Europa leicht angebrannt – Beobachtungen am Himmel


Und wem es nicht so schlecht geht, der hat eben Canal+ oder eine Satellitenschüssel auf dem Dach. Damit ist man an Europa angehängt, Amerika liegt auch noch so zusammengerafft drin – nur die Schweiz steht abseits. Aber ich kann ganz gut auf die SRG verzichten – liebe ehemalige APF-Kollegen, sorry, ich fühl mich (manchmal) wie ein Europäer. Und da bekommt man dann mehrere Meinung über Schröder und Schina – oder Chröder und China – mit. Die lösen keine Begeisterungstürme aus.

Und eben fliegen zwei Kampfjets vorbei, die vermutlich Schröder den Chinesen (oder schreibt man in der neuen deutschen Rechtschreibung jetzt «Kinesen») verkaufen will. Militärische Flugstrassen verraten auch einiges über die Weltlage. In der Nacht bleibt es ruhig, anders, als der Irakkrieg begann. Da fanden sehr viele Transportflüge statt.

Einige Minuten später kann man die Seeadler beobachten – herrlich wie sie mit dem Wind ziehen. Normalerweise fliegen sie gegen den Wind in ihr Nachquartier irgendwo in den Cevennen. Es wird einen Wetterwechsel geben. Und die Adler ziehen, wie viele Schweizer allmorgendlich 100 km weit und zwischen 4 und 5 zurück. Es sind eben französische Adler, Schweizer Adler kämen nach 18.00. Trotz kürzerer Arbeitszeit ist der Wille, eine Stelle anzunehmen, die eine Stunde entfernt ist, gering. Und es soll sie auch nicht erstaunen, wenn sie an der Kasse eines Supermarktes von einer Hochschulabsolventin bedient werden. Die Situation hier ist nicht rosig. Übrigens, der Adler hat die 7-Tage-Woche und wird nicht mit 52 pensioniert.

Die Bevölkerung diskutiert gerne und sie bewundern uns, dass wir Schweizer nicht in der EU sind. Und vor allem hätten wir besseres Wetter, hier unten sei es viel zu trocken. Extrem zu trocken.

Und dann zwei gelbe Flugzeuge – langsam fliegend, tief brummend. Die machen nur einen Beobachtungsflug heisst es rundum. Meiner Ansicht nach machen Löschflugzeuge nie Beobachtungsflüge. Und der Klang der Martinshörner nimmt ständig zu – 30, 40 mal. Oh, das seien Verkehrsunfälle! Schnell im Beobachten und Analysieren ist man hier im Süden nicht. Beim dritten Überflug der Flugzeuge, nun zu viert, gibt man mir Recht – es brennt. Ich habe schon Waldbrände auf drei Kontinenten erlebt – meist im Spätsommer. Aber auch schon welche Anfangs März in Frankreich. Aber hier unten ist man überzeugt, dass es noch nie so früh einen Waldbrand gegeben hat.

Es ist kein extrem grosser Waldbrand, aber auch kein kleiner, an der Anzahl Flüge über mehrere Stunden, zu schätzen. Es ist wie in Europa … es scheint zu brennen, anzubrennen, vieles ist leicht verbrannt.

Wir Anleger haben es besser, wir können auf der ganzen Welt investieren. Wir können auch nur Schweizer Werte nehmen, die sind zum Teil auch weltweit investiert. Oder wie Schröder, man will überall hin liefern und vergisst die einmal gefassten guten Vorsätze. Nestlé ist auch ein so Grosser, der überallhin liefert und sich durchsetzt – bei Lidl echt als Nestlé deklariert, im Gegensatz zu den nicht multinationalen anderen Schweizer Zuliefern.

Das schlimmste was den alten Franzosen, dem Volk der Gallier , passieren konnte, war, dass ihnen der Himmel auf den Kopf fallen könnte. Er fiel nie! Und heute regnet es nach mehreren Wochen wieder zum ersten mal. Auf die Adler ist eben doch Verlass, die analysieren von wo und wie stark der Wind weht. Angebranntem gehen sie aus dem Weg.


Richtiges Verhalten

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