Schwierige Zeiten für ökologischen und ethischen Durchblick


Der langfristig orientierte Anleger kommt um die angesprochenen Themen am und ums WEF in Davos nicht herum, denn hier dürfte die eine oder andere Trendwende eingeläutet oder zumindest andiskutiert werden.

Heute schreien alle nach Ökologie und Ethik. Es ist „in“, sich in diesen Anlagegebieten zu tummeln und Empfehlungen ab zu geben. aber ganz so einfach ist es nicht, es gehört jahrelange Erfahrung dazu, zu wissen wo der „Wurm drin“ sein könnte. Wasserfonds waren (und sind immer noch) ein grosser Renner. Ökologisch mag dies ja vernünftig sein, aber mit der Ethik haben einige immer Mühe bekundet … und der Greenwash Award gibt ihnen recht (letzter Abschnitt). Hier geht knallhartes Business vor Ethik ab und das Label der UNO kriegt einige Kratzer. Wasser wird für alle einmal teurer als Benzin sein!

Da ist die Beurteilung des Schmähpreises an die Roche ethisch gesehen einfacher, aber zumindest für mich erstaunlicher. Dass sich die Roche hergibt, unter anderen auch Organe von zum Tode Verurteilen für ihre Forschung ein zu setzen, stimmt bedenklich. Grossbetriebe ethisch zu durchleuchten wird immer komplizierter, wenn nicht gar unmöglich.

So gesehen ist es in der Ökolgie einfacher zu beurteilen, was gut und was schlecht ist. Zumindest in den ökologischen Auswirkungen. Komplizierter wird es, wenn wir das zukünftige Verhalten der Anleger beurteilen wollen. Ölsand ist ökologisch ein schlechtes Beispiel, das in Davos auch mit einem Preis bedacht wurde. Der Preis wird aber nicht viel nützen, das Geld wird weiter im Vordergrund stehen … es geht ja wiederum um Wasser. Diesmal in ökologischer Sicht … und natürlich auch hier in vorwiegend ökonomischen Sinn.

Gerade wenn es sich ums grosse Geld dreht, wird die Beurteilung der Ökologie nicht immer einfacher. Interessantestes Tummelfeld ist heute die Sonnenenergie. Auf der einen Seite werden Subventionen abgebaut, die bisher für den Erfolg dieser Anlagesparte massgebend waren. Nun kommen aber die Chinesen mit billigeren, aber qualitativ guten Komponenten auf den Markt. Die Folge, die Preise sinken und jetzt wird Sonnenenergie für den Privaten auch ohne hohe Subventionen interessant. „Das Schicksalsjahr für die Deutsche Solarindustrie“ werden einige gut überleben.

Zum Überleben ist Grösse und Bekanntheit sicherlich nicht hinderlich, niemals aber Garant. Schwieriger haben es unbekannte kleine Unternehmen, die mit guten Ideen am Markt in Erscheinung treten. Eine solche ist die Öko-Pellets AG. Die verwendete Technik hat sehr grosse ökologische und kostenmässige Vorteile, denn sie können auch Astmaterial mit Rinde verwenden, Holz das normalerweise im Wald liegen bleibt. Da in der Mühle nicht gesägt sondern gehämmert wird, kann die Rinde entfernt und für die Wärmeproduktion bei der Pellets-Herstellung eingesetzt werden. Dies ist keine Aktienempfehlung für die laufende Kapitalerhöhung, allenfalls eine Information für risikofähige Personen. Sollten sie interessiert sein, können sie sich mit mir über Risiken und Chancen unterhalten. Die jetzige Kapitalerhöhung findet zu EUR 45 statt – vor ein einhalb Jahren hätte man noch für EUR 25 einsteigen können …

… den ökologischen oder ethischen Durchblick zu behalten, heisst auch in Zukunft Geld zu verdienen … vorausgesetzt, man liegt richtig.

Nachtrag zur aktuellen Situation am Pelletmarkt – siehe auch Kommentar:

Pelletwerk Schöftland steht vor unsicherer Zukunft“ – gefunden in „Der Landanzeiger“ vom 1.7.2010

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Spekulationsverbot – Blumiges seit Jahrhunderten

Vor zwei Jahren erschienen:
Ökologische Spitzenpostition der Schweiz – und keiner merkt es

Vor drei Jahren erschienen:
Die Bank – die rote Bank und der Tod

Vor vier Jahren erschienen:
Zum 1., zum 2. … zum 14., zum Letzten

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig, gewinnorientiert. Vielleicht überlegen sie sich gerade heute einen Einstieg und möglicherweise als mein zukünftiger Kunde, dann melden sie sich unverbindlich bei mir.

7 Gedanken zu „Schwierige Zeiten für ökologischen und ethischen Durchblick“

  1. So lange „Ethik“ dazu missbraucht wird, die Gewinnmaximierung auf Kosten von allem Anderen schön zu reden um Gewissensberuhigung zu betreiben, sofern dieses wegen der kategorischen Verdrängung nicht schon pathologisch geworden ist und entsprechend wirkt , kann man das Gefasel darüber getrost vergessen! Man lerne zuerst den Unterschied zwischen Moral und Ethik. Dann lerne man Respekt, Toleranz und gütiges Wohlwollen gegenüber allen anderen Menschen und auch gegnüber anderen Völkern.

  2. Ethik und Gewinnmaximierung widersprechen sich. Ich kenne kein einziges Beispiel, in dem Gewinnmaximierung ethisch gesehen tragbar ist … anders sieht es mit der Gewinnoptimierung aus. Das sind so die kleinen feinen Unterschiede in der Betriebswirtschaft. Und wo über Ethik geschrieben, gesprochen wird heisst noch lange nicht, dass diese auch angewendet wird.


  3. [url=http://www.dear … [/url]
    [url=http://www.dear … [/url]
    [url=http://www.dear … /url]

    In Zukunft steht einfach nur noch dieser Satz als Ergänzung:

    Redaktionelle Anmerkung:
    Achtung – hier dürfte es sich um eine unseriöse Seite handeln – allenfalls hilft obiger Link STOP PIRACY weiter

  4. Kommentare mit Werbelinks mag ich nicht, das sollten die Leser des Finanzblogs wissen. Normalerweise werden solche so schnell wie möglich gelöscht. Den hier lassen wir. Wieso, weil dieser Link auf eine kriminelle Seite führt. Hier gibt es gefälschte Produkte zu kaufen und solche werden bei der Einfuhr in die Schweiz vom Zoll beschlagnahmt und wer motzt hat allenfalls vom Importeur mit einer Anzeige zu rechnen.

    Nun will ich alles andere als kriminelle Aktionen fördern, sondern es geht ein E-Mail direkt nach Biel … habe übrigens in einer Nachbarortschaft Ostern mitfeiern dürfen … und neben Uhrenfabriken einer Bekannten etwas „Fahrschule“ unterrichtet. Selbst fahren stand noch nicht zur Diskussion, aber nach 10 monatiger Abstinenz weiss ich immer noch wie das geht und ich habe viele tausend mal mehr Fahrkilometer hinter mir, als diese Dame. Dafür weiss sie wesentlich mehr über Raketen und den Kosmos … Technik ist eh faszinierend.

    Und seien sie versichert, die Schweizer, zum grossen Teil Französisch sprechend, wissen, wie man Uhren herstellt. Sie haben es garantiert millionenfach mehr gemacht als diese Fälscher … und garantiert wesentlich besser. Wenn sie eine Uhr kaufen, dann nehmen sie eine echte Schweizer Uhr … mit Garantie – die ich bei allen meinen Uhren nie gebrauchen musste. Diejenigen die mich besser kennnen, werden jetzt entgegnen, dass ich ja nie (fast nie) eine Uhr trage, aber ohne diese eigentlich immer weiss, wie spät es ist … erstaunlich exakt.

    Kaum zu glauben, ich bin fasziniert von Uhren und wer trägt meine? Nicolas G. Hayek! Vor 10 Tagen das letzte mal im Finanzblog erwähnt – „Erfolgsmodell Schweiz“. Spass beiseite, aber er trägt mindestens zwei.

    Ich hätte obigen Kommentar ja auch löschen könnnen – ich habe ihn nur unbrauchbar gemacht … die Originalangaben gehen ins Seeland und zu Stop Piracy. Mal schauen, ob ich wieder etwas höre, denn die obigen Links führen zu Uhren, die ich auf dem Netz nicht als Plagiate erkenne.

    Wer Spass hat, mehr über Plagiate zu erfahren, der soll sich http://www.plagiat.ch/ anschauen – ein Blog, das ab heute in meiner Blogroll zu finden ist.

    Das hat übrigens auch mit Ethik zu tun …

  5. als E-Mail erhalten:

    Sehr geehrter Herr Marti

    Besten Dank für Ihre Mitteilung, die wir an unser Mitglied, den Verband der Schweizerischen Uhrenindustrie, weitergeleitet haben.

    Freundliche Grüsse

    Sabrina Schibler
    Sekretariat Geschäftsstelle

    STOP PIRACY – Schweizer Plattform gegen Fälschung und Piraterie

  6. Die Öko-Pellets hat eben ihren Aktionärsbrief Nr. 11 veröffentlicht (anscheinend noch nicht öffentlich zugänglich) … wir sind auf die Zukunft gespannt. Am Schluss meines Blogberichts oben habe ich einen Nachtrag hineingestelllt … wie es dem Pelletwerk Schöftland geht … hier dürften nächste Woche Entscheidungen anstehen.

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