Unschuldsvermutung gilt jetzt auch für Unfallopfer

Im Kapitel „Unrechtliches und Rechtliches“ gibt es im Finanzblog noch nicht viel zu lesen … aber es gibt ziemlich viel Material für ein Buch.

Wer schlägt sich schon gerne mit Versicherungen herum. Lieber gesund und ohne Probleme, als mit diesem Apparatschick herumkämpfen zu müssen. Wichtig ist aber, dass man gut versichert ist. Der Vorschlag von Prof. Wittmann mit einer Grossriskikoversicherung ist leider nie zustande gekommen.

Das „EGMR schützt Privatsphäre von Unfallopfern“ – bei Privatdetektiven dürfte es in der Schweiz etwas weniger Versicherungsaufträge geben. Viel zu schreiben gibt es dazu nicht. Zum Urteil zumindest nicht. Für das bisher verursachte Leid schon, da gibt es doch einiges zu beobachtern. Zahnschäden die durch eine Chemotherapie verursacht wurden, wird vom „kranken Transportpersonal“ einfach als Krankheit abgetan. Ein Leistenbruch, der bei einem Sturz verursacht wurde, wird als Krankheit eingestuft, sagt der „Bewegliche Einrichtungsgegenstand“. Pseudonym? Nein, Denksportaufgabe, Detektivaufgabe oder einfach Ausschalten der Haftpflicht – se no è vero, è ben trovato. Könnte man doch gleich als Buchtitel benützen. Eigentlich ist unsere juristische Gilde zum Teil heute birreweich, was die alles für Eventualitäten ausdenken. Heute wird nicht mehr Recht gelehrt, sondern Unrecht studiert.

Ethisch denkende Juristen ist etwas vom Besten und Seltensten was es heute gibt. Ich kenne einige und mehr andere, aber diese nicht so gut. Schade, dass der Verlauf der Zeit so ist. Vielleicht ist es so etwa wie mit dem Ei und dem Huhn. Jedes Loch, das von Juristen gestopft wird – Politiker sind oft oder dann so was wie verkappte Juristen – wird von Kriminellen wieder geknackt. Auf der Strecke bleiben die Ehrlichen. Deshalb ist dieses Urteil ein super Erfolg für die Menschenrechte.

Detektive müssen halt nun mehr im Netz suchen. Nur, die Suchhilfen wurden in letzter Zeit deutlich schlechter. Heute regen sich die Anwender viel mehr über die verschiedenen Suchmaschinen und die nicht mehr auffindbaren Resultate auf. Zuviele Daten? Ich weiss es nicht, muss mich mal mit einigen Kollegen absprechen, ob die mehr wissen.

Deshalb entschuldige ich mich auch wieder einmal, dass vor allem ältere Links auf dem Finanzblog.ch oder libref.ch ins Leere laufen. Die Umstellung von Kaywa zu Hoststar hat einige Kratzer abbekommen. Vielleicht habe ich mal Zeit und vor allem Lust, mich der Mathematik anzunehmen, ob die ein solches Problem lösen könnte. Einfach ganz andere Wege gehen. Und dann ist da noch WordPress. Vielleicht weiss jemand, wie ich eine bessere Suchmaschine installiere. Manchmal bin ich auf die chaotische Art erfolgreicher und vor allem schneller, als mit den weitverbreitesten integrierten Hilfsmitteln.

Auf alle Fälle finden sie so den Artikel über Wittmann schneller – der mit den Grossrisiken. Ein anderer wäre heute wieder lesenswert – die „10 goldenen Regeln„. Nur nachdem das verflixte 7. Jahr nach Erscheinen sich dem Ende naht, gäbe es da noch was zu ergänzen. Nicht an die Inflation hätte Wittmann denken sollen, sondern an die lange Niedrigzinsphase. Und wenn wir wieder mal die langfristigen Charts der Aktienmärkte anschauen, könten wir an einige dieser Regeln denken, aber auch hier könnte man sich zum Beispiel beim DJ Trump ieren.

Sorry, seien sie doch nicht so juristisch und übersehen doch einfach ab und zu mal meine Schreibfehler. Ihr DJ Stephan – damals einfach Discjockey Stephan. Heute ganz einfach: SMS – Stephan Marti Schmiedrued, Schweiz oder Saint-Ambroix.

 

Machtmissbrauch


«Die US-Regierung hat ihre Macht missbraucht», schreibt der Tages-Anzeiger

„Der Prozess gegen Raoul Weil sei von Beginn weg zum Scheitern verurteilt gewesen, sagt dessen Verteidiger Aaron Marcu. Das Justizministerium habe ein wichtiges Ziel jedoch bereits mit der Anklage erreicht“

Vermutlich kennen auch sie keinen der Beteiligten, vermuten oder wissen aber, dass in den USA ab und zu etwas nicht rund läuft und begreiffen, dass Prozess führende Juristen eigentlich die schlimmste Menschengruppe ist, weil sie immer gegeneinander kämpfen und 50 Prozent unterliegen. „Vergleichen“ sie das mal mit den Finanzmenschen – die einen kaufen und die andern verkaufen. So unähnlich sind sich die beiden Gruppen gar nicht. Sogar die Denkweise ist oft ähnlich. Sie sind sicher überzeugt, dass es hier an beiden Orten „Gute und Schlechte“ gibt und dass man sich nach einem Deal, freundlich und friedlich begegnen kann.

Können sie sich aber das Gefühl vorstellen, das Herr Weil hat, weil er nach Jahren des Kampfes gewann? Vermutlich nicht.

Promeos GmbH Nürnberg – Jubiläum beim Technologieführer

„Woche der Umwelt“ mit Joachim Gauck, Bayrischer Umweltpakt, Top 100, Bayrischer Energiepreis, Deutscher Gründerpreis und beim EU-Fördermittelprogramms LIFE III mit dem „best projects award“ ausgezeichnet. Das spricht eigentlich für dieses Unternehmen. Nicht nur heisse Luft.

Auszeichnungen zu Hauffregelmässige Meilensteine. Nur die Geldgeber, die Dr. Jochen Volkert unterstützen, tappen eher im Dunkeln. Im Gegensatz zu den Medien mit der viel gerührten PR-Trommel. Blicken wir mal in die Geschichte. Jochen nennt dies einen wahren Gründungskrimi. Seit über zehn Jahren sitzen die Patente in einer Schwestergesellschaft. Interessant ist, dass Geldgeber für die aus der Konkursmasse von Invent herausgekauften Patente bis heute weder einen Beteiligungserfolg oder eine Verzinsung erhalten haben, noch Informationen über den Geschäftsgang. Beim Geschäftsführer Volkert herrscht Funkstille – vielleicht wegen Dauerstress. Zum Fest eingeladen wurden sie. Zuviel Stress ist ungesund, das könnte ins Auge gehen.

Die Porenbrennertechnologie wird in den Bereichen Stahl- und Aluminium, Textil, Glas Kunststoff und Gummi eingesetzt. Eine Technik, die man auch in Unternehmen der Schweiz einsetzen könnte. Hier wäre auch das Know How, um eine österreichische Firma zu kaufen, die vermutlich ins Konzept passen würde.

Die Technik lässt sich vereinfacht etwa so beschreiben. Dass eine normale Flamme nicht sehr wirksam ist, kann ganz einfach mit einem Feuerzeug ausprobiert werden. Den Finger über die Flamme halten … bleiben sie besser im Untersekundenbereich. Aber den Finger wenige Millimeter neben der Flamme hinhalten. Haben sie das schon mal ausprobiert? Hier wird es nicht heiss. Die Kunst ist, die Flamme besser zu verteilen. In der Schweiz lief sogar eine der ersten Testanlagen.

Dieses Prinzip hat mir schon wenige Jahre vor der Jahrtausendwende ein Bekannter erklärt. Und persönlich kennen gelernt haben wir Jochen anlässlich einer Roadshow zur Geldsuche, die von der Schweizer Börse veranstaltet wurde. Er war auch mal Gast bei den Business Angels Schweiz und von dort her sind sich Investoren gewohnt, dass sie einen langen Schnauf haben müssen. Und vielleicht ist er ja nur überbeschäftigt, denn gestern und heute waren noch der „26. Deutscher Flammentag“ – Feuer und Flamme.

Wir wünschen der Promeos GmbH, der Schwestergesellschaft und Jochen auch für die nächsten zehn Jahre viel Erfolg, dass sie sich mal melden mögen und der Jubiläumskrimi ein gutes Ende findet.

Sunrise – Paradoxe Interventionen – 6. Folge


„Der Kunde ist schuld denn dieser will seine Lieferanten ausnehemen, hintergehen, nur profitieren denn sonst wäre man ja nicht Kunde geworden“ …

… das sind nicht meine Worte. Sie stammen von jemandem, der in Callcentre TelefonbedienerInnen unterrichten könnte. Und der Satz „Das ist eine unpersönliche Organisation, gefangen in der prozessualen Dummheit.“ kommt aus der Feder, sorry der Tastatur von einem der weiss, wie eine Wirtschaftsredaktion von innen aussieht.

… wer die bisherigen Beiträge über das Sunrise-Sundrom … sorry Sunrise-Syndrom lesen will …

Liebe Sunrise, auf ihr untenstehendes E-Mail vom Freitag, muss ich mich wohl entschuldigen. „Der Arbeitsalltag wär so schön, wenn die Kunden nicht wären“, wie mich jemand selbst zitierte. Ja, die Kunden können einem den ganzen Tag verderben, so meine Version. Ich gestehe, ich bin schuldig. Nicht in den Tatsachen, sondern dass ich vier Tage mal ohne grosse Kommunikation gelebt habe. Zwei Handys waren ja eh blockiert. Und da habe ich das E-Mail von Herrn Diethelm nicht gesehen. Sorry, dass ich jetzt nach rund ein einhalb Jahren warten auf Sunrise, einige Tage ungenützt verstreichen lasse. Ich habe einen Energie-Ort der besonderen Art besucht. Dieser ist für mich, als doch eher immer noch analytisch denkender Mensch, höchst erstaunlich und zeigt tolle Erfolge – war bei Emma Kunz.

Zurück zu Sunrise. Betriebswirtschaftlich nennt man die Art die dieses Unternehmen gegen aussen lebt, die paradoxe Intervention. Der Begriff stammt eigentlich aus der Psychiatrie. Alles ins Gegenteil umwandeln. Vielleicht müsste man das Buch „Machs falsch, und du machst es richtig – Die Kunst der paradoxen Lebensführung“ von Christian Ankowitsch lesen. Aber zuerst lesen sie doch das Mail von Sunrise.

Sehr geehrter Herr Marti

Besten Dank für Ihre E-Mail.

Für die unkorrekte Information, dass Sie sich nie bezüglich dem Speedproblem gemeldet haben, entschuldige ich mich bei Ihnen.

Am 27. Dezember 2010 hat sich Herr A. bei Ihnen gemeldet und Ihnen angeboten, den Sunrise click&call ISDN 5000 Business Vertrag vorzeitig und kostenlos zu annullieren. Damit waren Sie jedoch nicht einverstanden, Sie haben verlangt, dass wir Ihnen die beiden Mobilabonnemente lebenslänglich kostenlos anbieten. Herr T. hat Ihnen dann mitgeteilt, dass wir diesem Wunsch nicht entsprechen können, hat Ihnen aber einen Betrag von CHF 500.00 gutgeschrieben und vorgeschlagen, den Sunrise click&call ISDN 5000 Business Vertrag kostenlos zu kündigen, damit Sie zu Cablecom wechseln können, womit Sie erneut nicht einverstanden waren. Am 13. Juli 2011 hat Ihnen Frau D. erneut den Vorschlag unterbreitet, den Sunrise click&call ISDN 5000 Business Vertrag kostenlos zu annullieren und hat Ihnen einen weiteren Betrag von CHF 295.00 gutgeschrieben. Sie waren damit einverstanden und haben sich bei Frau D. dafür bedankt.

Im Sinne einer Aufwandsminderung in dieser Sache haben wir heute in Ihrem Sunrise Konto den gegenwärtigen Ausstand von CHF 210.40 storniert. In der Beilage erhalten Sie den Kontoauszug mit der entsprechenden Gutschriftenanzeige. Die Mahngebühr von CHF 25.00 haben wir ebenfalls storniert.

Somit ist Ihr Sunrise Konto per sofort wieder aktiv. Um mit Ihren Mobilnummern telefonieren zu können, ist es notwendig, dass Sie die Geräte kurz aus- und danach wieder einschalten.

Wir bedanken uns für Ihre diesbezügliche Kenntnisnahme.

Freundliche Grüsse
Sunrise

Der Kunde ist doch ein Schwein, der will die total ungerecht zur Sau machen. Denkste. „Wir bedanken uns für Ihre diesbezügliche Kenntnisnahme.“ Ich bedanke mich auch und stelle Ihnen, Herr D., doch noch einige kleine, aber wichtige Ergänzungen zur diesbezüglichen Kenntnisnahme zur Verfügung.

Am 14. Dezember 2010 (zehn) habe ich an Sunrise geschrieben:

Es ändert sich auch rechtlich nicht viel, wenn Sie Verträge abschliessen, bei denen Sie sagen, dass das Interrnet auf Lebenszeit gratis sei, denn die zugesagten Geschwindigkeiten entsprechen nur 10% (zehn Prozent) und sind bewegender Grund der Vertragsabschlüsse. Gemäss Auskunft der Techniker von Swisscom und von Ihrem Herrn P., mit dem ich ein äusserst angenehmes Telefonat hatte, sei das beste, wenn ich mit dem Internet auf Kabel umsteige, damit die Geschwindigkeiten deutlich gesteigert werden können. Zudem ist die Telefonie technisch auch über das Kabel besser, denn in Schmiedrued habe ich bei der geringen Datenübertragung Rückkoppelungen bei der Internettelefonie.

Da ich im Grossen und Ganzen mit Sunrise stets zufrieden war, denke ich, dass Sie mir nun einen Vorschlag unterbreiten, wie lange ich mit zwei Handies gratis telefonieren kann, um die Differenzen, die ich während mehr als 2 1/2 Jahren zu viel bezahlt habe, ohne Einschalten von Rechtsanwälten und dergleichen, wett zu schlagen.

Darauf hatte ich am 27.12.2010 tatsächlich mit Herrn A. telefoniert und hatte auch ein echt gutes Gespräch. Gleichentags ein Gespräch mit Herrn T.. Er bietet CHF 500 an und ich bin der Meinung, dass der unrechtmässig verlangte Betrag eher meine Handykosten für ein Leben decken würde. Am 6.1.2011 hat er sich noch einmal telefonisch gemeldet und gesagt, CHF 500 sei sein letztes Wort – er ist ja, wie er sagt, aus der Geschäftsleitung.

Mit dem Betrag war ich nicht einverstanden. Eigentlich verständlich, denn er ist viel zu klein. Und wie viele Tausend Schweizer bezahlen noch heute zuviel an Sunrise? Und dann wollte ich zu Cablecom, gemäss Sunrise. Die scheinen nicht einmal Ihre Konkurrenten zu kennen. Die Cablecom ist es nicht. Auch wenn über diese Firma viel in ähnlicher Art geschrieben wird, ich habe hier wirklich keine Erfahrung. Ich kannte nur den Kabelfernsehpionier dieses Unternehmens, Leo Fischer. Einen seiner Sätze die Leo an uns richtete vergesse ich nie. „Ich werde solange nachfragen, bis ich alles ins Detail begriffen habe und wir Verwaltungsräte alle auf gleichem Niveau in allen Bereichen diskutieren können. Wenn ihr was von mir nicht versteht, dann fragt sofort nach.“ Eine sehr wichtige Weisheit.

Nachgefragt habe ich bei Sunrise, wann ich endlich mit allem (Internet und Festnetz, sowie Mobile) weg kann. Die eine Aldi-SIM-Karte habe ich kurz darfauf gratis erhalten, die dann aber für ungültig erklärt wurde. Ich wollte auch eine schriftliche Stellungnahme. Die kam nie, Dafür werden von Sunrise im Mail Halbwahrheiten so umgedreht, dass der Kunde der Schuldige ist.

Lieber Herr D., im Herbst 2010 habe ich bei Sunrise ordnungsgemäss gekündet und seither wurde x-mal gesagt, dass alles in Ordnung sei und x-mal, dass nichts gekündet sei. Aber es folgen Rechnung auf Rechnung. Ihre letzten Zeilen in Ehren, aber auch sie verfallen der üblichen Sunrise-Masche. Etwas stornieren, aber nicht künden und dafür sorgen, dass ich endlich Sunrise von weg kann. Sie sollen nicht stornieren, sondern mir einen entsprechenden Anteil rückvergüten. Und noch etwas, bevor Frau D. ins gleiche Horn blies, habe ich mir noch einige Daten notiert – und einen Brief an die Geschäftsleitung geschrieben. Bitte machen sie endlich etwas mit Händen und Füssen, nicht dass ich in Bern beim anschauen der C&A-Schaufenster noch die Nachbartüre zur ComCom nehmen muss.

Ich möchte auch keinen Ehrendoktortitel erhalten, nur Gerechtigkeit. Den Doktortitel können sie heute für CHF 49 kaufen, den Prof. h.c. Dr. h.c. für CHF 69 – rund eine Monatsrate für zwei Handy resp. die Internetgebühren von Sunrise. Das ergäbe einen schönen Doktor-Titel. Teddy hat keinen gekauft.

Da kann man ja nur sagen: „Mein Gott Walter„.

Macht Sunrise Fortschritte? – 5. Teil


Absichtliche Kundentäuschung, denn Telefon-Freileitungen schaffen im Internet nur 600 Kpbs statt der versprochenen 5000, Rechtliches und Ethisches wird von Sunrise mit Füssen getreten und nun scheint Sunrise doch Fortschritte zu machen …

Alles Gute zum Geburtstag und einen wunderschönen Tag wünscht Ihnen Sunrise.

All die andern können mir nicht via Mobil zum Geburtstag gratulieren, denn Sunrise hat die beiden Mobiltelefone gesperrt – inkl. Notfallnummern. Aber Sunrise schafft es mir obigen Wunsch mitzuteilen. Danke, es scheint, dass man doch mit Sunrise langsam vernünftig diskutieren kann. Nur warte ich immer noch … auf Sunrise und das Bakom.

Wenn die ganze Story interessiert: Am einfachsten von Sunrise Mobile gesperrt rückwärts lesen.

Sunrise zum Vierten – die verschenken Millionen


Hab ich ein Glück, knapp drei Millionen Kunden und mein Brief vom 12. Februar 2012 wird beantwortet – sorry, die Ereignisse überschlagen sich und mit der Chronologie von Sunrise habe ich einige Mühe … die drei letzten Finanzblogbeiträge bringen etwas Ordnung ins System.


Sunrise Brief und Marke
(Darauf klicken, um den Text zu lesen)

Da schreibt doch Sunrise, dass es ihnen nicht möglich ist, laufend jeden Haushalt zu überprüfen, ob der einwandfrei funktioniert. „Dabei sind wir darauf angewiesen, dass uns die Kunden, welche ein technisches Problem mit unseren Produkten beklagen, entsprechend informieren.“

Lieber Herr D., informieren Sie sich bitte vorher, was ich gemacht habe. Ich habe Sunrise im Sommer 2008 (acht) informiert und es wurde von Sunrise mehrmals negiert. Das ist nicht nur Unwissen, das ist schlicht und einfach Betrug, denn der Monteur der Swisscom hat mir erzählt, dass dieses Problem der Freileitungen seit langem bei der Swisscom und der Sunrise bekannt sei.

Ich beleiche nicht CHF 235.40 – ich habe eine Gegenforderung von etwa CHF 3000. Und die restlichen Fakten, die Sie erwähnen, stimmen in dieser Art nicht. Lesen Sie die Blogbeiträge, wenn Sie die Unterlagen bei Sunrise nicht mehr finden.

„Wir bedanken uns … für Ihr Verständnis.“ Da hab ich langsam aber sicher Mühe. Wenn Sie bei jeden Kunden, der berechtigt reklamiert – ich habe selten von unberechtigten Reklamationen gehört – ernst nehmen und 10 Minuten an Zeit einsparen, könnten Sie vermutlich Millionen an Franken einsparen. Also informieren Sie sich einmal richtig, bevor Sie wieder so nichtssagende Standardtextblöcke in einen doch schon etwas personalisierten Brief schreiben.

Ein solcher Brief zeigt nicht nur das Unwissen, das hier bei Sunrise zu Tage tritt, sondern ist schlicht und einfach eine Frechheit. Und lieber Herr Diethelm seien Sie doch erlich. Den Brief haben nicht Sie geschrieben, nur flüchtigst unterschrieben. In einem meiner Nachdiplomstudien haben wir auch über Grafologie siniert. Nicht dass ich dies heute beurteilen kann. Aber lieber Leser, vermuten sie anhand der Unterschrift nicht auch, dass der arme Herr D. hunderte gar tausende Reklamationsschreiben pro Tag unterschreiben muss. Die Unterschrift ist noch kürzer, als mein Kürzel SMS.

Herr D., ich hab Verständnis, dass Sie sich nicht jeder Reklamation annehmen können. Aber wenn man die Marketingeffekte anschaut, wäre es langsam an der Zeit, meine Kritik ernst zu nehmen, denn ich bin nicht der Einzige, der meine Beiträge liest. Und bitte keine Hüftschüsse mehr, nehmen Sie die Sache langsam ernst …

Huftschuss - Frühlingsschmetterling

.. aber lassen Sie diese Zeilen doch einen kurzen Augenblick auf sich einwirken. Im Grunde genommen mache ich ja auch Hüftschüsse … zumindest mit dem Fotoapparat … freuen wir uns über den heutigen warmen Tag mit einem Schmetterling an einem Schneeglöckchen … und wenige Meter daneben liegt noch Schnee.

PS Mail an: d…@sunrise.net – lesen Sie doch einmal www.finanzblog.com – bin für Sie heute auf 079 407 13 77 erreichbar – falls Sie das Mobile deblockieren

Sunrise zum Dritten und der Weltgebetstag


„Lieber Gott schaff mir die Sunrise vom Hals… nein … lieber Gott verschaff mir einmal Zugang zum Boss von Sunrise!“ Ich frage mich nämlich, ob dieser wirklich weiss, was seine Adlaten so alles zum Besten (Schlechtesten müsste es eigengentlich heissen) geben.

„Sehr geehrte Damen und Herren“

… ach, lesen sie doch selbst, was ich heute von der Sunrise in der Briefkiste – ja habe noch keinen Briefkasten – vorgefunden habe … Sunrise – letzte Zahlungsauforderung (pdf in separatem Tab öffnen).

Das sind die fehlenden Softwarekenntnisse. Nicht dass ich nicht herausfinden würde, wie man den Programmsalat mischt, damit das PDF automatisch in einem separaten Tab eröffnet wird. Ich mag jetzt nicht. Habe in meinem Hause nicht unzählige Softis die ich für solche Lapalien beschäftigen kann und Sunrise kann es ja auch nicht.

Nehmen wir diesen Brief doch kurz auseinander. Das meine Firma vor mehr als drei Jahren einen Namenswechsel mitgemacht hat, werden die wohl nie mitkriegen. Ich hab dies schon mehrmals am Telefon erwähnt. Vor einigen Jahren war es möglich, der Sunrise anzurufen und zu sagen, stellen sie doch bitte die Rechnungen immer auf den Firmennamen aus und nicht auf den Privatnamen. Das ging schneller, als die obligate Musikberieselung vor jedem Gespräch – laut, damit man sich so in der Agressivität steigern kann und dann kommt eine leise Stimme von der man hört: „Sunrise … und dann wird es meisten so leise, dass man selten einen Namen auf Anhieb mitbekommt.

Vielleicht „Damen und Herren“ aus zwei Gründen. Dem Executive Director Business Sunrise schreibe ich heute einen persönlichen Brief, er soll doch mal das Finanzblog lesen. Nicht irgendein Finanzblog. Das Original – „wer hats erfunden?“ – der SMS. Wenn er mir zum Geburtstag gratuliert, hat er es gelesen oder zumindest einen hat ihn darauf aufmerksam gemacht. Herr E. erhält den Brief am zweiten März – dem Weltgebetstag für Frauen. Männer dürfen auch beten … müssten wäre vielleicht das bessere Wort. Ich werde daran denken. Ja, der liebe Gott, mitte März wird ein Beitrag von www.libref.ch ins Finanzblog kopiert. Oder umgekehrt? Beim Bund-Essay-Wettbewerb hat es nicht gereicht. 221-igster Platz? Toll wieviele Menschen sich heute über das Verhalten der Menschheit Gedanken machen.

Da wüsste ich als zweiten Grund der Sunrise eine Dame, die als Ausbildnerin dienen kann. Wir empfehlen uns gleich im Zweierteam. Ich als Hofnarr – betriebswirtschaftlicher – nicht so wie mich dieser Standardbrief zum Narren hält. Jeder Migros-Club-Schüler schafft nach dem ersten Monat einen besseren IT-mässig aufgebauten Brief. Entschuldigen sie bitte, nicht gegen Migros-Club-Schüler – war schon mehrmals einer – die können das oft schon vorher. Ja was denn?

Den Brief nicht gelesen? Die schreiben wohl die falsche Firma, aber den richtigen Herr Stephan Marti an und dann folgt die Anrede „Sehr geehrte Damen und Herren“. Der Kanditat hat 100 Punkte. Vermutlich wird dieser Standardbrief nicht nur zu Fasnachtszeiten (Faschingzeiten, liebe deutsche Leser) ausgedruckt. Übrigens, dass „Herr“ in der Adresse wurde vor Jahrzehnten abgeschafft. Nur haben es wirklich noch nicht alle bemerkt. Geschweige denn herausgefunden, dass es eine Serienbrieffunktion gäbe.

Und welche Anforderungen werden an Stellensuchende gestellt – so schnell mal was gegoogelt (guglet heisst auf Berndeutsch gelacht): „Bewerben Sie sich jetzt bei Sunrise Communications AG für den offenen Job als … Dieses Inserat befindet sich auf der Website des Inserenten. … insbesondere Outlook, Word und Excel. sowie praktische Erfahrung mit der Applikation Clarify …“ . Noch welche Fragen? Vermutlich findet Sunrise nur schlecht Leute oder schraubt ihre Anforderungen herunter, sonst stände in diesem Brief nicht „innert fünf Tagen ab Briefdatum“ – Microsoft liefert mindestens 16 verschiedene automatische Datums-Formate.

„Bleibt der Zahlungseingang weiterhin aus, gilt dieses Schreiben als Kündigung“. Lieber Herr C., ich habe vor 1 1/2 Jahren gekündet. „Lesen Sie hierzu unsere Tipps auf der Rückseite dieses Schreibens.“ Lesen Sie meine, denn mein Blogbeitrag erscheint nicht nur im Finanzblog … der ist an mehreren Orten aufgeschalten. Und bei Google wurnderbar verdrahtet. Und ich werde weiter berichten, die Leser auf dem Laufenden halten. Auch ein positiver Ausgang wird vermerkt. Ehrensache.

„Wir behalten uns vor, die Forderung auf dem Rechtsweg geltend zu machen.“ Meine Forderung an Sunrise beziffere ich einmal mit CHF 3000. Die Reklame ist gratis aber ich behalte mir vor, die guten Tipps in Rechnung zu stellen.

„Sollte es Gründe geben, die einer Zahlung im Wege stehen, teilen Sie uns diese zur Vermeidung von Rechts- und Kostennachteilen bitte möglichst umgehend mit.“ Scherzkeks ist noch so der mildeste, harmloseste Ausdruck, der mir eben einfällt. Wenn ich von Sunrise ein Zeilengeld für Mitteilungen hätte, dann gäbe das einen schönen Nebenverdienst.

Die freuen sich auch, ihre vorteilhaften Dienste weiterhin anzubieten. Unterschrieben, nicht mal eingedruckt, hat heute keiner … Ihr Customer Care Team … ja der Kunde kann einem den ganzen Tag versiechen.

Und da wird noch mitgeteilt, dass die Gratis- und Notrufnummern auch gesperrt sind. Ich habs dem diensthabenden Beamten ohne Rechte letzten Samstag schon gesagt. Ich arbeite dieser Tage ab und zu mal auf der Leiter und bin immer noch nicht ganz standfest. Zumindest, was die Trittsicherheit anbelangt. Sollte mir was passieren und ich kann nicht telefonieren, dann kriegt Sunrise ein echtes Problem. Fachleute sagen mir, dass dies von Seiten Sunrise eher ungeschickt oder sonst so was Ähnliches sei. Und meine Zur-Schau-Stellung sei kein Problem, denn dies ist mit oder eher gegen Sunrise schon öfters der Fall gewesen.

Lust an der detailreicheren Geschichte über Sunrise, dann scrollen sie im Finanzblog einfach nach unten. Sie erfahren dann auch, wieso die Sunrise vor allem die Bevölkerung auf dem Land hintergeht – weil diese zum Teil noch Telefonfreileitungen haben.

PERSÖHNLICH
Executive Director Business Sunrise
Binzmühlestrasse 130
8050 Zürich

Schmiedrued, 29. Februar 2012

C22709943

Sehr geehrter Herr E.

Danke für Ihr Standardschreiben vom 27. Februar 2012, das Sie vermutlich gar nie zu Gesicht bekamen. Falls dem so ist, würde ich, wenn ich an Ihrer Stelle sässe, einige Mitarbeiter zitieren und Tacheles reden. Aber erst, nachdem Sie die letzten drei Beiträge und mindestens meine Kommentare auf www.finanzblog.com gelesen haben.

Ich habe Sie schon einmal angeschrieben und neben meiner Reklamation eine Geschäftstätigkeit vorgeschlagen. Diese wurde Tatsache. Es würde mich freuen, Sie persönlich kennen zu lernen, denn Ihr Unternehmen braucht dringend einen Hofnarren betriebswirtschaftlicher Richtung, der Schwachpunkte mit Lösungsansätzen verbindet. Das meiste Wissen steckt immer im Unternehmen. Man muss es nur anzapfen können.

Der Finanzblogger lässt sich nicht für den Narren halten, ist aber bestens geeignet, eine solche Funktion auszuüben.

Mit freundlichen Grüssen
MARTI+PARTNER

Stephan Marti

Sunrise: Betrüger, Schlawiner, Preller oder Geprellte?


Eine wahre Geschichte, oder eine erfundene Geschichte? Finden Sie es selber heraus. Falls sie das Internet über eine Freileitung via Telefonstangen beziehen, sollte dies leicht fallen. Die Download-Geschwindigkeit entspricht etwa der versprochenen Uplowd-Rate – 600 Kbps, statt 5000.

Ob das eine Prellung sein könnte? Ich tippe eher auf Schädelbruch. Angefangen hat alles vor Jahren als Sunrise noch nicht aufgegangen war und man und ich mit Diax telefonierte. Zuerst nur mit dem Mobile, einem „Baustellenhandy“. Das Internet gab es nur über Kabel oder Telefon.

Wieso gerade Diax und warum bin ich anschliessend bei Sunrise geblieben? Ganz einfach, weil die Beratung für Kleinunternehmer wesentlich besser war. Eine Anlaufstelle, echt und gut ausgebildeter Verkäufer den man sporadisch auch an Anlässen des „Verkauf Schweiz“ sah. Keine Schnellbleiche. Ihn konnte man alles fragen, er half in kurzer Zeit. Vielleicht hatte ich ja nur Glück weil das Leben oft Personen abhängig ist. Ihm wurde von Sunrise gekündet. Zu alt, zu teuer, weiss zuviel und ging sogar noch auf Klein-Kundenbesuch, die bekanntlich auch Mist machen. Gleichviel wie Sunrise?

Heute ist das anders. Laute Musik … für Deutsch drücken sie die 1 … der Anruf kann für Schulungszwecke aufgezeichnet (das Wort stammt aus Zeiten der Wachswalze – Edison lässt grüssen) werden … und dann meist warten, bis jemand vom Call Centre Zeit hat. Dann das Schönste für einen Konzern der sich tagtäglich mit Software und Elektronik herumschlägt. „Welche Nummer haben sie?“. Diejenige, die man eben eingetippt hat und sich dabei schon gefragt hat, ob die keine Nummernerkennung haben. Das gab es schon vor mindestens 15 Jahren. Manchmal sag ich dann einfach 43 oder 44, jenachdem wie der Schuh gerade drückt.

Sunrise-Couvert

Fünf verschiedene Anschriften an einem Tag. Das ist Rekord – und alle nur für mich. Ein Kollege lacht jetzt. Er hat mir mal drei Stunden das Wort Entität erklärt. Sarkastische Bemerkungen sollte man bei Sunrise-Call-Center-Menschen unterlassen, vermutlich sind das keine Frühaufsteher. Die nehmen immer alles persönlich. Dabei hat niemand etwas gegen diese Personen. Aber bei all den vielen Anrufen musste ich feststellen, dass die Tendenz da ist, den Kunden als Nichtwissend und technisch unbegabt hinzustellen. Die einen rühmen Sunrise als Arbeitgeber und sind der Überzeugung – zumindest versuchen sie es gegen aussen – dass hier keine Fehler entstehen. Ähnliche Gehorchsams-Strukturen kennen wohl nur Armeen und Sekten.

Das sind vermutlich keine ausgebildeten Telefonistinnen und Telefonisten. Schnellbleiche und viele schnell wieder weg. Die andern sprechen sogar am Telefon offen darüber, wohin sie gehen werden – obschon der Anruf ja aufgezeichnet werden kann. Schnell da und schnell weg. Die Fluktuationsrate wäre interessant zu kennen.

Im Jahre 2008 wird mein Internetanschluss eingerichtet. Das muss ein konzessionierter Fachmann machen. Das Netz ist langsam. Lieferfristen und keine Antwortzeiten. Dreimal nachgefragt bei Sunrise. Immer zur Antwort erhalten, dass Click an Call 5000 hier mit voller Leistung empfangen werden könne. Das Problem wird nicht gelöst, denn ich lande im Spital und bin für ein einhalb Jahre weg vom Fenster. Böse Zungen haben einmal gesagt, SMS heisse „Stephan Marti Spital“, aber „Stephan Marti Schmiedrued“ bedeutet mein Kürzel. Auf alle Fälle konnte ich lange Zeit nur das Handy nützen … wochenlang nicht mal dies. Bezahlt wurde aber immer. Ausnahmnslos.

die letzte Meile

„Die letzte Meile ist gegegessen.“ Da hat Sunrise wohl mit dem klebrigen süssen Bonbons den Mund zu voll genommen und sich arg verschluckt. In den AGV steht, dass die Leistung nicht garantiert werden kann und gibt verrechnungstechnisch das Internet gratis zu jedem Bundle. Gerichtsentscheide scheinen anderer Meinung zu sein. Versucht Sunrise nur, die Menschen einzuschüchtern. Menschen, die eigentlich (noch) Kunden sind.

Liebi Sönreis, Chunde chöi eim dr ganz Tag versiche.

Nach mehreren Telefonaten und eigenen System- und Leistungs-Überprüfung der Datentransfergeschwindigkeit, habe ich am 28. Oktober 2010 (zehn) schriftlich gekündet. Diese Kündigung sei im Hause Sunrise nicht angekommen, auch hat man wie verlangt keinen Firmenkundenberater entsandt. Orange versucht dies alle paar Monate wieder. Vielleicht nur, bis ein Vertrag da ist. Zumindest bei Sunrise ist dies eindeutig der Fall. Den Brief haben sie aber trotzdem erhalten, denn eine Tochtergesellschaft der Swisscom wurde beauftragt, mein Datenrate zu messen. Dies hatte ich auch schriftlich bemängelt.

Telefonstange und Stromstange

Da brauche ich eigentlich gar nicht zu messen, sagte der Techniker. Der Fall ist klar, hier bringen sie nur 600 statt der versprochen und monatelang bezahlten 5000 durch. Wer es bei sich anschauen möchte, die kleineren Stangen mit den weissen Glocken sind fürs Telefon, die grösseren für den Strom und haben braune Porzellanköpfe, auch wenn die im Licht weiss scheinen können. Technisch seien mit einem anderen, isolierten Kabel auch nur 1200 Kbps möglich. Statt praktisch einem Zehntel doch immerhin ein Viertel.

Telefonleitungsmonteuer

Meine später zugezogenen Nachbarn können nun mit max. 1200 telefon- und internetieren. Ich habe den Kabelanbieter gewählt. Am 17.2.11 schreibt die Swisscom, dass ich am 2.5.11 auf den andern Anbieter wechseln kann. Grob gesagt kommt mein Internetsignal nun statt von der linken Telefonstange aus dem Boden bei der rechten Stromstange und neuerdings führt sogar ein Glasfaserkabel über mein Land. Nur an dem können wir leider noch nicht anhängen.

Wenn man die Wartezeit anschaut, muss Sunrise auch im Spital gelegen haben. CHF 500 haben diese anerboten, zu erlassen. Die Rechnung müsste eigentlich ganz anders aussehen und ich denke, dass heute Richter dafür Verständnis haben. Runde drei Jahre zuviel bezahlt, Grundlagenirrtum und mit den beiden Handys wollte ich auch weg. Wurde ja vor 1 1/2 Jahren gekündet. Man einigte sich, dass ich zu Aldi gehe. Ach du grüne Neue. Eigentlich mag ich ja Aldi ganz gut, aber muss der ausgerechnet mit Sunrise zusammen arbeiten. Die Adresse ist für AldiMobile die gleiche wie für Sunrise. Im Juni hat Sunrise versprochen, dass innert einer Woche umgestellt werden könne.

Denkste, ich habe mehrere Briefe schreiben müssen, diverse Mails und viele Telefonate geführt. Den gleichen Mitarbeiter hat man eigentlich nie mehr am Telefon und dann erklärt man die Story von neuem. Zum Beispiel einer Dame, die unverblühmt sagt, sie sei Geschäftsleitungsmitglied. Da gab es keine Frau damals. Vielleicht steht sie heute auf der Strasse, als Callcentergirl. Wechsel in andere Branchen gibt es. Bei einer kann man angeblich bis zu sex mal mehr verdienen. Es war nicht die gleiche Dame, die mir dies erzählt hat. Und Datenaufzeichnungen wären in diesem Fall nicht dem Gebiet der Schulung zuzuordnen. Auch diejenigen, die mir erzählen, dass man intern riesengrosse Probleme mit der Problembehandlungvon Kunden habe, müssen keine Angst haben. Hier gilt der Datenschutz.

Über den Jordan springen, kommt mir eben in den Sinn. Das ist zumindesdest bei Aldi-Anhängern so, denn „Stinkt Ihnen Ihr Mobile-Tarife? … dann wechseln sie einfach zu uns!“ Einfach ist hervorgehoben. Das scheint bei denen gar nicht so einfach zu sein. Ob die wirklich bei Aldi angestellt sind und nicht bei Sunrise? Einer sagte mir „Aldi“. Aber die hätten dann zumindest genau das gleiche administrative Chaos wie Sunrise. Für zwei Handy habe ich jetzt vier SIM-Karten. Zwei seien abgelaufen. Auf mindestens einer steht das Verfalldatum – sie ist noch ein halbes Jahr gültig. Das ist eindeutig Missbrauch mit der Nummernvergabe, denn die provisorischen Nummern wären für eine bestimmte Zeit reserviert.

Fehler noch und noch und mir konnte noch nicht ein einziger vorenthalten werden. Bin selbst schuld, als ich nicht nach dem Rauswurf meines Bekannten ausgestiegen bin. Es gab dann noch mal eine Gutschrift von CHF 150, denn bezahlt habe ich immer, obschon ein Handy seit Monaten stumm ist und frisch und frei Dienstleistungen von Sunrise verrechnet werden, die ordentlich gekündet und nicht mehr benützt wurden. Eine Gutschrift für rund drei Monate. Das sollte eigentlich genügen, um den administrativen Schlamassel bei Sunrise zu entwirren. Also kann man getrost das Lastschriftverfahren bei der PostFinance stoppen, was eine eigene Story wert wäre.

Schliesslich verspricht die Werbung von sunrise, dass eine einzige Person sich einer Reklamation annimmt und diese rasch und zufriedenstellend abschliesst. Sie hat entschieden. Das ganze Theater nahm seinen Höhepunkt, als mir vor zwei Monaten mitgeteilt wurde, dass die Umschaltung am 20.3.2012 stattfinden werde. Das ist demnächst. Zuviel Monate gegenüber der Gutschrift. Sie reicht aber nicht aus, um die seit der Kündigung immer anfallenden Fix-Kosten von CHF 50 für zwei Handys auszugleichen. Mittlerweilen dürfte sich der Streitbetrag um einige Tausend Franken bewegen.

Was macht da die clevere Sunrise. Sie schreibt von Sperrung in fünf Tagen, wenn ich nicht bezahle. Ich will ja Geld von denen! Ich schreibe vor vierzehn Tagen eingeschrieben zurück und die sperren den Anschluss, sagen aber, dass ich eine Fehlbedienung am Handy mache und plötzlich geht es wieder. Die verkaufen einem technisch und allgemein für blöde. Und gestern habe ich bemerkt, dass sie wieder gesperrt haben. Der liebe Belmondo, so ähnlich hiess der Mitarbeiter, den ich nach einer Viertelstunde versuchten telefonieren mit dem Festnetz doch noch erreicht habe, kann da nicht helfen. Entsperren können sie nicht und einen Vorgesetzten, der das könne, gibt es am Samstag auch nicht. Lüge oder technische Steinzeit?

Na ja, nun finden sie selbst heraus, ob die Geschichte wahr oder erlogen ist. Nur eines habe ich im Marketing gelernt. Es spielt keine Rolle, ob man gut oder schlecht für jemanden schreibt. Es bleibt meistens nur der Name hängen. Oder doch nicht? „Sunrise – abzocken mit System“ wird das in der Presse genannt.

Ich habe mich im letzten Schreiben als Hofnarr bei Sunrise empfohlen. Das ist kein Witz. Mit meiner Art und meiner Erfahrung könnte ich dies machen und Sunrise hat dringend einen Hoffnarren nötig bevor die Sonne untergeht oder eine Sonnenfinsternis stattfindet …

Sunrise orange

… andere Farbtönbe vorherrschen oder sich …

bakom

… die Mannschaft im Haus Nr. 44 an der Zukunftstrasse einmischt – ein Schreiben haben sie persönlich erhalten. Ich kann auch noch mehr Material zur Verfügung stellen – bis heute etwa drei Zentimeter …

Zukunftstrasse

… ich glaube daran, dass die Zukunft zu meistern ist und vielleicht sogar eine weitere Zusammenarbeit bringt – in einem meiner vielen Schreiben war siruup angetönt und man sprach auch am Telefon darüber – und die beiden arbeitet nun zusammen …

Zukunftstreppe

… hoffentlich besser, als beim Haus mit der Natel-Antenne an der Querstrasse zur Zukunftstrasse und wenn, dann die geländerlose Zukunfttreppe lieber nach oben …

Sunrise und der Bettler

… Sunrise, der Sonnenaufgang, scheint hier eher die Milchstrasse zu verlassen und der Bettler scheint erkannt zu haben, wo die Leute Erbarmen haben … und vielleicht auch vermuten, wieso sie kein Geld mehr haben.


Aktuell bei libref. – liberal reformiert: „Dutzende tote Christen bei Anschlagsserie in Nigeria“ – von Dr. Yahya Hassan Bajwa

Aktuell beim befreundeten Personalblog: „Regiert „das Geld“ die Welt?“

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„Bausparen und Abschreiben“

Vor 2 Jahren erschienen:
Rentenklau oder Rentengeschenk

Vor 3 Jahren erschienen:
Schall und Rauch II – Finanzprodukte verbieten

Vor 4 Jahren erschienen:
Versteuertes Geld – anlegen in der Schweiz auch für Deutsche möglich

Vor 5 Jahren erschienen:
In den Wald rufen …

Vor 6 Jahren erschienen:
«Menschen sind nun halt mal so»

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Sunrise Mobile gesperrt


Morgen folgt im Finanzblog die Story und die Bilder, weshalb viele Kunden von Sunrise übertölpelt werden. Das Bakom wurde informiert und es liegt dann an ihnen zu beurteilen, ob ich Sunrise über Ohr hauen will oder ob diese Stümper oder Zocker sind. Auf alle Fälle, gestern wurde mein Handy gesperrt, wie ich heute vernommen habe..

Wer mich sucht, versucht es auf dem Festnetz. Vielleicht höre ich es, arbeite zur Zeit im Estrich in luftiger Höhe und hoffe für mich und Sunrise, dass nichts geschieht.

Unethisches Verhalten und Abstreiten ist Tagesordnung

Erstaunlich was heute Geschäftsleitungsmittglieder so alles in Briefen kundtun. Ob es am schlechten Erinnerungsvermögen, an der Geldgier oder am „wir bestreiten immer alles“ liegt, können sie an diesem Beispiel selbst beurteilen.

 

Es könnte ja auch sein, dass ich mich täusche. Aber da kann ich sie beruhigen, im Finanzblog wird nicht gelogen. Es wird informiert. An den Pranger stellen wollen wir eigentlich nicht, denn Fehler passieren heute immer fleissiger … und sie stauen sich in vielen Betrieben Stappel weise, eher unweise, verschlingen Zeit, Fehler häufen sich dadurch vermehrt an, die noch mehr Zeit verschlingen usw usf. Diese Krankheit grassiert vor allem im Dienstleistungs- und Servicebereich. Meist ein untrügliches Zeichen, dass in den nächsten drei bis fünf Jahren ein zum Teil extremer wirtschaftlicher Einbruch erfolgt. So ist die Geschichte, man lernt nichts draus, schenkt den Fehlern keine Beachtung, setzt nur auf Umsatz und nie, was hängenbleibt. Und wenn sich Fehler häufen und diese zu rechtlichen Auseinandersetzungen mit Anwälten führen, dann ist es Zeit, dass man daraus lernen sollte.

Der heutige Fall begann vor rund zwei Jahren. Ich bin hier wirklich absolut unschuldig, ich lag für sechs Wochen im Koma. Die Überschwemmung des Hammersaals ist die Schuld von Petrus und um die nachfolgende Entfeuchtung oder Trocknung handelt sich die Geschichte.

„Wir bestätigen den Erhalt Ihres Schreibens … konnten wir uns auf eine einvernehmliche Lösung einigen … obwohl ihr Mandant nicht schlüssig nachweisen konnte … Um so mehr erstaunt uns doch sehr, dass ihr Mandant weitere Forderungen an uns stellt … Eine Fehlfunktion unseres Trocknungsgerätes kann mit behaupteten Schaden am Mobiliar nicht in Verbindung gebracht werden. Wir lehnen alle weiteren Forderungen ihres Mandanten ab.“

Nennen wir das Unternehmen nicht gleich bei seinem aus zwei Wörtern zusammengesetzten Namen, sondern einem hellen Stern nachempfunden „Vegas“. Den zweiten Teil möchte ich nicht im Namen haben, denn Worte sind manchmal mehr als nur lächerlich. Liebe Romands ihr dürft schmunzeln, ein bekannter Sänger, der auch schon in der „grössten Kleinstadt der Welt“ aufgetreten, ist nannte es Dingeling . Ihr könnt wieder raten. Die letzte Story hat einer lösen können. Er hat die Triple-A-Bank heruntergestuft. Vegas gehört in einen Konzern, den wir hier „Dezibel“ nennen …

“ … However, water most often finds hidden, ambient humidity, we can keep equipment from becoming void spaces and contact with cellulose materials can impaired and reduce the amount of restoration and longlead to the onset of mold. Dezibel?s water extraction term costs to our customers. Dezibel?s immediate and desiccant dehumidification capacity is among the action mitigates potentially damaging effects and paves best in the world … „

… und der auf seiner Homepage weiss, wie sich Wasser und Feuchtigkeit verhält.

Es ist auch ein wunderherrliches Bild mit vielen Schläuchen zu sehen. Und ein solcher hat eben keinen am Entfeuchtungsgerät angebracht. Knappe fünf Meter bis in die öffentliche Kanalisation. Ohne Mauerdurchbruch. Nur einfach auslegen und das Gerät auf einen Tisch stellen. Wie das aber in der heutigen Zeit so ist „best in the world“ hatte keinen Schlauchanschluss und auch keinen Originalwasserbehälter. Der war zu klein und hat die eingebaute Waage nicht ausgelöst und damit den Strom unterbrochen. Der freundliche Mensch von Vegas wusste, dass ich im Spital bin, er wusste auch in welchem extrem schlechten Zustand ich war. Die Überlebenschance war im Promillebereich und vielleicht haben die nicht vermutet, dass ich mich zur Wehr setzen werde, oder jemals wieder könnte.

Die wussten auch, dass der Behälter nur äusserst selten geleert werden würde. Tolle Maschine. Ich habs vor einem Jahr als das Malheur erkannt wurde, nachgemessen. Gut einen Liter Wasser pro Stunde. Rechnen können sie selbst. Vermutlich ein halber Tanklastwagen voll. Und „best in the world“ stellt das Gerät nicht dort ab, wo Naturboden ist, dass das ständig überfliessende Wasser ganz natürlich versickern könnte.. Merphy’s Low – hinter die Treppe an die Hausinnenwand lässt man das Wasser laufen – plätschern wäre fast besser ausgedrückt. Und volle Pulle in den daneben liegeden Untergrund.

Vermutlich waren sie auch schon am Meer und haben festgestellt, dass der Sand an Orten nass ist, ja Seen entstehen, wo schon lange kein Meer mehr ist. Wie ein Schwamm. Und solche der etwas anderen Gattung haben sich durch den sandigen Grund in das Douglasholz des Bodens vorgearbeitet und diesen durch den Pilz zerstört. Nass und dann wieder abtrocknen, das ist für Holz oder wie sie oben genauer sagen, Zellulose, kein Problem. Aber Staunässe. Die hat dann das Erdreich durchsetzt und nicht nur den Holzboden sondern einen grossen, dicken handgeknüpften Nepalteppich von rund drei auf vier Metern beschädigt. Hab ich vor rund einem Jahr bemerkt, als ich einen Stappel Schallplatten vom Teppich wegnahm. Dieser Teppich hat dann den Auslöser gegeben, die Versicherung einzuschalten. Diese haben ihrerseits die Rechtsschutzvericherung eingeschaltet und eben wie oben erwähnt, schreibt dann die Geschäftsleitung der Vegas mit Unterschrift und Firmenname Dezibel, „… umsomehr erstaunt uns doch sehr …“. Er will nichts gewusst haben. Hat allenfalls er damals seinen rostroten Schall vergessen? Der lag auf dem Sofa und dieses stand auf dem Teppich.

Dem Schaden verusachenden Mitarbeiter der Vegas gehört er nicht. Dieser wurde mit seinem Team dann beauftragt, die beiden am Boden beschädigten Zimmer soweit zu räumen, dass man den Holzboden rund meterbreit entfernen kann um den Untergrund einzusehen. Der Teppich wurde auch geräumt und wie das „best on the world“ ebenso machen, an eine nicht isolierte Aussenwand gelegt. „Das mache nichts“, sagte der Ent- oder sollte man besser Befeuchter schreiben. Über Teppich hat er ein recht gutes Wissen, das dasjenige über Trockenlegen übersteigen dürfte. Eigentlich alles freundliche Leute.

Mindestens acht aus dem Konzerngebilde sind bis jetzt am Schadenplatz gewesen und keiner erinnert sich wieder an die Gegenstände, die bei der Räumung erst vorgefunden wurden. Die wurden sogar von den Konzernmitarbeitern umgezügelt, weil ich noch nicht die Kraft hatte. Acht vor Ort und einer schreibt, sie hätten nichts gewusst und so wie das Schreiben abgefasst ist, machen diese mich des (Versicherungs)-Betruges verdächtig. Das sind die heutigen Zeiten. Nur Umsatz zählt, man geht über Leichen. Sprechen die nicht miteinander und informieren, was sie wissen. Oder halten sie dies alles unter Verschluss und wollen den Geschädigten weichklopfen? Oder will „nur“ ein Untergebener seinen Kopf retten.

Hoffentlich müssen wir nicht vor Gericht, denn das würde mir noch Kummer bereiten. Anschlag auf den Richter! Der ist an einem Lachkrampf fast gestorben, als er hörte, wie „best in world“ in der Praxis trocknen. Tepco-Geschäftsleitungsmitglieder können solche Pannen vermutlich nachvollziehen. Aber Tepco kommt nicht von Teppich Co. Fotos haben die Mitarbeiter auch gemacht, vom Teppich, von den Lautsprechern, dem Überseekoffer und der Emblemdokumentation über die NASA von Dr. Bruno Staneck. Aber wie das heute so der Fall ist, sind vermutlich nur meine Bilder der beiden Damen die beim Räumen geholfen haben im Umlauf. Vielleicht auf Facebook oder gar Wikileak.

Einschüchtern, das sollte man sich heute nicht mehr lassen. Die Fakten sprechen für sich. Dezibel will ja auch noch einmal gegen den Pilz vorgehen – mit „KE/s“. Bisher haben sie sich noch nicht mit der Antwort gemeldet, was das für eine Substanz sei. Erstaunt es jemanden? Und Pilze vermehren sich nun mal nur, wenn etwas feucht ist. Und wenn es immer schon im Boden feucht gewesen wäre, weshalb hat dann das Flachgewebe, dünner als ein Teppich, vermutlich Jahrzehnte bis zur „professionellen Befeuchtung“ überlebt ohne zuvor je Pilzbefall zu haben. Dieses Stück habe ich nie im Schadeninventar aufgeführt. Aber es ist als Zeitzeuge noch vorhanden.

Fehlerfreie, perfekte Menschen gibt es vermutlich nicht. Aber manche übertreiben es und zumeist auf Kosten von Armen, Benachteiligten, Behinderten, Schwachen oder Minderheiten.

Das ethische Verhalten müssten solche Firmen manchmal überdenken. Vielleicht haben sie es ja schon, nur die unteren Ränge wissen es noch nicht. Dann sollte man möglichst schnell einen Strich darunter ziehen, befor es weiter oben Stehende vernehmen und deren bell’s läuten. In diesem Sinne, danke demjenigen, der meinen Blogbeitrag über Feintool an den VR weitergeleitet hat. Es hat nichts geholfen. Der Käufer hat die gleichen Überlegungen wie ich angestellt. Der Preis war günstig. Und Betriebswirtschaft ist nicht immer einfach, aber wie steht es beim heutigen Besitzer in „Spirt of Franke“ zum 100 jährigen Jubiläum als Teil von Grundsatz Nummer eins: „Hire slowly, fire quickly.“ Übrigens, ein lesensertes Buch über die Schweizer Industriegeschichte. Danke Herr Pieper. Die heutige Welt bräuchte mehr solche Unternehmen, die fair aber hart geführt werden. Es gibt sie immer noch und ich freue mich über solche meist im Hintergrund agierende Firmen. Ihre Produkte überzeugen, geben wenig Anlass zum Beanstanden und wenn, dann lebt man nach diesen zehn Grundsätzen. Es ist ein Copyright darauf. Nur noch den letzten Satz:

„Und bei allem, was wir tun oder lassen, stets den Anspruch haben, auch unseren Enkeln mit gutem Gewissen in die Augen schauen zu können.“

Übrigens gilt das natürlich auch für Enkelinnen. Die Dezibel ist nicht börsenkotiert. Sie ist ein amerikanisches, internationales Unternehmen mit einigen tausend Mitarbeitern in Privatbesitz. Und es hat in der Branche einen guten Ruf. Nur die Baubranche arbeitet heute auf „Teufel komm raus“ und die Zeit wird für einige drehen.

Das Verrückte ist, hier geht es nicht um hundertausende von Franken. Der zerstörte Boden ist erledigt und das beschädigte Mobiliar hat einen Wert von rund zehntausend Franken. Die Anwaltskosten dürften vermutlich der Vegas höher in Rechnung gestellt werden.

belfor - unprofessionelles Entfeuchtungsgerät

Diese Foto wurde als Nachtrag hineingestellt, weil ich mit rund einem fünftel der Kosten abgespiesen werden soll. Die Versicherung würde zahlen, nicht das amerikanische Unternehmen, weil gemäss Schreiben ein Beweisproblem entstehen könnte. Auf dem Bild sieht man den zu kleinen nicht Originalbehälter, dessen Waage nicht abstellte und wie das Wasser überläuft – rund ein Jahr lang.


Aktuell bei libref. – liberal reformiert: „http://libref.kaywa.ch/uebersetzung-aus-englisch-ins-deutsche/boykottiert-die-boykotteure.html“ von Jean-Claude Cantieni, Chur

Aktuell beim befreundeten Personalblog: „Gesundheitssystem bald vor dem Kollaps?“

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„Elektrisierende Ferienlektüre – geniessen sie den Sonnenschein und tanken sie Energie“

Vor 2 Jahren erschienen:
Die notwendige schöpferische Pause

Vor 3 Jahren erschienen:
Risiken – alle Warnungen in den Wind geschlagen

Vor 4 Jahren erschienen:
Original English Spam und «An der Hand meiner Schwester» …

Vor 5 Jahren erschienen:
Solarenergie – zwei Welten herrschen

Vor 6 Jahren erschienen:
Mit Ökotickets in die Ferien fliegen

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Von der Zerstörung eines Menschenlebens


Eine Geschichte aus Deutschland über eine Zahlung auf ein Verrechnungskonto und der hängige Streit über die verursachten Kosten.

Es ist nicht immer einfach Recht zu bekommen. Aber es wird viele Leser interessieren was einem meiner Leser passiert ist. Ich nenne keine Namen oder Ortschaften obschon mir diese bekannt sind. Meine gewählten Namen sind nicht zufällig. Wer Spass an der Sprache hat, kann diese vielleicht erraten. Dies ist aber das einzig Spassige an dieser Geschichte. Sonst ist die Lage ernst auch wenn es nicht die einzige Bank ist, die Fehler macht. Das können Schweizer Grossbanken auch, sagt Pelli. Recht hat er.

Immobilien-Käufer, -Verkäufer und Banken können aus diesem Bericht lernen. Vermutlich sind dies Einzelfälle, aber einschneidende. Und es werden weitere folgen. Einige habe ich schon am Lager und wer will, kann seine Erlebnisse auf dem Finanzblog publizieren. Rechtlich sollte dies kein Hindernis sein. Ob es Geschichten oder Tatsachen sind, müssen sie für sich selbst entscheiden. Sagen wir es auf diese Weise: Si non é vero, é ben trovato.

Falls diese Geschichte weitergehen sollte, lasst es mich hören. Vielleicht finden diese Zeilen einmal sogar Einzug in ein zu erstellendes Buch. Der Titel liegt als Idee schon fest: „Die Ratten vom Chromthal“.

Von der (versuchten oder fahrlässigen) Zerstörung eines Menschenlebens…

Hatten Sie jemals das Gefühl, dass ihr Leben mit einem Wimpernschlag vorbei wäre? Dass sie vor dem finanziellen Ruin stünden? Ich spreche nicht davon, dass am Ende des Geldes noch soviel Monat übrig ist. nein, ich spreche von Privatinsolvenz, von dem Verlust von all jenem, was man sich aufgebaut hat und vielleicht noch hätte aufbauen können. Und das mit 29 Jahren, wenn man gerade angefangen hat, sich eine Existenz aufzubauen.

Dazu das Gefühl der Ohnmacht und das Wissen, dass man selbst völlig unverschuldet durch Willkür, Schlamperei oder Betrug in eine solche Situation kommt. Wenn Sie dieses Gefühl kennen, werden Sie verstehen können, wie es mir rund einen Monat (Anfang Februar bis Anfang März 2010) erging, was man mit Schlafstörungen macht, die einen Monat anhalten mit dem täglichen Gefühl, einfach wild los zu heulen. Doch der Reihe nach. Ich möchte die Fakten sprechen lassen. Jedem, dem ich einfach nur weitestgehend nüchtern und sachlich die Fakten darlegte, der schüttelte bisher mit dem Kopf.

Wie fing alles an? Im Dezember des Jahres 2009 schloss ich vor einem Notar einen Kaufvertrag über eine Eigentumswohnung ab. Die Wohnung ist einfach traumhaft. Wir (also Verkäufer, Maklerin und ich) wurden belehrt, was unsere Pflichten und Rechte seien. Von einem Treuhandverfahren ist nie die Rede. Es steht auch das Konto der Verkäufer im Kaufvertrag. Es lief wunderbar. Schon bald im Januar 2010 verlangte die Bank der Verkäufer die Zahlung des Betrages auf ein Verrechnungskonto und der Notar reichte diese Forderung an mich und meine Bank weiter. Ich möchte diese Bank, die das Geld nun erhalten sollte, beim Namen nennen: Die Triple-A-Bank, Filiale Freien-Krach-Mollkichre. Auf diese Bank kommt nun in der Folge eine ganz besondere Rolle zu: Nun ist es wohl gängige Praxis, dass das Geld trotz gegenteiliger Angaben eben nicht direkt an die Verkäuferin gezahlt werden muss. Ich hätte einem Kaufvertrag mit Umweg über ein Verrechnungskonto nie zugestimmt, sondern auf Vorabklärung bestanden, wie viel Geld zur Kreditablösung verwendet werden solle und wie viel Rest an Geld an die Verkäufer zu zahlen sei. Vielleicht werde ich diesen Sachverhalt irgendwann klären.

15.1.2010: Meine Hausbank überweist den Betrag von 155.000 € auf das von der Trible-A-Bank angegebene Konto. Zuvor hatte meine Bank schriftlich um Auskunft gebeten, ob das Konto das richtige sei. Bis heute erhielt niemand eine Antwort ob das Konto richtig sei. Die Verkäufer und ich haben nie eine Belehrung erhalten, wie das nun mit einem Treuhandkonto abzulaufen hat, wer dabei nun Pflichten und Rechte habe. Auch wurden weder Verkäufer noch ich gesondert informiert, dass nun eine zum Kaufvertrag und zur Belehrung abweichende Situation entstand. Achja: Die Trible-A-Bank hatte den Kaufvertrag logischerweise samt Entwurf vorliegen und hielt es nicht für nötig, zu intervenieren um auch das Treuhandverfahren im Kaufvertrag festzuhalten.

Ende Januar/Anfang Februar: Eigentlich hätte der Kaufvertrag vollzogen werden müssen und die Wohnung im Grundbuch auf mich umgeschrieben werden müssen. Es passierte nichts. Stattdessen suchte die Verkäuferseite den Kontakt mit mir. Sie eröffneten mir folgendes: „Wir waren mehrfach bei der Trible-A-Bank vorstellig. Man sagte uns, dass das Geld nicht auffindbar sei, dass es verschwunden sei bzw. du lügen würdest mit der Angabe es sei überwiesen Hast du wirklich überwiesen? Wirklich?“ Klar, sie misstrauten mir und meinen zunächst mündlichen Angaben. Sie hätten sogar Grund gehabt, mich wegen Betruges anzuzeigen. Das Vertrauen zwischen mir und Verkäufer, war massiv beeinträchtigt.

Der Schock saß tief. Das Geld ist weg. Als Mitarbeiter des entsprechenden IT-Hauses wusste ich, dass Geld nicht plötzlich verschwindet. Es gibt Differenzkonten etc. Darauf vertrauend, dass die Trible-A-Bank richtig geschaut hatte, war fast klar, worauf es hinauslief. Ein Betrüger war am Werk und hatte – vielleicht im großen Stil – Geld abgezweigt Ich sondierte meine Möglichkeiten, entschied mich, nicht sofort zur Polizei zu gehen, jedoch hierfür alles vorzubereiten. Stattdessen habe ich meine Hausbank mit der Recherche beauftragt. Erste Reaktion: Das Geld ist überwiesen worden. Keine Fehlbuchung, nichts. Meine Bank suchte den Kontakt zur Trible-A-Bank, es war mittlerweile Mitte Februar. Mein Bankberater sagte mir am späten Nachmittag des gleichen Tages „Wir haben einen vollen Tag herum telefoniert. wir haben gesucht und gesucht und mittlerweile konnte uns die Trible-A-Bank bestätigen, dass das Geld eingetroffen sei.“

Das verwirrte zunächst. Wieso dauert es einen vollen Tag, bis die Trible-A-Bank es schafft, den Zahlungseingang zu bestätigen? Die Kontonummer, all dies war doch klar. Man braucht doch nur ins Konto rein zuschauen? Ich wurde zum ersten Mal misstrauisch. Und schließlich: Es war immer noch nichts passiert. Die Verkäuferin hatte ihren Anteil des Geldes noch nicht erhalten. Der ursprüngliche Kredit der Verkäuferin war noch nicht getilgt, die Umschreibung der Immobilie nicht veranlasst.

Mittlerweile war es Anfang März geworden und eine mündliche Kontaktaufnahme mit der Trible-A-Bank endete in folgenden Worten, die ich nie vergessen werde: „Das hat Sie nicht zu interessieren, wenn es zu Problemen kommt. Das ist alleine Sache der Verkäufer.“ Ja, ich war kein Kunde der Trible-A-Bank. Ich habe der Trible-A-Bank nur 155.000 € augenscheinlich geschenkt woraufhin sie in Narrenfreiheit Blödsinn trieb. Im Vertrauen darauf, dass dieses Geld nicht zweckentfremdet wird. Ich bin ja nun durchaus schlagfertig aber mit einer solchen pampigen Aussage, obwohl man selbst freundlich und zuvorkommend am Telefon blieb, da verschlägt es einem die Sprache. Ich mag der Frau an der Hotline gerne zurufen „Haben Sie jemals eine Eigentumswohnung oder ein Haus gekauft?“ In etwa dies sprudelt mir heraus, ich weiß es nicht mehr, was ich sagte, denn der Schock über diese Aussage lässt alles andere verschwimmen und verblassen.

Ich reiche nun auch schriftlich Beschwerde bei der Trible-A-Bank ein. Es passiert wieder nichts. Mittlerweile ist es Anfang März. Nach einer weiteren Beschwerde und dem unmittelbaren Gang zur Polizei, erhalte ich am 10.3. einen Grundbuchauszug (den ich nicht recht deuten kann). Sollte etwas passiert sein? Auch mein Bankberater, inzwischen über die Probleme informiert, ruft mich mit diesen Neuigkeiten sofort an. Ebenfalls die verantwortliche Maklerin. Ich entschließe mich wiederum, nicht zur Polizei zu gehen. Stattdessen beauftrage ich einen Anwalt, die Sachlage zu klären. Er eröffnet mir Mitte März: Ja, sie sind nun Eigentümer. Die Umtragung erfolgte am 3. März.

OK, was tun? Das Problem habe ich in der Einleitung bereits erläutert. Im Februar rechnete ich mit dem Schlimmsten. Der Umzug war geplatzt. Sicher: Wäre ich umgezogen, wäre vielleicht nichts passiert. Es lies sich ja aufgrund der mehrfachen Beschwerden aufklären. Dennoch: Ich wäre, im festen Glauben, ich sei betrogen worden, Freiwild geworden. Solange die Verkäufer ihr Geld nicht hätten, hätten sie mir den Einzug verweigern können. Bis zur gerichtlichen Klärung, wer haftet, was passiert sei, wären Monate oder Jahre ins Land gegangen. Ich hätte auf die Gutmütigkeit meiner Hausbank hoffen müssen, um die Kreditzahlung auszusetzen bis das gerichtlich zweifelsfrei geklärt sei. Man macht sich keine Vorstellungen, wie sehr die eigene Existenz an einem seidenen Faden hängt und wie schnell man in einem tiefen Fall nur noch darauf wartet, auf irgendeinem Erdboden aufzuschlagen. Als Fußballfan denke ich sofort an den Fall Enke. Habe ich Anzeichen einer Depression? Muss ich zum Psychologen? Ich bin wachsam und das Schlimmste: Ich wusste plötzlich, wie sich Robert fühlen musste. Ich konnte ihn zum ersten mal zu 100% verstehen. Ich hatte panische Angst vor einer Depression. Nun habe ich das Glück (danke an Gott hierfür), dass ich nicht in eine tiefe Depression verfalle, sondern eher in dem Wunsch, gegen alles trotzig zu kämpfen. Und in dem Wunsch, mich mit wirklich allen Mitteln zu wehren.

Also galt es nun zu eruieren, was passiert sei. War es Schlamperei? Gab es irgendwo ein Fehlverhalten? Normal ist es nicht, dass eine Summe von 155.000 € einfach so verschwindet und nach wilden Protesten meinerseits und der Verkäuferseite plötzlich über eineinhalb Monate später wieder auftaucht. Mitten rein trifft ein Antwortschreiben der Trible-A-Bank. Inhalt: „Es ist kein Fehler feststellbar.“ Zu meiner Frage, was eineinhalb Monate mit meinem Geld passiert sei? Darauf schweigt die Trible-A-Bank (im übrigen bis heute). Auf meine Frage, wieso es zu Verzögerungen kam? Darauf schweigt die Trible-A-Bank. Sie flüchtet sich in zwei wertlose Sätze, dass man nach Feststellen des Zahlungseingangs (ein Termin wird nicht genannt) direkt auf die Verkäufer zugegangen sei. Nun, das war Ende Februar, wie ich nun weiß.

Also gut. Ich stelle den Kontakt zum verantwortlichen Filialleiter her. Er kennt den Sachverhalt nicht, will sich aber einarbeiten. Er bekommt diese Chance. Am darauf folgenden Montag ruft er an. Ich hätte ja eine Stellungnahme erhalten. Das wäre auch seine Aussage. Ich stelle ihm die Frage am Telefon, was nun mit meinem Geld passiert sei. Wieder betretenes Schweigen. Das macht mich extrem wütend, doch lasse ich mir am Telefon nichts anmerken. Wieso Schweigen? Nicht einmal eine Ausrede haben sie parat? Nicht einmal eine Lügengeschichte? Nichts? Einfach betretenes Schweigen? Ich sage ihm: „Gut, wenn sich das nicht klären lässt, muss ich wohl zur Polizei.“ Vielleicht hat die eine Möglichkeit, das zusammen mit der Staatsanwaltschaft zu klären. Der gute Filialleiter, vielleicht tue ich ihm Unrecht. Jedenfalls wird er nervös, verspricht sich nun hin und wieder. Er bringe mir Verständnis entgegen, würde meine Situation verstehen. Das Verständnis, das reicht mir schon lange nicht mehr. Ich frage ihn, was ich anderes machen solle als zur Polizei zu gehen. Daraufhin sagt er, dass er vielleicht genauso handeln würde. „Was soll diese Antwort?“ denke ich mir, verabschiede mich jedoch höflich.

Zehn Minuten später ruft er erneut an, der Filialleiter. Er ist aufgeregt, eröffnet mir dass er nochmals mit seinen Mitarbeitern gesprochen habe, dass es eine Korrespondenz zwischen seiner Bank und meiner Bank gegeben habe, in denen der Zahlungseingang bestätigt worden sei. Daran sehe man ja, dass der Verbleib des Geldes nie zur Diskussion stand. Ich will dem Filialleiter nichts Böses unterstellen. Vielleicht hat er diese Kleinigkeit übersehen. Aber ich sage ihm im ruhigen Ton, dass diese Korrespondenz Mitte/Ende Februar stattfand, nachdem ich das für Verschwunden erklärte Geld von meiner Bank suchen ließ. Dass dies nichts erkläre. Ich frage wiederum: „Was ist mit meinem Geld zwischen 15.1. und Ende Februar passiert?“ Wieder keine Antwort. Das Gespräch war kurz.

OK, Bestandsaufnahme. Die Wohnung gehört nun rein rechtlich mir. Nach mehrfachen Beschwerden, Rückfragen meiner Bank und (wie ich später erfahren sollte nach einer Intervention des Notars) tauchte das Geld, zuvor von der Trible-A-Bank mehrfach als Verschwunden erklärt, wieder auf. Ich stand da, mit abgebrochenem Umzug, mit zurückgezogener Kündigung meiner Mietwohnung. Die Möbellieferung wurde abgebrochen. Die Finanzierung zur Möbellieferung (Aktionsangebot mit 0%-Finanzierung) geplatzt. Ich hatte ungeplante Mehrkosten, die sich immer mehr aufsummierten. Und die Trible-A-Bank brachte mir keine Erklärung oder Entschuldigung entgegen. Sie sagten zwar, sie verstünden meine Lage. Davon kann ich mir jedoch nichts kaufen.

Was tun? Ich entschloss mich zu einem letzten Versuch. Ich forderte den Filialleiter auf, einen Gesprächstermin abzustimmen. Mit mir und den Verkäufern, immerhin noch Kunden seiner Filiale. Keine Reaktion. Zu Gesprächen war man ebenfalls nicht bereit. Ich betonte, dass es mir in erster Linie darum ging, es zu klären. Wieder nichts. In gleichem Schreiben kündigte ich an, den Vorstand, sowie weitere Parteien zu informieren: BVR, Presse, evtl. Polizei. Vielleicht würde etwas Druck helfen. Wieder nichts. Also informierte ich den Trible-A-Bank-Vorstand. Der leitete den Fall prompt an die Stabsstelle „Qualitätssicherung“ weiter. Diese erbat sich mehr Zeit, was ich ablehnte. Die Trible-A-Bank hatte nun seit März Zeit, den Sachverhalt zu klären. Am 1. April (das Ende meiner Frist, also einen Monat später) wurde eine ausführliche Stellungnahme angekündigt. Ich hatte derweil aufgefordert, genau anzugeben, wer wann wem Bescheid sagte, was genau passierte. Unter Angabe von Datum/Uhrzeit. Hatte man die Verkäufer davon unterrichtet, dass das Geld eingegangen sei?

Die groß angekündigte Stellungnahme passte auf ein DIN-A4-Blatt. Darin:
1. Hausintern sei die Zahlung bereits am 15.1. an die Filiale kommuniziert worden.
2. Meine Bank habe von Anfang an über alle Details Bescheid gewusst.
3. Bei meiner telefonischen Anfrage sei die Mitarbeiterin aufgrund meiner Angaben davon ausgegangen, dass das Geld nicht auf das Verrechnungskonto, sondern auf das Konto der Verkäufer gezahlt worden sei. Daher habe sie keine qualifizierte Aussage machen können.

Nun. Punkt 3 ist eine dreiste Lüge. Leider habe ich das Gespräch nicht aufgezeichnet, aber es ist schlicht eine dreiste Lüge. Die Erkenntnis, dass ich angelogen werde, und sei es nur in einer kleinen Sache, die kaum irgendeine Bedeutung hat, ist für mich neu. Bisher war es ein Anschweigen im Wesentlichen. Und diese Lüge macht mich noch wütender als ohnehin schon.

Nach Rücksprache mit meiner Bank entlarvt sich der zweite Punkt ebenfalls als dreiste Lüge. Meine Bank wusste definitiv nicht mehr als ich, zu keinem Zeitpunkt. Im Gegenteil: Schriftliche Anfragen blieben, wie bereits gesagt, unbeantwortet.

Fast untergegangen ist der Aprilscherz der Stabsstelle, dieses Schreiben versehentlich auf den 1. März zu datieren. Also bloß eine Textvorlage mit Bausteinen, die man in Windeseile zusammen geklickt hat? Netter Scherz aber leider fehlt es der Trible-A-Bank wohl an Feingefühl.

Der erste Punkt ist jedoch spannend. Die Bank habe also hausintern das Geld am 15.1., also am Tag der Zahlung, gesehen? Das ist insofern spannend, weil die Verkäufer eidesstattlich behaupten werden, dass Ihnen mehrfach gesagt wurde, dass das Geld nicht auffindbar sei. Die Verkäufer behaupten, dass sie mehrfach durch Filiale und Zentrale geschickt worden zu zig Sachbearbeitern. Dazu passt, dass meine Bank mir am Tag der Recherche sagte, dass es mühsam war, man den ganzen Tag herum telefonieren musste. Was war also passiert? Schlamperei? Irgendwas passt doch nicht zusammen. Berichtet man die Faktenlage mit den Aussagen anderen Menschen, schütteln alle nur mit dem Kopf. Jeder sagt, dass da doch was nicht zusammenpasst. Kein einziger hat mir bisher gesagt, dass es ja aufgrund Sachverhalts X klar sei, dass hier alles normal ab lief. Es gibt mehrere Theorien, was der Fehler sein könnte. Vielleicht erwischte die Verkäuferseite einen nichtsahnenden Auszubildenden, der einfach keine Ahnung hatte, weil es in der Ausbildung noch nicht dran kam?

Mittlerweile entwickele ich einen sportlichen Ehrgeiz, es unbedingt aufzuklären. Ich denke ich habe endlich eine Antwort verdient, was da mit meinem Geld passiert ist. Schadensersatz? Laut meinem Anwalt eine Formsache, obgleich ich nichts Hohes erwarten solle. Das wird fast zur Nebensache. Und ich werde zu gegebener Zeit darauf zurückkommen. Zuerst will ich eine Klärung erzwingen und zwar lückenlos.

Ich rufe beim Notar an. Von diesem erhalte ich eine wichtige Info. Da die Bank bestätigt, das Geld am 15.1. gesehen zu haben, war sie laut Treuhandauftrag ohne Ausnahme verpflichtet, dem Notar diesen Zahlungseingang anzuzeigen. Dies machte die Trible-A-Bank jedoch nicht. Erst Ende Februar erhielt der Notar Auskunft darüber, dass Geld geflossen sei. Der Notar legt sich fest: Die Trible-A-Bank hat einen Fehler gemacht. Das darf einfach nicht passieren, sagt mir der Notar.

Es ist immer noch der erste April. Ich reiche diese Erkenntnisse an den Vorstand weiter, dass ich nun wisse, dass die Trible-A-Bank einen wesentlichen Fehler gemacht habe. Dass mir der Notar gesagt habe, dass die Trible-A-Bank am 15.1. verpflichtet gewesen sei, ihn zu unterrichten. Da das Treuhandverfahren und damit verbundene Pflichten der Bank bekannt seien (sicherlich macht die Bank so etwas täglich), habe sie diesen Fehler auch noch wissentlich verschwiegen bzw. mir gegenüber vertuschen wollen. Die Reaktion? Der Leiter der Rechtsabteilung kümmert sich nun um den Fall, bittet um Zeit, sich dort einzuarbeiten. Hallo, sie nehmen mich plötzlich ernst? Alleine die Aussage des Notars hat bewirkt, dass ich endlich ernst genommen werde? Klar bin ich nun übertrieben misstrauisch geworden. Ich rede mir immer ein: „Vielleicht gibt es eine banale Erklärung wie Krankheit, Urlaub oder einen Todesfall. Schließe so eine Erklärung nicht aus.“ Tja. Die Trible-A-Bank macht es mir nicht leicht, solche Theorien immer noch für möglich zu halten.

Ich werde bei der Polizei vorstellig. Ich werde nicht ausplaudern, was mir der Polizist sagte, denn das würde sicher jedem hier die Sprache verschlagen und eventuell wäre das auch nicht vorteilhaft für den Polizisten. Nur soviel: Das Gespräch war herzlich und offen. Es fehlen jedoch immer noch konkrete Beweise für eine Anzeige. Der Polizist versteht mich völlig, kann den Verdacht sofort nachvollziehen auch aufgrund seiner Erfahrung mit solchen Fällen (Hinweis für die, die zwischen den Zeilen lesen wollen: Der Polizist einer kleinen Polizeistation in Freien-Krach-Mollkichre kennt sich mit ähnlich gelagerten Fällen und der betroffenen Bank aus…), wird die Anzeige jedoch aufgrund der Unschuldsvermutung zunächst nicht aufnehmen. Das penetrante Verschweigen, das Ausbleiben jedweder qualifizierter Erklärung rettet der Trible-A-Bank bzw. einigen der Mitarbeiter im Moment die Haut. Aber: Der Polizist empfiehlt mir dringend, die BaFin einzuschalten. Ich schmunzele in mich hinein. Wenn es zu einer Prüfung kommt, dann wird die Trible-A-Bank sich sicher nicht darüber freuen. Ich weiß, welche Stellung die BaFin bei einer Bank hat. Am Liebsten würde man die Tür verschließen und den BaFin-Mitarbeitern gegenüber so tun, als sei man nicht zu hause.

Ich mache nun folgendes: Ich schreibe an die Kundenbeschwerdestelle des BVR. Ich schreibe an die Beschwerdestelle der BaFin. Ersteres soll zu einem Schlichtungsspruch bzw. einer außergerichtlichen Einigung über Schadensersatz und Schmerzensgeld führen. Zweiteres soll eine endgültige Klärung bewirken, was passiert ist.

So stehe ich nun. Ich warte geduldig, bis es zu Ergebnissen kommt (leider malen die Mühlen beim BVR und bei der BaFin etwas langsam), plane derweil meinen Umzug neu, bestelle erneut Möbel. Ich finanziere die horrenden Mehrkosten, die auflaufen, nach, wohl wissend, dass letztlich die Trible-A-Bank aufgrund der Obligenheitspflichtverletzung für den verursachten Schaden aufkommen muss. Das ist ja alles nur noch Formsache.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Erneuerung der Sozialen Marktwirtschaft

Vor zwei Jahren erschienen:
Wir haben es geschafft, ab in die nächste Finanzkrise!

Vor drei Jahren erschienen:
Biotreibstoffe – ethische und ökologische Klippen

Vor vier Jahren erschienen:
Chart Lehrgang (6) – der Trend

Vor fünf Jahren erschienen:
Oh Mann – Lady in Black

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