Die Kraft des Wassers – Teil 1


1119 mm Niederschlag gibt es im Durchschnitt pro Jahr in Schmiedrued.

Wasser ist etwas faszinierendes, mit all seinen Vor- und Nachteilen. Keine Ahnung, wie oft pro Tag wir mit Wasser in Berührung kommen oder an dieses denken. Wenn es regnet, dann denkt man öfters daran, dass Wasser unangenehm sein kann. Wenn sie einen Wasserleitungsbruch haben, dann wird es unangenehm, weil das Wasser fehlt. Blenden wir zurück. Sommer 2012. Einige denken an den Bau der Arche Noah, weil es giesst. Und ich sitze fast auf dem Trockenen. Pro Minute kommen plötzlich nur noch zwei drei Deziliter Wasser zum Hahnen raus. Eine WC-Spülung braucht den Vorrat, der sich in einer runden halben Stunde angesammelt hat. Wenn man am Wochenende ein Bad nehmen und den günstigen Strom fürs Waschen ausnützen will, muss man planen.

Rohrbruch

Was war geschehen? Durch die starken Wasserfälle wurde im Hang westlich der Hammerschmitte ein Hangrutsch verursacht. Nicht meterweise, vermutlich nur wenige cm. Von Auge nicht erkennbar, im Unterholz, schlammig, voll Himbeeren, Kraut. Immense Kräfte werden da mobilisiert. Kubikmeterweise Material, das gegen das Wasserrohr drückt, das sich vermutlich irgendwo an der Nagelfluh verzahnt hat. Das Eisenrohr bricht. Wo? An der schwächsten Stelle, dort wo das Gewinde aus der Verbindung herausragt. Physik trifft auf Physik. Mit einem kleinen Mehraufwand wäre das vermutlich über 80ig-jährige Teil noch lange haltbar. Ansonsten ist das 3mm-Rohr nur mit Oberflächenrost bedeckt. Die grössten Roststellen sind rund einen halben mm tief. Das war kein billiger russischer Stahl mit Schwefel oder heute oft eingesetzte geschwefelte Stahllegierungen. Diese sind leichter zu bearbeiten und viel korrosionsanfälliger. Heute treten zum Teil Bauschäden schon nach kurzer Zeit auf, gar wenn Bauten noch nicht einmal abgerechnet sind. Über dieses Thema ein andermal, dort dringt ja auch Wasser ein und hier haben wir das Problem des austretenden Wassers. Da das Bodenmaterial (Humus-Lehmgemisch) relativ undurchlässig ist und sich das Wasser den Weg mit dem geringsten Widerstand sucht, läuft dankender weise ein Teil vom oberen Rohrende zum unteren … und duschen ist weiterhin planbar.

Wann soll man in einem sumpfigen Steilhang von etwas mehr als 40 Meter Länge ein Leck suchen und das Leck dichten? Bei Wintereinbruch, der war letztes Jahr früh, kann man nur mit Handarbeit ein Leck suchen. Das ist beinahe unbezahlbar. Im Frühling? Wenn ich mich nicht täusche, wurde der heuer ersatzlos gestrichen – der fand irgendwann an einem Wochenende statt. Im Sommer? Da gibt es am meisten Niederschlag und einen „Schwimmbagger“ war nicht zu organisieren. Hokuspokus, Aberglaube, Langfristprognosen und ein Quäntchen Glück. Am Tag, als ich den Weg zum Reservoir freigehauen habe – wie im Dschungel – hab ich noch meine Regenjacke geholt. Für ganze fünf Minuten. Kein Tropfen Regen während der Lecksuche und der anschliessenden Bauzeit für das Verlegen der neuen Wasserleitung.

Rinnsal

Hier fliesst Wasser. Einige Tropfen. Ständig, Minute für Minute, Jahr für Jahr und das gibt immense Volumen an Wasser, die hier auf den Waldboden treffen. Zuviel, um mit dem Bagger durchzufahren. Einige Tropfen, die man praktisch nicht sieht, bringen eine grosse Maschine zum Stillstand. Also, den Abfluss freilegen. Manch einer auf der Welt wäre froh, wenn er dieses Wasser zur Verfügung hat. „… ist jeder Tropfen Wasser, der in die Dörfer (Anm.: von Mosambik) kommt, ein Segen.“ Knackeboul sagt dies in einem Interview mit der Coopzeitung. Andere Länder, andere Sitten – oder besser gesagt, andere Umstände. Mit dem Wasser, das hier einfach aus dem Wald läuft, könnte man viele Menschen beglücken. Diesen Rapper habe ich vor acht Jahren bei der Plattentaufe von „blauäugig“ mit der Band Mundartisten kennengelernt. Und nun arbeite ich mit meinem „Generalbauunternehmer“ Niggi – Bauer, ledig, sucht – daran, den Steilhang fahrbar zu machen.

Piraten wie wir

„Piraten wie wir können niemals untergehen.“ Ne, wir sind nicht am rappen, legen die Zufahrt zur Brunnstube und Wasserreservoir frei. Jonas, Pauls Jüngster, scheint ein Talent als Paparazzi zu sein. Instruktionszeit ungefähr ein Dezi Wasser. Er ist zwei Jahre älter, als sein Vater, der damals als 8-jähriger „mithalf“, als das Wasserreservoir gebaut und die Brunnstube freigelegt wurde. Während rund 45 Jahren wurde diese von zwei Metern Humus überdeckt. Dieser wurde am letzten Tag entfernt, damit der Zugang wieder sichtbar wurde.

Der Wald lebt und der Boden lebt, denn hier fliessen pro Tag nebst dem vielen Hangwasser weitere 10’000 Liter den Hang hinab, die eigentlich durch das Rohr in der Hammerschmitte landen sollten. Ideales Klima für Minze. Diese und zwei von meinen werden gleichentags für die Junioren gepflanzt – Hangminze, Schokoladenminze und Kaugummiminze, wie ich die letzte getauft habe. Wenn er mit seinen Kindern mal meine Wasserversorgung anschaut, sind das vielleicht Epiphyten geworden. Die Zeit, die ändert sich und pro Jahr fliessen hier viele Millionen Liter Wasser, die das Gelände mehr als nur morastig machen. Pro Quadratmeter Einzugsgebiet im Durchschnitt genau 1119 Liter – acht Badewannen!

Bagger

Über den Bau des Reservoirs und des Sandabscheiders, wissen wir alles. Der Zufall will es, dass einer der damals am Bau Beteiligten in diesem Tal auch im zweiten Bass singt. Wir sprechen intensiv über dieses kalte Wasser. Natürlich auch brennendes, das Tanner mithilfe von Tannenholz auch aus Waldhimbeeren holen könnte. Über die Kraft des Feuerwassers wollen wir aber heute nicht berichten. Sondern über die Kraft, die ein Baum aushalten muss, um den Bagger rund vierzig Meter den Steilhang herunter zu lassen. Seilwindenführer bin ich. Instruktionszeit zwei Dezi Wasser. Risiken? Ne, da passiert nichts! Bitte, sollten sie mal in den Genuss kommen, eine grosse Seilwinde zu steuern, so schalten sie bei einem Standortwechsel den Funk ab. Diese Erkenntnis kommt, nachdem ein Zweig den Schalter getroffen hat – Seil gelöst – Bagger im Sturzflug. Einen guten Meter, bis ich reagieren kann. Aber der Schock sitzt in den Knochen. Weiter arbeiten. Die Leitung muss freigelegt werden. Hoffentlich ist das Leck im untersten Teil, dort wo es mehr als morastig ist, sumpfig. Vom Untergrund her, wurde die alte Leitung nicht gerade, in der Flucht verlegt. Wieso? Weil es zwischen Humus auch Fels hat, der fast bis an die Oberfläche kommt und die Leitung sollte nicht oberflächennah verlegt werden, damit sie nicht einfrieren kann.

Steilhang mit Bagger

Fliessendes Wasser wird dir nicht einfrieren! Nur wer garantiert, dass es nirgends einen Unterbruch gegeben kann und bei eisiger Kälte, dann alles zum Stillstand kommt. Daher muss die Leitung zum Teil gesucht werden, weil sie dem Untergrund entsprechend verlegt worden ist. Feinarbeit, damit die offengelegte Leitung nicht (noch mehr) verletzt wird. Im obersten Viertel wird das Leck gefunden. Der Fall ist klar. Wir werden eine neue Leitung verlegen. Wenn das Leck am Anfang gewesen wäre, hätten wir repariert. So erscheint es uns sinnvoller, gleich einen neuen Ersatz zu erstellen, der schnell organisiert werden kann. Dem Sanitärinstallateur sei gedankt. Na ja, es ist gut, einen tollen kontakt zu Brunnenmeister und Brunnenausrüstern zu haben.

Schlussendlich 40,5 Meter Rohr aus Polyethylen – wie das alte Auslaufrohr beim Reservoir, das wir kurz danach freigelegt haben. 45 Jahre im Boden und sieht wie neu aus. Nur die Leitung im Steilhang wurde damals nicht ersetzt. Wenn sie einige Tage bei Sommertemperaturen und in diesem feuchten Klima gearbeitet haben, wissen sie warum. Und auch heute gilt der Spruch: „Never touch a running system.“ Nun bleibt die Frage, was gehört eigentlich zum Suchaufwand, denn der aufgerissene Graben hätte ja auch wieder geschlossen werden müssen. Das soll die Versicherung entscheiden. Die Gesamtkosten wurden tief gehalten.

Polyethylenrohr

Meinem „handy man“ sei Dank – ich kann ihn nur weiterempfehlen. Sollte jemand die Leitung später einmal suchen müssen, so ist sie bis wenige Meter vor dem Reservoir schnurgerade verlegt. Dem Bohrhammer sei Dank. Ohne den, wären die Nagelfluhhindernisse noch immer da. Wieso dieses Konglomerat auch Herrgottsgsbeton genannt wird, wurde mir Samstag allein im Hang klar. Eisenbeton ist viel einfacher zu entfernen. Sprengen wäre einfacher gewesen. Total durchnässt und schmutzig, war ich froh, wieder ganz normal Badewasser ohne Planung einlaufen zu lassen. Eigentlich eine geologisch interessante Gegend, kommen doch im Umkreis von knapp 200 Metern Nagelfluh, Sandstein und Kalktuff in grösserem Ausmass an der Oberfläche vor.

Am Schluss wurden die letzten 5-6 m Rohr mit einem leichten Bogen nordwärts angeschlossen. Wieso? Das letzte Stück hätte mit Handarbeit erledigt werden müssen, weil der Bagger das Reservoir umfahren musste. Allen Unkenrufen zum Trotz wurden die geschätzten Arbeitsaufwendungen stark unterboten. Und die Arbeit im Hang war ein Erlebnis, das wir zwei nie vergessen werden. Ich knietief im Schlick und Paul als Virtuose im Bagger.

Vielleicht hilft auch hier eine relativ unbekannte Kraft des Wassers, dass wir sehr gut mit dem kräftezehrenden Hang zurechtkommen – die Bovis-Einheiten. 8500 ist hoch. Hahnenwasser soll normalerweise 2500 haben. Darüber schreiben, das ist zu früh. Da muss ich zuerst noch einiges kennen lernen. Grenzwissenschaft hat mich schon immer interessiert. Nie lachen, zuhören. Es gibt genügend Beweise.

Hammerschmitte

Und gestatten sie mir noch eine Frage. Wieso wurde die Hammerschmitte genau hier, an der engsten Talstelle gebaut? Mit dem Wasserfluss zum Betreiben der ehemaligen Wasserräder hat es garantiert nichts zu tun. Das Wasser kam immer schon in einem Kanal bis zum Haus und der Ursprung des Kanals ist einige hundert Meter südwärts. Wo, bei Paul. Die überzeugendste Antwort ist bisher, dass sich hier ein Kraftort befindet – mit über 10 000 Bovis. Wer mehr weiss, ich bin gespannt.

Steilhang im Farbwechsel

Wenn wir Glück haben, blühen im Frühjahr ausgelichtete wilde Kirschen. Zudem haben wir ein zweites Rohr verlegt. Ein Reststück, das nicht ganz bis nach unten reichte. Darin wird zusätzliches Hangwasser abgeleitet. Eigentlich wollten wir das noch mal bis in den Bach ergänzen, damit der unterste Teil auch trockener bleibt und im Winter weniger einfrieren kann …

Steilhang im Winter

… was aber zusätzlich eine neue Fassung brauchen würde, denn von Norden kommt zusätzliches Wasser, vom Nachbargrundstück. Hier beim geschmolzenen Schnee sehr schön erkennbar. Für meine Nachfahren – dieses Rohr endet auf der Höhe des Marchsteins, der sich rund 2 Meter nördlich befindet – hinter der Tanne auf der Grenze, dort wo ein Skistock eingesteckt ist. So werden hierzulande Marchsteine gekennzeichnet, die im Gelände versinken könnten.

Nun fliesst das Wasser wieder und kann mit 6-7 Minutenlitern als Trinkwasser genossen werden. Es schmeckt herrlich. Und es hat Kraft. Ja, wohin gehen die über 100 Euro-Tankwagen, die gefüllt werden könnten, statt das Quellwasser schlussendlich aus dem Brunner in den Bach laufen zu lassen.

Haus imFarbwechsel in Schöftland

Dort wo das Regionaltreffen der Naturschutzvereine stattfand, sind wir in Schöftland an diesem herbstlichen Haus vorbeigekommen. Über Schönheit lässt sich bekanntlich streiten. Potthässlich, dass es schon fast wieder schön ist?

Hammerschmitte nach Fundermax-Design

Bei Fundermax lässt sich jedes gewünschte Design fürs Haus produzieren. Keine Angst, die Diffusionsfähigkeit dürfte für die Hammerschmitte nicht geeignet sein.

Nach schätzungsweise zwei Stunden, bei trockenem Wetter, ist das Wasser aus meiner Quelle bei Dr. Bertrand Piccard angekommen, einem „alten“ Bekannten – im Wirbelstromkraftwerk. Viel mehr zu erklären gibt es nicht. Fast alles kann nachgelesen werden. Der Artikel, der für mich am interessantesten war, erschien im Zeitpunkt.

Wirbelstromkraftwerk in Herbstfarben

Es gibt Einiges zu ergänzen. Die Grösse ist auf vielen Bildern erahnbar (z.B. am Schwimmring), nicht aber, wie schön das Kraftwerk in die Natur eingebettet wurde. Technisch ist noch interessant, dass der Rotor frei schwebend an einem Kardangelenk hängt. Und wieso kommen die Fische ungehindert durch das Kraftwerk? Die kleinen Fische und Bodentiere bedienen sich der Schleuse, die regelmässig automatisch öffnet und flutet und die grossen haben neben dem Rotor ausreichend frei fliessendes Wasser ohne bauliche Widerstände zur Verfügung. Sie lieben es, gegen einen starken Strom zu schwimmen und Höhe zu gewinnen. Für den Lachs, wäre es kein Problem, hier durchzukommen. Und es sollen schon Aale das Wehr überwunden haben.

Rotor Wirbelstromkraftwerk

Wieso versucht man nicht mit einem Wirbelstromkraftwerk, Gleichstromabnehmer, z.B. Rechenzentren, zu finden. Bis zu 30% Kosten-Ersparnis. Die ABB ist im gleichen Kanton beheimatet. Falls es zuviel Strom gibt, könnte man doch einmal eine Rasenheizung beim Fussballplatz einführen.

Meine rund acht Millionen Liter Quellwasser und das Oberflächenwasser auf meinen „Ländereien“ reichen aus, um das Wirbelstromkraftwerk knapp eine Stunde laufen zu lassen. Das sind gute 0.01%, 0.1Promille, was rund 250 Tankwagen entspricht. Zahlenspielerei? Ja. Aber denken sie an die wenigen Tropfen Wasser zurück, die ein Leben erhalten können. In Mosambik und dem Ferienland Kenia haben nur 57% der Bevölkerung Zugang zu sicherem Trinkwasser – in Uganda träumt jeder Zweite vom Segen im Ruedertal.

Wenn „mein“ Wasser ins Meer mündet, dann dauert es gute 3 Sekunden, bis soviel Wasser vorbeigeflossen ist, wie in einem Jahr bei der Hammerschmitte in die Rued geleitet wurde. Wieviele Kraftwerke hat es angetrieben oder gekühlt, wie oft wurde es aufbereitet und getrunken und anschliessend wieder gereinigt? Man müsste einmal ein Wassertropfen sein.

Das Wetter – leicht neblig


1:12, Autobahnvignette, systemrelevant – heute wird über Angelegenheiten diskutiert, die nicht einmal mein Wörterbuch kennt.

Es ist nicht schlecht, dass wir schon wieder über das extreme Lohngefüge diskutieren. Der höchste Lohn in einem Unternehmen dürfte dann nicht mehr als das 12-fache des tiefsten Lohnes betragen. Denken wir einige Monate zurück. Die Abzockerinitiatve hat aufgerüttelt. Schauen sie sich mal dort meinen letzten Kommentar an. Ein bisschen stolz bin ich schon, dass ich mit meiner Schätzung besser war, als die Marktforschung. Über dieses Thema habe ich schon des öfters geschrieben.

Eigentlich spielt es auch keine grosse Rolle, wie das Abstimmungsergebnis herauskommen wird. Falls die Initiative entgegen der Marktforschung doch angenommen wird, was nicht ganz auszuschliessen ist, gibt es genügend Möglichkeiten, diese zu umgehen. Man „kauft“ sich die billigen Arbeitskräfte von einem andern Anbieter günstig ein oder man gründet eine eigene Firma dazu. Die Spitzenlohnbezieher, fast ausnahmslos Angestellte in einer Aktiengesellschaft kann man auch an der Firma beteiligen und via Dividende entschädigen. Das käme auch den weniger betuchten Aktionären entgegen. Mit dem Risiko, dass Dividenden plötzlich AHV-, solzialleistungs-pflichtig werden. Kantonale Steuerbehörden diskutieren bereits über diese Variante – aus Erfahrung von KMU’s, die auf diese Weise zurzeit legal Steuern sparen.

Gibt es hier noch Diskussionen – speziell bei der Swisscom, einem Teil der ehemaligen PTT: „In der Tat halten andere staatsnahe Betriebe wie Swisscom (1:35), SBB (1:23) und Post (1:17) die 1:12-Initiative deutlich nicht ein.“ Die Lohnspanne beträgt in anderen Firmen bis zu 1812 – das ist keine Jahreszahl sondern 1812 mal höher ist der höchste Lohn, als der kleinste. 1:12 träfe auch Spitäler. Gehälter werden keine angegeben, auch wenn es ein öffentliches Spital ist – würde mithelfen die Krankenkassenkosten zu drücken. Wohin wollen die Ärzte gehen? In die USA oder nach Saudi-Arabien? Das liegt nicht jedem. Nach Deutschland? Dann höchstens in eine Spezialprivatklinik. Wieso sind sie als Patient in der Schweiz praktisch hilflos, wenn sie des Hochdeutsch nicht mächtig sind? Weil sie bei uns mehr verdienen, als in Deutschland, aber sicher die meisten unter 1:12 – auch bei uns.

1:12-Initiative – ein schwaches Stück Journalismus„. Diesen Beitrag habe ich auf dem Infosperber.ch von Kurt Marti entdeckt. Dieser Kurt Marti wurde vom Beobachter mit dem Prix Courage geehrt. Ob es wohl am Namen liegt? Über den andern Kurt Marti durfte ich auch schon schreiben, der mit der „Leichenrede„. Ich schmunzle nicht über den Autor dieses Buches. Aber merken sie sich mal den 25. Oktober 2014 – ein weiteres Puzzle-Stück zum Preisträger des prixlibref.

Noch härter wird heute über die Erhöhung um CHF 60 auf CHF 100 für die Autobahnvignette debattiert. Kein Vermögen, aber einige Systemfehler. Wieso die Autobahnen und anderen Strassen nicht über den Treibstoffzuschlag finanzieren. Wer mehr braucht, bezahlt mehr. Ausländer tanken eh weiter in der Schweiz, weil es immer noch günstiger ist. Eine zeitlich beschränkte Vignette soll nur für Ausländer erhältlich sein. Und der Schweizer, der zweimal pro Jahr mit seinem Anhänger auf die Autobahn geht. Der wird zusätzlich noch CHF 100 bezahlen müssen. Dabei darf er nur 80 km/h fahren und beschädigt dadurch die Strassen wesentlich weniger, als manch schwerer und schneller PW oder Lieferwagen.

Systemrelevant! Schämen sie sich nicht, wenn sie dieses Wort zum ersten Mal hören. Lesen sie, was der Personalblogger im seinem 1300. Artikel schreibt. Huch, der will mich überholen. Hier noch ein Leckerbissen aus der Deutschen systemrelevanten Bank, gefunden beim Infosperber – neu in der Blogroll.

Das Wetter, auch das politische ist eben leicht neblig. Nicht nur in der Schweiz. Auch bei unseren Nachbarn. Italien. Darüber zu schreiben hat nun ja wirklich keinen Sinn, denn morgen stimmt eh alles nicht mehr … per-lusch-ohni … oder doch noch „mit“.

Frankreich. „Nach 18 Monaten im Amt steht François Hollande vor den Trümmern seiner Politik.“ Der hat es auch nicht leicht mit seinen Landsleuten. Am Neujahrstag habe ich Free.fr zum dämlichsten Unternehmen erkoren. Dank diesem Unternehmen habe ich seit über einem Jahr in Frankreich eine internetfreie Zone. Eigentlich ist das für die Ferien ganz erholsam. Jetzt drohen sie mir, das Internet abzustellen – eben dasjenige, das nach der Umstellung auf das neue Modem nie mehr zum laufen gebracht wurde. So gesehen waren die Schildbürger hoch intelligente Zeitgenossen.

In Deutschland, ob da alles viel besser ist? Ich werde mich nächste Woche umhören. Die träumen anscheinend vor allem vom Fussball, wenn man den Schlagzeilen glauben darf. Träumen tun auch andere – gar zeitlos. Ein Beispiel aus dem Alltag. 22mm-Löcher bohren, das sollte doch kein Problem sein, dafür hat man ja den mehrteiligen Lochsägesatz. Nur, der Aufnahmestift hat einen zu grossen Durchmesser. Einige Mails, einige Monate warten, dann kommt das falsche Teil. Ein weiteres Mail nach Deutschland. Der Produzent in Österreich bemüht sich wieder und das Teil wird über Deutschland in die Schweiz dpd-konform gesandt. Kostenlos für mich, das ist ja das Schöne. Genau genommen entspricht es den Regeln einer Mängelrüge. Erstaunlich aber ist, dass sie mir ein Teil senden, das genau gleich aussieht, wie das beanstandete. Nein, ein ganz kleiner Unterschied ist da – so ein zwei Millimeter verstecktes Gewinde ist sichtbar. Vier Profis, die ich zu Rate zog, haben den „Trick“ nicht erkannt und ich musste schlussendlich das alte Teil im Schraubstock mit aller Kraft dazu bewegen, dass es sich öffnen liess.

Zeitlos-Versand

Es wäre manchmal angebracht, wenn Reklamationsaufträge nach kalkuliert würden. Die Kosten dürften mehr als 1:12 sein, was die Box gekostet hat – CHF 25 – 20 Euro. Diese Probleme wären aber einfach zu lösen. Reklamationen durch einen Fachmann ausführen lassen, der im Mail schreibt „verstecktes Gewinde aufdrehen … auch wenn es viel Kraft braucht“. Oder noch viel einfacher: „In der Anleitung erwähnen.“ Wenn die Politik doch auch nur so einfach zu lösen wäre.

Aktuell bei libref. – liberal reformiert: „Toleranz oder Gleichheit“

Aktuell beim befreundeten Personalblog: „Eurokrise – verworrener Geldfluss“

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„Budgeterfüllung vor dem Weltuntergang“

Vor 2 Jahren erschienen:
Videokonferenz contra Geschäftsreise

Vor 3 Jahren erschienen:
Rohstoffmarkt – die Zwiebel

Vor 4 Jahren erschienen:
Onshore – eine kleine Frage dazu!

Vor 5 Jahren erschienen:
Vor lauter Finanzdebakel wird die Bundesratswahl zum Nebenkriegs-Schauplatz

Vor 6 Jahren erschienen:
Profit und Gier – über randständige Reiche und randständige Arme

Vor 7 Jahren erschienen:
Prosecco in der Dose … einfach irre!

Vor 8 Jahren erschienen:
Was Gentech heute ist, ist Nano in 15 Jahren

© Marti + Partner unabhängige Finanzberatung für KMU’s und Privatpersonen: von der Firmengründung bis zur Sanierung, persönlichen Geldangelegenheiten von der Geburt bis zum Vererben – ökonomisch, ökologisch und ethisch – profitieren Sie von über 40 Jahren Erfahrung in vielen Finanzgebieten. Stephan Marti, Schmiedrued freut sich über Ihre Kontaktaufnahme.

Präzisch, ja präzisch …


… das war der Leitspruch aus dem Theaterstück „Urchigi Choscht“ am Unterhaltungsabend des Männerchor Schmiedrued.

Ja präzisch, der Unterhaltungsabend ist ein Finanzinstrument um unserem Chor die Kasse zu kräftigen. Das ist nur dank den freiwilligen Helfern möglich. Es wird sich gelohnt haben … und somit sei auch dieser Beitrag im Finanzblog zur Nachahmung empfohlen.

Präzisch, ja präzisch. Fangen wir doch mit der Wirklichkeit an. Ja präzisch, wir suchen neue Mitglieder. Für einen Männerchor genaugenommen Männer … und nach neustem Mehrheitsbeschluss auch Frauen um den Tenor im Ruedertal zu unterstützen, dem Aargauer Emmental. „Ruedertal, myni Heimat“, komponiert von Peter Lindenmann, landete auf einem Spitzenplatz in unserem Euro-Swiss-Edition-Song-Contest mit Liedern in drei Landessprachen.


(Für ein „Vollbild“ mit dem Cursor übers Bild fahren und links oben auf Liedtitel klicken und in Youtube dasselbe unten rechts)

Wenn sie das nächste Mal dieses Lied hören, müssen sie vielleicht eine Träne unterdrücken, denn Heimat ist nicht nur da, wo man auf die Welt kam, auch dort wo man sich aufhält und wohl fühlt. Unser Dirigent wird uns nach 17 erfolgreichen Jahren aus gesundheitlichen Gründen verlassen. Ja präzisch, wir suchen einen neuen Dirigenten und wünschen Peter etwas vom Wichtigsten, dass seine Gesundheit, seine Stimme, mithin sein Beruf, so bleibt wie früher. Er sang in all unseren Stimmlagen kraftvoll vor – Bass und Tenor.

Erwin Schmid und Peter Lindenmann

Hier noch eine brandneue Information. Peter hat unter seinem Pseudonym SappiRLight sein erstes digitalens Album Arabesque im Internet aufgeschaltet. Geniesst die Hörproben und lest seinen Blog. Er wagt sich auch in die moderne Thematik der Computermusik. Toll. Das erinnert mich an den Oboisten Heinz Holliger. Möge ihm gleich viel Erfolg beschieden sein. Ein Saphir ist eine Varietät des Korunds und so heisst sein Deckname auf Deutsch frei übersetzt Chor-unD-Licht. Dank ihm stand unser Chor in einem guten Licht und er weist auch den Weg „(ElektrSkizze) at Olten nach Luzern“ zum ersten vorgetragenen Stück „Vo Lozärn uf Wäggis zu“.

Für die Region Innerschweiz wurde in der Ideenphase das älteste bekannte Schweizer Volkslied, das Guggisbergerliedli, gewählt. Palastrevolte im Chor! Nicht der 10 Strophen wegen. Damit die Kirche im Dorf, resp. bei uns im Tal in Kirchrued bleibt. Weder der Aargau noch der Similiberg im Schwarzenburgerland, meiner „Papier-Heimet“ gehören zur Innerschweiz, was zumindest historische Marchsteine mit dem Bär an der Gemeindegrenze Schmiedrued-Walde bezeugen. Und das Schöne, im Männerchor herrscht kein Denken in Grenzen, da wird man integriert, da herrscht und in Zukunft frauscht Kameradschaft.

Vo Luzärn gäge Wäggis zu

Unser neuer Mitsänger Dominik, ein Vitznauer, die Nachbarortschaft von Weggis, präzisch ein Innerschweizer, sing zwar „Myn Vatter isch e Appenzeller“ und hat den Silbertaler geschwungen. Ganz präzisch – oder war es eine Murmel? Er freut sich sicher schon auf seine erste Vereinsreise. Den zweitägigen Ausflug ins Wallis hat er vor Kurzem verpasst und über den Rüdesheimer Wein vom vergangenen Jahr kann er nur aus theoretischer Erfahrung singen. Im Car werden wir Plätze für neue SängerInnen frey halten. An dieser Stelle ein Dankeschön auch allen anderen Sponsoren.

Tellerschwingen

Einige hundert Personen, was prozentual zur Bevölkerung in etwa dem Aufkommen der Love Parade in Zürich entspricht, haben für die Lieder auf unserer Rundreise durch die Schweiz applaudiert und „gevotet“. Darunter müsste es doch Junge und jung gebliebene bis ins höchste Alter geben, die Freude am Singen haben. Nur Mut. Schauen sie einmal am Donnerstagabend im Gemeindehaus in unser Übungslokal im Keller. Die Türe steht allen offen. Mitmachen und mitsingen ist gefragt. Und Humor.

Hemmungen zu singen, weil sie nicht alles auswendig lernen können? Die Journalistin der Nachbartaler-Zeitung hat auf der dritten Zeile bereits festgestellt, dass die Zuschauer nur ab und zu einen „Spick“ sahen. Ich gebe es zu, ich brauche diese Sicherheit. Teure Heimat, heute singt gar mancher professioneller „Gefangenenchor“ nach Verdis Vorlage.

„Singen ohne Notenblatt, rein nach Gefühl“, Seite 11, gleiche Ausgabe. In Reinach erreichen sämtliche „Anti-Sänger“ Höhenflüge – werden aber durch eines unserer Bassmitglieder unterstützt. Der längste Artikel auf Seite 13, Coro Italiano, sehen professionell aus, alle singen nach Noten, wie das Bild beweist. Schwächen können so überlistet, das Resultat verbessert werden. Sattelfest singen tönt besser. So gesehen hätte unser Potpourri „Ticino mio“ mit fünf Liedern noch besser getönt. Wie beim Siegerstück „Ganz de Bappe“. Mit den Eurovisions-Regeln nehmen wir es nicht so genau. Die Abstimmung erfolgt am Freitag und am Samstag. Ganz de Bappe …

… Chriggu stand jeden Abend als Siegervater im Vordergrund. Im Hintergrund – es sei verraten – klebte am Kinderwagen der Text. Zum Glück hat er den Wagen still gehalten. Züridütsch ist selbst für sattelfeste Aargauer Bass-Sänger anstrengend und sie müssten sonst im Takt den Kopf schütteln.

Jury auf den Knien vor dem Präsidenten

Der Einfluss unseres Präsidenten muss enorm sein. Auf den Knien kommt die Jury zu ihm – „oder äbe nid wahr?“

Im Songcontest waren aussergewöhnliche und ein typisches Männerchorlied, der Bajazzo zu hören, wie „Euses Blättli“ feststellt. Bei knapp 18 Millionen Google-Einträgen dürften wir auch nächsten Herbst wieder neue Ideen bringen. Schön dass die Jury mit Esthi Häfliger und Thomas Hunziker den Männerchor Schmiedrued als Sieger auserkoren hat…

Bäsi und Moschti

… Bäsi und Moschti hätten ja auch Fäger Hampi platzieren können, der es auch verdient hätte. Bis zum frühen Morgen, fast bis zur Umstellung auf die Winterzeit, spielte er zum Tanz auf. Vor einem Jahr war wirklich Winter …

Umstellung auf Winterzeit 2012

… dieses Jahr hat uns die Klimaerwärmung erreicht. Schmetterlinge, das Emblem von Polo Hofer, flogen herum. Zu seinem Stück …

Alperose

… wurden im Publikum gar frische Alperose verteilt. Es reichte nur für wenige, die andern hatten sie aber in den Ohren. Ja wer wird bei all dem Gebotenen nicht fast giggerig, was Sänger und Schauspieler nächstes Jahr bieten werden? Zwei mal 35 Jahre Mitgliedschaft – ja präzisch! Das gibt es nicht so schnell wieder. Bruno Dätwyler (mitte) und Max Hunziker (rechts) wurden vom Präsidenten dafür geehrt.

Bruno Dätwyler und Max Hunziker

Vielleicht wissen zumindest diese drei, was nächstes Jahr für ein Theaterstück gespielt wird. Ob ihnen das neue Bühnenbild aufgefallen ist?

Zuschauer

Regie hatte Lotti Giger, die Magd, die mit der verbrannten Röschti, die herrlich geschmeckt haben soll.

Theater

Theater Männerchor Schmiedrued

Tische räumen

Was aufgestellt wurde, muss auch wieder zurück. Nach dem Unterhaltungsabend folgt das Aufräumen der Tische …

Stühle

… und Stühle – exakt abgezählt pro Stappel …

Reinigung

… bevor die Bodenabdeckung eingerollt werden kann, muss sie gereinigt werden. Danke an für die Unterstützung durch Aschi Goldenberger und die Benützung der Schulanlage …

Küchenreinigung

… die Küchenmannschaft räumt auf und reinigt – nachdem sie super gekocht haben …

Tombolachef

… der Tombolachef denkt wohl an den kommenden Chrampf im 2014. Ein ganz spezielles Merci an all die Partnerinnen, die den Männerchor tatkräftig unterstützen …

Grill

… und zum Schluss gibt es eine Bratwurst oder ein Stück Fleisch … oder auch zwei … und verdurstet ist auch noch keiner. Noch immer nicht Lust, dem Männerchor beizutreten?

Filme und teilweise Fotos von Katharina Lüthi, Schlossrued zur Verfügung gestellt. Merci auch für die Fotos von MG … einige sind sogar von mir.


Aktuell bei libref. – liberal reformiert: „Grünliberal = liberal-reformiert?“

Aktuell beim befreundeten Personalblog: „Waffenexporte – Geschäftsgang bestimmt Moral“

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„Marktforschung bringt es wirklich nicht“

Vor 2 Jahren erschienen:
Videokonferenz contra Geschäftsreise

Vor 3 Jahren erschienen:
Der Mensch lebt nicht vom Geld allein …

Vor 4 Jahren erschienen:
9’999 Euro legal am Zoll vorbei – Bargeldtransport in die Schweiz

Vor 5 Jahren erschienen:
ABC mit Prof. Dr. Max Boemle

Vor 6 Jahren erschienen:
Der Gorilla – besser als die meisten Anlageberater

Vor 7 Jahren erschienen:
Chart Lehrgang (9) – der Anlegerzyklus

Vor 8 Jahren erschienen:
Gen-Tech-Moratorium – so verschieden kann Ökologie sein

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