Logistikwirtschaft gewinnt an Fahrt


„Trotz Wirtschaftskrise wird die Prognose der Logistikwirtschaft in Deutschland zunehmend rosiger. Die jüngste Erhebung des Logistik Indikators, des Gesamtindikators für das Geschäftsklima der Branche, erreichte im Mai mit beinahe 139 Punkten einen Wert, der nicht nur über der neutralen 100-Punkte-Marke liegt, sondern außerdem dicht an das ursprüngliche Niveau vor Beginn der Wirtschaftskrise heranreicht.

Gesamtindikator Logistik

Quelle: bvl – „ausführliche Ergebnisse“
– pdf lässt sich nicht im Browser öffnen resp. verlinken

Dieser zügige Aufschwung der Logistikwirtschaft nach der Wirtschaftskrise lässt sich nachvollziehen, wenn man die Rolle der Logistik innerhalb der deutschen Wirtschaft und die Mechanismen ihrer Rekonvaleszenz nach der Krise genauer in Augenschein nimmt. Als eines der wichtigsten Standbeine der deutschen Wirtschaft in Zeiten der Krise zeichnet sich der Export ab. Zwar brach der Export in der Krise zunächst stark ein und versetzte die deutsche Wirtschaft, die ja generell stark vom Export abhängig ist, damit in arge Turbulenzen. Die Umsätze sanken drastisch und erreichten im vergangenen Winter Tiefstwerte. Nach diesem extremen Einbruch ist aber nun ein deutlicher Aufwärtstrend zu beobachten. Nachdem der Exportmarkt begonnen hatte, sich besonders auf die von der Krise schwächer betroffenen Schwellenländer China, Russland, Indien etc. zu fokussieren, erscheint der Export wie ein Phönix aus der Asche allmählich wieder auf der Bildfläche. Und er zieht den Rest der deutschen Wirtschaft mit sich aus dem Krisenschlamm. „Der Export hievt die Wirtschaft aus der Krise“, so der treffende Titel einer jüngst erschienenen DIHK Studie. Im Zusammenhang mit dem steigenden Erfolg in der Exportbranche belebt sich nämlich auch die Investitionsfreude der deutschen Unternehmen und die Suche nach neuen Ideen und Strategien. Der Mut wächst, in Produktinnovationen und neue Arbeitsplätze zu investieren und die Wirtschaft wieder aufleben zu lassen.

Die Notwendigkeit einer starken Exportwirtschaft überträgt sich in logischer Konsequenz auf die Logistikbranche. Das ausführende Instrument und der wichtigste Motor der Exportwirtschaft ist schließlich wiederum eine funktionierende Logistik. Auch hier investiert man in Reaktion auf die Gesundung des Exports in neue Strategien und Ideen, in intelligente Technologien und neue Systeme um größtmögliche Effizienz zu erreichen und den Weg der deutschen Wirtschaft aus der Krise nach besten Kräften zu ebnen.“

Dr. Jochen Hansen von clickeffekt.de

Danke an Jochen Hansen. Die zwei letzten Links zeigen ganz deutlich, dass Logistik nicht vermeintlich und mehrheitlich nur bei Transportunternehmen stattfindet. Logistik fängt im Detail an.

logistik 1

Logistik 2

Schlechte Beispiele? Bei weitem nicht. Schnell finden muss man das Gesuchte. Zudem eine sehr günstige Lösung und die Ölkannen wurden wiederverwertet. Bleibt nur die Frage, wie das restliche Öl entsorgt wurde oder ob es gleich als Korrosionsschutz dient. Aber Schmunzeln dürfen wir trotzdem, zumal die Bilder auf einem Friedhof geschossen wurden.

Logistik hat auch ihren Preis und hier versucht zum Beispiel die Schweizerische Post einzusparen. Nur, es wird weder der Kunde noch der Eigentümer gefragt – zudem sind die bei einem Staatsbetrieb meist identisch. „Bei der Post sind alle Briefsendungen bestens aufgehoben. Wir verfügen über den grössten Erfahrungschatz im Briefversand und stellen Briefe pünktlich zu. Dahinter stehen ausgefeilte Technologie und zuverlässige Mitarbeitende.“ Gefunden im Facebook. Danke dem Blogger Christian und Marcel meldet eben, dass im der Auftritt gefalle.

Stimmt, mir auch. Aber Dienstleistungen wären eher in der Logistik als auf Facebook zu suchen, zumal Kommentare nur angenommen werden, wenn man die Post zur Freundin macht. Da kommt mir die grösste Schweizer Stadt – Härkingen – in den Sinn. Also facebooked man in diesem Geist: „Huch, der Briefkasten wurde abmontiert und jetzt wird auch noch die Poststelle geschlossen. Statt zu Fuss fährt jetzt jeder mit jedem einzelnen Brief rund 3 km. Das Postauto hält neben dem ehemaligen Briefkasten. Schätzungsweise 50 mal fährt täglich ein posteigenes Fahrzeug neben dem ehemaligen Briefkasten vorbei. Dafür propagiert der oberste Boss die Energiesparlampe. Ein dreifaches „Hellau“ für unseren Bloggerkollegen Moritz, der diese Kritik vermutlich mit einem verkniffenen Lächeln aufnimmt.

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Ein Gedanke zu „Logistikwirtschaft gewinnt an Fahrt“

  1. Ich erinnere mich an den guten alten „Briefträger“ der zum „Zustellbeamten“ umbenannt wurde… Ja, der Briefträger vertrug nicht nur Briefe, sondern auch die Paketpost. Der „Postsepp“ auf dem Wiesenberg war jeweils mit seiner Condor 680 mit Seitenwagen unterwegs. Ich habe sogar noch ein „Merkmal“ zur Erinnerung an meinem Knie: Eine Narbe, die ein Schnitt eines frisch geschliffenen Rapid-Mähers an meinem Knie hinterliess, als ich im Seitenwagen mitfahren durfte. Neben diversen Päckli und anderen Utensilien, lag da immer auch noch eine grosse Ledertasche, die man bequem umhängen konnte. Einige Höfe waren nur zu Fuss erreichbar. Darin transporte der Postsepp, etwa die Briefpost und die AHV-Renten…
    Heute kommt die junge Frau, welche in Teizeit arbeitet mit einem stinkenden Mofa vorbei. Sie bringt nur die Briefpost. Oft gleichzeitig fährt ein grosser Combi vor, praktisch leer aber er bringt ein Paket von einem Versandhaus oder nur das neue Telefonbuch. Ist das Paketfach am Briefkasten zu klein, stellt er das Päckli einfach vor die Tür… Ob da nicht mal was abhanden kommt? Kaum sind beide weg, kommt noch der braune Wagen von UPS eventuell gar noch jener von DHL oder von der Deutschen Post. Die Zeitung bringt auch nicht mehr der Briefträger, sondern dafür ist nun eine separate Organisation zuständig und die Reklame bringt nochmals jemand anders…Alle scheinen Überkapazitäten zu haben. Und da alle rentieren müssen: Kein Wunder wird die Zustellung immer teurer…!
    Die Logistiker sind ganz schlaue Unternehmer. Seit man „Just in Time“ entsprechend den Bestellungen fabriziert und/oder ausliefert, sparen sich viel das fest domizilierte Lager. Sie verschieben dieses oder mindestens einen Tel davon auf die Lastwagen. Die Spediteure tragen gleichzeitig die Last des Lagers und der Strassenverkehr muss diese rollenden Warenlager schlucken. Es müssen gar zusätzliche Parkplätze geschaffen werden. Weil die Transporteure immer mehr die Strassen verstopfen, kommt aus ihrer Reihe der Ruf nach einer Fahrspur für Reiche, die dafür eine spezielle Vignette lösen müssten… Die zusätzliche Fahrspur würde nicht von den Reichen bezahlt, sondern von den Steuern… So trägt letztlich der Steuerzahler die Kosten für die rollenden Warnelager der Logistiker. – Wenn sich zwei gut verstehen, haben sie dauernd genug zu tun! 😉

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