Feinstaub und das Fingerspitzenphänomen

Wissen schaft … Wissenschaft. „Lungenärzte erklären Feinstaub-Grenzwerte für „völlig unsinnig““.

Feinstaub verursacht schwarze Fingernägelränder, wobei aber nicht alle Menschen gleich schnell solche „ungewaschene Hände“ erhalten. Wieso, konnte mir noch niemand sagen. Am Waschen der Hände liegt es garantiert nicht. Vermutlich ist es nicht einmal die unterschiedliche Haut, sondern eher die elektrische Leitfähigkeit der Fingerspitzen. Das mechanische Fingerspitzengefühl. Hängt vermutlich mit dem „Touchscreen Phänomen“ zusammen, aber dazu ein ander mal. Wer vor einigen Jahrzehnten in London oder in deutschen Ruhrstädten war, kennt die schwarzen Fingernägel. Kohlenstaub aus Heizungen.

In London kennt man das heute nicht mehr – dafür vermutlich in Peking. Und die Ärtze sagen jetzt – zumindest die Deutsche Gesellschaft für Pneumologie – Feinstaub ist nicht so schlimm. Hoffentlich haben sie Recht. Ganz sicher scheinen sie sich indes noch nicht zu sein, denn auf der Internetseite finde ich zu dieser sensationellen Erkenntnis noch nichts und diese ist doch immerhin schon eine Woche alt.

Und die Grünen blasen in Stuttgart ins gleiche Horn: „Palmer kritisiert Diesel-Fahrverbote: Nutzen für menschliche Gesundheit „völlig unklar“„. Diesel bläst hier 6 Prozent des Feinstoffes in die Luft. Und die andern 94, wenn man annimmt, dass die Rechnung stimmt?

Ökonomische Betrachtungen sind nicht immer einfach. Ökologische noch weniger. Könnte es sein, dass beide Seiten Recht oder Unrecht haben? Ich glaube ja. Entschuldigen sie, wenn ich mich wiederhole und gleich das Geschriebene noch einmal hineinkopiere. Aber meine Vermutung habe ich vor 13 Jahren veröffentlicht und es hat mir noch keiner widersprochen:

Hier stelle ich eine Behauptung auf, bei der mir einmal einer auf Grund einer wissenschaftlichen Studie, das Gegenteil beweisen soll:

«Stoffe, die der Mensch im Normalfall verträgt, wie das Herumkauen auf Holz oder das Essen von Erde (Kleinkinder lassen grüssen), sind als Feinstaub (durch Verbrennung oder Aufwirbelung) nicht toxisch und vermutlich weit weniger karzinogen, als Feinstaub aus Stoffen, die für den Menschen in kleinen oder grösseren Mengen ungeniessbar oder giftig sind, zum Beispiel Diesel, chemische Produkte oder auch Kochsalz.»

Vielleicht müssten beide Seiten noch einmal etwas Grips aufwerfen und sich mal Gedanken machen, ob Feinstaub Feinstaub ist! Zumindest welche Arten von Feinstaub wirklich gefährlich sind. Und warum sind eigentlich die früheren Menschen nicht alle im Feinstaub umgekommen? Die haben ja Jahrhunderte lang nur mit Holz geheizt!

Ja, so manchmal muss ich Gedanken ins Netz hauen, damit ich „in Stimmung komme“.  Ich muss, darf was Interessantes anpacken und da muss man eben so auf Touren kommen. Zum Feinstaub noch etwas. Schwarze Bürofinger bekommen sie auch wegen des Lasertoners und früher, wenn sie beim Stempelkissen abgerutscht sind. Und Feinstaub kann Rückenschmerzen verursachen.

Atmen, das ist gelinde ausgedrückt, wichtig, lebenswichtig. Ich schätze, dass ich so 2/3 Milliarden mal ein- und ausgeatmet habe. In Erinnerung bleiben eher die jenigen Male, die nicht so gut gingen oder wenn man vor Freude ganz tief eingeatmet hat. Vermutlich hat mir sogar eine Impfung vor knapp fünf Jahren geholfen. Versuchsprogramm mit Pneumovax 23, eine Boosterimpfung (Auffrischimpfung) wäre in einigen Wochen fällig. Ich bin ja nicht so sehr dafür sich für und gegen alles impfen zu lassen, aber hier bin ich über den Schatten gesprungen … weil ich mal fast über meinen Schatten gesprungen wäre.

Atmen ist wichtig und vor allem, was sie damit einatmen. Zur Zeit restauriere ich eine Hochhauswohnung. Parkett, Dispersion, Verdünner … lieber nicht. Ökologische Material sind zwar teurer und wesentlich komplizierter um die Wände damit zu streichen oder zu verputzen. Aber es macht Sinn. Und Parkett in einem Hochhaus. Le Corbusier würde sich sicher im Grab umdrehen, wenn man in seinem Haustyp Holz als Standardmaterial nimmt. Es ist nicht nur Holz gesund, auch Kalk … aber dazu braucht es wesentlich mehr Wissen. Es ist kein Bauhaus, ein Hochhaus mit bald 50 Jahren auf dem Buckel und wer feierte letzten Sonntag: 100 Jahre Bauhaus – Zeit zum UmdenkenEs ist Zeit zum Umdenken.

Zumindest beim Kalk mal eine Bemerkung. Die organischen Stoffe in einer Kalkmischung sind das Problem, sie können das Verkieseln verhindern, wenn sie als Bindemittel zugegeben werden. Oder in reinster Form ist Lüften nicht nötig. In diesem Zusammenhang war die Cultura Suisse sehr lehrreich, kleiner als die Denkmal, aber vor Ort und fast noch ein Geheimtipp, wer sich mit ökologischem Bauen beschäftigt. Nein… nicht aufhören, Therese danken, die mich durch die Ausstellung begleitet hat. Mit Alt und Jung kommt man ins Gespräch. Erfahrung von solchen, die nicht immer alles glauben und Drang zum Suchen nach solchem, was zum umdenken bewegen könnte. Vermutlich werden die Bausünden aus den letzten Jahrzehnten (und den kommenden) noch manchem den Atem anhalten … finanziell oder eben, was in der Haus-Luft ist …

… nicht jeder hat in der Öko-Branche das richtige Fingerspitzengefühl: Auflagenbetrug beim Öko-Test – mehr heute Abend bei ARD auf Plusminus … wie gut unterrichtete Quellen berichten.

Umbrüche orientieren sich nicht an Kalenderdaten

Umbrüche, Änderungen … noch und nöcher tauchen jetzt ähnliche Berichte auf.

Vermissen sie fast seit einem Monat einen Beitrag? Lesen sie doch auch mal auf libref was so alles zwischen Erde und Himmel abläuft oder auf Ruedmilan was sich im Umweltsektor tut.

2019 – Das WEF sieht schwarz. Schauen sie sich die letzte Grafik mal genau an, genau das letzte erwähnte Land. Frankreich. Nun wissen sie vielleicht, wieso Frankreich Gelb sieht.

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Vielleicht sogar ein ultra Rechter, denn das Gilet Jaune ist meist auf der linken Fahrerseite. In den Weihnachtstagen sah man weniger und sie häuften sich in der ersten Januarwoche. Meine privaten Zählungen auf der Strasse haben zwar keine grosse Statitische Signifikanz … aber meist liege ich richtig. Aufgrund der Bemerkung, dass ich für diese Menschen „Verständnis“ habe, hat einer bei mir reklamiert. Schweizer, eher konservativer Art. „Du hast keine Ahnung und nur das geringste Verständnis für diese Menschen ist fehl am Platz.“ Kollege Essig, wie ich solche Leute tituliere, hätte auch mit Macron ein Problem. Am Tag nach meinem „Verständnis“ …

Die von den «Gelbwesten»-Protesten ausgelöste Krise ist die bislang grösste Herausforderung für den jungen Staatschef, dessen Beliebtheitswerte im Keller landeten. Er äusserte Verständnis für Unzufriedenheit und Wut von Bürgern: «Ich teile diese Ungeduld.»

Erstaunlich, dass der Beitrag auf der NZZ nicht schärfer gegen Macron ist? Nein, er ist von der dpa. Die Schuld können sie sicher nicht einem einzigen Mann in die Schuhe schieben, wenn der Staatsapparat von Frankreich umgekrempelt werden soll und der Umbruch etwas harzt, Zeit in Anspruch nimmt. Wie sieht es wohl zur Zeit in den USA mit dem Shutdown aus?

Zurück zum WEF. Der Beitrag auf dem Global Risks Report 2019 dauert knapp eine Stunde. Blenden wir ziemlich genau 10 Jahre zurück. 2008 – es brodelt, die Finanzkrise ist greifbar. Die Kursstürze am Anfang wären ja eigentlich noch verkraftbar gewesen. Wenn es dann doch noch massiv nach unten geht, überlegt man sich, wie das auf lange sicht wohl herauskommt – hier der Dow Jones seit 1896.

126 Jahre Dow Jones

Gute Zeiten, schlechte Zeiten in 122 Jahren.Die Zeit um 1929 sollte eigentlich gut feststellbar sein. 2008 wird schon schwieriger und wo war 1968? Zufall, dass so viele 8 und 9 in der letzten Jahrzahl stehen? Ich weiss es nicht, aber die nächsten vierzehn Tage könnten anstrengend sein. Diese Zeit im 2008 war es auch für die Schweiz.

Und doch noch gleich zwei Sachenim fb gesehen und Langenthal fast vergessen, zu gratulieren:

wacker, wakker. Es gibt wirklich schöne Ecken, aber ab und zu auch mal andere. Was geschieht nun mit dem Mühlesilo? Von der „Beton-Geschichte“ her absolut erhaltenswert und vielen ein Dorn im Auge (Bild zwei hinter der Mühle). Immer zwei Seiten – Langenthal ist halt Durchschnitt … und sollte eigentlich nun diesen endgültig hinter sich lassen. Im fasnächtlichen Treiben wird es dann vielleicht gacker, gakker heissen.

Und noch einen: Der Überschussladen, der KostNixLaden – besser noch als „Bring und Holmarkt“. In unserer Wegwerfgesellschaft vielleicht etwas zum nachahmen. Ökologisch sehr sinnvoll und erst recht ökonomisch, denn das gesparte Geld kann für anderes ausgegeben werden.