Exotenbörsen machen das Rennen


Von Aficionado wurde mir ein lesenswerter Artikel von die Welt online zugestellt, den wir nicht vorenthalten wollen:

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Vietnam, Peru, Ukraine, Serbien: Viele Finanzplätze waren vor kurzem noch weiße Flecken für die Anleger. Nun sorgen die Randmärkte für Furore. Jetzt entdecken die Aktinäre sogar Afrika. Doch der Börsenwert der Exoten ist jedoch noch verschwindend gering … weiter bei WELT ONLINE …»

Nur etwas gilt es zu beachten. Wenn Exotenbörsen im Gespräch sind, ist der Zeitpunkt um ein zu steigen oft schon spät. Es zahlt sich aus, solche Länder in einer frühen Phase an zu schauen, was für die meisten nicht einfach ist. Wenn sie richtig liegen, ist die Performance meist um so schöner. Dies bedingt aber, dass sie den Mut aufbringen, in etwas zu investieren, worüber andere noch lachen und Zeit haben. Manchmal einige Jahre. Der europäische Osten oder Indien waren solche Beispiele. Und immer bewusst sein, dass hier das Risiko entsprechend höher ist. Nie alles auf ein Pferd setzen.

Um Exotenbörsen ausfindig zu machen, muss man manchmal gar nicht so weit gehen. Nebenwerte sind oft unter bewertet und so findet (oder zumindest fand) man meist einige Trouvaillen an der Berner Börse, der BX Berne eXchange oder auch bei nicht kotierten Nebenwerten, zum Beispiel bei der Valiant Bank. Bei der BX brauchen sie nur einmal den Chart der vergangenen zwölf Monate an zu schauen. Ein meist verlässliches Zeichen sind die Umsätze. Wenn diese hoch sind und wenig Abschlüsse getätigt werden, steigen meist institutionelle Anleger ein und wenn die Börse steigt, folgen viele Kleinanleger. Antizyklisches Handeln erfordert meist mehr betriebswirtschaftliche Kenntnisse, als dass man auf das Momentum setzen kann.

Die letzte Nummer von Cash ist (leider) letzte Woche erschienen und wenn sie zumindest eine Fachzeitschrift in der gleichen Verlagsgruppe anschauen, setzt man bei Stocks, bei Aktien eher auf kurzfristige Kennzahlen – für das Momentum ergibt die Suchmaschine einige Hundert Treffer. Entweder handeln sie kurz oder eben wie ich langfristig. Beides gleichzeitig kommt nie gut heraus – die Erfahrung lehrt uns dies.

Oder anders gesagt, Kunden die traden wollen, sind bei mir nicht am richtigen Platz, aber für langfristig orientierte Anleger haben wir noch Kapazitäten in unserer selbständigen und unabhängigen Vermögensverwaltung, Vermögensvermehrung oder wie sie auch immer zu sagen pflegen.

In über 130 Ländern gibt es weit mehr als 200 verschiedene Börsen. Viel Spass beim Suchen nach denjenigen, die unterbewertet sind – hier die umfangreichste Sammlung, die ich kenne – ab zu Wikipedia. Dieser Link ist seit langer Zeit in meiner Blogroll zu finden.

Shenzhen Stock Exchange

… meist ist ersichtlich, wie man die Informationen auf Englisch erhält – nicht aber, wie man jetzt Aktien kaufen kann …

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