Bananen-Exporteur. Vor Costa Rica. Wirtschafts-mässig sind aber in Ecuador Investitionen risikoreicher. Die Enteignung zum Beispiel der Anlagen von OXY Occidental Petroleum wirkt für ausländische Investoren nicht gerade Vertrauen erweckend.

Ferdinand: Dem Land hilft auch nicht viel, dass es der fünft grösste Ölexporteur von Lateinamerika ist. Aber es wird ja eh viel weniger Öl in Zukunft gebraucht, denn die Sicherheitsbestimmungen beim Fliegen wurden so rigoros gehandhabt, dass vor lauter Verspätungen, Flüge zusammen gelegt werden könnten. Und die Sicherheitsvorkehrungen sind nahe zu perfekt. Waren, die bei einer Zwischenlandung im Duty Free Shop gekauft wurden, werden sicherheitsbewusst, wie die Menschen halt so sind, beschlagnahmt und weggeworfen. Man könnte ja Bomben basteln.

sml: Nur Polonium 210 finden sie zu spät. Das Polonium und Radon brachten vermutlich der zweifachen Nobelpreisträgerin Marie Curie den Tod, wie Alexander Litwinenko. Nur hatte Curie es wesentlich schwieriger, ans Polonium heran zu kommen, als dies heute der Fall ist.

Ferdinand: Du hast schon zu deiner Schulzeit gewusst, dass Polonium zu Ehren von Polen so benannt wurde. Hast ja mal einen Vortrag darüber gehalten. Aber du weisst vermutlich noch nicht was du zu Polen schreiben willst.

sml: Nein, aber wen erstaunt es, dass Tatsachen in Europa ablaufen, die man eher in Südamerika vermuten würde und Polen, das zur EU gehört, ist auf dem zweit letzten Platz in Sachen Korruption, gefolgt vom letzt bewerteten Litauen. Dass man Menschen auf den Mond wünscht, hilft heute nichts mehr. Dort können wir sie wieder herunterholen. Die modernen Entdecker haben ein Raumschiff. Mit dem Mars wird das in Zukunft auch nicht mehr anders sein – hier siehst du eines der schönsten Marsbilder. Das Risiko der verschiedenen Länder ist bei den Anlageentscheiden ein wesentlicher Faktor – aber auch die Gewinnchancen.


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Schweiz. Immobilienbrief 18 – 4. Tag – Tschechien


Adventskalender, Finanzkalender, Immobilienkalender – lasst euch nicht beirren, Ferdinand Magellan segelt mit uns weiter.

Magellan: Tschechien – das Alphabet ist manchmal Glückssache …

Stephan Marti-Landolt: … das Weihnachtsalphabet oder das Weihnachtsalfabet oder gar das für Ostern auf Seite 38 resp. 42 von Rippenschneider oder gar einen Adventskalender basteln. Tschechien heisst Česká republika und bei Sonderzeichen ist eh die Frage ob die am Schluss kommen und sonst nehmen wir halt, damit die Reihenfolge stimmt Czech Republic

Ferdinand: … und ich heisse ja eigentlich Fernão de Magalhães …

sml: … und Schriftsätze haben so ihre Tücken, wenn man sie kopiert, das sind eben sogenannte Glaubenssachen

Ferdinand: … auf diese kommst du heute noch einmal bei libref zu sprechen, eine kleine Warnung, wie sie auch im Immobilienbrief über offene Fonds zu finden ist, oder noch schöner in der Wirtschaftswoche: «Eine echte Risikobegrenzung leistet nur ein kleiner Teil des Derivate-Markts, der Großteil ist pure Spekulation“, sagt Eberhardt Unger, Chefvolkswirt von Fairesearch in Frankfurt.» Und in der Immobilienbranche gibt es auch immer mehr derivative Produkte … und wie in Lenzburg, Schlösser …

sml: … und solche gibt es auch in Tschechien, kleine, grosse, herrliche, fast zerfallene … Der Reiz eines zu kaufen ist gross. CHF 600 000 für ein Schloss mit 60 Zimmern und Restaurant in Frankreich hätte ich vielleicht einmal bezahlen sollen – können war eine ganz andere Frage. Wenn sie für den Unterhalt nicht fast unbeschränkt Geld zur Verfügung haben, schadet ein handwerkliches Geschick sicher nicht.

Ferdinand: Zu unseren Zeiten war das anders. Man hatte billige Arbeitskräfte und Sklaven. Aber für die meisten blieb ein Schloss nur ein Traum. Und dann ist da noch etwas. Heute lebt sich in einem kleinen Haus oder sogar einer Mietwohnung angenehmer. Warme Räume, warmes Wasser, duschen, baden und dann noch Toilette mit einer Spülung – so gesehen hat heute jeder ein kleines Schloss. Einen Film vonTschechien haben wir ja schon einmal verlinkt und wer noch viele Bilder anschauen will, hier zum Beispiel aus Ausschnitt aus Südmähren

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… oder zum herunterladen auf …

Immobrief

Schloss

… in Tschechien gibt es ganz unterschiedliche Schlösser. Auf dieses, besonders, was sich hinter der weissen Wand versteckt kommen wir auch noch einmal im Blog zurück – beim Thema Wein …

Spielzeugschloss

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Adventskalender – 3. Tag – Costa Rica


… oder die Schweiz Mittelamerikas. Bergig und relativ wohlhabend – die reiche Küste.

Ferdinand Magellan: Und wie die Schweiz auch neutral. Aber im Gegensatz zu euch hat Costa Rica keine Armee, sondern nur eine rund acht tausend Mann starke Sicherheitstruppe. Dann gibt es noch eine Gemeinsamkeit, beide haben fast keine Bodenschätze und Rohstoffe, ausser Wasser.

Stephan Marti-Landolt: Westlich den Pazifik und östlich der atlantische Ozean. Wer etwas Geduld aufbringt, findet hier eine immense Datenmenge über den Pacific

Ferdinand: .. im karibischen Meer, wie hier das Nebenmeer des Atlantik heisst und nicht mit dem Titelbild des Adventskalender dem Nebelmeer zu verwechseln ist, war mein spanischer Kollege Cristóväo Colombo auf seiner vierten Reise erfolgreich.

sml: Christoph Kolumbus hat biologisch gesehen, wohl das artenreichste Land der Welt entdeckt. In Costa Rica steht heute mehr als ein Viertel des Landes unter Naturschutz, welcher aber aktuell wieder einmal arg strapaziert werden soll.

Ferdinand: Solche Petitionen sind heute viel schneller vor Ort. Wir waren die seltenen Schiffe, die keine Schiffspost mitgenommen hat. Wir wussten ja auch nicht, wo wir genau landen werden. Eine Flaschenpost hätte uns vielleicht manchmal geholfen. Heute für Frauen in der Binnenseefahrt. Das gab es zu unserer Zeit nie, das war nur was für harte Männer. Nur 8 Prozent haben die Reise überlebt und vier von fünf Schiffen sind gesunken.

sml: Die Wälder in Mittelamerika habt ihr dann systematisch abgeholzt, um Schiffe zu bauen. Wir Schweizer forsten nun wieder auf – so ein ganz klein wenig Wald in Costa Rica gehört ja auch mir. Und zum heutigen Präsidenten, Óscar Arias Sánchez ist zu erwähnen, dass er Friedensnobelpreisträger ist und eine etwas andere Einstellung zur USA hat, als andere Staaten in der Karibik wie zum Beispiel die Reden von Fidel Alejandro Castro Ruz auf Kuba zeigen. Als einzige Ausnahme dürfte wohl sein Ansinnen über Bill Clinton sein.

Ferdinand: Aber zumindest gibt es auf Cuba mehr und bessere Cigars, als in Costa Rica. Wer weiss, vielleicht nehmen diese auch Bananen-Blätter als Deckblätter, denn davon haben sie jede Menge. Costa Rica ist der zweit grösste Bananenexporteur der Welt. Zum Glück ändern sich die Zeiten immer wieder, man wird schlauer und versucht Fehler von früher nicht mehr zu machen. Und wer die täglichen Änderungen beobachten will, macht dies an der Börse von Costa Rica, der Bolsa National de Valores BNV.

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Adventskalender – 2. Tag – Australien


Ai ai Captain, heute geht es nach Australien.

Ferdinand Magellan: Wie lange braucht man heute, um nach Australien zu gehen? In meiner Zeit war dies ein Unterfangen von mehreren Monaten.

Stephan Marti-Landolt: Deine Reise dauerte über ein einhalb Jahre, bis deine Leute auf der Höhe von Australien waren. Heute ist das mit der Quantas in einem Tag zu schaffen. Kostenpunkt etwas über CHF 1500 – einige Golddukaten.

Ferdinand: Marco Polo hat vermutlich 1292 zum ersten mal Australien erwähnt – ein Land reich an Gold und Muscheln. Muscheln war damals noch ein begehrtes Zahlungsmittel. Und die offizielle Entdeckung war fast 100 Jahre nach meinem Tod.

sml: Muscheln findet man heute vor allem in Museen oder Kinder am Strand – eine der Lieblingsbeschäftigungen in der Ferienzeit. Meine grösste habe ich in der Karibik in 12 Metern Tiefe gefunden. Drei mal musste ich «Anlauf» nehmen, um mit dem Schnorchel so tief zu tauchen und die Muschel hoch zu bringen. Etwas über 7 Kilo war sie und ist vermutlich heute noch in einem Wohnzimmer in Fort Lauderdale zu bestaunen. Auf die USA kommen wir so gegen Weihnachten einmal zu sprechen.

Ferdinand: In Australien sprechen sie heute die gleiche Sprache. Früher hiess ihr berühmtester Berg Uluru, das Heiligtum der Aboriginal

sml: … und da kommt mir die Musik in den Sinn. Nicht nur das Digeridoo, sondern auch Roy Ayers. Ayers Rock hiess dieser Berg lange Zeit und heute wieder Uluru. Ich kenne ihn nur aus Filmen und den Büchern, in Australien selbst war ich noch nie. Und der zweite Kontinent, der noch in «meiner Sammlung fehlt» ist die Antaktis

Ferdinand: … aber das würde dich reizen. Vermutlich hast du auch schon mit der Börse in Australien gehandelt, bei der ASX. Verrückt, wie ihr heute auf der ganzen Welt via Internet handeln könnt und noch viel interessanter, wie der Währungstausch heute automatisch im Hintergrund abläuft – von Muschel- oder Perlentausch ist keine Rede mehr. So ändern die Formen und Funktionen des Geldes. Ai ai Captain ist auch nicht mehr das gleiche, wie zu unserer Zeit …

sml: … das ist heute eher in der Musik bei DJ Bobo (Filmsequenz 21.13 Uhr) und dem Piratenschiff an zu siedeln.

Ferdinand: Übrigens, das Bild gestern im Adventskalender ist kein Piratenschiff – es ist im Seefahrermuseum in Lissabon ausgestellt. Nicht gerade meine Art, um auf den Weltmeeren herum zu kommen. Ich beforzugte Segelschiffe. Und es soll ja heute Leute in Australien geben, die auf dem Land segeln. Ein Land, das sich gut auch dafür eignet, was wir als Lösung für den 24. Dezember suchen.

sml: Wen es interessiert, mit zu spielen, muss halt den gestriegen Beitrag auch gelesen haben. Aber der Uluru ist dazu nicht geeignet. Dafür war bei zwei Links eher zufällig schon die Lösung präsent. Schön aber zu wissen, was Ai auf Japanisch heisst. Japan, darauf werden wir noch einmal zurückkommen.

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Adventskalender – 1. Tag – Angola


Einige haben es vermutet – es kommt der zweite Finanzblog-Adventskalender.

Stephan Marti-Landolt: Letztes Jahr hatte ich Albert Einstein als Gesprächspartner. Dieses Jahr wäre Johannes Chrysostomus Wolfgangus Theophilus geeignet …

Ferdinand Magellan: … aber Mozarts Vorname ist doch viel zu lang – übrigens, ich bin der Ferdinand, ich mach es wie 1-Stein …

sml: … und der Wolfgang Amadeus ist auch nicht so durch die Welt gekommen wie du. Es mag ja Zufall sein, aber eben jetzt liegt eine Platte von ihm auf – Rondo (Allegro assai) und am Klavier ist Clara Haskil, geboren in Ungarn …

Ferdinand Magellan: … aber auf dieses Land kommen wir während der Adventszeit nicht offiziell zu sprechen. Wir fangen einmal mit Angola an, das ist eigentlich ein trauriges Land, genau gleich wie dem Wolferl seine Musik, viel Moll, hier genau genommen d-moll, KV466 …

sml: … 24 Länder wollen wir dem Alfabeth nach anschauen. Aus irgend einem Grund wurden diese im heurigen Jahr aus einem speziellen Anlass erwähnt …

Ferdinand: … und es gilt heraus zu finden, weshalb gerade diese 24 Länder und zwar mit der Gemeinsamkeit – fast etwas in moll – und am 24. verlosen wir wieder so ein «Ding», das es auch heraus zu finden gilt. Also gleich zwei Fragen, aber der Wertkarton ist es nicht und ein solches «Ding» ist vermutlich auch schon in irgend einem Museum an zu treffen.

sml: «Den oder die Glückliche losen wir an Weihnachten aus. Wer Interesse hat, schreibt mal eine Postkarte an Marti + Partner, Schützenstrasse 14, CH-4900 Langenthal. Korrespondenz und E-Mails sind zwecklos – wir machen das relativ einfach. Aber nicht vergessen, die zwei Antworten aufschreiben, um was es sich handeln könnte.»

Ferdinand: Rondo, das erinnert mich an meine Reise, rund um die Welt. Genauer gesagt die erste bis zu den Moluken ostwärts segelnd und die zweite westwärts bis zu den Philippinen – 17 Seeleute überlebten diese Reise und haben die Welt als erste umrundet. Ich habe zwei mal die Hälfte gemacht …

sml: … und 13 Gefangene und vielleicht war es dein Sklave, der als erster die Welt umrundet hat …

Ferdinand: … richtig, Henry the Black. Das waren noch Zustände auf der Welt damals. Ja in Angola herrschen immer noch solche Zustände. Ich bin zwar Portugiese, aber dieses Land kommt im Adventskalender auch nicht offiziell vor. Hier kommt es nur zum Zuge, weil Angola einst Kolonie war. Und dabei ist es Afrikas zweit grösster Ölexporteur, hat das grösste Wachstum des Bruttoinlandproduktes in den ersten Jahren dieses Jahrtausends auf diesem Kontinent …

sml: … da kommt mir gleich dein Beruf in den Sinn: Kapitän. Und solche trifft man auch an, bei dem, was wir suchen …

Ferdinand: … und in Angola konnten meine Nachfahren zuwenig in dieser Art erstellen, weil zu viele Minen verlegt wurden. Ein Land mit mehr als einer halben Million durch Minen verstümmelter Menschen und jeder zweite der 15 Millionen Einwohner hat noch heute keinen Zugang zu sauberem Trinkwasser, bei der Landbevölkerung sogar 80%.

sml: Hat nun Angola eine Börse oder hat sie noch keine oder handeln immer noch in Südafrika?

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