Traktoren und Anastasijas Brrrrr, Pfffff


Im Leben dreht sich alles um Finanzen. Mit dem 15. Ruedertaler Traktoren-Geschicklichkeitsfahren stellt der Männerchor den Sponsoren eine attraktive Werbeplattform zur Verfügung – herzlichen Dank für die Unterstützung – ermöglicht den Teilnehmern und Besuchern unvergessliche Unterhaltung und sich Geld zu beschaffen um unsere Chefin zu entlöhnen.

Ohne Fronarbeit geht dies nicht. Allen voran Chriggu Dätwyler, der diesen Anlass „dirigiert“ …

Dättwyler Christaina und Weingartner AZ

.. und hier Peter Weingartner von der AZ über Details für seinen Bericht und all die veröffentlichten Fotos informiert. Danke den kantonalen und regionalen Medien für die tolle Berichterstattung. Es drehen hier nicht Millionen. Aber eine halbe dürften die acht von den Sponsoren zur Verfügung gestellten Traktoren schon wert sein. Wenn die Zahl nicht stimmt, übernehme ich die Verantwortung – ich hab sie geschätzt. Vielleicht machen wir das nächste Mal gar ein Schätzspiel. Eine stolze Summe für landwirtschaftliche Fahrzeuge. Gleichviel wie jedes der 44 ausgemusterten Schweizer Occasion-Tiger die begeisterte amerikanische Navy kostete. 100 Jahre Schweizer Luftwaffe – der Werbebus stand keine 100 Meter neben unserem Festgelände.

schraubenneue Traktoren

Ab 14 Jahren darf man und Frau auf diesen brandneuen Maschinen sein Geschick zeigen oder ausprobieren – Ausweis vorausgesetzt. Hut ab vor denen, die auf der Rangliste am Schluss zu finden sind. Unter 1000 Punkten hat es jeder geschafft. Oft hört man den Spruch: „Das würd ich mir nicht zutrauen.“ Wieso nicht das nächste Mal. Dazwischen üben. Es braucht ja nicht gleich der weltgrösste Traktor oder ein BelAZ-75710 zu sein.

Nachwuchs der Gemeindeamfrau

In einem Crashkurs wird hier die jüngste Teilnehmerin im Traktor fahren ausgebildet. Dies scheint viel einfacher zu sein, als die offizielle Anrede der Mutter herauszufinden: Gemeindeammännin, Gemeindeammann. Gemeindeamfrau wäre logischerweise die richtige Bezeichnung. Deutsch ist eine schwierige Sprache.

Schwerer Unfall an der Traktorenwippe

Mehrere „schwerere“ Unfälle waren nur an der Traktorenwippe zu verzeichnen. Crash kann auch anders interpretiert werden.

Besuch eines Schotten

Auch Schotten waren bei uns zu Gast – am Nagelbalken …

Sabotage an der Hüpfburg

… Sabotage an der Hüpfburg …

Helvetia Domenica

… und ein etwas anderer Schlepper, das deutsche Wort für Traktor, ein Helvetia Domenica aus Murgenthal, das Vorbild für den „Wisa Gloria GT“ aus Lenzburg – für viele unbekannte Industriegeschichte aus dem Kanton Aargau, die bis in den Ostblock reichte und heute wieder auf Schweizer Präzision ausgerichtet ist, …

Schmiedrueder Präzision

… die bei uns gezeigt wird. Obschon wir …

ungenaussen messen

… nicht überall genau gemessen haben. Total 12 Punkte verzeichnete …

Gesamtsieger

der Sieger der Senioren Hans Rölli aus Grosswangen, vor Marcel Bremgartner und Fabian Wandeler …

Gewinnerinnen Damen

… Siegerin der Damen war Martina Brunner aus Vallorbe vor Andrea Hodel und Beatrice Bertschi …

Juniorensieger

… und der Sieger der Junioren Pirmin Steiger aus dem Nachbarort Schlierbach vor Stefan Suter und Andreas Geissler.

alte Traktoren

Drei Hürlimänner (oder Hürlileute?), die Nachfolger der ehemaligen „Rolls Royce der Traktoren“ aus der Schweiz werden heut zusammen mit den Lamborghini in Italien produziert – David Brown, GB – Massey Ferguson, USA. Meili und Grunder CH. Wer mehr wissen will, kann sich im Traktorenlexikon stundenlang vergessen.

Wer alte Traktoren liebt, kann heute am 1. August auch solche bei den Pilatus-Werken bestaunen. BR Maurer übernimmt dort den Bundesratsjet PC-24 zum Preis von knapp der Hälfte der ausrangierten Tiger.

Nicht für jede Arbeit kann man in Schmiedrued-Walde Traktoren einsetzen. Hier ein von Hand geerntetes Bio-Rüebli von einem unserer Sänger …

nacktes Bio-Rüebli

… das dann den weiten Weg via Bern ins Seeland nahm. Dort wird jetzt versucht dieses clon-mässig zu reproduzieren. Sie haben bereits einen Gurkenflieger bestellt, damit die Ernte in Zukunft halbautomatisch erfolgen kann.

Grunder

„Augen zu, dass man einem nicht erkennt“, sagt nach dem Aufräumen zu später Stunde Ueli der Pilot, als er beim Radar vor der Hammerschmitte mit Höchstgeschwindigkeit geblitzt wird.

Anastasija Kadisa

Foto von Judith Schlosser, Gockhausen

Brrrrrr … pfffffff sind nicht Geräusche der Traktoren, sondern unserer Sänger, beim Einturnen mit „unserer Chefin, Oberhaupt, Leiterin, Dirigentin, Kopf, Meisterin, Anführerin – oder einfach ganz kurz und immer unsere“ Anastasija Kadiša (der Vorname betont auf „i“ – „š“ gesprochen als „sch“). Aufgewachsen in Jūrmala (Rigastrand), Lettland, wo sie mit acht Jahren ihre musikalische Ausbildung beginnt. Nebst Musik beherrscht sie einige Sprachen und lebt sich auch langsam in die verschiedenen Mundarten ein, die bei uns im Männerchor gesprochen werden. Ab und zu muss unser Präsident als Dolmetscher wirken. So haben wir auch herausgefunden, dass zum Beispiel „der Mensch“ eigentlich „du“ heisst.

Schön, wenn man intensiv lachen kann. Vor dem ersten öffentliche Auftritt mit unserer Chefin in der Kirche Kirchrued, ist sie noch sichtlich nervös. Zeit beim „Einturnen“, statt dem symbolischen Aufblasen eines grossen Ballons, drei echte Ballons aufzublasen. Pfffff … und dann zischen lassen. Herrlich, wie sie lachen kann.

Klavier und Noten, da ist sie sattelfest. Beim Lied „das cha nur Liebi si„, das wir im Probelokal singen, mein sie: „Das singt ihr falsch!“ Knallhartes Urteil. Aber sie hat recht, wir singen nicht nach den Originalnoten, sondern, so wie man das Lied vom Hören her kennt. Eigentlich singen dieses Lied alle falsch. In Sachen Noten können wir sicherlich nicht mitdiskutieren. Da arbeitet sie auf allerhöchstem Level.

Glissando - grafische Notation

In Sachen Notenkenntnisse wage ich mich jetzt auf die äussersten Äste. Ein Glissando, eine grafische Notation. Nur die Rückwärtsbewegung auf der musikalischen Zeitachse, gut sichtbar an der Schleife, kann ich allenfalls mit variierendem Tempo interpretieren. Ich finde auf Google nichts Vergleichbares. Erinnert mich irgendwie an den Makrokosmos von George Crumb. Modernste Musik. Hier einige Beispiele von Anastasija
.

Schwierige Musik. Für viele nicht einfach anzuhören, was unsere Dirigentin hier selbst komponiert hat. Die Zeit wird mir Recht geben. Wir haben eine Chefin, von der man in einigen Jahren in der Musikszene sprechen wird. Das ist nicht Unterhaltungsmusik für den Alltagsmenschen. Spontan kommt mir ein Stück aus alter DJ-Zeit in den Sinn. 1973 ein total verrücktes Stück: Tubular Bells von Mike Oldfield. Heute für viele ein Ohrwurm, für andere immer noch futuristisch.

Nach Peter Lindenmann mit SapphiRLight, haben wir eine neue Vollblut-Musikerin für moderne klassische Musik aus Basel – dem Mekka aus Schweizer Sicht, wenn wir an Heinz Holliger denken. Und das Schönste, Anastasija zeigt die gleiche Leidenschaft, wenn sie unseren und einen weiteren Chor dirigiert.

Holzglocke der Stadtkirche Lenzburg

Diese Holzglocke – wood bell – hing früher in der Stadtkirche, wo dieser Seniorenchor beheimatet ist. Der alte Glockenturm von Lenzburg ist heute im Fünfweihertal in schönster Natur zu finden.

Wir suchen neue Mitglieder, auch Frauen. „Wir“ sind attraktiver, denn eh.

Aktuell bei libref. – liberal reformiert: „“Intelligenz schützt vor Dummheit nicht . . .““

Aktuell beim befreundeten Personalblog: „EU – Schweiz – Kriegsrethorik“

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„“Daten“ sind ein Menschenrecht“

Vor 2 Jahren erschienen:
Reben im Wandel – AOP Duché d’Uzès

Vor 3 Jahren erschienen:
USD, EUR, CHF oder Credits – welche Währung hat Zukunft? – Ja, die Zukunft wurde besser!

Vor 4 Jahren erschienen:
Rappaz, der „kleine“ Mahatma Gandhi?

Vor 5 Jahren erschienen:
Die notwendige schöpferische Pause

Vor 6 Jahren erschienen:
Die Hammerschmiede oder Hammerschmitte

Vor 7 Jahren erschienen:
«Dr. Doom rät jetzt zum Ausstieg aus Aktien»

Vor 8 Jahren erschienen:
Viognier und liberalisieren

Vor 9 Jahren erschienen:
1. August in Frankreich

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"Auslandschweizer: Probleme mit Schweizer Konten"


Heute gehört auf SRF1 und dazu müsste man doch noch etwas quer denken.

Vor fünf Jahren habe ich zu diesem Thema nicht viel geschrieben. Zeitaufwand für diese wenigen Zeilen sicher eine Stunde. Nach drei Monaten konnte ich wieder einmal Sonne tanken. Nicht selbst. Ich war auf Hilfe anderer angewiesen. Auch Auslandschweizer sind auf Hilfe angewiesen. Die beiden Grossbanken UBS und CS haben zumindest die nicht rentablen „Kleinkunden“ aus der USA rausgeworfen. „Klein“ kann relativ sein.

Weit über ein Dutzend Schweizer Banken haben abgewuncken. Schweizer die in Amerika leben dürfen wir nicht als Kunden aufnehmen. Für einen „Solchen“ habe ich eine Bank gefunden. Aber bitte, fragen sie mich nicht an, welche das sei. Denn rund ein halbes Jahr, als die CS kündete, nahm auch diese grossgenossenschaftliche Bank keine Amerikaner mehr auf – mit Schweizerpass und Namen die noch richtig nach „Ureinwohnern“ deuten.

Stellen sie sich einmal vor, sie möchten im Ruhestand in den Süden ziehen. Als Geheimtipp nehmen sie ex-Jugoslawien oder F-30. Die Häuser sind beider Orts recht günstig – nur die Sprache. Aber sie schlagen sich durch, geniessen die Sonne, das günstigere Leben, vor allem aber die regional gültige Lebensphilosophie und möchten ein Bankkonto in der Schweiz.

Letzteres können sie vergessen, wenn es nach dem heutigen Bundesrat geht. Aber vermutlich dürfen die im Alter nicht mehr auswandern. Einige Gegner sind hart und möchten sie auf den Mond schiessen. Da hab ich einen kleinen Tipp. Wenn schon, schiesst sie auf den Mars. Vom Mond könnten sie zurückgeholt werden. Dort oben gibt es auch keine Regenstürme, wie zu weil in der Schweiz, vor allem im Emmental. Touch wood – Griff an den Kopf. Bis jetzt hatten wir Glück – im Gegensatz vor fünf Jahren. Ich habs verpasst – sieben Wochen Tiefschlaf auf einer harten Matratze … wegen des Wundliegens. Na ja, auf dem Mars hätten sie dies auch und andere Wetterprobleme. Sandstürme und Schneefall.

Wundliegen könnten auch in Zukunft einige Auslandschweizer, wenn das Bürgerrecht bei Doppelbürgern abgeschafft würde. Sorry, aber das traue ich heute einigen Politikern und ehemaligen Politikern und heutigen DepartementsvorsteherInnen zu. Irgendeiner wird mal die „Initiative“ ergreifen. Ich kann überall leben. Andere können sich das nicht mal in einem Albtraum vorstellen. Die streiten sich lieber, ob es Alptraum heisst.

Abwegige Gedanken? Quatsch. Lesen sie sich durch die folgenden Links und interpolieren sie die Politik der vergangenen Jahre. Sehen sie sich manchmal auch in das 20. Jahrhundert zurück? Nicht des Alters wegen – der Ehrlichkeit und Aufrichtigkeit.

Kommentieren sie die Links und Rechts nach Belieben selbst:

Motion Büchel

Tax and banking – übrigens, die obigen Geschwister haben immer alles versteuert. Kann man auf dem Kontoausdruck anschauen, wenn die Eidg. Steuerverwaltung die Verrechnungssteuer zurückerstattet – und dazu braucht es den Stempel eines amerikanischen Tax-Beauftragten. Um dies kontrollieren zu können, müssen heute amerikanische Kunden (zumindest bei einer Bank) eine GE-Aktie im Depot haben. Er hat mehrere. Von GE habe ich noch nie direkt eine Information erhalten. Scheint zumindest organisatorisch eine ganz leide Gesellschaft zu sein – sorry, eine amerikanische. Diese hassen Aktionäre.

Birkenstock-Rassisten – ich verabscheue Rassisten und mag Birkenstock nicht. Zudem geben mir diese ultragrün angehauchten „Heiland-Pantoffeln“ zu wenig Halt. Und genau Halt suchen wir als Schweizer – oder Auslandschweizer.

Halt, Halt zu haben oder zu finden ist heute schwierig. Die Grünen werden immer belächelt. Aber ich vermute, dass der Prozentsatz von denen, die die Gefährlichkeit dieser Schlange beurteilen können, grösser ist. Schlangen, das wär ein anderer Beitrag wert. Ohne die Ringelnatter am Strand am Neuenburger See – acht giftige und eine kräftige. Fast wie in der Politik und im Beamtentum. Oder heisst es Beamtendumm?

Und es könnte ja sein, dass amerikanische Auslandschweizer einmal in die Schweiz kommen … „Su“, wir haben nur administrative Probleme – enjoy Switzerland – it is mostly wunderfull.

Albis-Bank

… Bank auf dem Albis in Zürich … noch Fragen?

"Wir brauchen eine politische Union Europas …


… für Dinge wie Aussen-, Verteidigungs-, Wirtschafts-, Haushalts- und Finanzpolitik.“


Eigentlich heisst der Titel „Radio Beromünster hat uns moralisch stabilisiert„. Gefunden im Migros-Magazin. Ein Interview mit dem Bundesminister a.D. Heiner Geissler. „Vor 100 Jahren begann der 1. Weltkrieg, vor 75 der Zweite. Und vor 25 Jahren fiel die Berliner Mauer.“

Ein spannendes Interview. Rückblick und Ausblick. Und ich bin überzeugt, dass Schnebi, der Chefredakteur Hans Schneeberger, einen der besten Artikel ins Migros-Magazin plaziert hat. An einige Zeilen wird man in Zukunft garantiert zurückdenken: „… ähnlich wie in der Schweiz. Mit einem solchen Konzept ist Europa ohne Weiteres vermittelbar, und man würde so den Populisten und Extremisten viel Wind aus den Segeln nehmen.“

Etwas vorher hab ich das gleiche Ziel etwas anders in Netz gestellt: Aber die EU wird erst richtig Erfolg haben, wenn sie eine zentrale Regierung haben.

„Schnebi“ fühlte sich gekränkt, als ich ihn dieses Jahr mit „Hans“ angesprochen habe. Ich „löffle“ mich. Er ist einer, der Duttis Gene hat und das gefällt mir. Seit meiner Vordiplomarbeit über den MGB und dessen Marketingaspekte habe ich selbst einige Male im Blog über den Migros-Konzern geschrieben. Politik? Nein, das ist Leben und unsere Kultur.

Auf ein kräftiges Europa und eine starke treibende Schweiz.