1 : 0 für die Hühner


Batteriehühner sind in der Schweiz seit Jahren verboten.

Ob Hühner, ob Feinstaub – es ist ein Graus, wie wir informiert werden. Fangen wir heute mal mit dem Huhn an. Gestern gab es Hühner vor dem Bundeshaus – zur Feier des 25 jährigen Käfigverbots – die Information kommt von «lid», vom «Landwirtschaftlicher Informationsdienst». Und was hat der gleiche Mediendienst vor 5 Jahren, am 11. April 2001 geschrieben:

LID. «Vor zehn Jahren sind die Käfigbatterien in der Schweiz abgeschafft worden und die Volièrenhaltung hat sich durchgesetzt. Aus diesem Anlass zog der Schweizer Tierschutz STS Bilanz. Die vor zehn Jahren von der Branche gehegten Befürchtungen, durch das Käfigbatterieverbot würden Eier teurer werden und die Konsumenten auf billige Importeier umstellen, haben sich nicht bewahrheitet. Seit 1991 ist der Anteil von verkauften Schweizer Eiern von damals 65 auf heute 75 Prozent angewachsen. (Seite 12) … mehr …»

Für ausländische Eier haben wir heute ganz andere Verwendungsmöglichkeiten – absolut bedenkenlos zu essen, aber nachdenklich für den Genuss.

Egal, ob 15 oder 25 Jahre, das ist eine echte Pionierrolle. Und trotzdem wurmt der Unterschied von 10 Jahren. Der Landwirtschafts-Politik glaubt man schon lange nicht mehr alles und wenn am gleichen Tag (in den gleichen Zeitungen) noch einmal für das «Schweizer Ei» auf einer ganzen Seite Werbung betrieben wird und sie erwähnen, dass seit 19991 die Käfighaltung in der Schweiz verboten ist, dann gibt es eine nahe leigende Frage. «Ist zwischen Käfig und Batteriekäfig ein Unterschied?» Vermutlich nein, aber wenn wir verschiedenen Hühnerhöfe in der Schweiz betrachten, gibt es beachtliche Unterschiede und ich weiss von glücklichen Hennen im Ausland, deren Eier ich in solchen Fällen vorziehe. Echt biologisch und um einiges billiger. Im Inserat schreibt man aber: «Schweizer Eier stammen von Familienbetrieben, welche nachhaltig und ökologisch produzieren.» Ich bin sehr für Bio, aber hier wird mit dicker Tunke aufgetragen – so nach dem Motto, in einigen Tagen ist ja Ostern und Farbe überdeckt alles.

Wenn es hier wirklich ums Huhn geht, sollte man den meisten dieser Viecher ein Präparat reichen, das den Kalkaufbau verstärkt. Nicht nur, damit die Eier beim «Tütschen» stabiler sind, sondern, dass die Tiere stärke Beine bekommen. Ihr heutiger, hoch gezüchteter Körper ist nämlich für die Beine zu schwer und diese kriegen quasi O-Beine. Es gibt etwas dagegen. Ein biologisches Produkt und eine Pflanze aus der das entsprechende Vitamin extrahiert wird, wächst vor meinem Bürofenster – das Solanum Glaucophyllum, eines meiner giftigen Nachtschattengewächse. Es ist die zweite, die erste war letztes Jahr erfroren. Aber heuer ist alles besser, zumindest der Schutz denn wir haben ja heute erst den 136-igsten Tag mit Schnee.

«Das Futter der Hennen wird nach schweizerischen Qualitätsnormen hergestellt und enthält weder tierisches Eiweiss …» – so das Inserat. Das bedeutet doch nichts anderes, als dass Hennen – Hühnergrippe hin oder her – eingesperrt sind. Draussen könnten sie ja einen Wurm erwischen. Ein dicker Regenwurm untersteht vermutlich nicht dem Tierschutz-Gesetz und deshalb ist er per Definition halt kein Tier und zudem besteht er ja aus Regenwasser und Protein.

Solanum Glaucophyllum

… das Solanum Glaucophyllum wird in einer Doktor-Arbeit über Wachteleier erwähnt. Die Blätter wurden von Herbonis zur Verfügung gestellt. Ein Venture Capital das vermutlich zum 2 : 0 für das Huhn führen wird. Wer über die bio-pharamazeutische Beteiligung von Herbonis mehr wissen will, kann auch mich kontaktieren.

8 Gedanken zu „1 : 0 für die Hühner“

  1. Ich bin auf der Spur von Solanum glaucophyllum Desf., synonym Solanum malacoxylon Sendtn., Duraznillo blanco. Gemäss meinen Quellen giftig und vUrsache des „enteque seco“, Hypercalcemie und Hyperphosphatemie bei Weidervieh. Vitamin D wirkt ähnlich und macht die Pflanze daher für die Therapie von Osteoporose interessant.

    Solanum m. ist Wirt des Stolbur Phytoplasma, einer Nachschattengewächse (daruhter die Kartoffel) befallenden Infektionskrankheit.

    Zur Ökologie der Pflanze habe ich wenig gefunden. Sie scheint nicht frostfest zu sein. Ich frage, wo man sie bekommt, damit ihr Wachstumverhalten beobachtet werden kann.

  2. obigen Zeilen wurden an Spezialisten weiter gereicht.

    Zur Winterhärte kann ich etwas sagen, was vielleicht interessiert. Eine Pflanze ist im argen Winter vor zwei Jahren bei mir vor dem Büro eingegangen und die neue ist mittlerweilen über zwei Meter hoch und wird in der kalten Jahreszeit ins Büro gezügelt – damit giessen für mich nicht so eine Daueraufgabe ist, lebt diese Giftpflanze in Luwasa-Kugeln. Ich habe eh eine Vorliebe für Nachtschattengewächse – nicht die vierte Form von Wasser (fest, flüssig, gasförmig, Holländische Tomate), dann doch eher die Kartoffel, welche mich 8 Jahre beruflich begleitet hat und am liebsten die, welche ich gerade beim schreiben dieser Zeilen zu mir nehme – eine Partagas Serie P No. 2.

    Und Pflanzen gedeihen in Argentinien, allenfalls gibt es noch welche in Vietnam und unsere sind in Indien und im vereinigten Königreich eines beider Basel – vermutlich schon Land, aber ganz knapp.

  3. Sehr geehrter Herr Marti,
    eigentlich habe ich Sie auf der Suche nach Solanum malcoxylon am Finanzblog von 2006 gefunden, dem traue ich jetzt 2010 nicht mehr, und wende mich über Ihre homepage an Sie: ich habe eine homöopathische Prüfung von solanum malcoxylon durchgeführt, die wir in einem Homöopathischen Jahrbuch der Gesellschaft und ev geleg noch in einer Österr Fachzeitschrift für Homöopathie publizieren wollen. Da ich das (vermutlich von Ihnen stammende?) schöne Foto sah, wollte ich Sie um die Publikationsrechte fragen. Die Zeischrift und das Buch sind nicht gewinnorientiert sondern wissenschaftsorientiert, Die Prüfungsergebnisse werden daher auch nicht vermarktet, sondern stehen allen Homöopathen zur Verfügung, daher suche ich nach frei publizierbaren Bildern. wenn Sie mir Samen Ihrer Pflanze oder eine Quelle, wo ich mich auf die korrekte Art verllassen kann ( wo habe Sie die eig her?) schicken könnten, fände ich das auch hoch interessant.
    besten Dank,
    Jörg Hildebrandt (www.dr-hildebrandt.at)

  4. Sehr geehrter Herr Dr. Hildebrand

    das von mir vor dem Büro gemachte Foto dürfen Sie verwenden.Falls Sie einen Quellenverweis machen, würde ich dies freuen … „http://finanzblog.kaywa.com/p288.html“ und mit diesem Verweis landen die Besucher hier und können weitere Informationen anschauen.

    Wenden Sie sich an herbonis.com um weitere Informationen zu erhalten. Die Pflanze haben Aktionäre vor Jahren als Naturaldividende erhalten – und sie steht immer noch in meinem Büro.

  5. Sehr geehrter Herr Dr. Hildebrand

    das von mir vor dem Büro gemachte Foto dürfen Sie verwenden.Falls Sie einen Quellenverweis machen, würde ich dies freuen … „http://finanzblog.kaywa.com/p288.html“ und mit diesem Verweis landen die Besucher hier und können weitere Informationen anschauen.

    Wenden Sie sich an herbonis.com um weitere Informationen zu erhalten. Die Pflanze haben Aktionäre vor Jahren als Naturaldividende erhalten – und sie steht immer noch in meinem Büro.

  6. Sehr geehrter Herr Marti,

    Herr Jörg Hildebrandt hat uns als gemeinnütziger Homöopathie- Stiftung (mit Sitz in Hamburg) erlaubt, seine homöopathische Arzneimittelprüfung von Solanum malacoxylon in unserem Homöopathie- Portal zur Information unserer Kollegen einzustellen. Ich möchte Sie daher fragen, ob wir Ihr schönes Foto dazu stellen dürften? Es ist wäre wunderbar, denn dann können die Kollegen einen Eindruck von der Ausgangs- Substanz bekommen, aus der die homöopathische Arznei gewonnen wurde.

    Wenn Sie auf den folgenden Link klicken, können Sie ein Beispiel sehen, wie wir das Foto für die Arznei vom Falken, das uns von einer Falknerei zur Verfügung gestellt wurde, eingestellt haben. http://www.homeovision.org/en/for-homeopaths,new-provings,f,falco-peregrinus-disciplinatus/

    Der Link zu Solanum malacoxylon bei uns ist http://www.homeovision.org/en/for-homeopaths,new-provings,s,solanum-malacoxylon/ , Sie sehen, es sieht im Vergleich ohne Foto viel weniger anschaulich aus. Mit Foto wäre einfach viel schöner.

    Ueber eine Rückmeldung würde ich mich sehr freuen!

    Mit freundlichen Grüssen

    Dr. Ose Christina Hein
    Solothurn, Schweiz

  7. … vermutlich wird schon bald das Foto auf obigem Link zu sehen sein. Das Solanum ist immer noch in meinem Büro, stösst an die Decke und hat mittlerweilen rund neun Seitentriebe. Vermutlich die weltweit grösste Pflanze in „Gefangenschaft“, aber sicherlich nicht als Zierde anzusehen, eher als Illustration, wie lange es manchmal dauert, bis ein Venture Capital zum Durchbruch gelangt … aber es gedeiht weiter.

    Und wenn ich daran denke, wie in den vergangenen zwei Jahren einige Unkräuter mein Leben mitbestimmt haben, ist dieses Wort in obigem Beitrag vielleicht fehl am Platz … ich jedenfalls habe das Jäten von vielen Pflanzen immer noch nicht aufgegeben.

    Wer das Finanzblog regelmässig liest schmunzelt vielleicht, dass mein Part zu dieser Vitamin reichen Pflanze schätzungsweise um die Ecke zur Praxis von Frau Hein begonnen hat. Von den gleichen, die mir Unkräuter näher gebracht haben, lernte ich auch, dass es keine Zufälle gibt.

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