Angklung findet Anklang

1. August vor zehn Jahren: Wir feiern das internationale Jahr der Biodiversität mit dem japanischen Panflötenbaum. Schauen wir nun, was die „Konkurrenz“ zustande bringt.

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Für das Anklung verwendet man keine Platane. Shure, in Suhr musste bei fast Vollmond diese hier digital hinhalten. Die Lichtverhältnisse waren draussen, geschweige denn drinnen ideal. Wer ab und zu noch die Noten lesen musste, weiss wovon ich schreibe. Dafür war Stimmung super. Eröffnet wurde das Konzert mit der indonesischen Nationalhymne.

Damit sie wissen, wie ein Angklung-Orchester tönt. Erstaunlich mag für einige auch sein, dass sie „keinen“ Dirigent sondern einen Diriwächter (s. Mitglieder) haben.

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Wenn sie denken, er mag nicht so grosse Instrumente rumschleppen und begnügt sich mit einer ganz handlichen Mundharmonika …

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… dann könnten sie sich täuschen. Quer steht das Alphorn nicht, obschon sie weltweit das einzige Angklung-Orchester sind, die dieses Instrument integrieren. Sie wissen ja schon längst, wieso man nicht Alforn schreibt. Erstaunt war keiner, als plötzlich gejodelt wurde. Begeistert waren die Leute. Das muss man erlebt haben.

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Hier das sensationelle Chörli mit dem Vorjodler. Beachten sie aber die Handstellung der einen Sängerin – kommt mir irgendwie bekannt vor. Übrigens, um 16.00 wird auf www.res-peter.ch das Resultat angegeben.

Ein Angklung zu bauen scheint einfacher zu sein, als das Wort zu schreiben. Hier die Bastelanleitung (Instrument 47).

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Ein einziges Angklung ist eher zum Üben, damit die Zuschauer einmal erfahren, wie es zu bedienen ist.

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Die Tonleiter von Do bis Do – 8 Töne. Fa, war etwas fad. Nun bauen sie aber einige Hundert dieser Bambusinstrumente zu einem Orchester zusammen … wetten, dass es ihnen nicht auf Anhieb gelingt, dass es harmonisch tönt. 40 Jahre feiert heute das Angklung Orchester Pada Suka mit Instrumenten aus Bandung. Da staunt man.

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Der indonesische Botschafter – Stammgast – lässt es sich nicht nehmen, dafür zu gratulieren, dass jemand seit Gründung des Vereins mitspielt. Kennen sie diese Landesflagge! Eine Kombination von Indonesien und der Schweiz … das letzte Stück … sie erraten es, ist die Schweizer Nationalhymne.

Also los, ab ans Basteln. Wenn sie zu wenig Bambus haben, dann schauen sie doch mal bei mir vorbei. Und wenn sie nun denken, dass jeder Idiot so ein Angklung bauen und spielen kann, dann sollten sie sich mal erkunden, was ein Idiophon wirklich ist. Seit  2010 ist das Angklung UNESCO-Weltkulturerbe. Es war ein toller Abend – danke vielmals.

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