Oh Gott, heute geht eine digitale Zahlung dreimal länger, als dies mit einem Einzahlungsschein war.
Na ja, über einen meiner ehemaligen Arbeitgeber habe ich schon einige Male geschrieben.

Einige Male wiederholt – mit Zeugen.

Na ja, wenn man genügend lange wartet, hat einer am Programm herumgeschraubt, dass auch die sechs letzten Zahlen der ID abgefragt werden.
Und da gibt es noch so ein schönes Erlebnis von gestern:
Die Einladung zur GV der Alumni BFH Wirtschaft erhalte ich wieder in Briefform. Jedes Mal steht, «dass normalerweise per e-Mail eingeladen wird. Leider haben wir zurzeit keine gültige Emailadresse von dir.»
Also, von euch kann sicher niemand etwas dafür, dass meine Mailadresse nicht gefunden wird. Sie lautet seit über 30 Jahren
marti at martischweiz dot ch (Hier in Prosa, aber versuchen sie doch, die Adresse zu kopieren.)
Anfangs der 80-iger Jahre habe ich selbst das Who’s Who der GBEB (damals noch die Gesellschaft Berner Betriebsökonomen HWV) zusammengestellt und die Adresse-Administration hatten wir beim WBZ, das heuer auch den 50 Geburtstag feiert.
Der kaufmännische Leiter war einer von uns, im Rollstuhl und bei einem Besuch habe von ihm ein Lob erhalten. Ein Behinderter hat mir Rivella eingeschenkt – mehr als die Hälfte lief über den Tisch – und ich sagte ihm merci und nahm einen Schluck. Das waren die Pannen von früher, heute gibt es andere Pannen. Ich denke zurück an die Veranstaltung, als uns KI von einem Dozenten der BFH im Cinématte vorgestellt wurde. Er brauchte gute fünf Minuten um meine Frage ob die KI nicht einfach sehr gute Programmierung mit extrem schnellem und grossen Datenzugriff ist, mehr oder weniger zu bestätigen.
Heute haben wir meistens Mühe mit einfachen administrativen Vorgängen. Die Zeit fehlt, um sie sauber abzuschliessen. Die Programme ändern dauernd und werden vor allem grafisch aufgebessert … aber oft nicht ausreichend von Aussenstehenden getestet.
1978 hatte ich an der HWV den ersten programmierbaren Finanzrechner – polnische Notation und per Zufall arbeitet auch die Programmiersprache Joy damit (da kommen jetzt nur Eingeweihte nach). Na ja, ich habe über 50 Jahre IT-Erfahrung, am Anfang noch EDV (Eh Du Vröhliche) … .
Denn Termin für die 50. GV kannte ich schon, aber ich habe mich noch nicht abgemeldet, weil ich nicht wusste, ob ehemalige Delegierte früher eingeladen werden, oder ob meine E-Mail wieder mal nicht erfasst wurde. Ich werde an diesem Datum in Südfrankreich oder allenfalls in Nordspanien sein … wetterabhängig. Als Ehrenmitglied denke ich an euch und lasse alle ganz herzlich grüssen.
Und noch etwas, vergesst nicht am Sonntag auf Sommerzeit umzustellen – eine Stunde vorwärts. Nicht ganz so einfach, denn der 30. April ist auch an einem Mittwoch und nicht wie in der Einladung am Dienstag.
Tanken ist wieder angesagt. Dort funktioniert die Karte seit Jahren immer anstandslos. Aber die «5 Rappen sparen pro Liter» (Seite 11) haben es neu in sich. «Sie müssen den Code im Handy Scannen!» Und was macht der gute Handyman oder die Handywomen … Mobile raus, scannen, einige Sekunden warten und was macht dann die Verkäuferin? Sie lächelt und scannt den Strichcode. Mir bringt das nur negative Wartezeit und der Verkäuferin auch. Ein Verkäufer hätte den gleichen Mehraufwand. Wer profitiert? Coop! Was laden die wohl alles vom Mobile herab, aber es ist doch so, die Geheimdienste schauen auch nicht immer genau hin.
«Die schriftlichen Produkte und Präsentationen sind von sehr guter Qualität. Sie überzeugen durch moderne Layouts und hervorragende Visualisierungen.» Staatsbetriebe schauen vielfach nur auf das Aussehen, aber nicht auf die Funktionalität. Und alle wollen nur noch fürs Mobile programmieren. Die guten IT-Erfahrenen können mit dem Handy meist sehr gut umgehen. Mein Widerstand gegen diese Taschentelefonkabinen haben zum Glück nur ganz wenige Menschen. Diejenigen, die ich bis jetzt kennen gelernt habe, hatten Krebs mit einer Chemotherapie und die haben heute in den Fingern einen höheren ohmschen Widerstand. Die SBB hat darüber nur gelacht, als ich ihr dies mitteilte. Aber es geht bei ihr ja auch fast Jahrhunderte, bis sie echt rollstuhlfähig ist. Echte Probleme geht man nicht gerne an. Möglichst schnell … wie das US-Datenleck. Die obersten Chefs sollten mal ihre eigenen Anwendungen austesten. Da würde auch heute noch ganz viel Erstaunliches zu Tage befördert.
Weinen und Tränen ist nicht das Gleiche. Krokodilstränen entstehen aus einem andern Grund, als der Trauer, unserem Weinen … und ich übe mich nun in Weinen. Vielleicht auch wieder mal mit einem, den ich schon länger kenne. Ringier – Migros-Magazin und jetzt wieder Ringier – der Weinjournalist Hans Schneeberger. Habe ich nie bemerkt, aber ich trage länger als du ein Hörgerät … «Geschenk» der Schweizerischen Militär Armee. Wovon in einem solchen Fehlentscheid von Investition, sollte man Armee eigentlich mit einem E schreiben. Sein Tipp: kauft einige Flaschen 2023/24 – mengenmässig die schlechtesten seit 1961. Und für Eingeweihte – 1961 war ein Spitzenjahrgang.
Zum Schluss meldet sich noch Avira «Standort ist sichtbar». Nur, das Fenster lässt sich nicht schliessen – ctrl, alt, delete und dann Programm schliessen. Herrlich, alle Tage zehn neue Sachen … das drückt auf unsere volkswirtschaftliche Produktivität. Vielleicht sollten wir solche «Übungen» langsam aber sicher abstellen, die kosten nur Geld und Nerven und bringen eigentlich für den Benützer, den Kunden wenig bis gar nichts.
Testen, testen, testen und noch einmal testen, bis ein geändertes oder neues Programm freigegeben wird. Und zu guter Letzt, als ich alles auf Facebook verlinken will – «keine Internetverbindung» mit Quickline. Keine Unterbrüche! Ist ja logisch, wer kein Internet hat, kann es auch nicht mitteilen … es sei denn, man habe die Möglichkeit auf einen andern Hotspot zuzugreifen.
Und nun das Höchste, Facebook lehnt meinen Beitrag ab. Das erste mal in 20 Jahren. Ich glaube, heute spüren alle die partielle Sonnenfinsternis und dabei ist nicht alles so schlimm.