Bauen – etwelche Schlagzeilen


Marazzi geht an Bouygues, Baumeister treten aus Verband aus, Berliner Hauptbahnhof und Staudämme.

Marazzi macht einen klugen Schritt doch das Herz sagt immer Nein – das ist halt der Preis für den Erfolg. Das ist der Abschied von einer weiteren Berner Firma. Es mag wohl Aberglaube sein, dass ich auf exakt 13 Artikel bei der Berner Zeitung und deren Geschwister-Blätter stosse. Da Marazzi jetzt zum französischen Konzern Bouygues gehört, werde ich vermutlich in Zukunft mehr im Midi Libre über die Berner Beteiligung lesen können. Oder doch nicht, da nicht mal Bouygues etwas auf ihrer Homepage erwähnt oder sind diese gar langsamer als Berner. Vielleicht lesen wir ja auch wieder in der BernerZeitung mehr ausserkantonale Wirtschaftsnachrichten oder dann gibt es von der espacemedia gar ein Kombiabonnement mit dem Bund zusammen. Danke an Chefredaktor Michael Hug für den persönlichen Brief. Ich kenne in der Zwischenzeit viele Personen, meist Kaderleute, denen in der BZ zur Zeit etwas fehlt, aber die immer noch treu geblieben sind.

Dem Baumeisterverband scheint beim economiesuisse auchEiniges zu fehlen. Erstaunlicherweise fehlen bis auf Marazzi allen diesen im «Bau» befindlichen Internet Auftritten aktuelle Seiten. Dieser Link verbindet sie dann mit den richtigen Web Baumeistern. Wir haben sogar einen Kurs ins Auge gefasst, um den KMU zu zeigen kann, wie man schnell in der Öffentlichkeit auftreten könnte. Die Maschinenbau-Industrie, die Swissmen, ist schneller – vielleicht weil sie weniger vom Staat unterstütz ist.

Staatlich und stattliche Unterstützung hat auch der Berliner Hauptbahnhof erhalten. Der Unterschied – sie informieren zwei Tage im Voraus. Die Eröffnung ist am Freitag. Berliner Bär oder Berner Bär, überall wird gebaut. Nicht nur «wir Kinder vom Bahnhof Zoo» unterliegen Problemen, solche werden auch bei den Verlassenen vom Bahnhof Zoo erwartet weil dieser zum Provinzbahnhof deklassiert wird.

Bei den kontroversen Wasserkraft Projekten in der Südtürkei müssen vermutlich am Ende die Einwohner die Gegend verlassen damit der Ilusu-Damm gebaut werden kann. Im Gegensatz zum Drei Schluchten Damm handelt es sich hier nicht um eine Staumauer, sondern einen aufgeschütteten Damm mit gemauerten Ausläufen. Zudem sind die Überschwemmungen des Tigris im Normalfall nicht Naturkatastrophen wie beim Yangtse, sondern willkommene Düngerfracht für die Felder, ähnlich wie beim Nil vor dem Bau des Assuan-Staudamm. Wer über diese Problematik mehr lesen will, dem empfehle ich das Summary der Ilusu Damm Campaign, aus der Sicht der Bauwirtschaft oder im «Schatten der Dämme» von der Erklärung von Bern. Wie gestern schon geschrieben, Wasser (und bauen) hat seine Vor- und Nachteile und deshalb versuchen wir, uns ein Bild von beiden Seiten zu machen und Gegensätze auf zu zeigen.

Berlin

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