Prognosen – man kann alles ins Lächerliche ziehen


Prognosen gibt es wie Sand am Meer, gute, weniger gute, schlechte … und im Nachhinein ist es immer einfach zu sagen, wer daneben lag …

… verlassen sie sich aber nie auf eine einzige Prognose und wenn sie Aktien auswählen, so nehmen sie mehrere Bewertungsmethoden zu Hilfe.

Die Welt Online – „Vorhersagen: Hellseher und Astrologen lagen 2008 voll daneben“ … die Recherchierkunst von einigen Journalisten liegt manchmal auch daneben oder die Interpretation des Wortes „voll“ (hier bedeutet es 100%) …

… sie bezieht sich auf die GWUP, Gesellschaft zur wissenschaftlichen Untersuchung von Parawissenschaften e.V., die eine Warnung bei Prognosen anbringen will. Da habe ich nichts dagegen, denn keiner, der Prognosen macht, weiss, ob diese wirklich zu treffen. Ob die GWUP mit Ihren wissenschaftlichen Erkenntnissen, keine Prognosen, überall richtig liegt, wage ich zu bezweifel. Angst über Elektrosmog wird hier ins Lächerliche gezogen. Dass sich mein Kopf rund ums Ohr erwärmt, wenn ich mit dem Handy telefoniere, ist wohl Zufall. Und dass sich nicht jede Seite gleich erwärmt, liegt sicher nicht an meiner Beobachtungsgabe.

Scharlatane zu erkennen ist im Grunde genommen nicht schwierig. Komplizierter wird es dort, wo extreme Meinungen aufeinander treffen.

Machen sie sich selbst ein Bild:

Am 03.01.2009, um 22.40 auf RTL „Die Prophezeiung 2009“ und am 04.01.09 die Wiederholung um 12.45 Uhr für Leute die früh zu Bett gehen!

Gezeigt wird eine Doku mit mehreren Wahrsagern, Hellsehern und Astrologen von England, Litauen, Afrika und Deutschland. Gefragt wurden wir zu Themen wie Wirtschaft, Politik, Sport und Promis.

Dieses Mal soll es erntshaft zu Werke gehen. Die Aussagen werden verfolgt und zum Jahresende soll es ein Resümee der eingetroffen und nichteingetroffenen Prognosen geben. Das finde ich gut und fair!

Mit „Ich“ ist hier Iris Teppner gemeint, für Finanzblogleser keine Unbekannte

Laut Cash gibt es 2009 ein Zwischenrally und dann wird es schlimmer als 1929.

Wenn sie in die Sterne gucken oder auf andere Prognosen setzen, dann machen sie dies mit gesundem Menschenverstand, lassen sie sich nicht nur einseitig beeinflussen und arbeiten sie mit Personen zusammen, die seit Jahren in diesen Gebieten arbeiten und nicht immer ihre Meinung wechseln.

Es gilt auch im neuen Jahr an etwas Wichtiges zu denken: Wenn jemand eine Aktie verkauft, dann kauft ein anderer diese Aktie … es gibt immer zwei gegenstäzliche Meiungen. Die Kunst ist nur, langfristig über dem Durchschnitt, der Benchmark zu liegen. Erstaunlicherweise sind dies meist immer wieder die Gleichen. Eines ist ihnen gemeinsam. Sie verfügen über ein extrem breites Wissen, sind keine Spezialisten und geben nie Garantien ab. Sie können sich auch nicht der Tendenz des Marktes entziehen, kaufen aber meist wenn Aktien tief und oft zusätzlich tief bewertet sind …

… falls sie immer noch nervös sind, dann schauen sie sich doch einfach mal Ricci Riegelhuth unseren Genussspezialsten an, wie man sich entspannen kann. Hier ist die Warnung auf der Packung längst bekannt. Trotzdem wird immer noch geraucht … jeder muss sich wie bei Prognosen auf seine eigene Meinung und Einstellung verlassen …

… suchen sie sich ab 2009 einen persönlichen Vermögensverwalter. Langfristig haben sich für den Kunden die Kosten noch immer gelohnt.

4 Gedanken zu „Prognosen – man kann alles ins Lächerliche ziehen“

  1. Hallo Stephan,
    vielen Dank für den Hinweis zur TV-Sendung. Diese ist dann doch mit einem ironischen Unterton ausgetrahlt worden. Und von mir wurde leider nicht alles gebracht, aber das kann man alles auf der Website nachlesen. Tja, und man sieht mir leider an, dass ich kurz vorher heftig feiern war. Ich hatte vor dem Abflug noch versucht mit gekühlten Teebeuteln die Schwellungen in den Griff zu békommen 🙂

    Und weil die Sendung so lustig war (wir haben sie in großer Runde geguckt und nebenbei habe ich noch viele Stunden für den guten Zweck in die Karten geschaut), haben wir wieder ein Fest daraus gemacht… heute sehe ich noch schlimmer aus. Mit 43 Jahren steckt man das nicht mehr so leicht weg!

    Ich fand mich amüsant!

    Übrigens habe ich als neue Versuchsreihe „Öl 2009“ jetzt online.

    ..und frohes Neues noch!

    LG von Iris

    PS: das mit der GWUP habe ich schon bemängelt – http://www.abendblatt.de/daten/2009/01/02/1000915.html#commentindex

  2. PPS: übrigens hat der Randi nicht vor die 1 Million heraus zu rücken, wenn man beweisen kann, dass man übersinnliche Fähigkeiten hat. Die GWUP macht sich da ziemlich wichtig, dass das bisher noch keinem gelungen ist und der Countdown 2010 vorbei ist.

    a) habe ich mich da mal beworben – aber nix von denen gehört
    b) auf der Originalhomepage steht diesbezüglich nur Unsinn – zig Mal, man solle sie nicht zuschwafeln und zig Mal man müsse das Kleingedruckte akzeptieren (wenn man wüsste, wie das Kleingedruckte aussieht, kann man ja mal darüber nachgrübeln)
    c) das ist die aufgeblasene Randi-Show nach eigenen willkürlichen Regeln die sehr wahrscheinlich nach während der „Prüfung“ spontan geändert wird. (hat irgendwie was von Nero und sehr viel Launenhaftigkeit)
    d) steht nirgends drin, wie so eine Prüfung abläuft.
    e) habe noch nie gehört, dass da mal einer mitgemacht hat

    Ist ein Fake.

    http://www.gwup.org/themen/texte/skeptikerpuc/jamesrandikritik.html

    und

    http://www.randi.org/site/index.php/1m-challenge/challenge-application.html

  3. Liebe Iris

    es ist doch toll, wenn das Fernsehen nicht ganz alles bringt. Einiges wollen wir ja unseren Kunden vorenthalten und dabei ist es wichtig, dass man/frau nicht erst seit kurzer Zeit sich mit dieser Thematik befasst, sondern langjährige Erfahrungen aufweisen kann … denn heute, wie üblich nach starkem Regen, spriessen die Sterndeuter und Hellseher wie Pilze aus dem Boden. Aber es ist immer das Gleiche – nur wenige verfügen über das gewisse Etwas und bereiten wirklich Genuss.

  4. Dem stern gab der Sozialhistoriker und Philosoph Eric Hobsbawm, 92 ein aufschlussreiches Interviewö
    „Was Shakespeare für die Darstellung der menschlichen Seele getan hat, das ist dem Historiker Hobsbawm bezüglich der Universalgeschichte gelungen“, so die „Süddeutsche Zeitung“ über den Gelehrten

    Billionen Euro und Dollar setzen die Politiker gegen die Wirtschaftskrise ein. Wissen sie, was sie da tun?
    Nein, sagt Eric Hobsbawm, einer der wichtigsten Historiker der Gegenwart. Schlimmer noch als die Große Depression, die er vor 80 Jahren in Berlin miterlebte, sei der Zusammenbruch heute. Er hat Angst, dass der Kapitalismus sich über eine fürchterliche Katastrophe rettet.

    stern:
    Herr Hobsbawm, Sie haben das Verschwinden von vielen Systemen erlebt: den Untergang der Weimarer Republik, die Zerschlagung des Faschismus, das Absterben der DDR, den Kollaps des Kommunismus und nun …

    Hobsbawm:
    Wenn Sie das so aufzählen, merke ich, dass ich fast so etwas wie ein Museumsobjekt bin. Als ich ein Kind war, war der König von England auch noch der Kaiser von Indien, die Welt bestand zum großen Teil aus Monarchien, Kaiser- und Kolonialreichen. Und fast alle sind flöten gegangen.
    …weiter hinter dem Link!

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