Frankreich, Frankreich


Heute ist Montag und gewechselt hat noch nichts. Vielleicht wird einiges wechseln – aber dies braucht auch in Frankreich sein Zeit.

Über die Wahlen haben wir am Sonntag geschrieben (nach unten scrollen) und deshalb hier nur die Resultate. Bei den offiziellen Resultaten sind die Departemente farblich nicht unterschiedlich gekennzeichnet, dafür sind alle Einzelheiten pro Departement – z.B. Gard (30) ersichtlich. Interessant dürfte auch Paris (75) sein. Dreiviertel Prozent mehr Stimmen hat Sarkozy als Royal in der Hauptstadt erhalten.

Dies ist einer der Gründe, weshalb die beiden ab 18. Mai (Amtsantritt von Sarkozy) eng zusammen arbeiten werden (müssen). Hier die aktuelle Liste der MinisterInnen.

Vermutlich wird nicht die 35-Stundenwoche das vordringlichste Problem sein. Sie soll beibehalten werden, aber Überstunden dürften steuerfrei und von Sozialleistungen verschont werden. Das Problem ist nur, dass die meisten Franzosen, die schwarz arbeiten, vermutlich nicht auf 35 Stunden kommen oder von Sozialleistungen leben. Und die Finanzierung steht noch aus. Sowahl Sarkosy wie Royal sind der Ansicht, dass dies kein Problem sei, wenn es Frankreich besser gehen wird.

Aber Ungemach steht von anderer Seite vor der Haustüre – Galileo wird wieder Staatsprojekt. Das private Konsortium wird bis diesen Donnerstag nicht stehen und dann ist die EU gefragt. Und einer der wichtigsten Streitpunkte, vor allem zwischen Deutschland und Frankreich, dürfte das Einsatzgebiet von Galileo sei – mit oder ohne militärische Nutzung. So wie es aussieht, werden die Staumöglichkeiten zur Chefsache erklärt. Wenn noch jemand Fragen hat, was die Wahl eines Präsidenten mit Aktien zu tun hat, kann am Mittwoch über «Rüstungsaktien» etwas lesen. Aber wie schon öfters gesagt, wir reden von langfristigen Anlagen – der Börse wird heute Frankreich wegen nicht in einen Freudentaumel verfallen.

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