22.12. – die Wende ist eingeleitet

Zumindest die Sonnenwende fand heute morgen statt. Ich wage sogar, dass sich eine Wende in meinem Verständnis für die Quantenphysik vollbracht hat.

Die Sonnenwende erfreut mich extrem, denn die Hammerschmitte hat eine Lage, bei der sich in dieser Zeit, die direkte Sonneneinstrahlung in wenigen Stunden messen lässt. Aber hier herrscht eine milde Lage, die mich im T-Shirt draussen den Kaffee trinken lässt. Oder sollte es Tea-Shirt heissen? Egal, die Nächte werden kürzer, die Tage länger. Wir haben die schlimmste Nacht des Jahres wieder mal hinter uns gelassen. Schlimm? Zumindest die längste. Die Nacht war eher nicht schlimm. Im Gegenteil. So nach einer Leistenbruchoperation gibt es einige Folgeprobleme … und vielleicht sind die jetzt im Griff. Sonnenwende – Wende? Ich schreibe zumindest gegen Wände. Die Sonne wendet auf alle Fälle nicht genau gleich, wie dies bis vor wenigen Tagen die Landesquerfeldeinzüge in Zürich mussten.

Lassen wir die Sonne mal hinter uns und schauen wir auf etwas, was ich hinterfragt habe. Das ist mein Beruf und mein Naturell. Analysieren kann man nur, wenn man restlos alles in Frage stellt. Ne, nicht ganz alles, aber zumindest den Boskop-Test. Sorry aus dem Gebiet der Radiästhesie finde ich nicht alle Links, die ich eigentlich gerne zeigen würde. Zudem muss ich mal die Kategorien im Blog anpassen. Chart und Astrologie reichen nicht mehr für all die „Unexakten Wissenschaften“ wie sie genannt werden. Bei der Astrologie wurde einige Male über Iris Treppner geschrieben – die Prognosen trafen zu (Links, die auf Kaywa führen, im Finanzblog selbst suchen. Auch die Prognose, dass sich im Frühsommer ein Getriebeschaden einstellen werde. Es war dann mein Getriebe. Also, bitte, lacht nicht – einige immer – über diese Gebiete. Es ist eine Frage der Zeit, bis sie zu den Exakten gehören und dass bei Wikipedia immer noch steht „die Lehre von angeblichen Strahlenwirkungen auf Organismen“. Ein Wort ist fallen,

Zurück zum Boskop-Test. Der besagt, dass man einen Apfel teilen kann und eine Hälfte „anfluchen“ und die andere Hälfte wird den Fluch mitbekommen. Das muss ausprobiert werden. Ich hab so einige Kollegen, wo man unvoreingenommen solche Experimente starten kann. In Zürich, einen Apfel mitzunehmen, habe ich vergessen, aber einen neben dem Gymer gefunden. Energiemässig nicht mehr fit, aber superschön aussehend. Dann habe ich den halt wieder aufgestellt und mit meinem Anfängergeschick dann 10 000 Bovis gemessen. Die eine Hälfte blieb bei Res – der Pfarrer, wo die Zürcher Sektion das Übungslokal hat. Das lese ich jetzt im offiziellen Publikationsorgan des VRGS.

Die andere wurde im Landesmuseum noch einmal nachgessen. Eingesperrt in einen Garderobenschrank hat diese Apfelhälfte den Zeitpunkt erlebt, wo Res den Apfel gottlos arg heruntergekanzelt hat. Nach seinem Mail habe ich nachgesessen – keine Energie mehr.

 

Nun hängt eine Apfelhälfte in unserer Gemeinde, zusammen mit einer Apfelhälfte von meinem Nachbargrundstück.

 

Äpfel, Mispel, Tabak … kein ganz normaler Tag

Gestern, am 22.12. war für mich kein ganz normaler Tag. Das Adventsfenster war öffentlich, full house und ein physikalischer Vorgang, der sensationell sein dürfte.

Ein einziger Stuhl hätte ich im Erdgeschoss noch auftreiben können. Das nächste Jahr müssten dann einige im Obergeschoss sicherheitshalber noch abgestaubt werden – nicht geklaut, gereinigt. Merci all den Besuchern und der Dame die von ca. 1940 – 1950 hier gelebt hat und telefonisch ihr Heimweh bekundete. Danke für die Geschenke, vorab der Tabakpflanze, die irgendwann mal meinen Garten zieren wird. Grund genug, nächstes Jahr ein Produkt aus Huminsäure aus zu probieren. Wenn alles klappt, werde ich ab dem nächsten Jahr über einige chemisch-physikalische Sensationen berichten dürfen.

Na ja, alles verlief nicht gut. Zwei meiner besten Kollegen habe ich nicht mit einer Weihnachtskarte bedient. Ich gebe mir Mühe, die IT doch noch in den Griff zu bekommen. Sind ja auch erst 43 Jahre, seit ich mich mit dieser, damals noch EDV oder gar Lochkartentechnik, beschäftige.

Der Tag ist eine Wende, wohl die beste, die es gibt – die Sonnenwende, die längst Nacht ist vorbei. Sie hat nichts mit dem nicht mehr nötigen Wenden der Fernzüge zu tun. Umso schöner, dass man heute das Mittagessen im Garten geniessen kann. Ein rekordverdächtiger Dezember. Eine Biene leistet mir Gesellschaft. Gestern habe ich einige Früchte beim KSA auf dem Trottoir aufgelesen …

DSC_7536Mispeln, wie mindestens drei Besucher wussten. Eine Besucherin, die das wusste, hat von einem Kaki-Baum mit Früchten erzählt. Genau zwei Häuser von der Notfallaufnahme entfernt. Sie hat wesentlich länger an dieser Strasse gewohnt, als ich. Beim Nachbarhaus habe ich zwei Fotos geschossen. Zufall gibt es nicht. Aber welcher Fruchtbaum steht denn in der Nähe meines Kakibaumes. Alle sagen den Früchten Mispeln, Nespoli oder Nèfle. Die Pipa, wie sie in China genannt wird, gehört nicht zur Gattung der Mispeln. Es ist eine Japanische Wollmispel, eine Biwa. Ich muss in Sachen Natur noch einiges lernen, denn meine Vorstandskollegen möchten mein Beisitzerleben bei ruedmilan ändern.

Dafür kann ich mit einer Sensation aufwarten. Die ersten Erfolge sind einige Tage alt. Leider finde ich im Internet keinen entsprechenden Link zum Boskop-Test. „Nicht mal Gott weiss, wie es ausgeht“ ist die wissenschafltiche Begründung, für die beiden geopferten Äpfel. Quantenphysik pur. Darüber habe ich damals mit „meinem Pfarrer“ diskutiert. Der ist auch offen, für „Unerklärliches“. Ebenso der Pfarrer Res, der in seinem Kirchgemeindehaus auch die Zürcher Sektion des VRGS beherbert. Nicht zu verwechseln mit dem VRSG, bei dem ich mal die grösste Liegenschaftsbuchhaltung eingeführt habe. Die beiden Apfelhälften wurden energiemässig ausgependelt – rund 10′ Bovis. Eine Hälfte nahm ich mit und habe sie, nochmals mit dem gleichen Resultat ausgemessen, vorübergehend in der Garderobe des Landesmuseum gelassen. Beim Besuch kam eine SMS; „Meine Hälfte wurde gottlos angeschrien und verdammt“. Und das von einem Pfarrer. Zurück in der Garderobe war meine Apfelhälfte auf praktisch null Bovis gesunken.

Und nun das erstaunliche, diese „verdammte“ Apfelhälfte wurde mit einer Bonapfel-Hälfte meines Nachbars rund 5 km von mir entfernt den Vögel zum Verzehr überlassen.

lügen Vögel Foto zVg – merci. E-Mail Titel ist „lügen Vögel????“. Welche Hälfte wurde von den Vögeln nicht angerührt? Der verdammte Apfel! Quantenphysik, die reproduzierbar ist. Eine Sensation, über die heute noch viele Wissenschaftler lachen. Es ist nur eine Frage der Zeit, bis die „Lehrmeinung“ umschwenken wird.

Verlassen wir die Natur. Einige Schallplatten werden aufgelegt. Bee Gees und Madame Butterfly. Barry und Robin Gipp, sowie Giacomo Puccini feiern Jahrestag. 1808 wurde die 5. und 6. Sinfonie von Ludwig van Beethoven uraufgeführt. Nicht alle sind über die verschiedenen Musikrichtungen begeistert. Dr. Schiwago wurde vor 50 Jahren in New York uraufgeführt. Sogar in unserem Anzeiger vermerkt. Mit dem Zusatz, dass Vinyl wieder vermehrt gesucht und angeboten wird – analog und qualitativ von digital praktisch nicht erreicht. Auch der Spatz, Edith Piaf, eine der grössten, wenn auch eher klein gewachsen, der letzten 100 Jahre hätte drei Tage vorher ihr Zentennium feiern können. Das Jahr des Haussperlings geht zu Ende.

Drei Sachen in den Medien lassen aufhorchen. „Blatter in die Muppet Show„. Dann sind da noch zwei etwas besondere Berufsleute, die mit Zahlen um sich schlagen. Ein Maurer erklärt, dass der Gripen vor rund 10 Jahren mir 2 Mia. gehandelt wurde und dann die Höchstofferte mit 5,5 Mia. „Bei rund dem Doppelten gibt das Probleme!“ Sie können selbst ausrechnen, ob sie auf das gleiche Resultat wie der zukünftige Finanzminister kommen. Und dann ein Schneider, auf die Frage, dass im Bildungssektor auch gespart werden muss. „Die früheren Budgetzuwachsraten von bis zu fünf Prozent sind nicht mehr möglich, aber gut zwei Prozent sollen es auch künftig sein“. So spart die Landesregierung. Für die meisten ist das eine Erhöhung um zwei Prozent. Na dann mal Prost auf das Jahr 2016.

Gleichentags noch gelesen: „Kernfusion am Ende?“ Der ITER in Cadarache wird wohl 50 Jahre Bauzeit verschlingen (der Link aus „Bild der Wissenschaft“ ist z.Z. nicht aufgeschaltet). Die Kostenexplosion in der Kernfusion.  Aber, knapp zwei Wochen alt: „Im Greifswalder Reaktor „Wendelstein 7-X“ haben sie nun erstmals ein Plasma erzeugt – eine Vorstufe für die Kernfusion.“ Na ja, mit klarer Sicht, wird zumindest einer in Ob dem Walden schmunzeln, was in den letzten zehn Jahren so alles an Kommentaren und Diskussionen stattfand. Und dabei hätten die Waldner über das Stanser Verkommnis, das seit 1481 wieder einmal Jahrestag hat, feiern können. Und 1789 wurde die Revolutionszeit eingeführt und 1917 wird die DIN-Norm eingeführt und 1920 werden regelmässige Rundfunksendungen vom Sender Königs Wusterhausen eingeführt. Kurt Waldheim wird UNO Generalsekretär. Zudem startet die Lockheed SR71 Black Bird zum Jungfernflug. Ein denkwürdiges Datum.

Nachtrag: Derjenige, der oben schmunzelt sandte kurz vor Mitternacht ein Mail – „Auftrag erfüllt„: „Sie waren bereit, ihr Leben für die Schweiz zu opfern. 1990 wurde ihre Truppe enttarnt 
und mit Schimpf und Schande aufgelöst. Kürzlich wurden die letzten Veteranen der geheimen Einheit P-26 diskret, aber in allen Ehren aus dem Dienst entlassen. Hans-Rudolf Strasser war einer von ihnen.“ Nun schmunzle ich, aber warte bis 2041, dass das Archiv zumindest für die Forschung freigegeben wird. Roger Köppel – „Die Weltwoche“ – müsste noch erwähnt werden.  Vielleicht urteilt er exakter, ethisch gerechter als die allgemeine Stossrichtung. Für politische Spannung dürfte im 2016 gesorgt werden.

 

Sind Bärenmärkte und Crashs vergleichbar?


Nehmen wir doch meine Meinung gleich vorweg. Sie sind nicht vergleichbar, haben aber Ähnlichkeiten mit der Dauer und den Kursänderungen von Zwischenerholungen …

… die Frage ist nur, wie viele solcher Erholungen gibt es, bevor die Börse wieder zu steigen beginnt. Mathematisch kann fast alles bewiesen werden … zumindest im nachhinein, wenn man weiss, wie die Kurse verlaufen sind. Einen interessanten Chart finden wir bei Rolotec, der bei dshort.com aufgeschaltet ist. Woher die Originnaldaten kommen, ist nicht nach vollziehbar. Dshort.com macht ein tägliches Up-Date.

Bärenmärkte

Jeder darf jetzt hier seine persönliche Meinung anbringen, wie sich die heutige Situation entwickeln dürfte. Wenn sie exakt und vor allem harmonisch und schnell mit der Maus umgehen können, versuchen sie einmal die Kursbewegungen grob nach zu ahmen. Nicht dass sie jetzt wüssten, wie exakt die nächsten Wochen aussehen, aber sie spüren plötzlich sehr ähnliche Bewegungen. Das will nichts anderes heissen, als dass sich die Menschen immer nach einem gewissen Schema von einem Schock erholen und dann sofort wieder in Euphorie ausbrechen. Die Finanzbranche wird auch in Zukunft nicht viel aus den verschiedenen Crashs lernen. Der Zockertrieb wird immer schlimmer, die Volatilitäten (Schwankungen) höher. Soll doch jemand erklären wieso z.B. eine UBS an einem Tag 15 Prozent steigen kann.

Charts sind gut und recht, aber beachten sie, dass Prozentzahlen miteinander verglichen werden. Ein Index-Chart ist grob gesagt nur brauchbar, wenn er logarithmisch dargestellt ist. Bitte verzweifeln sie nicht an der Mathematik, sie brauchen das nicht zu lernen. Achten sie darauf, dass die Zahlenangaben auf der Seite des Charts unterschiedlich ansteigen (die ersten 1000 brauchen wesentlich mehr Platz, als die nächsten 1000 usw.)

110 Jahre DJ

… dieses Beispiel habe ich bei patternspy ausspioniert. Bei Prozentzahlen gibt es noch etwas zu beachten damit diese vergleichbar sind. Die Basis – 100 Prozent – muss identisch sein. Ein Kurssturz von 48 Prozent ist wesentlich grösser, als ein Kursanstieg von 48 Prozent. In diesem Beispiel entspricht dies rund 180 Punkte runter und 95 Punkte hoch.

Der Crash 1987 haben einige von uns noch in Erinnerung. Er hat sich ganz anders entwickelt, wie sie im oberen Bild sehen können – daher fehlt es wohl im ersten Chart.

Allen Unkenrufen zum Trotz behaupte ich, dass mit Hilfe von Charts während einer Crash-Situationen keine verlässlichen Prognosen gemacht werden können.

Die Beiträge über «Geld und Finanzen – leicht erklärt» – schaltet auch die Bloggerin Tari Eledhwen aus Solothurn und das Personalblog.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Langfristig denken – und Crashs und Finanzkrisen sind Nebenschauplätze

Vor zwei Jahren erschienen:
Salatölralley – Pflanzenöl als Treibstoff ist unethisch

Vor drei Jahren erschienen:
… oder Rohstoffrallye

Vor vier Jahren erschienen:
Gen-«Ethik» ethisch betrachtet

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, gewinnorientiert. Vielleicht überlegen sie sich gerade heute einen Einstieg, dann melden sie sich unverbindlich bei mir.

Prognosen – man kann alles ins Lächerliche ziehen


Prognosen gibt es wie Sand am Meer, gute, weniger gute, schlechte … und im Nachhinein ist es immer einfach zu sagen, wer daneben lag …

… verlassen sie sich aber nie auf eine einzige Prognose und wenn sie Aktien auswählen, so nehmen sie mehrere Bewertungsmethoden zu Hilfe.

Die Welt Online – „Vorhersagen: Hellseher und Astrologen lagen 2008 voll daneben“ … die Recherchierkunst von einigen Journalisten liegt manchmal auch daneben oder die Interpretation des Wortes „voll“ (hier bedeutet es 100%) …

… sie bezieht sich auf die GWUP, Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V., die eine Warnung bei Prognosen anbringen will. Da habe ich nichts dagegen, denn keiner, der Prognosen macht, weiss, ob diese wirklich zu treffen. Ob die GWUP mit Ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen, keine Prognosen, überall richtig liegt, wage ich zu bezweifel. Angst über Elektrosmog wird hier ins Lächerliche gezogen. Dass sich mein Kopf rund ums Ohr erwärmt, wenn ich mit dem Handy telefoniere, ist wohl Zufall. Und dass sich nicht jede Seite gleich erwärmt, liegt sicher nicht an meiner Beobachtungsgabe.

Scharlatane zu erkennen ist im Grunde genommen nicht schwierig. Komplizierter wird es dort, wo extreme Meinungen aufeinander treffen.

Machen sie sich selbst ein Bild:

Am 03.01.2009, um 22.40 auf RTL „Die Prophezeiung 2009“ und am 04.01.09 die Wiederholung um 12.45 Uhr für Leute die früh zu Bett gehen!

Gezeigt wird eine Doku mit mehreren Wahrsagern, Hellsehern und Astrologen von England, Litauen, Afrika und Deutschland. Gefragt wurden wir zu Themen wie Wirtschaft, Politik, Sport und Promis.

Dieses Mal soll es erntshaft zu Werke gehen. Die Aussagen werden verfolgt und zum Jahresende soll es ein Resümee der eingetroffen und nichteingetroffenen Prognosen geben. Das finde ich gut und fair!

Mit „Ich“ ist hier Iris Teppner gemeint, für Finanzblogleser keine Unbekannte

Laut Cash gibt es 2009 ein Zwischenrally und dann wird es schlimmer als 1929.

Wenn sie in die Sterne gucken oder auf andere Prognosen setzen, dann machen sie dies mit gesundem Menschenverstand, lassen sie sich nicht nur einseitig beeinflussen und arbeiten sie mit Personen zusammen, die seit Jahren in diesen Gebieten arbeiten und nicht immer ihre Meinung wechseln.

Es gilt auch im neuen Jahr an etwas Wichtiges zu denken: Wenn jemand eine Aktie verkauft, dann kauft ein anderer diese Aktie … es gibt immer zwei gegenstäzliche Meiungen. Die Kunst ist nur, langfristig über dem Durchschnitt, der Benchmark zu liegen. Erstaunlicherweise sind dies meist immer wieder die Gleichen. Eines ist ihnen gemeinsam. Sie verfügen über ein extrem breites Wissen, sind keine Spezialisten und geben nie Garantien ab. Sie können sich auch nicht der Tendenz des Marktes entziehen, kaufen aber meist wenn Aktien tief und oft zusätzlich tief bewertet sind …

… falls sie immer noch nervös sind, dann schauen sie sich doch einfach mal Ricci Riegelhuth unseren Genussspezialsten an, wie man sich entspannen kann. Hier ist die Warnung auf der Packung längst bekannt. Trotzdem wird immer noch geraucht … jeder muss sich wie bei Prognosen auf seine eigene Meinung und Einstellung verlassen …

… suchen sie sich ab 2009 einen persönlichen Vermögensverwalter. Langfristig haben sich für den Kunden die Kosten noch immer gelohnt.

Wir liegen im Trend – wirklich?


Wenn sie Aktien kaufen und Geld verdienen wollen, müssen diese Aktien im Trend sein. Noch besser, sie kaufen solche Papiere, bevor sie im Trend sind … auch wenn dieser jetzt vielleicht Chartmässig nach unten schaut.

Der Trend an der Börse zeigt nach unten. Die Frage ist nur, wie lange noch und das kann niemand beantworten. Das ist eigentlich ganz einfach zu begreifen, wenn man weiss, dass es zwei Arten von Trends gibt. Der mathematischen oder statisitschen Trend, der einfach weitergerechnet wird. 2, 4, 6, 8, 10, 12 und der nächste ist vierzehn. Dumm nur, wenn was „dazwischenkommt“ und es dann wieder 2 ist. Wie bei der Uhr zum Beispiel. Oder nur eins, wenn auf die Winterzeit umgeschalten wird. Meistens wird aber ein mathematischer Trend durch die zweite Art von Trend durchbrochen.

Der Trend der Soziologie, der sehr schnell ändern kann. Es sei nur an die Börsensituation der letzten Monate oder Wochen gedacht. Jeder einzelne Mensch beeinflusst den Trend. Sie kaufen Biomilch, fahren mit dem ÖV zur Arbeit, unterstützen politische Linien …

Genau genommen sind aber diese beiden Arten von Trends identisch. Das eine ist nur was der Mensch macht, denkt und das andere ist nichts anders, als statistisch diese Tätigkeit auf einen Zeitpunkt fest zu halten. Und dann kommt plötzlich ein aussenstehendes Ereignis, wie die Hypothekenkrise und alles ändert in Windes Eile. Die mathematischen Systeme versagen vollkommen und die soziologischen Trendbetrachtungen können schneller reagieren, weil man nicht wie in der Statistik Zeitreihen braucht.

Beiden ist gemeinsam, dass viele versagen, nicht brauchbar sind und oft nur für Schönwetterprognosen geeignet sind. Trendforscher und Chartisten haben eines gemeinsam. Sie halten an ihren Aussagen fest und sind davon überzeugt, dass sie eintreffen. Und noch eines ist ihnen gemeinsam. Meist arbeiten sie für einen an der Aussage interessierten Auftraggeber.

Es gibt genügend Beispiele, dass Prognosen oft falsch liegen. Versuchen sie etwas anderes als einen Trend zu prognostizieren. Versuchen sie die Zukunft so an zu schauen, wie sie sich ergeben könnte – in Bandbreiten und nicht genauen Aussagen. Sie liegen mit Garantie besser und wesentlich häufiger richtig. Ich habe keine Ahnung, ob man irgendwo Trendforschung studieren kann … aber Zukunftsforschung. Nur ist man hier viel weniger populär und mediengeil, aber signifikant besser in den Aussagen und meist nie auf eine exakte Aussage fixiert.

«Jetzt beginnt das Zeitalter der Lebensqualität… In übersättigten Märkten werden Werte immer wertvoller!… Werte sind die Orientierungshilfen im Dschungel der Wahlmöglichkeiten… der Leitwert Lebensqualität wird das Wertschöpfungsprinzip der Zukunft sein!“ … lesen sie weiter bei trendbild.de … »

Vergessen sie, was der Trendforscher sagt. Das trifft für eine kleine Gruppe von Individualisten zu und ich hoffe für sie, dass sie auch dazu gehören. Aber diese Gruppe wird klein beleiben, vielleicht etwas anwachsen, aber sicher nicht Trend bestimmend sein. Die Welt wird auch in Zukunft vom Geld regiert, man wird nur das Billigste kaufen oder nur wo der (Marken)-Namen bekannt ist. Die Qualität zu beurteilen oder auf das Preis-Leistungs-Verhältnis zu schauen, wird den allerwenigsten Menschen gelingen …

… und aus diesem Grunde kaufe ich oft Aktien von solchen Unternehmen, wo ich die Produkte nicht regelmässig kaufen würde. Ausprobieren schon, falls es nicht Investitionsgüter sind (einmalige Käufe). Das Kaufen überlassen wir der Masse, die gibt gerne Geld aus, wo das Unternehmen gut verdient. Und wir verdienen dann an den Aktien. Es wird sich auch in Zukunft nicht viel daran ändern auch wenn das heute nicht im Trend liegt.

Ein Beitrag über «Geld und Finanzen – leicht erklärt» – einer Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn. Er wird auch im Personalblog aufgeschaltet.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
China, Indien und die Bananrepublik USA

Vor zwei Jahren erschienen:
Ökologische Berichterstattung

Vor drei Jahren erschienen:
Börsengang – «leicht uneinheitlich»

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, gewinnorientiert

Börsenastrologie und Astrozyt


Genau so wenig wie ich Trader bin, schaue ich mir das tägliche Horoskop an. Das Kurzfristige ist nicht meine Welt, aber langfristig darf man(n) und frau ruhig einmal ein Horoskop zur Hand nehmen.

Anfangs Januar durfte ich im Finanzblog die Goldpreisprognose von Iris Treppner veröffentlichen. Herzliche Gratulation. Die letzten 8 Zeilen von Seite 3 und der Chart in US$ auf 1 Jahr belegen die sehr erfolgreiche Prognose.

Horoskope mögen nicht für alle sein. Sie sind ja manchmal auch nicht ganz einfach zu lesen, zu interpretieren und vermutlich ist es wie der Fundamentalanalyse – es kommt drauf an, wer diese gemacht hat. So gesehen ergänzen sich die beiden Analysearten.

Anfangs Jahr hat mich noch mancher belächelt oder gar ausgelacht, dass ich mir Börsenhoroskope anschaue und diese so alle Quartale mal wieder durchblättere. Vermutlich werden diese es jetzt mit „reiner Zufall“ abtun. „Spass“ macht auch die Analyse des SMI. Zwei Zeilen aus der Zusammenfassung die sie im Link nicht haben:

… aufgrund der Indizien würde ich darauf tippen, dass die schwierigste Zeit sich im Herbst/Winter einstell …

… kann man dann von einer Weltwirtschafts-Krise ausgehen …“

von Iris Treppner – geschrieben vor neuen Monaten

Es scheint zwischen der Erde und dem Himmel einige Verbindungen zu geben, die wir höchstens vermuten können oder dann liegt es vielleicht doch an den Personen, die mit solchen Instrumenten um zu gehen wissen. Vielleicht würde heute der Jounalist FAZ Iris anders interviewen. Die Kunst überdurchschnittle Performance zu erreichen, kann man an keiner Universität studieren. Da stecken meist Quer- und Andersdenker dahinter.

Berner würden jetzt vielleicht sagen, es ist halt „Astrozyt“. Gemeint ist aber nicht die Zeit (Zyt) sondern die Astrozyten, ein Subtyp der Glia, früher als Nervenkitt im Gehirn abgetan. Und einige Stücke eines Berners werden jetzt untersucht. Von Albert Einstein, der vor knapp drei Jahren Gast im Finanzblog war. Ein Kleber mit Köpfchen schildert Bild der Wissenschaft ihren Artikel – schön für die, welche viel Kleber haben oder zumindest auch andere Meinungen anschauen.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Das Blog – ein Verkaufs-Tool mit Kundennutzen?

Vor zwei Jahren erschienen:
Drachenbörsen und Frau Mahlzahn

Vor drei Jahren erschienen:
Prisencolinensinainciusol ol rait – liberaler Wind in Sicht

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, gewinnorientiert

«Kaffeesatz lesen» und der Fahrstil von James Bond


Die Charttechnik dürfte langsam wieder aus der Schublade genommen werden – aber bitte: immer noch aufpassen. Und nie alleine auf die Charttechnik verlassen.

Die Chartisten sind ein Volk für sich. Mit einigen kann man ganz normal reden, für die anderen gibt es nur die Charts. Dass dem in der Praxis garantiert nicht so ist beweisen die vielen Schliessungen von Chartabteilungen in den letzten Monaten – Krisensituationen sind mit Charts nie zu lösen.

Es tönt vielleicht verrückt, aber die astrologischen Einschätzungen die mir vorliegen, haben die Wirklichkeit in den letzten Monaten besser wiedergegeben. Übrigens, Iris Treppner hält auf der Astro-Börse einige Prognosen gratis zur Verfügung. Eine Bemerkung nur für Iris: Dein Spezialhoroskop trifft erstaunlicherweise (ja ich bin immer noch etwas skeptisch zu eurer Zunft) recht gut zu. Aber ich hoffe mal, dass der Getriebeschaden nächstes Jahr ausbleibt. Muss den Un-Tipp mal meinen indischen Kollegen stecken. Mit Ausfällen ist zu rechnen.

Rechnen tun auch die Computer für die dort erwähnten Probleme. Jaguar scheint zumal das Problem erkannt zu haben. Die Stabilitätskontrolle versagt ihren Dienst, wenn der Radumfang nicht an allen Rädern gleich ist. Die beiden vorderen wurden gewechselt, weil ich bei einem Felssturz in den Bergen ausgewichen bin (gottlob) und dann noch so einen 20 cm grossen in einer 45-prozentigen Schräglage getroffen habe. James Bond lässt grüssen – aber nicht die, welche bei Como geübt haben. Die Differenz beim Radumfang dürfte klein sein und der Schlupf der in Kurven entstehen kann, müsste softwaremässig abgefangen werden. Solche Probleme dürften einfacher zu programmieren sein, als Programme für die Charttechnik.

Mit den drei Wassernüssen, war Mitsubishi gemeint. Wie Chartisten wollen auch die alles beweisen. Dass auf der Simulationsfahrt mit permanent angetriebenen vier Rädern, die Kurven spürbar leichter bewältigt werden und erst noch eine kürzere Rundenzeit herausgefahren werden können. Das Phänomen kenne ich seit rund acht Jahren aus eigener Erfahrung. Nur Mitsubishi fährt auf der Vergleichsfahrt mit 4-Rad langsamer in die Kurven und beschleunigt auf den geraden Stücken mehr. Ganz alle lassen sich mit so plumpen Werbetricks nicht überzeugen.

Ja, wo Zahlen eine Grundlage spielen, da muss man etwas vorsichtig sein:

«Kaffeesatz lesen

von Jens Korte

Stellen Sie sich vor, Sie verlaufen sich im Dschungel und stoßen auf ein Eingeborenendorf. Um zu überleben, müssen Sie die Regeln der Dorfbewohner annehmen, auch wenn es nicht Ihren Gewohnheiten entspricht, es Ihnen sogar deutlich gegen den Strich geht … weiter bei FINANCIAL TIMES DEUTSCHLAND … »

Vor einem Jahr erschienen: «Dreckiges Geschäft – moralisch umstrittene Aktien» – 1. Teil

Vor zwei Jahren erschienen: Richtung der Wall Street

Vor drei Jahren erschienen: Lotus – der Natur abgeschaut – ein Nano-Effekt

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – eigenständig, unabhängig, langfristig

Astrologische Gold-Preis-Prognosen


Wenn es den Leuten schlecht geht, schauen sie ihr Horoskop an. Machen sie es doch einmal umgekehrt – schauen sie das Horoskop für den Gold-Preis an. Gold ist auf einem Allzeithoch

… aber das ist nur die halbe Wahrheit. Mit einer stabilen Währung, wie zum Beispiel dem Schweizer Franken muss er noch um rund 30 Prozent zulegen. Das historische Hoch ist zumindest vom US-Dollar aus gesehen überschritten. Diese Weisheit habe ich am Donnerstag am Telefon einem 18-jährigen Anleger erzählt, mit dem Hinweis, dass es vermutlich weiter nach oben geht. Aber dies stellt kein Anlagetipp dar, denn jeder muss selbst entscheiden, wann und ob er etwas kaufen will – Risiken gibt es immer. Und falls sie sich von der Astrologie nicht überzeugen lassen, dann haben sie hier ein ganz schönes Beispiel wie man auf diese Weise analysieren kann. Jeder soll wählen was er will. Manchmal schadet es nicht etwas über den Gartenhag zu schauen und sich mit einer Meinung auseinander zu setzten, die vielleicht anders ist oder zumindest auf eine andere Art zustande kam.

Viel Spass mit der Analyse von Iris Treppner von der Astro-Börse.com.

Astrologische Gold-Preis-Prognosen

von Iris Treppner

Nach vielem Hin und Her und Recherche bei „Wikipedia“ und „The London Bullion market Asscociation“, habe ich jetzt das passende historische Datum für den Goldpreis ermittelt, um endlich ein Horoskop zu entwerfen … weiter im pdf-File …» das mir von Iris Treppner freundlicherweise zur Verfügung gestellt wurde. Vielen Dank.

Goldpreis Astroprognose Treppner

Ob die Sterne recht behalten werden, ob sie auch für anderes um Rat angefragen werden sollten – auf alle Fälle, Astrologie ist absolut im Trend – und die Treffsicherheit schlägt manchen Anlageberater. Deshalb suchen auch wir immer wieder nach Zweitmeinungen. Fragen kostet nichts.

Frühere Beiträge:

Steigt die Börse – fällt die Börse?

Alles schaut nervös auf die Sterne der USA!

Rohstoffe auf den Punkt gebracht


Obwohl das Punkt Magazin von Bankinstituten unterstützt wird – sonst wäre es nicht finanzierbar – ist absolut lesenswert. Die unterstützenden Firmen müssen Werbung betreiben und wollen nicht die Presse kaufen

… sondern interessierte Leser informieren und zwar bei der letzten Ausgabe über Rohstoffe. «Ohne Rohstoffe geht nichts – auch in der Vermögensverwaltung lebenswichtig»! Das war nicht immer so. Vor etwas über zehn Jahren gab es ab und zu ein Telefon von der kontrollierenden Bankinstanz und die wollten wissen, was wir für dubiose Geschäfte im Rohstoffsektor machen. Wir hatten damals extrem viele Freiheiten und konnten Kunden mit ihren Wünschen bedienen, wie dies heute eigentlich nur noch selbständige Vermögensverwalter machen. Denken sie daran, wenn sie Anlagen in den Rohstoffsektor tätigen. Rohstoffhandel ist das älteste Handelsgebiet aber das jüngste für die allermeisten heutigen Banker. Das Gefahrenpotential beurteile ich heute grösser, als damals. Heute ist jeder ein Fachmann für Rohstoffe – ich bin es nicht. Aber ich habe bisher viel Geld mit Rohstoffen verdient.

Mit Gold vermutlich am meisten. Aber ich habe Gold gekauft, als mich alle ausgelacht haben. Ich kann warten und dies zahlt sich meistens besser aus, als wenn man immer neue Anlagen tätigen muss. Gerade bei landwirtschaftlichen Rohstoffen muss dies beachtet werden – der Rollover. «Rohstoffprodukte und ihre Tücken» (Seite 20). Seien sie vorsichtig, sonst steht plötzlich ein Tanklastwagen mit Orangensaft vor dem Haus. Aus diesem Grunde habe ich vor rund 15 Jahren dazu mal einem Kunden abgeraten. Es braucht dann auch einiges Wissen über Rohstoffe und das ist gegenüber Aktien etwas zu beachten. Es gibt wohl immer einen Käufer und einen Verkäufer, aber die Anzahl Aktien bleibt (im Normalfall) gleich. Rohstoffe sind wie Kartoffeln. Die sind oft im Boden nicht so leicht zu finden und ab und zu sogar witterungsabhängig und deshalb stark schwankend und den Jahreszeiten unterworfen. Wenn sie dies nicht beachten, nützt ihnen auch nichts, wenn sie wissen, was Contango oder Backwardation ist. Und nicht ganz jeder Rohstoff wird an uns zugänglichen Börsen oder via zugänglichen Anlagemöglichkeiten gehandelt. Wer sich mit Metall auseinander setzen will, dem empfehle ich den U.S. Geological Survey und etwa eine Woche Ferien mit einplanen.

Vermutlich können sie bei Punkt unheimlich viel lernen. Mir ergeht es nicht anders, zum Teil ist es eher ein Auffrischen und deshalb schreibe ich ja auch das Blog. Mehr wissen, Zusammenhänge besser kennen und sich nicht täuschen lassen. Es auf den Punkt bringen. Oder anders gesagt, auch nicht ganz alles glauben was in Punkt steht. Kupfer ist beileibe nicht das am meisten verwendete Metall. Das ist und wird immer Eisen bleiben. Kupfer macht vielleicht 1,5 – 2 Prozent des jährlich geförderten Eisens aus. Und hier könnte man noch lange Latein spinnen, zum Beispiel über die Herstellung von Austenitstahl. Rund 70 Prozent des Nickels sollen zu dessen Produktion verwendet werden. An diesem aus Eisen hergestellten Stahl haften Magnete nicht. Vermutlich ist dies nur ein Zwischenprodukt in der Schmelze – müsste mal Dänu fragen.

Das Blog ist halt eben praktisch, wenn man etwas nicht weiss – ich suche dann, wenn ich Dänu wieder einmal sehe, einfach mit seinem Namen. Der weiss es dann schon, ohne jetzt gross selbst im Internet Recherchen zu betreiben. Und der zweite gefundene Dänu ist nicht zu verwechseln. Das war der mit dem Wertkarton im Adventskalender. Und schon bald ist wieder Advent und einen Kalender wird es geben, bei mir oder zusammen mit …

… das wäre dann die Überraschung und wenn sie zuvor schon etwas, vielleicht sogar mit Rohstoffen, gewinnen wollen, dann stellen sie doch fest, wann der erste Tag des Goldhandels war und erwähnen dies im Blog von Astro-Börse von Iris Treppner. Ich erzähle dann einmal, wer wirklich die ersten waren, die Rohstoff-Futures kreierten. Es waren nicht wie erwähnt die im 10. Jahrhundert handelnden Kaufleute aus Venedig, sondern Olivenhändler.

Chart Lehrgang (11) – der Linienchart


Linien, Bar, Candle, Mountain … welche Form des Charts ist am Aussage kräftigsten, welche soll man wählen?

Jede Chartform hat auf seine Art eine Daseinsberechtigung. Je kurzfristiger ein Chart ist, desto wichtiger ist die Form, die man betrachtet. Die einfachste Form ist der Linienchart und dieser eignet sich im Normalfall für länger- und langfristige Betrachtungen. Die (meist) Schlusskurse, jeder einzelne Punkt, werden mit einer Linie verbunden. Genau genommen die zwei Punkte, die in einer Zeitreihe neben einander aufgeführt sind. Eigentlich ist dies klar – es sei denn, man mache mit Unterstützungslinien Punkt genaue Interpretationen.

Kurzfristig ist bei den anderen Chartformen nicht nur ein einzelner Punkt massgebend. Sondern nebst dem Schlusskurs auch Hoch und Tief sowie vielleicht der Eröffnungskurs. Dass man diese Höchst- und Tiefstkurse aber absichtlich vernachlässigt, hat manchmal auch seine Vorteile – man kann den Verlauf glätten und extreme Tagesschwankungen korrigieren. Ein schönes Beispiel zum Anschauen ist Oracle. Nehmen sie die normale Aktie in Frankfurt und jetzt schauen sie verschiedene Perioden an und wechseln den Chart-Typ (rechts oben beim Chart) von Bar auf Linie. Am besten sieht man es, wenn man mit einem Jahr beginnt, nachher drei Monate, dann einen Monat und am eindrücklichsten ist die Woche.

Oracle habe ich absichtlich genommen, weil ich dies im November als schlechtes Beispiel erwähnt habe, um Umkehrpunkte auf zu zeigen. Die Prognose war 17 EUR bis im April – nur dass er in der Zwischenzeit auch ohne Chinacrash deutlich billiger zu haben war. Man kann alles mit der Charttechnik begründen, aber ob es Sinn macht, ist eine andere Frage. Oracle halte ich auch im Allgemeinen nicht als gutes Chartbeispiel, schon gar nicht für Anfänger, denn es gab zu viele Firmenaufkäufe, die in letzter Zeit diesen Titel tangierten. Und solche ausserordentlichen Ereignisse haben bei einem Chart keinen Platz. Beachten sie vielleicht auch nur die Anzahl der Meldungen – mit so vielen ist eine Analyse fast unmöglich. Dieser Titel muss zwingend fundamental (betriebswirtschaftlich) betrachtet werden. Und wenn schon einen Chart, dann sollte auch der USD-Chart berücksichtigt werden. Kursgewinne oder Verluste in der Währungsumrechnung haben schon manchen Chart unbrauchbar gemacht.

Der Linienchart hat einen weiteren Vorteil. Mit ihm kann man am einfachsten üben, üben, üben …

Chart Lehrgang (10) – die Umkehrpunkte


Der Umkehrpunkt wird eigentlich nie gross behandelt und dabei ist er etwas vom Wichtigsten. Wir wollen ja nur wissen, ob die Richtung der Börse, Aktien, Devisen bleibt oder ändert.

Ganz so einfach ist es nicht, den tiefsten oder höchsten Punkt der Börse zu erkennen. Fast unmöglich im Voraus, einfacher aber im Nachhinein. Aber es ist gar nicht so wichtig, ob wir langfristig gesehen einige Prozent zu früh oder zu spät handeln. Viel wichtiger ist, dass man überhaupt erkennt, dass es in eine andere Richtung geht. Der Trader versucht in einem Trendkanal mit relativ kleinen Ausschlägen zu verdienen und der langfristig orientierte Anleger will herausfinden, wann ein Trendkanal durchbrochen wird.

Hier sind die Umkehrpunkte wichtig. Es gibt drei Möglichkeiten, wie die Umkehrpunkte liegen können. Beim Aufwärtstrend steigen sie immer und lassen sich mit einer (steigenden) Geraden verbinden. Beim Abwärtstrend sind es entsprechend die unteren Umkehrpunkte. Bei einem Seitwärtstrend sind in den meisten Fällen nur die unteren Umkehrpunkte von Interesse.

Bei einem 3%igen Durchbruch dieser Linien spricht man von einem Trendwechsel. Aber Achtung, dies liegt heute innerhalb von Tagesschwankungen. Das heisst, der Sicherheit lieber einen Tag zuwarten. Und noch etwas ist wichtig. Die Trendlinie sollte meines Erachtens in der Vergangenheit drei, lieber viermal mit einem Umkehrpunkt touchiert worden sein. Die meisten Chart, die man im Internet findet, beruhen eher auf einer Zufallsanalyse, als auf Charttechnik. Beispiel Gefällig? In den Finanznachrichten wird Oracle vor einer Woche ein Trendwchsel vorausgesagt. Ein 5-Jahres-Chart, wie hier gezeigt, verwirrt mehr, als dass eine Aussage dieser Art angebracht ist. Schauen sie, wo heute Oracle ist (z.B. Frankfurt – EUR). Betrachten sie einmal den 5-Jahres-Chart und wechseln dann auf den 3-Monats-Chart. Diesen Chart dürfen sie jetzt eine Zeitlang im Auge behalten – vielleicht durchbricht er tatsächlich gegen oben. Chart mässig gesehen, dürften wir in rund zwei Monaten etwas dazu gelernt haben.

Mit Chart ist es eh wichtig, dass man immer übt und das Internet ist dazu gerade paradiesisch, Internetforen liefern Chartbeispiele zu Hauff. Und Charts sind nicht das Einzige, worauf man schauen soll. Aber es kann auch sein, dass man sich nur auf die Umkehrpunkte konzentrieren will und zwar immer nur auf einzelne, nicht auf einen Durchbruch eines Trends. Den Wendepunkt heraus zu finden macht Spass – versuchen sie es einmal mit der stochastischen Analyse. Aber bitte, für Stochastics sind Mathematikkenntnisse angesagt. Und noch etwas, es funktioniert auch lange nicht immer, üben, üben, üben … und etwas Glück.

Und noch etwas, rein statistisch gesehen, haben wir bei Aktienanlagen wesentlich die grösseren Chancen reich zu werden, als mit den Euromillionen – aber es werden es noch viel mehr versuchen.

Chart Lehrgang (9) – der Anlegerzyklus


Gibt es in der Charttheorie einen Anlegerzyklus, den man «ableiten» kann oder gibt es nur einzelne Formationen, die zu Hilfe gezogen werden können?

Die Antwort gleich vorweg. Es mag Anlegerzyklen geben, aber wir sind nicht in der Lage, diese vorausschauend zu erahnen – und werden es auch in Zukunft nicht können. In die gleiche Richtung verweist auch die kurze Zusammenfassung von Prof. Heri (siehe Zitat – Kasten).

Einzelne Bewegungen am Markt kann man aber wohl charttechnisch anschauen. Die verschiedenen Formationen (z.B. Keil, Dreieck, Lücke …) folgen in separaten Beiträge. Noch etwas aber zum Anlegerzyklus. Wir denken, der Mensch müsste doch immer die gleichen oder ähnliche Verhaltensweisen an den Tag legen. Das tut er vermutlich auch, aber mit so viel verschiedenen Varianten, dass diese nicht zu deuten sind.

Der Herdentrieb war zum Beispiel vom Monat Oktober überrascht worden. Der unten abgebildete Chart handelt auch vom Herdentrieb. In meiner Sammlung ist er ohne Quellangabe, aber im Internet findet man fast alles. Hier ist als Quelle das Handelsblatt und Dr. Hans-Dieter Schulz genannt. Den Anlegerzyklus habe ich schon in anderen Wirtschaftsblättern gesehen. Ob er von H.D. Schulz ist entzieht sich meiner Kenntnis, aber auf seiner Seite mal hinein sehen sollten sie schon. Vergleichen sie mal seine Prognosen Anfangs Oktober.

Und wenn dann alle von diesen Prognosen überzeugt sind, haben wir dann den Herdentrieb und daraus entsteht dann vielleicht doch ein Anlegerzyklus.

Anlegerzyklus

Quelle – siehe Text

Dow Jones auf Höchststand


Übertrifft der Dow Jones diese Woche seinen alten Höchststand von 11723 Punkten?

Obschon der Dow Jones immer noch der wichtigste Aktienindex ist, hat er von seiner Allmächtigkeit in den letzten Jahren stark verloren. Er ist nicht mehr das Mass aller Dinge. In den nächsten Tagen dürfte er aber wieder vermehrt Beachtung erhalten, denn er steigt langsam gegen seine alte Höchstmarke vom Januar 2000.

Die Welt: «Wall Street wagt neuen Anlauf auf Allzeithoch.
Der Alte will’s endlich wissen. Zum zweiten Mal in diesem Jahr nimmt der dienstälteste Aktienindex der Welt, der Dow Jones Industrial, Anlauf auf ein Allzeithoch … weiter …»

… oder korrigiert er wie dieses Jahr im Mai nach 11670 Punkten stark nach unten. Vielleicht helfen die diversen Betrachtungen von Charts. Die 10’000 Punkte nach unten wurden im April 05 auch nicht geknackt – nur 0,46 Punkte, nicht Prozent, haben damals gefehlt. Sell in May and go away galt nicht und dieses Jahr dürfte auch der September nicht als schlechtester Börsenmonat in die Geschichte eingehen.

Chart-Lehrgang (8) – ein kleiner Rückblick


Die Chart-Theorie ist keine exakte Wissenschaft, deshalb sollte man sich ab und zu erinnern was eigentlich hinter ihr steckt.

Wenn wir eine ganz einfache Unterstützungslinie einzeichnen, greifen wir eigentlich auf unvollstellbare Mengen an Einzeldaten zurück. Je nach Zeitperiode die wir betrachten, handelt es sich hier um Stunden, Tage, Wochen, Monate aber eher selten Jahre. Es können also hunderte von Tagen sein und jeder Tag wird im Normalfall mit einem Schlusskurs eingetragen. Und dies ist der zufällig letzte bezahlte Kurs. Nun gibt es Aktien, da findet kein täglicher Handel statt. Dies ist aber eher die Ausnahme – die Wirklichkeit sieht anders aus. Am eindrücklichsten sind bezahlte Kurse gegen das Börsenende an zu schauen. Da sind Millionengeschäfte aufgeführt aber auch einzelne Aktien die von zwei Parteien gehandelt werden.

Wie viele Menschen gehandelt haben bis ein Schlusskurs – den Punkt, auf den wir je Tag die grafische Betrachtung reduziert haben – zu stande kommt, beachten ein paar wenig Mitarbeiter der Börsen. Am ehesten die in der Buchhaltung, denn die verrechnen pro Handel die Gebühren, Spesen, Kommissionen … Sie dürfen jetzt aber nicht einfach Anzahl bezahlte Kurse mal zwei rechnen um zu wissen, wie viele Menschen in unserem Beispiel Nestlé gehandelt haben. Vermutlich werden viele Teilaufträge dabei sein. Verschaffen sie sich Zugang zum Orderbuch und sie sehen alle Details. Aber das interessiert jetzt wirklich nur den kleinsten Teil der Börsianer. Schauen sie sich einmal ein Kursblatt an und entscheiden sie selber. Das ist etwas für (administrative) Spezialisten – wir beschränken uns auf einen einzigen Schlusskurs.

Mit Mathematik und all ihren aufbauenden Spezialgebieten versucht man bei der Chartanalyse nichts anderes, als die Psyche all dieser handelnden Menschen zu interpretieren und vor allem eine Prognose auf zu zeigen. Oder anders gesagt:

Bei der Chartanalyse hilft ihnen ein Studium der Massenpsychologie mehr als eines in Betriebswirtschaft.

oder …

«Das Interpretieren von Charts (im Aktienmarkt) ist weder eine Kunst noch eine Wissenschaft, sondern vielmehr der Glaube an Regelmässigkeiten und Gewohnheiten des menschlichen Verhaltens im Allgemeinen und an die Übertragung dieses Glaubens in die grosse Masse des Börsenpublikums im Speziellen.»

Diese Weisheit stammt nicht von mir, vielleicht nicht einmal von Dominik L. Hänggi, in dessen unredigiertem Vorabdruck «Die technische Analyse von Aktiencharts» sie als Einleitung steht. Der Spruch ist immer noch gültig, nur habe ich mir erlaubt «im Aktienmarkt» in Klammern zu setzen, denn heute interpretieren wir bei weitem nicht nur mehr Aktien – aber diese doch einfacher als manches andere Anlageprodukt.

… und noch etwas. Die Chartanalyse sollte nicht das Alleinseeligmachende sein, sondern eine unterstützende Hilfe uns einen Trend auf zu zeichnen. Und ein Trend ist nicht immer eine gerade Linien.

Alles schaut nervös auf die Sterne der USA


«In entsprechenden Terminkontrakten ist jetzt eine Anhebung der Leitzinsen um 25 Punkte auf 5,25 Prozent durch die Notenbank Fed am 29. Juni komplett eingearbeitet. Investoren spekulieren sogar auf einen Anstieg der Zinsen auf 5,5 Prozent.»

Im Goldseiten-Forum habe ich obigen Lead bei Spica gefunden. Siehe Kommentar vom 20.6.06 09.26 (in der linken Spalte am Ende eines Beitrages ersichtlich). Lesen sie weiter

In den anschliessenden Kommentaren hat es interessante Meinungen über Israel, Palästina und den Irak. Falls es sie irritiert wenn sie etwas über Planeten oder die Sonnenkonstellation lesen, sollten sie nicht gleich verzweifeln. Hier wird im astrologischen Forum über Gold und all die Umstände, die den Goldpreis beeinflussen können, diskutiert.

Vielleicht verbannen sie Astrologie und Börse ins Reich der Märchen. Das ist ihr Recht. Wenn wirklich etwas daran ist, sollte im Juli oder August eine grosse Wende eingeleitet werden. Die Kommentare in diesem Forum fangen im Jahr 2004 an. Lesen sie nur mal auf der ersten Seite den Eintrag vom 11.4.04 18.14 von Bognair. Auf den folgenden 30 Seiten hat es manch Interessantes zu entdecken. Wie wäre es mit der 13. Seite. Bringt die Unglück. Hier ein Link aus dieser Seite, der in das Jahr 2001 zurück blendet – beachten sie die Voraussage der Rohstoffmärkte – 1. Chart beim Beitrag von www.ZealLLC.com. Sie lagen richtig.

Bitte auch nicht verzweifeln, falls heute der US-Zins doch angehoben werden sollte, denn die Börse hat schon Einiges vorweg genommen. Aber vielleicht kommt es anders. Warten wir was Ben Bernanke heute zu sagen hat. Er spricht meiner Meinung nach eine deutlichere Sprache als es Greenspan gewohnt war. Lassen wir uns überraschen.

Übrigens habe ich über mehrere Jahre einen astrologischen Börsenbrief lesen können – das Resultat erstaunt. In den Sternen scheint man wirklich lesen zu können.

USA Mond

… auf welche Seite nun? Foto bei Visipix gefunden.

Chart Lehrgang (7) – der Trendkanal


Wann ist ein Trend vorbei? Am einfachsten sieht man dies im nachhinein bei einem Trendkanal.

Im Nachhinein ist jeder klüger und alle können genau sehen, wann ein Trendkanal durchbrochen wurde. Wenn ein Kurs sich innerhalb von zwei parallelen Linien bewegt, spricht man vom einem Trendkanal. Meistens zeichnet man diese zwei Parallelen als Gerade. Die untere als Unterstützungslinie und die obere als Widerstandslinie. Ein Trend muss aber nicht gerade, kanalartig verlaufen und deshalb ist er meist weniger leicht zu erkennen. Am einfachsten geht dies von Auge. Oder man hilft sich mit einem logarithmischen Chart aus. Hier ein schönes Beispiel vom Nasdac (unterer Teil – Text dazu ist lesenswert).

Der Trend verhält sich aber meistens nicht kanalartig zwischen zwei Linien, sondern jede Chartformation versucht einen Zeitpunkt zu erkennen, wann ein Trend durchbrechen könnte oder beim Trendkanal, wann er durchgebrochen war. Das heisst, bei einem Trendkanal ist es nicht möglich voraus zu sagen, wann dieser vorbei ist. Hier hat es die Mode einfacher. Da können sie davon ausgehen, die die neue Frühjahrskollektion nächstes Jahr nicht mehr im Trend liegen wird.

Ein Trend führt auch nicht immer zum Erfolg, denn es gibt den Trendkanal gegen unten und hier versucht man am liebsten heraus zu finden, wann man einsteigen sollte. Beim Trendkanal nach oben versucht man auf dem Höchst aus zu steigen und der Seitwärtstrend zeigt am Schluss in welche Richtung die Fahrt weiter geht. Der Trend funktioniert nur solange, wie die Masse mitmacht. Wann keiner mehr Fussball T-Shirts tragen will, wird vermutlich das Ende der WM zeigen.

Chart Lehrgang (6) – der Trend


Ob Mode oder Börse, wenn ein Trend bemerkt wird, rennen alle hinterher.

Der Trend, wer kennt ihn nicht von Kindheit an. Was die Andern haben, wollen unsere Kinder auch. Der Modetrend ist wie der Börsentrend ganz praktisch. Man ist dabei und profitiert.

Profitieren werde ich heute auch, denn über den Trend wurde schon so viel geschrieben, dass ich mich am Tag der Arbeit mit dem Link von Wikipedia begnüge. Vom Trend werde ich noch einige Male berichten, denn es kann teuer kommen, den nicht zu beachten. Auf der andern Seite ist ein Trend meist erst im Nachhinein genau ersichtlich.

Üben sie einmal mit einigen älteren Charts von Bullchart und suchen sie sich dann einen aktuellen Chart. Die Erkenntnisse können gross und vor allem überraschend sein.

Der Trend ist das wichtigste Element zum üben. Es sollte eigentlich keinen Chart in einer Zeitung oder Zeitschrift geben, den sie nicht zum üben brauchen. Nur anschauen reicht meistens nicht aus. Es sollten Striche eingezeichnet werden. Von Hand, mit Lineal, allenfalls mit dem Daumennagel wenn nichts anderes vorhanden ist. Am Bildschirm ist eine Postkarte ganz nützlich, sie ist stabiler als ein Blatt Papier und so sind Trends relativ schnell zu finden. Wasserfeste Filzstifte empfehlen sich am Bildschirm weniger, da ist zum Beispiel Bigchart (allenfalls Java-Applets laden) praktischer. Aber hier braucht es noch fast mehr Übung bis ein Trendkanal sauber eingesetzt werden kann als auf dem Papier. Versuchen sie es einmal bei Nitromed – hier ist der Trend von Auge leichter zu erkennen denn exakt zu zeichnen.

Trading Methoden


Traden mit System macht reich – sagen einige.

Bei GodmodeTrader habe ich einen neuen Betrag gefunden, der vom möglichen Reichtum beim Traden schreibt.

«Dies ist die faszinierende Geschichte eines Mannes, der die „Börsenformel“ entdeckte.» … lesen sie selbst

Es gibt einige Anhänger der Delta Methode, aber ob alle reich geworden sind? Wenn die technische Analyse, wie sie im Link beschrieben wird, das Ein und Alle wäre, müsste sie sich einmal mit den eigenen Waffen geschlagen geben, denn ein System, das jedermann zugänglich ist, funktioniert auf die Länge nicht. Jeder möchte gleichzeitig kaufen und jeder möchte gleichzeitig verkaufen – die Börse bricht zusammen, weil niemand einen Partner zum Handeln findet.

Es liegt vielleicht weniger an der Methode, wie man handelt, sondern eher an der Systematik – und wenn sie Tag und Nacht System abhängig sind, dann wünsche ich viel Spass – die Lebensqualität wird darunter leiden. Übrigens, kennen sie viele Personen, die mit traden reich geworden sind?

Chart Lehrgang (5) – warum funktionieren Charts?


Warum funktionieren Charts eigentlich? Ganz einfach, weil das Verhaltensmuster der Menschen immer gleich ist und in der Masse meist aus Fehlern nichts gelernt hat.

Das Allerwichtigste immer vorab: Charts funktionieren nicht immer und im Normalfall sind Charts nur eine Ergänzung zur herkömmlichen Analyse. Wer sich ganz auf Charts verlassen will, muss eine Menge wissen und sollte etliche Jahre Erfahrung haben und sich lieber mit einem kurzfristigen als langfristigen Anlagehorizont beschäftigen. Ein mittelfristiger Chart lässt eine kurz- allenfalls mittelfristige Prognose zu, aber ein kurzfristiger Chart nie eine mittel- oder langfristige.

«Ich bin Anhänger der Charttechnik. Bei jedem Anlagehorizont haben mir Charts bereits geholfen. Limits lege ich meist nach Analyse des Intraday-Charts fest. Bei volatilen Werten rechnet sich das sehr häufig. Warum Charts Prognosen ermöglichen, habe ich mich schon desöfteren gefragt. Dennoch habe ich mich auch schon häufig durch Charttechnik überzeugen lassen. It works but i dunno why :).» Das war die Frage von Nico Popp. In seinem Aktien-Blog schreibt er auch, dass er an der Invest in Stuttgart (ab Freitag) einige Vorträge besuchen will. Die charttechnischen besucht er sowieso und empfehlen würde ich ihm den ehemaligen Pfarrer Uwe Lang. Für Deutsche müsste auch die Fussball-WM noch etwas Platz haben.

Hier die Antwort auf Nicos Frage: Die Antwort ist eigentlich ganz einfach: «Weil Menschen sich immer wieder gleich oder ähnlich verhalten. Und der Chart ist nur ein Abbild wie sich der Mensch (bei einem gewissen Titel …) verhalten hat.»

Der Ausdruck «technische Chart-Analyse» ist vielleicht verwirrend – treffender müsste es etwa heissen: psychologisch-grafische Chart-Analyse.

In den Lehrgängen die ich kenne, wird dem Punkt und dem Strich vielfach keine oder eine zu kleine Beachtung geschenkt. Der Mensch, die Masse beeinflusst die Börse, einen Aktientitel und pro Tag ergibt dies einen einfachen Schlusspunkt (Schlusskurs). Wenn wir dann in Charts herumkritzeln, technische Schlüsse ziehen, denken wir meist an Technik und überlegen nicht, wieso bei einem Kurswechsel zum Beispiel, die Menschen anders reagiert haben.

Es gibt auch Chartisten, die ganz spezielle, untippische Ereignisse an der Gesamtbörse oder beim Einzeltitel herausfiltern um das «normale Grundverhalten» besser feststellen zu können. Hier liegt vermutlich die Zukunft in der Prognosetechnik. Aber ohne umfangreiche intelligente Software und den Zugang zu allen verfügbaren Daten werden solche Tools noch lange auf sich warten müssen – erst recht für den Privatgebrauch.

Einige sagen, dass sich die Börse nach den Chartmustern bewegen, weil viele nach ihnen leben und Charttechnik anwenden. Das Glaube ich aber nicht, denn ich vermute, dass zumindest in der Schweiz nur einige wenige Prozent der Anleger nach Chart-Überlegungen kaufen und noch weniger verkaufen.

Wer in Sachen Chart etwas üben will, soll dies einmal anhand der US-Zinse machen. Viel Spass und im Auge behalten.

Chart Lehrgang (4) – die Gerade und ihre Skalen


Mathematik ist nicht notwendig, um Börsencharts zu interpretieren – aber ein mathematisches Gefühl ist sehr hilfreich.

Mit allen erdenklichen mathematischen Systemen wird versucht, die Börse voraus zu sagen. Bisher ohne Erfolg oder anders gesagt, mir hat noch nie jemand das Gegenteil beweisen können. Ich behaupte sogar, dass wir mit Finanzmathematik nie in der Lage sein werden, so eine Aufgabe zu lösen. Es geht hier nicht um finanztechnische Regeln, sondern um das Interpretieren des psychologischen Verhaltens vieler Menschen, einer Masse. Mit Kenntnissen der Psyche der Massen sind sie treffsicherer. Das Verhalten von Massen, egal welcher Art, kann heute am besten mit Software aus dem Bereich der Physik angegangen werden. Es dürften aber noch etliche Jahre vergehen, bis Physiker die bessere Trefferquote, als mancher Finänzler liefern dürfte.

Das Grundverhalten eines Charts ist immer der Mensch – und zwar, der Mensch in Massen betrachtet. Wenn sie für CHF 10’000 Néstle-Aktien kaufen, beeinflussen sie in einem ganz kleinen Rahmen auch den Néstle-Kurs, den SMI, andere Indexe, jede Menge an Fonds und und und … und von allen zusammen die gehandelt haben ergibt sich ein Schlusskurs. Ein Punkt. Und aus vielen oder verbundenen und trendmässig interpretierten Punkten ergibt sich eine Gerade.

Eine Gerade ist eine mathematische Funktion, die grafisch zwischen Ordinate und Abszisse ersichtlich ist. Die Abszisse, die Horizontale, die Waagrechte, die X-Achse oder wie die untere Skala sonst noch benannt wird, stellt bei Charts meistens die Zeit dar. Kurzfristig bis langfristig und praktisch immer in regelmässigen Abständen, linearen Skalen. Jede Zeiteinheit ist gleich lang – und so muss es auch sein. Spezialitäten lassen wir einmal ausser Acht.

Die Ordinate bereitet da schon mehr Schwierigkeiten. Die allermeisten Charts gehen auch hier von linearen Reihen aus. Logaritmische Charts sind eher für den Profi gedacht, werden aber auch in Verkaufsprospekten verwendet, um Entwicklungen in ein richtiges, sprich gewünschtes, Licht zu stellen. Mit einer entsprechenden Skale wird kann eine Gerade zu einer Kurve gestaltet werden. Wenn man einigen Quellen glauben darf, so sind einige mathematische Regeln seit Adam und Eva bekannt.

Über die dort beschriebene Division durch Null lässt sich auch streiten. Ist sie jetzt verboten oder ergibt das Resultat unendlich. Auf einer alten mechanischen Rechenmaschine mit Volltastatur, zum Beispiel einer Madas, lässt sich demonstrieren, dass «unendlich» richtig ist. Die stellt nicht mehr ab. Netzstecker ziehen und wieder einstecken bringt nichts, die dreht weiter – stundenlang, tagelang. Bis einer kommt, der weiss, wo im Innenleben der Maschine der Hebel ist, den man betätigen muss.

Genau gleich beim Chart, üben sie zuerst an einfachen Beispielen und wenn sie einen kurzfristigen Chart betrachten, vergleichen sie vielleicht noch schnell mal mit dem längerfristigen. Der zeigt vielleicht etwas ganz anderes. Und wenn sie mehrere Charts mit einander vergleichen, dann besonders auf die Skalen achten und schauen, wie das Verhältnis zwischen den Achsen ist. Indexierte Kurven oder prozentmässige Darstellungen sind für Vergleiche meist einfacher, denn ein Kursunterschied von CHF 10 ist bei einer Aktie ein grosser, bei einer andern ein kleiner Unterschied – je nachdem, wie teuer die Aktie ist.