Ich bin kein Blocher-Fan, aber …


… dieses Interview müssen sie lesen.

Nun zieht Blocher über die Städter her“ – sorry liebe Bernerzeitung, dieser Titel ist echt saublöd gewählt.

Blocher wirft Gedanken auf, die man sich echt einmal überdenken muss. Die Abstimmung ist vorbei – es gab immerhin knapp 50 Prozent Ja-Sager – eigentlich eine Patt-Situation. Die Nein-Sager waren mit gut 50 Prozent in der Überzahl – sie haben gewonnen. Knapp, aber wie im Sport zählen Hunderstel. Die Schweiz muss handeln. Vielleicht stärken die Gedanken von Altbundesrat Christoph Blocher den Stolz, den Mut, den Kampfwillen der Schweizer. So schlecht sind wir wirklich nicht. Zweite weltweit, ich glaube nach den Norwegern. Aber das ist nicht so wichtig. Wir sind Spitze. Wir wollen Spitze bleiben.

Es gibt nur Handel, wenn beide Seiten profitieren … und die EU will auch profitieren, also wird sie garantiert mitmachen. Vielleicht Zeit, wieder einmal aus dem Buch „Erfolgsmodell Schweiz“ zu berichten. Es wäre der richtige Zeitpunkt, mal den 2. Teil zu bringen.

4 Gedanken zu „Ich bin kein Blocher-Fan, aber …“

  1. Ja-Sager haben die Initiative mit 50.3% angenommen. Für Meinungsforscher Longchamp sind es die „Konservativen“ – katalogisiert, Punkt. Der grüne EU-Parlamentarier Daniel Cohn-Bendit schätzt laut NZZ, dass mittlerweile 60 Prozent der Franzosen einer Beschränkung der Einwanderung zustimmen würden. Auch Politiker aus der bürgerlichen Mitte wie der ehemalige Premierminister François Fillon sollen sich in diese Richtung geäussert haben. Sogar für Quotenregelung innerhalb der EU ist die Rede. Damit ist ein Tabu gebrochen – alles Konservative? Social Media zeigt es: Die Zuwanderungsproblematik bewegt mehr Menschen in Europa, als es den Politikern lieb ist. Es ist nicht die Schuld der Schweizer „Konservativen“. Es geht auf das Konto der EU-Politiker, die neben der Realität wie neben den Schuhen stehen. In dieser Sache haben viele Schweizer Politiker mit jenen eine Gemeinsamkeit. Sie haben auch an den Befindlichkeiten des Volkes vorbei politisiert. Dies wäre vermeidbar gewesen. Die „Liberalen“, die „LInken“, die Grünen, jene mit dem „C“ im Logo sind natürlich alles keine „Konservativen“ oder etwa doch? Man sollte sich mehr um die Sache, als um die Ideologie kümmern. Sonst wird es dogmatisch, fundamentalistisch und intolerant. All dies kann die Wirtschaft nicht brauchen. Sie braucht Freiheiten. Genau so, wie ein souveräner Staat die Freiheit braucht, den internen Empfindlichkeiten zu begegnen. Eine Anleitung dazu aus dem Ausland (Brüssel) braucht es eben so wenig, wie Zwangsheirat… Zwang von einem „Gebilde“, welches nicht einmal ein Staat ist, muss man sich widersetzen.
    EU-Politiker wollen sich mit den ganz Grossen (USA, CHINA, Russland, Indien) messen. Sie ängstigen sich, sonst unter zu gehen. Daher der Drang nach Erweiterung, koste es was es wolle! In der Wirtschaft zeigen die KMU’s, dass sie flexibler und innovativer als grosse Konzerne sein können. Die Ideologie Europa ist noch lange nicht gefestigt, so sie es denn einmeal sein wird.

  2. Claude, den wir auch als Stadtwanderer kennen, liegt meiner Meinung nach richtig. Links und Rechts haben nichts mit Liberal oder Konservativ zu tun. Konservativ wird auf dem politischen Kreuz unten eingetragen und Liberal oben. Wobei mit der heutigen Denkweise liberal eher in die Mitte gerutscht ist. Oben müsste heute besser mit Progressiv bezeichnet werden.

    Mehr dazu vermutlich im Oktober auf libref.ch – eine Standortanalyse zur gegebenen Zeit.

  3. Der Stadtwanderer versteht das Geschäft. Er spielt es wie „Figge und Müli“ (Doppelmühlel Im Mühlespiel). Wenn er für die Gewerkschaft arbeitet, trägt er einen anderen Propeller /Fliege) – der Propeller-Claude – als wenn er für Economie Suisse arbeitet. Für jeden Anlass besitzt er einen anderen „Schwirbel“ (Propeller). Gewinne maximieren ist erlaubt. Eine kritische Würdigung findet sich im NZZ Folio 2/2006: „Das Chamäleon bekennt Farbe“ => http://folio.nzz.ch/2006/februar/das-chamaeleon-bekennt-farbe

  4. Und wenn du beim Stadtwanderer den Beitrag über Wohlen (Bern natürlich) anschaust, dann, dann kennst du vielleicht auch den ehemaligen Gemeindepräsidenten – Edi Knecht. Ihr seid beide im Personalwesen von Waffenschmitten gewesen. Da lob ich mir meine Hammerschmitte … und meine Lehrzeit der A+V. Mitte April habe ich mit Edi dort die KV-Stifti begonnen und sogar während dem Studium noch ab und zu mal mit ihm Firmen-Fussball gespielt. Die Welt ist halt eben doch klein.

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