Caritative Hilfe ist zugleich Werbung


Philips ist jedem Kind ein Begriff. Früher fast noch mehr als heute – zumindest, was die Produkte anbelangt. Heute umso mehr bei Kindern, die mithelfen Geld zu sammeln oder diejenigen, die es erhalten.

Der Philips Caritas Schülerfonds wird von Philips mit CHF 100 000 unterstützt. Dies ist eigentlich die beste und wenn es richtig gemacht wird, sogar die billigste Werbung. Kinder sind sehr aufnahmefähig, was Werbung anbelangt und wenn diese mit einer Aktion zusammenhängt, womit Kinder aus armen Familien unterstützt werden, bleibt diese Art Werbung positiv hängen.

Philips weiss wohl, dass heute praktisch alle Kinder den englischen Zugang auf die Schweizer Homepage begreifen, aber auch, dass es viele Familien gibt, die ihren Kindern zuhause keinen Internetzugang, geschweige denn jeden Monat eine neue Musik-CD kaufen können. Es fehlt das Geld dazu. Tue Gutes und sprich davon – Philips Österreich macht es. Philips Schweiz erwähnt nur die Fussballweltmeisterschaft 2006. Philips ist offizieller FIFA Partner. Aber die Werbung mit der Caritas zusammen wird langfristig pro eingesetzten Franken vermutlich mehr bringen – das ist echte Imagewerbung und nicht nur Bandenwerbung. Kurzfristig dürfte sich diese Werbung für Flachbildschirme aber gut auswirken.

Armut in der Schweiz ist ein Thema und oft leidet die Weiterbildung darunter. Wenn Philips hier hilft, verdienen diese Kinder später einmal mehr, können mehr konsumieren, erinnern sich an Philips und kaufen vielleicht Philips-Produkte – bevorzugen Philips-Musik-CD’s.

So hat jeder seine Erinnerungen an eine Firma. Auch ich. Erster elektrischer Rasierapparat, Musik, Gemeindesoftware, Küchengeräte und vielleicht sogar Lady-Shaver! Aber diese von einer ganz andern Seite – von der betriebswirtschaftlichen, zumindest rund um die Maschine, die 3 verschiedene Lady-Shaver vor Jahren automatisch montiert hat. Geliefert von der Afag, die heute zu Feintool gehört.

Und Kinder und Jugendliche soll man immer fragen, ob Unternehmen an der Börse kaufenswert sind – oder eben nicht. Fragen sie mal ihre Kinder über Philips.

Werbung auf diese Art ist nahezu perfekt, denn es wird für kein Produkt geworben oder zum Kauf dazu verführt. Aber Philips sind nicht die einzigen, die für einen guten Zweck im Zusammenhang mit Kindern spenden, Inserate schalten und damit zum Beispiel «Fritz und Fränzi» finanziell unterstützen. Ob die Seite 28 in der aktuellen Ausgabe gesponsert wurde (Collage mit unübersehbarem Ausschnitt der FuW)? Das ist Werbung! Und Ellen Ringier ist sicher dankbar, wenn auf der Gönnerseite noch einige zusätzliche namhafte Firmen aufgeführt wären.

Die Marti + Partner ist dafür noch zu klein. Aber falls sie es wirklich noch nicht bemerkt haben sollten, dieser Blog wird auch zu Werbezwecken geführt. Wir brauchen auch Kunden – und wir bieten den Kunden auch einiges an. Philips habe ich heute speziell angeschaut und sage das Resultat meinen Kunden. Kaufen – Verkaufen – Halten? Oder sein lassen! Das sind die vier Möglichkeiten – rufen sie an oder machen sie ein E-Mail.

Übrigens, die vier an der Bahnhofstrasse haben das ganz toll gemacht – die können auch Werbung betreiben.

weiterer Beitrag über Armut in der Schweiz
und Sponsoring bei Kunst, im Showgeschäft oder bei Sport.

Ein Gedanke zu „Caritative Hilfe ist zugleich Werbung“

Schreiben Sie einen Kommentar

Ihre E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind markiert *