Azoren und Wein


Irgendwo zwischen Zürich und New York wachsen mitten im Atlantik Reben und wird Wein produziert.

Zugegeben, das Burgund ist etwas einfacher zu erreichen und hat den besseren Namen und was ich bisher auf den Azoren versucht habe, gerechtfertigt es auch den bekannteren Ruf. Die Rebberge auf der Insel Pico sind aber das Eindrücklichste, was ich bisher gesehen habe. Da lassen einem die herrlichen Gebiete auf dem portugiesischen Festland fast ein müdes Lächeln übrig. Pro Rebstock ein eigenes Clos. Und trotz UNESCO-Weltkultur-Erbe wird hier viel dem Schicksal überlassen – diese Anbaumethode ist viel zu teuer. Aber sehr eindrücklich und die Resultate lassen sich geniessen …

… zum Beispiel beim Schreiben einen weissen Terras de Lava 2004 als Apero – EUR 6 im echten Viersternhotel – nicht das Glas, die Flasche und der Rest kann morgen weiter genossen werden … mit Blick aufs Meer, die Rebberge sind hinter dem Hotel. Offenen Wein sollten sie auch einmal versuchen – amerikanische Reben die im Gegensatz zu Frankreich ganz offiziell angepflanzt werden.

Wein Azoren

… Clos des Clos … umgeben von Basalt, Lava, Vulkanen …

8 Gedanken zu „Azoren und Wein“

  1. Aber Hallo!

    Noch ein Finanzer, der die Azoren liebt 😉 Ich war im September drei Wochen zu Fuß auf Sao Miguel. Recht eindrucksvoller Trip, den Wein habe ich jedoch nicht sonderlich geschätzt. Ziemlich sauere Angelegenheit fand ich.

    Queijo und chá fand ich da schon deutlich bekömmlicher!

    Grüße & Forca! 🙂
    Nico Popp

  2. hallo Nico

    es drei , iver Weine die sind recht gut und einen weissen, der Spitze ist – knochentrocken. Dann gibt es noch einen eher süssen mit zur Zeit 16,5%. Aber Wein ist nicht ganz jedermanns Geschmack und meist hat man dann auch nicht den gleichen.

    Seit rund 10 Tagen halte ich mich auch an Cha – zumindest beim Frühstück. Der normale Kaffee hier stammt sehwahrscheinlich von einem amerikanischen Rezept ab. Den Express kann man meistens ganz gut geniessen.

    Ueber das Wandern liest du nächsten Dienstag noch einen kleinen Beitrag über den Pico, den ich jetzt zum Frühstück auf der Nachbarinsel sehe – wie gewohnt, einen grossen Teil mit Wolken verhängt.

    Gruss

    Stephan

  3. …da bin ich nicht ganz eurer meinung. ich habe nun praktisch jedes jahr mehrere inseln bereist. zugegeben: der terras de lava ist recht trocken, doch absolut einzigartig, vor allem zu grilliertem fisch und meeresfrüchten.
    die winzer haben halt die angewohnheit, auf die schnelle ihren tischwein zu produzieren, der sehr jung und säuerlich ist, wie dies in allen südlichen ländern gemacht wird.
    wer auf den azoren aber auf die winzer zugeht und nach eigenen gekelterten weinen fragt, der kommt an paradiesisch tropfen heran, die nicht zum verkauf angeboten werden. das macht die sache noch viel spannenden und urtümlicher!
    ich bin übrigens in kaufverhandlungen für eine altes weingut auf sao miguel. wer sich da beteiligen will soll bloss keine hemmungen haben, mit mir in kontakt zu treten 😉
    herzlicher gruss

  4. Hallo Christian

    auf Pico habe ich einige herrliche Tropfen genossen und die Säure könnte vielen tatsächlich nicht so behagen. Sao Miguel liegt mir wirklich nicht am Weg und wenn ich schon weitere Reben kaufen würde, dann vermutlich in Südfrankreich, wo ich auch selbst dazu schauen kann. Ich habe eben gestern die neue Bepflanzung (ohne Subventionen) in «meiner» Stadt angeschaut. 10 Hektaren, 3000 Pflanzen unter anderem auch Tempranillo (meiner Meinung nach selten in Frankreich an zu treffen) und getrunken haben wir bei der schönsten Aussicht auf die kleine Stadt einen Chardonnay vom Bielersee (Kanton Bern – Biowein von Martin) – und anschliessend in der «Fabrik», wie er seinen Weinkeller nennt, die ganz jungen und dann einen abgefüllten getrunken.

    Übrigens, die Internetseite von Christian müsst ihr mal anschauen und dann gleich noch eine Denksportaufgabe. Mein Link führt zu Pilzen, die auf dem höchsten nicht vulkanischen Berg im Massiv Central gefunden wurden. Und wieviel höher ist nun der Pico?

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