Piezo – klein und fein


Meldung am Rande:«Drei Forscher erhielten den Deutschen Zukunftspreis – für eine Einspritztechnik, die die Motoren sauberer und sparsamer macht.»

Die Mittelbayrische ist ausführlicher. Dies ist vermutlich nicht nur ein Heimvorteil, sondern man befasst sich in Deutschland mehr mit Autos als in der Schweiz. Wir sind keine Autobauernation – aber es hat einige interessante Zulieferer der Automobilbranche – auch etliche börsenkotierte. Nicht ganz so viele wie Personenwagen pro Jahr produziert werden.

Wie viele es sind? Versuchen sie mal, meinen Überlegungen zu folgen. Vor gut 15 Jahren stand ich als kaufännischer Leiter (CFO würde das heute heissen) bei einem Zulieferer vor einem Rundschalttisch. Alle drei Sekunden wurde im Testlauf eine kleine Baugruppe montiert und geschweisst – zwei Maschinen haben wir gebaut und jedes Auto enthält exakt zwei solche Bauteile. Die produzierten nicht für die Halde, sondern für die verschiedensten Automarken. In Europa gab es damals drei Maschinen.

Die Piezo-Zündung ist klein, bringt aber eine Verbrauchs- und Schadstoffreduktion von bis zu 20 Prozent. Renault, VW-Phaeton, DaimlerChrysler und viele andere bieten bereits die Piezo-Zündung an. Aber erst ein Bruchteil von der Weltproduktion von rund 57 Millionen Fahrzeugen jährlich, wird damit ausgestattet.

Ganz so neu, wie das einige Zeitungsartikel Glauben machen wollten, ist diese Technologie nun auch wieder nicht. Vor über zwei Jahren wurde bereits die 3. Generation vorgestellt und immer noch ist man daran, negative Punkte zu eliminieren. Der Verbrauch ist noch immer nicht das Mass aller Dinge – die Laufruhe ist manchmal eben so wichtig. Dies wird auch der Grund sein, wieso eher 3- und 4-Zylinder-Wagen damit ausgerüstet werden. Die meist billiger sind und deren Kundschaft eher auf den Verbrauch achtet. Zudem ist der Endpreis etwas billiger, weil pro Zylinder (noch) eine Zündung gebraucht wird.

Piezo

Foto: Siemens VDO – klein und fein, aber in der Automobilgeschichte noch nicht erwähnt:

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