Hat Prof. Walter Wittmann wirklich recht?


Der folgende Beitrag ist original beim Personalplog erschienen. Und wenn Herbie dem em. Professor beipflichtet, dann heisst das noch lange nicht, dass das die reine Wahrheit sein muss …

… mit dem Meisten bin ich einverstanden, aber … die Antwort lesen sie ganz am Schluss.

«Was soll ich als Kleinanleger tun, um wenigstens die Geldentwertung zu parieren?

„(…) In der Krise bringen Aktien und Anleihen nur magere Renditen. Der Querdax-Kolumnist rät Anlegern deshalb, ihr Geld fest zur Seite zu legen und auf bessere Zeiten zu warten. Mehr in „Die Zeit“: …Festgeld sicher und ertragreich…

Nun, mittlerweilen habe ich kapiert. Ennet der Grenze kommen höhere Zinsätze zur Anwendung als in der Schweiz. Wenn das einen nicht auf Gedanken bringt…! Es bleibt, noch das Währungsrisiko zu beachten. Nun, die grossen Verluste, die unsere Finanzflaggschiffe eingefahren haben und die Gelder, die an die jüdischen Organisationen zu zahlen waren, werden wohl wieder herein geholt. Weniger, indem die Finanzinstitute den Gürtel enger schnallen als mehr beim „gemeinen Volk“. Dort lässt es sich bequem abholen. Man zahlt kleine Zinsen und fordert viel für Kredite.

„(…) Der emeritierte Wirtschaftsprofessor und Bestsellerautor Walter Wittman hält langfristiges Anlegen für dumm und rät, jetzt Aktien zu kaufen. Von strukturierten Produkten soll man die Finger lassen. …)“ Quelle: Weltwoche 33.08)

Wittmnann’s Aussagen (Auszug):

  • Die Schlauen haben Aktien, die Idioten kaufen Bonds. Nur, die Bonds-Käufer haben zumindest etwas davon.
  • Mit Aktien kann man durchaus Geld verdienen. Es reicht aber nicht aus, positiv zu denken und optimistisch zu handeln. Es kommt auch auf die Reserven des Einzelnen an.
  • Wer ein Haus besitzt, sollte zuerst seine Hypothek tilgen, egal ob steueroptimierend oder nicht.
  • Wenn man bei Null angekommen ist, kann man sich überlegen, in Festgeld zu investieren. Dann hat man wenigstens 2 Prozent Rendite anstatt minus 25 Prozent, wie es bei Aktien der Fall sein kann.
  • Man soll sich selber schlau machen. Wer nicht Englisch kann oder nicht weiss, wie man Börsenbriefe liest, sollte die Finger davon lassen. Das hat nichts mit Intelligenz zu tun, sondern man muss von den Dingen eine Ahnung haben.
  • Die Welt predigt immer noch von der langfristigen Investion: langfristig sind wir alle tot, das hazt schon John Maynard Keynes geagt. Der Dow Jones erreichte erst 1954 den Stand von 1929. Wenn Sie vor 10 Jahren Pharma-Titel hgekauft haben, haben Sie noch nicht einmal Ihr Geld wieder. Schweizer Bankentitel bewegten sich zwischen 1073 und 1993 gar nicht. Banken sagen immer: Dieser Titel ist kurzfristig gut. Wenn er das nicht ist, heisst es, zu mindest à la longue werde er performen. Das ist doch alles Augenwischerei.
  • Man sollte nie spekulieren. Nie mit Krediten operieren, nie strukturierte Produkte kaufen, da kennt sich kein Mensch aus, abgesehen vom klein gedruckten Text.

Der streitbare Professor bestätigt mir, was ich intuitiv schon immer vermutet und daher praktiziert habe. Die Hypothek muss in erster Priorität amortisiert werden. Es ist logisch, dass die Banken andere Ratschläge erteilen und die Steuervorteile in den Vordergrund schieben. Hinter dem Geschäftsvorhang aber müssen sie Gewinne erzielen!»

Und hier meine Antwort an Herbie. Diese wird am Wochenende von einigen neuen Besuchern aus dem betriebswirtschaftlichen Bereich gelesen. Ich habe vorgesorgt. Vielleicht ergibt sich dann noch ein Wort mit einem ehemaligen Arbeitskollegen von Wittmann.

Mit Wittmann hatten wir beide ja schon schöne und intensive Diskussionen und er muss ja immer übertreiben, damit er erhört wird. Wittmann macht dies meiner Meinung hier gleich zwei mal. Erstens ist er nicht konsequent gegen langfristiges Investieren in Aktien – nur nicht 20 oder 30 Jahre und ungeschaut, was ins Depot gelegt wird. Gute Branchen, Titel die in Zukunft Erfolg versprechen. Und er erwähnt einige Branchen, die in langen Jahren wirklich schlecht abgeschnitten haben. Meist sind es diejenigen, bei denen die oberen Mitarbeiter das Verdiente als Gehalt und Ähnliches absahnen. Finger von Aktien, wo übertriebene Löhne bezahlt werden.

Zweitens, die Hypothek. Mit dem Abzahlen gehe ich nicht ganz einig. Hier gilt es mehr zu beachten. Aber das sind Dinge für ein Kundengespräch – jeder muss individuell angeschaut werden. Und in deinem persönlichen Fall machst du etwa das Dümmste, wenn du die ganze Hypothek zuerst abzahlst. Du hilfst den Banken, den Behörden. Etwas mehr Risiko und du kannst noch besser leben. Der grösste Vorteil hat gar nichts mit Steuern und Banken zu tun. Du solltest dich vielleicht mal wieder mit Mathmatik beschäftigen, aber da kamst du ja Anfang Woche mit meinem Beitrag ganz automatisch in Berührung. Es gibt in der Betriebswirtschaft nicht nur fast keine Logarithmen, sondern man rechnet auch viel zu wenig mit Differenzen.

Festgeld, das ist allenfalls eine Ergänzung für Geld, das man liegen lässt, damit man jederzeit zuschlagen kann.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Menschenpflichten: wieso schweigt der SEK? – heute trifft sich libref mit dem SEK. Für mich persönlich ein ganz spezieller Tag, nicht nur wegen Thomas Wipf …

Vor zwei Jahren erschienen:
Chart-Lehrgang (8) – ein kleiner Rückblick

Vor drei Jahren erschienen:
Was soll es denn heute sein? Panzer, Gaza-Streifen, Tunnel oder …

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9 Gedanken zu „Hat Prof. Walter Wittmann wirklich recht?“

  1. Nun, ganz auf Null werde ich nicht gehen. Vielleicht brauche ich noch Kredit für eine Solaranlage und einen Sonnenkollektor. Dann ist es besser, wenn man noch den Fuss drinnen hat – für einen neuen Kredit.
    Die Differenzen habe ich schon begriffen! Wenn meine Bank mir nach 3,15% einen neuen Zins von 3,35% anbietet, weil die Situation nun so ist, dann sieht das auf den ersten Blick nicht nach viel aus. Die Differenz beträgt 0,2%. Aber 0,2% von 3,15 sind 6,349%. Da hat die Bank einen guten Deal gemacht oder etwa nicht? Bei mir fällt das gefühlsmässig nicht so ins Gewicht, weil zwischen der alten und der neuen Abmachung eine beträchtliche Differnz (Rückzahlung liegt). Ich zahle also für einen wesentlich kleineren Betrag einen etwas höheren Zins. Das ist verkraftbar. Ich beherrsche die Milchmädchenrechnungen und weiss, was in der Praxis genügt. Als Konstrukteur im Maschinen, Apparte-, Stahl und Flugzeugbau kam ich mit einfachster „Mathematik“ aus. Das Beherrschen der „räumlichen Ecke“ die Grundrechenarten, Quadrieren und Radizieren sowie der Satz von Pythagoras genügten in 95% der Fälle.
    Der Professor konzentriert sich auf Aktien, Gold und Öl. Er hat Novartis bei einem Kurs von 49 gekauft. Er hält Aktien von Aegon, Heidelberger Druck und Barrick Gold. Die Aktienmärkte sind jetzt tief. Nasdaq oder SMI und die übrigen Märkte seien überverkauft. Alle Indikatoren zeigten, dass jetzt eingestiegen werden sollte. Die langsame Erholung dauere aber nur bis Oktober. Daher: jetzt einsteigen und Ende September wieder aussteigen. Wer es nicht schaffe auszusteigen, verdiene nie Geld. Es soll gesagt sein: von Gewinne- Mitnehmen sei noch niemand arm geworden.
    Ich habe den Professor nicht umfassend zitiert, weil ich eben von den Dingen nichts verstehe… und weil ich ein unbedeutender „Kleinanleger“ bin.

  2. Herbie, du verstehst relativ viel von Geld, aber alles verstehen oder gar begreifen kann man nicht. Die Differenz die du oben erwähnst, ist nicht das Wichtige. Es sind nur ganz kleine Betrachtungsweisen. Die richtigen Differenzen haben wir gestern Nacht diskutiert.Es sind nicht Kleinigkeiten, denn du kannst auf längere Sicht ganz viel verdienen, wenn du dein Geld „richtig“ anlegst und nicht in Festgeldern hältst. Etwas, das eigentlich viel wichtiger ist, was Wittmann gesagt hat, stelle ich heute ins Blog.

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  5. … ergibt dann schon 6 Prozent. Wer sich auf ein solches Angebot meldet, geht vermutlich mehr Risiken ein, als ihm lieb wäre. Ein Beispiel, wie es heute täglich neue Mails oder eben Kommentare gibt. Normalerweise werden solche gelöscht …

  6. … wenn nach der intensiven Durcharbeitung des Businessplans alles dafür spricht. Einfach so in eine Idee investieren, von der man nicht viel weiss, ist etwas „wolkig“ und „IT in der Wolke“ ist an und für sich gut. Die Frage ist nur, ob dieses Projekt finanziell erfolgreich sein wird. Wenn du selbst nichts von cloud computing und Finanzen verstehst, denn müsste man eigentlich die Finger davon lassen. Heisse Anlagetipps gibt es pro Tag tausende … die meisten sind Flopps. Aber vielleicht hast du eben gerade die Ausnahme.

    Mit so wenig Angaben kann man keinen entsprechenden Rat geben … oder verstehst du was von Osteoporose und würdest darin investieren? Ich schon, aber ich höre heute nicht zum ersten mal davon … also, hineinknien und hart arbeiten, bis der Kopf raucht, dann schwebst du vielleicht nicht auf einer IT-Wolke.

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