Du oder Dir Max und Moritz?


Max und Moritz – wer kennt sie nicht. die Bubengeschichte in sieben (7) Streichen. Mit Schalk, Humor und echt aus dem Leben gegriffen. Der volle Genuss kommt nur, wenn man richtig zwischen den Zeilen lesen kann …

… der Schreiber Busch wäre vermutlich heute im Kampf mit Bush, nicht aber mit Bundesrat Moritz Leuenberger unserem Kommunikations-Minister. Vor acht Jahren (siehe Link) hat er uns geschildert wie er Zeitung lesen möchte und jetzt ist er einer der sieben (7) möglichen Blogger. Dort hat es nicht nur Blogger und Blocher. Busch würde heute vermutlich über Buben – und Frauenstreiche erzählen.

Toll Herr Leuenberger, schreiben sie weiterhin persönlich. Vermutlich hätten Sie auch mehr Erfolg bei einem Schweizer-Blog, als Kollege Steinmeier mit Mein-EU-Blog – wenn ich richtig rechne haben sich erst mal knapp über 250 Autoren eingetragen. Das ist eine weitere Möglichkeit, direkt über ein Land zu diskutieren. Klaus bringt es auf den Punkt. Blogger sind per «Du». Ja damals war er für mich Klaus J. Stölker. Es wird wohl beim «Sie» bleiben. Man achtet sich und beachtet. Sie können ja rechts auf den Skyscraper klicken, dann sehen sie, was es so für Blogs gibt. Den bundesrätlichen Blog werde ich mal an der nächsten Vorstandsitzung von swissblogpress ansprechen, aber zur Zeit ist er noch etwas jung – nicht der Schreiber.

Die SVP könnte ja auch einen Blog machen, aber dann soll doch lieber Stefan Costa schreiben, falls sein Chef das nicht machen möchte. Übrigens, dieser Stefan ist jetzt einer von diesen 160 und war schon mal im Finanzblog. Oder soll gleich die FDP schreiben, das Departement von Couchepin hätte schon noch aufmüpfige Themen. Dann gäbe es noch einen anderen Stefan der FDP, der schreiben könnte – Stefan Hügli – halt nicht der Pfarrer aus dem Bündnerland, der vom Gemeinderat aus der Stadt wo die meiste Politik der Schweiz gemacht wird. Er hat gerne Humor und ist trotzdem auf Sicherheit bedacht. Ihn habe ich noch zu meinen Jaycee-Zeiten kennen gelernt, das Geschäft habe ich dann in Langenthal und nicht in «seinem» Gründerzentrum Grüze Bern eröffnet.

Ja, Grütze kann man jetzt leichter importieren. Es gibt auch ehemalige Beamte die bloggen – über Cassis de Dijon. Dabei wäre doch heute auch Parallelimporte, Tierfabriken, Milch und Zucker interessant. In der verteilenden Bundesbehörde habe ich nie gearbeitet, aber der der schröpfenden. Der Departementsvorsteher kommt eines Tages in mein Büro. «Ich bin der Chevallaz und will alle Leute kennen lernen. Den Namen werde ich vermutlich vergessen, aber wenn du (er dutzt) deine Arbeit treffend schildern kannst, bleibst du mir in Erinnerung.» Er wusste immer, wer ich war – derjenige der den Gewinn der Alkoholverwaltung verteilt (hatte). Ich hatte damals Postcheques über CHF 295’000’000.– auf meinem Pult. Er hat zufälligerweise den richtigen Zeitpunkt erwischt.

Beim Blog von Moritz Leuenberger ist das vielleicht auch so. Mitarbeiter wollen ihren Chef kennen. Wollen wissen was er denkt. Wie er schreibt, das ist nicht so wichtig. Die heutige Sprache ist griffiger geworden, heute nennt man das Kind beim Namen. Im Schweizer Fernsehen spricht man von Hochdruckdrück, aber alles schon mal da gewesen. Also schreiben Sie mit Hochdruckdrück ihre persönlichen Worte, dass es nur so aus Ihrem Departement flöckelt

… beides gestern gehört und vor vor Gestern hätte ich schreiben müssen: Herr Bundesrat, genehmigen sie den Ausdruck unserer besonderen Hochachtung als Euer hochwohl geborenem ergebener Finanzblogger. In der Anrede hätte ich ja schreiben können: Lieber Georges-André …

2 Gedanken zu „Du oder Dir Max und Moritz?“

  1. … und wenn die Maschen zu gross sind, rutschen die Fische durch … aber 2 rue de rive 2 habe ich noch fangen können – plus Foto …

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