Zum Glück war Freitag

Ja, morgen ist wieder Montag und die Woche fängt mit dem gehassten Montagmorgen an. Dabei können wir eigentlich gar nicht klagen.

Matthew macht einigen mehr Sorgen. Hier ein Beispiel aus Haiti – vorstellen können wir uns das nicht. Wir schlagen uns stattdessen mit den Billetautomaten rum und dem P.P.-Versand der Naturschutzcouvert von Bird Life Schweiz – „DiePost AG“ ist nicht mitaufgedruckt. Sind sie wirklich erstaunt, dass die erste Anleitung bei der ehemaligen PTT auch auf dem alten Stand ist? Heute usus bei uns. Rund eine Viertelstunde, bis ich weiter kann. Und bei der Bahn kann ich in etwa 13 verschiedene Tageskarten lösen – auf einen Blick neu ersichtlich. Für den Z-Pass müssen sie anders hirnen. Reorganisationen am laufenden Band bei diesen ag-mässigen (Ursprung des Wortes stimmt hier voll) Staatsbetrieben, die nicht einmal die Stäbe geschweige denn das Frontpersonal dort verdauen. Aber der Kunde soll es.

Die digitale Strategie mit hochbeschulten und -bezahlten Strategen, verkaufsprovisionsabhängig aber ohne strassentaugliche Praxiskenntnisse. Das sind unsere heutigen Problemchen. Nicht das verdienen, das schaffen nicht ganz alle in diesen Dimensionen. Eher das Umärgern mit nicht mehr Perfektem. Und derweil mein Kollege in die Karibik zurückgekehrt ist und per Handy bestätigen kann, dass das „Geschenk Gottes“ abgewandt wurde und die Muskatplantagen verschont wurden. Hier müssten wir uns fragen, wer den Namen für einen Wirbelsturm, Blizzard, Tornado, Zyklon, Hurikan oder Taifun vergibt.

In der Schweiz schlagen wir uns derweil eher mit Staubteufeln rum. Es gibt ganz andere Probleme, als diejenigen, die wir im nicht mehr ganz perfekten Musterland Schweiz haben. Sitzung von libref in Zürich fängt mit Finanzen an. So sind wir halt. Adieu Genf – merci für die Überweisung eines schönen Teils an die „Mutter“. Trauer und Freude, das gibt es dank eines „Geschenk Gottes“. Genf wird auf eine andere Art weitermachen. Herzlich willkommen, wenn sie wollen. Wir haben es „abgesegnet“. Wir segnen auch den Vorschlag unseres Präsidenten ab. Irgendwo im Fernsehen hat er mitbekommen, dass ein Pfarrer Goerlich in der fast 2 Millionen-Stadt Aleppo – mit ganz anderen Problemen, als bei uns –   den Flüchtlingen hilft. Fernsehen? Ja, das Ding habe ich das letzte Mal bei der Fussball EM benützt. Res Peter, dank USR III zum aktiven Blogger befördert, erklärt, dass er Andreas Goerlich von der Notfallseelsorge her kennt. Für gute Taten können sie in diesem Link die Zahl CH20 0900 0000 8926 8661 5 verwenden. Die Spende und unsere besten Wünsche sind unterwegs.

Kriegsberichterstattung kenne ich nur von der Theorie, die Praxis wurde unserer Einheit erspart. In Aleppo würde unsere Spende im Null-Komma-Null … Bereich liegen. Dort wird mit extrem viel mehr Geld, noch viel mehr zerstört. Denken sie einmal am 1. August oder am Sylvester/Neujahr an diesen Irrsinn. Einschlag und Detonation. Dort gleichzeitig, bei uns als Augenweide und dann erst die Detonation. Und das Geld wird im Irak für Flüchtlinge aus Syrien eingesetzt.

Nehmen sie sich die halbe Stunde Zeit und überlegen sich einmal, ob ihr Herz mit unserem Stress schon leidet. Frieden zu erreichen oder zu helfen, ist anstrengender. Geschweige denn Krieg. Andreas der Dritte im Vorstand hat seine Terminüberschneidungen im Griff. Er weiss am meisten über den mit dem Menschenrechtspreis aus Kurdistan. Dabei haben vermutlich die meisten schon von diesem Zürcher gehört. Der Krebskranke, der operiert werden soll. Das Stichwort und Zusammenhänge bilden sich unheimlich schnell – Namen, die kann ich mir schlecht merken. Die heutige Behandlung dieser Krankheit ist schuld, die Chemie der Pharma. Zwei Millionen fehlen rund und wir könnten an der Abhilfe weiter forschen.

Irgendwie bahnen sich da Terminkollisionen im 2017 an, ja irgendwie stehen die im Raum. Cabalzar hätte dann ja Zeit. Wir melden uns dann wieder mit Karikaturen und dem Blick zur Gotthard-Röhre raus und geniessen den Freitag. Fast ein freier Tag. Und einer setzt Waffen gar für Musik ein.

Der Wirtschaftsnobelpreis kollidiert auch terminlich und ist auch für Frauen nicht ganz  chancenlos. „Die Geschlechterunterschiede vergilben – doch nicht ganz allen gefällt diese Entwicklung“. Stiglitz erwartet gar den Austritt Italiens aus der EU. Keynes wusste noch gar nicht, was die EU einmal sein würde. Ich bin von Friedman beeinflusst worden. „Subventionen sind des Teufels – liberales von Gott“ – so meine Kürzest-Zusammenfassung seiner Thesen.

Und was macht mann so, an einem Freitagnachmittag in Zürich. Krieg oder Frieden. Eine Zweierdelegation beschliesst, solange wie es geht zu geniessen – die Gour-messe ruft. Mit meinem Pfarrkollegen an die Freitags-Messe. Gour ist indisch oder marokkanisch. Beides vertreten. Kräuter, Pulver und und und. Gesund und ungesund sind vertreten, aber eines ist allen gemeinsam. Nicht ganz billig. Und einige endtäuschen mit Gewächsen für Etikettentrinker. Oder auf Deutsch: viel zu hohe Marge. Ganz allen ist nicht alles Wurst. Obschon teuer, haben einige vermutlich eine nicht ganz kostendeckende Geschichte hinter sich. Der Alpenhirt sieht fast aus wie Fidel Castro – sein Geschenk kam via Kollegen meines Begleiters zu mir. Alles liberale Reformierte.

Da kann ich mir nur loben, dass ich nicht Vegetarier bin. Einfach köstlich. Na ja, der Grossvater ist nicht am Stand, aber der Junior ging mit dem von von Tscharner (letzte Seite) in die Schule. Den Vater Gian-Battista kennen wir zwei doch und haben den heute an der Sitzung als „Idee für einen Marsch“ erwähnt. Kennen tun wir auch den Bekannten aus der Surselva wie die Dame beim Stand, Renzo Blumenthal. Einen kennen wir beide nur vom Degustieren der Produkte – sieht Fidel nicht unähnlich aus – die Stählemühle. „Vergessen Sie alles, was Sie über Schnaps wissen.“ Eine Wucht.

Der Web-Auftritt ist eher nebensächlich. Der Inhalt muss stimmen. Die Höflichkeit hat mich heute zurückgehalten, das auf einem Mail an Res den Zweiten zu beantworten. Die Dame hat festgestellt, dass der Auftritt moderner sein könnte. & diese Dame schreibt in ihrer Beschwerde & mit dem Ampersand, das in der Deutschen Korrespondenz vor über 50 Jahren abgeschafft wurde und und und &&& da gab es noch andere tolle Degustationen wie das neu auferstandene Vivi-Kola, Di Capuna mit Bergoliven & eigenem Theater in Embrach, Julius Meinl verwendet Wasser mit 3000 BE – börsenkotiert – Hahnenwasser hat rund das Doppelt, man lernt nie aus, weiss, wie man eine Kuh teilen muss, wo man Wasser brennen kann … ja so viel gut schmeckende Abwechslung GAB´s noch selten.

Derweil andere hungern und dursten und doch einige zumindest die Pestizide im Vinschgau verboten haben. Und zum Schluss wird noch hingewiesen, dass die Schweiz brennt – nur am 12.11.16 – einen Tag nach Fasnachts-Beginn. Obstverband hin oder her, ich habe keinen Zugriff. Damit wären wir kurz vor dem Datumswechsel wieder am Anfang, mit den Problemen mit den Automaten etc., &sf &sw. Und da gibt es Länder, wo es wirklich brennt. Das sind echte Probleme und wir hoffen, dass zumindest einige ab unserer Spende etwas Hoffnung, Erleichterung haben und vielleicht doch mal Ruhe und Frieden.

 

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