Citron – end of pipe


Citron ist ein Schweizer Top Unternehmen der Zukunft (orell füssli ISBN 3-280-05051-0). Sie hat durch beträchtlichen Forschungsaufwand einen neuen Prozess zur Schliessung der Stoffkreisläufe mit schwer-metallhaltigen Abfällen entwickelt
und grosstechnisch realisiert. Der Oxyreducer™-Prozess oxidiert rückstandsfrei toxische, organische Verbindungen, reduziert gleichzeitig Metalle und trennt die toxischen Schwermetalle selektiv ab.

Wer es noch genauer mag, schaut sich das Prozessdiagramm an oder druckt sich die Broschüre aus. Wem das jetzt wirklich technisch „zu hoch“ ist, dem sollte eigentlich genügen, dass Citron in Le Havre metallhaltige Abfälle mit 1200 Grad C verbrennt. Am Schluss haben sie z.B. aus Altbatterien, Galvanikschlamm oder metallhaltigem Staub frische Luft, sauberes Wasser, gewonnene und gleich verbrauchte Energie und wiederverkaufbare Rohstoffe.

Eine faszinierende Technik, für einige vielleicht ein Buch mit sieben Siegeln und vermutlich noch jahrzehntelang gefragt. Abfallverwertung ist eine «End of Pipe-Lösung», die am Schluss des Produkt- oder Produktionszyklus umweltschonend retten und entsorgen muss. Weltweit wird die Arbeit noch lange nicht ausgehen auch wenn dies im Grunde genommen vom Umweltschutz her sinnvoll wäre. Zu Risiken und Nebenwirkungen und weiteren interessanten Details hat die FAZ letztes Jahr geschrieben.

Und wenn sie noch einige Stunden Zeit und Lust zum Lesen haben, weitere Publikationen über Citron.

3 Gedanken zu „Citron – end of pipe“

  1. Ich finde das großartig ist, dass sie Metalle zu recyceln. In der heutigen Zeit müssen wir alles, was wir können wiederverwertet werden können. Deshalb habe ich Firmen wie zonzoo, dass Handys recyceln Liebe.

  2. Das Recycling-Geschäft, das Abfallgeschäft ist echt ein Drecksgeschäft. Die Personen, die in Wimmmis den japanischen Mitsubishi-Brenner zum laufen brachten, wurden „von Amtes wegen“ auch nicht unterstützt. Ihr wesentlich leistungsfähiger Brenner wurde dann in Le Havre auch wie eine Zitrone von der Konkurrenz ausgedrückt. „Citron“, zuvor Cherry hiess die Schweizer Firma, die vor sechs Jahren zu Grabe getragen wurde. Es wäre Zeit, die Chancen dieser Branche in der Schweiz wahrzunehmen. Unsauber entsorgtes Quecksilber wird in Zukunft auf der Welt noch oft gefunden und wieso nicht in der Schweiz sauber recyceln und Japan kann es garantiert nicht, wie der neueste Umweltschutzskandal bei Fukushima zeigt. Die Bombe dort tickt seit wenigen Tagen und praktisch keiner informiert. Drecksgeschäft!

    Geschrieben bei: http://www.bernerzeitung.ch/region/oberland/politische-hilfe-fuer-gefaehrdeten-recycler/story/26680304

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