Über Non-Valeurs, Einstein und eine Hochzeit


Nonvaleurs sind Wertpapiere die kein Forderungsrecht mehr haben. Genau genommen finanziell wertlos sind, gäbe es da nicht den Liebhaberwert, die Leidenschaft.

Einen Liebhaber hat auch Tari Eledhwen gefunden, den Christopher. Herzliche Gratulation zur Hochzeit.

Der Name Christopher erinnert mich an einen Entdecker und meinen Adventskalender 2006 mit seinem Berufkollegen Ferdinand Magellan. Wir blenden aber noch ein Jahr zurück, als Albert Einstein an der Reihe war. Er hat mit mir über einen Non-Valeur diskutiert – über den weltersten Wertkarton.

Nun geben wir Volker Malik vom Wertpapier-Shop das Wort. Sein erster Beitrag im Finanzblog – sei herzlichst verdankt – handelt über ein Kaufhaus und solche werden vermutlich auch Sandra und Christopher in nächster Zeit besuchen. Diese Erscheinung ist nach vielen Hochzeiten zu beobachten.

Ein weiterer Beitrag über «Geld und Finanzen – leicht erklärt» – eine Idee von Tari Eledhwen aus Solothurn.

E = mc²

Zweifelsohne ist Einsteins massen- und geschwindigkeitsabhängige Energieformel heute weltberühmt und hinreichend bekannt. Interessenten von Nonvaleurs könnten diese Formel durchaus auch anders deuten. „Ertrag ist gleich May mal Ce-Quadrat“ wäre die zugegeben etwas an den Haaren herbeigezogene Andersdeutung, die bei näherer Betrachtung einen höchstinteressanten Aspekt der Wirtschaftshistorie preisgibt.

Albert Einstein, seit 1932 in den USA lebend, war wohl nicht gerade das, was man einen gnadenlosen Befürworter eines kapitalistisch geprägten Wirtschaftssystems nennt. Doch Geld muss angelegt werden, dachte sich Albert wohl – weshalb er eines hoffentlich schönen Augusttages im Jahre 1945 Aktien der „May Department Stores Company“ kaufte. 60 Stück bei einem Kurs von um die $40. Warum es gerade die 1877 von David May gegründeten Kaufhauskette war, die es Einstein angetan hatte, ist nicht bekannt. Vielleicht ging er davon aus, dass das seit Jahrzehnten prosperierende Unternehmen nach dem Ende des 2. Weltkriegs verstärkt wachsen würde. Leider kann man dies Albert Einstein nicht mehr fragen, weshalb man sich weniger mit den Vermutungen als vielmehr mit den Tatsachen beschäftigen sollte: Das Unternehmen entwickelte sich tatsächlich vorzüglich – und führte im Sommer 1951 einen Aktiensplit durch. Somit besaß Einstein die doppelte Anzahl an Aktien, die er kurze Zeit später – im November des selben Jahres – verkaufte. Sein Erlös waren $5.500, die nach heutigen Maßstäben der Vermögensbewertung ca. $100.000 entsprechen würden.

Zurück zu den Nonvaleurs: Das Zertifikat, das diese Geschichte „erzählt“, ist irgendwann gefunden worden. Höchstwahrscheinlich ist es ein Unikat – und Unikate haben ihren Preis: Für 13.000 Euro ausgerufen, fand es auf einer Wertpapier-Auktion im Jahr 2006 bei 24.000 Euro zzgl. Nebenkosten einen Käufer. Mr. Einstein wusste also, was eine gute Aktie ist …

von Volker Malik

Scripophilie nennt sich die Leidenschaft des Sammelns von Nonvaleurs oder historischen Wertpapieren.

Als ich diesen Beitrag absetzte hatte die Geschäfte von May Department Stores Company geschlossen. Macy’s, so nennt man sie heute und ihre Tochter Bloomingdale’s feierten den amerikanischen Unabhänigkeitstag.

Nachtrag vom Montagmorgen:

Segnungsfeier

… total verschwommen die Segnungsfeier in der Sankt Ursen-Kathedrale Solothurn. Eine kirchliche Trauung war es nicht, obschon das Paar standesamtlich getraut wurde. Zudem war es die liebloseste und kürzeste Darbietung der katholischen Kirche, die ich je erlebt habe. Was Liebe, Nähe, Frieden, Glauben anbelangt, haben die Muslim einen Tag zuvor ganz andere Qualitäten zu bieten. Das wäre eine neue Dimension im kirchenpolitischen Gesprächsstoff: «Wie geht man mit Geschlechtsumwandlungen um?» Sandra war früher ein Mann. Hat es das Recht der Kirche, dieses Paar als Nonvaleurs zu behandelnAber ich denke, es gibt einflussreiche Männer, die sich mit dieser Thematik auseinander setzen werden.

Telebärn und M1

… zwei Fernsehstationen waren live dabei – Telebärn und M1 und gingen auf Sendung

Tag des Kusses

… geheiratet wurde am Tag des Kusses

Sprengstoff

… das Paar Sandra-Lia und Christopher Infanger (-Pfeifer), das mit Sprengstoff umzugehen weiss und sich nicht als Nonvaleurs fühlt. Viel Glück und Freude.

Vor einem Jahr im Finanzblog erschienen:
«Das sind normale Sommergewitter»

Vor zwei Jahren erschienen:
Textiler Feldplausch oder Schock

Vor drei Jahren erschienen:
Touareg und Skoda – Volkswagen in Tschechien

Vermögensverwaltung von MARTI+PARTNER – unabhängig, langfristig

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