Brexit – die üben nun schon länger als vier Jahre

Alpenal lassen wir hinter uns – erreichen wieder mal das United Kingdom …

King-Dom das hat weder mit einer grossen Kirche noch was mit Nordkoreanischen Präsidenten, King Kong oder so, zu tun. Vor vier Jahren war ich das letzte Mal in GB – der Brexit war damals schon ein Thema. Einmal haben wir eine ganz kleine Veranstaltung diesen Sommer über dieses Theam auf der Strasse erlebt. Ansonsten war das kein Thema für die Masse. London, die Hauptstadt, das scheint die Ausnahme zu sein.

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Möven … die ersten die uns auf der Fahrt zur Insel begrüssen.

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Kurz darauf neu angelegte Rebberge – rathfinnyestate – absolut sehenswert. Wunderschöner Kalkboden für sparkling wines.

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Hier hat es noch echte englische Autos. Alt oder schnell. Man sieht heute viele japanische, deutsche und französische Wagen. So ändern sich die Zeiten. Die Autoindustrie könnte unter dem Brexit leiden.

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Greatbritishfoodfestival … die haben vermutlich englisches Convienience Food erwischt. Grässlich, was der durchschnittliche Brite heute verdrückt. Joghurtwerbung preist den absolut feinen Mix an – ohne ganze Stücke. Gegenläufig zu den alpenalen Ländern. Je mehr Fruchtstücke, desto lieber. Die Briten sind eher auf dem Breitrip. Gutes Essen wurde auf der Insel ziemlich teuer.

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Na ja, auf dem Festival sehen viele total gut genährt aus. Mixgetränke noch und noch und auf der Konzertbühne sind gerade mal eine Handvoll Menschen zu sehen … dabei spielen die absolut gut. Man hört hier lieber mit dem Ohrstöpsel. Zufälliger hier auf das Festival gestossen … dabei kenne ich doch diese Gegend … Polo-Grössen spielen hier. Pangbourne.

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Päng. In einer Schiefermine in Welses fahren österreichische Lkw’s die Touristen herum. Uch, sorry Puch. Gar nicht gewusst, dass es heute noch solche Fahrzeuge gibt. Federung ist tatsächlich doch vorhanden – Blattfedern. Symbolbild für brexiten?

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Hat hier der Brexit gewütet? Mit der Zeit flacht alles ab!

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Die Engländer machen einen weiten Bogen um den Brexit-Stand. Hier stellt die Brexit-Party ihre MEPS vor – Member of the European Parliament … oder mittlerer Nutzdruck. Etwas mehr Druck wäre nötig gewesen, wenn sie bis zum 31. Oktober hätten aussteigen wollen, können, sollen. Vielleicht liegen ja die Zweifler richtig. Man sollte mehr zweifeln … nicht verzweifeln. Es gibt auch in der Schweiz Zweifler und ich denke, dass die richtig liegen.

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Es erstaunt nicht, wenn man einiges hier nicht versteht.

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Oh, ist der freundlich. Lässt uns doch die Butterringe noch stehen. Die einbeinige Möve ist da nicht so wählerisch. Die klaut den Schinken samt Plastik einige Tage später vom Tisch und versucht die längste Zeit, den Kunststoff auch runter zu würgen. Wir haben unsere Freude daran und gönnen unserem Jonathan Livingston Seagull das Fleisch. Die Verpackung lässt er schlussendlich liegen. Das erinnert an die Erste Allgemeine Verunsicherung – drei weisse Tauben:

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Zum Glück gibts auch schwarze Tauben oder andere Vögel.

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Und einige Vögel sind wie die Briten nicht ganz gleicher Meinung.

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Die Nippon Yüsen beim Verlassen der Insel – vermutlich transportierte die Schweizer MSC Gayane die wertvollere Fracht. Die Schweizer Hochseeflotte macht wieder mal Schlagzeilen. Ja, die Schiffsfonds, das sind schon fast 30 Jahre her, als die Spekulaten und Steuersparer davon Wind bekamen … nur, die haben keine Segel. Dafür können Container vielseitig verwendet werden.

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Festland in Sicht. Ein Leuchtturm … die Kirche von Le Havre.

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Wieder Festland unter den Füssen … nur, hier schwankt es auch langsam und immer stärker. Nun hoffen wir, dass wir nicht nach Pakistan blicken müssen und dass einige „Grosse“, dieses Land im Auge behalten.

Steck dir deine Sorgen an den Hut, das T-Shirt in die Hose

Lieder die man gerne hört. Vorgetragen vom Männerchor Schmiedrued und „Sauglatti Verwächslige“ beim Theater.

21 Blätter voller Noten und Linien haben wir gesungen. Das hat zumindest bei den Proben ab und zu mal besorgte Gesichter gegeben. Unsere Sorgen haben sich etwas gemildert, aber sie bleiben weiterhin. Zwei neue Mitglieder haben mitgesungen. Rossano, der Biobauer – leicht zu erkennen. Er trägt braune Schuhe und lacht immer und kommt ursprünglich aus der Toskana.  Den andern kennt ihr sowieso, die Schlossrueder seit 41 Jahren – der „Museumsdirektor“ Kuno.

DSC_5104Die beiden Neuen haben noch etwas Sorgen, sie verstecken sich in den hinteren Reihen. Kommen sie das nächste Mal an einen der beiden Abende, mann und frau hört sie. Sie singen gut. Oder kommen sie zum Singen an einem Donnerstagabend im Schulhaus Walde. Auf der Bühne hat es noch Platz für weitere Herren und auch für Damen.

Unsere Dirigentin Anastasija Kadiša versteckt hinter ihrem etwas anderen Kleid als üblich, auch etwas. Aber nicht aus Sorgen, aus Freude. Toi, toi, toi wünschen wir. Männer lernen vermutlich nie und verwechseln immer, was Frauen schon immer konnten. Frau lässt hängen. Mann steckt T-Shirt in die Hose. Erwin, du hast gewonnen, ich als Berner bin halt etwas langsam und dies ist die zweite Saison, wo Gucci zulässt, „steck dir dein T-Shirt in die Hose“  – die Slim-Ära neigt sich dem Ende zu. Aber eben, das betont den Bauch und den möchten einige ja verstecken.

Peter Alexander’s Lieder fanden Anklang: „Steck dir deine Sorgen an den Hut“ sowie „Und manchmal weinst du sicher ein paar Tränen“ – letzteres ist im Juni 79 für eine Woche auf Platz 2 geklettert. Ein Lied das x-mal gecovert wurde, auch von Peter Maffay: „Über sieben Brücken musst du gehn„. Ursprünglich von der DDR-Band Karat, aber eindeutig kein Hard Rock Hit mehr …

… man kann sogar Slow Rock dazu tanzen. Aber nicht auf Brücken und schon gar nicht im Gleichschritt über Brücken. Einige sind dabei schon eingestürzt.

„Rot sind die Rosen“, nun wird es volkstümlich, von Semino Rossi – ein talentierter Sänger, in Argentinien geboren, der vermutlich kein Lied nicht singen kann. Er hat als Strassensänger angefangen. Hut ab. Drei Lieder waren aus Italien. Non italiano, Südtirol genau genommen, von den  Kastelruther Spatzen.

Die singen auch über Feuervögel, aber ich vermute, dass sie in diesem Video eher einen Falken oder sonst einen aus Feuerwasser sitzen haben. Die sieben Spatzen sind sehr beliebt, andere ziehen einen Spatz vor, den oder eben die Piaf. Hat auch als Strassensängerin angefangen.

DSC_5050Keine Ahnung, ob unsere Begleitung am Klavier und Akkordeonspieler Finn Juhl und Raphalea Schillinger, Geige, auch als Strassenmusiker angefangen haben. Dem Applaus nach, dürfte ihre Karriere mit Windflower weitergehen. Spielen sie nach dem System von Joseph Schillinger? Eine vor allem schon lange in den USA bekannte mathematische Art, Musik zu komponieren. Als Grundlage kann auch ein Börsenbericht dienen. Hier die Gratisfreeware Stratasynch – läuft vermutlich nicht nur auf xp.

DSC_5179Finn Juhl! Ist ihnen der Name nicht irgendwie bekannt vorgekommen? Vermutlich war ich zu lange in der Design Stadt unterwegs. Sind die beiden nächstes Jahr wieder dabei? Ich würde mich freuen.

DSC_5135                                          Ruedi Tanner ist schon seit 40 Jahren singend im Ruedertal dabei – herzliche Gratulation. Hoffentlich bringt das Geschenk nicht …

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DSC_5071… Bauchweh und Kopfweh, da Willy zumindest im Theater   von zwei Italienern auf den Kopf geschlagen wurde. Von Barbera und Chianti. Sauglatti Verwächslige, brachte alle zum Lachen …

DSC_5170… vermutlich auch mal auf den Stockzähnen um sich beim Theatern oder Soufflieren nichts anmerken zu lassen. Am Samstag spielte noch die Schwyzerörgeli-Formation Chrüz & Quer zum Tanz auf.