Kirche und Fussball – wieder einmal Tagesthema


Das Blogsignet vom Kirchgemeindeverband Bern macht Schlagzeilen. Das Baugerüst am Turm des Berner Münsters soll für die EURO 08 abmontiert werden.

«Wer entscheidet über den „Rucksack“?

Der Stadtrat hat entschieden: Das Gerüst am Münsterturm soll für die Dauer der Euro 08 abmontiert werden. Der Gemeinderat verweist auf die Münster-Stiftung. Diese schweigt sich über ihr weiteres Vorgehen aus … weiter bei espace.ch …»

Espace macht gleich eine Umfrage. Aber ich denke, die Fragestellung ist nicht ganz gut gelungen. «Stört Sie das Baugerüst am Berner Münster?» Ein Gerüst stört eigentlich immer. Aber zum Restaurieren braucht es ein solches. Aber ob dieses nächstes Jahr nur für die Fussball Europameisterschaften entfernt werden soll, ist die brennendere Frage. Meine persönliche Antwort können sie erraten. Diese Übung soll bis CHF 390 000 kosten. Mit dieser Summe könnte man jedem Stadtberner und jedem Fussball-Spielbesucher eine Toblerone schenken. Pro Spieltag wohl verstanden. Wer nicht weiss, wie diese hergestellt wird und wo sie erfunden wurde, liesst dies unter «Wussten Sie schon?» Wenn sie mehrmals diese Seite aktualisieren, lesen sie auch mehr über das Berner Münster.

Kein leichter Entscheid. Sachlich schon schwierig. Theologisch dürfte da noch etwas anderes mitspielen – oder dagegen spielen. In Deutschland wurde an der Fussball-Weltmeisterschaft die Spiele in den Kirchen auf Grossleinwänden gezeigt. Die Landeskirchen machen dies in der Schweiz nächstes Jahr nicht, dafür die Freikirchen.

Münster ohne Gerüst

… Berner Münster Turm ohne Gerüst – wie zuoberst in unserem Blog. Und wer exakt schaut, ganz ohne Gerüst geht es praktisch nie …

Münster mit Gerüst

… und so wie wir es uns gewohnt sind …

Berner Münster mit Fussball

… für CHF 390 000 würd ich marketingmässig etwas Besseres machen. Einen Ball «rüberstülpen» oder mit einem Tuch einpacken, das rot-gelb-schwarze 6-Ecke hat. Etwas, das vielleicht Mut braucht – aber die Beachtung der ganzen Welt wäre gesichert. Wenn es billiger werden muss, reichen grosse Transparente auch … das Bundeshaus hat es vorgemacht … und auf dieses kann die Kirche herunterschauen

«Teerflicken übersaen historisches Pflaster», dieser Artikel erschien nach diesem Originalbeitrag bei www.Kirchgemeindeverband-Bern.ch, aber er passt wunderschön, wie die Flicken. Nur dass dies kein historisches, eher ein hysterisches Pflaster ist – es ist 12 Jahre alt. Für solche Trams wie die Strassenbahn bei uns heisst, gibt es vermutlich noch nicht so grosse Gewichtsprobleme. Die Frage ist, ob das anschliessende Strassenstück der Spitalgasse, das zur Zeit einer Gesamtsanierung unterworfen is, wohl die längere Lebensdauer haben wird.

Text, Fotos und -Montage: Stephan Marti-LandoltFinanzblog

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