Design Preis Schweiz


Morgen werden die Preisträger nominiert. Werden darunter börsengängige Produkte sein?
Was hat Design mit Börse zu tun? Sehr viel, den ein Produkt, das es in die Endrunde der nominierten Projekte beim Design Preis Schweiz schafft, gefällt und hat Eigenschaften, die beim Kauf eines Produktes entscheidend sind.

Design ist nicht nur das formschöne Aussehen eines Gegenstandes. So werden etwa folgende Kriterien bei einem Design-Produkt gefordert:

– formschönes Aussehen
– funktioneller Zweck
– sichere Handhabung
– Benutzerfreundlichkeit
– verwendete Rohmaterialien
– kostengünstige industrielle Fertigung
– umweltschonende Entsorgung

Diese Aufzählung ist nicht rein zufällig. Sie stammt aus «Freiwillige Vereinbarungen – Chancen und Gefahren eines neuen umweltpolitischen Instruments am Beispiel der «Design Szene Oberaargau»» und vorgelegt haben diese Idee Urs Glanzmann, Peter Häfeli und ich 1996 als Semesterarbeit beim Nachdiplomstudium «Wirtschaft- und Umweltmanagement». Einer oder «der» aus der Szene lachte damals über uns, hat aber unsere Idee viele Jahre später als seine eigene verkauft. Dabei waren schon damals praktisch alle Oberaargauer Firmen, die im Design Center mitgemacht haben, ökologisch orientiert oder zumindest sensibilisiert. Das Unternehmen mit dem ausgeprägtesten Ökologie-Verständnis, und dies seit 124 Jahren, ist die Teppichfabrik Ruckstuhl AG. Auch dieses Jahr wieder mit nominierten Teppichen dabei. Ja vielleicht lässt sich sogar unser Wohnzimmer-Teppich mit einem neuen Gestaltungsdetail nachrüsten – Filzteppich mit Scharnier oder Reisverschluss!

Danke an Herrn Ruckstuhl für die damalige Hilfe bei unserer Arbeit und danke auch für die Vorabführung durch die nominierten Produkte, von welchen ich einige herauspicke:

Zeiss Ferngläser – börsenkotiert sind nur Spin-Offs der Stiftung von Carl Zeiss – bei meinem Feldstecher läuft in ca. 5 Jahren die Garantie ab (30 Jahre) – die Design-Kriterien sind eingehalten, aber umweltschonend muss er vermutlich noch lange nicht entsorgt werden

GeorgFischer+GF+ – für mich ein Favorit für einen der Preise

Phonak – «dank» der Swiss Army gehöre ich «leider» auch zu ihrem Kundenkreis – aber den grössten Anteil muss ich trotz Militärversicherung selbst berappen, wenn ich in einer gewissen Qualität hören will. Das Sturmgewehr 90 hätte niemals einen Preis erhalten – der Dezibel wegen und der Hörschutz nicht, weil der total ungenügend war. Einige hundert Unfälle während mehrerer Jahre, bis endlich besseres Material eingesetzt wurde – das ist auch eine eigene Art von Ethik. Aber so was wird nicht gerne publik gemacht.

– und die schönste Nespresso-Maschine, die ich je gesehen habe – aber für wilden Kaffee nicht geeignet und deshalb steige ich nicht um

Und zum Schluss noch die 3-Dimensionale-Maus – meiner Meinung nach eher als Idee, denn für eine Serienproduktion gedacht – auf diesem Gebiet sind billigere Lösungen denkbar, die vermutlich das «Rennen» auf dem Markt machen werden. Wer hier Näheres erfahren möchte, muss sich mit mir treffen. Am Telefon können wir über anderes diskutieren oder einen Termin abmachen.

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