75 Jahre elektrische Rasur


1931 löste der elektrische Rasierapparat das Nassrasieren ab. Heute herrscht der Kampf wiederum um Schaum und vor allem x-fach-Klingen.

Einen Philips oder doch lieber einen Braun 360 Grad complete oder gemäss einem Testbericht halt doch lieber einen Remington ? Die Geschmäcker sind verschieden und zudem müsste ja eigentlich der Partner die Marke des Apparates festlegen. Vielleicht könnte ja auch der Partner entscheiden, oder elektrisch oder nass rasiert wird, denn ihm zuliebe wird ja rasiert oder nicht rasiert.

Den Spruch «Du hast ja einen Bart, das geht viel schneller» kennen nicht alle aus eigenen Erfahrung. Aber dafür kennen die meisten Bartträger die nasse und die elektrische Rasur. Schick muss man sein. Oder Schick müsste man sein, da hätte man vermutlich soviel Geld, dass man nicht auf die Preise achten muss. Jakob Schick war es, der 1931 den elektischen Rasierapparat erfunden hat. Ich rasiere mich mit den Klingen der Firmengründer Schick und Nock, die im letzten Jahrhundert fusioniert hatten. Zuvor hatte aber Nock seine Firma an seinen Lehrling und Schwiegersohn Wilkinson übergeben.

Die Geschichte manches Unternehmens, das klein angefangen hat und heute zu den weltweiten gehört, fördert oft Interessantes zutage. Wilkinson fertigte Flugabwehrgeschütze an und Remington ist quasi ein Synonym für Schrotflinten. Auf alle Fälle Wilkinson gehört heute dem Batterie-Hersteller Energizer und die Konkurrenz, Duracell gehört zu Gillette, die wiederum der Rasierapparate-Hersteller Braun gehört und allesamt sind sie Töchter von Proctor & Gamble – kurz www.pg.com

Der Krieg um Marktanteile geht weiter, die Vierfach-Klinge wird demnächst ausgedient haben, Gillette wird die 5-fach-Klinge auf den Markt bringen. Fehlt eigentlich nur noch der Vakuum-Rasierer, der das Haar aus der Haut zieht. Und wenn sie doch lieber anders rasieren, können sie es ja noch mit Palmolive von Colgate oder mit der französischen börsenkotierten BIC-Group versuchen.

Übrigens, am meisten verdienen diese Firmen, wenn man seinen Rasierapparat nach Gebrauch gleich wegschmeisst und je mehr Klingen so ein Ding hat, desto schneller ist es total verstopft, dass es eigentlich auch zur Wegwerfklinge wird. Und wer nicht aufpasst, kann gleich bei einigen dieser Unternehmen auch Pflaster kaufen.

2 Gedanken zu „75 Jahre elektrische Rasur“

  1. Ja, ich kann Ihnen nur zustimmen. Ich habe dieselben Erfahrungen gemacht: schon bei Dreiklingen Nassrasierer ärgert mich das Verstopfen der Klingen. Vielleicht kann man mit einer Bürste, die „Verstopfung“ wieder beseitigen; aber dann kann man den Klingensatz gleich wegschmeissen, da die Klingen sofort Ihre Schärfe verliern. Auch bei den „Einmal Nassrasierer“ stimme ich Ihnen zu, da diese Klingen einen falschen Einstellwinkel haben und die Haut dadurch sehr strapaziert wird und – wie Sie bereits sagten, es angezeigt sei, auf alle Fälle, Heftpflaster bereit zu halten! Seit einiger Zeit benutze ich einen Elektro Rasierer, den ich für 50 oder 60 Franken kaufte.Ausgestattet mit einem Horizontralen Schärsystem ,wie es auch von Braun verwendet wird sogar mit einer zentralen, zwischen den beiden Schärsystemen gelagerten Langhaar „Schneidevorrichtung“.Trotzdem bin ich unzufrieden. Da ich nun doch schon etwas älter bin, ist meine Haut nicht mehr straff und einige Falten sellen sich auch noch dazu. So bin ich wiedereinmal auf der Suche nach einem Rasierer, der auch mit schwierigen Hautzuständen fertig wird. Leider habe ich trotz intensiver Suche keine zufrieden stellenden Testberichte gefunden. So bleibt mir also nichts übrig, als ein neuer Versuch, diesmal mit einer höheren Preisklasse. Ob mir aber alle meine Sorgen damit beseitigt werden, ist wohl eher fraglich… Mit freundlichen Grüssen H.Christen

  2. … es gibt jetzt einen Dreiklingenschneider in einigen Superdiscountläden – z.B. Lidl … und am meisten profitieren sie, indem sie Aktien von Firmen kaufen, die viel Geld an Wegwerfrassier-Apparten verdienen … das sind dann die Überlegungen für die Börse …

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