Zu viel Wasser, zu wenig Wasser, rundum Wasser … unsere LivingEducation aus Baden/AG hilft aktuell bei den Überschwemmungen in Pakistan. Zudem haben wir einen Ferienmonat in Südfrankreich und einen Ausflug mit Pensionierten einer Grossbank hinter uns. Das Thema Wasser macht diesen Sommer Schlagzeilen.
Das Finanzblog war auch zwei Monate «trockengelegt». Ich bin AHV-Bezüger und schreibe, wenn ich Lust habe, oder wie bei Pakistan, wenn «Not» uns zwingt. Die LivingEducation – siehe Beitrag von Gestern, mit QR-Spendemöglichkeit – hat kurzfristig am Ort, wo sie die Schule in Pakistan mit 219 Schülern betreibt, ein Hilfsprogramm eröffnet, das auch andern Kindern hilft, wieder am Schulunterricht teilzunehmen.



Der Kassier, meine Wenigkeit, dankt im Voraus für Spenden und im Januar erhalten Sie eine Spendenbestätigung (Spenden an LivingEducation sind in der ganzen Schweiz steuerlich abzugfähig) und einen Dankesbrief und der Beschreibung der Hilfsaktion und über die aktuelle Situation berichtet Dr. Yahya Hassan Bajwa. Für Vorträge spricht er in unzähligen Sprachen zu seinen Zuhörern – ich höre am liebsten sein Züridütsch. Wenn sie mehr über Yahya erfahren wollen, dann lesen sie bei www.libref.ch … spannend, welche Berichte wir aus Pakistan von unserem Vereinsrevisor in den letzten 17 Jahren erhalten haben. Dr. Bajwa war Grossrat im Aargau, Einwohnerrat in Baden, ist Präsident von LivingEducation und hatte diese Idee schon als 14-Jähriger. Und seit 17 Jahren habe ich als ehemaliger reformierter Kirchgemeindepräsident der durchschnittlichen Stadt der Schweiz und Vorstandsmitglied des Berner Kirchgemeindeverbandes zwei Freunde mehr – ein Muslim und ein Alevit (Karan Singh kannte ich schon vorher). Das ist liberales Denken.
Zuwenig Wasser, was man auch am Rasen sah … kein einziger grüner Grashalm in Südfrankreich und …

… der Gard oder Gardon , hier rund 200 Meter breit ohne Wasser und im 2002 mit einigen Meter Wasserhöhe fast die gesamte Talbreite überschwemmt. 28 mm Regen in der Gegend von Dezember bis August. In acht Monaten rund 50 mal weniger Regen, als vor zwei Jahren in drei Tagen im gleichen Gebiet, wo die Quellen dieses Flusses sind – er hat, wie der Rhein, mindestens vier verschiedene Quellen.
Und letzten Freitag, schauen sie auch den Abschnitt Stellwerkstörung an, die sintflutartigen Regenfälle in den Nachbargemeinden von Bern und in Ebnat-Kappel 34,5 mm in 10 Minuten – Allzeithoch in der Schweiz. Am Samstag fängt unser Tag eigentlich auch mit einer Überschwemmung an …

… stürmische Umarmung im Hauptbahnhof Zürich – erste Sahne und Kaffee am Boden. Innert fünf Minuten ist die Bescherung entfernt. In Pakistan wird es wesentlich länger gehen und grössere Schäden bleiben …

… vermutlich ist nicht dieser Kaffee beim Gleis 10 schuld. Die Bauwirtschaft in der Schweiz lässt zu wünschen übrig und unsere Gruppe reist zum grössten Teil aus dem Raume Bern im Zug an. Es ginge auf der Autobahn wieder schneller, die Autobahnbrücke ist abgebaut und die Astra überlegt sich, wie sie die verschiebbare Brücke wieder einsetzen kann. Denkfehler? Diese Organisation hat auch etliche Schwierigkeiten, Autobahnstaus in den Griff zu kriegen. Selbst erlebt, zwei Mann, die die ganze Schweiz überwachen und steuern. Sorry, aber um Autostaus zu lösen, braucht es nicht ehemalige Polizisten, sondern Mathematik-Genies … mathematisch ein extrem anspruchsvolles Gebiet. Vermutlich holt jetzt zumindest ein Leser tief Luft. Sorry, aber du hast mir für diesen Spruch schon einmal Recht gegeben.
Zürich scheint eine total komplizierte Stadt zu sein … wir treffen uns doch alle irgendwie an der Bergstation Rigiblick.

Ich habe als ehemaliger Konkurrenzler die Idee fürs MoneyMuseum gehabt. Die Teilnehmer wissen extrem viel über den weltweiten Zahlungsverkehr und ich weiss einiges, wie das Geld nach Pakistan gesandt werden muss … gar nicht so einfach, damit dort sofort geholfen werden kann. Waren zu senden, geht eh doch noch viel länger.
Apéro im Freien, bei schönem, nicht allzu heissem Wetter. Echt ideal. Es gibt Badinage von Clos la Roque …

… und wir können uns überlegen, wo die UBS und wo die CS ist …

… und weiter geht es ins MoneyMuseum.

Dr. Dr. Leo Mildenberg, einer der grössten Numismatiker – dieses Bild zierte einmal die Internetseite des MoneyMuseums. Aufgenommen habe ich es beim Eingang des Bible Land Museums in Israel, wo er einen Teil seiner Tiersammlung ausgestellt hatte. Seine Bücher sind in meiner Bibliothek zu finden. Dieses Museum grenzt an das Israel-Museum (auf Englisch ist mehr zu finden), wo Teddy Gründer und Präsident war. Für die Meisten war es wohl das erste Mal, dass sie über 2000 Jahre alte Münzen in den Händen halten konnten.

In diesem Museum ist es eigentlich viel spannender, die Ausstellungsstücke zu betrachten, die eine Geldfunktion zeigen. Das Spiralgeld aus dem Kongo, im Irak auch aus Silber … darüber weiss ich noch nicht viel. Sucht einmal und informiert mich bitte, wenn ihr darüber mehr wisst. Zumindest haben sie nun einen Taler unseres Lokalgeldes, den Ruedertaler.

In der Bibliothek gibt es doch einiges zu lesen …

… Bullinger … den kennen wir doch, den Nachfolger von Zwingli. Ja, über den Glauben könnten wir uns noch lange unterhalten … hier ein Beitrag «Gedanken zu einer neuen möglichen Religion» … den Schreiber verraten wir nicht. Er ist etwa zehn Personen bekannt und ich vergesse ja bekanntlich immer Namen. Fragen also zwecklos. Aber umso spannender ist der Beitrag zu lesen.

Es gibt auch modernere Ausstellungsstücke – ein Crypto-Miner – über 20 000 Krypto-Währungen gibt es bisher. Auch unsere Post versucht sich mit Krypto-Stamps. Sie hat aber mindestens zwei Probleme. Auf der einen Seite macht sie unerlaubte Glückspiele, um nicht zu sagen kriminelle Handlungen innerhalb des Postgesetzes und auf der andern Seite hat sie mit der IT fürchterliche Probleme. Bei der Bestellung des Crypto-Newsletters versprechen sie das Sicherheitsmail innert einiger Minuten freizuschalten. Andernorts funktioniert dies praktisch immer innerhalb von Sekunden. Kein Mail trifft – vermutlich ist es der normale Newsletter, den ich schon abonniert habe. Aber der Postkonzern sagt immer, sie haben etwas falsch bedient. Meine Postfinanz-ID-Karte ist blockiert. «Fehlmanipulation!» Quatsch, System ist total überlastet. Umstellung auf QR-Code, Euro auf dem Tiefst und Monatsende. Ein Mitpilger wird wieder lachen, er war neun Jahre in diesem «Laden» angeheuert, um die Datenbanken zu bereinigen. Die Karte soll am Postomat wieder freigeschaltet werden können, sagt die freundliche Hilfe am Telefon. Echter Mensch, nachdem der digitale Assistent nach der ersten Frage ein Black Out hat. Am neuen Postomat bei der nächsten Poststelle ging es nicht. Die hilfsbereite Dame im ersten Dorf der Schweiz ruft an. «Die Karte sei nicht gesperrt, so die Antwort des «Kontaktes». Doch gesperrt, erneutes Telefon. Am Montag soll ich die neue blaue Karte haben. Je digital, desto blöd und mehr Arbeitsaufwand! Sorry, aber vor 49 Jahren habe ich das erste Mal in der IT gearbeitet, ein ganz klein bisschen habe ich doch einiges an Erfahrungen sammeln können. Zumindest habe ich in diesem Fall nichts falsch gemacht.
Das Money-Museum ist vermutlich eines der kleinsten und spannendsten Museen in der Schweiz – alles durch eine Stiftung finanziert. Ganz herzlichen Dank für die tolle Führung.

Ich möchte nicht verraten, an welchem Arbeitsort die Teilnehmer gearbeitet haben, aber diese haben mich vor 17 Jahren schlussendlich dazu bewegt, das erste deutschsprachige Finanzblog zu starten.
Weiter geht es nach dem Mittagessen mit dem Schiff nach Kirchberg …

… schön, aber wasser- und energieintensiv … einige Bundesräte werden das sicher abstellen, wenn uns nicht die Kälte zuvor kommt. Wenn wir die Linien anschauen, müssen wir Sturm unterwegs zur Lindt & Sprüngli gehabt haben. Und wer weiss, dass diese Woche vor 500 Jahren die Erde das erste mal umfahren wurde. Magellan war es nicht gegönnt, er starb vorher. Im digitalen 2. Adventskalender, 2006, habe ich einmal mit Ferdinand darüber diskutiert.

… bei Google ganz einfach zu finden:


Der Schoggiturm, wohl das, was die Meisten am eindrücklichsten fanden … ich die Aktie … nicht ganz billig. Lindt & Sprüngli ist dank ihrer Marge teuer. Wir haben uns auf dem Schiff für eine weitere Reise in die Türkei angemeldet. Dort sind die LISN-Kugeln pro Kilo einige Male billiger. Vielleicht spricht nächsten Dienstag die halbe Welt über Lindor-Kugeln ähnliche Kaffeepulverkugeln der Migros. Sie will mit der grössten Produktinovation seit bestehen aufmerksam machen. Auf alle Fälle, den Besuchern hat das Schockolade-Museum Spass gemacht … und die Degustation gemundet …

… und herzlichen Dank für das nette Merci-Mail an die Organisatorin …
… und das «Martisches 6-Eck«, falls jemand über die etwas andere Sicht zu Finanzen nachdenken will:
