Feinstaub führt zu Rückenschmerzen?


Tempo 80 gehört der Vergangenheit an, aber heute weiss jeder, was Feinstaub ist. Der psychologische Effekt ist erfüllt, der ökologische wird noch weitere Jahre auf sich warten lassen.

Wenn in den letzten Jahrzehnten im Umweltschutz nicht des öfters stark übertrieben worden wäre, hätten wir Vieles noch nicht erreicht. Aus diesem Grunde sind solche Aktionen sinnvoll, regen zu Diskussionen an und bewegen in Zukunft etwas. Rein ökologisch und medizinisch dürfte Tempo 80 kein grosser Erfolg beschieden sein.

Drei Monate kalt, Inversion, Hochnebel, wenig Wind und fast keine Niederschläge sind für manchen Allergiker/Asthmatiker eine Qual. Für diese ist egal, wie gross genau der Staub ist. Wenn er in die Lungen gerät, gibt es Probleme. Für all diejenigen, die nicht darunter leiden, zuerst die schlechte Nachricht: «Erkrankungen der Atemwege nehmen vermutlich immer noch zu» – es könnte sie also auch einmal treffen. Dafür ist im Einzelfall Feinstaub wesentlich weniger schlimm als Asbeststaub. Aber mit Feinstaub kann es viele von uns treffen. Im Grunde genommen ist die Problematik beim Ozon, ausser bei einigen chemischen und medizinischen Punkten sehr ähnlich. Gegenteilig ist höchstens die Temperatur. Bis unsere Luft wirklich sauber ist, dürften noch einige Jahre vergehen, auch wenn die Problematik erkannt ist. Machen wir uns nicht zu schnelle Hoffnungen.

Innovationen sind gesucht, um die Luftverschmutzung technisch zu verbessern. Grosse Firmen arbeiten daran, aber auch viele kleine. Sie können sicher sein, dass am Autosalon in Genf, der Dieselfilter ein Hauptthema sein wird. Schade, dass ich für meine Kunden nicht short gehen darf – General Motors und Ford haben seither rund einen Drittel an Wert verloren.

Vielleicht gibt es in Zukunft auch für jedes Auto einen Tachometer, der exakt misst. Zehn Prozent Abweichung ist auch heute noch anzutreffen. Und da erstaunt es eigentlich wenig, wenn Lastwagenfahrer genervt sind. Ein moderner LKW ist normalerweise mit Technik vom Feinsten ausgerüstet und das haben im PW-Sektor nur Fahrzeuge im gehobenen Sektor. Manches von den Lastkraftwagen wird in die PWs adaptiert – aber dies dauert seine Zeit.

Wieso fährt man in der Schweiz nicht allgemein mit 100 Stundenkilometer auf der Autobahn?

– Personenwagen
– Lastwagen
Busse (vergleichen sie den technischen Standard mit ihrem Wagen)
– durch Tunnel
– über Baustellen (zumindest im Normalfall)
– in Ballungszentren

Geht nicht? Es ist nur eine Gewöhnungssache – in den USA fahren sie mit 104 Kilometer (Masseinheiten) pro Stunde (65 Meilen auf Freeways). Und den Dieselfilter zur Vorschrift erklären. Steueranreize sind Kosten, welche die Allgemeinheit zu tragen hat und nicht der Verursacher. Und vermutlich wären auch einige Erlasse für den Durchgangsverkehr angebracht. Süden und Westen sind heute nicht mehr die grossen Probleme. Der Osten sollte sich am Norden ein Vorbild nehmen. Vergleichen sie bei der nächsten Fahrt einmal einen russischen und einen niederländischen LKW – da sind meistens Welten und Rauchwolken dazwischen.

Welten sind auch beim Zahlenmaterial das in den Medien preisgegeben wurde. Da gibt es vom Dieselfilter, der 20 Prozent der Schadstoffe beseitigt so alles bis zum 99-%-igen Wunderding. Es ist immer so, wenn etwas Ökologisches auf das Tapet kommt, wird in alle Richtungen übertrieben. Und übrigens, Feinstaub gibt es schon lange. Nur gab es klimatisch noch nie ein so krasses Jahr, dass jetzt viele Menschen darunter gelitten haben. Oder noch leiden. Ich vertrage Feinstaub und Ozon nicht gut und deshalb habe ich mich diesen Winter weniger draussen aufgehalten als sonst. Das gibt Bewegungsmangel und könnte zu Rückenschmerzen führen!

Nebel

… über den Wolken (Nebel) wir die Freiheit wohl feinstaubfrei sein – aber nicht eisfrei (und das führte zu Rückenschmerzen)!

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