Melchizedek und Magnum – Teil 2


Melchizedek ist nicht nur eine Weinflasche , es gibt auch die Dominion of Melchizedek (DOM)

… und schon sind Sie mitten in einem schönen Staatsapparat, irgendwo im Pazifik, mit schönen Sandstränden – und unweit vom Bikini-Atoll. Ein Staat, in dem man via Internet Wirtschaft und Unternehmertum studieren kann. Etwas Geld via Kreditkarte abliefern und ein Doktortitel liegt drin. Das kommt einem echt Spanisch vor, aber in dieser Sprache funktioniert es. Dr. Kurt Steineberg, Seeerfinder und Brandmauerspezialist – tönt doch gut, fast wie sein Wunsch, ein Denkmal aus vergänglichem Eis. Das ist dann nicht Unternehmertum, was immer das in universitären Gefilden auch heissen mag, sondern eher Unternehmer dumm. Drum hütet euch vor solchen Versprechen – so lässt man sein Geld in anderen Schlünden verschwinden! Und wenn Sie aus der Schweiz auswandern möchten, brauchen Sie nur das Antragsformular auszufüllen und die Kreditkartennummer anzugeben und – schwups – sind Sie – Citizen of Melchizedek .

Der Dr. Steini von oben wurde nur gewählt, weil er in ähnlich getexteter Form 1999 schon mal im Netz erschien – auf www.Langenthal.com – das vermutlich wieder zum Leben erweckt wird. Dank dem, dass der eine oder andere Computer zumindest seine Daten erhalten hat erscheint Melchizedek (DOM) fast aktueller als früher.

Warnungen über die verschiedensten dubiosen Finanzpraktiken, über Melchizedek und anderen, oft Offshore-Ländern, erhalten sie bei Quatloos, der Name einer Fantasie-Währung.

Wirtschaft oder Beiz? An was denkt der Mensch zuerst, wenn’s um das liebe Geld geht? An die Wirtschaft. Und genau da riskieren einige ihre sauer verdienten und ersparten Franken. Vermutlich auch in Pizzerien, wo unser Redaktor, wie im Impressum-Steckbrief vermerkt, gerne hingeht. Und was er vielleicht noch nicht weiss, dort, wo jetzt noch unser geliebter Enzo Pizzas bäckt (für mich meist Wild kocht, gärt und brät) wird ein Langenthaler Einzug halten. Das ist eben Wirtschaftskunde…
Man geniesst dann eben bei einem, der etwas als Jungunternehmer riskieren will und zur Zeit seine Lehr- und Wanderjahren abschliesst. Und für seinen Start in drei Monaten in Wynau wünschen wir ihm viel Glück und viele Esser. (Anm.: heute wirtet er direkt am Hasli Konzernsitz – übrigens keine der oben erwähnten Personen hat etwas mit DOM zu tun).

Geld kommt überall vor, jeder kennt es, einige haben zuwenig, die meisten in der Schweiz doch eben noch genügend davon, um recht gut leben zu können und einige wenige haben viel zu viel davon. Auch diese haben es nicht immer ganz einfach, denn Geld muss sorgsam behütet werden, damit es sich vermehrt und nicht durch zu grosse eingegangene Risiken dahin schmilzt. Und dahin schmelzen ist ganz leicht gemacht (man denke nur ans Raclette) – und manchmal sehr schnell (etwa beim Fondue). Man muss nur etwas zu wenig misstrauisch sein und schon kann das Konto, der Sparstrumpf, die eiserne Reserve auf Nimmerwiedersehen dahin fliessen. Und dies geschieht meist aus einem einzigen Grund – mensch, der Mensch, wird gierig, habgierig und unersättlich. Beim Anhören von „gschniggelten und gwaggelten“ Finanzhaien soll es Leute geben, die fahrlässig werden. Man konnte es letzte Woche als Schlagzeile lesen: „24 % Rendite in DOM!“ Noch nie gehört? Schauen Sie mal in einer Suchmaschine und lassen Sie sich überraschen!

Melchisedek ist im Gegensatz zur Schweiz absolut steuerfrei, erhebt Anspruch auf einen Teil der Antarktis

… und zumindest der Name hat eine lange Geschichte. Melchisedek war … aber darüber schreiben wir morgen in der Blogschulung von libref.

Ein Gedanke zu „Melchizedek und Magnum – Teil 2“

  1. Dr. Steini – echt an der Fasn8 getroffen – legt Wert darauf, dass er sich mit «y» schreibt. Ab so viel Mut (oder Grössenwahn) überreichen wir ihm doch den h.c. von Melchisedek. Vielleicht schreibt die BZ – http://www.espace.ch/artikel_320510.html – auch noch von dieser Ehre, Herr Dr. h.c. Steiny. Ich bleibe aber beim kollegialen «Steiny».

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