Rappaz, der "kleine" Mahatma Gandhi?


Liberal sein bedeutet verschiedene Meinungen akzeptieren, andere Blickwinkel haben. Und das nun seit über fünf Jahren auf dem Blog von libref. Liberal sein beüben wir gleich am Beispiel des Walliser Hanfbauern der seinen Hungerstreik abgebrochen hat.

Der Originalbeitrag ist bei libref. zu finden, hat aber auch gesellschaftliche Überlegungen, die die heutige Zeit beeinflussen und vielleicht mal das Kaufverhalten mancher Konsumenten tangieren wird … frei nach dem Motto: „legalize Himbeereis“.

von Jean-Claude Cantieni:

„Bernard Rappaz hat seinen Protest erfolgreich abgeschlossen, er kommt unter Hausarrest. Ist er „in welchem Sinne“ ein Protestant? Ist der Hungerstreik gar ein legales Mittel der Selbsthilfe, so wie der Streik als solcher für ein Kollektiv – je unter liberalem Vorzeichen anerkannt ist?

Der Fall ist nicht nach einer Art Rationalisierungsguillotine unter einen Paragraphen zu subsumieren, zwangsernähren heisst Körperverletzung, Tod heisst Verletzen von Fürsorgepflicht, Garantenstellung des Staates im Srafvollzuge, und der Fall Rappaz erinnert so daran, wie die Philosophin Jeanne Hersch auf die positive Seite von Lücken verwies, welche die Chance einer revolutionären Individuation in sich birgt, weshalb der Staat dafür verantwortlich ist, dass sie als solche offen bleiben, während der Ruf nach einer gar gesamtschweizerischen Regel über den föderativen Bau der Schweiz hinaus ertönt. (Summum ius summa iniuria.)

Wichtig wird sein, dass der Fall so aus der Idee des Rechts, des Vorrangs der Freiheit zu reglieren ist. Der verstorbne Rechtsphilosoph J. Rawls würde von einem Fairplay sprechen, das ein Rückversetzen in einen Urzustand der Gleichheit als Denkfigur gebietet, in welchem wir hinter einem Schleier des Nichtwissens , der (allzu) persönliche Momente des Falles verbirgt, zu entscheiden haben. So bleibt zu fragen, wie der Fall Rappaz ins kulturelle Gedächtnis des Landes einzugehn hat, und dieses Gedächtnis ist glaublich in ganz Europa noch davon geprägt, dass der Staat sich nicht zum Richter übers Leben (Menschenrechtsdeklarationen nach dem Holocaust), sei’s durch Tun oder sei’s auch Unterlassen erhebt. Rappaz seinerseits kann sich darüber hinwegsetzen wollen, d.h. er wird sein Weiterleben im Lichte dieser europäischen Geschichte zu erleiden haben. Sein personaler und augenblicklicher Widerstand, dahinter Interessen stehn, hat auf den seitens des Staates zu stossen, welch Letzterer ein kollektives Gedächtnis verkörpert, darin Rappaz sich als integriert zu verstehn hat. Aufmerksamkeit (auf die Geschichte) kommt v o r Interessiertheit zumal in unserer Nonstop-Zeit, die nach Aufmerksamkeit absorbierenden Sensationen giert. Medien insbesondere nehmen am Los des Betroffnen kaum wahren Anteil nehmen. Wie viele Menschen hat der Blick gnadenlos infolge Verkehrtheit zwischen Aufmerksamkeit im Sinne eines kulturellen kollektiven Gedächtnisses und lediglicher Interessiertheit deloyal vorgeführt…

Wir haben Listen von Menschenrechten, doch sie verraten (nach U, Eco), dass die Idee des Rechts (seit dem Naturrecht?) im Verwissenschaftlichen des Rechten abhanden kam, sich, so die hier vertretene These, ins kulturelle Gedächtnis flüchtete, um dort womöglich einen Anschluss an die seither strapazierte Tradition aufzubauen. Die Strapaz ist eine umgreifende: Michel Foucault argumentiert mit dem Verschieben einer einstigen Ars amandi zur aktuellen scientia sexualis mit all ihren aufdringlichen Interessiertheiten anstelle von Aufmerksamkeit zumal in den Medien unter im Übrigen gleichen Verhältnissen.

Halten wir Freiräume, u.a. für den dornenvollen Hungerstreik, offen.

Besten Gruss,

Jean-Claude“

von Stephan Marti (meine Beiträge zum Thema Hunger):

Lecoin, Teufel und Mahatma Gandhi sind die bekannten Hungerstreikenden die Erfolg hatten und was mir wichtig erscheint, überlebt haben. Rappaz hat meiner Meinung nach bis heute keinen echten Erfolg. Den hat er erst, wenn der Hanf zumindest in der Schweiz legalisiert wird. Darüber liesse sich aus liberaler Sicht auch wieder tagelang philosophieren. Ich habe meine Meinung, bin bekennender Genussraucher in unserer heutigen Raucher hassenden (oder gar diskriminierenden) Zeit. Raucher verpönen und Rappaz schönigen. Da habe ich ein echtes gesellschaftliches Problem. Das ist inkonsequent destotrotz Hanf heute nur als Droge umstritten ist, die vielen anderen Vorteile die Hanf hat, kennen die wenigsten Leute. Der Hinweis hier im Wikipedia ist zurecht angebracht. Hanf hat viel mehr sehr gute Einsatzmöglichkeiten.

Wer aber Hanfsüchtige, Nikotinsüchtige und meinetwegen auch Genussraucher ablehnt, hat zumindest mal eine eigene Meinung und nimmt sich vermutlich zu Herzen, was überall auf den Packungen steht. Rauchen ist an öffentlichen Orten vermutlich europaweit verboten … da frage ich mich, wieso in der BernerZeitung die Schlagzeile „Villiger erwartet Rekordabsatz von einer Milliarde Glimmstängel“ steht? Und wen wunderts, dass Aficionado noch mehr weiss … Hans ich freue mich auf was Raketen ähnliches zum 1. August. Süchtige und Geniesser, die man philosophisch vermutlich auch zu einer Gattung der Süchtigen zählen könnte, sind anscheinend nach nicht im Rückgang. Ein ganzheitliches Verbot wäre fehlt am Platz, denn was verboten ist, macht man umso intensiver. Die Prohibition lässt grüssen. Hier noch ein aktueller Tipp von Obi – unter drei Litern besteht keine Meldepflicht. Den letzten Satz sollten sie lesen: Destillieren ist ein Hobby – kein Verbrechen.

Trinken, ja das müssen auch Hungerstreikende. Die einen freiwillig, die andern unter Zwang. Und da sind wir Liberalen eben echt liberal. Im Gegensatz zu unserem Präsidenten verachte ich Hungerstreikende. Mein Körper hat selbst über fünf Monate einen Hungerstreik durchgemacht. Aber bitte beachten sie das Wichtigste. Meiner war ganz sicher nicht freiwillig, er war gesundheitlich bedingt. Es ist ein schreckliches Gefühl, wenn ihnen die Aufnahme von Nahrung widerstrebt. Und noch extrem viel schlimmer ist es, wenn man Hunger und keine Nahrungsmittel hat. Alle drei Sekunden stibt ein Mensch an Hunger. Meine Hochachtung hat Rappaz auf keinen Fall. Das Finanzielle wollen wir gar nicht gross erwähnen – Rappaz‘ Hausarrest kostet den Steuerzahler CHF 2400 täglich. Das ist wesentlich mehr, als ein Aufenthalt in der Intensivstation.

Wie viele gute und mutige Schreiberlinge gibt es die auch Erfolg hatten? Hunderte, Tausende … ? Und nur drei bekannte Hungerstreikende. Mahatma Ghandi – ein begnadeter Schriftsteller. Über Louis Lecoin und seine Namensspielerei „Lutz – die Ecke“ gäbe es auch noch einige Gedanken zur Resistance zu äussern. Albert Camus schrieb für ihn – er erhielt den Nobelpreis für Literatur. Der kürzlich verstorbene Fritz Teufel schrieb z.B. „Märchen aus der Spassgerilja“ – von Gerruilla (sp,e)/Guerilla (d) gesprochen eher Geria (betontes und langes „i“). Ganze drei, die Erfolg hatten und nur einen, der den meisten bekannt sein dürfte – Rappaz wird nicht darunter gehören. Dies meine Einschätzung zur heutigen Zeit, obschon Hanf, Marihuana, Haschisch, Cannabis alltägliche Wörter geworden sind. Lasst es besser sein, es gibt genügend andere endogene Drogen, nach innen wirkend, die Spassmachen … nicht nur Kaffee.

Hier noch eine extremere Meinung: „Rappaz ist ein feiger, hinterhältiger Verbrecher

Schleifscheibe aus Hanf

Die Schleifscheibe aus Hanf, sinnigerweise von der Firma Eisenblätter, war schon im Gespräch mit Albert Einstein.

Vor einem Jahr:
Sendepause

Vor zwei Jahren erschienen:
http://libref.kaywa.ch/200808

Vor drei Jahren erschienen:
Le Temple

Vor vier Jahren erschienen:
Kabarett um Minarett

Vor fünf Jahren erschienen:
Rückkehr des Religiösen

© libref – Text und Foto: Stephan MartiFinanzblog

Logistikwirtschaft gewinnt an Fahrt


„Trotz Wirtschaftskrise wird die Prognose der Logistikwirtschaft in Deutschland zunehmend rosiger. Die jüngste Erhebung des Logistik Indikators, des Gesamtindikators für das Geschäftsklima der Branche, erreichte im Mai mit beinahe 139 Punkten einen Wert, der nicht nur über der neutralen 100-Punkte-Marke liegt, sondern außerdem dicht an das ursprüngliche Niveau vor Beginn der Wirtschaftskrise heranreicht.

Gesamtindikator Logistik

Quelle: bvl – „ausführliche Ergebnisse“
– pdf lässt sich nicht im Browser öffnen resp. verlinken

Dieser zügige Aufschwung der Logistikwirtschaft nach der Wirtschaftskrise lässt sich nachvollziehen, wenn man die Rolle der Logistik innerhalb der deutschen Wirtschaft und die Mechanismen ihrer Rekonvaleszenz nach der Krise genauer in Augenschein nimmt. Als eines der wichtigsten Standbeine der deutschen Wirtschaft in Zeiten der Krise zeichnet sich der Export ab. Zwar brach der Export in der Krise zunächst stark ein und versetzte die deutsche Wirtschaft, die ja generell stark vom Export abhängig ist, damit in arge Turbulenzen. Die Umsätze sanken drastisch und erreichten im vergangenen Winter Tiefstwerte. Nach diesem extremen Einbruch ist aber nun ein deutlicher Aufwärtstrend zu beobachten. Nachdem der Exportmarkt begonnen hatte, sich besonders auf die von der Krise schwächer betroffenen Schwellenländer China, Russland, Indien etc. zu fokussieren, erscheint der Export wie ein Phönix aus der Asche allmählich wieder auf der Bildfläche. Und er zieht den Rest der deutschen Wirtschaft mit sich aus dem Krisenschlamm. „Der Export hievt die Wirtschaft aus der Krise“, so der treffende Titel einer jüngst erschienenen DIHK Studie. Im Zusammenhang mit dem steigenden Erfolg in der Exportbranche belebt sich nämlich auch die Investitionsfreude der deutschen Unternehmen und die Suche nach neuen Ideen und Strategien. Der Mut wächst, in Produktinnovationen und neue Arbeitsplätze zu investieren und die Wirtschaft wieder aufleben zu lassen.

Die Notwendigkeit einer starken Exportwirtschaft überträgt sich in logischer Konsequenz auf die Logistikbranche. Das ausführende Instrument und der wichtigste Motor der Exportwirtschaft ist schließlich wiederum eine funktionierende Logistik. Auch hier investiert man in Reaktion auf die Gesundung des Exports in neue Strategien und Ideen, in intelligente Technologien und neue Systeme um größtmögliche Effizienz zu erreichen und den Weg der deutschen Wirtschaft aus der Krise nach besten Kräften zu ebnen.“

Dr. Jochen Hansen von clickeffekt.de

Danke an Jochen Hansen. Die zwei letzten Links zeigen ganz deutlich, dass Logistik nicht vermeintlich und mehrheitlich nur bei Transportunternehmen stattfindet. Logistik fängt im Detail an.

logistik 1

Logistik 2

Schlechte Beispiele? Bei weitem nicht. Schnell finden muss man das Gesuchte. Zudem eine sehr günstige Lösung und die Ölkannen wurden wiederverwertet. Bleibt nur die Frage, wie das restliche Öl entsorgt wurde oder ob es gleich als Korrosionsschutz dient. Aber Schmunzeln dürfen wir trotzdem, zumal die Bilder auf einem Friedhof geschossen wurden.

Logistik hat auch ihren Preis und hier versucht zum Beispiel die Schweizerische Post einzusparen. Nur, es wird weder der Kunde noch der Eigentümer gefragt – zudem sind die bei einem Staatsbetrieb meist identisch. „Bei der Post sind alle Briefsendungen bestens aufgehoben. Wir verfügen über den grössten Erfahrungschatz im Briefversand und stellen Briefe pünktlich zu. Dahinter stehen ausgefeilte Technologie und zuverlässige Mitarbeitende.“ Gefunden im Facebook. Danke dem Blogger Christian und Marcel meldet eben, dass im der Auftritt gefalle.

Stimmt, mir auch. Aber Dienstleistungen wären eher in der Logistik als auf Facebook zu suchen, zumal Kommentare nur angenommen werden, wenn man die Post zur Freundin macht. Da kommt mir die grösste Schweizer Stadt – Härkingen – in den Sinn. Also facebooked man in diesem Geist: „Huch, der Briefkasten wurde abmontiert und jetzt wird auch noch die Poststelle geschlossen. Statt zu Fuss fährt jetzt jeder mit jedem einzelnen Brief rund 3 km. Das Postauto hält neben dem ehemaligen Briefkasten. Schätzungsweise 50 mal fährt täglich ein posteigenes Fahrzeug neben dem ehemaligen Briefkasten vorbei. Dafür propagiert der oberste Boss die Energiesparlampe. Ein dreifaches „Hellau“ für unseren Bloggerkollegen Moritz, der diese Kritik vermutlich mit einem verkniffenen Lächeln aufnimmt.

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Aktuell beim befreundeten Personalblog: „Zu wenig oder falsch Ausgebildeter Nachwuchs?“

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„Sendepause“

Vor zwei Jahren erschienen:
Die Beta-Blogger … und BRICS-Fonds ein Alfa-Blogger

Vor drei Jahren erschienen:
Wechselbank

Vor vier Jahren erschienen:
Jedem seine Kunst

Vor fünf Jahren erschienen:
Solarzellenhersteller – Japan und Ölförderer vor Deutschland

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Der Wert des japanischen Panflötenbaums


2010 ist internationales Jahr der Biodiversität und es ist zu hoffen, dass über dieses Thema vermehrt gelesen und diskutiert wird. In Zukunft dürfte in diesem Zusammenhang die Biodiversität öfters den Ausschlag gegen viele Aktien geben.

Vor Kurzem berichtete die Erklärung von Bern über den Rooibos-Raub der Nestlé. Dies ist nur ein Beispiel. Weitere sind in der Broschüre „Wir BIOPIRATEN“ zu finden und im Finanzblog habe ich auch schon Syngenta erwähnt.

Über die Definition von Biodiversität lässt sich streiten. Aus meiner Sicht fehlt ein ganz wichtiges Element – der Mensch. Sie hilft ihm und auch anderen Lebewesen. Die Biodiversität kann auch dem Oberbegriff der Bioethik eingeteilt werden, wo hingegen der Mensch meist an erster Stelle aufgeführt ist. Ethik ist eine sehr philosophische Wissenschaft. Sehr umfangreich in ihren Teilgebieten aber ungenau und deshalb vielfältig interpretierbar. Biodiversität ist aber auch ein Teilgebiet der Ökologie. Da bleibt halt immer noch die Frage ob Ökologie ein Teilgebiet der Ethik ist oder umgekehrt. Wichtig ist, dass man beide separat anschaut.

Martisches 6-Eck

Ethik und Ökonomie sind keine Gegensätze“ (Seite 26ff), schreibt der Philosoph Gérald Hess in der letzten „Umwelt“ des BAFU. Er bemerkt auch, dass entgegen der Biodiversität manchmal Pflanzen ausgerottet werden müssen, zum Beispiel invasive Arten. Die Invasionsbiologie beschäftigt sich mit von Menschen in fremde Gebiete eingeführte Arten, der Neobiota. Aus der Gruppe der Pflanzen, der sogenannten Neophyten picke ich mir den japanischen Panflötenbaum heraus. Er hat bambusartige Stängel aus denen sich eine Panflöte basteln lässt. Vor allem in englischen Sprachraum nennt man ihn auch den japanischen Bambus. So gesehen, hat auch diese Pflanze ihren Wert und zusätzlich kann sie als extrem schnell wachsender Sichtschutz verwendet werden. Wenn sie aber wie ich rund 100 Quadratmeter Fläche dieser Staude besitzen, die praktisch alles andere Leben auf diesem Raum verunmöglicht, so wollen sie mehr über den japanischen Staudenknöterich wissen.

Panflötenbaum

Wetten, dass sie den offiziellen Namen, der japanische Staudenknöterich oder Fallopia japonica eher vergessen, als meine Eigenkreation, der japanische Panflötenbaum. Am 1. August, dem Schweizer Nationalfeiertag, werden einige Gäste in der Hammerschmitte die Möglichkeit haben, aus den restlichen Stücken eine Panflöte oder eine Flöte zu bauen. Vielleicht kommt auch wieder der Saxophonspieler der beherzten, tapferen, wackeren Bank vorbei, der dabei musikalisch unterstützt werden darf.

japanischer Knöterich

Es hat heute noch einige Stauden übrig, denn diesem Kraut kann man praktisch nicht Meister werden. Es werden vermutlich noch einige Jahre vergehen, ehe alle Pflanzen und vor allem die stark verästelten Wurzelteil zur Strecke gebracht werden konnten.

Staudenknöterich 2

Hartnäckig dieses Kraut das den meisten Ratschlägen von Fachleuten trotzt. Wer eine gute Idee hat, dem bin ich dankbar. Zumindest ist Pickeln und Hacken für mich eine Muskelübung, so quasi meine Gratis-Physiotherapie.

Knöterich 3

Im Winter ist es mit dem Sichtschutz vorbei und das Landstück sieht wie nach Kriegswirren aus und wenn man nichts dagegen unternimmt, im nächsten Jahr schlagen die Pflanzen noch üppiger aus. Als letzte Ausrottungsmethode wäre vielleicht Sprengen angesagt.

Garlon

An diesem Foto hätten vermutlich auch die Invasive.Org als 240. Bild Freude. Zumindest am etwa fünfzig Jahre alten Strunk. Weniger am Garlon von Dow Chemical, das zwar einen Grössenvergleich zulässt, aber für meine ökologische Gesinnung weit hinten steht. Und sprengen hilft gar nichts, da werden nur die Wurzelstücke in einem grösseren Bereich verteilt. Obwohl hier rund um meine Hammerschmitte die Vegetation fast zu üppig und recht artenreich gedeiht, freue ich mich wieder auf die Ferien. Im Mittelmeer Becken ist die Artenvielfalt vier mal höher, als im ganzen übrigen Europa. Hier und im russischen Teil vom Kaukasus haben wir die zwei einzigen Hotspots von weltweit insgesamt 34 – „the richest and most threatened (gefährdet) reservoirs of plant and animal life on Earth“.

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Aktuell beim befreundeten Personalblog: „XXXXXX“ – der ausführlichste Kommentar zu einem meiner Beiträge

Vor einem Jahr im Finanzblog:
„Sendepause“

Vor zwei Jahren erschienen:
Gründung Grünliberale Partei Aargau

Vor drei Jahren erschienen:
Bank – engl. Bench – Benchmark

Vor vier Jahren erschienen:
Verkehr: Stau muss nicht sein?

Vor fünf Jahren erschienen:
Mystery Park(t) – «Die faszinierende Kapitalanlage»?

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Elektrisierende Ferienlektüre – geniessen sie den Sonnenschein und tanken sie Energie


Marktwirtschaftlich orientierte Ökonomen hassen Subventionen wie der Teufel das Weihwasser. Die Solarstromförderung wurde vom Bundestag gesenkt. Vorerst als Kompromiss nur um 13% statt der ursprünglich geplanten 16%. Der Umbruch in der Energiepolitik hat endgültig begonnen. Ein umfangreiches Dossier auf aktuellem Stand.

Ferien sind zum entspannen und zum Energietanken bestens geeignet. Zudem hat man Zeit, einige auch im obligaten Stau, sich Gedanken durch den Kopf jagen zu lassen. In der heutigen Zeit sind dies mit extrem grosser Wahrscheinlichkeit die Themen „Energie und Geld“. Ich bin mir bewusst, die Menge der Links und der Umfang dieser Artikel sprengt den täglichen Leserahmen. Eben als Ferienlektüre geeignet – Online oder halt ausgedruckt. Die Artikel der Serie „Energie“ aus der Wirtschaftswoche gefallen mir ausgezeichnet. Und sie erfreuen mich. Sehr vieles stand schon im Finanzblog. Machen sie sich doch mit dem Wiwo-Konzentrat einige Gedanken zur Zukunft. Die Ferien sind dazu meist geeignet.

Geld oder dessen Auswirkungen durchströmen heute vielleicht 100-mal täglich unser Gehirn. Bei den meisten Leuten ist dies eine Belastung, die bis hin zum Gesundheitsproblem, ja gar zum frühzeitigen Tod führen kann. Ein riesengrosses Gesellschaftsproblem. Und längerfristig kommt ein weiteres dazu. An der Spitze wird derjenige stehen, dem günstige Energie zur Verfügung steht.

700’000 Deutsche wollen sich eine Wohnmöglichkeit im Ausland kaufen. Eine sehr hohe Zahl, wenn man vergleicht, dass es bis heute 1,1 Millionen sind, die sich im Verlauf vor allem der letzten drei Jahrzehnte ausländisches Wohneigentum angeschafft haben. Wenn der Euro langfristig weiter am Sinken ist, werden diese mit grösster Wahrscheinlichkeit im Euroraum fündig werden. Frankreich dürfte an erster Stelle stehen und dann Spanien.

Meine Ferien waren am Anfang etwas verregnet. Nur leichter Regen der dem Boden richtig gut getan hat. Anscheinend war es in den vergangenen vierzig Jahren noch nie so grün in Südfrankreich. Der Farbe nach hätte es auch die Schweiz oder Deutschland sein können. Wasser wird in Zukunft nebst Geld und Energie eines der wichtigsten Themen sein. Ja Wasser, Energie und Geld werden die Gesellschaft in Zukunft noch mehr spalten, als dies heute schon der Fall ist. Solche Überlegungen sind für den Kauf von Aktien (und Währungen) wichtig. Bei Immobilien unerlässlich, da hier praktisch alle langfristig handeln und denken.

Wenn sie sich überlegen im Ausland eine Immobilie zu kaufen, dann schauen sie sich mit Vorteil die „Verkehrte Welt“ genau an.

Aktionäre müssen sich nur Gedanken machen, ob sie die richtigen Aktien im Bereich der Sonnenenergie gekauft haben. Solche, die international ausgerichtet sind und die gegenüber den Chinesen zu konkurrenzfähigen Preisen liefern können. Lesen sie die Artikel der untenstehenden Links. Sie werden zumindest zwei deutsche Unternehmen finden, die meiner Ansicht nach immer noch ein Kauf sind … sie wurden schon einige Male im Finanzblog erwähnt.

Wer längerfristig eine Immobilie kaufen will schaut sich vor allem die blauen Gebiete an. Es gibt in Europa keinen einzigen Ort, bei dem die Windenergie (Onshore) und die Sonnenenergie (Fotovoltaik und Solarthermie) zu sehr günstigen Kosten produziert werden kann. Wind kommt oft in kälteren und wolkigen Gebieten vor, die für die Sonnenenergie nicht so geeignet sind. Es gibt aber drei kleine Gebiete in Europa (ohne die ehemaligen GUS-Staaten):

– die Provinz Teruel in Spanien
– ein kleines Gebiet in den Ostkarpaten von Rumänien bei Suceava
– zwei Kantone in den Departementen Gard und Hérault von Frankreich

Drei kleine Gebiete mit einem ganz speziellen Mikroklima und erstaunlicherweise alle mit relativ tiefem Volkswohlstand – und entsprechend günstigen Immobilienpreisen. Ideal um Warmwasser zu gewinnen und einen kleinen Windgenerator zu kaufen. Für die Fotovoltaik ist es immer noch zu früh, da immer noch zu teuer und technisch noch zu wenig ausgereift. Ich weiss, dies ist ein hartes Urteil, aber ohne Subventionen wären in Deutschland die beiden hohen Balken in der Grafik nie Wirklichkeit geworden.

Im Zusammenhang mit der Serie „Energie“ aus den letzten Ausgaben der Wirtschaftswoche:

Solarbranche: Leben auf dem Sonnendeck

Was grüner Strom wirklich kostet

Atom- gegen Solarstrom

Rückkehr zur rationalen Energiepolitik“ – das letzte Statement von Kemfert zeigt ganz brutal die heutige Wirklichkeit – Solaranlagen haben immer noch eine Nischenstellung

Wie Kleinanbieter den Energieriesen Kunden abjagen

Längere Laufzeiten alleine reichen nicht

Kampf um das Stromnetz 2.0

Die Schmerzgrenze ist erreicht“ (Handelszeitung)

Im Überblick über Energie und Umwelt finden sie auch zwei Tests. Viel Spass, bei den Zahlenfragen geben sie am besten das am wenigste Erwartete an und sie liegen vermutlich richtig

Aktuell beim befreundeten Personalblog: „Der Markt ist gut (Vertrauen), Planwirtschaft ist besser (Kontrolle)“
Meine Ergänzung dazu: Blasen verursacht vor allem die Gesamtmasse der geldgierigen Menschen. Marc Faber zu diesem Thema „Ich traue überhaupt keiner Papierwährung„. Wir sind uns einig. Sachwerte bieten Potenzial. Volkswirtschaftliche Gegebenheiten wiederholen sich nie genau gleich, deshalb gibt es auch immer neue Thesen und entsprechende Nobelpreise, mit welchen Rezepten den Volkswirtschaften zu helfen wäre. Ich behaupte, wir werden „Volkswirtschaften“ nie ganz in Griff bekommen und daher wird es in den nächsten hundert Jahren spannend bleiben.

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Vor einem Jahr im Finanzblog:
„Sendepause“

Vor zwei Jahren erschienen:
Risiken – alle Warnungen in den Wind geschlagen

Vor drei Jahren erschienen:
«An der Hand meiner Schwester» … – der Bestseller von Bärbel Probert

Vor vier Jahren erschienen:
Nächsten Montag ist die WM 06 Geschichte – ein echter „11 Meter“

Vor fünf Jahren erschienen:
Hayek und von Hayek – einer der imposantesten Schweizer ist vor einer Woche verstorben (28.6.10)

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