Recht langweilige Woche – oder Cyberkrieg um Cryptologie

Zumindest für mich – für die Schweiz nicht echt.

Sonntag, ich soll helfen Gespeichertes zu finden. Leichter gesagt als getan. Ein Schlag, one drive – mein Sohn kriegt die Krätze am Nachmittag, ich werfe das Handtuch. Eine halbe Stunde und es läuft. Wieso, weiss keiner. Ich habe vor knapp fünfzig Jahren angefangen, mich mit EDV – eh du Vröhliche – herumzuschlagen. Jetzt habe ich zu wenig Drive. Für das Wort gibt es etwa 1000 Übersetzung, so wie unser Ding. So lange schon und ich musste einige Müsterchen erzählen, denn die Hälfte der Anwesenden verdient vorwiegend ihr Geld in oder mit der Cyberwelt – ohne Kryptologie.

Das tollste Erlebnis schreibe ich des Resultats halber in Anführungszeichen, signum citationis wie das Ding anscheinendend auch heisst, die Amerikaner, perfekt wie sie immer sind, haben etwa 15 Bezeichnungen, darunter das single und das double … und wir noch das Schlusszeichen. Alles klar? Dann ab zu Hero Lenzburg.

Die Solothurner Kleiderfabrik spielt die grösste Personalverwaltungs-Software noch einmal auf Band. Am Aargau wird es auf den gleichen Maschinentyp geladen. Hatte etwas mehr „Käfer“. Nichts läuft. Schicke die Personalmenschen in ihre Büros zurück. 5 Minuten später kommt Huber. „Keine Ahnung mehr, von was die zwei sprechen. Er war doch immerhin der Präsident des Schweiz. EDV-Verbandes (o.ä.) Knappe halbe Stunde später Schärer, der Betriebssystemchef und eine gute Stunde habe ich bei IBM Unterstützung für meinen Kollegen mit damals sagenhafte CHF 395.-/h gefunden – 1982. Englisch haben sie diskutiert, damit man vom Gleichen spricht. Das war ein Fehler. Es hat nichts gekostet, er musste passen. Einige Stunden hat mein Kollege mit meiner Unterstützung als Handbuch-Raussucher aus 6 Paletten rausgefunden, dass IBM weltweit zwei verschiedene Betriebs-Systeme für CICS hatte. Eingabe, Verarbeitung, Ausgabe einmal: ‚ „  ‚ und einmal ‚ ‚ ‚. IBM hatte daraufhin innert zwei Wochen weltweit alle informiert – Hut ab. Seither verzichte ich lieber auf Handbücher. Jemanden suchen der helfen kann.

Sabine war vermutlich auch am sonntäglichen Problem schuld. Am Montag scheint in Zürich die Welt digital wieder in Ordnung zu sein. Zürich West hat Probleme. Man verlässt sich besser nicht nur auf die automatische Speicherunterstützung. Dann Dienstag. Fängt gut an, dann kurz nach Vier diagnostiziere ich eine anschleichende Lungenentzündung. Schüttelfrost, leichtes Fieber und „Chräschle“ auf der Lunge. Muss nicht immer so sein, aber Handeln ist keine schlechte Einstellung. Festnetz ging, Handy und der Alarmdienst in der Schweiz war in grossen Teilen im Mittelland nicht mehr erreichbar. Erwische meinen Driver gerade noch in Zürich und machen Treffpunkt ab. Die Revanche für den Kompi, der jetzt wieder den richtigen einen Drive hat. Meine Diagnose war exakt – und schon um Mitternacht zuhause. Rekord. Hab wegen eines „Konstruktionsfehlers“ halt mehr Gelegenheit zum Üben. Ausruhen schlafen, Antibiotika gegen die Bakterien nehmen und zweimal wieder ins Spital zur Kontrolle. Gut gegangen. Keiner spricht heute in den Medien von Lungenentzündungen, aber es sterben in Deutschland allein rund 20 000 Menschen pro Jahr daran. Derweil schlägt man sich damit herum, ob der Coronavirus nach 2019-nCoV nun CoVi-d19 oder Sars-CoV-2 heissen soll. Bis jetzt hat man weltweit über 1000 Tote.

Keine Ahnung, ob durch ein kleines Gerät, wovon ich eines mal in Guatemala bei Soldaten an einem Flughafengesehen habe, weltweit mehr Tote vermieden oder gefordert wurden. Meine Neugier im nicht ganz konfliktfreien Gebiet von Guatemala/Belize und zusätzlich damals neu Mexiko, wurde nicht etwa bestraft, denn wir sprachen hauptsächlich über Lastwagen – etwa gleich alt, wie auf dem ich die Prüfung ablegte oder der durch meterhohen Schnee fuhr. Chiffrieren hat mich nie interessiert, Treibstoff schon. Der Beitrag im letzten Link ist von mir aus gesehen mein erfolgreichster. Der ist irgendwo ganz oben auch in einem Departement mit zwei andern Eingaben abgelegt … oder weggeworfen. Treibstoff aus Ölsaaten ist in der Schweiz bis heute zum Glück kein grosses Thema – vielleicht mal mit der CWS-Technologie. Suchen sie nicht zulange, es hat nichts mit Handtüchern oder Software zu tun – Cold Water Separation.

Zurück zum Chiffriergerät, das ähnlich aussah – weder Rechenmaschine, noch Prägeapparat, noch Telefon ohne Hörer. Die Crypto-Affäre haben noch nicht alle mitbekommen. Die Schweiz scheint die grössere Lungenentzündung zu haben. Rennrad fahre ich im Winter sowieso nie (im Beitrag unten erwähnt). Wiki weiss nicht so viel über die 2018 aufgelöste Crypto AG – wenn erstaunt es, die Amerikaner wissen mehr. Ob heute jeder noch stolz ist, dass er ein Schweizer ist – mit einer solchen Demokratie? Spätestens 1994 hätten einigen die Ohren läuten müssen, was in diesem Spionageskandal laufen könnte.

Zurzeit ist das für mich nicht wirklich beurteilbar. Ich weiss nur, was die Medien anno dazumal über die sogenannte Geheimarmee P-26 erzählt haben. Am Anfang wurde total falsch informiert. Und alle haben nachgeschrieben. Ein Schweizerischer Medienskandal sondergleichen.

Am Abend sagt mir noch jemand, dass das Gerücht herumgehe, dass in Wuhan, anscheinend vollständig mit 5G versorgt, deshalb das Coronavirus ausgebrochen sein. Fakten dagen. Und der hier – macht schon die Verwechslung 5G und G5 – solche Fehler sind sonst mir vorbehalten. Natürlich, die Amerikaner wissen mehr – G5 und 5G. Alles unklar. Gut so. Ob wir über alles je die Wahrheit erfahren, wissen wir nicht. Es werden ja öfters Daten entsorgt …  Apartheit, P-26, Crypto … vor allem im VBS . Wieso es nicht EDV-BS heisst, können sie selbst erraten oder die obersten Zeilen im Beitrag noch einmal lesen.

Man schlägt sich lieber mit Krypto-Währungen auseinander – 2411 gibt es zur Zeit, wobei bei einigen das Graben nicht mehr möglich ist und andere sind noch gar nicht auf der Liste zu finden oder untergegangen?

Ah ja, fast hätte ich vergessen zu erwähnen, dass sich heute Abend jemand aus dem Land des BND praktisch nicht bei einem 5er-Skype einloggen konnte. Fehlbedienung? Vermutlich, aber vielleicht ist dieser auch wie ich seit fast 15 Jahren Dauergast beim CIA – die lesen chronisch das Finanzblog mit. Am 16.3.2020 genau 15 Jahre … sucht mich dann aber in der Südtürkei.

In der Spionageaffäre interessiert, ob die Schweiz profitiert hat? Finanziell, glaube ich eher weniger. An Informationen gelangte? Vielleicht, aber wozu, wir wären ja grundsätzlich neutral. Ich nehme Gedankenlosigkeit oder eine stärkere Form an.

Neutralität und Spionage passen nicht zusammen. Wie die Welt ohne diese Spionageaffäre heute aussehen würde, werden wir nie erfahren können. Die Geschichte können wir nicht rückwärtslaufen lassen.

Sabine Sabine Sabine

Sabine, Ciara oder Elsa, die Stürmische. Schön, jetzt läuft einiges schon wieder, aber die Wolken sind in diesem Orkan immer noch im schnellen Anflug.

Andere sind langsamer oder gar ausgefallen. Diejenigen, die über den Atlantik nach Europa fliegen, freuen sich. Neuer Rekord. 5555 km unter 5 Stunden. Normalerweise hat man eine Stunde länger. Einer kam in London 103 Minuten zu früh an. Ob denen das Temperament von Sabine gefallen hat.

Sabine Sabine – können sie sich merken, wenn sie in Südfrankreich mal eine längere Busverbindung suchen. Das Sturmtief Burglind, Eleanor oder in Südfrankreich Eleonore am 3.Januar vor zwei Jahren war etwas schneller. Und für zwei Personen garantiert lebenslänglich unvergesslich.

Wechseln wir zur Musik. Da gab es einen Witz. Die Band Trio mit ihrem bekanntesten Stück „Da Da Da“ ist gestorben. Wissen sie, wo sie beerdigt sind? Nein. Eben, da da da. Entschuldigen sie, zwei sind heute nicht mehr unter uns. Und wie heisst meiner Ansicht nach ihr schönstes Stück?

Sabine Sabine Sabine …

… und sollte es jemanden erstaunen, dass ich „meine“ Sabine nach rund zehn Jahren wieder mal getroffen habe.

Angklung findet Anklang

1. August vor zehn Jahren: Wir feiern das internationale Jahr der Biodiversität mit dem japanischen Panflötenbaum. Schauen wir nun, was die „Konkurrenz“ zustande bringt.

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Für das Anklung verwendet man keine Platane. Shure, in Suhr musste bei fast Vollmond diese hier digital hinhalten. Die Lichtverhältnisse waren draussen, geschweige denn drinnen ideal. Wer ab und zu noch die Noten lesen musste, weiss wovon ich schreibe. Dafür war Stimmung super. Eröffnet wurde das Konzert mit der indonesischen Nationalhymne.

Damit sie wissen, wie ein Angklung-Orchester tönt. Erstaunlich mag für einige auch sein, dass sie „keinen“ Dirigent sondern einen Diriwächter (s. Mitglieder) haben.

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Wenn sie denken, er mag nicht so grosse Instrumente rumschleppen und begnügt sich mit einer ganz handlichen Mundharmonika …

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… dann könnten sie sich täuschen. Quer steht das Alphorn nicht, obschon sie weltweit das einzige Angklung-Orchester sind, die dieses Instrument integrieren. Sie wissen ja schon längst, wieso man nicht Alforn schreibt. Erstaunt war keiner, als plötzlich gejodelt wurde. Begeistert waren die Leute. Das muss man erlebt haben.

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Hier das sensationelle Chörli mit dem Vorjodler. Beachten sie aber die Handstellung der einen Sängerin – kommt mir irgendwie bekannt vor. Übrigens, um 16.00 wird auf www.res-peter.ch das Resultat angegeben.

Ein Angklung zu bauen scheint einfacher zu sein, als das Wort zu schreiben. Hier die Bastelanleitung (Instrument 47).

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Ein einziges Angklung ist eher zum Üben, damit die Zuschauer einmal erfahren, wie es zu bedienen ist.

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Die Tonleiter von Do bis Do – 8 Töne. Fa, war etwas fad. Nun bauen sie aber einige Hundert dieser Bambusinstrumente zu einem Orchester zusammen … wetten, dass es ihnen nicht auf Anhieb gelingt, dass es harmonisch tönt. 40 Jahre feiert heute das Angklung Orchester Pada Suka mit Instrumenten aus Bandung. Da staunt man.

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Der indonesische Botschafter – Stammgast – lässt es sich nicht nehmen, dafür zu gratulieren, dass jemand seit Gründung des Vereins mitspielt. Kennen sie diese Landesflagge! Eine Kombination von Indonesien und der Schweiz … das letzte Stück … sie erraten es, ist die Schweizer Nationalhymne.

Also los, ab ans Basteln. Wenn sie zu wenig Bambus haben, dann schauen sie doch mal bei mir vorbei. Und wenn sie nun denken, dass jeder Idiot so ein Angklung bauen und spielen kann, dann sollten sie sich mal erkunden, was ein Idiophon wirklich ist. Seit  2010 ist das Angklung UNESCO-Weltkulturerbe. Es war ein toller Abend – danke vielmals.

Huch – diese Verkäufer-Sätze sind köstlich … aber wahr

„Bank-Berater“, das war so die grösste Beleidigung, wenn jemand mich damit betitelte. Ich war nie Verkäufer … höchstens einige unter mir, die blieben und die Nachfolger, als sie nicht mehr selber entscheiden durften, was sie den Kunden verkaufen wollten – das war im letzte Jahrtausend.

Bei einer andern Grossbank fing dies schon viel früher an. Wenn diese nicht am Bahnhofplatz in Bern gewesen wäre, sondern vielleicht in Genf, würde sie noch gleich heissen, wie heute. Wir waren noch im Studium, als ich von einer Mitkommilitonin eingeladen wurde, beim Bankberater vorbeizuschauen. Eigentlich war ich nach einem guten halben Jahr Amerikaaufenthalt und einigen Jahren Ferien- und Hilfsjobs, so etwas wie eine arme Kirchenmaus. Ich konnte mich aber mit der Wertpapierlehre von damals Dr. Max Boemle besser herumschlagen. Für mich war es echt keine Wertpapierleere. In der ersten Vorlesung habe ich zwar lernen müssen, dass die Briefmarke, das Postwertzeichen, kein Wertpapier sei. Einer wusste mehr. Der war zuvor Bankstift … Weltenbummler … begeisterter Skifahrer und arbeitete manchmal auf der Alp in der Nähe des Eigers. Bank, das ist kein ganz einfach abzubildender Gegenstand:

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Eine gewisse Wertpapiererfahrung hatte ich schon und früher hatte ich auch zig-Millionen Wertpapiere „betreut“. Soweit ich mich erinnern mag, hatte es keine Aktien darunter. Meist gab es mehr Gewinn und Chevallaz wollte mal wissen wieviel das pro Person sei – 15 Rappen pro Sekunde.

Nun aber zur Bank zurück, der heutigen „Stecker-Bank“. Der Vize-Direktor zieht eine Karte aus der linken Brusttasche und sagt: „Heute empfehle ich ihnen … .“ Ich hab dann was von einem Restaurant erzählt.

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Deshalb macht mir der Artikel von Urs P. Gasche: „«Bankverkäufer» wie «Migrosverkäufer» beim Namen nennen!“ besonderen Spass. Und einige Sätze möchte ich auch wiedergeben. Vor acht Jahren habe ich diese nicht gesehen … kann ja nicht alles lesen. Diese Sätze sind von René Zeyer – nicht zu verwechseln mit meinem auf der Grossbank tätigen fachtechnischen Vorgesetzten Zeier, der die „Verkäufer-Gilde“ unter sich hatte.

Hier die Übersetzungshilfe für Verkaufsgespräche bei Banken:

«Ich habe hier eine persönliche Empfehlung speziell für Sie.»
Ich muss dieses Produkt allen meinen Kunden verkaufen.

«Ich sehe hier grosses Potenzial.»
Ich sehe überhaupt nichts, aber unsere Analysten behaupten das.

«Die Börse ist ja etwas volatil.»
Ich habe keine Ahnung, wo die Reise hingeht.

«Blue Chips sind immer ein sicherer Wert.»
Ich muss auch an die Courtage denken.

«Wir haben den Markt geschlagen.»
Die Rendite ist jämmerlich, aber wenigstens knapp über dem Durchschnitt.

«Wir sollten Ihre Anlage optimieren.»
Ich muss durch Umschichten auf die mir vorgegeben Gebühren kommen.

«Buchverluste fallen ja erst an, wenn sie realisiert werden.»
Ihr Depot ist in tiefroten Zahlen.

«Wir sind so für die Zukunft gut aufgestellt.»
Reden wir nicht von vergangenen Verlusten.

«Ich berate nur, die Entscheidung müssen Sie treffen.»
Ich lehne jede Verantwortung oder Haftung ab.

«Aus heutiger Sicht mag das so sein, aber damals war die Entscheidung richtig.»
Ich habe völlig danebengehauen.

«Wir sollten in die Zukunft schauen.»
Die Verluste waren grauenhaft.

«Die Bruttorendite kann sich sehen lassen.»
Ihre Nettorendite liegt bei null, aber wenigstens habe ich Gebühren verdient.

«Ich lasse da gerne alle nötigen Unterlagen zusammenstellen.»
Mein Assistent steckt ein paar Broschüren in einen Briefumschlag.

«Haben Sie schon einmal an eine aktive Bewirtschaftung Ihres Vermögens gedacht?»
Unsere Fondsmanager brauchen neues Spielgeld, damit wir ihre Gehälter zahlen können.

«Wir sollten das Ganze mal objektiv und nüchtern betrachten.»
Hören Sie endlich auf, mich anzujammern.

«Ein Wechsel zu einem anderen Vermögensverwalter ist ja mit hohen Transaktionskosten verbunden.»
Wenn Sie meinen, Sie könnten mich einfach loswerden, haben Sie sich aber schwer getäuscht.

«Sie haben mit Ihrer Unterschrift bestätigt, dass Sie die Risikoaufklärung gelesen und verstanden haben.»
Wenn Sie es so haben wollen, dann muss ich Sie halt auf das Kleingedruckte aufmerksam machen.

«Ich persönlich verurteile auch, dass es zu vereinzelten Bonus-Exzessen kam.»
Ich bedaure zutiefst, dass ich nicht selbst an die grossen Fleischtöpfe kam.

«Sie können mich jederzeit anrufen.»
Bloss nicht.

«Ich habe jetzt ein wichtiges Finanz-Update.»
Ihre Zeit ist abgelaufen.

Das Gleichgewicht auf einer Bank ist nicht immer ganz einfach zu finden:

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