Wein-Nachts-Engel


… mein Weinnachts-Engel ist zum Weinen und noch etwas über «Chlepfmost».

Zehn Jahre und einige Tage wurde er alt. Der Original Screwpull, gekauft in New York im Rockefeller-Center, dort wo jetzt neben dem grossen Weihnachtsbaum Schlittschuh gelaufen wird. Bei Sharper Image, einem der Läden, die man in NY einfach gesehen haben muss. Damals war noch Nikon dort an zu treffen und über Jahre hatte sie immer das Gleiche im Schaufenster – eine Explosiv-Montage einer Nikon F2. Hunderte von kleinen und kleinsten Teilen. Faszinierend. Erstens, weil es eine Nikon war und zweitens, da ich mehrer Jahre in einem High-Tech-Unternehmen der Kleinteilemontage-Branche für die kaufmännischen Belange zuständig war. Technik hat mich immer begeistert.

Moderne, wie das LeverModel, das mir meine Frau damals zu Weihnachten – nicht Weinnachten – gekauft hat. Zum halben Preis, den man damals in Europa hätte zahlen müssen. Da gab es diese Preisunterschiede noch. Heute gibt es sie bei alten, antiquarischen Sachen, bei Occasionen. Und diese alten Sachen begeistern auch. Eine Nikon FG mit 35-105 mm Zoom gestern zulasten einer Cuvee 3 Magnum von Castelmaure im Corbières eingetauscht. Hier ein nützlicher Link zu den Wein-Cooperativen in Frankreich – meistens noch ohne Internetadresse. Die Zeiten gehen noch nicht überall gleich schnell – und das ist auch gut so. Und wer im Languedoc-Roussillon etwas suchen muss, ist mit diesem Link recht gut beraten. Den Vorgänger vom Leverpull hat aber der Zapfen eines Domaine de l’Hortus zur Strecke gebracht. Spirale auseinander gezogen und Aludruckguss gebrochen. Technik und Wein können Überraschungen bieten.

Auch Champagner. Diesen Monat in einem Testbericht gelobt. Normalerweise kann ich mit diesen Resultaten ganz gut leben, Sie sind oft sehr nützlich. Beim Grossverteiler Nummer drei habe ich mir eine Flasche des besagten Preisrenners gekauft und zwei Drittel auch getrunken. Das erste Drittel flog aus der Flasche – zuerst der Zapfen mitsamt dem Metallgitter. Hochdruck! Übrigens, im ganzseitigen Inserat ist dieser Champagner nicht aufgeführt. Geschmäcker sind verschieden. Kohlensäure Bomben mag ich nicht. Die besten Champagner für mich sind die schon leicht maderisierenden. Einige Jahre gealtert. Die meisten Leute mögen die nicht. Die haben lieber einen turbulenten Sprudel, ich ziehe diesem einen Chlepfmost oder Chlöpfmost (aus Äpfeln) vor. Alter Champagner erzielt heute hohe Preise – vor allem in Paris ist man auf diesen Geschmack gekommen. Moët & Chandon hat mir vor Jahren einmal eine Schachtel überlassen – man hatte sie aus Kulanz dem Kunden, einem renommierten Hotel, ersetzt. Heute würden sie diesen zum doppelten Preis verkaufen. So ändern eben die Zeiten.

Weinnachtsengel

… mein Wein-Nachts-Engel zum weinen … er wird nicht weggeworfen – mein einziger unbrauchbarer Zapfenzieher – brauchbare in der Sammlung dürften es demnächst gegen 200 sein

Domaine de lHortus

… und auf Domaine de l’Hortus … auch zum weinen, Freudentränen …

Ein Gedanke zu „Wein-Nachts-Engel“

  1. BAcchuse – ich schmeisse den dritten Zapfenzhieher dieser Art … die Bruchstelle ist am genau gleichen Ort. Die Vermutung liegt nahe, dass teuere und billige Exemplare auf genau der gleichen Maschine produziert werden, wie das im Autoersatzteilbereich, der Hygienepapierindustrie und und und der Fall ist.

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