Messen in Bern


Einige Eindrücke von der 6. Berner Wirtschaftsmesse und der 36. Berner Weinmesse.

Eines gleich vorweg. Es liegt nicht an den Degustationen, dass in den Beiträgen der letzten Tage die Bilder fehlen. Das ist ein technisches Problem, das jetzt in Bern-Ost angeschaut wird. Und mit technischen Pannen lernen wir je länger desto mehr umzugehen. Die SBB gestern Abend: «Der nächste Halt – HerzogenBUUUCHsee». Die Aussprache ist vielleicht phonetisch in Ordnung, aber es läuft einem kalt die Schulter hinunter. Die Sprecherin hat vermutlich ähnliche Probleme wie Bürgermeister Michael Daerden. Mein Problem wird einige Sekunden später gelöst «Der nächste Halt – Langenthal». Kein Wein-, sondern ein technisches Problem. Keine Ahnung, wie mancher den letzten Zug nach Herzogenbuchsee (bitte nicht BUUUCH betonen) zurück nehmen muss.

Gar technische Risiken liegen bei der Wirtschaftsmesse auf – «Nanotechnik – Chancen und Risiken in der Diskussion» auf Schloss Ueberstorf das zwischen Flamatt und Schwarzenburg liegt. Aber es ist nicht etwa die Wirtschaft, die zu diesem Schlossgespräch einlädt, sondern die reformierte Kirche Bern-Jura-Solothurn und die evang.-ref. Kirche Freiburg am 17.11. um 17.00 – CHF 95.– inkl. Nachtessen. Das ist an der ganzen Messe tippisch. Man ist präsent, aber höchst erstaunt, wenn jemand was wissen möchte. Die Berner Messe für Smalltalk und man trifft ja einige, wo man Gedanken wechseln kann.

Die Kirche setzt ja auch eine Arbeitsgruppe ein um über Kirchenmarketing zu diskutieren – ich wurde nicht delegiert, sondern übernehme den Blog – aber dazu später einmal mehr. Nur die Kirche verpasst es, mit Leuten in den Kontakt zu kommen. Man diskutiert unter sich. Man, zumindest ich, finde auch keinen Link zum Nano-Seminar – nur dass man sich beim Schloss anmelden muss. Man nimmt ja auch nicht an, dass jetzt einer an der Wirtschaftsmesse vorbei schaut, der sich sowohl in Nanotechnologie und in der Kirche zugleich auskennt. Übrigens, warum Hörbis Beitrag unter «Nano» erscheint, ist mir schleierhaft – technisches Problem oder weil die Rede von der Bibel ist?

Die regionale Arbeitsvermittlung, das RAV, ist nächstes Jahr vermutlich nicht mehr dabei. Schade, hier könnte man mit Handel, Industrie und Dienstleistung diskutieren – so geschehen. Schnell einige Worte gewechselt zwischen RAV und Regionaldirektor der Grossbank. Vielleicht hätten die mal eine Stelle frei, oder einige. Und für mich gibt es hier die besten Konjunkturtipps – echt aus dem Alltag. Die eine Branche dürfte meiner Meinung nach nächstes Jahr einbrechen. «Hat schon begonnen.» Alle Aktienanalysten jubeln zur Zeit diese Branche hoch. Also profitieren wir davon und lassen sie an der Börse noch einige Monate laufen – aber dann raus aus dieser Branche oder Stockpicking betreiben.

Aussuchen muss man auch bei der Weinmesse. Das Gastland hat es mir diesmal besonders angetan – Portugal. Hier gibt es auch Weine, die man höchstens dreimal trinken sollte – den Mateus zum Beispiel – das erste, einzige und letzte Mal. Es gibt ganz tolle Weine und einige sind sogar echt preiswert. Für die Etikettentrinker ist portugiesischer Wein ein Paradies. Einige von diesen schmecken auch nach Ausspülen des Glases nicht besser. Echt peinlich, wenn an einer Weinmesse alle Gläser nach Abwaschmittel stinken. Normalerweise merke nur ich den Gestank von Klarglanz, aber hier war er anders und wurde von den meisten wahrgenommen. Das ist nicht der Grund, weshalb ich nur bei Hammel und nicht auch beim Vennerhaus vorbeigeschaut habe. Sorry Nik, du lässt die Schlussglocke zu früh läuten.

Dafür dazwischen noch schnell die Aargauer Weine stichprobenartig verkosten – Weingut Sternen aus Würenlingen – in der gleichen Ortschaft befindet sich das PSI (damals war auch von Computerpannen die Rede). Und zwei weisse Genferweine – Viognier und Merlot Blanc. Auch hier hat man ein echtes Marketingproblem. Es gibt besseren Viognier und bessere Genferweine. Da wären wir wieder einmal bei Nestlé – pietätlos meiner Ansicht, dass man den Krankheitsbefundder CEO Nelly Wenger mitteilt (in mehreren Tageszeitungen gesehen).

Und noch lange nach der Glocke, der Höhepunkt – Portwein. Wenn sie Portugiesisch sprechen, hier noch etwas über Vinho verde, der etwas andere Wein rund um Porto. Einen speziellen Dank an www.wein-portugal.com für die tolle Burmester Degustation.

Burmester

… falls das Bild erscheint sieht man, dass die Weinmesse nicht nur für Smalltalk gut ist – zufällig kennen gelernt und interessant diskutiert …

Nachtrag zum Diskussionsthema Weinpulver:

kulinaria katastrophalia – der Blogbeitrag über Weinpulver
– hier kann man Weinpulver kaufen – würde sogar an einem Test mitmachen
– Züri-West kann das Zeugs sogar in Bern-Ost kaufen

Es gibt auch Weinpulver das keinen Alkohol mehr enthält – es wird für Diabetiker empfohlen. Den Artikel über Weinpulverder in 20Minuten erschienen sein soll, habe ich nicht gefunden. Na dann „prost“.

Bleibt für mich nur noch die Frage: Wie macht man Alkohol in Pulverform?

Ein Gedanke zu „Messen in Bern“

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