Menschrechte, Menschenpflichten und Finanzen


Diese Woche musste das Finanzblog etwas zurückstehen. Andere „Dinge“ waren mir wesentlich lieber, wichtiger. Haben vielleicht gar Richtungsänderungen bewirkt. Es gibt zur Zeit zwei ganz wichtige Gebiete, die in den nächsten Jahren grosse Änderungen durchmachen werden – die Finanzbranche und die Kirche.

Ich kann vielleicht mein Privatleben oder meine Geschäftsphilosophie ändern, aber bei der Finanzbranche und der Kirche bin ich zu klein, um Erdbeben aus zu lösen. Und trotzdem gibt es einige die zuhören oder mitlesen, vielleicht gar darüber nachdenken und selbst weiter beinflussen.

Die Differenzen über Ansichten in der Finanzbranche werden immer grösser. Verwaltungsräte werden ersetzt, Kaderleute ziehen von einer Bank zur anderen. Man entnimmt dies den Tageszeitungen und stellt fest, dass die nicht von allen wichtigen Rochaden berichten. Köpfe die ändern, sind nicht das Wichtigste. Die Denkweise in den Köpfen muss ändern und zwar recht schnell, denn viele Finanzinstitute sitzen auf einem Pulverfass, das wesentlich grösser als die Immobilienkrise der USA ist. Die derivativen Produkte, vor allem die sogenannten Absicherungen dürften die nächste Blase zum platzen bringen. Schaum ist ganz selten stark tragend, aber extrem voluminös.

Der Personalblogger schaute gestern auf der Rückfahrt bei mir vorbei. Wir haben über seinen Beitrag über Wittmann diskutiert. Aber da gäbe es einen in den USA, der über grössere Probleme der Finanzbranche nachdenke, meinte Hörbie. Untenstehend hat er den Artikel, dass auch in der Schweiz über das nachgedacht wird. Leser des Finanzblogs ist dies vermutlich nicht neu.

„Interview: «Wie wenn ein Hund ein Wurstdepot verwalten sollte»

Diesmal kommen wir mit einem blauen Auge davon. Aber bei der nächsten Krise kollabiere der Markt, so Walter Wittmann. Der Wirtschaftsprofessor und Buchautor zu Konsequenzen für Anleger … weiterlesen bei Stocks …

Normalerweise „schlage“ ich mich bei libref über Menschenrechte und Menschenpflichten herum. Aber dieser Beitrag tangiert auch diese Rechte im Finanzbereich. Die Menschheit soll nicht einigen wenigen Finanzleuten die ganz oben sitzen ausgeliefert sein. Sie hat ein recht auf entsprechende Kontrollen, auch wenn es wesentlich schwieriger ist, einen Grossen als einen Kleinen zu durchleuchten, kontrollieren, in Schranken zu weisen. Aber wir kleinen Finanzleute haben auch die Pflicht, darauf hin zu weisen und die grossen hätten die Pflicht, dies wahr zu nehmen.

Die Finanzbranche ist am Anfang einer neuen Denkweise. Sie wird kommen, muss kommen. Egal was war, vorgefallen ist, wer beteiligt war. Es muss in die Zukunft geschaut werden. Genau gleich bei der Kirche. Diese Woche wurde ein Streit beerdigt, der seit dem 2. Weltkrieg herrscht. Und es war eigentlich gar kein Steit. Mann wäre sich eigentlich im Grossen und Ganzen einig gewesen, man hätte nur zusammen diskutieren müssen um fest zu stellen, dass man in der heutigen Zeit die gleichen Interessen hat. Und wir haben dies und noch etwas Wichtigeres festgestellt. Im Normalfall wird nur über die Meinungen von Extremisten diskutiert – in Kirche und Finanz. Dabei sollten wir die liberalen zu Worte kommen lassen, diejenigen, über die oft gelächelt wird, die Rufer in der Wüste. Diese werden in den Medien meist zu Extremisten gestylt. Unsere Pflicht wäre es, echte Extremisten zu erkennen

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Polo – etwas Technik und etwas $$$

Vor zwei Jahren erschienen:
Swissfirst und das Wochenende

Vor drei Jahren erschienen:
Übernahmekandidaten und Firmeninformationen

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig

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