Lichtverschmutzung – Lichtsmog und die Börse


In den nächsten Jahren dürfte im Bereich der Lampen- und Leuchtmittel-Hersteller einiges ändern.

Die Energiesparlampe (Kompaktleuchtstofflampe) soll eingeführt werden und die Glühlampen oder Glühbirne verbannt werden. Mehr darüber in einem älteren Blog-Beitrag. Ganz so einfach dürfte ein Wechsel nicht sein, denn in grösserem Mass eingeführte Sparlampen dürften zu massiven technischen Problemen führen. Die Phasen im Haus müssten überall entsprechend angeschlossen sein, was vor allem bei älteren Häusern nicht der Fall sein dürfte. Und zweitens werden die Energieverteiler und -hersteller mit den unterschiedlich genutzten Phasen einige Überraschungen erhalten.

Es ist rein theoretisch denkbar, dass Energiesparlampen zu Stromausfällen führen können. Wo man nun investieren soll, ist gar nicht so einfach, denn meistens handelt es sich um kleine Umsatzanteile jener Firmen, die in diesem Bereich produzieren oder handeln.

Licht ist im Internet ein Thema mit 1000 Varianten. Eins davon ist die Lichtverschmutzung oder der Lichtsmog.

Denken sie in grossen Zeiträumen – heute spricht an der Börse keiner über Lichtverschmutzung, in etwa 10 Jahren dürfte es zum Thema werden, wie heute die Klimaerwärmung eines ist. Die «richtigen» Aktien früh kaufen und warten – vielleicht sind sie dann auch mal von Anfang an dabei. Die durchschnittliche Jahresperformance sagt nicht viel aus. Denken sie langfrisitg, verdienen sie mehr und schonen sie ihre Nerven

Die Lichtverschmutzung in der Schweiz (tolle Karte) ist nicht so schlimm, wie zum Beispiel in französischen Ballungszentren oder in Italien. Die stärkste Lichtverschmutzung finden sie rechts unten neben Gallarate (unterhalb von Como). Schade dass die Karte nicht bis Mailand reicht. «Schön» oder eben schlecht käme auch Belgien daher. Ich mag mich an Autobahnbeleuchtungen erinnern, die die Nacht zum Tag machen. Aber wie das Internet zeigt, wird man auch in Belgien langsam schlauer. Das kennen wir bei uns in Langenthal schon lange. Die Strassenbeleuchtung wird zeitgesteuert abgeschalten. Etwa so der grösste Unsinn, den es gibt. Das Tageslicht ist wetterabhängig, aber das scheinen einige Politiker und Bürokraten noch nie gehört zu haben. Und bei uns schaltet man im Winter das Licht ab, wenn die Kinder zur Schule müssen. Und jetzt wäre es eigentlich sinnvoll, dass Autofahrer die Schüler und Velofahrer sehen. Hier stehen wieder einmal Ethik und Umweltschutz diametral gegenüber.

Bei der Lichtverschmutzung kommt es auch darauf an, welche Lampen man nimmt. Wir haben zum Teil die besten – aber die sind bei Kreuzungen um 90 Grad verdreht und in der Nacht hat man das Gefühl, ein Auto komme hinter dem Haus hervor und das bei einer Einmündung, wo sie Jurist sein müssten um zu wissen, ob jetzt hier der Rechtsvortritt gilt oder nicht. Standardisierung ist ein Gebiet das oft vernachlässigt wird. Hier eine Karte von Deutschland – sind die Farben vergleichbar oder gar identisch? Hier spricht man von «Die Farben entsprechen dem Verhältnis zwischen der künstlichen und der natürlichen Himmelshelligkeit» – Link Lichtverschmutzung. Auf der Schweizerkarte wird von Magnitudenverlust gesprochen. Sorry, hier wäre ich allenfalls überfordert, die Messskalen mathematisch an zu passen. Aber wie gesagt, sie haben vermutlich noch einige Jahre Zeit bis die Finanzbranche dieses Umweltproblem zum Jahresthema macht.

Nacht

… Aufnahme aufgehellt, damit zumindest einmal rechts das Spital sichtbar wird …

Nacht 1

… Original (gleicher STandort) eine Sekunde aus der Hand fotografiert, mit 1600 ISO. Das obere Bild ist 5/8 Sekunden, 1600 ISO bei Stromausfall – nur das Wetter kann man sich nicht auswählen. Zudem wurde dieses Foto eine Dreiviertel-Stunde früher geschossen – um 22.00 Uhr war das Tageslicht wesentlich stärker zu sehen, als der Lichtsmog

Schweizer Immobilienbrief Nr. 28


Immobilien-Derivative sind stark am kommen. Hoffen wir mal für einige, dass die Kategorienzahl der Immobiliengespräche rein zufällig sei – die 13.

Die Börse hat immer zwei Meinungen: einer kauft und der andere verkauft. Gleich ist es mit den derivativen Produkten. Und plötzlich wird es unübersichtlich. Stellen sie sich vor, sie haben ein Haus, ein Ferienhaus, noch einen 48-igstel an einer Liegenschaft einer Erbengemeinschaft und hier ist der Überblick noch möglich. Haben sie zudem noch Aktien? Vielleicht zehn verschiedene Titel? Dann versuchen sie einmal heraus zu finden, an welchen Häusern, Wohnungen, kommerziellen Bauten und Ländereien sie beteiligt sind. 100? 1000?

Immobilienderivate – Strohfeuer oder echte Alternative? Das nächste Schweizer Immobiliengespräch findet statt am 12. September 2007 um 17 Uhr im Restaurant Au Premier im Zürcher HB. Neue Investmentvehikel werden auch in der Immobilienwirtschaft immer populärer. Wohinführt dieser Weg? Weiss der Investor eigentlich, was er kauft? Wie gut sind die Benchmarks?

Interessante Überlegungen finden sie im Immobilienbrief. Und Trends – langfristige Perspektiven im Schweizer Immobilienmarkt – wo wird bis hinaus auf 33 Jahre die Nachfrage gross sein. Aber sich nicht verleiten lassen. Hier geht es um eine Gesamtmarkt-Studie alleine im Bereich Mietwohnungen. Gezielt einzeln auswählen ist auch im Immobiliensektor erfolgversprechender, als auf einen Index zu setzten. Der Index ist der Durchschnitt! Geben sie sich mit dem Durchschnitt zufrieden?

Manchmal ist es aber von Vorteil, auf einen Index zu setzen. Kennen sie jedes Land, jede Grossstadt – und was soll man hier nun bitte kaufen? Der IPd-Index hilft weiter.

… weiter als pdf-Datei im gleichen Fenster

… oder zum herunterladen auf …

Immobrief

Lyon

… in Lyon stiegen die Mieten im ersten Quartal 2007 um 14,3 Prozent. Es muss ja nicht gleich dieses Mietobjekt sein und mit Derivativen könn(t)en sie auch mit kleineren Summen spekulieren

Energie-STADT – im Dunkeln STATT-Energie


Nichts ist eindrücklicher, als wenn man der Bevölkerung in der Nacht vor dem Energiestadt-Tag auf eindrückliche Art zeigt, was passiert, wenn der Strom für 40 Minuten ausfällt.

Bessere Werbung ist nicht möglich – es werden garantiert wesentlich mehr Leute kommen und sich Sorgen um die Energie machen. Das hätte man besser schon vor 20 Jahren getan, aber damals war Langenthal eine absolute Un-Energie-Stadt. Unsere geplante Heizung mit Wärmepumpe und Sonde wurde abgelehnt und das Regenwasser durfte nicht versickert werden. Und wie dies in der Schweiz halt so ist, die Politik meist vergangenheitsorientiert am aufräumen. Heute bezahlen wir, weil wir das Regenwasser nicht versickern lassen.

Plötzlich dunkel. Hat jemand was gemacht? Nein! Taschenlampe ergreifen (die meisten suchen die nun im Dunkeln), Kerzen anzünden und auf die Stadt heruntersehen. Herrlich dunkel. Echt schön. Der eine Nachbar hat sein Haus mit Kerzen schön erhellt, der andere sucht mit einer kleinen Kerze, ob er noch andere findet. Ein Blick zu den Sicherungen bringt nicht viel, da ist sicher alles in Ordnung. Wer zuerst in den Keller geht, hat vermutlich nicht öfters mit Stromunterbrüchen gelebt. Wer es kennt, schaut immer zuerst, ob der Nachbar noch Licht hat.

In San Blas – Mexiko – gab es (1978) jeden Abend einen Stromunterbruch. Im Restaurant hat man darauf gewartet und sich dann ab der Stille und der Dunkelheit gefreut. An einem Tag liefen die Ventilatoren und das Radio in voller Lautstärke weiter. Der Wirt sagte mir, dass dies seit Monaten nie mehr geschehen sei, das sei ja schrecklich, die Leute möchten den gut einstündigen Stromausfall. Da wir in der Dschungel-Beiz waren hat es funktionniert – er hat dann die Haupsicherung raus gedreht.

Bei uns ist es dunkel – nicht ganz alles. Der Spital hat Licht und das ist sehr beruhigend und auch die SBB fährt, was nicht immer der Fall ist. Sie hat ein eigenes Stromnetz. Und am Berg (am Jura-Südfuss) brennen die Lichter auch, dann wird wohl nicht halb Europa Stromausfall haben. Alles ist erklärbar, nur eine Frage stellt sich

Wieso schlagen die Kirchenglocken ganz normal 10 Uhr (22 Uhr)?

Die eine Glocke zumindest dürfte mit einem Gegengewicht angeschlagen werden – so wie die alte Standuhr.

Energiestadt im dunkeln

… Langenthal, die Energie-Stadt liegt im Dunkeln …

Spital mit Licht

… das Spital mit der eigenen Notstromversorgung, der Nachbar mit Kerzenlicht und Links vom Spital die Neu-Bech-Burg – sie hatte Pech, konnte die Dunkelheit nicht geniessen. Wenn sie mehr über die heutige Veranstaltung des Energie-Stadt-Tages lesen wollen, dann scrollen sie nach unten oder kommen zwischen 0.30 Uhr und 16.00 Uhr an die Marktgasse – Transport ist organisiert. Die Autos fuhren leider auch gestern, ganz still war es nicht …

Fritier-, Fusel-, Salatöl, ein Bobo und die zwei DJ


Welche Nahrungsmittel soll man zum Gewinnen von Energie gebrauchen? Es gibt extreme Unterschiede!

Wenn einer eine Reise tut, kann er was erzählen! Pech für die SBB, bei uns hat nur die Türe gespuckt. Rund 20 mal auf, nach nicht ganz zu. Der Lokführer hat provisorisch repariert, der Zugführer konnte funken um eine Inspektion an zu melden. Ich komme dann doch noch zur UBS. Nicht dass ich mich über die Zukäufe in Korea informieren möchte. Man diskutiert über die Zusammenarbeit, jährlich einmal, beide Hände reichen nicht aus, um das wievielte mal nach zu zählen. Man geht zusammen essen. Danke für die Einladung. Beim Italiener gibt es Salat mit Salatöl. Ein Nahrungsmittel, viel zu schade um Energie daraus zu gewinnen. Es sei denn, man warte, bis es in der ARA angekommen ist und als Klärschlamm noch Heizwert aufweist.

Unsere alte ARA, die Abwasser-Reinigungs-Anlage, die Kläranlage wird morgen offiziell umfunktioniert – sie wird als Kompogas-Anlage betrieben. Aus Kompost, aus Abfall wird Gas! Da es noch zu wenig Garten- und Küchenabfall, wird jetzt aus dem Gas Strom erzeugt. Vielleicht können sich die Kompogaser und die Politiker einigen, dass man einen Verteilschlüssel findet und Grünabfälle für die Bürger gratis abnimmt – dann erhält man auch die notwendidgen Mengen. Da profitieren finanziell alle davon. Aber seien sie unbesorgt, das wird vermutlich kommen, denn der Initiant der Kompost-Gasanlage ist gleichzeitig Politiker – und Zugfahrer. Man diskutiert kurz vor Mitternacht über Fritieröl. Dasjenige am Mittag hat nämlich zwei Seiten. Als Nahrungsmittel zusammen mit Pommes Frites – die werden für die ganze Schweiz zum grössten Teil in Langenthal produziert – und das gebrauchte Öl dient als Energie. Das ist sinnvoll – es handelt sich um Abfall.

Einige Stunden vorher die Diskussion um Fuselöle. Diese haben zumindest auf der einen Seite einen negativen Heizwert – sie reduzieren die Energieproduktion des menschlichen Körpers. Deshalb, wenn jemand friert, nie Alkohol geben. Bei uns an einer Whisky oder Whiskey Degustation war es warm – nicht nur ums Herz. Diesen Alkohol durften wir geniessen. Mein persönlicher Sieger war der Bunnahabhain, hier auf Englisch – tolles Intro – islamische Länder dürfen sich auch einloggen, aber den 12 jährigen nicht geniessen. Die ganz torfigen mag ich nicht so, das sind Zusatzstoffe meist noch Fassgeschmack angereichert – zum Teil echt penetrant, aber absolut im Trend. Erinnern mich eher an eine Biogasanlage, als an ein Genussmittel. Für mich kann man auf Torf als Energie ganz verzichten. Sinnvoller ist es diesen als Aktivkohle zu benutzen und Fuselöl aus dem Schnaps zu entfernen. Alkohol ist auf der einen Seite Genussmittel und andere sind Reinigungsmittel … und und und … und einige sind sogar interessant, um sie für die Energiegewinnung ein zu setzten. Aber auch bei Etha+ nur wenn es ein Abfallprodukt ist das nicht anderweitig sinnvoller verwendet werden kann. Es gibt einige wenige Ausnahmen, aber die sind klimamässig garantiert nicht in Europa an zu treffen.

Man diskutiert am Schluss über diese Fuselöle, die es auch im Bier gibt. Man spricht über Rattenbier. Verraten wollen wir nichts. Tom’s Idee wird vielleicht mal beim Hasli-Bier in Langenthal produziert, die ja auch Whisky brennen, The Olde Deer. Der Whisky-Hauptreferent verlässt uns. Man kennt sich, als Tabakgourmet zwar, nun für mich der Peter und der lässt den Aficionado (einen Blogbeitrag nach unten scrollen) grüssen. Der Tom, der Whisky-Sammler: «Ich kenne dich!» Zum Glück haben wir den DJ BoBo verpasst. Zisch, der hat jetzt ein Bobo (Mundart für eine kleine mechanische oder seelische Verletzung). Das bringt uns auf die Spur. Im Hotel Bern sitzen zwei DJ Disc Jockeys gegenüber, er ab und zu noch aktiv und mein ehemaliger Besucher in meiner Disko und ich dann an seinem Fest (oder Gedenkanlass) zur Erinnerung an das Wasser – letzteres soll man in gereinigter Form viel zu Degustationen trinken.

Banane als Energie

… Nahrungsmittel als Genussmittel und Rohstoff …

Kompogas und Torfgeschmack

… hier «duftet» es nach Torfgeschmack, für einige ein Wohlgeschmack …

Torf Rest

… und sieht am Schluss ja auch fast so aus …

Kompogas 2

Abfall muss es sein

… Abfall muss es sein. Und denken sie daran, wer richtig investiert, dürfte langfristig Geld verdienen. Aber dieses Ding ist nicht börsenkotiert und hat auch seine Kehrseiten – zum Beispiel eben, zu wenig kostenloser oder günstiger Abfall!

Goldman Sachs unter Blogger-Beschuss


Gastbeitrag

Financial Times Deutschland bringt im Artikel «Blogger zerschlagen Goldman Sachs» eine nette Episode aus der Blogosphäre: Ein Finanzblogger löste durch die fiktive Überlegung – Übernahme der Nummer-1-Investmentbank in den USA durch einen Private Equity Fonds – eine Lawine aus, von der Blogger, Klatschseiten, Medienhäuser (z.B. DealBook der New York Times) und Finanz-Analysten erfasst wurden.

Zum Szenario und der Reaktion der Goldmänner schreibt FTD:

«(…) So könnte ein Investor vorgehen: Das Konglomerat übernehmen und per Zerschlagung Wertsteigerung erzielen. «Das müsste eigentlich ein vertrautes Schema für Goldman sein, schließlich gehen sie ja selbst weltweit als Private Equity-Akteure danach vor», sagt Richard Bove, Bankenanalyst unabhängigen Researchhaus Punk Ziegel & Co.

Die Goldman-Sachs-Banker dürften das kaum überzeugen. Die Aktie hat allein in diesem Jahr zwölf Prozent zugelegt. Ein von den eifrigen Bloggern befragter Investmentbanker hatte zudem einen wichtigen Einwand: «Für einen so großen Übernahmecoup braucht man einen entsprechend starken Partner. Und wer soll das sein? Wohl kaum Goldman selbst.» Dort reagiert man eher humorlos. Auf Nachfrage hieß es dort lediglich: «Wir kommentieren keine Gerüchte.»

Rauchen, die Bibel und die kommende Prohibition


Raucher verteuern den Druck der Bibel. Es werden prohibitiv hohe Steuern eingeführt und die Prohibition lebt wieder auf.

In den 10 Geboten von Moses steht nirgends, du sollst nicht rauchen. Oder doch? «… und ihr nicht sündigt …»! Was Sünde ist, muss jedem selbst überlassen bleiben. Aber die bösen Raucher nehmen den Chinesen das dünne Papier für die Billigstbibeln weg. Zu lesen auf Spiegel-Online, oder beim China-Herald, der es beim Reformatorisch Dagblatt fand und diese haben es aus Stuttgart und die …

… ob wohl etwas wahr ist an dieser Geschichte? Sollten wir jetzt (noch) Papieraktien kaufen?

Gesetze gegen das Rauchen sind genügend entstanden und die meisten halten sich auch daran. Zumindest letzte Woche beim Mittagessen in einem Tessiner Restaurant. Und einige halten sich nicht daran. Lesen sie was Premium berichtet inklusive Kommentar. Da stecken einige hoch interessante volkswirtschaftliche und betriebswirtschaftliche Überlegungen dahinter. Der Ursprungsartikel ist von der wiwo (4 Seiten).

«Dreckiges Geschäft – moralisch umstrittene Aktien» – 1. Teil


«Geld verdienen mit der Sünde, mit Aktien aus den Branchen Alkohol, Tabak, Rüstung, Glückspiel und der Sexindustrie?»

In der Wirtschaftswoche Nr. 13 (26.03.07) sind zwei Artikel erschienen, die es verdienen erwähnt zu werden.

«Letzte Bastion» von Anselm Bilgri, einem ehemaligen Benediktiner-Pater. Dass dieser Mann voller Wissen und Ideen ist, sehen sie alleine an seiner Firmenadresse www.a-zu.de. Einige Sätze aus dem Interview:

  • «Ich rauche gern Zigarren, trinke gelegentlich Alkohol und war 20 Jahre Chef einer Brauerei.
  • Die Bundeswehr hat ohne Zweifel einen Verteidigungsauftrag, den sie nur mit Waffen erfüllen kann. Die müssen gebaut werden.
  • Wir lassen uns leider zu leicht vom Geld beherrschen.
  • Wenn ich munter gegen mein eigenes Gewissen drauflos spekuliere – offensichtlich rührt sich das Gewissen ja, wenn ich Spenden als Krücke brauche –, dann ist das unehrlich. Seine ethischen Grundsätze sollte man in allen Lebensbereichen durchsetzen.
  • Warum muss es denn unbedingt schnelles Geld sein? Ich kenne Börsensüchtige, die frühmorgens den Rechner anwerfen, um dann mit Papieren zu jonglieren. So etwas ist gefährlich und verdirbt den Charakter. Außerdem sind diese Anleger selten erfolgreich.
  • Muss ich ein schlechtes Gewissen haben, wenn meine Aktie ihren Kurs innerhalb von einem Jahr verzehnfacht?
    Nein, Sie dürfen sich freuen, denn in der Regel werden Sie dafür zuvor ein hohes Risiko eingegangen sein. Die Gegenleistung stimmt dann.»

Beim letzten Satz gilt es zu beachten, dass das Wort «zuvor» vermutlich auch bei Bilgri «einige Jahre» bedeuten dürfte. Die Sätze sind von ihm, in der WIWO erschienen – könnten aber auch aus dem Finanzblog stammen. Prägen sie sich einige der Sätze ein und sie haben ein genussreiches Leben und verdienen erst noch gutes Geld mit Aktien. Zum Genuss. Den Tabak schauen wir morgen noch einmal an.

Die Liste ausgewählte Aktien zum Bereich Sünde, finden sie im «Holzmedium». Die Frage ist für jeden Einzelnen zu beantworten, was für ihn Sünde ist. Deshalb das martische-6-Eck. Auch bei den Aktien ist etwas Vorsicht geboten, wenn sie welche kaufen möchten. Von den 14 auf der Wiwo-Liste habe ich noch nie welche gekauft. Im Waffen-Sektor Rheinmetall minus 3% (März 06 – März 07), Smith & Wessen +128% und im Sex-Gewerbe Ricks Cabaret +101%, der Link führt auf ihren Ethic-Code oder Erotic Media -47%, dieser Link führt auf die Firmen-Philosophie, das Intro wird umgangen. Jeder muss selbst entscheiden, was für ihn stimmt. Aber bitte, das sind keine Empfehlungen – ich habe sie auch nicht näher analysiert. E-Mail zwecklos – oder sie wollen bei uns anlegen, dann analysieren wir, wenn das ihren Vorstellungen entsprechen würde – der Kunde ist König und sagt, wie weit er gehen würde. Dazu im zweiten Teil etwas über schwarze Listen.

Zu zwei Sätzen von Bilgri habe ich noch eine Zusatzbemerkung:

  • «Ökofonds oder Nachhaltigkeitsfonds bringen schon heute bemerkenswerte Renditen.»
    Wenn es wirklich Fonds sein müssen!
  • «Es ist besser, zu investieren, anstatt zu zocken. Wer investiert, am besten generationen-übergreifend, übernimmt Verantwortung, sowohl für sein Geld als auch für das Projekt.»
    «Am besten Generationen übergreifend» setzt meiner Ansicht nach eine stattliche Beteiligung oder ein entsprechendes Mitsprache-Recht am betreffenden Unternehmen voraus. Bei grosskapitalisierten Firmen gehe ich entgegen seiner Aussage etwas vorsichtiger um, bei verschiedenen Nebenwerten kann ich den Satz gelten lassen.

lesen sie doch den ganzen Artikel

martische 6-Eck

kostenloser Counter

Weblog counterMusicr

ALU – ZKB – feindliche Bankfusion?


Die «Kategorie Banken – Bänke – Banken» hat mit dem Beitrag «die rote Bank und der Tod» angefangen – und heute schreiben wir über «Leichen».

Einige Banken haben heute mit der Leiche der Drucker zu schaffen – es geht nicht mehr alles so einfach durch den «Anken». Und dabei wollte man sich bei diesen Banken nicht auf der Bank ausruhen, sondern es den ganz grossen nach machen. Ein Teil scheint ihnen gelungen zu sein. Über den missratenen Teil haben wir berichtet bevor es weitere Leichen gab. Ob es nun mit Vögeli und Hofmann «genug Leichen» hat oder es die richtigen sind, können andere beurteilen. «Die Banken in der Kirtik» – Anton Affentranger von der Implenia fordert mehr Transparenz der Investoren.

Aber bitte, jetzt nicht nur auf die Banken und die Investoren schiessen. Es gibt auch die andere Seite muss man anschauen. Bei dieser Art von Geschäfte müssen Aktien angedient werden oder Optionsscheine von Aktien, die durch die Firma mittels einer Aktienkapitalerhöhung emittiert werden. Ganz einfach und durchsichtig sind solche Geschäfte nicht, manchmal gar schwer zu verstehen.

Und eine Frage. Heissen diese Geschäfte nun Dervatgeschäft , Derivategeschäft oder Dervativgeschäft?

Erstaunt es, dass einige plötzlich unsicher werden dürften? Sie haben vielleicht schon bemerkt, dass ich kein grosser Anhänger solcher Geschäfte bin und versuche, den Pferdefuss heraus zu finden und die Auswirkungen gegenüber der beabsichtigten Absicherung ab zu schätzen, damit es in den Kundendepots nicht zu viele Leichen gibt.

Und dann wäre da noch eine Frage? Gibt es in Kanada auch Kantonalbanken?

Oder andere die mit Aluminium für Alcoa gegen Alcan dealen?

grosse Bankenfusion

… übrigens bei dieser grossen Bankenfusion ist kein Material aus den grossen Alufusionen dabei … noch nicht.

Nachtrag (beide heute Mittag in der Post gelesen):

1: Bei CASHdaily (Seite 7) finden sie den interessanten Artikel «Bei der ZKB brannten alle Sicherungen durch» – eine kleine Unterüberschrift sagt eigentlich viel: «Die UBS unterstützt keine feindlichen Übernahmen». PS: falls sie einen Wechsel ins Auge fassen, wir arbeiten gerne mit der UBS zusammen.

2: Nach etwas zum Bild. Nie etwas auf die lange Bank schieben – es könnte zu spät sein. Es wurde am 4. Mai nachmittags gemacht und kurz darauf einem Ehepaar gezeigt. Er schaut ab und zu zum Pferd und den zwei Ponys. Kommt doch wieder einmal vorbei! «Später einmal, mir geht es heute nicht so gut.» Wir trennten uns bei der Pferdewiese. Er wird nie mehr zu den Tieren schauen können. Er starb am gleichen Tag. Ich kondoliere von Herzen und wünsche der Trauerfamilie viel Kraft.

Frankreich, Frankreich


Heute ist Montag und gewechselt hat noch nichts. Vielleicht wird einiges wechseln – aber dies braucht auch in Frankreich sein Zeit.

Über die Wahlen haben wir am Sonntag geschrieben (nach unten scrollen) und deshalb hier nur die Resultate. Bei den offiziellen Resultaten sind die Departemente farblich nicht unterschiedlich gekennzeichnet, dafür sind alle Einzelheiten pro Departement – z.B. Gard (30) ersichtlich. Interessant dürfte auch Paris (75) sein. Dreiviertel Prozent mehr Stimmen hat Sarkozy als Royal in der Hauptstadt erhalten.

Dies ist einer der Gründe, weshalb die beiden ab 18. Mai (Amtsantritt von Sarkozy) eng zusammen arbeiten werden (müssen). Hier die aktuelle Liste der MinisterInnen.

Vermutlich wird nicht die 35-Stundenwoche das vordringlichste Problem sein. Sie soll beibehalten werden, aber Überstunden dürften steuerfrei und von Sozialleistungen verschont werden. Das Problem ist nur, dass die meisten Franzosen, die schwarz arbeiten, vermutlich nicht auf 35 Stunden kommen oder von Sozialleistungen leben. Und die Finanzierung steht noch aus. Sowahl Sarkosy wie Royal sind der Ansicht, dass dies kein Problem sei, wenn es Frankreich besser gehen wird.

Aber Ungemach steht von anderer Seite vor der Haustüre – Galileo wird wieder Staatsprojekt. Das private Konsortium wird bis diesen Donnerstag nicht stehen und dann ist die EU gefragt. Und einer der wichtigsten Streitpunkte, vor allem zwischen Deutschland und Frankreich, dürfte das Einsatzgebiet von Galileo sei – mit oder ohne militärische Nutzung. So wie es aussieht, werden die Staumöglichkeiten zur Chefsache erklärt. Wenn noch jemand Fragen hat, was die Wahl eines Präsidenten mit Aktien zu tun hat, kann am Mittwoch über «Rüstungsaktien» etwas lesen. Aber wie schon öfters gesagt, wir reden von langfristigen Anlagen – der Börse wird heute Frankreich wegen nicht in einen Freudentaumel verfallen.

Frangreich, Frangreich – das Blog mit dem Tick-er


In Frankreich sind heute Änderungen angesagt – Hochrechnungen zufolge gewinnt, wie spekuliert wurde, die Umleitung , la Déviation. Aber noch immer ist es eine Spekulation. Ich versuche mal im Verlaufe des Tages einige interessante Meldungen zu bringen – auf Wunsch der französischen Kollegen.

cliquez – et vous pouvez lire (et un peu rire) en Français

Im Verlaufe des Morgens werden diese Kollegen auch noch die schnelle Übersetzung von Google erhalten (erledigt) – bei den Wahlen gibt es schon einiges zu Schmunzeln, nach der Übersetzung erst recht. Und trotzdem, für Leute die kein Deutsch können eine riesengrosse Hilfe.

19. Président Sarkozy

18. langsam wird auch der Spiegel-Online-Ticker interessant

17. Höchste Stimmbeteiligung seit 40 Jahren

16. Erste Trends deuten auf Sieg von Sarkazy – 13 – 22 Prozent mehr Stimmen (53 – 55 Prozent Stimmanteil) – aber nur ein Trend!

15. Sarcozy wählte in Neuilly-sûr-Seine

14. doppelt so viele wählen aus dem Ausland wie 2002

13. Alain Poher – schon einmal gehört? Er war neben der bekannten fünf in der Cinquième Républic zweimal Staatspräsident von Frankreich – ad interim.

12. Die Blackfööss (vermutlich die schwarzen Füsse) singen Frankreich, Frankreich halt doch eher wie Frangreich, Frangreich – das erste mal zu Zeiten Mitterrands

11. Wie wurde beim ersten Wahlgang gestimmt?

10. Noch knappe fünf Stunden, bis das letzte Wahlbüro schliesst. Erst dann dürfen Hochrechnungen veröffentlicht werden.

9. Wer wird Nachfolger – RoyalSègolène Royal – oder Nicolas Sarkosy – Manipulation zwecklos, die Seiten sind zur Zeit für Modifikationen gesperrt.

8. Von dem spricht keiner – Jacques Chirac – der Staatspräsidentmit Portrait

7. ganz alle waren noch nicht stimmen

6. Chirac, Giscard – andere geben die Stimme auch ab.

5. Ségolène Royale stimmt in MelleMlle (manchmal auch missbrauchlich Melle), das kenne ich, trifft aber nicht zu, denn wir wissen ja, dass Sarkosy sie im letzten Fernsehinterview immer mit «Madame» ansprach.


Melle, da müssen wir weitersuchen, so Staatsmännisch wird nicht sein. Melle, wer sucht, der findet. Für weniger als 1000 Einwohner je eine Kirche.

4. Royale – Sarkosy – «les plus vue» – und da finden wir auch Knut, der Schnudelknut

3. Ségolène Royale – nur das unscharfe Foto gehört dazu – die scharfen sind zu diffus

2. François Bayrou wählt in Pau. Pau (Po) ist einen Abstecher wert. Schöne Aussicht und ein herrliches Restaurant beim Schloss. Und am Grand Prix müsste man sich wie in Monaco fühlen.

1. 44 Millionen Wähler

Blogparade

… mal schauen, ob dies mit der Blogparade klappt und sonst frage ich dann andere, die mehr von Technik verstehen. Es ist ja schon schön, wenn einige Franzosen von mir einen schnellen Service wünschen …

Microsoft schielt wieder auf Yahoo!


Gastbeitrag

Der Yahoo-Börsenkurs ist heute richtiggehend explodiert. Bei einem so hochkapitalisierten Titel braucht das richtig viel Kaufinteresse. Und worin liegt das begründet? In einem potenziellen Super-Deal. Die Welt schreibt im Artikel «Microsoft will angeblich Yahoo kaufen«:

«(…) Die «New York Post“ berichtete am Freitag auf ihrer Internet-Seite, Microsoft habe Yahoo angeboten, erneut Gespräche über ein Zusammengehen der beiden Unternehmen zu führen. Es habe in den vergangenen Jahren bereits mehrfach Kontakte zwischen Yahoo und Microsoft gegeben; vor wenigen Monaten sei der Softwarehersteller zudem mit einem Kaufangebot an das Internet-Portal herangetreten.
Laut dem Bericht hat Microsoft die Investmentbank Goldman Sachs mit der Abwicklung des Geschäftes beauftragt. Der Börsenwert von Yahoo liegt derzeit über 38 Milliarden Dollar.»

Google wird’s sportlich nehmen 😉

Beste Grüsse, A.

Kantonalbanken erüllen ausgefallenste Wünsche


Der Verband Schweizerischer Kantonalbanken feiert sein 100 jähriges Bestehen – Grund genug seinem allerletzten Mitglied, zumindest was das Alfabet betrifft, etwas auf die Finger zu schauen.

Die Zürcher Kantonalbank ist nicht die allerletzte Kantonalbank, sondern die allererste, die in grossem Stil gegen die gesamte Schweiz arbeitet. Die NZZ Online fasst zusammen und gibt gleich einen Ratschlag – Abschaffung der Staatsgarantie. Die NZZ schreibt, dass die einige hundert Meter entfernte Bank in die Bedrouille geraten ist. Die Interpretation ist ziemlich schwierig. Ist diese jetzt in den Dreck gefallen, oder hat sie Dreck am Stecken? Meine kantonale Distanz ist etwas grösser und ich darf ruhig mal behaupten, dass dies einer der grössten Kantonalbanken-Skandale der Geschichte ist.

Der Verband wird 100 und gibt seine Dreamkarte heraus:

«Mit etwas Glück erfüllen wir die ausgefallenstens Wünsche!»

Wie wäre es, wenn der Verband Verhaltensrichtlinien und Perspektiven im Sinne von Balanced Scorecard für alle Mitglieder empfielt. Zumindest die ZKB kennt SCOR (Supply Chain Operation Reference-Modell) – nur leider wieder im falschen Zusammenhang – sinnigerweise aber als Rückversicherung SCOR.

Schaltegger fischer

Hans Fischer (links: Prof.Dr. Stefan Schaltegger)an einem Ethikseminar aufgenommen – über das Seminar habe ich damals nichts berichtet. Ein Referent hat für mich den Ausschlag gegeben, nichts zu bringen, da es bei dieser Firma nur um Geld und sicherlich nicht um Ethik geht. Und das liegt nie an einer Einzelperson, immer an der Haltung des Unternehmens das man vertritt. Und so gesehen ist es nicht richtig, wenn einer, wie hier Hans Fischer der Zweite (Nr. 1 ist für mich ein anderer Hans Fischer) über die Klinge springen muss. Bei einem echten Victory (Sieg zu Deutsch) braucht es immer die Mehrheit.

Einfach vergessen: Aktientipps per E-Mail


Dem gastgebenden Finanzblogger sei herzlich gedankt für die «fröhliche Nachricht» 😉

Überhaupt nicht fröhlich sind derzeit die ungebeten in die Mail-Box gespamten Nachrichten mit Aktientipps. Der aktuell angeblich heisseste Heuler:

(…) DER INVESTORALARM! OJU.F BEGINNT HOCHGEHEN! DONNERSTAG 3. MAG STARTET DIE HAUSSE!

Company: ORAMED PHARMA (…)

Was, Sie überlegen, ob das nicht doch was sein könnte? Sofort wieder vergessen. Das Deutsche Aktieninstitut schreibt dazu:

«(…) Wenn überhaupt, kommt der versprochene Kursanstieg nicht wegen besonderer Leistungen des Unternehmens, sondern vor allem wegen der Empfehlungen durch die versandten Mails selbst zustande. Bei marktengen Werten reicht es, wenn genug Anleger die oftmals frei erfundenen, aber kräftig ausgeschmückten Geschichten glauben und daraufhin Kaufaufträge erteilen. Bricht anschließend der Kurs der Aktie wieder zusammen, haben die Absender solcher Mails ihre vorher gekauften Papiere schon lange mit einem guten Gewinn verkauft.»

Also, wenn Aktientipps, dann von Fachleuten des Vertrauens.

Beste Grüsse, A.

Antiquitäten, Salatöl und Wein der Grossväter


Die Weine der Côtes-du-Rhône haben unsere Grossväter getrunken – weil sie gut und günstig waren und erstaunlicherweise, hat sich bis heute nicht viel daran geändert.

Den Rochemure (Artikel 437) habe ich schon zu meinen Studentenzeiten abgefüllt. Eine Flasche kommt auf CHF 3.36 – Arbeit, Korken, Flasche nicht mitgerechnet. Seit wenigen Tagen kann jedermann bei der EG Biel Genossenschafter werden. Eigentlich sollte man wieder einmal einen Vin en vrac kaufen, nur ist es nicht so einfach, schöne Qualitäten zu finden. Aber es gibt sie, eine gute Häuser führen welche. Vom Domaine de Panisse habe ich noch einige Flaschen Châteauneuf-du-Pape im Keller. Wieso ich dies aufschreibe? Weil ich mir Namen manchmal nicht merken kann und vielleicht ist man wieder einmal in dieser Gegend, genau genommen in Courthezon und dann (Internetanschluss vorausgesetzt), findet man die Gedächtnisstütze im Blog. Manchmal ganz praktisch, so ein Blog. Und Rémy Klein erhält so die Information, die ich ihm nach zu liefern versprach. Bei Klein habe ich noch nie seinen kleinsten Wein, den offenen gekauft. Degustiert schon und dieser ist schon herrlich.

Seit Selection Schwander den «les Arbousier» der Domaine la Réméjeanne verkauft, hat dieses Gut seinen Bekanntheitsgrad in der Deutschweiz markant gesteigert. Seit fast 10 Jahren zählen diese Weine zu meinen Favoriten des linken, unteren Côtes-du-Rhône. Im Departement Gard sind Rebflächen noch günstig zu kaufen, vorausgesetzt man versteht etwas von Wein und ist bereit, in die Kellertechnik zu investieren. Hier erzielt mancher Winzer die besseren Renditen, als an der Börse. Jeder bleibt heute in seinen Märkten, die er kennt. Und da gibt es noch einen Markt in Paris, den beide schon zum Kaufen genutzt haben – der Flohmarkt.

Flaschentrockner

Ich habe vor Jahren ein Gestell zum Flaschentrocknen gekauft. Dieses hier steht bei Monsier Klein – meines ist zusätzlich drehbar,hat eine Wasserauffangwanne und ist um einiges älter. Aber um diesen Gegenstand vom Pusse in Paris beneide ich ihn …

Weinfüller

… sieht aus wie eine Dachrinne (Dachkännel) und ist dreimal so lang wie der abgebildete Teil. Die Grossväter aus der Côtes-du-Rhône dürften diesen Gegenstand vielleicht noch kennen. Ich habe so etwas zum ersten mal gesehen. Ursprünglich stand dieses Gerät an der Theke in Restaurants und in jedem Loch war ein leerer Pot und dann wurde mit dem Schlauch Wein eingefüllt. Vermutlich hat nicht jeder ganz nüchtern das Restaurant verlassen.

Nun steht eine weitere Flasche von laremejeanne bei mir – Olivenöl, das ganz neu im Verkaufsprogramm ist. Genau genommen vierge extra, kalt gepresst aus Picholine, Aglandau, Bouteillan und Negrette – eine Olivenöl-Cuvée. Olivenöl zu degustieren (Geschmacksvielfalt – Freude am probieren) ist anspruchsvoller als Wein. Nicht so die Produktion, die ist etwas einfacher – vorausgesetzt, man hat eine entsprechende Presse. Diese fehlt mir noch und daher lasse ich unsere Oliven der eigenen drei rund 100 jährigen Bäume auswärts pressen. Solch hochstehendes Olivenöl wird nur für die kalte Küche verwendet und ganz sicher nie als Agrartreibstoff.

Fröhliche Nachricht


Aficionado – mein Blog-Götti – sagt Adios in The Cigar Blog.

Fröhlich wird es weitergehen. Dem Neuen «merci» und dem Scheidenden vielen herzlichen Dank …

… und bevor ich es vergesse, ausser mir – dem martischweiz, so mein Übername zu Schulzeiten – hat ja der Herbie unser Personalblogger, ein Leidensgefährte zu Zeiten meines ersten Nachdiplomstudiums, ein eigenes Autorenrecht. Und eben wurde ein drittes freigeschalten …

Biotreibstoffe – ethische und ökologische Klippen


Im Grunde genommen sind Biotreibstoffe ökologisch sinnvoll, wenn da nicht die riesigen Monokulturen, die Gentechnik und die schlechte Ausbeute wäre.

Die «Ausbeute» kann bei Biotreibstoffen technisch und ökologisch von den Pflanzen her angeschaut werden. Je höher der als Biotreibstoff brauchbare Anteil der verwendeten Pflanzen ist, entsprechend höher ist die Ausbeute. Von der finanziellen Seite her sind zudem der Einstandspreis der Pflanze, die Transport- und Verarbeitungskosten und nicht unwesentlich, was mit dem verbleibenden Rest der Pflanze gemacht werden kann. Entsprechend ist die finanzielle Ausbeute höher oder geringer. Verschiedene Punkte von Biotreibstoffen haben wir bisher betrachtet.

Die Ausbeute findet aber leider oft auch im ethischen Bereich statt. Grossgrundbesitzer kontra Kleinbauern.

Die SWISSAID bringt im neuen Magazin auf Seite 10/11 einige Hintergründe: «Für das gute Gewissen Europas vom eigenen Land vertrieben

Unten auf Seite 11 ist vermerkt «Agrotreibstoffe» in der Schweiz. Die SWISSAID stellt fest, das Biotreibstoffe nichts mit Bio zu tun haben – im Gegenteil. In ähnlichen Worten habe ich dies vor vierzehn Tagen geäussert – aber nur beim Bioethanol. Das bedeutet, dass wir langsam aber sicher umlernen müssen. Es gibt keine Biotreibstoffe, nur Agrotreibstoffe … bis auf Ausnahmen, aber ich muss ja in Zukunft auch noch was zuschreiben haben.

Mischkultur

… über Salatöl schreibe ich schon morgen – nicht über Raps aus dem Department Ardèche (schöne Mischkultur einige Kilometer zwischen der Ardèche und dem Bois de Païolive) … welches dürfte nicht schwer zu erraten sein.

Schweizer Immobilienbrief. Nr. 27


«Das Geld liegt buchstäblich auf der Strasse» – aber der richtige Sektor ist wichtig und entscheidend, wo, wie, bei wem und wann man investiert.

Logistikimmobilien muss man haben. Der Artikel überzeugt und für Interessierte wird auch eine Veranstaltung weiterhelfen. Dieser Sektor wird garantiert eine Zukunft haben – aber die Mithilfe eines Fachmanns ist wichtig, denn es gibt verschiedene Möglichkeiten in diesen Sektor zu investieren. Über Immobilien, Beteiligungen oder direkt über Logistikfirmen.

Es gibt auch Investments in den Logistikbereich, bei denen ich Bedenken habe. Ob der Kauf der New Yorker Derivatebörse International Securities Exchange (ISE) erfolgreich wird, zeigt erst die Zukunft. Bei einer allfälligen Börsenkorrektur oder gar einem Börsencrash dürfte der Handel mit derivativen Produkten stark einbrechen. Logistik ist nicht immer ganz einfach.

… weiter als pdf-Datei im gleichen Fenster

… oder zum herunterladen auf …

Immobrief

Fernsehen – Deutschland vor Frankreich und der Schweiz?


Für börsenkotierte Firmen ist Werbung ein beachtlicher Aufwandposten, für einige besonders Fernsehwerbung – aber nicht auf jedem TV-Kanal.

Blogleser und Blogger sind sehr technisch versiert – zumindest was Computer, Handy und Fernsehen anbelangt. Aber es gibt auch die Leute, die gerne einfach den Fernsehapparat anstellen und meist das Programm 1 anschauen. In der Schweiz das halb Bundes-Eidgenössiche und in Frankreich das Nationale fast noch Monarchistische. Die Schröpfsender! Ja, in Frankreich gibt es auch fast so etwas wie die Rechnungs-AG, die Tresorerie. Auf die Frage ob diese Sender, die von fast allen Fernsehbesitzern im eigenen Land Geld erhalten, deshalb das bessere Programm haben, möchte ich nicht eingehen – ich würde mich wiederholen müssen.

Wer im Ausland ist und Fernseh-Heimweh hat, der ist als Franzose oder Schweizer irgendwo im Ausland auf mehr technisches Wissen angewiesen, als der Otto-Normalverbraucher hat. Die Satelitenschüssel, die oft schon ein technisches Debakel an sich ist, bringt den Traumsender nicht. Hoffentlich kriegen sie nicht den Verleider. Im Ausland dürfen wir Privatsender oder zum Beispiel auch die deutschen Sender anschauen – gratis und ohne technische Zusatzaufwendungen – aber auf unsere Mundart müssen wir verzichten. Nicht immer. Reinigen, aufräumen, das Dossier swissblogpress (rechter Banner anklicken) verstauen und zappen … und da spricht einer Mundart, Mörgeli schon abends spät und den da kennst du doch. Das ist der mit dem Verleider, nicht dass er mir verleidet, im Gegenteil – ein Blogger im Fernseher. Echt auf Sendung, aber vielleicht eine Konserve, da kein einziger Teilnehmer müde zu sein scheint. Man diskutiert unter anderem über die Arroganz der Deutschen. Und wenn Schweizer und Deutsche aufeinander prallen, wer in welcher Sprache spricht. Genau gleich, wie letzte Woche in Frankreich.

Zur Erinnerung, die Deutschen, das sind die, mit dem Gratisfernsehen und erstaunlicherweise werden die Sender, die via den heissen Vogel angeschaut werden, auch zu Hause mehr betrachtet. Welche Werbung finden sie besser? Oder welche schauen sie sich ab und zu an? Es gibt auch gute Werbung, die in der Schweiz läuft. Falls sie jetzt technische Probleme haben, das ist eben tippisch. Die 11 besten Werbefilme liefen auch nicht alle zuerst im Fernseher. Der allererste Werbefilm der Welt ist auch dabei – eine Schweizer Produktion. So ändern halt die Zeiten …

… und als die Diskussionsrunde mit Muschg, Bock, dem deutschen Botschafter in der Schweiz und eben Jens Wiese über Wagner, Goethe und Holbein diskutieren beginne ich ohne Werbung zu zappen … den Jüngeren schaue ich mir lieber in Basel live vor Ort an.

Holbein Totentanz

Der Totentanz von Holbein dürfte damals als Aufklärungsplakat etwa gleich ein zu stufen gewesen sein …

SGB

…wie heute die Werbekampagne des schweizerischen Gewerkschaftsbundes

… und noch etwas, Holbein willentlich Basler, eigentlich Deutscher und in England gestorben – an der Pest, dem Thema des Totentanzes. So brutal kann Werbung sein. Ob Pest oder Invalidität – es trifft Arm und Reich.

SNB – 99. Generalversammlung und doch schon 100


99. ordenltich Generalversammlung der Aktionäre vom 27. April 2007

100 Jahre alt wird sie, die Schweizerische Nationalbank. Wann? Dieses Jahr einmal. Operativ im Juni – rechtlich Anfangs 2006. Wenn es da nicht die Einladung für die Aktionäre gäbe, wüsste man ja gar nichts. Oder vielleicht durch Zufall. Haben sie diese Briefmarke schon einmal gesehen? Briefmarken und erst noch interessante sieht man heute selten. Selbstklebend müssen sie sein – oder noch lieber nur einen Stempel und schon gar nicht solche, die grossflächig sind und ein grosses Maul benötigen. Oder zumindest eine feuchte Zunge.

Über die SNB wurde schon viel geschrieben, sie publiziert ja auch jede Menge an Zahlenmaterial, aber selbst ist sie für Aussenstehende nicht so ganz durchsichtig. Wem gehört sie? Nationalbank! Den Schweizern wohl, dem Bund? Der Bund ist nicht beteiligt, rund 55 % gehört den Kantonen oder deren Kantonalbanken, die wiederum in etwa die gleiche Durchsichtigkeit an den Tag legen wie die SNB. Wenn erstaunt es, dass ich hier als Depotvertreter keinen Einlass habe. Hätte, denn eine Teilnahme hat mich noch nie gereizt. Trotzdem herzliche Gratulation … und danke für eine ganz andere Einladung heute abend in Bern. Le Prince, ich bin halt heute noch für Frankreich, für die EU, eingestellt. Das Nationale kommt erst im Verlauf des Nachmittags … «vous avez à declarer quelleque chose?»

SNB Briefmarke

Biomilch, Plastikmilch, Katzenmilch …


Der Bio-Boom scheint in einigen Ländern nach zu lassen. Grässlich, was die Menschen so alles zusammen essen und trinken.

Die deutschsprachigen Länder sind nicht immer ideal, um einen Wandel in Trends fest zu stellen. Wir sind zu modern, zu aufgeschlossen. Auch die USA ist nicht ideal, um Trendänderungen zu erahnen. Das Land ist zu extrem, zu gegensätzlich. Entweder total Bio oder dann halt … igit, was da alles zusammen gegessen und getrunken wird. Die Masse ist für die Börse entscheidend (oder Nischenplayer – bei kleineren Unternehmen). An der Masse verdient man Geld – und wenn man auf Aktien setzt, die von den Massen profitieren. Machen sie einen kleinen Test, ob sie zur Masse der Ungenussmenschen gehören. Laut Google gibt es keine und deshalb nehmen sie den Test humorvoll:

1. Kaufen sie immer mindestens vier Liter Milch zusammen ein und vor allem, sind die in einer mit Plastik verschweissten Trageinheit?

2. Sie haben Hunger, aber kein Geld bei sich. Gehen sie in ein Einkaufszentrum und schauen sie nur die Einkaufswagen, was da zusammen gekauft wird. Haben sie immer noch Hunger?

Gehören sie nun zur Gattung kulinarischer Tiefflieger? Dann haben sie zwei Pluspunkte zu gut. Erstens werden sie bei uns in Europa in keinem Laden verhungern, es sei denn sie besuchen einen Feinkostladen oder einen Markt. Da gibt es Produkte, die man noch selbst zubereiten kann. Ausländische Märkte sind herrlich. Was nehmen sie mit in die Schweiz, oder Deutschland? Gemüse und Früchte? Die Masse wohl kaum.Und eben, zweitens, die Masse hilft den Aktienbesitzern.

Die «guten» Produkte sind vielfach billiger als das heiss geliebte Convenience Food. Dieser Trend ist nicht ganz neu, aber erstaunlich ist, dass einige Bioprodukte, die vor einigen Jahren endlich auch in Frankreich erhältlich waren, wieder verschwunden sind. Bei der Milch liegt es vielleicht nicht nur am «bio», allenfalls auch am Platz. Milch wird wie Mineralwasser gelagert – ungekühlt, entfettet und trotzdem angereichert, Palett weise und in Plastikflaschen, die manchmal sogar den Geschmack der Milch überflügeln. Unmengen an dauerhaltbarer Milch. Dafür im Kühlregal dann einige wenige Flaschen rote, blaue ober keine grüne Milch mehr.

Mineralwasser oder Milchprodukt? Milch ist eine Flüssigkeit, die weibliche Säugetiere aus Drüsen abgeben. Hier stimmen zumindest mal die vier ersten Worte und wer zum Beispiel Eichmilch im Wein geniesst, vielleicht nur convenient ernährt, die müssen sich nicht wundern, dass Muttermilch mit bis zu 300 Industriechemikalien belastet ist. Es gäbe noch viele Arten von Milch zu trinken. Versuchen sie doch mal Gletschermilch, Stutenmilch, Eselmilch, Kamelmilch oder neu auch in Frankreich erhältlich, Katzenmilch …

Katzenmilch

… es lebe der Hochgenuss. Aber Achtung, einige Produkte könnten so schlecht (verkäuflich) sein, dass selbst Aktionäre nicht zum Genuss kommen.