Frohe Weihnachten


Spital 1Viel zu schreiben gibt es über das Jahr 2009 nicht. Zuerst lag für einige Monate durchgehend Schnee im Garten. Die längste Zeit seit wir in der Schweiz Aufzeichnungen machen. Ja und dann lag ich im Bett. Die längste Zeit seit es mich gibt … und immer noch gibt. Und dieses Gefühl ist toll, echt toll. Da schaut man das wieder erlangte Leben von einer ganz anderen Seite an.

Spital 2Und da wünscht man einmal in einer Weihnachtskarte nicht nur alles Gute, sondern man dankt den Ärzte- und Pflegeteams, meinem Bruder, meinen Kindern und Eltern und Bekannten die sich um mich und meine Firma gesorgt haben. Ob man Gott danken soll, ist eine philosophische Frage. Er hat es ja auch zugelassen, dass ich sechs Wochen im Koma lag, eine dreifache Lungenentzündung, eine starke Blutvergiftung, einen Pilz und andere Folgeerscheinungen hatte und nicht zu Letzt wurde vielleicht dank ihm auch die Leukämie besiegt. Ein ganz spezieller Dank gebührt meiner Partnerin. Sie hat mich monatelang liebevoll betreut und ich geniesse in der Erholungsphase mehr als nur Gastrecht bei ihr.

Aber keine Sorge, ich habe einen dicken Schädel. Die Gesundheit haben wir im Griff, die Kraft und Beweglichkeit muss ich noch aufbauen, das Leben geht weiter … aber aus einem anderen Blickwinkel.

In diesem Sinn wünsche ich ein besinnliches Weihnachtsfest und ein „langweiliges und unauffälliges“, erfolgreiches und vor allem gesundes oder erträgliches 2010

Stephan Marti, der Finanzblogger

Bilder: Aussicht aus dem Spitalzimmer auf der Barmelweid im Aargauer Jura und dabei hat alles schon an der Jurastrasse seinen Lauf begonnen – und das KSA gehört auch schon bald zur Geschichte.

Translation into English – Traduction en Français

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
Bürgermeister besucht in Pakistan christliche Kirche

Vor zwei Jahren erschienen:
Bundesrat Leuenberger antwortet und Demokratie pur, Wahlkampf in Pakistan

Vor drei Jahren erschienen:
Adventskalender – letzter Tag – USA

Vor vier Jahren erschienen:
24. Fenster – der Wertkarton – das Wertpapier als Kunstdruck

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2 Gedanken zu „Frohe Weihnachten“

  1. Ich habe ja gesagt, dass es gut ist, dass du uns erhalten bliebst, denn meine Reihen beginnen sich zu lichten…
    In deinem jugendlichen Alter hast du noch etwas mehr Weg vor dir. Ein 55-jähriger hat rein theoretisch eine Lebenserwartung von etwa 26 Jahren, ein Frau etwa 4 Jahre mehr. Wenn du die Jugendjahre und die letzte Phase auch nicht berücksichtigst, hast du noch ein „halbes“ Leben, eine halbe „Aktivzeit“ vor dir. Da kann noch einiges erreicht und geschaffen werden. Immer vorausgesetzt, dass die Gesundheit mitspielt. Die Statistiker müssen sich aber auch mit Ungenauigkeiten zufrieden geben. Man kann nicht behaupten, Claude Longchamps Umfrage zur Minarett-Initiative habe den Ausgang der Abstimmung punktgenau vorausgesagt. In seiner Umfrage sprachen sich 37 Prozent für ein Minarettverbot aus, an der Urne waren es dann 57 Prozent. Und mit Umfragen kann ein Abstimmungsergebnis sehr wohl beeinflusst werden. Selbst die Versicherungsmathematiker haben erst seit einigen Jahren gemerkt, dass die Menschen älter werden. Daher soll nun die Rentenleistung gekürzt werden. Aber eigentlich geht es doch darum, der Finanzwirtschaft und der Industrie billiges Kapital zur Verfügung zu stellen. Was heisst „zur Verfügung stellen“? Es wird einfach genommen! Und der Staat segnet es ab! Der Klau wird in Nachhaltigkeit umbenannt. Und wegen der Statistik: Meine Verwandten wurden alle älter als es die Statistiker „festgelegt“ haben – und das schon vor Zeiten, als die Statistiker noch gar nicht erwacht waren.
    Um den Überblick stets vor Augen zu haben: Nimm ein Metermass (0 = Start, 100 = Ende der Fahnenstange oder etwas füher). Nimm eine Wäschklammer und stze sie beim aktuellen Alter an. Nimm eine zweite Klammer und setze sie dort, wo du dich von der Arbeit zurückziehen willst (Rente) und überlege, wie du die Zeit zwischen den Klammern nutzen willst…!
    Meteo ist eines meiner „Hobbies“. Als ehemaliger Flieger gehörte es dazu, sich damit intensiv auseinander zu setzen. Und jetzt bin ich immer noch mein persönlicher Wetterfrosch. Aber eben: Kräht der Hahn auf dem Mist, ändert sich das Wetter oder es bleibt wie es ist. Wie oft habe ich Schuhe voller Wasser herausgezogen…! Es hat damit zu tun:
    Gott hat die Ökomomen geschaffen, damit die Meteorolgen nicht alleine im Regen stehen.
    Eine schöne Weihnachtszeit und ab 01. 01. 10 einen fulminanten Start in die schöpferische Aktivzeit Nr. Zwei!

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